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Political correctness, ein gescheitertes Experiment

20.742 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Political Correctness, Politische Korrektheit ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Political correctness, ein gescheitertes Experiment

25.02.2021 um 08:19
Zitat von SeidenraupeSeidenraupe schrieb:die konsequente Anwendung von pc führt leider genau zum Gegenteil des gewünschten Zieles.

Es sei denn, dass einzige Ziel der pc sei (Konjunktiv) , die Gesellschaft dauerhaft in Opfer und Tätergruppen zu separieren und daraus gewisse Rechtfertigungen zu ziehen für möglicherweise in der Konsequenz unschöne Politik oder für Wegschauen (Stichwort: Denunziation, Verunglimpfung, sog. Rufmord, shitstorm ...) .
wie passt das dazu, dass die Cherokee darum bitten, ihren Namen nicht mehr für ein Automodell zu verwenden?
Zitat von SeidenraupeSeidenraupe schrieb:Hervorhebung von mir
der Artikel ist auf jeden Fall und für jeden lesenswert!
Beitrag von CosmicQueen (Seite 643)
den haben wir schon gelesen.
Zitat von boraboraborabora schrieb:Genau und die "strikte Trennung" oder Einteilung in u. nach Kulturen erinnert mich an etwas Düsteres.
"Nur" in einer anderen Art und Weise.
nur geht es darum gar nicht.
Zitat von boraboraborabora schrieb:Das würde man sehen, wenn andere Kulturen beim PoC und gesamten Gendern nicht mitziehen würden, "zerreisst" man die dann ebenfalls in der Luft?
wer wird wo in der Luft zerrissen?
Zitat von boraboraborabora schrieb:Ist es auch als unsensibel oder kulturanmaßend zu verstehen, wenn z. B. türkische Migranten ihrem Kind einen deutschen Vornamen geben?
warum sollte es das sein?
Zitat von boraboraborabora schrieb:Wer für PoC ist u. dahintersteht, müsste beide Fragen mit ja beantworten.
keinesfalls.


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Political correctness, ein gescheitertes Experiment

25.02.2021 um 08:25
Zitat von OptimistOptimist schrieb:aber dieser junge Mann wird zumindest irgendwie "eingeschachtelt" - als privilegierter Weißer.
Insofern ist doch da was dran, was Seidenraupe anprangert.
Nee, da ist absolut nichts dran.

1) Ging es ums gendern, was hat das mit alten weißen Männern zu tun?
2) Ich habe noch nicht erlebt, dass 25jährige als "alte weiße Männer" bezeichnet werden
3) Was Rassismus in Deutschland betrifft, sind Weiße nun mal privilegiert. Das ist ein Fakt.


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25.02.2021 um 08:32
Zitat von GrouchoGroucho schrieb:3) Was Rassismus in Deutschland betrifft, sind Weiße nun mal privilegiert. Das ist ein Fakt.
ja, das hab ich alles verstanden.
Was ich nicht verstehe, dass es medial - zumindest gefühlsmäßig für mich - so rüber kommt, als wird dies den "Weißen" (dieser Ausdruck schon alleine ... ) unterschwellig ständig zum Vorwurf gemacht. Als könnte sich jemand seine Herkunft und gesellschaftlichen Privilegien aussuchen.

Dabei sind ja nicht mal wirklich alle Weißen priviligiert, zB. Obdachlose ... haben die eine gute Chance Arbeit zu finden - aber das nur mal nebenbei, darum geht es mir jetzt nicht vordergründig.

"zumindest gefühlsmäßig für mich so rüber kommt", vielleicht nicht nur mir.


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25.02.2021 um 08:49
Zitat von OptimistOptimist schrieb:Dabei sind ja nicht mal wirklich alle Weißen priviligiert, zB. Obdachlose ...
Ich als hellhaeutiger Mensch bin auf der arabischen Halbinsel wenig bis gar nicht priviligiert. Meine Hautfarbe macht mich nicht überlegen gegenueber Menschen, die in trocken-heißen wuestengebieten leben. Meine Hautfarbe macht mich nicht zum priviligierten regenwaldbewohner. Meine Hautfarbe priviligiert mich nicht zum Leben auf 3000 oder 4000 Metern und ich wuerde in allen genannten Situationen vermutlich frueh an hautkrebs sterben, anders als die Menschen, deren Haut dunkler ist als meine. Ich waere völlig unterlegen. Ich haette keinen Vorteil von meiner Hautfarbe, verstuende nichts davon, wie man unter extremen klimabedingungen lebt, arbeitet, Wohnraum schafft der temperaturausgleichend wirkt. Meine Hautfarbe schützt mich nicht vor parasitenbefall, krankheitskeimen, Hunger und durst. Ohne die Hilfe von indigenen Menschen wuerde ich dort umkommen. Meine Hautfarbe macht mich noch nicht mal zum erfolgreichen Nomaden, Fischer, Lehrer, Kaufmann, Bauern, Handwerker, Politiker.


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Political correctness, ein gescheitertes Experiment

25.02.2021 um 09:05
Zitat von OptimistOptimist schrieb:Dabei sind ja nicht mal wirklich alle Weißen priviligiert, zB. Obdachlose ...
Hmmn
Die Minderheit soll sich um obdachlose kümmern nur damit sie sich nicht dieses Schwachsinnsargument weiter hören müssen?
Ja , wo ist denn die Solidarität?
Nicht mal unter weissen gegeben ... Und dann kommen noch die Minderheiten.


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25.02.2021 um 09:09
Zitat von SeidenraupeSeidenraupe schrieb:hellhaeutiger Mensch bin auf der arabischen Halbinsel wenig bis gar nicht priviligiert. Meine Hautfarbe macht mich nicht überlegen gegenueber Menschen, die in trocken-heißen wuestengebieten leben. Meine Hautfarbe macht mich nicht zum priviligierten regenwaldbewohner. Meine Hautfarbe priviligiert mich nicht zum Leben auf 3000 oder 4000 Metern und ich wuerde in allen genannten Situationen vermutlich
Das nenn ich mal klassischen Rassismus bzw Vorurteile weil es impliziert das ich anders sein muss um in 3 oder 4000 Metern zu überleben oder auf einer arabischen Halbinsel .
Menschen die in trocken heißen wüstengebieten leben werden schon lang dominiert oder sklaven und Kolonien vergessen ?Regenwaldbewohner ķnall ich einfach mit dem Panzer weg um an den Baum zu kommen.


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25.02.2021 um 09:09
@Optimist

Bedenke mit Weisse ist nicht die Hautfarbe gemeint, sondern das standing in der Machthirachie.
Wie bizarr und falsch die Aussage wäre, wenn es die Hautfarbe betrifft, zeigt sich spätestens bei Slawen und zb Sorben.

Das man 2021 die Machtstruktur immer noch in Schwarz/Weiss aufteilt ist schon Vorsatz. Anstatt Begrifflichkeiten zu wählen welche klar und umfassend sind, bedient man sich falscher Begrifflichkeiten aus Übersee die hier nicht funktionieren.
In Zeiten von BIPoC sind Begriffe wie Schwarz/Weiss einfach nur dumm.


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25.02.2021 um 09:10
Zitat von OptimistOptimist schrieb:Als könnte sich jemand seine Herkunft und gesellschaftlichen Privilegien aussuchen.
Finde ich eigentlich einen guten Punkt. Natürlich geht es immer offiziell darum, "awareness" zu schaffen und seine "Privilegien zu checken" um die abgenutzten Schlagworte mal aus der Mottenkiste zu kramen. Und grundsätzlich ist dagegen auch nichts einzuwenden.

Ich nehme aber auch eine grundsätzliche, feindliche Anspannung aufgrund der "Privilegien", die man hat, und wenn man sie nutzt, wahr. Es ist doch so, selbst wenn ich Privilegien hätte, ist es zunächst nicht falsch, von denen auch zu profitieren. Eine Gesellschaft sollte stets darauf hinarbeiten möglichst vielen, idealerweise allen, Angehörigen ihrer selbst Privilegien zu bieten.

Es mag das persönliche Empfinden oder die mangelnde Auseinandersetzung mit dem Gegenüber im Allgemeinen sein, dass diesen Eindruck auslöst - es ist im gehäufter werdenden Einzelfall aber auch Tatsache. Den Eindruck habe ich gerade in den USA, aber auch zunehmend hierzulande.

Aber genausowenig, wie der Marginalisierte etwas für die Angehörigkeit an seine Gruppe kann, und deswegen nicht davon beeinträchtigt werden sollte, sollte auch ich, als Angehöriger meiner Gruppe, der völlig unverschuldet in diese Position kam, deswegen nicht davon beeinträchtigt werden. Gerade nicht unter moralischen Vorhaltungen. Es kann nicht darum gehen, Privilegien für manche abzubauen und anderen zu geben - ein Trend, der sich, wie ich finde, immer öfter zeigt.

Sondern, und das habe ich schon angedeutet, wäre es für das Wohlergehen der Gesellschaft im Gesamten viel besser, die Marginalisierten auf die Augenhöhe zur vermeintlich - oder tatsächlich - privilegiertesten Gruppe zu hieven.

Dazu gehört aber auch, nicht eine unterschwellige Kultur der Missgunst und des Neides zu erschaffen, wo sich vermutlich alle Seiten einen Meter entgegen kommen müssten.





Ich glaube nämlich auch nicht, dass es da irgendeine Form von absoluter Wahrheit gibt - wir haben es doch selbst oft genug hier gesehen, wie weit die Diskussionen auseinander gehen. Jedermann kann gute Argumente für seine Seite vorbringen, welche man stärker gewichtet ist ja eine rein subjektive Frage. Und dabei kann man zu anderen Ergebnissen kommen, ganz ohne das man ein Rassist oder Misogyn sein müsste.
Das es den gesellschaftlichen Diskurs gibt ist ja stets in Ordnung, die absolute Wahrheit gepachtet hat aber niemand.

Mit dem Gedanken im Hinterkopf wäre die ganze Sache vielleicht nicht so verpestet.





@Capspauldin

Ha! Das ist auch ein interessanter Gedanke. Hatte ich noch nicht auf dem Schirm.


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Political correctness, ein gescheitertes Experiment

25.02.2021 um 09:18
Zitat von CapspauldinCapspauldin schrieb:falscher Begrifflichkeiten aus Übersee die hier nicht funktionieren.
Stimmt eigentlich. Im englischen sprechen sie oft von "white privilege", was man eher als "weiß privilegiert" verstehen kann. Ein Slawe ist weiß, aber nicht "weiß privilegiert". Aber es kann auch Schwarze geben, die dennoch "weiß privilegiert" sind, wenn man diesen Begriff konsequent anwenden würde. Ich denke da an Einwohner in Libera, zum Beispiel. Auch Barack Obama dürfte sich arg damit überschnitten haben.

Die Verwendung des Begriffes "White/weiß" ist dabei offenkundig euphemistisch und bezieht sich auf den assoziierten Kolonialismus. Obgleich es, wie du es gesagt hast, gar nichts damit zu tun hat.

Im Grunde ist es ja fast ein Framing des kommunistischen Klassenkampfes :D


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25.02.2021 um 09:26
Zitat von JedimindtricksJedimindtricks schrieb:Die Minderheit soll sich um obdachlose kümmern nur damit sie sich nicht dieses Schwachsinnsargument weiter hören müssen?Ja , wo ist denn die Solidarität? Nicht mal unter weissen gegeben ... Und dann kommen noch die Minderheiten
ich weiß nicht was mir dieser Einwand sagen soll, zumal ich extra noch dieses betont hatte:
Zitat von OptimistOptimist schrieb:aber das nur mal nebenbei, darum geht es mir jetzt nicht vordergründig.
---------------------------
Zitat von CapspauldinCapspauldin schrieb:Das man 2021 die Machtstruktur immer noch in Schwarz/Weiss aufteilt ist schon Vorsatz. Anstatt Begrifflichkeiten zu wählen welche klar und umfassend sind, bedient man sich falscher Begrifflichkeiten aus Übersee die hier nicht funktionieren. In Zeiten von BIPoC sind Begriffe wie Schwarz/Weiss einfach nur dumm.
Das unterschreibe ich.
Man könnte vielleicht ganz einfach in "historisch Privilegierte" oder "Nicht-Priv." einteilen.
Aber auch das wäre nicht gut, weil man dann wieder Einteilungen hätte.

Vielleicht würde es auch reichen, wenn man im Unterricht darlegt, was geschichtlich so passiert ist und dass es auch heutzutage noch Rassismus und Diskriminierung gibt - ohne jedoch die Menschen in Gruppen einzuteilen bei dieser Erklärung.

@EinElch
Dein Beitrag ist auch klasse, vor allem das:
Zitat von EinElchEinElch schrieb:Aber genausowenig, wie der Marginalisierte etwas für die Angehörigkeit an seine Gruppe kann, und deswegen nicht davon beeinträchtigt werden sollte, sollte auch ich, als Angehöriger meiner Gruppe, der völlig unverschuldet in diese Position kam, deswegen nicht davon beeinträchtigt werden. Gerade nicht unter moralischen Vorhaltungen. Es kann nicht darum gehen, Privilegien für manche abzubauen und anderen zu geben - ein Trend, der sich, wie ich finde, immer öfter zeigt.
Zitat von EinElchEinElch schrieb:Sondern, und das habe ich schon angedeutet, wäre es für das Wohlergehen der Gesellschaft im Gesamten viel besser, die Marginalisierten auf die Augenhöhe zur vermeintlich - oder tatsächlich - privilegiertesten Gruppe zu hieven.
Zitat von EinElchEinElch schrieb:Dazu gehört aber auch, nicht eine unterschwellige Kultur der Missgunst und des Neides zu erschaffen, wo sich vermutlich alle Seiten einen Meter entgegen kommen müssten.
Zitat von EinElchEinElch schrieb:Ich glaube nämlich auch nicht, dass es da irgendeine Form von absoluter Wahrheit gibt - wir haben es doch selbst oft genug hier gesehen, wie weit die Diskussionen auseinander gehen. Jedermann kann gute Argumente für seine Seite vorbringen, welche man stärker gewichtet ist ja eine rein subjektive Frage. Und dabei kann man zu anderen Ergebnissen kommen, ganz ohne das man ein Rassist oder Misogyn sein müsste. Das es den gesellschaftlichen Diskurs gibt ist ja stets in Ordnung, die absolute Wahrheit gepachtet hat aber niemand.Mit dem Gedanken im Hinterkopf wäre die ganze Sache vielleicht nicht so verpestet.



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Political correctness, ein gescheitertes Experiment

25.02.2021 um 09:27
Zitat von EinElchEinElch schrieb:wir haben es doch selbst oft genug hier gesehen, wie weit die Diskussionen auseinander gehen. Jedermann kann gute Argumente für seine Seite vorbringen
In der Regel wird diskutiert und Argumente vorgebracht ohne die Betroffenen, so dreht man sich nur im Kreis um ja nicht mal ne andere meinung zu hören .
Zitat von OptimistOptimist schrieb:Optimist schrieb:
aber das nur mal nebenbei, darum geht es mir jetzt nicht vordergründig
Klar. Grund Tenor war
Zitat von OptimistOptimist schrieb:Dabei sind ja nicht mal wirklich alle Weißen priviligiert, zB. Obdachlose ...
Was gedenkst du dagegen zu tun?


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25.02.2021 um 09:29
Zitat von JedimindtricksJedimindtricks schrieb:In der Regel wird diskutiert und Argumente vorgebracht ohne die Betroffenen
und wenn sich doch mal der eine oder andere Betroffene hier meldet, wird er übergangen, wenn seine Meinung nicht genehm ist, wie zB. bei user Apache.
Zitat von JedimindtricksJedimindtricks schrieb:Was gedenkst du dagegen zu tun?
das ist eine Aufgabe für die Politik.


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25.02.2021 um 09:31
@Optimist
Es geht doch vorallem um die öffentliche Diskussion 🤣

Wen interessiert jedimindtricks oder apache , ich kann im Netz viel behaupten wenn der Tag lang ist.


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25.02.2021 um 09:34
Zitat von OptimistOptimist schrieb:Was ich nicht verstehe, dass es medial - zumindest gefühlsmäßig für mich - so rüber kommt, als wird dies den "Weißen" (dieser Ausdruck schon alleine ... ) unterschwellig ständig zum Vorwurf gemacht. Als könnte sich jemand seine Herkunft und gesellschaftlichen Privilegien aussuchen.
nö, das die Privilegierten sich angegriffen oder schuldig fühlen, das liegt bei ihnen. Es geht ja genau darum, dass man Privilegien eben einfach hat, nur durch die pure Existenz, das Geboren worden sein. Das hat nix mit Schuld zu tun. Aber so zu tun, als hätte man die nicht, ist eben ignorant.
Zitat von OptimistOptimist schrieb:Vielleicht würde es auch reichen, wenn man im Unterricht darlegt, was geschichtlich so passiert ist und dass es auch heutzutage noch Rassismus und Diskriminierung gibt - ohne jedoch die Menschen in Gruppen einzuteilen bei dieser Erklärung.
als betroffene Gruppen nicht benennt? Wie soll man dann über Rassismus und Diskriminierung aufklären?

@EinElch
und nein, es geht auch nicht darum, Dir Deine Privilegien zu nehmen, es geht darum, anderen auch diese Privilegien zukommen zu lassen, es geht darum, Deine Privilegien zu nutzen, um weniger Privilegierten zu helfen.


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25.02.2021 um 09:40
@EinElch
und zur Verdeutlichung, hatte ich mal extra für @Seidenraupe geschrieben, um ihr zu verdeutlichen, wie das so ist mit den Privilegien:
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb am 19.11.2017:Sagen wir mal, Du bist groß, ich klein
Hat das Großsein Vorteile?
Ja, es hilft Dir zum Beispiel dabei, an die Kekse im obersten Regal zu kommen
bedeutet dies, Du verdienst sie nicht? Nein, warum auch, Du bist groß und kommst dran

Solltest Du Dich schuldig fühlen, weil Du an die Kekse kommst? nein, warum auch.

Bedeutet dies, kleinere Leute können gar nicht an die Kekse kommen? Nein.

Es bedeutet auch nicht, dass groß sein keine Nachteile haben kann, niemand sagt das.

Was aber gesagt wird ist, dass es albern ist, den Vorteil, den groß zu sein hat, zu leugnen

es wäre für alle am praktischsten, wenn es nur mittelhohe Regale gäbe, das ist aber leider nicht so

Wenn Du mir helfen kannst, an die Kekse zu kommen, dann mach das, es ärgert mich, dass die Kekse immer im obersten Regal sind, wo ich nicht oder nur schwer dran komme, auch wenn ich weiss, dass Du sie da nicht hingetan hast

Es gibt aber eben Menschen, die alles ins hohe Regal legen, weil es ihnen nur darum geht, es bequem für ihre eigene Größe zu haben und sie nicht an andere denken oder aber gar die Kekse für sich allein haben wollen, weil die kleinen Menschen eben einfach zu klein sind, um Kekse haben zu können. Sei keiner von diesen großen Menschen. Und erkenne einfach, dass Du ein Privileg/einen Vorteil hast für das Du nichts kannst, den ich nicht habe, weshalb Du Dich nicht schuldig fühlen sollst, es aber eben einfach hast und somit es leichter für Dich ist, an die Kekse zu kommen... Du mir aber helfen kannst, auch an Kekse zu kommen.
Neue Form der Rassentrennung? (Seite 92) (Beitrag von Tussinelda)

ich sage ja, es dreht sich alles nur im Kreis.


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Political correctness, ein gescheitertes Experiment

25.02.2021 um 13:26
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:es wäre für alle am praktischsten, wenn es nur mittelhohe Regale gäbe, das ist aber leider nicht so
Da ich groß bin, ein paar Worte, auch wenn ich den Vergleich nicht sehr zielführend finde. Ich versuche als (großer) Mensch immer meine entsprechende Umgebung entsprechend miteinzubeziehen. Im Supermarkt müssen bekanntlich große Mengen an Waren auf engem Raum untergebracht werden. Das hat etwas mit Angebot und Nachfrage zu tun. Das heisst diverse, daraus resultierende Mängel zielen mMn nicht primär darauf ab, Menschen gezielt zu benachteiligen.
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:Was aber gesagt wird ist, dass es albern ist, den Vorteil, den groß zu sein hat, zu leugnen
Konkret nervt es nur um einmal ein Beispiel zu bringen, mich in Regalen ständig in die Hocke zu begeben. Weiter hängen scharfkantige Angebotsschilder oft in Kopfhöhe, was schmerzhaft enden kann. Aber hey, ich schaff das schon... Was mich nicht nervt sind Fragen, ob ich ein Produkt mal eben runterreichen kann.

Was oben noch halbwegs mit zufälligen Privilegien zu tun hatte, wird jetzt mit der bewussten, absichtlichen Erniedrigung vermischt und verwässert. Damit wird die Analogie für mich zur Komödie...
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb am 19.11.2017:Es gibt aber eben Menschen, die alles ins hohe Regal legen, weil es ihnen nur darum geht, es bequem für ihre eigene Größe zu haben und sie nicht an andere denken oder aber gar die Kekse für sich allein haben wollen, weil die kleinen Menschen eben einfach zu klein sind, um Kekse haben zu können. Sei keiner von diesen großen Menschen. Und erkenne einfach, dass Du ein Privileg/einen Vorteil hast für das Du nichts kannst, den ich nicht habe, weshalb Du Dich nicht schuldig fühlen sollst, es aber eben einfach hast und somit es leichter für Dich ist, an die Kekse zu kommen... Du mir aber helfen kannst, auch an Kekse zu kommen.
Das liest sich dann doch eher wie die Werbung für eine Sekte, die ihr verkürztes Weltbild in Form von Kindergeschichten an den Mann oder an die Frau bringen möchte.


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Political correctness, ein gescheitertes Experiment

25.02.2021 um 14:06
Zitat von MokaEftiMokaEfti schrieb:Da ich groß bin, ein paar Worte, auch wenn ich den Vergleich nicht sehr zielführend finde.
dann schreibe warum.
Zitat von MokaEftiMokaEfti schrieb:Im Supermarkt müssen bekanntlich große Mengen an Waren auf engem Raum untergebracht werden. Das hat etwas mit Angebot und Nachfrage zu tun. Das heisst diverse, daraus resultierende Mängel zielen mMn nicht primär darauf ab, Menschen gezielt zu benachteiligen.
das habe ich auch nicht geschrieben
Zitat von MokaEftiMokaEfti schrieb:Konkret nervt es nur um einmal ein Beispiel zu bringen, mich in Regalen ständig in die Hocke zu begeben. Weiter hängen scharfkantige Angebotsschilder oft in Kopfhöhe, was schmerzhaft enden kann. Aber hey, ich schaff das schon... Was mich nicht nervt sind Fragen, ob ich ein Produkt mal eben runterreichen kann.
was hat das mit irgendwas zu tun?
Zitat von MokaEftiMokaEfti schrieb:Was oben noch halbwegs mit zufälligen Privilegien zu tun hatte, wird jetzt mit der bewussten, absichtlichen Erniedrigung vermischt und verwässert.
welche Erniedrigung? Ich erkenne keine. Bitte lege mir genau dar, wie, wodurch da eine Erniedrigung stattfinden soll.
Zitat von MokaEftiMokaEfti schrieb:Das liest sich dann doch eher wie die Werbung für eine Sekte, die ihr verkürztes Weltbild in Form von Kindergeschichten an den Mann oder an die Frau bringen möchte.
Und das liest sich wie eine Unterstellung. Es handelt sich um eine simple Veranschaulichung von Privilegien. Nix weiter. Mich interessiert warum diese genutzt wird, um mich und meine Absichten zu versuchen zu diskreditieren. So liest sich nämlich Dein post für mich.


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Political correctness, ein gescheitertes Experiment

25.02.2021 um 14:30
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:welche Erniedrigung? Ich erkenne keine. Bitte lege mir genau dar, wie, wodurch da eine Erniedrigung stattfinden soll.
Hier, das ist qualifizierter Unterschied zu deiner obigen Veranschaulichung...
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb am 19.11.2017:Es gibt aber eben Menschen, die alles ins hohe Regal legen, weil es ihnen nur darum geht, es bequem für ihre eigene Größe zu haben und sie nicht an andere denken oder aber gar die Kekse für sich allein haben wollen, weil die kleinen Menschen eben einfach zu klein sind, um Kekse haben zu können.
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:Mich interessiert warum diese genutzt wird, um mich und meine Absichten zu versuchen zu diskreditieren. So liest sich nämlich Dein post für mich.
Ich habe einfach eine andere Meinung und sehe das definitiv anders als du. Ich will dich ehrlich nicht diskreditieren. Das kann ich dir versprechen.

Es ist nur so, dass mich das an Kindergeschichten erinnert, in welchen man mit Angst -und Schockelementen versucht hat, Kindern richtiges Verhalten zu lernen. Ich sehe hinter der ständigen, indirekten Schuldvermutung und den damit verbunden (Teil)Abriß der eigenen Persönlichkeit einfach keine schöne Perspektive für eine bessere Zukunft.


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25.02.2021 um 14:39
Zitat von MokaEftiMokaEfti schrieb:Hier, das ist qualifizierter Unterschied zu deiner obigen Veranschaulichung...
das hattest Du schon zitiert, wo ist da die Erniedrigung? Die schlichte Feststellung, dass es Menschen gibt, die nur auf sich gucken oder anderen nix gönnen, bzw. es als "natürlich" ansehen, dass es Menschen gibt, denen eben keine Kekse zustehen?
Zitat von MokaEftiMokaEfti schrieb:Ich habe einfach eine andere Meinung und sehe das definitiv anders als du.
was völlig in Ordnung ist, nur geht es nicht um eine Meinung, sondern die Veranschaulichung von Privilegien, anhand eines simplen Beispiels.
Zitat von MokaEftiMokaEfti schrieb:Ich will dich ehrlich nicht diskreditieren. Das kann ich dir versprechen.
dann solltest Du vielleicht anders formulieren, wenn dies nicht Deine Absicht ist.
Zitat von MokaEftiMokaEfti schrieb:Es ist nur so, dass mich das an Kindergeschichten erinnert, in welchen man mit Angst -und Schockelementen versucht hat, Kindern richtiges Verhalten zu lernen.
welche Angst und Schockelemente? Es ist eine aufs simpelste reduzierte Veranschaulichung. Aus der Du wer weiß was konstruierst.
Zitat von MokaEftiMokaEfti schrieb:Ich sehe hinter der ständigen, indirekten Schuldvermutung und den damit verbunden (Teil)Abriß der eigenen Persönlichkeit einfach keine schöne Perspektive für eine bessere Zukunft.
welche Schuldvermutung? Die gibt es nur wegen Privilegien doch gar nicht. Die entsteht erst, wenn man seine Privilegien als etwas ansieht, was einem ohne Hinterfragen zusteht und man dann dementsprechend handelt, bzw. nicht handelt und man seine Privilegien auch null reflektiert. Genau DAS ist dargestellt. So ein Mensch soll man BITTE nicht sein. Da ist jetzt was genau das Problem?


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25.02.2021 um 15:32
Zitat von SeidenraupeSeidenraupe schrieb:Ich als hellhaeutiger Mensch bin auf der arabischen Halbinsel wenig bis gar nicht priviligiert.
Es war kein Zufall, dass ich schrieb: Hier in Deutschland.
Zitat von OptimistOptimist schrieb:und wenn sich doch mal der eine oder andere Betroffene hier meldet, wird er übergangen, wenn seine Meinung nicht genehm ist, wie zB. bei user Apache.
Das stimmt so doch überhaupt nicht.
Nur kann die Meinung eines Betroffenen, nicht die Meinungen anderer Betroffener beiseite wischen.
Zitat von OptimistOptimist schrieb:Was ich nicht verstehe, dass es medial - zumindest gefühlsmäßig für mich - so rüber kommt, als wird dies den "Weißen" (dieser Ausdruck schon alleine ... ) unterschwellig ständig zum Vorwurf gemacht.
Das habe ich so noch nie empfunden.
Wenn überhaupt, wird eher zum Vorwurf gemacht (ob direkt oder unterschwellig), wenn jemand diese Privilegiertheit leugnet.


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