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Bezahlbarer Wohnraum

1.195 Beiträge, Schlüsselwörter: Haus, Wohnung, Stadt, Garten, Mieten, Mietpreisbremse

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03.05.2019 um 23:09
the_unforgiven schrieb:Und damit wäre nach 10-20 jahren schluß damit und die vermüllte verschandelte Ruine wegen Renovierungsstau auf Staatskosten zu sanieren.
Natürlich nicht berlin sondern die kapitalistische BRD.
Also schon wieder den Schrott reparieren mit unserem Geld.
Das sind alles kinder denen Papi immer wieder wenns hässlich wird den Müll wegmachen muß.
Das sind teilweise Leute, die noch DDR-Mietverträge haben, die seit über 20 Jahren nicht mehr angepasst wurden, und damals auch nur wegen der Euro-Umstellung. Teilweise unter 3€ pro m². Die kostendeckende Miete für Kernsanierungen oder Neubau liegt momentan irgendwo knapp unter 11€. Was dort verlangt wird, sind einfach vollkommen absurde Mondzahlen - selbst wenn sie ihre 4€ bekämen, kann man sich mal ausrechnen, was es für das Land Berlin auf Dauer bedeuten würde, für einige 10.000 Wohnungen 6-7€ pro Quadratmeter zuschießen zu müssen.


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03.05.2019 um 23:28
@bgeoweh
also von aussen sah das Gebäude nicht nach Ruine aus und schien gute Räume zu bieten, ABER stand eben wegen Verkauf und Untersuchung leer für paar einzelne Jahre.
Scheinbar ging es um große Sanierungsmaßnahmen im fundament wie Rückwand welche auszuschreiben war und dann ja auch nach Vergabe u.U. noch jahre daueert bei der heutigen Auftragslage.
Kaufpreis + Leerstand + Sanierung dürfte da schon alleine die Miete komplett auffressen wenn es privat finanziert wäre.

Die Forderung an einen beamten der öffentrliches Eigentum treuhänderisch verwaltet das Ding zu einem Bruchteil der Kosten zu verschenken UND die Weigerung abzuziehen bis saniert wird sollten selbst jedem noch so verkifften 68er als absichtlkiches unangebot ausgelegt werden dürfen um eine Räumung zu provozieren und PR zu machen.

Denn der hätte sowas niemals entscheiden dürfen ohne sich den Vorwurf der Veruntreuung gefallen lassen zu müssen.
bgeoweh schrieb:was es für das Land Berlin auf Dauer bedeuten würde, für einige 10.000 Wohnungen 6-7€ pro Quadratmeter zuschießen zu müssen.
NACH der Finanzierung der Sanierung natürlich.

Man sollte die ruhig machen lassen aber bei der Rettung sich dann auf die Hände setzen.
Detroit2...
https://cdn1.manager-magazin.de/images/image-770904-galleryV9-qcpr-770904.jpg


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03.05.2019 um 23:36
the_unforgiven schrieb:also von aussen sah das Gebäude nicht nach Ruine aus und schien gute Räume zu bieten, ABER stand eben wegen Verkauf und Untersuchung leer für paar einzelne Jahre.
Scheinbar ging es um große Sanierungsmaßnahmen im fundament wie Rückwand welche auszuschreiben war und dann ja auch nach Vergabe u.U. noch jahre daueert bei der heutigen Auftragslage.
Kaufpreis + Leerstand + Sanierung dürfte da schon alleine die Miete komplett auffressen wenn es privat finanziert wäre.
Im Lande Ba-Lin (dit is) dauert das sowieso alles nochmal länger

https://www.morgenpost.de/berlin/article214244453/Zahl-der-Baugenehmigungen-in-Berlin-sinkt-deutlich.html

Gerne auch mal so lange, dass die Kostenvoranschläge verfallen und man mit erheblichen Mehrkosten rechnen muss. Dafür ist man halt hipper als Bayern. Wenn man dann noch jeden Scheißdreck europaweit ausschreiben muss, kommen locker ein paar Jährchen zusammen.
the_unforgiven schrieb:Die Forderung an einen beamten der öffentrliches Eigentum treuhänderisch verwaltet das Ding zu einem Bruchteil der Kosten zu verschenken UND die Weigerung abzuziehen bis saniert wird sollten selbst jedem noch so verkifften 68er als absichtlkiches unangebot ausgelegt werden dürfen um eine Räumung zu provozieren und PR zu machen.
Die Weigerung abzuziehen darf der gute Mann gar nicht akzeptieren, wenn das Haus nicht verkehrssicher ist. Dann muss er räumen lassen.


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03.05.2019 um 23:47
@bgeoweh
aus dem anderen Thread:
Optimist schrieb:Man will mit den Abrissen vielleicht künstlich Wohnungen verknappen.
bgeoweh schrieb:Wer reißt denn seine eigenen vermietbaren Wohnungnen ab, um mit den verbliebenen nur wenige Prozent mehr zu verdienen?
Optimist schrieb:Es geht um Großvermieter, da gabs so manchen Einzugsstopp (konnte man im Internet verfolgen, ob die Wohungen angeboten wurden) und kurze Zeit später hieß es: muss abgerissen werden wegen Leerstand (also erst Einzugsstopp und dann Leerstand... -> da passt doch was nicht, was soll diese Verar...? )
bgeoweh schrieb:Und die Sozialwohnungen haben die Länder und Kommunen vor nicht mal 20 Jahren zu Ramschpreisen an die Wirtschaft verkauft
Optimist schrieb:genau, das Tafelsilber verkauft - so ein Blödsinn was die gemacht hatten.


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04.05.2019 um 00:14
bgeoweh schrieb:Gerne auch mal so lange, dass die Kostenvoranschläge verfallen und man mit erheblichen Mehrkosten rechnen muss.
ausd Deinem Link:
Stefan Evers, Generalsekretär der Berliner CDU, forderte den Regierenden Bürgermeister Michael Müller (SPD) auf, Stadtentwicklungssenatorin Katrin Lompscher (Linke) zu entlassen. „Die wohnungspolitische Bilanz des Senats bleibt verheerend. Berlin kann sich Katrin Lompscher nicht länger leisten“
Ja so zwielichtige Seiten die bei dem thema massig aufpoppen bei dem thema sehen hier eine geziehlte Zuarbeit der linken.
Optimist schrieb:genau, das Tafelsilber verkauft - so ein Blödsinn was die gemacht hatten.
Kein Blödsinn, erst verkaufen dann bereuen daß man keine Kontrolle mehr drüber hat dann enteignen, effektiv sich über Regeln und hinwegzusetzen.


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04.05.2019 um 00:23
the_unforgiven schrieb:Ja so zwielichtige Seiten die bei dem thema massig aufpoppen bei dem thema sehen hier eine geziehlte Zuarbeit der linken.
Ich gehe eigentlich eher von Unfähigkeit aus. Naheliegend bei politisch besetzten Funktionärsposten, da braucht es dann keine böse Absicht mehr. Der Führungsstil der Frau scheint auch von der Art zu sein, dass einige Beamte auf "Dienst nach Vorschrift" geschaltet haben, das reicht oft schon für den totalen Zusammenbruch.


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04.05.2019 um 00:27
@the_unforgiven

Man muss sich immer vor Augen halten, dass wir hier von einem Bundesland reden, in dem pro Monat 20 Mio Euro dafür ausgegeben werden, auf der Flughafenruine täglich alle Wasserhähne auf- und wieder zuzudrehen, die Fenster auf- und wieder zu zu machen und die Möbel zu verrücken, damit es keine Druckstellen im Teppich gibt. Seit über 5 Jahren. Da braucht es keine böse Absicht mehr.


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04.05.2019 um 00:45
@bgeoweh

Nicht zu vergessen die Belüftungsfahrten durch die Tunnel und den Bahnhof des BER. :D


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04.05.2019 um 00:54
@bgeoweh
dazu Beitrag von Optimist, Seite 33 würde mich mal noch deine Meinung interessieren.
Wie gesagt, für mich sieht es schon so aus, als wurde da so manches mal manipuliert (also Wohnraum verknappt) und zuvor schaffte man den angeblichen Grund für einen Abriss bzw. selbstverschuldeten Leerstand indem man einen Einzugsstopp verhängte.


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04.05.2019 um 00:56
Optimist schrieb:Wie gesagt, für mich sieht es schon so aus, als wurde da so manches mal manipuliert (also Wohnraum verknappt) und zuvor schaffte man den angeblichen Grund für einen Abriss.
Ich kann zu Einzelfällen natürlich nichts sagen, außer, dass es natürlich Sinn macht, vor einem geplanten Abriss irgendwann einen Einzugsstop zu verhängen. Dass ein Gebäude nicht mehr wirtschaftlich sanierbar ist, weiß man ja meistens schon längere Zeit, wenn nicht gerade ein Wasserohrbruch oder sowas schlagartig Schäden verursacht.


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04.05.2019 um 01:04
bgeoweh schrieb:dass es natürlich Sinn macht, vor einem geplanten Abriss irgendwann einen Einzugsstop zu verhängen
aber eigenartig ist es schon, wenn man den Abriss damit begründet, dass zu großer Leerstand war - den man ja zuvor selbst verursacht hatte.
Was soll denn diese unehrliche Taktik?
Ich meine, wenn ein geplanter Abriss andere Gründe als zu großen Leerstand hätte, wäre dies doch vermittelbar. Aber anscheinend gabs eben keinen anderen Grund als den, Wohnungen zu "vernichten", oder was soll ich von so einer Strategie halten?


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04.05.2019 um 06:12
@Optimist
Wann soll man denn sanieren und die Wohnungen auf Vordermann bringen, wenn nicht jetzt?
In einer Phase der niedrigen Mieten geht es nicht.
Die Mieter/Bewohner wollen auch was Tolles gaben, unabhängig von der Wirtschaftsphase, hier mal die gesammelten Wünsche:
- zentral, Geschäfte in der Nähe, Schulen, Parks, wenn es geht die Isar in der Nähe
- viel Platz, viel offener Platz, offene Küche
- hochwertige Materialien
- 2 Bäder
- Terasse, großer Balkon
- Energiepass
- Garage, Keller
Ich habe es im Auftrag gemacht, 105qm, 2Balkone, 3 Zimmer, Franzosenviertel -> 880.000€.
Wieso soll man dafür 6-7€/qm verlangen müssen (735€/Monat, Abzahlung ohne Reparaturen in 99J)?
Der Eigentümer wird jetzt mit Angeboten um 2800-3000/Monat überrannt, es handelt sich anscheinend um bezahlbaren Wohnraum.


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04.05.2019 um 08:00
corky schrieb:Wann soll man denn sanieren und die Wohnungen auf Vordermann bringen, wenn nicht jetzt?In einer Phase der niedrigen Mieten geht es nicht.
"Mieten"? Du meintest sicher niedrige Zinsen?
corky schrieb:Die Mieter/Bewohner wollen auch was Tolles haben, unabhängig von der Wirtschaftsphase, hier mal die gesammelten Wünsche:
- zentral,
- Geschäfte in der Nähe, Schulen, Parks, wenn es geht die Isar in der Nähe
- viel Platz, viel offener Platz, offene Küche- hochwertige Materialien
- 2 Bäder
- Terasse, großer Balkon
- Energiepass- Garage, Keller
Es gibt auch noch viele bescheidenere Leute, welche mit folgendem vollkommen zufrieden sind (ich gehe von meinem weiteren Umfeld aus, also im Durchschnitt kein Villen-Viertel, aber doch schon etwas gehobenere Ansprüche als Hartz4-Bezieher, halt Normalverdiener und Leute mit normaler Rente):

- "zentral" -> das ist sowieso relativ, 3 -5 km vom Stadtkern reicht den meisten vollkommen

- "Geschäfte in der Nähe, Schulen, Parks, wenn es geht die Isar in der Nähe" -> Schule ja, Geschäfte nur Kaufhallen, Parks wäre schön aber nicht Bedingung. Fluss braucht die Mehrheit nicht in der Nähe

- "viel Platz, viel offener Platz, offene Küche- hochwertige Materialien" -> alles nur, wer es sich leisten kann, die meisten Normalverdiener sind mit viel weniger zufrieden. Und Wieviel Qm? Die meisten sind mit 50-70 vollkommen zufrieden, wenn es keine große Familie ist.

- "2 Bäder" -> wer braucht denn als "Normalo" 2 Bäder?

- "Terasse, großer Balkon" -> brauchen auch nicht Alle, ein kleiner Balkon würde den meisten vollkommen reichen. Und es gibt sogar noch Leute, die gar keinen Balkon wollen (spart Qm bei der Miete :) )

- "Energiepass- Garage, Keller" -> Energiepass bekommt man als Mieter aufgezwungen (der Vermieter oft auch, der Nutzen ist aber noch ziemlich umstritten habe ich mal gelesen, aber den Punkt können wir auch als Meinung oder Anektode von mir wegstreichen). Garage verlangt von dem "Klientel" von dem ich ausgehe und ich vermute, dass es die Mehrheit ist, auch nicht.

Die Ansprüche die du beschrieben hast, sind doch ziemlicher Luxus und somit sicherlich nicht für die Mehrheit der Bevölkerung.
corky schrieb:Der Eigentümer wird jetzt mit Angeboten um 2800-3000/Monat überrannt, es handelt sich anscheinend um bezahlbaren Wohnraum
ja, von Großverdienern.
Die Kleinen bleiben halt auf der Strecke, so siehts doch aus.
Dürfen in unserem Staat (der angeblich so reich ist) bald nur noch Gutverdiener vernünftig wohnen?
Von Geringerverdienern (kurz über Hartz4 oder Transferleistungsbeziehern) will ich gar nicht erst reden.

Wo sollen die eines Tages wohnen wenn das alles so weiter geht?
Dass der Staat subventionieren kann, darauf kann man sich ja auch nicht ewig verlassen und eigentlich will man ja auch gar nicht unbedingt abhängig sein von ihm.

Also wie soll es mal gehen und werden? Eine Entspannung auf dem Wohnungsmarkt ist ja vorerst noch nicht abzusehen und hohe Mieten werden sicher auch nicht nach einer eventuellen Entspannung recht viel niedriger?


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04.05.2019 um 08:22
Optimist schrieb:"Mieten"? Du meintest sicher niedrige Zinsen?
Sag mal...nein, in Zeiten wo die Mieten niedrig sind kann man die Wohnungen nicht auf Vordermann bringen! Da hat man nicht ausreichend Einnahmen!
Und das mit niedrigen Zinsen stimmt auch nicht so ganz, geschäftlich kommst Du nicht unter 2-3%.
Optimist schrieb:- "zentral" -> das ist sowieso relativ, 3 -5 km vom Stadtkern reicht den meisten vollkommen
In diesem Fall sind es 2,7km.
Optimist schrieb:Schule ja, Geschäfte nur Kaufhallen, Parks wäre schön aber nicht Bedingung. Fluss braucht die Mehrheit nicht in der Nähe
Fluss ist nun mal da, und wenn ein Fluss da ist wollen alle hin.
Optimist schrieb:alles nur, wer es sich leisten kann, die meisten Normalverdiener sind mit viel weniger zufrieden.
Oder sie müssen sich zufrieden geben?
Optimist schrieb:Die meisten sind mit 50-70 vollkommen zufrieden, wenn es keine große Familie ist.
Diese Mieter wollen nun mal 100qm. Dürfen die das nicht wollen?
Optimist schrieb:wer braucht denn als "Normalo" 2 Bäder?
Ein Bad (mit Wanne), ein Bädchen mit Duschkabine - ja, es ist in München der Renner. Anscheinend sind hier keine normale Leute.
Optimist schrieb:brauchen auch nicht Alle, ein kleiner Balkon würde den meisten vollkommen reichen.
Dann kommen 60-70% der Wohnungen nicht in Frage, da muss man woanders hin, und da kann man:
Optimist schrieb:keinen Balkon wollen (spart Qm bei der Miete :) )
Optimist schrieb:Energiepass bekommt man als Mieter aufgezwungen
Gesetze sagen Dir nichts, oder wie? EnEV für Neubauten?
Optimist schrieb:Die Ansprüche die du beschrieben hast, sind doch ziemlicher Luxus und somit sicherlich nicht für die Mehrheit der Bevölkerung.
Erklär mir dann eine Sache: warum schlagen die sich um diese Wohnungen?
Optimist schrieb:Die Kleinen bleiben halt auf der Strecke, so siehts doch aus.
So kann man auf die Tränendrüsen drucken, dazu eine Frage:
Mein Auftraggeber hat diese Wohnung so gewünscht, mit dieser Ausstattung, wir haben alle Forderungen der Stadt, der Ämter (Umweltgutachten auch noch), gearbeitet, Steuern bezahlt, Nerven konsumiert.
Zeitgleich gibt es hier Pärchen in der Stadt, die haben studiert, zahlen ihre Steuern auch, wollen eine Familie gründen und wünschen sich so eine Wohnung und können die bezahlen, auf die Miete würden auch noch Steuern bezahlt.
Haben diese Leute nichts in der Stadt zu suchen? Für die ist das bezahlbarer Wohnraum.


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04.05.2019 um 09:10
corky schrieb:Diese Mieter wollen nun mal 100qm. Dürfen die das nicht wollen?
doch natürlich. Und wenn ich nicht wüsste wo mit meinem Geld wohin, würde ich mir auch so eine teure Wohnung mit viel Platz nehmen ;)
Nein, mal im Ernst, es gibt außerhalb von München und Bayern auch Gegenden, wo vermutlich nicht die Mehrheit so gut betucht ist (nicht bös gemeint).
corky schrieb:Ein Bad (mit Wanne), ein Bädchen mit Duschkabine - ja, es ist in München der Renner. Anscheinend sind hier keine normale Leute.
ganz ernstlich, ich denke wirklich, die Gutverdiener zieht es eben mehr zu Euch runter. Und ich kann das auch verstehen.
Aber versetze dich doch bitte in die Lage von Menschen (und ich denke das ist schon noch die Mehrheit für Gesamt-Deutschland gesehen), welche das nicht können. Und das ist nicht immer selbst verschuldet. Kariere oder sich selbstständig machen packt nun auch mal nicht jeder.
corky schrieb:Dann kommen 60-70% der Wohnungen nicht in Frage, da muss man woanders hin
ja klar, nach München oder Bayern kann nicht jeder ziehen wollen, das sehe ich auch ein.
Aber dass ärmere Leute aus Bayern und den Städten dann rausgetrieben werden - weil eben die Gutbetuchten dort hin wollen und für diese Leute Wohnungen bereitgestellt werden (in Auftrag gegeben wurden, dein Beispiel mit den 100 Qm und den Luxus-Ansprüchen) - also WEIL dieser Bedarf da ist und man dort hin ziehen will, müssen alteingessene Leute raus?
Das kanns in meinen Augen aber auch nicht sein...
... auch wenn ich die Gutverdiener verstehen kann, wenn die sich die schönsten Gegenden raussuchen und dann nicht danach fragen, wer dafür "raus getrieben" wurde, durch z.B. Gentrifizierung.
Optimist schrieb:Energiepass bekommt man als Mieter aufgezwungen
corky schrieb:Gesetze sagen Dir nichts, oder wie? EnEV für Neubauten?
Diese Gesetze meinte ich ja auch mit dem Zwang - für Vermieter gleichermaßen wie für Mieter.
Optimist schrieb:Die Ansprüche die du beschrieben hast, sind doch ziemlicher Luxus und somit sicherlich nicht für die Mehrheit der Bevölkerung.
corky schrieb:Erklär mir dann eine Sache: warum schlagen die sich um diese Wohnungen?
das was ich weiter oben schon schrieb. Wer es sich leisten kann, will eben in bestimmte Gegenden, die Anderen müssen weichen.
Optimist schrieb:Die Kleinen bleiben halt auf der Strecke, so siehts doch aus.
corky schrieb:So kann man auf die Tränendrüsen drucken
das hat nichts mit Tränendrüsen zu tun, das ist die bittere Wahrheit.
Gehe bitte nicht nur von deinem Standpunkt und Wahrnehmung aus, du hast nun mal vermutlich hauptsächlich nur mit den "Gutbetuchten" zu tun. Die anderen kommen doch gar nicht zu dir und können zeigen, was sie wollen (nämlich weniger Luxus und dass sie weniger Ansprüche haben) - oder sehe ich das so ganz falsch?
corky schrieb:dazu eine Frage: Mein Auftraggeber hat diese Wohnung so gewünscht, mit dieser Ausstattung, wir haben alle Forderungen der Stadt, der Ämter (Umweltgutachten auch noch), gearbeitet, Steuern bezahlt, Nerven konsumiert.
Zeitgleich gibt es hier Pärchen in der Stadt, die haben studiert, zahlen ihre Steuern auch, wollen eine Familie gründen und wünschen sich so eine Wohnung und können die bezahlen, auf die Miete würden auch noch Steuern bezahlt.
Haben diese Leute nichts in der Stadt zu suchen? Für die ist das bezahlbarer Wohnraum.
Natürlich gönne ich all diesen auch dass sie schön wohnen können.
Ich möchte nur etwas mehr Mischung, dass also in einer bestimmten Gegend - platt gesagt - nicht nur die Reichen wohnen und in einem anderen Viertel dann nur die Armen.
Das ist jetzt sehr plakativ ausgedrückt, aber du weißt sicher wie ich das alles meine?

Ich habe etwas gegen diese Art "Parallelgesellschaft". Aber selbst wenn schon diese Trennung sein muss (damit könnte ich mich noch abfinden)...
... dann sollten solche Gebiete jeweils allmählich wachsen und nicht durch "Hauruck-Aktionen" bzw durch "finanzielle Vergrämung" der Ärmeren geschaffen/erzeugt werden.

Ich sehe es doch, wie es z.B. auch in meinem Ort läuft.
Im anderen Faden hatte ich doch 2 Beispiele genannt, die wegen eines Super-Balkons (2,20 x 4 m) dann raus mussten. Da wird keiner gefragt, ob er diesen haben will oder obs auch ne Nr kleiner sein darf, die sind rausgetrieben worden. Ich verstehe auch die Vermieter-Seite, dass die nicht nach persönlicher Not fragen, die sehen halt nur ihre schwarzen Zahlen.

Wie gesagt, ich gönne jedem alles (das meine ich vollkommen ehrlich), aber ich habe etwas gegen diese "Vertreibung" - und in meinen Augen kommt es einer solchen gleich.


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04.05.2019 um 11:32
Optimist schrieb:Das ist jetzt sehr plakativ ausgedrückt, aber du weißt sicher wie ich das alles meine?
Ich habe keine Lösung wie in teueren Gegenden günstige Fleckchen entstehen können.
Aber angenommen das geht: wer bestimmt wer dann günstig wohnen darf, je niedriger die Miete umso größer der Kreis der Personen die sich das leisten könnten...wer kriegt es?
Optimist schrieb:Gehe bitte nicht nur von deinem Standpunkt und Wahrnehmung aus, du hast nun mal vermutlich hauptsächlich nur mit den "Gutbetuchten" zu tun. Die anderen kommen doch gar nicht zu dir und können zeigen, was sie wollen (nämlich weniger Luxus und dass sie weniger Ansprüche haben) - oder sehe ich das so ganz falsch?
Ich habe mit allen Schichten zu tun, aber eine Sache willst Du nicht "verinnerlichen": es gibt mehr Menschen die das als bezahlbar empfinden wie Wohnungen.
Optimist schrieb:Und wenn ich nicht wüsste wo mit meinem Geld wohin, würde ich mir auch so eine teure Wohnung mit viel Platz nehmen ;)
Und einen Normalverdiener aus der Stadt drängen :)


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04.05.2019 um 11:33
Optimist schrieb:Von Geringerverdienern (kurz über Hartz4 oder Transferleistungsbeziehern) will ich gar nicht erst reden.
Wo sollen die eines Tages wohnen wenn das alles so weiter geht?
In den unverkäuflichen Wohnungen. Das ist der beste Mieterschutz, quasi eine Mietgarantie, denn der Eigentümer hängt am Strohhalm Mieter wie die Klette am Hemd.
corky schrieb:Erklär mir dann eine Sache: warum schlagen die sich um diese Wohnungen?
Statussymbol suggeriert Lebensqualität, genau wie bei den SUVs die "8er Monster", die so breit sind, dass sie bei uns kaum durch einige Altstadtgassen kommen.


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04.05.2019 um 14:46
bgeoweh schrieb:Der Führungsstil der Frau scheint auch von der Art zu sein, dass einige Beamte auf "Dienst nach Vorschrift" geschaltet haben, das reicht oft schon für den totalen Zusammenbruch.
ok, dafür kenne ich mich mit der Frau zu wenig aus.

Man könnte sagen bezahlbaren Wohnraum schafft man nicht mit links ;)

@Bone02943
BER tja, wenn man Brandschutz als Gentrifizierung konsequent ablehnt...

Im Ernst, mal angenommen man könnte alle Wohungen in berlin auf 8€/m² bringen und unendlich viele Wohnungen mit 35m² in Pendelentfernung schaffen.

Wäre dann die Rede von "leistbaren" Wohnungen?
Optimist schrieb:Es gibt auch noch viele bescheidenere Leute, welche mit folgendem vollkommen zufrieden sind
SChau mal realos Liste an , da ist Parkett, ruhe zentrale Lage,... mit drin wenn es um angemessene Wohnungen für alle geht. ;)
Optimist schrieb:- "zentral" -> das ist sowieso relativ, 3 -5 km vom Stadtkern reicht den meisten vollkommen
Also Millionen können nicht auf 6km Umkreis untergebracht werden.
Bei einer Millionenstadt sind 50km "zentral"
Optimist schrieb:Schule ja, Geschäfte nur Kaufhallen
Die kosten wohnraum.
Also willst Du nicht möglichst vielen ermöglichen dort zu wohnen und die nierdrigst möglichen Mieten sondern gentrifizieren?
Optimist schrieb:Energiepass bekommt man als Mieter aufgezwungen (der Vermieter oft auch, der Nutzen ist aber noch ziemlich umstritten habe ich mal gelesen, aber den Punkt können wir auch als Meinung oder Anektode von mir wegstreichen)
Sobald auch nur ein Buchstabe falsch geschrieben wird, eine Abkürzung falsch oder eine Angabe fehlt in dem Inserat oder der Energiepass nicht VOR Besichtigung gezeigt wird kommt eine Abmahnung.
Durch die Faulheit des gesetzgebers seine Gesetze selbst durchzusetzen wurden abmahnfähige Vereine geschaffen und landet sowas in d er Abmahnindustrie. Es wird ein WEttbewerbsvorteil durch WEglassen kolporiert.

Ich habe noch nie einen Menschen gesehen der sagte "uh braucht zuviel Energie ich nehm was anderes".
Optimist schrieb:Also wie soll es mal gehen und werden? Eine Entspannung auf dem Wohnungsmarkt ist ja vorerst noch nicht abzusehen und hohe Mieten werden sicher auch nicht nach einer eventuellen Entspannung recht viel niedriger?
Dazu müsste man bauen.
DAS wird so schnell kein privater investor mehr in Berlin oder nur mit venture capital ;)
Realo schrieb:In den unverkäuflichen Wohnungen. Das ist der beste Mieterschutz, quasi eine Mietgarantie,
Du musst Dich mal entscheiden,
entweder Du gestehst solche "Mieterschutz" MaßnahmenMietern und Vermietern zu oder Du forderst angenehme Wohnungen.
Also wie siehts nun mit den punkten unten aus?

Realo schrieb:
Da die ganze Wohnung ohnehin kernsaniert werden muss, um anschließend einen Mieter mit dem doppelten Mietpreis zu beglücken, wartet der Vermieter ja nur auf so eine "Unverschämtheit". Da wagt einer doch tatsächlich den Versuch seine Rechte geltend machen zu wollen. ("Gentrifizierung")

Meine Fragen:
ok also
Sanieren nein.
Küche neu reinrichten und mitvermieten nein.
Fahrstuhl einbauen nein
Wärmedämmung regenerative Energie nein
Neue Fenster nein
Miete erhöhen nein
mehr Grundsteuer ja aber Vermieter soll zahlen
Kleinreparaturen nein weil mieter zahlen müsste
Schneeschippen?
Streichen?
Fassade neu machen?

Und für DIESEN Umgang haben Wir die kacke saniert nachdem der honecker abgezogen ist?
Was ist mit Umwelt, Nachhaltigkeit?


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04.05.2019 um 15:16
the_unforgiven schrieb:Und für DIESEN Umgang haben Wir die kacke saniert nachdem der honecker abgezogen ist?
Das Problem ist nun mal eben, dass Wohnraum, der modernen Anforderungen entspricht, pro jahr um den Prozentanteil teurerer wird, wie alles andere (außer Energie) in 10 Jahren. Das heißt wenn es so weiter geht, dass dann theoretisch immer mehr Leute obdachlos würden, weil sie einfach die finanziellen Mittel nciht aufbringen können für Wohnen und dass dann der Staat eingreifen muss. Schon heute ist der Anteil bei H4, der Wohnen betrifft, 1 - 1,5 mal so hoch wie der reine Regelsatz.

Wo ist die "Kernursache" dieses immer größer werdenden Missverhältnisses zu suchen? Wenn ich konsequent drüber nachdenke: in der Bauindustrie. Materialien und Arbeitslöhne dürften eigentlich nur im Normaltempo teurer werden, während der Profit der Bauherren gegenüber späteren Eigentümern und der Profit der Makler und Eigentümer gegenüber späteren Mietern einen immer höheren Anteil vom Kuchen in Anspruch nehmen.
Also Lösung sehe ich da nur, neue Richtlinien für Bauherren, Makler und Eigentümer zu erlassen, um mehr Transparenz über die Zusammensetzung der Kosten bis hin zum fertigen Haus und zu den Kosten pro Wohnung darin zu erhalten. Maklergebühren sind ja stets gleich, solange nicht ein nicht nachweisbarer Bestechungs-Zusatz hinzu kommt, also liegt die übertriebene Profit-Forderung teils beim Bauherrn, der seine Immobilien möglichst profitabel weiter verkaufen will und natürlich auch über den Immobilienmarkt bestens informiert ist, teils am Vermieter, der auch satt dran verdienen will, damit sich das Ganze innerhalb von 5-6 Jahren amortisiert.

Hier kann der Gesetzgeber mit neuen Gesetzen, die mehr Transparenz erfordern, Abhilfe schaffen. Dann kommt natürlich der Einwand, dass dann überhaupt nicht mehr gebaut würde. Das glaube ich nicht. Wenn ein Bauherr an einem Haus mit 5 Wohneinheiten 1 Million verdient, und er nach dem "Transparenzgesetz" nur noch 250.000 verdienen würde, also nur 50.000 pro Wohnung, glaube ich nicht, dass er sich diese 250.000 entgehen lassen würde.

Der Gesetzgeber hat nur nicht genug Arsch in der Hose, von diesen Möglichkeiten auch Gebrauch zu machen, weil das quasi eine Kriegserklärung gegen die Lobbies, Wohnbaugesellschaften und andere wäre, die sich schon so viele goldene Nasen geschaffen haben, dass sie inzwischen nur noch mit diamantenen Nasen zufrieden sind.

Allerdings bräuchte es tatsächlich erfahrene Experten, um die tatsächlichen Kosten eines Neubaus mit bestimmter Quadratmeterzahl in München, Mannheim oder Schwein zu ermitteln, um mal ein beispiel f+ür sehr teures Wohnen, überdurchschnittliches Wohnen und relativ billiges Wohnen zu finden und mit den tatsächlichen Mieteinnahmen dieser Projekte zu vergleichen.


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04.05.2019 um 15:24
Realo schrieb:Wo ist die "Kernursache" dieses immer größer werdenden Missverhältnisses zu suchen? Wenn ich konsequent drüber nachdenke: in der Bauindustrie. Materialien und Arbeitslöhne dürften eigentlich nur im Normaltempo teurer werden, während der Profit der Bauherren gegenüber späteren Eigentümern und der Profit der Makler und Eigentümer gegenüber späteren Mietern einen immer höheren Anteil vom Kuchen in Anspruch nehmen.
Es ist leider Tatsache, dass bei einem Bauvorhaben wie einer Wohnhausanlage, immer mehr Firmen die daran arbeiten, immer weniger verdienen.

Ich konnte das vor 112 Jahren beobachten, wie Wohnungen, Reihenhäuser immer teurer wurden (massiv, guter Vergleichswert wegen selben Bauträger) und die Firmen bei den Preisen nochmal ordentlich gedrückt wurden.

Die Bauträger lebten stets im Luxus.

Ich bin selbst Eigentümer/Vermieter, aber ob man diesen Zustand erstrebenswert betrachtet sei dahingestellt.


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