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Menschenrechte = Frieden

441 Beiträge, Schlüsselwörter: Menschen, Frieden, Rechte

Menschenrechte = Frieden

17.10.2018 um 12:32
Realo schrieb:Man kommt zu Schlüssen, aus denen sich Handlungsnormen und -verbote ergeben.
Also gibt es keine Methode die zu den selben Ergebnissen führt.
kingquak schrieb:Natürlich jene die vernünftigen Tatsachen keine bedeutung zumessen.
Also ein großteil der Menschheit, weil diese Gebote ja offensichtlich noch nicht allgegenwärtig sind.
kingquak schrieb:Ganz anders verhält es sich bei den Menschenrechten. Dort wird der Konsens als Ziel definiert. Und wie bereits erwähnt ist dieser Konsens die minime Voraussetzung für einen friedlichen Diskurs. Diesen nicht zu haben kann vernünftig nicht beabsichtigt sein.
Diesen Konsens gibt es aber noch nicht oder?
kingquak schrieb:Ethik ist aber die Frage nach dem sittlichen, moralisch richtigen Handeln.
Nein, das wort richtig kommt nicht vor, richtig und Falsch sind ja ebenfalls subjektive Begriffe.
kingquak schrieb:Und ja, Ethik kann sich auch auf Umwelt beziehen
Universum weniger.
Das Universum ist nur logische Erweiterung der Umwelt.
kingquak schrieb:Aus diesem Gru d sind viele Tierrechtler auch Utilitarísten, also jene Position wekche das Beste für alle und nicht für den Einzelnen präferiert
Ich bezweifel das sie dafür auch Selbstmord begehen würden, dieser Anspruch ist unrealistisch.
kingquak schrieb:Aus dieser ethischen Position ist dann aber auch fraglich ob noch irgend jemand ein Schnitzel auf dem Teller hätte.
Fleisch essen kann man sich aber Naturwissenschaftlich herleiten, zumindest die Aufnahme von Tierische Proteinen.
kingquak schrieb:ants Erkenntnis hats bis in die heutigen Verfassungen geschaft, meist sogar auf Art. 1. Die Bedeutung liegt also in der Erkenntnis nicht in einem Kohlestoffhaufen.
Eine Verfassung von ca 193 die dir einfällt, man könnt es prüfen. Und dann welche Verfassungen. Kurzum großte Teile der Weltbevölkerung leben ihre Ehtik frei von Kant, zumindest ohne direktne Bezug zu Kant.
kingquak schrieb:Hergeleitet eben nicht abgeleitet. Abgeleitet wäre aus Gott odsr der Natur u d genau das er dies nicht tat ist so bemerkenswert, wenn mans bemerkt.
Ja, Hergeleitet, allerdings aus seine eigenen Umweltwahrnemung. vielleicht wirkt es glaubwürdiger als "Gott hat es gesagt" aber im Grunde bleiben die Begründungen erstmal gleichwertig.
kingquak schrieb:Nein, die Preisfrage ist wekche ist due wünschenswerteste für Alle. Es ist ja nicht ein Fussballspiel.
Wünschen bringt nix, kannst noch so viel Wünschen, es wird nix geschehen (Auch wenn die quantentheorie da spielraum lässt). Also bleibt nur die andere Methode. Konditionieren.
kingquak schrieb:Das kann sein, kann aber nicht Ziel sein.
Nich das Ziel der einen fraktion aber das Ziel der anderen. Die Frage ist ob man Ehtisch überlegen untergeht oder ob man das Überleben und damit die Option auf die wiederauflebung des eigene Ehtischen Masstabes soweit bewertet um zwischenzeitlich sich nicht mehr sklavisch an den Ehtische Kodex zu halten.
kingquak schrieb:Das ist eine sehr merkwürdige Behauptung in anbetracht das der Mensch das einzige Lebewesen welcher man eine Moral zugesteht. Ich wüsste auch keine einzige Gesellschaft die sich jemals diese Moralität verweigerte.
Gut, jeder Mensch hat seine eigene Moral, soweit waren wir schon sagen wir Richtig Morlaisch verhalten im Sinne von Kant liegt nicht in der Natur des Menschen. Im Grunde kann man auch Moral bei Tieren suchen, innerhalb der parameter ihre Spezies und ihres Umganges miteinander.. aber das wäre jetzt abstrakt.
Fedaykin schrieb:KAnt ist und keine Universelles Gesetz Tatsache ist das der Mensch von Natur aus nicht Moralisch ist und auch ein Kant hätte unter anderen Umweltbedingungen anders gehandelt.
DAnn bitte den Kontext zu Kannt nicht zu vergessen, ich sagte ja mehrfach das jeder Mensche seine eigene Moral hat die sich mit anderen iübeschneiden oder widersprechen.

Hauptfrage ausgwichen.
Fedaykin schrieb:Steht eine Kultur die die höhre Ehtik in ihre Gesetze einfließen lässt höher als eine mit niedrigen Ehtischen Masstäben?


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17.10.2018 um 12:44
Fedaykin schrieb:Also gibt es keine Methode die zu den selben Ergebnissen führt.
Eigentlich nicht, weil soziale Normen eben keine Naturgesetze sind. Es hat sich aber in den letzten 400 Jahren im gesellschaftlichen Diskurs (eigentlich mehr im philosophisch-geisteswissenschaftlichen) herauskristallisiert, dass es bestimmte Grundwerte gibt, ohne die es keine wirkliche Zivilisation geben kann, zu denen in erster Linie die Menschenrechte gehören; daher wurde auch die Leibeigenschaft und das Sklaventum geächtet und abgeschafft, später kam dann auch noch die Ächtung von Kriegsverbrechen und Folter dazu, auch wenn letzteres sich noch nicht flächendeckend in allen Demokratien durchgesetzt hat. Aber der Gesamttrend geht eindeutig in Richtung Stabilisierung der Menschenrechte.


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Menschenrechte = Frieden

17.10.2018 um 12:50
Fedaykin schrieb:Tatsache ist das der Mensch von Natur aus nicht Moralisch ist
Wenn das Tatsache wäre, würde ich nachzudenken beginnen, warum die gesamte Menscheitsgeschichte "voller Sonderlinge" ist,
die über eine Goldene Regel sinniert haben.
Warum sie so lange gebraucht haben und dennoch zu keinem Ziel gelangt sind, ist der Mangelhaftigkeit der Goldenen Regel geschuldet!
Wikipedia: Goldene_Regel
Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Goldene Regel (Begriffsklärung) aufgeführt.
Die Goldene Regel lässt sich leicht missbräuchlich auslegen.
In der Philosophie der Neuzeit wurde sie oft als ethisch untaugliche Maxime verworfen oder auf verschiedene Weisen ergänzt und präzisiert.
Nicht zuletzt bietet @Fedaykin in diesem Thread zahreiche Beispiele!

Kants Wirken der Aufklärung war darauf gerichtet, der Goldenen Regel Universalität zu verleihen.
„Behandle andere so, wie du von ihnen behandelt werden willst.“

Die negative Fassung ist als gereimtes Sprichwort bekannt:

„Was du nicht willst, dass man dir tu, das füg auch keinem andern zu.“
ersetzte Kant durch:
„Handle so, dass die Maxime deines Willens jederzeit zugleich als Prinzip einer allgemeinen Gesetzgebung gelten könne.“

Damit ersetzte Kant die Prüfung, ob man sich das beabsichtigte eigene Handeln als davon Betroffener wünschen würde, durch die Prüfung, ob man sich das eigene Wollen als Gesetz für alle vernünftig vorstellen könne. Er verlangte also, bei moralischen Entscheidungen von zufälligen Umständen und individuellen Interessen abzusehen und diese rational einsichtigen allgemeingültigen Gesetzen einzuordnen.[82] Kants zweite Formulierung schloss den Missbrauch anderer Menschen als Mittel für egoistische Zwecke explizit aus:[83]

„Handle so, dass du die Menschheit sowohl in deiner Person, als in der Person eines jeden andern jederzeit zugleich als Zweck, niemals bloß als Mittel brauchst.“
Auch die Aufklärung konnte die Shoa, den Holocaust nicht verhindern.
Deshalb haben wir uns 1948 auf den Universellen Humanismus geeinigt! @Fedaykin Wer dagegen verstößt, hat weder Ethik noch Moral!Meiner Meinung nach!
https://www.amnesty.de/alle-30-artikel-der-allgemeinen-erklaerung-der-menschenrechte


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17.10.2018 um 12:57
Fedaykin schrieb:Diesen Konsens gibt es aber noch nicht oder?
Dochbdurch die ratifizierung der Menschenrechte, das ist ein Schritt für den weiteren Diskurs.
Wenn man minimale Übereinkünfte hat so kann man sich an diesen orientieren und darauf aufbauen. Sie sind wichtig, sonst ist es wie hier, ohne Ergebnis ohne Ziel.
Fedaykin schrieb:Das Universum ist nur logische Erweiterung der Umwelt
Es ist aber keine logische Erweiterung von ethischen Fragen weil.menschlichrs Handeln nicht das Universum betrifft sondern Mensch und Umwelt. Es ist ein sehr sinnbefreiter Einwand um den es sich weder lohnt zu streiten noch einen Konsens zu suchen.
Fedaykin schrieb:Wünschen bringt nix, kannst noch so viel Wünschen, es wird nix geschehen (Auch wenn die quantentheorie da spielraum lässt). Also bleibt nur die andere Methode. Konditionieren
Doch, wwlche Position wünschenswert ist ergibt auf welches Ziel man hinarbeiten möchte.
Fedaykin schrieb:Nich das Ziel der einen fraktion aber das Ziel der anderen. Die Frage ist ob man Ehtisch überlegen untergeht oder ob man das Überleben und damit die Option auf die wiederauflebung des eigene Ehtischen Masstabes soweit bewertet um zwischenzeitlich sich nicht mehr sklavisch an den Ehtische Kodex zu halten.
Es geht um gemeinsame Zieleauf die man hinarbeitet nach einem minimalen Konsens.
Fedaykin schrieb:Gut, jeder Mensch hat seine eigene Moral, soweit waren wir schon sagen wir Richtig Morlaisch verhalten im Sinne von Kant liegt nicht in der Natur des Menschen.
Die Moral im Sinne Kants kommt aus der Vernunft. Somit wäre nun deine Behauptung er Mensch besässe davon keine.
Fedaykin schrieb:DAnn bitte den Kontext zu Kannt nicht zu vergessen, ich sagte ja mehrfach das jeder Mensche seine eigene Moral hat die sich mit anderen iübeschneiden oder widersprechen.
Die Erkenntnis beinhaltet ja das für ein friedliches Zusammenleben der Menschen ein gemeinsamer, minimaler Konsens nötig ist.



Welche ethische Position vertrittst du denn? Vielleicht können wir, soweit das auch deine absicht ist, hier einen minimalen, gemeinsamen Konsens finden.

mfg KQ


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28.10.2018 um 16:59
@kingquak
kingquak schrieb am 14.10.2018:Das ist aber das Gegenteil von dem die Menschenwürde als sittlichen Tatsache und Grundanspruch zu gewähren.
Hatte Hitler auch das Zugestehen der Menschenwürde VERDIENT, wenn er diese doch so vielen nahm? (einfach nur aufgrund der Tatsache, weil er ein Mensch war?)
Ich weiß, die Antwort lautet ja, aber es mutet halt dennoch irgendwie seltsam an.
kingquak schrieb am 15.10.2018:Wer die Menschenrechte in seiner Verfassung verankert hat kann sie nicht nach belieben Menschen zu und absprechen.
Es mutet eben auch seltsam an, dass Einer wie Hitler geschützt werden müsste.
Und daran schließt sich auch für mich diese Frage an:
Fedaykin schrieb am 15.10.2018:Nun mir geht es darum, wie weit ein Staat zur Verteidigung seine inneren und Äußeren Sicherheit gehen kann oder ob er sich eine Hand auf den Rücken bindet.
kingquak schrieb am 15.10.2018:Es gibt bis jetzt keinen ethischen Rechtgertigungsprozess der dies fundamental begründet Menschenrechte desshalb nicht einzuhalten. Will man das Grundprinzip der universalen Gleichheit und Geltung der Menschenrechte aussetzen so befindet man sich ausserhalb eines ethischen, vernünftigen und aufgeklärten Diskurses über diesen Wertekonsens. Es gibt bestimmt Alternativen wie die Sharia nur hat diese auch kein humanistisches und aufgeklärtes Fundament. Es müsste also zu erst ein ebenwürdige Alternative gefunden werden bevor man sich des Fundamentes entledigen will.
Alles verständlich deine Argumente.
Wenn jedoch jemand unter Berufung DARAUF sehr großes Unheil hervorrufen kann, dann hört das Verständnis irgendwo auf, weil das Gefühl sich meldet.
Kc schrieb am 15.10.2018:Mit Tieren schließen wir beispielsweise keine Übereinkünfte, wir erkennen sie nicht als gleichwertig an und gestehen ihnen keine Menschenrechte zu.
Jetzt wird mir gerade auch klar, weshalb Tiere manchmal so schlecht behandelt werden, obwohl sie auch Gefühle haben ...
... und somit mMn eine Würde zugesprochen bekommen sollten.


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Menschenrechte = Frieden

28.10.2018 um 19:56
Optimist schrieb:Wenn jedoch jemand unter Berufung DARAUF sehr großes Unheil hervorrufen kann, dann hört das Verständnis irgendwo auf, weil das Gefühl sich meldet.
Es kann niemand sich auf die Menschenrechte berufen und damit solch schreckliches rechtfertigen. Entweder verwendest du das Wort falsch oder ich verstehe nicht was du mir sagen willst.

Und ja auch Hitler hätte man einen fairen Prozess machen können wenn man ihn gefasst hätte. Es spricht nichts dagegen. Mit den anderen Nazis konnte man es ja auch.Zudem wäre es nicht so gewesen das der Nationalsozialismus mit Hitler gestorben wäre. Dies war im Krieg nur möglich in dem man die faschistischen Länder besiegte und Entnazifizierte. Al-Kaida und den Fanatismus gibts auch ohne Bin Laden noch.

mfg KQ


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28.10.2018 um 19:57
kingquak schrieb:Es spricht nichts dagegen. Mit den anderen Nazis konnte man es ja auch.
Die haben die Todestrafe bekommen...


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Menschenrechte = Frieden

28.10.2018 um 20:07
Fedaykin schrieb:Die haben die Todestrafe bekommen...
nach einem fairen Prozess. Aber schön das du dich wieder meldest.
kingquak schrieb am 17.10.2018:Welche ethische Position vertrittst du denn? Vielleicht können wir, soweit das auch deine absicht ist, hier einen minimalen, gemeinsamen Konsens finden.
mfg KQ


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Menschenrechte = Frieden

28.10.2018 um 23:46
@kingquak
Hatte mich wirklich etwas unvollständig ausgedrückt, bzw hatte schon etwas weiter gedacht und vergessen, das genau zu formulieren.

Optimist schrieb:Wenn jedoch jemand unter Berufung DARAUF sehr großes Unheil hervorrufen kann, dann hört das Verständnis irgendwo auf, weil das Gefühl sich meldet.
Was ich hiermit gemeint hatte:
Wenn so ein Typ mit den gleichen Allmachtsphantasien wie Hitler nach D einreisen würde, könnte man diesen - wegen der Menschenrechte - nicht ausweisen, wenn ihm in seinem Land die Todestrafe drohte.
Ergo könnte so jemand hier Rattenfänger spielen, was aber normalerweise vermeidbar gewesen wäre, WENN ...

Darum ging mirs im Grunde:
Optimist schrieb:Es mutet eben auch seltsam an, dass Einer wie Hitler geschützt werden müsste
Kannst du mal bitte hierzu noch ein Feedback geben - interessiert mich, wie du das siehst:
Optimist schrieb:Hatte Hitler auch das Zugestehen der Menschenwürde VERDIENT, wenn er diese doch so vielen nahm? (einfach nur aufgrund der Tatsache, weil er ein Mensch war?) Ich weiß, die Antwort lautet ja, aber es mutet halt dennoch irgendwie seltsam an.


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kingquak
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Menschenrechte = Frieden

29.10.2018 um 00:00
Optimist schrieb:Was ich hiermit gemeint hatte:
Wenn so ein Typ mit den gleichen Allmachtsphantasien wie Hitler nach D einreisen würde, könnte man diesen - wegen der Menschenrechte - nicht ausweisen, wenn ihm in seinem Land die Todestrafe drohte.
Ergo könnte so jemand hier Rattenfänger spielen, was aber normalerweise vermeidbar gewesen wäre, WENN ...
Hitler reist ein und das sieht man ihm an dieses Hitlerische und man kann ihn nicht abschieben weil ihm die Todesstrafe im Heimatland droht? Sorry ich kommt da nicht ganz mit bei diesen Gedankengängen.
Optimist schrieb:Es mutet eben auch seltsam an, dass Einer wie Hitler geschützt werden müsste
Es müsste einer aber erwiesenermassen leider zu erst sein wie Hitler und danach in einem fairen Prozess verhandelt werden was man mit jemandem tut der Hitler war. Falls dies dann auch nachgewiesen wird das er wie Hitler war mit all seinen Taten in dem Land würde ich lebenslängliche Haft evt mit Verwahrubg befürworten. Schliesslich wird er ja dann hier rechtskräftig verurteilt.

mfg KQ


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29.10.2018 um 00:04
@Optimist
Die Prämisse wie jemand Deine Frage beantwortet hängt von dessen Einstellung bezüglich der Todesstrafe ab.
Wenn jemand der Meinung ist, dass die Todesstrafe in gewissen Fällen angebracht ist, dann hat er auch kein Problem mit der Auslieferung.
Nur bringt sich diese Einstellung halt nicht grad auf nen Nenner innerhalb eines Staates der die Todesstrafe ablehnt.


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Menschenrechte = Frieden

29.10.2018 um 08:49
@Glünggi
@kingquak
okay, verstehe Eure Einwände.

Dann müsste man evtl thematisieren, ob die Todestrafe - aus Sicht der Menschenrechte/Menschenwürde - mehr oder weniger Strafe ist, als ein lebenslanges versauern in einem Gefängnis?

Und hier müsste man noch mal unterscheiden, ob ein hiesiges Gefängnis oder eines in einem anderen Land, wo es Kriminellen viel schlechter geht?

Wie ich es mit Todestrafe vs lebenslange Haft meine:

Wenn jemand getötet wird (soweit dieser Prozess schnell geht und nicht quälend ist), hat er es quasi "hinter sich", muss NICHT lebenslang in einem Gefängnis LEIDEN.

Nun kann man noch einwänden, ihm wurde eine Chance auf Besserung genommen.
hmm, ob das jemand im lebenslangen "Knast" auch in jedem Fall so sieht?

Einzig alleine die Chance, dass jemand unschuldig drin sitzt, sehe ich auch sehr problematisch. Aber wenn der Fall nicht wieder aufgerollt wird, sitzt er dann so und auch so drin und LEIDET.

Es haben sich im Gefängnis auch schon Einige umgebracht - deshalb überhaupt mein Gedanke, ob die Todesstrafe in jedem Falle wirklich eine Strafe ist?

Nun kann man aus Sicht der MR/Menschenwürde einwänden, man nimmt ihm seinen freien Willen, wann er aus dem Leben scheiden will.
Ja, aber einem Kriminellen in Haft wird doch so und auch so der eigene Wille genommen, wenn er lebenslang einsitzt?


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Menschenrechte = Frieden

29.10.2018 um 09:01
Optimist schrieb:Es haben sich im Gefängnis auch schon Einige umgebracht - deshalb überhaupt mein Gedanke, ob die Todesstrafe in jedem Falle wirklich eine Strafe ist?
das hört sich bei dir an, als ob sie sich um die Strafe gedrückt haben.


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Menschenrechte = Frieden

29.10.2018 um 09:06
Optimist schrieb:Dann müsste man evtl thematisieren, ob die Todestrafe - aus Sicht der Menschenrechte/Menschenwürde - mehr oder weniger Strafe ist, als ein lebenslanges versauern in einem Gefängnis?
Im Grundsatz der allg. Menschenrechte ist sie nicht zwingend verboten. Was sie aber Voraussetzt ist ein fairer Prozess.

Man kann aber auch ganz konform mit der EMRK einen Menschen lebenslänglich durch Verwahrung von der Gesellschaft fernhalten, also einsperren. Auch dies bedingt immer noch einen fairen Prozess.
Optimist schrieb:Es haben sich im Gefängnis auch schon Einige umgebracht - deshalb überhaupt mein Gedanke, ob die Todesstrafe in jedem Falle wirklich eine Strafe ist?
Das wäre dann wohl ein anderes Thema als die Menschenrechte und ob diese eine friedliche, zivilisierte Gesellschaft ergeben.
Optimist schrieb:Nun kann man aus Sicht der MR/Menschenwürde einwänden, man nimmt ihm seinen freien Willen, wann er aus dem Leben scheiden will.
Nein das kann man nicht. Mitlerweile ist Suizid keine Straftat mehr.
Optimist schrieb:Ja, aber einem Kriminellen in Haft wird doch so und auch so der eigene Wille genommen, wenn er lebenslang einsitzt?
Der freie Wille und die Menschwürde sind nicht das Selbe. Es sind hier unter anderem die Betroffenheitstiefen abzuwägen so wie es unsere Gesetze tun. Einen gefährlichen Verbrecher der sich schuldig gemacht hat darf man von der Gesellschaft fern halten
Weil da steht die Betroffenheitstiefe zB seines Willens zu Morden gegenüber der Betroffenheitstiefe der Individuen auf Unversehrtheit gegenüber. Was klar ergibt das die Unversehrtheit über dem Willen zu Morden steht. Was man aber denoch nicht tun darf ist, einen Gefangenen zu Foltern. Weil auch er ein Recht auf Unversehrtheit geniesst und dieses Recht natürlich über dem Rrcht auf Lust zum Foltern steht. Problematisch wäre nur wenn man durch Folter zB ein anderes Menschenleben retten könnte. Da dies aber nicht garantiert werden kann wird Folter schon im Grundsatz abgelehnt. Dies eben ganz nach einer kantischen, deontologischen Ethik welche die Rechte eines Individuums in den Mittelpunkt stellt und nicht nach einer teleologischen Ethik welche die Ziele in den Mittelpunkt stellt im Sinne, der Zweck heilligt die Mittel.

mfg KQ


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Menschenrechte = Frieden

29.10.2018 um 09:27
kingquak schrieb:nach einem fairen Prozess. Aber schön das du dich wieder meldest.
Wie erwähnt du verstehst die Diskussion nicht so ganz. Du kommst mit §§ als wären sie in STein Gemeißelt, als gäbe es eine höhere Institution die sie uns aufzwingt.

Die Dikussion geht aber eigentlich um Alternativen zu den Menschenrechten oder ob die Menschenrecht in ihre Form so Zeigemäß sind, Ob es Ausnahmen geben sollte, ob die genetische Zugehörigkeit schon aussreicht für Menschenrechte etc.

Und naja faire Prozess ist eine Sache, aber die Todesstrafe verstößt leider gegen die Menschenrechte.

Aus deiner Sicht hätte man zb Churchill verklagen müssen wenn man damals Hitelr 1940 mit einem Luftangriff/Drohnenangriff" umgebracht hätte..


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29.10.2018 um 09:30
Optimist schrieb:Es haben sich im Gefängnis auch schon Einige umgebracht - deshalb überhaupt mein Gedanke, ob die Todesstrafe in jedem Falle wirklich eine Strafe ist?
kybela schrieb:das hört sich bei dir an, als ob sie sich um die Strafe gedrückt haben.
ja so ungefähr meinte ich das auch.
Und ganz ehrlich, wenn ich die Aussicht hätte lebenslang in einem Gefängnis zu sitzen wo es weniger gut ist als bei hiesigen, dann würde ich auch Selbstmordgedanken hegen um dieser Strafe zu entgehen.
Optimist schrieb:Nun kann man aus Sicht der MR/Menschenwürde einwänden, man nimmt ihm seinen freien Willen, wann er aus dem Leben scheiden will.
kingquak schrieb:Nein das kann man nicht. Mitlerweile ist Suizid keine Straftat mehr.
glaube wir haben uns hier missverstanden. Ich meinte nicht, dass es strafbar ist, sondern dass man mit der Todesstrafe einen Häftling hindert SELBST zu bestimmen, WANN er aus dem Leben gehen will oder lieber noch bleiben möchte, auch wenn die Haft eine Qual wäre.
kingquak schrieb:Der freie Wille und die Menschwürde sind nicht das Selbe. Es sind hier unter anderem die Betroffenheitstiefen abzuwägen so wie es unsere Gesetze tun. Einen gefährlichen Verbrecher der sich schuldig gemacht hat darf man von der Gesellschaft fern halten
Weil da steht die Betroffenheitstiefe zB seines Willens zu Morden gegenüber der Betroffenheitstiefe der Individuen auf Unversehrtheit gegenüber.
gut, das verstehe ich.
kingquak schrieb:Problematisch wäre nur wenn man durch Folter zB ein anderes Menschenleben retten könnte. Da dies aber nicht garantiert werden kann wird Folter schon im Grundsatz abgelehnt
Ja, da gabs doch wirklich mal so ein Fall, wenn ich mich recht erinnere. Da wurde ein Mädchen vermisst und der mutmaßliche Täter wurde "hart angefasst" um es zu finden.
Solche Fälle sind ja wirklich eine Zwickmühle. Wenn solch ein Polizist bestraft würde (wenn siene Methode dazu führen würde, so ein Opfer zu finden), dann weiß ich echt nicht wie ich das finden soll.
Fedaykin schrieb:Die Dikussion geht aber eigentlich um Alternativen zu den Menschenrechten oder ob die Menschenrecht in ihre Form so Zeigemäß sind, Ob es Ausnahmen geben sollte, ob die genetische Zugehörigkeit schon aussreicht für Menschenrechte etc.
das sehe ich genauso.


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29.10.2018 um 09:37
Fedaykin schrieb:Wie erwähnt du verstehst die Diskussion nicht so ganz. Du kommst mit §§ als wären sie in STein Gemeißelt, als gäbe es eine höhere Institution die sie uns aufzwingt.
Geltende Gesetze sind nicht in Stein gemeiselt sonder rechtskräftig.
Fedaykin schrieb:Die Dikussion geht aber eigentlich um Alternativen zu den Menschenrechten oder ob die Menschenrecht in ihre Form so Zeigemäß sind, Ob es Ausnahmen geben sollte, ob die genetische Zugehörigkeit schon aussreicht für Menschenrechte etc.
Da Frag ich dich halt nochmals welche alternative Ethik dir da zur verfügung steht. Eine pragmatische nach Lust und Laune?
Fedaykin schrieb:Und naja faire Prozess ist eine Sache, aber die Todesstrafe verstößt leider gegen die Menschenrechte.
Nur gegen die EMRK nicht gegen die allg. MR.
Fedaykin schrieb:Aus deiner Sicht hätte man zb Churchill verklagen müssen wenn man damals Hitelr 1940 mit einem Luftangriff/Drohnenangriff" umgebracht hätte..
Kriegsgesetze sind andere Gesetze als die Menschenrechte. zB wird doet Soldaten befohlen andere Menschen ohne Prozess zu töten.

Das mit Hitler ist eh eine sehr philosophische Frage. zB steht da das Gedankenexperiment im Raum würde man Hitler als Baby töten wenn man eine Zeitmaschine hätte. Das ist natürlich Kontrovers. Da kann man verschiedene Argumente vorbringen. Eins davon wäre die kantische Herangehensweisen der 4 Fragen. Was kann man wissen oder worauf kann man hoffen. Und doet sieht man dann das diese Fragen nicht eindeutig beantwortet werden können was den Babyhitlermord betriffr.

mfg KQ


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29.10.2018 um 09:38
Optimist schrieb:Ja, da gabs doch wirklich mal so ein Fall, wenn ich mich recht erinnere. Da wurde ein Mädchen vermisst und der mutmaßliche Täter wurde "hart angefasst" um es zu finden.
Du meinst wohl Gäfgen, da ging es allerdings um Jakob von Metzler, einen Jungen.
Fedaykin schrieb:Die Dikussion geht aber eigentlich um Alternativen zu den Menschenrechten oder ob die Menschenrecht in ihre Form so Zeigemäß sind, Ob es Ausnahmen geben sollte, ob die genetische Zugehörigkeit schon aussreicht für Menschenrechte etc.
Alternative zu Menschenrechten? was soll das sein? Menschenrechte können unzeitgemäß werden? Wieso gibt es sie dann überhaupt? Die genetische Zugehörigkeit? Ob man ein Mensch ist oder nicht?


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29.10.2018 um 09:40
Optimist schrieb:Ja, da gabs doch wirklich mal so ein Fall, wenn ich mich recht erinnere. Da wurde ein Mädchen vermisst und der mutmaßliche Täter wurde "hart angefasst" um es zu finden.
Solche Fälle sind ja wirklich eine Zwickmühle. Wenn solch ein Polizist bestraft würde (wenn siene Methode dazu führen würde, so ein Opfer zu finden), dann weiß ich echt nicht wie ich das finden soll.
Auch hier kann man die Fragen Kants verwenden. Was kann man wissen und worauf kann man Hoffen. Vielleicht hat der Täter für den Fall einer Folter einen Hinterhalt geplant. Wie lange will man foltern bis man dies herausfindet?

mfg KQ


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29.10.2018 um 09:44
@kingquak
kingquak schrieb:Auch hier kann man die Fragen Kants verwenden. Was kann man wissen und worauf kann man Hoffen. Vielleicht hat der Täter für den Fall einer Folter einen Hinterhalt geplant. Wie lange will man foltern bis man dies herausfindet?
ja, klar, diese Abwägungen sind alle sehr schwierig.

Alles in allem bin ich aber der Meinung, es sollten Ausnahmen möglich sein, wo man zumindest im Nachhinein nicht straft - WENN es etwas gebracht hatte.

Sterbehilfe ist in meinen Augen auch so ein Thema, wo man Ausnahmen in gut begründeten Fällen zulassen sollte (aber dieses Fass will ich hier nun nicht noch aufmachen :) )


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