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Volksabstimmung: Schweiz stimmt für Begrenzung der Zuwanderung.

1.572 Beiträge, Schlüsselwörter: Schweiz, Basisdemokratie

Volksabstimmung: Schweiz stimmt für Begrenzung der Zuwanderung.

21.05.2014 um 10:21
@quetzal


was ich an Deiner Argumentation nicht verstehe: Du erkennst zwar deutlich, das die Problematik des in Deinen Augen sinkenden Wohlstandes der Allgemeinheit an der deutlich schlechteren Umverteilung liegt, machst dies jedoch immer wieder am Euro fest. Was genau hat der Euro damit zu tun?

Beispiel:
quetzal schrieb:Kannst es auch gerne VT nennen, aber die Anzeichen liegen auf der Hand, alleine schon neuere Berichte über die Umverteilung des Geldes von unten nach oben, die Schere wird immer größer zwischen arm und reich und Deutschland hat mittlerweile nebenbei bemerkt die meissten Millionäre in Europa... Alles schon sehr verdächtig. Waren die Kritiker vor dem Euro auch VTler ? =)
Sehr richtig, nur was hat der letzte Satz damit zu tun? Auch wenn wir die D-Mark hätten, würde die Umverteilung genauso sein, nur würde die Währung anders heissen. Oder meinst Du die Gier der Reichen würde durch eine andere Währung begrenzt?

anderes Beispiel:
quetzal schrieb:Ich würde es vielleicht nicht die "intelligentere" nennen sondern viel eher die >unbefangenere<, wenn man sieht dass Deutschland Exportweltmeister ist, sich Gott und die Werlt in Deutschland eine goldene Nase verdient (solange sie fleissig investieren können), aber an D-Mark Zeiten gemessen der Durchschnittsdeutsche heute es weitaus schwerer hat über die Runden zu kommen, frage ich mich immer eins: Wer schöpft diesen Geldbetrag ab, der früher wenigstens noch teilweise beim Bürger gelandet ist ? Vielleicht die die sich mit heimlichen Spenden den Weg frei schmieren bei unseren sauberen Politikern ?
Es ist natürlich auch hier billig an die gute alte D-Mark Zeit zu erinnern, man vergisst aber durchaus das sich die gesamte Wirtschaft in den letzten 15 Jahren sich immer mehr weg von der Realwirtschaft zu einer Wirtschaft der Spekulation begeben hat, das immer mehr inhabergeführte Firmen mit verantwortungsvoll gegenüber Ihren Mitarbeitern handelnden Firmenbesitzer zu Aktiengesellschaften werden, bei dem nur noch die Gewinnmaximierung und Dividenden für die Anleger zählen. Das alles hat nichts mit D-Mark oder Euro zu tun, hier ist die D-Mark an sich nur ein Synonym für "früher war alles besser".
quetzal schrieb:Das war zu D-Mark Zeiten aber auch schon so ähnlich, nur das die Einkaufswagen eben voller gemacht werden konnten... Alle reden ständig so als wenn das schöne Leben in Deutschland und Rest Europa erst mit dem Euro anfing, und wir vorher nicht mal eine Garantie auf Frieden hatten...(wieso war es denn so friedlich, 53 Jahre mit der D-Mark) Sorry, aber da kann ich wirklich nur lachen, erstens hatten alle Deutschen die ich kenne damals weitaus mehr von ihrem Lohn, konnten mehr zur Seite legen für größere Sachen und die allgemeine Sorge den Job zu verlieren war weitaus niedriger. Das man dann am Grenzübergang seinen Ausweis vorzeigen musste zu D-Mark Zeiten, war da weitaus entspannter
auch das ist Augenwischerei. Das hat nichts mit der D-Mark zu tun, sondern leigt daran, das unsere Wirtschaft trotz Millardengewinnen die Reallöhne seit 10 Jahren sinken lässt. Was im Übrigen der von Dir imn einem anderen Thread gepriesene Lucke für äussert wirtschaftlich und vernünftig hält. Also glaub mal nicht das sich durch die "Neupartei" hieran irgendetwas ändern wird. Auch hier ist also die Problemtik der Umvertilung zu finden und das hat wiederum nichts mit dem Euro zu tun.
quetzal schrieb:Aber eines war damals schon klar, es gab mehr als genug berechtigte stimmen dagegen die wie man heute sieht wohl alle Recht hatten. Darf man diese Stimmen wirklich einfach alle weiter ignorieren ? Demnach wäre uns durch einen Volksentscheid sicher einiges erspart geblieben. Von der mittlerweile wieder aufkeimenden Anti-Deutschen Stimmung in den Europäischen Ländern um uns herum mal gar nicht zu sprechen. Hitler Bilder unserer Deutschen Politiker beim Volk und Parolen der anderen Europäischen Politiker wie: Deutschland ist schuld an dem Euro... Sind unsere Politiker da wirklich noch glaubhaft ? Zu Zeiten der D-Mark war die Stimmung nicht so angeheizt und es ging Deutschen wie Europäischen Nachbarn einfach besser.

Du stellst hier deine Prämisse das Europa versagt hat, als gegeben hin. Woran sieht man denn das "alle Recht" hatten? Btw, ist die Anti-Deutschen-Stimmung wahrscheinlich daraus entstanden, das wir einfach der größte Profiteur des Euros sind, das wird immer ganz gerne vergessen. Aber im Grunde machst Du es doch genauso wie die von Dir Kritisierten: Der Profit aus dem Euro soll mitgenommen werden, aber wenn es an die Umverteilung an die Schwächeren geht... nee, lieber nicht, da müssen wir an uns selber denken.


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rockandroll
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21.05.2014 um 10:56
cejar schrieb:aber wenn es an die Umverteilung an die Schwächeren geht... nee, lieber nicht, da müssen wir an uns selber denken.
zumal das auch nicht als Almosen betrachtet werden sollte, sondern als Investitionen für potenzielle Handelspartner, denn was nützen uns schon schwache Märkte ausserhalb Deutschlands? Müssen selbt zumindest so stark sein, dass sie sich unsere Produkte leisten können


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21.05.2014 um 11:36
cejar schrieb:das sich die gesamte Wirtschaft in den letzten 15 Jahren sich immer mehr weg von der Realwirtschaft zu einer Wirtschaft der Spekulation begeben hat, das immer mehr inhabergeführte Firmen mit verantwortungsvoll gegenüber Ihren Mitarbeitern handelnden Firmenbesitzer zu Aktiengesellschaften werden, bei dem nur noch die Gewinnmaximierung und Dividenden für die Anleger zählen.
genau das ist eines der realen wurzeln des problems. um das noch etwas verfeinert zu differenzieren es geht eher nicht um dividendenauschüttungen oder inhaber aktien sondern primär um börsenotiertes frei handelbares volumen von Aktienpaketen . die verlockung der Firmen so schnell an neuem Kapital zu kommen liegt auch daran das Banken ihre kreditbereitschaft als immer unaktraktiver gestalteten . und genau dann fängt das problem an denn spekulanten interessieren nur der wert der papiere die müssen immer steigen so werden die firmen dazu genötigt ihre ausgaben zu kürzen in der realwirtschaft. als erstes leiden da die Angestellten dann das produkt selbst.. was am ende dann zählt ist nur ein börsen- algorhytmus der leider immer seltener die reale wirtschaftlichkeit abbildet. das wirklich paradoxe daran ist das tiefe soziale einschneidungen den kurs in die höhe bringen.. die herabziehnde spirale wird so immer grösser bis zur totalen aushöhlung am ende bleiben einige spekulanten als gewinner und die region hat um vielfaches mehr an armut geboren. niemand traut sich aber daran an den spielregeln des Kasino was zu ändern ..


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21.05.2014 um 12:03
Die Umverteilung von Arm zu Reich ist nicht Euro-Gebunden, sondern ist Symtom der Angelsächsischen Managementkultur. Ein guter alter Patron (ein Firmenchef, der für seine Firma lebt) erkannte auch seine Soziale Verantwortung und nahm diese wahr. Das widerspiegelte sich in seinem (von ihm selbst gegebenen) Lohn aber auch darin, dass auch mal ein Hilfsarbeiter eingestellt wurde, den man heute einfach Hartzen liesse.
Heutzutage sind das keine Patrons mehr, sondern Manager - die sind Angestellt als CEO und haben z.B. zum Ziel, den Gewinn um 20% zu steigern. Also sucht man sich Kostenpunkte, welche man erst in 4-5 Jahren zu Spüren bekommt und schafft die ab. Und dann kommt der erste Lieferengpass mit einem Zulieferer und kann noch ein paar Jährchen vom Fundus leben...

Bis das Problem überhaupt auftaucht, ist der CEO längst weg und hat seine Millionen eingesackt.


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Sanguinius
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21.05.2014 um 20:51
cejar schrieb:Btw, ist die Anti-Deutschen-Stimmung wahrscheinlich daraus entstanden, das wir einfach der größte Profiteur des Euros sind, das wird immer ganz gerne vergessen. Aber im Grunde machst Du es doch genauso wie die von Dir Kritisierten: Der Profit aus dem Euro soll mitgenommen werden, aber wenn es an die Umverteilung an die Schwächeren geht... nee, lieber nicht, da müssen wir an uns selber denken.
Wer ist wir?
Die wirs die profitieren, sind internationale Großkonzerne, Manager und Co.
Die wirs die zahlen sollen sind der deutsche Staat, der Steuerzahler, der immer mehr Steuern zahlen soll.
rockandroll schrieb:zumal das auch nicht als Almosen betrachtet werden sollte, sondern als Investitionen für potenzielle Handelspartner, denn was nützen uns schon schwache Märkte ausserhalb Deutschlands? Müssen selbt zumindest so stark sein, dass sie sich unsere Produkte leisten können
Die Welt ist groß, es gibt genug andere. Denk mal darüber nach, wer würde denn dem deutschen Staat helfen, wenn dieser pleite ginge? Warum sollte also dieser genau jenen helfen die ihm selbst nicht helfen würden.
Ich sehe auch gar keinen Grund warum man den Staaten dafür Geld geben soll nur damit das Geld vom Staat/Steuerzahler auf Umweg wieder zurück in die Konzerne fließt. Man fördert und bezuschusst die Wirtschaft damit die Reichen immer Reicher werden, während der Staat immer näher an die eigene Pleite und somit dem Zusammenbruch der Sozialsystem und Massenarmut rückt.

Diese ganzen Euro-Rettungschirme waren nicht mehr als die Massenvernichtung von Steuergeldern. Den Ländern die es bekommen haben hat es nichts genützt, da wird es wenn überhaupt Jahrzehnte dauern bis sich überhaupt was bessert, sofern es nicht doch noch endgültig den Bach runter geht. Während sich die Geberländer, dadurch selbst auf dem besten Weg in den eigenen Bankrot begeben haben. Dabei hätte gleich zu beginn ein Schuldenschnitt und eine Währungsreform mit einer eigenen Währung welche die Staaten nach belieben auf und abwerten hätte können wohl weit mehr gebracht.


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22.05.2014 um 08:22
@Sanguinius

Dein Text auf meinen Kontext zu beziehen ist ein wenig absurd, weil ich ja grade in den Absätzen darüber den Mangel an Umverteilung des Wohlstandes bemängelt habe. Natürlich ist es wichtig das die Wirtschaft begreift, das ein Stück vom Kuchen an alle abgegeben werden muss.

Aber, genauso wie wir das hier bemängeln und die Umverteilung fordert, kann man dies auch am Beispiel Griechenland-Deutschland sehen. Es ist nur recht, das man als Profiteur etwas vom Kuchen abgibt, der Unterschied zur Wirtschaft ist nur, das wir als Institution Deutschland uns unserer Verantwortung bewusst waren und auch getan haben, während die Einsicht bei der Wirtschaft noch fehlt.


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Sanguinius
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22.05.2014 um 18:09
cejar schrieb:Es ist nur recht, das man als Profiteur etwas vom Kuchen abgibt
Hierzulande fand nie eine Volksabstimmung zur Einführung des Euros statt. Er wurde von den damaligen europäischen Staatchefs als Vorraussetzung für die Widervereinigung erzwungen in der Hoffnung Deutschland stärker einzubinden und wirtschaftlich schwächen zu können.
Andere sind in die Grube gefallen die man für Deutschland gegraben hat und Deutschland soll nun schuld daran sein das es der Wirtschaft hierzulande gut geht?
Da muss man schon ein sehr verqueres Verständnis von Verantwortung haben.

http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-73989788.html
Wenn du Verantwortliche suchst probiers mal in Frankreich.


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23.05.2014 um 08:26
@Sanguinius

wichtig ist der "ist"-Zustand, und wir sind nun mal Profiteure, egal ob es mal anders geplant war. Volksabstimmungen sieht unser Grundgesetz nicht vor, also ist das Argument auch hinfällig.


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23.05.2014 um 08:36
Das ganze System krankt doch total - da in Mitteleuropa (ausser Autos und selbst da sind die Reisschüsseln günstiger) kaum noch Waren für den Konsumentenmarkt hergestellt werden, hat doch keine Firma daran Interesse, dass sich sein Angestellter etwas mehr Leisten kann.

Frankreich ist obendrein - das sage ich mal als Aussenstehender - das nächste Finanzloch der EU. Während Italien, Spanien und Portugal die Kurve kratzen könnten, Griechenland seinen Pythagoras-Sportwagen in der Ägäis versenkt hat und Deutschland mit seinem Volkswagen den Weg einebnet (für manche hat er allerdings einen Ackerpflug dran :P ) basteln die Franzosen irgendwelchen Müll, kaufen zu breite Züge und legen sich mit Obelix... eh... Gerard Depardieu an.

Dass sich Deutschland elegant aus der Schlinge lösen konnte, mit der die umliegenden Länder es (angeblich) in die Knie zwingen wollten, ist schön - ändert aber nichts am Faktum, dass der Rest der EU nun einfach von Deutschland getragen wird.

Es zeugt allerdings von Wahnwitz, wenn man die Nation, welche das "Deutsche Wirtschaftswunder" und "Made in Germany" hervorgebracht hat, mit sich in einen Topf nimmt und glaubt, durch die Eigene Präsenz im Wirtschaftsraum verliere Deutschland an Gewicht... (Das ist, als würde ich mich mit Hulk Hogan in eine Wrestlingring trauen... o.O)

Dazu zeugt es von Einfalt, zu glauben, dass eine Nation (innerhalb der EU) beginnt anders zu Kämpfen und sich auf dem Markt absichtlich zu benachteiligen, nur damit die anderen Nationen bessere Chancen haben. Wie bei jeder Niveuangleichung hätten sich alle EU-Länder darum bemühen müssen, mit nun optimalen Handelsvoraussetzungen auf das Niveau Deutschlands zu kommen. Das Ziel ist immer eine Angleichung nach oben.

Wo ein Gewinner ist, gibt es immer Verlierer - es ist ein Leichtes zu sagen, dass sich der Gewinner unfair verhalten habe - meistens haben sich die Verlierer einfach nicht genug Mühe gegeben.


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Sanguinius
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23.05.2014 um 11:12
cejar schrieb:wichtig ist der "ist"-Zustand, und wir sind nun mal Profiteure, egal ob es mal anders geplant war.
Ein Ist-Zustand ist immer im Bezug zu seinen Ursachen zu sehen.
Oder um es mal so auszudrücken, wenn sich der Kojote mit seinen eigenen Sprengfallen in die Luft jagdt ist es auch nicht die Verantwortung des Roadrunners sich nachher um den zu kümmern.
cejar schrieb:Volksabstimmungen sieht unser Grundgesetz nicht vor, also ist das Argument auch hinfällig.
Ein Demokratiedefizit das mich bei einem Grundgesetz das im Gegensatz zu einer ordentlichen Verfassung, nicht vom Volk ratifiziert wurde, jetzt auch nicht wirklich wundert.

Mit dem von Laborant erwähnten "Made in Germany" verhält es sich übrigends ähnlich. Das wurde von den Briten geschaffen und später international verbreitet um deutsche Produkte boykottieren zu können und so der deutsche Exportwirtschaft zu schaden. Mit zunehmender Qualität hat es sich dann in ein Gütesiegel verwandelt und der Schuss ging nach hinten los und jeder wollte es weil es ein besseres Preis-Leistungs-Verhältnis als die eigenen Waren hatte.


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wichtelprinz
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23.05.2014 um 11:13
@Laborant
Laborant schrieb:Wo ein Gewinner ist, gibt es immer Verlierer - es ist ein Leichtes zu sagen, dass sich der Gewinner unfair verhalten habe - meistens haben sich die Verlierer einfach nicht genug Mühe gegeben.
Ich stimme der fett markierten Aussage total zu. Kann dann aber das Fazit der Verlierer habe sich zu wenig angestrengt absolut nicht logisch nachvillziehen. Wenn eun Gewinner zwingend einen Verlierer produziert dann kann man nicht sagen der Verlierer habe sich einfach zu wenig angestrengt sondern es ist einfach so das der Verlierer sich auf das Spiel Gewinner/Verlierer einlies.
Und wenn man die Heutigen Gewinner (Abzocker) betrachtet ist es fast ein Hohn von Anstrengung zu sprechen. Ein Working poor strengt sich verdammt nochmal an wird aber im seltesten Falle dadurch zu einem Gewinner werden.


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23.05.2014 um 11:23
@wichtelprinz

innerhalb der EU kann es nicht nur gewinner geben.
es ist der sinn der EU, dass die "gewinner" den "verlierern" helfen.
man hat zu beginn halt nie abgemacht, welche anforderungen die EU staaten einhalten müssen, um dabei zu sein oder auch rausgeworfen zu werden.
die deutschen müssen nun halt den quark ausbaden. aber ich empfinde dies als eine ehrenhafte angelegenheit, welche sicherlich nicht fair zu erscheinen mag.
man muss vom grenzen denken abkommen, die EU hat dafür schon mal den ersten schritt gemacht, was vielen halt nicht gefällt. das höhere ziel darf man nie aus den augen verlieren.


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23.05.2014 um 11:36
Sanguinius schrieb:Ein Ist-Zustand ist immer im Bezug zu seinen Ursachen zu sehen.
Oder um es mal so auszudrücken, wenn sich der Kojote mit seinen eigenen Sprengfallen in die Luft jagdt ist es auch nicht die Verantwortung des Roadrunners sich nachher um den zu kümmern.
nettes Beispiel, aber am Thema vorbei, oder siehst Du die anderen EU-Staaten als Feinde, die uns fressen wollen an? Dann ist unsere Prämisse komplett verschieden. Ich träume von einem Europa, ja von einer Welt der Solidarität und Fürsorge untereinander. Und helfen sollte ehrensache sein.
Sanguinius schrieb:Ein Demokratiedefizit das mich bei einem Grundgesetz das im Gegensatz zu einer ordentlichen Verfassung, nicht vom Volk ratifiziert wurde, jetzt auch nicht wirklich wundert.
auch da kann man unterschiedlicher Meinung sein, aber dafür gibt es ja einen eigenen Thread.
Sanguinius schrieb:Mit dem von Laborant erwähnten "Made in Germany" verhält es sich übrigends ähnlich. Das wurde von den Briten geschaffen und später international verbreitet um deutsche Produkte boykottieren zu können und so der deutsche Exportwirtschaft zu schaden. Mit zunehmender Qualität hat es sich dann in ein Gütesiegel verwandelt und der Schuss ging nach hinten los und jeder wollte es weil es ein besseres Preis-Leistungs-Verhältnis als die eigenen Waren hatte.
Ich finde es grundsätzlich nicht zielführend alte Kamellen hervorzukramen, die mit der heutigen Realität nichts mehr zu tun haben.


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23.05.2014 um 11:39
@wichtelprinz
Die Heutigen Gewinner - eben die Abzocker - beweisen bloss, dass man mit ehrlicher Arbeit nirgendwo hin kommt. Das ist sowas wie "Schummeln" - hat aber im Ländervergleich Deutschland / Frankreich eigentlich nichts zu suchen.

Wenn sich ein Land wirtschaftlich an die Wand fährt, ist das nicht die Schuld des anderen Landes.

Aber: Man wird nicht als Bankmanager geboren.
Joe Ackermann: Schweizer, einstiger Manager der Deutschen Bank, verliess das Schiff, bevor es zu Stinken begann *g* wuchs in Mittelständischen Schichten auf.
Marcel Ospel: Schweizer, Verwaltungsratspräsident der Union Banque Suisse (UBS), hat mit einer einfachen Kaufmännischen Lehre begonnen.
Daniel Vasella: Schweizer Oberabzocker, Ehemaliger CEO und Verwaltungsratspräsident des Pharmakonzerns Novartis, hatte in der Kindheit mehrere Schicksalsschläge und war selbst lange Krank. Studierte dann Medizin, Arbeitete sich zum Oberarzt hoch, Studierte dann Wirschaft an Harvard und kam so zu seiner Position.

Verhandlungsgeschick, Beziehungen, Wissen, Redegeschick und die Bereitschaft mit Kotzbrocken zusammenzuarbeiten, welche einem eigentlich nur im Weg stehen, bringen einem an die Spitze.
Auch ein Abzocker ist ein Mensch... ein Mensch der möglicherweise besondere Talente hat. Aber auch nur ein Mensch, der viel aus seinem Leben machte. Wer in der Schulzeit seine Leistung erbringt, bekommt in Mitteleuropa sein Studium vom Fiskus bezahlt.

Das ist aber Offtopic und hat nichts mit Wirtschaftspolitik auf EU-Staatlicher Ebene zu tun.


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wichtelprinz
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23.05.2014 um 11:44
@Laborant
Wiederum hab ich bei Deinen Aussagen gespaltene Gefühle. Ja, ein Abzocker ist auch ein Mensch. Aber auch ein Sozialhilfebezüger welcher den wirtschaftlichen und schulischen Standard nicht entsprechen konnte ist ein Mensch. Es ist nur nicht fair ein System zum allumfassenden Heiligtum zu erklären. Ein System welches ganz bestimmte Fähigkeiten bevorzugt.
Eigentlich sind wir dann immer noch Tiere welche sich am "der Bessere/Stärkere" hat recht orientieren.


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23.05.2014 um 11:52
@wichtelprinz
Wie bei den Sozialhilfebetrügern so auch bei den Abzockern. Beide handeln moralisch verwerflich. Beide gehen zu Lasten der Gesamtgesellschaft. Der Unterschied liegt darin, dass ein Abzocker auf genügend Barreserven hat, um jede Handlung von einem Juristen abzuklären. Dazu hockt der Abzocker meist an einem Geldpool den er selbst Verwalten sollte.

Man muss es nicht gut finden - aber so sind nunmal die Spielregeln. Mach was du kannst, mach was du willst und entscheide selber drüber, ob das deiner Moral entspricht. Und vor allen Dingen. Lass dich auf keinen Fall erwischen!!

"Was all this legal? Absolutely fucking not!" -- The Wolf of Wallstreet

Ich für meinen Teil schlafe allerdings lieber ruhig und kann beim Rasieren ohne Probleme in den Spiegel schauen... mit dem Hintergedanken, dass ich das System betrüge, könnte ich das nicht mehr. Ich bin nunmal kein Bankmanager. ;)


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wichtelprinz
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23.05.2014 um 12:00
@Laborant
Sorry war ein kleiner Tipfehler drin der zum Missverständnis führte. Sozialhilfebezüger ;)
Aber da hast Du schon recht, Betrüger sind auch Abzocker ;) und auch was Du über den in Spiegel sschreibst.


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Sanguinius
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23.05.2014 um 14:51
cejar schrieb:nettes Beispiel, aber am Thema vorbei, oder siehst Du die anderen EU-Staaten als Feinde, die uns fressen wollen an? Dann ist unsere Prämisse komplett verschieden. Ich träume von einem Europa, ja von einer Welt der Solidarität und Fürsorge untereinander. Und helfen sollte ehrensache sein.
Wie bezeichnest du eigentlich Leute, welche dich erpressen und klein halten wollen, Angst vor deinem Erfolg haben, denen du unsummen an Schutzgeld zahlst, weil sich dich sonst diskreditieren?
Also wer solche Freunde hat braucht keine Feinde mehr.

Und was Solidarität betrifft. Wir reden hier nicht von Personen sondern Staaten. Wenn du Solidarität willst, dann setzt dich für ein europaweites Sozialsystem von und für alle Europäer ein. Jedoch für Unternehmen, Banken und Staaten welche sich selbst durch Misswirtschaft, Korruption, Fehlentscheidungen, mangel an Reformbereitschaft usw. selbst absägen, für die hab ich nicht das geringste übrig, die sollen Pleite gehen, damit solche Nachkommen können die es besser machen.
Manchmal ist einfach ein reset notwendig, besser ein Ende mit Schrecken als Schrecken ohne Ende.
BluesBreaker schrieb:innerhalb der EU kann es nicht nur gewinner geben.
es ist der sinn der EU, dass die "gewinner" den "verlierern" helfen.
Das seh ich vollkommen anders. Es wird immer einen besten, einen schlechtesten und alles dazwischen geben. Es geht hier aber nicht darum der erste oder beste zu sein, sondern das Staaten ihre Finanzen und ihre Wirtschaft in Ordnung halten.
Wenn man in Mathe eine 5 oder 6 hat und durchfällt, dann ist auch nicht der mit einer 1 dafür verantwortlich, sondern man selbst für sein eigenes Versagen/Faulheit. Von einem System wo man die Punkte von den guten Schülern abzieht und auf die schlechten überträgt halte ich da einfach nichts. Es ist weder fair noch angemessen noch förderlich.


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23.05.2014 um 15:13
@Sanguinius

ja du hast vollkommen recht, dass nicht der klassenprimus für alle schlechten schüler die konsequenzen tragen muss. das war aber immer schon das problem der eu, man hat nie klare austrittsbedinungen formuliert, deshalb trägt man immer noch die schwarzen schafe mit.


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iwok
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23.05.2014 um 15:38
die EU muss jetzt endlich zeigen wer koch und wer kellner ist in dem die grenzen zur schweiz geschloßen werden, eine visapflict eingeführt wird und der export drakonisch besteuert wird.
http://www.auswaertiges-amt.de/DE/EinreiseUndAufenthalt/Schengen_node.html
also ein mitgliedsland aus dem "schengenraum" auszuschließen ist eine nicht ganz so einfache sache.
btw, gibt es jede menge deutsche die in der schweiz arbeiten, das schafft dann immer so seine probleme.
ich find das ja auch nicht unbedingt gut.
bei einem zurücknehmen der regelung darf es keine lockerung geben solange die schweiz ncht auch zustimmt die beihilfe zum steuerbetrug einzustellen.
also des wär fantastisch, die schweiz, quasi als vorreiter in der rigorosen abschaffung des bankengeheimnis.
zwar bleiben dann immer noch so steuerparadiese, wie luxemburg (oder mit ou? oO ? ), dellaware, diverse inselchen und all die ganzen oasen die ich so vergessen habe. es gibt auf der welt relativ kleine gebäude, welche weit über 10000 unternehmenssitze "beherbergen" [also in aktenform oO]

auf die gäbe es halt irgendwie keinen druck die beihilfe zum steuerbetrug zu unterlassen.
selbst wenn die EU das ganze umgekehrt fordern sollte, also im sinne:
wenn ihr (CH) nicht aufhört beihilfe zur steuerhinterziehung zu leisten, schmeißen wir euch aus dem schengenraum (was wirklich nicht so einfach ist)

und wie schonmal erwähnt, die leute würden einfach rechtzeitig ihr geld in eine andere "oase" schaffen.
btw, find ich die beschaffung von steuer-cd's auch irgendwie nicht in ordnung, weil mir das so total korrupt vorkommt; es ist schon besser wie gar nichts machen; aber man sollte das schon anders regeln.
(und wenns nur bilateral, so mit einigen mitgliedsländern so nach und nach passiert, damit die banken bloß nichts zu jammern haben :Oo unfassbar, dass ich sowas von mir gebe oO: , von wegen wir verlieren aufeinmal soviele kunden mit soviel kapital; und das obwohl wir so grundauf "ehrliche" banken sind °!° )


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