behind_eyes schrieb:Was lässt sich zweifeln, ganz konkret?
Na ja, was mir nicht eingeht ist, warum hier das Prinzip "Angebot-Nachfrage" nicht greifen soll.
Nehmen wir an es gibt zu wenig Fachkräfte.
Nehmen wir mal das Beispiel Pflege.
Hier müssten doch dann rasant die Löhne steigen, da zum einen ein immer größer werdender Workload pro Kopf da ist. Zum anderen, würden Einrichtungen im Wettbewerb mit anderen Einrichtungen, Anreize schaffen.
Also müssten die Löhne steigen und vielleicht sogar als Benefit, die Arbeitsbedingungen besser werden.
Nun passiert aber genau das Gegenteil.
Löhne sind so lala (gemessen an der harten Arbeit) Arbeitsbedingungen oft katastrophal.
Und das zieht sich so oder ähnliches durch all die Branchen die über den Fachkräftemangel jammern.
Rede doch mal mit nem Lehrer, Erzieher oder nem Handwerker.
Gerade bei Lehrern, Pflegern und Erziehern ist es ab abartig, was denen abverlangt wird.
In der Pflege ist halt auch interessant, dass man in Wahrheit gar nicht so händeringend die Fachkraft sucht, sondern eher die ungelernte Mihaela meint, die hier dann als Pflegehelferin, für wenig Lohn, die Drecksarbeit macht. Während zuhause in Rumänien, die Alten und Kranken schauen müssen wo sie bleiben.
Das ist zutiefst asozial, welche Strukturen sich teilweise auf dem deutschen Arbeitsmarkt gebildet haben (auch Stichwort Leiharbeit etc). All den Schmarn müsste es nicht geben, wenn ein echter Mangel da wäre