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Political correctness, ein gescheitertes Experiment

17.005 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Political Correctness, Politische Korrektheit ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Political correctness, ein gescheitertes Experiment

23.02.2021 um 22:54
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:ach, es ist noch viel interessanter:
Dein ernst? Ein Artikel von 1967 über einen Streit zwischen der Stadt Coburg und einem Möbelhändler und wahrscheinlich im städtischen Amtsblatt von einem Alt-Nazi geschrieben.
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:tja, da fragt man sich, warum es die stereotype Darstellung eines Schwarzen Menschen sein MUSS
Weil die bis ins 14. Jahrhundert reicht, wenn nicht noch früher?

Man schaue hier: Wikipedia: Mohr (Heraldik)#cite note-52


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Political correctness, ein gescheitertes Experiment

24.02.2021 um 08:05
Zitat von CosmicQueenCosmicQueen schrieb:Weil die bis ins 14. Jahrhundert reicht, wenn nicht noch früher?
Deshalb MUSS es eine rassistische Darstellung eines Schwarzen Menschen sein?

Weil "Das hammwa imma so jemacht"?


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Political correctness, ein gescheitertes Experiment

24.02.2021 um 08:29
Zitat von GrouchoGroucho schrieb:Deshalb MUSS es eine rassistische Darstellung eines Schwarzen Menschen sein?

Weil "Das hammwa imma so jemacht"?
Nein, aber das sind bestehende Abbildungen, keine neuen und warum sollte man diese nun alle entfernen? Alles was man heutzutage als bedenklich ansieht niederreißen, ausmerzen und dann ist alles vergessen?


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Political correctness, ein gescheitertes Experiment

24.02.2021 um 08:32
Zitat von CosmicQueenCosmicQueen schrieb:Dein ernst? Ein Artikel von 1967 über einen Streit zwischen der Stadt Coburg und einem Möbelhändler und wahrscheinlich im städtischen Amtsblatt von einem Alt-Nazi geschrieben.
ja, mein Ernst, da es aufzeigt, wie wechselhaft das alles ist, weil es aufzeigt, dass keiner wirklich Ahnung hat, was oder wer da dargestellt wird, es war halt ein "Mohr" und den hat man so dargestellt, wie man sich eben so einen Mohren so vorstellte. Nicht nur, dass es eine Fremdbezeichnung ist, es weiß auch ganz offensichtlich niemand, wie so ein "Mohr" oder aber "Mauritius" überhaupt aussah. Aber egal, Hauptsache man besteht auch heute noch auf der rassistischen Darstellung. Und das basierend auf einer Legende. Sonst nix. Und das, obwohl Mauritius gar nicht von Anfang an als "Mohr" dargestellt wurde. Und dann noch "Mohr" anstatt Maure. Aber was soll man sagen, wenn man sich zwar echauffiert darüber, dass irgendwas womöglich von einem Alt-Nazi geschrieben sein könnte, es einem aber egal ist, dass Schwarze Menschen stereotyp dargestellt werden.
Hier die unterschiedliche Darstellung bezogen auf den Spiegel Artikel:

Bildschirmfoto 2021-02-24 um 08.24.43
https://magazin.spiegel.de/EpubDelivery/spiegel/pdf/46353368

und hier was:
Er stammte aus Oberägypten und lebte dort im dritten Jahrhundert, als das Christentum schon weit verbreitet war. Die Landschaft gehörte, wie der ganze Mittelmeerraum, zum Römischen Reich. Eine in dieser Gegend ausgehobene Legion bestand aus Christen. Als im Herbst 285 in Südgallien ein großer Aufstand unterdrückt werden musste, rief Kaiser Maximian ein starkes Heer in der Schweiz zusammen.

Dazu gehörte auch die kampferprobte Thebaische Legion, dessen Führer (General) Mauritius war. Bei einem großen Feldgottesdienst zu Beginn des Krieges sollten heidnische Staatsgötter verehrt werden. Da meuterte die christliche Legion. Das galt als Gotteslästerung, Majestätsbeleidigung und Hochverrat vor dem Feind. Mauritius wurde als Rädelsführer enthauptet. Die Christen in dem Schweizer Gebiet pflegten und verehrten nach dem Abzug des Heeres das Grab des Märtyrers. Nach hundert Jahren stand bereits eine Kirche an der Stelle.
Quelle: https://www.coburg.de/startseite/950Jahre/demografie/Stadtwappen-und-Coburger-Mohr.aspx#:~:text=Das%20Stadtwappen%20und%20der%20Coburger%20Mohr&text=Er%20taucht%20fast%20%C3%BCberall%20in,Moriz%20benannt%20wurde.
Dazu dies:
Die Thebaische Legion (oft auch Thebäische Legion, lat. Legio Thebaica) war entsprechend der christlichen Überlieferung eine Legion der römischen Armee, deren sämtliche Mitglieder gegen Ende des 3. Jahrhunderts den Märtyrertod erlitten haben sollen. Vor allem im Mittelalter war diese Legende sehr populär, und sowohl die ganze Legion als auch einzelne Mitglieder waren Gegenstand intensiver Verehrung. Die Existenz der Legion ist nach modernen Forschungserkenntnissen jedoch höchst zweifelhaft und gilt den meisten Althistorikern als unhistorische Fiktion.
Quelle: Wikipedia: Thebaische Legion


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Political correctness, ein gescheitertes Experiment

24.02.2021 um 08:37
Zitat von CosmicQueenCosmicQueen schrieb:Nein, aber das sind bestehende Abbildungen, keine neuen und warum sollte man diese nun alle entfernen?
Weil es rassistische Darstellungen sind.
Zitat von CosmicQueenCosmicQueen schrieb:Alles was man heutzutage als bedenklich ansieht niederreißen, ausmerzen
Warum nicht?
Was wäre schlimm daran alle rassistischen Darstellungen oder Namen zu entfernen?
Zitat von CosmicQueenCosmicQueen schrieb:und dann ist alles vergessen?
Nein, natürlich nicht, es geht dabei ja auch nicht ums "Vergessen".

Abgesehen davon, interessiert den Großteil der Bevölkerung Rassismus und unsere Kolonialgeschichte doch sowieso nicht. Insofern braucht da niemand was zu vergessen, an das er sowieso nie denkt


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Political correctness, ein gescheitertes Experiment

24.02.2021 um 09:15
Und weiter geht es:
Angehörige der US-Ureinwohner der Cherokee haben die Entfernung ihres Namens vom gleichnamigen Geländewagen der Firma Jeep gefordert. »Ich bin sicher, dass es gut gemeint war, aber es ehrt uns nicht, unseren Namen auf die Seite eines Autos geklebt zu sehen«, erklärte der Häuptling der Cherokee Nation, Chuck Hoskin Jr., in einer Stellungnahme. Er forderte eine Debatte über »kulturelle Angemessenheit« mit dem Hersteller.
Früher nutzten deutlich mehr Autohersteller Namen amerikanischer Ureinwohner für mittlerweile eingestellte Modelle, wie zum Beispiel den Chevrolet-Modelle Apache und Cheyenne, den Dodge Dakota und den Jeep Comanche. Auch außerhalb der USA verwenden Hersteller dieses Schema für Namen ihrer Modelle. So ist beispielsweise der VW Touareg nach den in Nordafrika lebenden Tuareg benannt, der Name des Nissan Qashqai ist an den Namen eines in Iran beheimateten Volkes angelehnt.
Quelle: https://www.spiegel.de/auto/jeep-cherokee-us-ureinwohner-fordern-entfernung-ihres-namens-von-suv-a-f17e89d4-948a-404d-9f46-32296af3a591
Mein Vorschlag niemand darf irgendetwas so benennen. (Wollen die Thüringer ihren Namen auf einer Wurstverpackung sehen?)


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Political correctness, ein gescheitertes Experiment

24.02.2021 um 09:37
Zitat von abahatschiabahatschi schrieb:Und weiter geht es:
Was genau willst du uns mittteilen?
Was ist hier dein Diskussionsangebot?


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Political correctness, ein gescheitertes Experiment

24.02.2021 um 09:39
@Groucho
Oh je, Dir möchte ich nichts mitteilen auch nichts anbieten.
Schreib was dazu oder lass es bleiben, das ist weder dein Thread noch hast Du Ansprüche zu stellen.


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Political correctness, ein gescheitertes Experiment

24.02.2021 um 09:43
Zitat von abahatschiabahatschi schrieb:Mein Vorschlag niemand darf irgendetwas so benennen
Kannst du präzisieren, was du meinst?

Was meinst du mit "so"?
Zitat von abahatschiabahatschi schrieb:(Wollen die Thüringer ihren Namen auf einer Wurstverpackung sehen?)
Und siehst du keinen Unterschied, ob man für ein spezielles Wurstrezept mit dem Namen wirbt oder völlig zusammenhangslos der Name einer Ethnie auf einem Auto prangt?
Zitat von abahatschiabahatschi schrieb:Und weiter geht es:
Was genau geht weiter?


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Political correctness, ein gescheitertes Experiment

24.02.2021 um 10:36
Zitat von abahatschiabahatschi schrieb:(Wollen die Thüringer ihren Namen auf einer Wurstverpackung sehen?)
da geht es um Thüringen, nicht Thüringer im Sinne von Bewohnern. Da zeigt den Stolz auf ein regionales Produkt. Aber das hatten wir schon zig mal und das auf die gleiche Stelle zu stellen, wie die Benutzung des Namens indigener Völkern, zeigt deutlich, wie wenig Verständnis herrscht und wie viel Aufarbeitung nötig ist, Wissen fehlt.


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Political correctness, ein gescheitertes Experiment

24.02.2021 um 11:34
@Tussinelda
Was hat der Jeep Cherokee mit den Cherokee zu tun? und Stolz?? Hat Jeep den Namen gewählt weil er schlecht ist, das glaube ich icht.
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:wie die Benutzung des Namens indigener Völkern, zeigt deutlich, wie wenig Verständnis herrscht und wie viel Aufarbeitung nötig ist, Wissen fehlt.
Da frag ich mich was müssen die indigenen Völker noch lernen?


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Political correctness, ein gescheitertes Experiment

24.02.2021 um 11:36
Zitat von abahatschiabahatschi schrieb:Da frag ich mich was müssen die indigenen Völker noch lernen?
ja, eine anmaßende Frage.


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24.02.2021 um 12:02
Apache Kampfhubschrauber oder der Bell-UH 1 Iroquois, auch bekannt als "Huey", die sind viel weniger nicht schmeichelhaft, als ein Zivilfahrzeug.


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Political correctness, ein gescheitertes Experiment

24.02.2021 um 12:04
Zitat von EinElchEinElch schrieb:Apache Kampfhubschrauber oder der Bell-UH 1 Iroquois, auch bekannt als "Huey", die sind viel weniger nicht schmeichelhaft, als ein Zivilfahrzeug.
Selbst wenn das so wäre - darüber kann man sicher streiten - was genau, willst du damit sagen?


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Political correctness, ein gescheitertes Experiment

24.02.2021 um 12:10
@Groucho

Ich finde es immer albern, sich dann an EINEM bestimmten Produkt aufzuhalten. Wenn ich, als indigene Interessensgruppe da eine Benachteiligung oder Schmähung meiner Peergroup ausmache, dann würde ich das nicht an einem bestimmten Produkt festmachen, sondern einfach sagen, dass die Benennung von Gegenständen oder Fabrikaten nach meiner indigenen Gruppe insgesamt problematisch ist.

Sonst wirkt es halt wie Aktionismus, nicht wie das aufzeigen eines Missstandes.

Ich bin ja durchaus dafür, ich kanns verstehen. Ich hätte auch keine Lust ein Auto zu fahren auf dem "Cherusker" steht, denn nach den germanischen Verbreitungsgebieten wäre ich das, und aufgrund meiner historischen Begeisterungsfähigkeit fände auch ich es extrem seltsam, ein Auto nach einem Volksstamm zu bezeichnen, der nichts mit Autos gemein hat.
Aber dann soll man den Umstand, nicht das Produkt kritisieren, so sehe ich das.


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Political correctness, ein gescheitertes Experiment

24.02.2021 um 12:30
@EinElch



Aber eine Meinung wie
»Ich bin sicher, dass es gut gemeint war, aber es ehrt uns nicht, unseren Namen auf die Seite eines Autos geklebt zu sehen«
darf der Häuptling der Cherokee Nation, Chuck Hoskin Jr. so als Betroffener doch noch haben oder?


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Political correctness, ein gescheitertes Experiment

24.02.2021 um 12:32
@peekaboo

Wüsste nicht, wo ich gesagt hätte, dass er das nicht dürfte und verstehe deswegen die Frage nicht.
Ich habe meine persönliche Empfindung ohne Anspruch auf Applaus mitgeteilt.

Man könnte natürlich auch argumentieren, dass es doch gut ist, wenn die Indigenen Völker so in der Mitte angekommen sind, dass man Dinge nach ihnen benennt, aber das sollen die tatsächlich selbst entscheiden.


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Political correctness, ein gescheitertes Experiment

24.02.2021 um 12:45
Zitat von EinElchEinElch schrieb:Man könnte natürlich auch argumentieren, dass es doch gut ist, wenn die Indigenen Völker so in der Mitte angekommen sind, dass man Dinge nach ihnen benennt, aber das sollen die tatsächlich selbst entscheiden.
eben, und "die" entscheiden auch selbst, was sie anmerken und was nicht, ganz davon abgesehen, dass derlei Bezeichnungen generell schon eine ganze Zeit in der Kritik stehen.


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Political correctness, ein gescheitertes Experiment

24.02.2021 um 12:53
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:eben, und "die" entscheiden auch selbst, was sie anmerken und was nicht,
Ich habe auch nicht gesagt, dass sie das nicht dürften, oder täten, ich halte es für eine verpasste Gelegenheit.

Um das an einem Beispiel in meiner Heimatstadt aufzuziehen: Hier gab es den Heinrich-Sohnrey-Weg, der aufgrund dessen Sympathien zu den Nazis umbenannt wurde in Holunderweg.
Ich sitze derzeit an einem Artikel rund um diese Situation, weil wir dennoch einen Agnes-Miegel-Weg und einen Börries-von-Münchhausen-Weg haben, die viel "schlimmer" als Sohnrey waren, auch rein objektiv betrachtet.

Ich kritisiere da wie auch im vorliegenden Fall nicht, dass man das geändert hat oder haben will. Ich kritisiere, dass man dann nicht konsequent ist und alles auf den Prüfstand stellt - denn Sohnrey kam damals durch eine Göttinger Studie in den öffentlichen Fokus, aber es spricht halt nicht für den Ortsrat, dass er seinerzeit nur auf den Zug aufsprang, ohne sich mit der GANZEN Geschichte auseinanderzusetzen.

Und so finde ich auch hier, klar ist die Forderung legitim, aber mir erschließt nicht, warum sie auf das eine beschränkt.

Warum also so defensiv?


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Political correctness, ein gescheitertes Experiment

24.02.2021 um 13:08
Zitat von EinElchEinElch schrieb:Aber dann soll man den Umstand, nicht das Produkt kritisieren, so sehe ich das.
Warum soll man vage über einen "Umstand" reden, wenn man es konkret am Produkt fest machen kann?
Außerdem können Vertreter der Cherokee kaum über die Apache oder Dakota genannten Produkte reden, da es sie nicht betrifft.


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