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Die Erfolge der UdSSR

Ethain
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Die Erfolge der UdSSR

19.04.2013 um 14:16
Passt einfach überall :D


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Ethain
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Die Erfolge der UdSSR

19.04.2013 um 14:29
Einen hab ich noch:

Ich kannte mal einen der beim Verladen von Kohl (alle möglichen Sorten von Kohl) auf einen Güterzug geholfen hat. Es wurde alles in die UDSSR geschickt. Das ging den ganzen Tag so in der brütenden Sommerhitze.
Danach waren alle total fix und fertig und die Russen haben die Arbeiter eingeladen bei sich in der Kaserne einen zu heben.
Die Haben die ganze Nacht Flaschenweise Wodka gesoffen und am Ende ist einer besoffen mit ner Kalaschnikow vom Stuhl gefallen und hat durch den Raum geschossen.

Es ist zum Glück nichts ernstes passiert aber es hätte auch leicht so ausgehen können: Youtube: Shooting Bar Scene - Inglourious Basterds

xD


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Die Erfolge der UdSSR

19.04.2013 um 14:44
Zu Kuba:

Dass es den Menschen in Kuba heute nicht besser geht, ist mehr den USA als Fidel Castro
geschuldet.
Die USA waren es, die Castro dämonisiert und ins sozialistische Lager getrieben haben.

Kuba gegenüber haben die USA so ziemlich alles falsch gemacht, was sie falsch machen
konnten!


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Die Erfolge der UdSSR

19.04.2013 um 14:44
@cRAwler23
cRAwler23 schrieb:Nur darum ging es mir auch in meinem "Gedankenspiel" in dem man die UdSSR aus der Zeit gelöscht hätte und man nicht weiß wie dann der Krieg verlaufen wäre. Das ist hier die kritische Frage im Raum!
ohne sowjetunion hätte es den krieg vielleicht nie gegeben, der erste weltkrieg wäre ohne revolution in russland wohl ganz anders abgelaufen, ohne die russische revolution und dem erstarken der sozialisten in deutschland hätte es auch keine dolchstoßlegende gegeben, der krieg hätte länger gedauert, vielleicht wäre hitler gefallen usw. die möglichkeiten sind unbegrenzt.


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Puschelhasi
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Die Erfolge der UdSSR

19.04.2013 um 14:52
Ja , was waere wenn alles super gelaufen waere im Arbeiter und Bauern Paradies? Lachhaft.

Realitaeten, Genosse @cRAwler23 , Realitaeten!

Wach auf, der Traum war ein Alptraum. Nur gut fuer Leute die unpolitisch und ohne Ambitionen waren und Leute die im System Spitzel, Henker und Despoten waren. Der Rest war in Geiselhaft.


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Die Erfolge der UdSSR

19.04.2013 um 15:12
@robert-capa

1939.
Sowjetische Bestandsgarantie für Polen.

Hitler hätte in der Luft gehangen.

Stattdessen betreibt man Kumpanei und zieht sich die Pest selbst auf den Hals...


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Die Erfolge der UdSSR

19.04.2013 um 15:49
@cRAwler23


die spamen dir die Ohren voll bis der Thread geschlossen wird ;) Also lass dich nicht darauf ein.
Es ist eben Tatsache das der Antikommunismus in Deutschland auf falsche Tatsachen basiert.Es ärgert eben die meisten das die Hintergründe des Kommunismus (oder Sozialismus) doch nicht so verkehrt sind.Wie viele Staaten sehen sich als sozialistisch?oder kommunistisch?Und wie viele streben den Sozialismus an ? Und mal anders rum : Wie viele streben nach dem Nationalsozialismus ?Bei den ersteren sind es ganz viele,beim letzteren,na ja,kenn ich kein einzigen.


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saki2
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19.04.2013 um 15:52
ophelia88 schrieb: Bei den ersteren sind es ganz viele,beim letzteren,na ja,kenn ich kein einzigen.
Gibt aber ganz viele davon, die müssen nicht alle eine Glatze haben, es gibt auch viele davon mit dem hübschen Hemd und Krawatte nach außen.


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Die Erfolge der UdSSR

19.04.2013 um 16:20
@saki2
Die würden es aber nicht wagen es laut auszusprechen.
ich meine,im Zeitalter des Internets wo fast nichts geheim bleibt,im Zeitalter dieser massiver globaler Kommunikation,ist schon manch einer Mythos den Bach runtergegangen.Dazu gibt es zig Beispiele...das grösste Märchen das von Regierung und Presse aufgetischt wurde war zb das vom bösen Kuba.Oder soll ich mal erwähnen was die Russen WIRKLICH von Stalin halten ?
Wie viele Kommunisten gibt es heute ? Und wie viele Nationalsozialisten ?

Ophelia spamming** out.Schönen Tag noch.


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Die Erfolge der UdSSR

19.04.2013 um 16:20
@m.mayen
m.mayen schrieb:1939.
Sowjetische Bestandsgarantie für Polen.

Hitler hätte in der Luft gehangen.
ja das wird auch oft vergessen, die sowjets haben zusammen mit den nazis den 2.weltkrieg begonnen.


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Die Erfolge der UdSSR

19.04.2013 um 16:41
@ophelia88
ophelia88 schrieb:Es ist eben Tatsache das der Antikommunismus in Deutschland auf falsche Tatsachen basiert.Es ärgert eben die meisten das die Hintergründe des Kommunismus (oder Sozialismus) doch nicht so verkehrt sind.Wie viele Staaten sehen sich als sozialistisch?oder kommunistisch?Und wie viele streben den Sozialismus an ?
was für falschen Tatasachen ?
Und gib mal ein einziges Land an das sozialistisch ist , wohlhabend und demokratisch .


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Die Erfolge der UdSSR

19.04.2013 um 18:08
m.mayen schrieb:Dass es den Menschen in Kuba heute nicht besser geht, ist mehr den USA als Fidel Castro
geschuldet.

Nicht besser in Relation zu was genau? Ganz konkret eigentlich in Relation zu dem wie Kuba haette sein koennen, wenn es nicht einer sozialistischen sondern einer herkoemmlich marktwirtschaftlichen Politik gefolgt haette oder spaeter in den 70er, 80er und 90er Jahren beliebten neoliberalen IWF Strukturanpassungen (die mehr Chaos in Entwicklungslaendern verursacht haben, als Probleme zu loesen). Also in Relation zu etwas was wir (oder Kritiker von Kuba) nur hypothetisch annehmen koennen. In Relation zu dem was Kuba vorher war, geht es den Menschen in Kuba ganz sicher besser. Leider haben wir weder Statistiken oder Anekdoten (weil die sind hier ja anscheinend beliebter als Statistiken) von dem wie Kuba heute haette sein koennen ohne Sozialismus, um so einen Vergleich ueberhaupt anstellen zu koennen.

Aber gut, dann zu dem was @Ethain geschrieben hat..
Ethain schrieb:Was ist mit der Verstaatlichung der Industrie in Venezuela welche dann brachliegt weil kein Geld dorthin fließt und die Entlassung der Arbeiter welche dann durch ungelernte Kräfte ersetzt werden die nicht wissen wie die Maschinen funktionieren?
Also zunaechst einmal muss ich sagen, dass ich bei weitem nicht mit allem einverstanden bin, was die venezolanische Regierung in den vergangenen 14 oder so Jahren gemacht hat. Abgesehen davon, dass es keine einheitliche Definition von Sozialismus gibt (obwohl viele Klugscheisser meinen es beinhalte schon von Natur aus Mauern und ein ausgekluegeltes Arbeitslagersystem), denke ich dass Venezuela kein sozialisitscher Staat ist. Von alternativen Produktionsweisen im Rahmen der Arbeiterselbstverwaltung in sogennanten Empresas de Producción Social und sonstigen genossenschaftlichen und kommunalen Strukturen gibt es nur Ansaetze. Zwar mehr als in sonst irgendeinem Land, aber im Wesentlichen bestand/besteht das was Chávez als Sozialismus des 21. Jahrhunderts bezeichnet hat aus Transfers durch Sozialprogramme und vereinzelten Verstaatlichungen, das meiste mit Petrodollars finanziert. (Aber immerhin besser als die Oeleinnahmen im Privatsektor versickern zu lassen, wo das Geld von Oligarchen aufgehaeuft wird die sich davon eine schoene Villa mit Swimmingpool in Miami leisten.)

Fazit: Gut dass Venezuela einen historischen Rueckgang der Armut erreicht hat, aber allein durch Transfers, naja das heisst nicht dass der neu erhaltene Lebensstandard langfristig und nachhaltig sich selbststaendig erhalten kann. Trotzdem, im Lichte von der Geschichte die du da erzaehlst (von der ich gerne ne Quelle haette, damit ich mich darueber besser informieren kann), sieht das ganze im Kontext besser aus als es immer dargestellt wird, selbst in volkswirtschaftlichen Ziffern ausgedrueckt:
The current economic expansion began when the government got control over the national oil company in the first quarter of 2003. Since then, real (inflation-adjusted) GDP has nearly doubled, growing by 94.7 percent in 5.25 years, or 13.5 percent annually.

Most of this growth has been in the non-oil sector of the economy, and the private sector has grown faster than the public sector.


During the current economic expansion, the poverty rate has been cut by more than half, from 54 percent of households in the first half of 2003 to 26 percent at the end of 2008. Extreme poverty has fallen even more, by 72 percent. These poverty rates measure only cash income, and do not take into account increased access to health care or education.

Over the entire decade, the percentage of households in poverty has been reduced by 39 percent, and extreme poverty by more than half.

From 1998-2006, infant mortality has fallen by more than one-third. The number of primary care physicians in the public sector increased 12-fold from 1999-2007, providing health care to millions of Venezuelans who previously did not have access.

There have been substantial gains in education, especially higher education, where gross enrollment rates more than doubled from 1999-2000 to 2007-2008.
Quelle ist eine ausfuehrliche Studie des Centre for Economic and Policy Research:
http://www.cepr.net/documents/publications/venezuela-2009-02.pdf

Allgemein verstehe ich nicht warum dem ordentlichen Funktionieren von Marktmechanismen mehr Wert zugerechnet wird, als dem objektiven Wohlergehen der Menschen, die jetzt besseren und freien Zugang zum Gesundheitswesen haben, zur Bildung, eine wuerdige Unterkunft (mit der Gran Misión Vivienda, einem gewaltigen Wohnungsbauprojekt, hat Chávez Tausende Venezolaner aus den Slums geholt), allgemein Rueckgang der Armut wie oben beschrieben etc. Die einzige berechtigte Frage ist: bleibt das denn auch langfristig so, oder hat man sich das nur kurzfristig erkauft? Mal schauen was die Zukunft bringt.
Ethain schrieb:Das Gesundheitswesen in Kuba kann noch so gut sein wenn die Menschen trotzdem versuchen Boote zu bauen um mit Ihrer Familie dem Sozialistischen System zu entkommen.
Was bringt es denn Arzt werden zu wollen in Kuba wenn man sich die Miete für eine Wohnung nicht leisten kann geschweige denn das Essen.

Sobald eine Frau ein Kind bekommt verliert sie den Job,es gibt keine Sicherung des Arbeitsplatzes.
Die sogenannten Reformen sind nur Tropfen auf nen heißen Stein. Dort tuen sich Löcher auf noch und nöcher.

Auf den Papier und bei den Konferenzen hört sich das alles immer so toll und fortschrittlich an aber es hat mit der Lebenssituation und dem normalen Alltag wenig am Hut.

Das kennt man doch schon aus der Geschichte das vieles immer schöner Erklärt wird als es tatsächlich ist.
Und woher hast du die Anekdoten her? Aus deutschen Zeitungsberichten? Eigene Beobachtungen, vielleicht aus dem Kuba-Urlaub? Warst du dann auch schonmal in einem anderen Entwicklungsland?

Ueber die Lage bei der Versorgung mit Nahrungsmitteln habe ich von Bekannten die etwas laenger dort waren uebrigens was anderes erfahren. Also was bringt es Arzt werden zu wollen wenn man sich weder Miete noch Essen leisten kann? Ich habe doch geschrieben, dass die Medizinstudenten bei der ELAM Stipendien erhalten und im Prinzip alles gedeckt ist. Kubaner die dort studieren koennen einfach ins Ausland via den humanitaeren Missionen die die Regierung unterhaelt. Nochmal ueber ELAM:
kulam schrieb:Established in 1999 and operated by the Cuban government, ELAM has been described as possibly being the largest medical school in the world by enrollment with approximately 10,000 or 12,000 students from 49 countries reported as enrolled in 2006/early 2007. All those enrolled are international students from outside Cuba and mainly come from Latin America and the Caribbean as well as Africa. The school accepts students from the United States — 91 were reportedly enrolled as of January 2007. Tuition, accommodation and board are free, and a small stipend is provided for students.

[...]

The mission of ELAM is to make competent and cooperative doctors with the degree of MD (doctor of medicine), the same degree which is offered to medical graduates all over the Americas. The Latin American School of Medicine is officially recognized by the Educational Commission for Foreign Medical Graduates (ECFMG) and the World Health Organization. It is fully accredited by the Medical Board of California, which has the strictest US standards — which means that qualified US graduates of the Latin American School of Medicine are eligible to apply for residency placements in any state of the US.

It is preferred that ELAM students come from the poorest communities with the intent of returning to practice in those areas in their countries. Initially only enrolling students from Latin America and the Caribbean, the school has become open to applicants from impoverished and/or medically underserved areas in the United States and Africa.

Preference is given to applicants who are financially needy and/or people of color who show the most commitment to working in their poor communities.
Wikipedia: Latin_American_School_of_Medicine_%28Cuba%29

Und die die Studien und Statistiken erheben machen sich wahrscheinlich keine Gedanken? Oder sind die ganzen UN Institutionen schon von Kommunisten unterwandert?

Es gibt auch Haitianer, die auf Booten Richtung Florida (interessanterweise einige wenige sogar Richtung Kuba) fluechten, allgemein Millionen von Menschen aus Entwicklungslaendern kehren ihrer Heimat den Ruecken. Auf den Philippinen zum Beispiel waechst die Bevoelkerung im arbeitsfaehigen Alter jaehrlich um 600.000, davon kannst du zwischen 150.000 und 200.000 Filipinos abziehen, die sich auf den Weg ins Ausland machen weil es daheim kaum Chancen auf einen guten Arbeitsplatz gibt, geschweige denn Chancen auf Selbstverwirklichung und wuerdevollem Einkommen. Wem wollen die entkommen? Darf ich hier sagen, die moechten dem kapitalistischen System entkommen? Arbeitslosigkeit liegt bei 8%, Unterbeschaeftigung bei 21%. 40% der im Ausland arbeitenden philippinischen Emigranten haben einen Universitaetsabschluss, das gilt nur fuer 20% der sich im Land befindenden Arbeitskraft. Die Philippinen sind ein turbokapitalistisches Land, die haben jede neoliberale Strukturanpassung, jede Marktliberalisierung mitgemacht die ihnen der IWF und die Weltbank aufgedrueckt haben.

Wieviele Jahrzehnte sollen Laender wie diese denn noch darauf warten, dass die Unsichtbare Hand des freien Marktes ihnen Wohlstand und Reichtum bringt???

In der Zwischenzeit haben sich Regierungen in Lateinamerika die sich selbst als sozialistisch bezeichnen (Sozialismus des 21. Jahrhunderts) dazu entschlossen nicht mehr laenger zu warten. Im Prinzip haben die alles gemacht, was sie nicht machen sollten, naemlich sich geweigert solche Liberalisierungen durchzumachen und im Gegenteil aktiv den Staat die Armut bekaempfen zu lassen. Tabaré Vazquez und Pepe Mujica in Uruguay, Evo Morales in Bolivien, Hugo Chávez in Venezuela, Rafael Correa in Ecuador etc. Nach herkoemmlicher Marktlogik muessten die alle untergehen, was bisher alles andere als der Fall ist.

Das Musterbeispiel ist Ecuador. Ecuador hat in der vergangenen Dekade den groessten Rueckgang der Armut in der Region erreicht, wichtiger noch freien und besseren Zugang zur Gesundheit, zur Bildung; die Wirtschaftskommission für Lateinamerika und die Karibik (CEPAL) bestaetigt, dass das Land den groessten Anteil an an der Universitaet immatrikulierten Armen hat und zwar mit 27.2% der Studenten die aus den aermsten Schichten der Bevoelkerung stammen. Das Land hat die hoechsten Ausgaben fuer Bildung in Lateinamerika mit 1.8% des BIP (OECD Durchschnitt ist uebrigens 1.3%). Die sozialistische Regierung hat zudem ihre Ausslandsschuld mit dem IWF und anderen Institutionen mit teils unrechtmaessigen Schulden (odious debt) neuverhandelt. Der Schuldendienst wurde von jaehrlich 24% des Staatshaushalts in 2006 (so hoch wie bei vielen Entwicklungslaendern) auf 5.5% in 2012 gesenkt.

Wie Venezuela hat auch Ecuador viel Oel. Aber Rafael Correa hat es geschafft unter anderem durch Neuverhandlung der Bohrrechte den Anteil des Oelgewinns der dem Staat zugeht von 13% zu Beginn seiner Amtszeit auf 87% zu erhoehen und gleichzeitig den Anteil der Gewinne aus dem Oelsektor im Staatshaushalt von anfangs 30,4% zu 26,1% zu verringern. Zudem hat Correa Unternehmen staerker besteuern lassen, die Privatwirtschaft staerker zur Kasse gebeten und entgegen der Marktlogik ist das Vertrauen der Investoren gestiegen und Investitionen an sich sind gestiegen.

http://citizenactionmonitor.wordpress.com/2012/02/02/ecuadors-remarkable-transformation-towards-equitable-social-and-eco...

Und wenn's jetzt wieder heisst, das seien alles doch nur Statistiken; ich war doch da, fuer einige Monate. Damals hat das Auswaertige Amt noch gewarnt vor der hohen Kriminalitaet und Unsicherheit (zu allem Uebel gab's dann im September 2010 noch einen Putschversuch) man solle auf keinen Fall in Ecuador Bus fahren, die Strassen waeren katastrophal, das Land habe mit einem Verkehrstoten alle 8 Minuten die hoechste Unfallrate des Kontinents. Das Gegenteil hat sich herausgestellt. Nigelnagelneue Strassen und Busterminals die wie Flughaefen aussehen, denn anstatt Schulden abzubezahlen wie andere Entwicklungslaender hat Ecuador massiv in Infrastruktur investiert. Man hat sich sicher gefuehlt, und wenn man sich mit den Leuten unterhalten hat dann hat man erfahren dass es den meisten merklich besser geht, dass sie mehr Jobchancen und Bildungschancen sehen und dass sie alle das Gefuehl haben es gehe bergauf.

Um die Kurve zum Threadthema zu kriegen.. :D ..man sieht in Lateinamerika einen Sozialismus der einen bemerkenswert anderen und recht erfolgreichen Weg eines gemaessigten und vor allem demokratischen Sozialismus geht. Dass Sozialismus noch immer mit Nordkorea und Gulags und was weiss ich in Verbindiung gebracht wird, zeugt von einem Denken welches nicht mehr ganz up to date ist. DDR, UdSSR und co waren keine Paradiese der Arbeiterklasse, teilweise war eher das Gegenteil der Fall. Das heisst aber nicht, dass man jetzt den Sozialismus ganz in die Tonne kloppen kann. Allgemein wuerde ich sagen (von Faellen wie Angola und Afghanistan abgesehen) waren Regierungen die sich sozialistisch genannt haben in Entwicklungslaendern wesentlich erfolgreicher (nicht nur die des 21. Jahrhunderts sondern Kuba miteingeschlossen) als der alte "real existierende Sozialismus" den wir vom Ostblock kennen.


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Die Erfolge der UdSSR

19.04.2013 um 18:12
Edit: Sorry, dass der Beitrag zu lang geworden ist. ;) Aber wenn man darauf antworten will, sollte man sich den ganz durchlesen oder es ganz sein lassen.


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saki2
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Die Erfolge der UdSSR

19.04.2013 um 19:04
ophelia88 schrieb:Die würden es aber nicht wagen es laut auszusprechen.
Hier würden sie dafür einen Ausschluss bekommen, aber es gibt immer noch welche die sich zu ihrer Rechtsextremen Einstellung hier bekennen.

Noch gibt es von den Leuten genug die ihre Ansichten im realen Leben der Öffentlichkeit präsentieren, nicht alle behalten ihre Ansichten für sich.
ophelia88 schrieb:ich meine,im Zeitalter des Internets wo fast nichts geheim bleibt,im Zeitalter dieser massiver globaler Kommunikation,ist schon manch einer Mythos den Bach runtergegangen.
Über welchen Mythos reden wir hier eigentlich?
ophelia88 schrieb:Dazu gibt es zig Beispiele...das grösste Märchen das von Regierung und Presse aufgetischt wurde war zb das vom bösen Kuba.
Kuba an sich ist wahrscheinlich kein böses Land, das damals dort Abschussrampen für sowjetische Raketen, die Nuklearsprengköpfe tragen können von der Sowjetunion stationiert wurden, war kein Märchen und hat auch stattgefunden, das nennt sich Kubakrise und nicht Märchen.

Hier kann man dazu mehr lesen:

Wikipedia: Kubakrise
ophelia88 schrieb:Oder soll ich mal erwähnen was die Russen WIRKLICH von Stalin halten ?
Erwähne es doch, ich nehme vermutlich wenn man Leute mit gesunden Menschenverstand frägt, dann wohl nichts gutes.
ophelia88 schrieb:Wie viele Kommunisten gibt es heute ? Und wie viele Nationalsozialisten ?
Gibt es dazu Statistiken?

Wenn doch, dann sollte es für dich kein Problem darstellen welche zu nennen.


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Puschelhasi
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19.04.2013 um 21:26
@ophelia88

Was soll das fuer ein Vergleich sein? Der Nationalsozialismus ist auch im Grunde nichts weiter als eine Form der sozialistischen Diktatur. Die Antithese zum Sozialismus ist bestenfalls der von Euch sog. Kapitalismus, nicht der National Sozialismus.


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jeremybrood
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Die Erfolge der UdSSR

19.04.2013 um 21:34
kulam schrieb:Hugo Chávez in Venezuela, Rafael Correa in Ecuador
Kein wirklicher Kommunismus, sondern Sponsoring der Armen mit Geldern aus dem Ölgeschäft,
was du ja auch selbst sagst, und
die Länder haben nach wie vor eine bürgerliche Verfassung

Mal abgesehen von den Wirtschaftsfakten, warum hatte keines der "echt" kommunistischen Länder freie Wahlen durchgeführt?
Die Arbeiter und Bauern hätten doch die Kommunisten gewählt?


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Puschelhasi
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19.04.2013 um 21:39
@jeremybrood
Ist das ein Yoda Bonbon? :O


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jeremybrood
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19.04.2013 um 21:45
Ein Ring


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19.04.2013 um 22:13
jeremybrood schrieb:Kein wirklicher Kommunismus, sondern Sponsoring der Armen mit Geldern aus dem Ölgeschäft,
was du ja auch selbst sagst
In Venezuela ist das eher der Fall als in Ecuador. Denn wie ich bereits sagte hat Ecuador es geschafft durch den Anteil des Staates am Oelgewinn von 13% auf 87% zu erhoehen (trotzdem sind mehr als die Haelfte der auslaendischen Oelfirmen im Land geblieben), d.h. zwar dass Ecuadors Oeleinnahmen in absoluten Zahlen massiv zugenommen haben, der prozentuale Anteil des Oelgewinns am Staatshaushalt ist allerdings auf 26% gefallen. Konkret heisst das, dass Nicht-Oel-Einnahmen Zwei Drittel des Staatshaushalts ausmachen. Sponsoring der Armen mit Petrodollars trifft also auf Ecuador nicht so ganz zu, das Land konnte seine Wirtschaft weiter diversifizieren.

Kommunismus ist es auch nicht, davon war auch nicht die Rede. Das ist eher vielleicht eine sozialistische Marktwirtschaft mit massiven staatlichen Eingriffen.
jeremybrood schrieb:die Länder haben nach wie vor eine bürgerliche Verfassung
Was gut ist. Sozialismus heisst ja nicht automatisch Einparteien-Verfassung und "Volksrepublik", das ist eine Ostblock Erfindung.

Beide Laender haben zudem neue Verfassungen per Referenda angenommen, die mehr partizipatorische Demokratie vorsehen. Ecuadors Verfassung von 2008 gilt als eine der fortschrittlichsten der Welt.

Wikipedia: Constitution_of_Ecuador
jeremybrood schrieb:Mal abgesehen von den Wirtschaftsfakten, warum hatte keines der "echt" kommunistischen Länder freie Wahlen durchgeführt?
Naja bleiben wir mal bei "Realsozialismus", "echter" Kommunismus ist eine Utopie. Es wurden keine Wahlen abgehalten weil eine kleine Herrschaftsclique nunmal die Macht in ihrem Staats- und Parteiapparat monopolisieren wollte. Das ist doch bei jeder Diktatur so, und Diktaturen gibt's mit den unterschiedlichsten Wirtschaftssystemen. Von Planwirtschaft bis zu radikalem freien Markt.
jeremybrood schrieb:Die Arbeiter und Bauern hätten doch die Kommunisten gewählt?
Da wo sie nach '45 an die Macht gekommen sind, haetten sie vermutlich keine absoluten Mehrheiten gewonnen. ;)

Es gibt allerdings einen Marxisten der 1970 in freien Wahlen an die Regierung eines demokratischen Staates gekommen ist. Als strikter Konstitutionalist und Demokrat hatte er auch nicht im Sinn eine Einparteiendiktatur zu errichten. Na wer war's?


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19.04.2013 um 22:15
Puschelhasi schrieb:Ist das ein Yoda Bonbon? :O
Kannst du sowas nicht per PN klaeren?




Ausserdem ist das doch offensichtlich, dass das ein Ring ist. ;)


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