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Brauchen wir überhaupt noch Schulen?

511 Beiträge, Schlüsselwörter: Schule, Reform, Digitalisierung

Brauchen wir überhaupt noch Schulen?

12.05.2019 um 20:36
Shionoro schrieb:Doch, das ist durchaus eine Antwort.
Ja, streng genommen war das iene Antwort.
Nur leider nicht auf meine Frage

Shionoro schrieb:Meine Antwort ist, dass deine BEfürchtung, dass das keiner macht, nicht gut begründet ist. WEil das heutige System ebenfalls nicht vorbereitet, mein System also nur besser sein kann.
Gehören die Sätze in einen Sinnzusammenhang oder kann man die wie folgt auseinander nehmen?
Shionoro schrieb:Meine Antwort ist, dass deine BEfürchtung, dass das keiner macht, nicht gut begründet ist.
Das ist genau so gut oder schlecht begründet, wie deine diametrale Ansicht.
Shionoro schrieb:WEil das heutige System ebenfalls nicht vorbereitet, mein System also nur besser sein kann.
Na, die "Logik" muss man sich erstmal trauen auszusprechen.

Weil das aktuelle System genau so wenig vorbereitet, wie deines ist deines besser?
Oder worauf bezieht sich "ebenfalls" wenn nicht auf dein System?
Shionoro schrieb:WEnn du ein NUll BOck kind bist musst du sehr wenig leisten. LEhrer laufen dir hinterher und wollen dich noch irgendwie auf ne 4 bringen.
Du wider sprichst dir irgendwie.
Einerseits behauptest hier ein "Zucker in den Hintern blasen" andererseits behauptest du in deinem System wird sich besser um die gekümmert.
Shionoro schrieb:Fehlverhalten wird kaum geahndet. MAn kann sich eigentlich nonstop respektlos benehmen und dafür ne 3 Kassieren.
Keine Ahnung, wo das so sein soll.
An den alleremisten Gymnasien in Deutschland wird das Gegenteil der Fall sein.
Shionoro schrieb:UNd über Null Bock Kinder haben wir geredet. Die interessieren gute noten nicht. (und für gute noten braucht man auch keine gute leistung in einem fach, aber das steht auf einem anderen blatt).
Okey, wir reden also über Null-Bock Kinder.
Die werden bei dir in Ruhe gelassen und können zocken bis die Finger bluten, bis sie eines morgens aufwachen und plötzlich zielgerichtet eine Studiumsvorbereitung beginnen.
da du mir oben schlechte Begründung vorgeworfen hast: Wie begründest du denn diese wundersame Verwandlung?
Shionoro schrieb:Und ist das schlimm? Es ist nicht schwer zu studieren
Ach hör doch auf. Dann brauchen wir doch nichts zu ändern.
Wenn es nicht schwer ist zu studieren, dann reicht die aktuelle schlechte Schulbildung doch lang hin.
Shionoro schrieb:Spezielle Physik oder CHemie INhalte braucht eh kein MEnsch vor dem eigentlichen Studium. Das Basismathe für MINT fächer kann man jemandem recht leicht vermitteln, wenn er weiß, dass er in diese RIchtung tendiert. AUch innerhalb von einigen Monaten.
NOchmal: Wo ist dann das Problem mit der heutigen Schulbildung?
Dann ist doch alles in Butter bildungsmäßig gesehen.
Shionoro schrieb:Sind ja nicht blöd. Denen hat ja auch nicht 13 Jahre die SChule die Energie geraubt.
Wo ist dann das Problem mit der Schule (von der Schulpflicht abgesehen)
Shionoro schrieb:Das, was du da BIldung nennst, ist aber keine.
Warum nicht?
Und was ist dMn Bildung?
Shionoro schrieb:IN beiden FÄllen hat die SChule dir gar nix gebracht. Selbst wenn du jetzt umschwenken willst und plötzlich motiviert bist, zu lernen, ist es ab dem Zeitpunkt schwierig, nochmal z.B. einen ABschluss nachzuholen.
Nöö, eigentlich nicht.
Wie kommst du darauf?
Ich kenne bzw kannte ein paar, die das gemacht haben - relativ problemlos.

Sehe ich das richtig, dass dein Hauptproblem die Schulpflicht ist?
(Kombiniert damit, dass Schüler Dinge lernen müssen, die sie sich nicht selbst aussuchen)
Shionoro schrieb:ne ausbildung (und da lernst du eh das, was du wissen musst, nicht in der schule)
Diese Einstellung gruselt mich jedes Mal aufs Neue.
Das sind unmündige Bürger, denen ich lieben gern das Wahlrecht entziehen würde.


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Brauchen wir überhaupt noch Schulen?

12.05.2019 um 20:37
bgeoweh schrieb:ein Argument ist dann richtig, wenn man autistisch Bildung und Ausbildung gleichsetzt und alles auf das Ziel "Beruf" ausrichtet, auch wenn die Kinder noch gar nicht wissen können, was sie mal werden wollen.

Aber fahr ruhig weiter dein Karussel, ich bin raus, dein Brett vorm Kopf ist mir zu hart.
Kinder wissen auch nach der SChule nicht, was sie werden wollen. Darum brechen auch ein drittel von ihnen ihr erstes Studium ab, weil sie eigentlich da noch ausprobieren müssen. Das könnten sie im JZ auch. IN der SChule können sie das nicht, da lernen sie die fächer ja nicht, sondern lernen ein paar fakten aus den Fächern auswendig.

IM Gegentiel, mein System basiert auf Charakterbildung und Selbstfindung die man den Jugendlichen ermöglicht.
SChule dagegen tötet die NEugier ab und will nur zum Studium hin, obwohl sie dazu nichtmal gut vorbereitet.

Wie gesagt: Frag mal Ausbilder und PRofessoren , ob die SChulen heute selbstbestimmte, unabhängige und leistungsstarke schüler an sie weitergeben.
WElchen Bezug hast du eigentlich zu schule? Vor JAhrzehnten mal dagewesen und verklärt>?


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12.05.2019 um 20:41
Shionoro schrieb:WElchen Bezug hast du eigentlich zu schule? Vor JAhrzehnten mal dagewesen und verklärt>?
Auf dem Niveau schonmal gar nicht.


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12.05.2019 um 20:48
groucho schrieb:Ja, streng genommen war das iene Antwort.
Nur leider nicht auf meine Frage
Doch, auch auf deine Frage.
groucho schrieb:Gehören die Sätze in einen Sinnzusammenhang oder kann man die wie folgt auseinander nehmen?
Natürlich tun sie das. Der ist auch leicht verständlich.
groucho schrieb:Das ist genau so gut oder schlecht begründet, wie deine diametrale Ansicht.
Nein, denn ich gebe dafür recht stringente Argumente. DU nicht.
groucho schrieb:Na, die "Logik" muss man sich erstmal trauen auszusprechen.

Weil das aktuelle System genau so wenig vorbereitet, wie deines ist deines besser?
Oder worauf bezieht sich "ebenfalls" wenn nicht auf dein System?
NIcht genausowenig. Gar nicht. Mein System macht also automatisch schonmal nichts schlechter.
groucho schrieb:Du wider sprichst dir irgendwie.
Einerseits behauptest hier ein "Zucker in den Hintern blasen" andererseits behauptest du in deinem System wird sich besser um die gekümmert.
Weil beides wahr ist. DAs ist wie mit nachlässigen Elternteilen. Die können dich gleichzeitig verwöhnen und trotzdem dir keine substantielle HIlfestellung geben, indem sie dir alles durchgehen lassen aber eben auch nicht für dich da sind.
GEnau so funktioniert die heutige schule.
groucho schrieb:Keine Ahnung, wo das so sein soll.
An den alleremisten Gymnasien in Deutschland wird das Gegenteil der Fall sein.
WEil das Gymnasium noch in der Rolle ist, dass es nach unten abschieben kann. Das kann die Real- und GEsamtschule kaum noch, die Hauptschule gar nicht mehr. UNd auch auf Gymnasien kannst du dir einiges Leisten ohne große PRobleme.
Kumpel von mir hat 8 Tadel angehäuft in der Schulzeit, einen dafür, dass er einen BEsen an einem MItschüler zerschlagen hat. Er hat Lehrer beleidigt und hat den MAtheunterricht verweigert. Ist aber kein großes PRoblem gewesen. DU musst schon mehr anstellen, um wirklich zu fliegen. KOmmt natürlich auf die SChule an, aber auf ner Gesamtschule kannst du dir fast alles erlauben.
groucho schrieb:Okey, wir reden also über Null-Bock Kinder.
Die werden bei dir in Ruhe gelassen und können zocken bis die Finger bluten, bis sie eines morgens aufwachen und plötzlich zielgerichtet eine Studiumsvorbereitung beginnen.
da du mir oben schlechte Begründung vorgeworfen hast: Wie begründest du denn diese wundersame Verwandlung?
DIe werden zum größten TEil in Ruhe gelassen. BIs zu einem gewissen alter müssen sie ja zumindest 2 Kurse Pro jahr machen, also z.b. in dem Jahr einen SPortverein besuchen, oder UNterricht, oder ein Instrument lernen. Sie sind also wenigstens bis zu einem gewissen alter durchaus aktiver als ein schüler. Denn SChule ist ja keine Aktivität, SChule ist eine VErwahrung wo man sich berieseln lässt.
WEr in einem SPortverein ist ist schonmal automatisch aktiver als ein Schüler, der danach nach hause geht und hausaufgaben macht. Selbiges würde dafür gelten, wenn man sich einfach nur zum Zocken trifft aber ernsthaft turniere spielt.

Sei es wie es will: Ja, es ist warscheinlicher, dass einer, der nicht dazu erzogen wird, dass man ihn sowieso durchschleppt und man ihn zur mindestleistung gängelt sondern eben shcon früh daran gewöhnt ist, eigene entscheidungen zu treffen, sich eher bemühen will für einen vernünftigen job als die alternative.
Du tust so als würde der zwang in der schule irgendwen motivieren. Einer mit NUll Bock in der SChule wird aber nicht studieren. Zumindest nicht, wenn er das nicht auch ohne schule gemacht hätte. NUr das in meinem system seine möglichkeit dazu weit besser ist und er vorher nicht durch zwang demotiviert worden ist.
groucho schrieb:Warum nicht?
Und was ist dMn Bildung?
IN der heutigen welt ist bildung FÄhigkeiten- und Charakterbildung. Wie gehe ich mit HErausforderungen um? Die Recherchiere ich? Wie halte ich mich mental gesund? Wie spreche ich mit MEnschen, insbesondere Vorgesetzten? Wie setze ich mich in Szene? Wie Arbeite ich mit anderen zusammen an einem Ziel? Was will ich wirklich erreichen? Was kann ich?
Das lernt man in der SChule nicht. MAn tut so, als würde man das in der SChule lernen (so vonwegen Gruppenarbeit), nur kommt dabei nichts rum.
groucho schrieb:Nöö, eigentlich nicht.
Wie kommst du darauf?
Ich kenne bzw kannte ein paar, die das gemacht haben - relativ problemlos.

Sehe ich das richtig, dass dein Hauptproblem die Schulpflicht ist?
(Kombiniert damit, dass Schüler Dinge lernen müssen, die sie sich nicht selbst aussuchen)
NIcht mein Hauptproblem, aber eines der zwei großen PRobleme: Einerseits die Pflicht dazu, sinnlosen Kram zu lernen den man nicht braucht.
Andererseits die unfähigkeit, die realen PRobleme und realen talente der SChüler zu erkennen und sie dabei zu unterstützen.
groucho schrieb:iese Einstellung gruselt mich jedes Mal aufs Neue.
Das sind unmündige Bürger, denen ich lieben gern das Wahlrecht entziehen würde.
Wer ist ein unmündiger Bürger?


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12.05.2019 um 20:49
bgeoweh schrieb:Auf dem Niveau schonmal gar nicht.
Schon schwach, mit Ad hominems in die Diskussion einzusteigen, sich mega aggressiv zu gebahren und dann bei einem kleinen bisschen gegenwind mit den beschwerden anfangen.


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Brauchen wir überhaupt noch Schulen?

12.05.2019 um 20:51
Shionoro schrieb:Doch, auch auf deine Frage.
Au man......

Tut mir Leid, eine Diskussion, in der mein Gesprächspartner die Realität derart hartnäckig leugnet, ist reine Zeitverschwendung.

Deshalb möchte ich mich meinem Vorredner anschließen.
bgeoweh schrieb:Auf dem Niveau schonmal gar nicht.
Tschüß


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12.05.2019 um 20:53
groucho schrieb:Au man......

Tut mir Leid, eine Diskussion, in der mein Gesprächspartner die Realität derart hartnäckig leugnet, ist reine Zeitverschwendung.

Deshalb möchte ich mich meinem Vorredner anschließen.
Du verweigerst dich halt der Argumentation. Ist in ordnung, machst du jetzt im Verlauf des Threads schon zum dritten Mal.
Immer dann halt, wenn du nicht weißt, was du antworten kannst, oder wenn ich Quellen liefere, die meine Behauptungen beweisen.
Dann wenn man mit einzeilerfragen halt nicht weiterkommt.


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12.05.2019 um 21:28
@Shionoro
WEil das heutige System ebenfalls nicht vorbereitet, mein System also nur besser sein kann.
Unlogisch. Das heutige System existiert und man kann seine Brauchbarkeit überprüfen. Deines existiert nur in Deiner Fantasie, hat also den Praxistest noch nicht bestanden.

Es könnte genau so gleich gut oder schlechter sein. Es gibt keinen Grund, es bereits im Vorfeld als besser zu bezeichnen.
ne ausbildung (und da lernst du eh das, was du wissen musst, nicht in der schule)
Und aus welchem Alter beginnst Du damit? Was machen die Kids in der Zwischenzeit? Meinst Du echt, dass jemand, der jahrelang nur rumlungert, nie lernt, sich mal gegen seinen Bull Bock anzustrengen, dann urplötzlich aufspringt, und lernen will? Wenn er bis dahin gelernt hat, das Nichtstun schön ist und andere die Arbeit erledigen?


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12.05.2019 um 21:52
off-peak schrieb:Unlogisch. Das heutige System existiert und man kann seine Brauchbarkeit überprüfen. Deines existiert nur in Deiner Fantasie, hat also den Praxistest noch nicht bestanden.

Es könnte genau so gleich gut oder schlechter sein. Es gibt keinen Grund, es bereits im Vorfeld als besser zu bezeichnen.
Warum ist das unlogisch? Man kann das heutige System in seiner Brauchbarkeit prüfen und die Ergebnisse sind sehr ernüchternd.
Da kann mein System gar nicht so schrecklich viel kaputtmachen.
Ich stelle ja nicht von ungefähr immer wieder die Frage, was man denn in der Schule so lernt und warum das immer schlechter zu werden scheint (die belege dafür, dass es mehr verhaltensauffällig kinder gibt, mehr ausbilder bzw. professoren unzufrieden mit den neuen Rekruten sind, Schüler immer weniger gut wissen, was sie nach der Schule wollen habe ich erbracht).

Mir konnte bist jetzt wirklich keiner verdeutlichen, warum ich z.B. für ein Chemiestudium unbedingt Schulchemie brauche (und warum es mir etwas gebracht hat, den ganzen anderen Spezialwissen kram zu lernen, wie z.B. Latein oder Eben jegliche Geisteswissenschaftlichen Analysen).

Ich sehe da beim besten Willen keinen Mehrwert und die Schüler die ich UNterrichte sehen ihn auch nicht. Den sehen auch die Professoren und Ausbilder immer weniger (zumindest sind die mit dem, was rumkommt, sehr unzufrieden).
Die einzigen, die den immer wieder beschwören sind Geisteswissenschaftler, die sich da ganz tolle Lehrpläne ausdenken, die aber letztendlich gar nicht so gut zu funktionieren scheinen.
off-peak schrieb:Und aus welchem Alter beginnst Du damit? Was machen die Kids in der Zwischenzeit? Meinst Du echt, dass jemand, der jahrelang nur rumlungert, nie lernt, sich mal gegen seinen Bull Bock anzustrengen, dann urplötzlich aufspringt, und lernen will? Wenn er bis dahin gelernt hat, das Nichtstun schön ist und andere die Arbeit erledigen?
Wenn man über 16 ist und Geld verdienen will. Kann man aber jederzeit. Wenn du 30 bist und umschwenken willst, solltest du schnellstmöglich einen Aufbau für ein Studiumo der eine Ausbildung bekommen können.

Wie gesagt: Ich glaube, dass jemand, dem erlaubt worden ist jahrelang herumzulungern (und der dabei ja dinge getan hat, die ihm spaß machen, was normalerweise eben nicht nur alleine rumlungern ist), MINDESTENS genauso warscheinlich sein Leben auf die Reihe bekommt wie jemand, der genauso rumgelungert hat, nur eben mit Schule dabei, in der er seine Zeit abgesessen hat und froh war, wieder zu Hause zu sein.
Ich glaube sogar, dass es viel warscheinlicher ist, dass in meinem System ein Kind in der Jugend seinen Charakter bilden kann, wenn es Dinge tut, die ihm Spaß machen und nicht gezwungen wird, Dinge zu tun, die es (ZURECHT) für sinnlos hält und die es langweilen.

Alle Kinder sind erstmal grundsätzlich interessiert. Die meisten Jugendlichen habena uch meist wenigstens IRGENDWELCHE interessen, die sie begeistern.
Nehmen wir einen Jungen, der nur Zocken will. Hab ich damals doch auch, obwohl ich in der Schule war. Die hält mich davon nicht ab, die zwingt mich nur, ne Pause zu machen und nervt mich 6 Stunden lang, während ich ihr nicht zuhöre.
In meinem System darf er zocken. Es geht aber sogar darüber hinaus: Mein System würde ihn dazu anhalten (idealerweise sogar mit einer AG) sich mit dem Thema Videospiele zu beschäftigen, wenn das sein Ding ist.
Der soll dann nicht nur allein im stillen Kämmerlein Fortnite zocken, der soll das ganze Turniermäßig spielen und dazu animiert werden, wirklich gut in dem Spiel zu werden.
Dazu hat er dann die Zeit von 10 bis 16 (und auch länger, optional), oder er kann auch sagen 'ok, das reicht mir, ich probier was anders aus'.
Die Hauptsache ist, dass man ETWAS tut, wofür man Leidenschaft hat. DAS lehrt Dinge die Disziplin und auch Selbsterkenntnis und Kritikfähigkeit. Das tut der Schulunterricht nicht, weil er niemanden interessiert.

UNd ich glaube, dass einer, der sich in der Jugend die HÖrner abstoßen konnte und weiß, wer er ist, ohne weiteres mit genügend Hilfestellung jedes Fach studieren und jede Ausbildung machen könnte, zu der er grundsätzlich vom Talent her befähigt ist.


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12.05.2019 um 22:03
@Shionoro
Warum ist das unlogisch? Man kann das heutige System in seiner Brauchbarkeit prüfen und die Ergebnisse sind sehr ernüchternd.
Da kann mein System gar nicht so schrecklich viel kaputtmachen.
Abgesehen davon, dass das heutige System nur in Deiner Vorstelllung unbrauchbar ist, kann man einfach nicht von der Qualität eines existierenden Systems auf die Qualität eines nicht existierenden schließen. Das ist einfach ein Logikfehler.
Egal, wie schlecht System A wäre, deshalb muss System B nicht besser sein. Die einzige Mögichkeit, die Qualität Deines Systems zu belegen, ist eben, das System in der Praxis auszuprobieren. Real. Nicht in der Vorstellung alleine.
Ich glaube,
Ja, mehr als ein Glauben ist es nicht.

Aber es steht Dir frei, so ein Bildungssystem zu gründen und Deinen Glauben einem Praxistest zu unterziehen.

Ich mach schon mal eine Vorhersage: Jemand, der jahrelang nichts gelernt, gearbeitet oder geleistet hat, verliert nicht nur jede Motivation, damit anzufangen, sondern schafft es auch nicht mehr oder nur sehr schwer.


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12.05.2019 um 22:12
off-peak schrieb:Abgesehen davon, dass das heutige System nur in Deiner Vorstelllung unbrauchbar ist, kann man einfach nicht von der Qualität eines existierenden Systems auf die Qualität eines nicht existierenden schließen. Das ist einfach ein Logikfehler.
Egal, wie schlecht System A wäre, deshalb muss System B nicht besser sein. Die einzige Mögichkeit, die Qualität Deines Systems zu belegen, ist eben, das System in der Praxis auszuprobieren. Real. Nicht in der Vorstellung alleine.
Das ist nicht nur in meiner Vorstellung so. Das ist ja das Thema der Diskussion.
UNd es sind sich erstaunlich viele LEute einig, dass das jetzige Schulsystem marode ist und nicht die gewünschten Leistungen erbringt.

Seltsamerweise ist das fast überall so, dass die Schulen in einer Krise stecken (also im westen). Da liegt der Gedanke doch nahe, dass es was mit dem System, nicht mit Detailfragen zu tun hat.

Man kann durchaus die Qualität von etwas Existierendem als nonexistent bewerten, sodass jede andere Maßnahme es zumindest nicht verschlechtern würde. Aber das ist jetzt Haarspalterei. Ich wäre ja sehr froh, wenn man Pilotmäßig einige Dinge aus meinem System testen würde.
In Finnland macht man das: https://www.spiegel.de/lebenundlernen/schule/finnland-schulfaecher-sollen-abgeschafft-werden-a-1121123.html#ref=rss

Ich denke, dass das genau der richtige Weg ist, was die Finnen da als Pilotprojekt versuchen.
off-peak schrieb:Ja, mehr als ein Glauben ist es nicht.

Aber es steht Dir frei, so ein Bildungssystem zu gründen und Deinen Glauben einem Praxistest zu unterziehen.

Ich mach schon mal eine Vorhersage: Jemand, der jahrelang nichts gelernt, gearbeitet oder geleistet hat, verliert nicht nur jede Motivation, damit anzufangen, sondern schafft es auch nicht mehr oder nur sehr schwer.
Ich glaube es aber aus einer Argumentation, Erfahrungswerten und Indizien heraus, nicht einfach so.

Und ja: Einer, der jahrelang nichts getan hat, dessen Motivation ist tot und der kann sich nur noch schwer aufraffen. Deswegen finde ich ja nicht gut, dass Schulen Schüler genau dort hintreiben. Mein System würde das nicht tun.

Du müsstest mir erkären, inwiefern ein Schüler in der Schule mehr leistet als in meinem System.
Was muss der denn machen? Der wird zu reiner Reproduktion gezwungen, damit man ihn in Ruhe lässt. Im Sinne von: Ja, der taucht da auf und der schreibt die KLausur mehr schlecht als recht. Was behält der davon zurück? Was hat er geleistet, weil er sich bei Effi briest zwei bis drei rhetorische MIttel aus dem Finger gesaugt hat, oder im Chemie unterricht für die mündliche drei ein paar mal irgendeine Frage, die ihn gar nicht interessiert, gestellt hat?
Was kam dabei rum?

Der hat dadurch nicht mehr Disziplin und schon gar nicht mehr Lust an Bildung. Also wenn du mir Wunschträume vorwirfst, dann muss ich dir wirklich sagen, dass es ein Wunschtraum ist, dass man mit Unterricht jemanden, der eine Null Bock haltung hat, irgendwas beibringt oder ihn gar motiviert. Da mag es Lehrer geben, die zumindest ein Paar Kinder einigermaßen motivieren können, aber sicherlich niemanden, der wirklich absolut gar nichts leisten will und kein interesse am Fach hat.

Der macht in der Schule nicht mehr, der lernt auch nicht mehr, als in meinem Konzept. Ansonsten sag mir was. Was tut er da, was ihm später was bringt? Wird der plötzlich Physik studieren, weil man ihn auf eine drei in Mathe gehievt hat gegen seinen Willen?


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13.05.2019 um 00:25
https://www.oe24.at/oesterreich/chronik/wien/Wien-Donaustadt-Schueler-attackiert-Lehrer-mit-Mistkuebel/379499995
1.323 Straftaten

Im Jahr 2018 gab es in Schulen und Bildungseinrichtungen 1.323 Anzeigen zu Gewalttaten. Laut Auswertung der Kriminalstatistik für ÖSTERREICH bedeutet das eine Zunahme von 13,5 % im Vergleich zum Vorjahr.

2017 gab es laut Gewerkschaften 70 Attacken von Schülern auf Lehrer, die so schlimm waren, dass die Polizei gerufen wurde. Jeder vierte Pädagoge erlebt irgendwann in seiner Laufbahn Gewalt von Schülern.
Sowas sollten wir uns klarmachen (und auch in D ist das zu einem geringeren Grad ebenfalls ein wachsendes Problem), wenn wir über Schulen und die Verhältnisse an Schulen reden. So vonwegen was Kinder da lernen und wie es mit der Lehrer/Schüler Bindung aussieht.

Was soll ein Lehrer machen, wenn Jugendliche da sind, die ihn mit MÜlleimern bewerfen, wenn er an der Tafel schreibt?
Klar, das ist nicht überall andauernd so, aber es ist ein wachsendes Problem, genau wie generelles Respektlosigkeiten gegenüber Lehrern ein wachsendes Problem sind. Wie kann ein Lehrer reagieren?
Gar nicht. Denn er muss seinen Unterricht durchziehen undzwar, wenn er nicht selbst geht oder versetzt wird, in dieser Klasse. Und selbst wenn er geht, kommt da ein neuer Lehrer, der das tun muss.

Man kann die Kinder verweisen, aber dann verlagert man das Problem nur. Denn wir müssen ja die Jugendlichen davon abhalten, sowas zu machen. In meinem Konzept, wo es keinen Unterricht gibt, wäre sowieso schonmal ein gewisser Backround da, dass die meisten Jugendlichen in einem Kurs auch dort sein wollen (außer die, die absolut keinen Bock auf gar nix haben).
Das gibt dem jeweiligen Kursleiter eine ganz andere Autorität. Selbst bei Störenfrieden kannst du davon ausgehen, dass die im Kickbox Verein so nicht mit einem Trainer umspringen würden.
Und wenn sie wissen, dass es bei ihnen auf's Arbeitsleben zugeht und sie , wenn sie nicht arm sein wollen, irgendwie eine Ausbildung bekommen müssen, ist das ebenfalls ein ganz anderer Unterrichtsanreiz.

Zweitens könnten Lehrer bzw. Kursleiter Kinder einfach rauswerfen, wenn es wirklich gar nicht geht. Dann muss der entsprechende spätestens ab 16 sich durchaus klar machen, dass er auf diese Art und Weise in der Gesellschaft nicht weiter kommt.
Es steht ihm offen, neue Kurse zu besuchen, aber da muss er sich dann benehmen. Ansonsten steht er ohne alles da, bis er sein Verhalten überdenkt (kann dann aber eben auch wieder sich weiterbilden lassen, egal, wie alt er dann ist).


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13.05.2019 um 08:19
Was machen die Finnen besser? Aus Interesse habe ich mal die deutsche Schule Helsinki angeschaut.

Hier der Link

https://www.dsh.fi/de/

In der Oberstufe der Deutschen Schule Helsinki lernen Schülerinnen und Schüler in kleinen Gruppen von etwa 10 bis 20 Schülern - eine gute Vorrausetzung für eine konstruktive Lernumgebung.

Die Unterrichtssprache ist in der Oberstufe hauptsächlich Deutsch, abgesehen von den modernen Fremdsprachen und Finnisch. Zudem werden finnische Geschichte, Ethik und Rechtskunde auf Finnisch und Geographie bilingual (Englisch/Deutsch) unterrichtet.

Die Schülerinnen und Schüler haben ab der 10.Klasse die Möglichkeit, bestimmte Unterrichtsfächer zu wählen und andere aus ihrer Fächerbelegung zu streichen. Generell werden die folgenden Fächer in der Oberstufe angeboten. So können Schülerinnen und Schüler je nach Interessenlage zum Beispiel ein stärker sprachliches oder ein stärker naturwissenschaftliches Profil entwickeln.Die Information darüber, welche Fächer zum Pflicht- und welche zum Wahlbereich gehören, erfolgt zu Beginn der 9. Klasse.


Hier finden Sie Informationen über besondere Angebote der Deutschen Schule Helsinki sowie über verschiedenste Projekte und Netzwerke, bei denen sich die Deutsche Schule Helsinki engagiert.

Das Ressourcenzentrum an der Deutschen Schule Helsinki ist ein Zentrum deutscher Sprache und Kultur in Finnland. Zur Tätigkeit des Ressourcenzentrums gehören Schulbesuche: sowohl der Empfang von Besuchergruppen aus aller Welt als auch Besuche von DSH-Lehrern an Schulen in Finnland.

Jugend musiziert ist ein deutscher musikalischer Nachwuchswettbewerb, an dem jedes Jahr Schüler der DSH teilnehmen. Die Deutsche Schule ist dabei Ausrichter eines Regionalwettbewerbs.

Um eventuell auftretendes Mobbing im Keim zu ersticken, beteiligt sich die DSH am finnischen Anti-Mobbing-Programm KiVa.



Schaut man die vielen Sprachen, was man wählen kann. Die Jugend musiziert und das sind Weltbürger. Machen auch in vielen Projekten mit, da kann man nur staunen.


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13.05.2019 um 22:44
@Shionoro - Leider ignorierst du meine Beiträge und Erfahrungsbereichte.
Shionoro schrieb: Warum ist das unlogisch? Man kann das heutige System in seiner Brauchbarkeit prüfen und die Ergebnisse sind sehr ernüchternd. Da kann mein System gar nicht so schrecklich viel kaputtmachen.
Äh? Kannst du konkrete Zahlen nennen. Also an meiner Schule, die zu den "schlecht abschneidenen Schulen" gehört, fallen bei 150 Realschulprüfungen im Jahr zwischen 3 und 5 Schüler durch. D.h. 145 verlassen die Schule mit einem erfolgreichen Abschluss. Die 3-5 durchgefallenen haben einen Hauptschulabschluss und werden schon im Vorfeld (kommt meistens nicht überraschend) vom Arbeitsamt, das an unserer Schule angegliedert ist, beraten, nach der nicht bestandenen Prüfung schaut man in jedem Fall, ob eine Wiederholung sinnvoll ist oder das Arbeitsamt macht entsprechende Angebote - es steht also niemand jemals auf der Straße.
Shionoro schrieb:Mir konnte bist jetzt wirklich keiner verdeutlichen, warum ich z.B. für ein Chemiestudium unbedingt Schulchemie brauche (und warum es mir etwas gebracht hat, den ganzen anderen Spezialwissen kram zu lernen, wie z.B. Latein oder Eben jegliche Geisteswissenschaftlichen Analysen).
Schulchemie hast du zwei Stunden die Woche. Du lernst viel allgemeine Sachen, z.B., dass die Welt aus Atomen besteht, wie diese aussehen, wie Radioaktivität entsteht, dass Stoffe ihre Eigenschaften komplett ändern können, dass Wasserstoff explosiv ist, du lernst die Elemente kennen (Periodensystem), es gibt ein Schülerpraktikum, wo du selbst Versuche machen darfst und dabei auch allgemeine Sicherheitsbestimmungen und Verantwortung lernst.

Ganz viel ist Allgemeinwissen. Gleich mit Kunst - du hast Kunst, obwohl die wenigsten Schüler Künstler werden, aber wenn ich dreimal im Jahr in einem Kunstmuseum bin, dann weiß ich, dass Picasso kein Käse ist, ich kann Impressionismus von Expressionismus unterscheiden und ich kann mit den wichtigsten Künstlernamen was anfangen. Braucht man das? Ich würde sagen, es ist ein "nice to have" - ich kann Dinge bewerten, einordnen und stehe nicht vor Picasso und denke, es ist ein buntes Bild und der totale Scheiß, weil ich nichts über die Kunstrichtung weiß.

Meine Kinder lernen in der Schule Französisch. Sie lieben es - beide. Sie waren schon beim Schüleraustausch und kamen unglaublich begeistert zurück. Wenn wir Ferien haben und wir können ein paar Tage nach Paris fahren, dann machen wir das. Irgendwie gibt ihnen die Stadt viel - ich selbst bin nun kein Freund der französischen Sprache, aber durch den Unterricht haben sie den totalen Zugang gefunden und sprechen auch recht gut Französisch (denke ich, besser als ich auf jeden Fall). Muss man das können? Nö. Aber sie machen es ganz gerne.


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14.05.2019 um 10:54
@MissMary

Es wäre ja auch schlimm, wenn Schulen die Kinder und Jugendlichen nur zur späteren widerstandslosen Verwertung im Kapitalismus erziehen würden. Zumindest bei den Schulen, die meine Kinder besuchten - die sind allerdings auch schon 41, 21 und 19 Jahre alt - war das glücklicherweise nicht der Fall. Anders als zu meiner Schulzeit wurden hier Fundamente gelegt, Interessen geweckt und Talente durchaus gefördert. Natürlich macht jeder Mensch unterschiedliche Erfahrungen in seinem Schulalltag. Das hängt von dem Betrieb "Schule" ab, von Lehrplänen, von gesellschaftlichen Rahmenbedingungen, von den LehrerInnen, den MitschülerInnen und natürlich den individuellen Fähigkeiten und Interessen.

Auf der anderen Seite standen natürlich marode Schulgebäude, Lehrermangel und Unterrichtsausfälle.

Oh, wie ich die Euphemismen aus der Schulzeit meiner Kinder liebe:

"Lernen am anderen Ort" = Die Kinder bleiben gefälligst zuhause, weil im Klassenraum gerade die Decke herunter gekommen ist.

"Eigenverantwortliches Arbeiten" = Die Kinder sollen sich unbeaufsichtigt selbst etwas beibringen, weil Lehrer fehlen.

"Jahrgangsübergreifender Unterricht" = Klassen werden zusammen gefasst, weil das 50% der Lehrerstellen spart.

"Gemeinsam genutzte Lehrmittel" = Es gibt nicht genug Schulbücher für alle, zwei bis vier Schüler teilen sich ein Buch.


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14.05.2019 um 18:45
MissMary schrieb:Meine Kinder lernen in der Schule Französisch. Sie lieben es - beide. Sie waren schon beim Schüleraustausch und kamen unglaublich begeistert zurück. Wenn wir Ferien haben und wir können ein paar Tage nach Paris fahren, dann machen wir das. Irgendwie gibt ihnen die Stadt viel - ich selbst bin nun kein Freund der französischen Sprache, aber durch den Unterricht haben sie den totalen Zugang gefunden und sprechen auch recht gut Französisch (denke ich, besser als ich auf jeden Fall). Muss man das können? Nö. Aber sie machen es ganz gerne.
Genau, auf dem Punkt gebracht! Sie machen es gerne, weil sie einen Bezug haben.

Nur mal eine Anmerkung: Meine Tochter wollte Latein lernen, davon hat der Nachhilfelehrer abgelehnt auch ihre Mitschüler, weil Latein eben voll zählt, sprich willst eine neue Sprache lernen musst du dir bewusst sein, dass eine ungenügende Note im Latein deine Stufe in Gefahr ist! Das Risiko hat man ihr vollends aus Liebe abgeraten! Da sagten die alle, in der Uni kannst noch Latein nachholen! Und heute jammert, man findet kein Interesse an Latein und will es abschaffen..Genau das bemängle ich!!!! Warum lässt man die Schüler nicht erst mal ausprobieren? Warum bestraft man die Schüler, die ein Risiko eigentlich annehmen wollen , ne man wird da schon bestraft für unnötig ein Fach zu wählen!

@Shionoro
Und was sagst du dazu? Man schadet die Kinder schon vorerst, also sprich nimm das Risiko nicht in Kauf, denn damit schadest du dich eventuell, gute Lösung???? Oh , wenn ich so wäre oder so denken würde, was mir die Lehrer schon beibringen, muss ich sagen, hätte ich doch nicht besser eine Firma gegründet, hab das Risiko angenommen, denn das ist ein Risiko!Ich glaube nix an unfähige Lehrer! Die Schule erzieht heute dich schon so! Unfassbar, da musst du dich nicht wundern, dass zuwenig Patrons gibt, die Arbeitsstelle schaffen, mit solchen Lehrern!


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14.05.2019 um 19:01
Bearbeitungszeit abgelaufen:
Es sollte heissen, laut Lehrer, nimm nix kein Risiko in Kauf, deine Bildung ist dann im Eimer, so erzieht man die Kinder!
Oha, gute Einstellung. Wer nämlich noch Latein will, der muss es wissen, deine Bildung ist in Gefahr, also Finger weg! Entschuldige, was ist das für eine Einstellung? Derjenige will mehr machen, aber leider ist das ein grosses Risiko, oha..scheisse...naja, lieber Finger weg davon, und auch du @Shionoro
bist eben daran genau die Null Bock Kinder besser zu abschieben geneigt, tja, aber Ursache liegt eben nicht immer an Eltern! So einfach halt!


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Brauchen wir überhaupt noch Schulen?

14.05.2019 um 19:19
Turbo3 schrieb:Nur mal eine Anmerkung: Meine Tochter wollte Latein lernen, davon hat der Nachhilfelehrer abgelehnt auch ihre Mitschüler, weil Latein eben voll zählt, sprich willst eine neue Sprache lernen musst du dir bewusst sein, dass eine ungenügende Note im Latein deine Stufe in Gefahr ist! Das Risiko hat man ihr vollends aus Liebe abgeraten!
Wo ist der Unterschied zu bspw. Französisch?
Turbo3 schrieb:Da sagten die alle, in der Uni kannst noch Latein nachholen!
Klar, kann man - kostet aber Zeit.
An meiner Uni konnte man damals das kleine Latinum in einem Semester nachholen.

Das bedeutete allerdings, dass man in diesem Semester nur Latein macht und nichts anderes.
Es gab auch die Möglichkeit das in zwei Semestern zu machen, dann hätte man noch Zeit für andere Seminare gehabt.
Wenn man zu den Studenten gehört, die nebenbei arbeiten müssen, hätte man also zwei Semester verloren.

Meine Tochter hat Französisch, mein Sohn Latein gewählt.
Ob das eine oder das andere einem von beiden später im Studium mal hilfreich ist, oder die zweite Sprache für das Studium völlig egal ist, kann natürlich jetzt niemand sagen.


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Brauchen wir überhaupt noch Schulen?

14.05.2019 um 20:43
Erst mal: Meine Tochter ist nun in der Oberstufe, d.h. sie konnte Fächer abwählen und Leistungskurse wählen - die Leistungskurswahl macht in der Kombination keinen Sinn, sie hat nicht taktisch gedacht, sondern einfach das genommen, was sie in Moment so umtreibt, das finde ich in dem Alter auch völlig legitim. Aber ich denke, nach dem Abi weiß sie schon, wohin der Weg gehen soll.
Doors schrieb:Auf der anderen Seite standen natürlich marode Schulgebäude, Lehrermangel und Unterrichtsausfälle.
Oh, wie ich die Euphemismen aus der Schulzeit meiner Kinder liebe:
"Lernen am anderen Ort" = Die Kinder bleiben gefälligst zuhause, weil im Klassenraum gerade die Decke herunter gekommen ist.
"Eigenverantwortliches Arbeiten" = Die Kinder sollen sich unbeaufsichtigt selbst etwas beibringen, weil Lehrer fehlen.
"Jahrgangsübergreifender Unterricht" = Klassen werden zusammen gefasst, weil das 50% der Lehrerstellen spart.
"Gemeinsam genutzte Lehrmittel" = Es gibt nicht genug Schulbücher für alle, zwei bis vier Schüler teilen sich ein Buch.
LOL, ja, wer kennt das nicht -der dauerkranke Lehrer, der nicht vertreten wird, der immer-da-Lehrer, wo die Kinder trotzdem nichts lernen. Und alle deine Beispiele ... dennoch denke ich, dass das Schulsystem, das natürlich in Bereichen krankt und immer mehr Geld, Wertschätzung und Förderung verdient hätte, in der Gesamtheit nicht so schlecht ist.
Turbo3 schrieb:Genau, auf dem Punkt gebracht! Sie machen es gerne, weil sie einen Bezug haben.
Nur mal eine Anmerkung: Meine Tochter wollte Latein lernen, davon hat der Nachhilfelehrer abgelehnt auch ihre Mitschüler, weil Latein eben voll zählt, sprich willst eine neue Sprache lernen musst du dir bewusst sein, dass eine ungenügende Note im Latein deine Stufe in Gefahr ist! Das Risiko hat man ihr vollends aus Liebe abgeraten! Da sagten die alle, in der Uni kannst noch Latein nachholen! Und heute jammert, man findet kein Interesse an Latein und will es abschaffen..Genau das bemängle ich!!!! Warum lässt man die Schüler nicht erst mal ausprobieren? Warum bestraft man die Schüler, die ein Risiko eigentlich annehmen wollen , ne man wird da schon bestraft für unnötig ein Fach zu wählen!
Das geht nun in B-W in der RS zumindest mit Französisch - du kannst es für ein Jahr in der 6. Klasse als Nebenfach belegen und entscheidest dann ab Klasse 7, ob du es als Haupfach weiterführst. Ist ziemlich gut.

Am Gymi meiner Kinder ist Latein 3. Fremdsprache - aus dem Grund. Du musst dich maximal drei Jahre damit "herumärgern", wenn du dich verwählt hast und kannst es dann in der Oberstufe wieder abwählen.


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Brauchen wir überhaupt noch Schulen?

14.05.2019 um 20:52
@MissMary
MissMary schrieb:fallen bei 150 Realschulprüfungen im Jahr zwischen 3 und 5 Schüler durch. D.h. 145 verlassen die Schule mit einem erfolgreichen Abschluss
Wären Schulen so schlecht, wie uns der TE das einreden möchte, sähen die Zahlen umgekehrt oder zumindestens wesentlich schlechter aus. Und mit Sicherheit würde so ein Schulssystem sehr schnell total geändert werden.

Aber wie so oft machen die wenigen Unzufriedenen eben mehr Lärm als die vielen Zufriedenen. Und darauf fallen dann Menschen mit mangelnder Kenntnis der Sachlage prompt rein.


@Turbo3
Turbo3 schrieb:Was machen die Finnen besser?
Sagte ich schon zu Beginn de Diskussion, dass kleinere Gruppen oder gar Einzelunterricht in Sachen Aufnehmen von Wissenstoff natürlich mehr bringen als große Gruppen. Zumal nahezu alle sozialen Störungen wegfallen. Vor Allem aber kann ein Lehrer mehr Zeit pro Schüler aufbringen und individueller auf Interessen oder Lernprobleme eingehen.

Kostet natürlich wesentlich mehr. Wobei es aber preislich womöglich gleich bleibe, wenn weniger Schüler besser betreut dafür auch weniger lange zur Schule gingen. Wer schneller lernt, ist auch schneller durch.
Turbo3 schrieb:sprich nimm das Risiko nicht in Kauf, denn damit schadest du dich eventuell, gute Lösung????
Mitnichten. Klingt aber zunächst mal nett und lieb. Och, das ist zu schwer? Na, dann musst Du es nicht machen. So erzieht man aber Leute, die Problemen ausweichen statt sie anzupacken. Die letzten Endes nie dazu lernen wollen, und auch nicht mehr können, weil ihnen niemand gezeigt hat, dass das auch möglich ist oer wie am besten. Und die sich irgendwann dann auch nicht mehr trauen, sich neuen Interessen zuzuwenden.
Wie wäre es aber mit der Alternative: Och, zu schwer? Warte mal, ich zeige Dir, wie man diese Schwierigkeiten überwinden und es trotzdem schaffen kann.
Die erbrachte Leistung sollte der Lohn für die Mühen sein, nicht zuckersüßes Geschwätz.


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