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Brauchen wir überhaupt noch Schulen?

1.361 Beiträge, Schlüsselwörter: Schule, Reform, Digitalisierung

Brauchen wir überhaupt noch Schulen?

03.11.2019 um 00:00
Shionoro schrieb:Der Mann
welcher Mann?
Shionoro schrieb:Der Mann gibt also Freiheraus zu, dass er auch nicht so recht weiß, wie das gehen soll, weil es dafür keine Konzepte gibt.
in der Studie wird doch aufgezeigt, wie es gelingen kann und was dafür nötig ist. Hast Du die nicht gelesen?
Shionoro schrieb:Solllen die lehrer den kindern halt signalisieren, dass sie gesehen werden. Wie auch immer die lehrer das in einer klasse aus mehreren miniklassen mit verschiedenen unterrichtskonzepten bewerkstelligen sollen.
ja, les eben die Studie......ist ja schlimm, klatschst hier einen link rein, um Dich selbstverständlich negativ darüber auszulassen, was in dem Artikel steht, denn Schule ist ja eh doof, aber liest nicht mal die Studie. Soll man Dich ernst nehmen? Das was Du liest auch zu erfassen scheint ja schwierig und dann kommt noch die Voreingenommenheit dazu.


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Brauchen wir überhaupt noch Schulen?

03.11.2019 um 00:13
Tussinelda schrieb:welcher Mann?
Der aus dem Artikel, welcher sonst?
Tussinelda schrieb:in der Studie wird doch aufgezeigt, wie es gelingen kann und was dafür nötig ist. Hast Du die nicht gelesen?
Was steht dazu denn in der studie? Die studie findet erstmal nur, dass man radikales umdenken braucht und spricht recht vage, nach allem was ich gesehen habe.
Da steht dann sowas wie:
Im Folgenden wird zunächst eine Übersicht über mögliche Diagnose- und
Förderinstrumente gegeben (vgl. Kap. 2.2.1) und die wissenschaftlichen
Erkenntnisse ihrer Wirkungen skizziert (vgl. Kap. 2.2.2). Überdies werden
Umsetzungsschwierigkeiten und Widerstände Individueller Förderung diskutiert
(vgl. Kap. 2.2.3). Darüber hinaus wird erläutert, wie individuelle Unterschiede
der Lernenden in heterogenen Lerngruppen genutzt werden können
(vgl. Kap. 2.2.4) sowie aufgezeigt, welche Kompetenzen Lehrpersonen
hierfür benötigen (vgl. 2.2.5)
[...]

(vorsicht, jetzt ein langer text, aber du wolltest die inhalte der studie genauer).
(Wenn du es besser formatiert willst, lies seite 47 der Studie und folgende http://library.fes.de/pdf-files/studienfoerderung/10650.pdf )
Im Rahmen der äußeren Differenzierung lässt sich fachbezogen ergänzend
zum Deutschunterricht die „Rechtschreibwerkstatt“ zielgruppenspezifisch
für Kinder mit Lese- und Rechtschreibschwierigkeiten (LRS) auf
Basis des Förderprogamms LegaOptima skizzieren (Fischer, 2013). Hierbei
findet zunächst im Klassenverband eine testdiagnostische Untersuchung
der individuellen Lese-Rechtschreibkompetenzen der Schülerinnen und
Schüler statt. Nach einer förderdiagnostischen Auswertung wird denjenigen
Kindern eine Teilnahme an der Rechtschreibwerkstatt empfohlen, deren
Testergebnisse nach Abgleich mit den Unterrichtsbeobachtungen der
Lehrpersonen im Fach Deutsch einen speziellen Förderbedarf anzeigen. Im
Rahmen einer ressourcenorientierten Lernberatung werden die individuellen
Lese-Rechtschreibprofile der Kinder kompetenzorientiert analysiert
und in einem kontinuierlichen Lerntraining lösungsorientiert optimiert.
Dazu werden die individuellen Stärken und Interessen der Kinder zur Bewältigung
der persönlichen Schwierigkeiten im Hinblick auf die nächsten
Entwicklungsstufen konsequent genutzt (Vygotski, 2002). Darüber hinaus
werden schulische Trainingseinheiten mit häuslichen Übungssequenzen
kombiniert, wobei effektive Lernstrategien bezogen auf die deutschen Orthografieprinzipien
systematisch eingesetzt werden. Nach Abschluss der
Rechtschreibwerkstatt findet eine erneute test-diagnostische Überprüfung
statt, um die Fördereffekte der Maßnahme nicht zuletzt im Hinblick auf die
weitere Förderplanung zu überprüfen (Fischer, 2010b).
Im Rahmen der inneren Differenzierung lässt sich fachübergreifend das
„Forder-Förder-Projekt zur Individuellen Förderung im Regelunterricht“
zielgruppen-übergreifend für alle Kinder in einem Klassenverband
exemplarisch beschreiben (Bayer, 2009). Dabei sollen Schülerinnen und
Schüler in ihren individuellen Begabungen und Interessen herausgefordert
und zugleich in ihren persönlichen Lernkompetenzen gefördert
werden (Fischer, 2006). Grundlegend hierfür sind Strategien des selbstregulierten
forschenden Lernens, d.h. Strategien der Informationsverarbeitung,
Selbststeuerung und Leistungsmotivierung.
Zunächst werden anhand diverser Testverfahren und Fragebögen individuelle
Begabungsprofile und Interessensschwerpunkte sowie persönliche
Lernkompetenzen erfasst. Die Schülerinnen und Schüler wählen interessensbasiert
eine eigene Thematik bzw. Fragestellung, zu der dann eine
systematische Literaturrecherche (z.B. Bibliotheken, Internet) vorgenommen
wird. Darüber hinaus werden wissenschaftliche Forschungsmethoden
(z.B. Interviews, Befragungen, Beobachtungen, Experimente) zur Informationssuche
eingesetzt. Ihre Untersuchungsbefunde dokumentieren

die Schülerinnen und Schüler in einer Expertenarbeit und präsentieren
zentrale Ergebnisse in einem Expertenvortrag. In der Projektevaluation
wird mit erneuten testdiagnostischen Untersuchungen die Wirksamkeit
des Formats für die Kompetenzentwicklung und eine weitere Projektteilnahme
genauer überprüft.
Beide Best-Practice-Beispiele nutzen diagnostische Instrumente (z.B. Testverfahren,
Fragebögen) zur Feststellung des Forder-Förderbedarfs sowie zur
Überprüfung der Forder-Fördereffekte (Prä-Post-Vergleich). Neben der Statusdiagnostik
wird auch eine Prozessdiagnostik (z.B. Leitfadeninterviews,
Lerntagebücher) eingesetzt, um die Lernentwicklung zu dokumentieren
sowie die Unterstützungsmaßnahmen zu adaptieren. In beiden Beispielen
werden didaktische Konzepte (z.B. Vermittlung intelligenten Wissens, Strategien
selbstregulierten Lernens) auf verschiedenen Ebenen (z.B. kognitive,
metakognitive, motivational-volitionale Strategien) beachtet.
Das heißt, im endeffekt hat sich die studie da zwei konzepte wo sie fanden, dass es gut funktioniert hat, angeschaut und empfiehlt die.
Wie soll das für einen normalen lehrer so auf einer normalen schule umsetzbar sein? Da geht man schon direkt davon aus, dass es so eine rechtschreibwerkstatt z.b. gibt an der schule. Da muss eine extra stelle sein die mit schwachens chülern dann die gesamte rechtschreibung nochmal auf persönliche probleme rücksichtnehmend durchgeht.

Beim anderen Ding sollen mit Fragebögen individuelle Lernkompetenzen erfasst werden.
Dann:
Die Schülerinnen und Schüler wählen interessensbasiert eine eigene Thematik bzw. Fragestellung, zu der dann eine systematische Literaturrecherche (z.B. Bibliotheken, Internet) vorgenommen wird.
Darüber hinaus werden wissenschaftliche Forschungsmethoden (z.B. Interviews, Befragungen, Beobachtungen, Experimente) zur Informationssuche eingesetzt. Ihre Untersuchungsbefunde dokumentieren. die Schülerinnen und Schüler in einer Expertenarbeit und präsentieren zentrale Ergebnisse in einem Expertenvortrag. In der Projektevaluationn wird mit erneuten testdiagnostischen Untersuchungen die Wirksamkeit des Formats für die Kompetenzentwicklung und eine weitere Projektteilnahme genauer überprüft.
Ist so ein Ding, das sicha uf dem Papier ganz toll anhört, wo sich aber jeder vorstellen kann, dass das nur auf gesitteten Gymnasien klappt und auch da dann bei den 'experten' eher wikipediawissen oder ähnliches abgespult wird.

Man fußt sich da auf zwei modellprojekte, nicht auf etwas, was für normale lehrer irgendwie umsetzbar wäre, verlangt aber von lehrern irgendwelche kompetenzen.
Die realität ist aber keine schreibwerkstatt, die realität ist ein lehrer mit einer klasse in der kein frontaluntericht zu machen ist und für die er auch kein tolles modellprojekt hat normalerweise bei dem er die kinder einfach in die bib schicken und selbst lernen lassen kann.
Tussinelda schrieb:ja, les eben die Studie......ist ja schlimm, klatschst hier einen link rein, um Dich selbstverständlich negativ darüber auszulassen, was in dem Artikel steht, denn Schule ist ja eh doof, aber liest nicht mal die Studie. Soll man Dich ernst nehmen? Das was Du liest auch zu erfassen scheint ja schwierig und dann kommt noch die Voreingenommenheit dazu.
Nun kann ich im gegensatz zu dir studien aber sogar interpretieren.


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03.11.2019 um 00:25
Ach und noch was: Die beiden projekte, die die studie als zukunftsweisend sieht, klingen ziemlich nach meiner argumentationslinie:

Das eine konzept nimmt Kinder mit Förderbedarf aus dem Regelunterricht heraus und arbeitet mit ihnen persönlich an spezifischen problemen.
Das andere setzt auf persönliche Interessen und selbstständiges lernen.

Also genau das, wo ich auch hin will. Nur ist das im jetzigen Schulsystem so halt nicht zu machen. Das können lehrer nicht leisten und schüler sind dazu so einfach nicht zu animieren, wenn man sie nicht von klein auf dort hin führt.


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03.11.2019 um 00:42
@Shionoro
Danke, aber ich hatte die Studie bereits gelesen.
Shionoro schrieb:Der aus dem Artikel, welcher sonst?
welcher denn? Nenn "ihn" doch mal beim Namen.
Shionoro schrieb:Nun kann ich im gegensatz zu dir studien aber sogar interpretieren.
überschätz Dich nicht, Deine "Interpretation" ist nicht der Weisheit letzter Schluss, sondern schlicht Deine Interpretation.


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03.11.2019 um 11:36
Tussinelda schrieb:welcher denn? Nenn "ihn" doch mal beim Namen.
Hab ich doch schon. Der Herr Vock, welcher in meinem Zitat namentlich erwähnt wird. Ja ich hab jetzt auch gemerkt, dass das eine Frau ist, aber auf wen ich mich da im Zitat beziehe war trotzdem ersichtlich.
Tussinelda schrieb:überschätz Dich nicht, Deine "Interpretation" ist nicht der Weisheit letzter Schluss, sondern schlicht Deine Interpretation.
Dann liefer doch mal deine, die du ja die ganze studie gelesen haben willst. Du kannst mir sicher sagen, wie heutige lehrer konkret einen solchen inklusiven unterricht, wie er da angerissen ist (so mit diagnostik, einteilen in gruppen, dme gerecht werden der einzelnen sehr heterogenen gruppen) bewerkstelligen soll, ohne, dass er da auf irgendeine rmusterschule ist die ihm dafür ganz tolle hilfestellungen und schreibwerkstätten anbietet?


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03.11.2019 um 12:07
Aus dem Papier von Fischer:
Im Rahmen der inneren Differenzierung lässt sich fachübergreifend das
„Forder-Förder-Projekt zur Individuellen Förderung im Regelunterricht“
zielgruppen-übergreifend für alle Kinder in einem Klassenverband
exemplarisch beschreiben (Bayer, 2009). Dabei sollen Schülerinnen und
Schüler in ihren individuellen Begabungen und Interessen herausgefordert
und zugleich in ihren persönlichen Lernkompetenzen gefördert
werden (Fischer, 2006). Grundlegend hierfür sind Strategien des selbstregulierten
forschenden Lernens, d.h. Strategien der Informationsverarbeitung,
Selbststeuerung und Leistungsmotivierung.
Wie soll das in der Praxis funktionieren, wenn nicht Unmengen an Geld ins System gebuttert wird? Dass Lehrerinnen und Lehrer jetzt für eine Unterrichtseinheit nicht eine Sequenz, sondern 25 entwerfen, ist doch illusorisch, wenn die Unterrichtsverpflichtung nicht auf zwei Stunden pro Tag reduziert wird. Dann bleiben 30 Stunden Vor- und Nachbereitung. Bei 50 Schülerinnen und Schüler sind das 0,6 Stunden pro Woche, also 36 Minuten, macht sieben Minuten pro Schülerin und Schüler pro Tag.

Im Augenblick sind es bei fünf Deutschklassen rund 120 Schülerinnen und Schüler, die von einer Lehrkraft individuell betreut werden sollen.

Ja ... eh ... Kein Wunder, dass Leute lieber Papierl für irgendwelche Ministerien schreiben und sie "Studien" nennen, als ihre Stachanow-Vorschläge in die Praxis umsetzen.


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03.11.2019 um 12:36
@Narrenschiffer

GEnau das ist das DIng. Man kann ganz viele schön klingende sätze schreiben, die man auf irgendwelchen modellprojekten mit motivierten experten und perfektem support fußt.
Bringt dem normalen lehrer überhaupt nix, außer man setzt ernsthaft radikale reformen um bei denen man sich an der realität orientiert.

DAs will ich mit meinem konzept ja genau machen, dass wir uns genau überlegen: Was können wir in der REALITÄT leisten?

Solche papiere orientieren sich eher daran, was man in einer ganz anderen realität vielleicht machen könnte.

Ein normaler lehrer der einfach alleine vor einer klasse von Leuten steht, die er unterrichten soll, der KANN keinen vernünftigen unterricht bei dem irgendwer etwas substantielles lernt nicht gewährleisten, wenn klassen so heterogen sind, dass er sie in mehrere Miniklassen einteilen muss und special needs kinder da drin hat.

WAs bei sowas rumkommt ist, dass irgendeinem lehrer irgendein lehrgang (oder er lernt es auf der uni) gegeben wird für ein auf dem papier toll klingendes konzept. Der macht das dann und macht irgendwelche tests und gruppenarbeiten. Einmal macht er das, zweimal macht er das. DAnn merkt er, dass das irgendwie gar nicht so toll funktioniert und er macht seinen Frontalunterricht weiter


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04.11.2019 um 16:25
Shionoro schrieb:ohne, dass er da auf irgendeine rmusterschule ist die ihm dafür ganz tolle hilfestellungen und schreibwerkstätten anbietet?
wie kommst Du darauf? Natürlich müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein aber ist ja nicht so, dass dies nicht schon passiert......aber man kann natürlich alles schlecht reden, wenn man nicht entsprechend informiert ist.
Shionoro schrieb:Bringt dem normalen lehrer überhaupt nix, außer man setzt ernsthaft radikale reformen um bei denen man sich an der realität orientiert.
ja, vielleicht noch dramatischer.......
Shionoro schrieb:DAs will ich mit meinem konzept ja genau machen, dass wir uns genau überlegen: Was können wir in der REALITÄT leisten?
ja, Dein Konzept, das ist nur kein Schulkonzept, eher das Gegenteil. Hier, ist ja nicht so, dass es nicht schon entsprechende Programme gäbe
https://www.lehrerfortbildung.schulministerium.nrw.de/Fortbildung/Vielfalt-fördern-NRW/
um Schulen, Schulleiter, Lehrer entsprechend zu schulen.......


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04.11.2019 um 22:27
Tussinelda schrieb:wie kommst Du darauf? Natürlich müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein aber ist ja nicht so, dass dies nicht schon passiert......aber man kann natürlich alles schlecht reden, wenn man nicht entsprechend informiert ist.
Tussinelda schrieb:ja, vielleicht noch dramatischer.......
Also dann butter bei die fische: Was steht denn da so als Handlungsansatz in der studie,w as ein normaler lehrer an einer normalen Schule umsetzen kann?
Tussinelda schrieb:ja, Dein Konzept, das ist nur kein Schulkonzept, eher das Gegenteil. Hier, ist ja nicht so, dass es nicht schon entsprechende Programme gäbe
https://www.lehrerfortbildung.schulministerium.nrw.de/Fortbildung/Vielfalt-fördern-NRW/
um Schulen, Schulleiter, Lehrer entsprechend zu schulen.......
Richtig, weil ich etwas besseres als SChulewill, denn die heutige Schule hat ausgedient. Sieht auch jeder, wollen nur die wenigsten wahrhaben. Darum gibt es ja auch studien, die irgendwelche konzepte erarbeiten wollen, die dann aber in der schulrealität leider nicht umzusetzen sind.

Dass es Lehrerfortbildungen gibt tut demkeinen Abbruch, sie helfen ja scheinbar nicht, die gibt es seit jahrzehnten.


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04.11.2019 um 22:29
Zu der fortbildung übrigens:

https://www.lehrerfortbildung.schulministerium.nrw.de/Fortbildung/Vielfalt-fördern-NRW/Fortbildungsinhalte/
Die vier Module der Fortbildung bestehen aus theoretischen Bausteinen, praktischen Trainingseinheiten und Reflexionen über die Weiterentwicklung des Unterrichts. Zu Beginn der Fortbildung wird das Grundverständnis zur individuellen Förderung und zum Lernen in den Blick genommen. Es wird berücksichtigt, wo die Schule bzw. das Kollegium im Schulentwicklungsprozess steht. Im Verlauf der Fortbildung werden zunehmend fachspezifische Elemente berücksichtigt, sodass auch Fachkonferenzen über die Kollegen nach und nach einbezogen werden.

Die Fortbildung ist auf zwei Jahre angelegt und umfasst ca. 2,5 Fortbildungstage pro Modul – also insgesamt 10 Tage bzw. 80 Stunden im Zeitraum von 2 Jahren.

Die Inhalte der Fortbildung wurden von erfahrenen Fortbildnern, unter wissenschaftlicher Begleitung der Universität Münster und mit weiteren Wissenschaftlern erarbeitet.
Übersicht über die vier Module der Fortbildung:

Modul 1: Teamentwicklung im Kollegium
Modul 2: Identifizierung von Potenzialen und Interessen/ Evaluation (Diagnostik)
Modul 3: Lernen und Lehren – Potenziale fördern und kompetenzorientiert unterrichten (Didaktik 1)
Modul 4: Lernen und Lehren – Potenziale fördern und kompetenzorientiert unterrichten (Didaktik 2)
Also innerhalb von zwei jahren 10 Tage. Wow. Das wird den Schullalltag sicher revolutionieren, vorallem wenn zwei Tage davon Teamentwicklung ist.


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05.11.2019 um 08:08
@Shionoro
Das ist nur EIN Beispiel, immerhin gibt es Schulungen, es gibt Anleitungen, es gibt Programme. Ob das ausreicht oder nicht kannst Du natürlich beurteilen, nicht wahr?
Es gibt auch alle möglichen anderen Schulkonzepte, wie die Flachsland Zukunftsschulen zum Beispiel. Aber da ja eh alles außer Deiner Idee scheisse ist, ist es müßig, sich da Mühe zu geben. Also arbeite Du an Deinem Modell und bleibe eben davon überzeugt, dass nur DU die dollen Ideen hast. Mir soll es recht sein.


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05.11.2019 um 12:35
@Tussinelda

Das ist gar kein Beispiel. Das ist ein zehn Tages lehrgang. Es gibt lehrerlehrgänge, jo.
Das ist eines von vielen konzepten deren nutzen überhaupt nicht in der normalen schulrealität belegt ist sondern die eben auf kleinen modellprojekten fußen.

Wir haben kein groß angelegtes konzept, dass wir schulen bzw. den unterricht dahingehend modernisieren, dass wir mit heterogenen kalssen klarkommen.Sowas gibt es schlichtweg nicht. Kleine lehrgänge, selbst wenn dieses konzept gut wäre, reichen da nicht aus.

Warum ist denn dieses tolle konzept noch nicht überall implementiert? klassen sind nicht erst seit gestern heterogen, forschen kann man daran auch nicht erst seit gestern und eigentlich müsste man doch jetzt mit aller kraft gegensteuern.
Stattdessen gibt es vereinzelte zehn tages lehrgänge über zwei jahre hinweg.

Schlichtweg haben wir keine tragfähige antwort auf die heterogenität die wir sehen. Es gibt ein paar leute die daran forschen und modellprojekte hatten, die mal mehr, mal weniger gut geklappt haben und die so eventuell gar nicht auf die schulrealität übertragbar sind.

Aber tu du nur weiter so, als wäre alles ok, während andere leute darunter leiden, dass es das nicht ist.


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05.11.2019 um 12:45
@Shionoro
Ich tue nicht so, als wäre alles ok, Du disqualifizierst Dich immer weiter durch Deine ständigen Unterstellungen. Es gibt unterschiedliche Schulmodelle, unterschiedliche Unterrichtsmodelle, unterschiedliche Angebote. Ich wollte Dir nur aufzeigen, dass sich sehr wohl was bewegt, schon bewegt hat. Und sich weiter bewegen wird, denn Heterogenität ist in einigen, wenn nicht gar allen ich habe es nicht überprüft, iSchulgesetzen eingepflegt.
Dein Konzept hat mit Schule nichts zu tun. Das weißt Du auch. Aber es ist natürlich trotzdem die aller aller beste Idee, das tollste Konzept. 👍


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05.11.2019 um 12:57
@Tussinelda

Ich sage nicht, alles außer meiner Idee ist scheiße. Du disqualifiierst dich durch deine ständigen unterstellungen.
Bitte kehre doch zu einer vernünftigen Diskussionsatmosphäre zurück.

Natürlich gibt es allerlei unterschiedliche modelle, das ist aber kein arugment dafür, dass sich etwas bewegt. Die gab es immer schon und scheinbar hat uns die forschung ja nicht darauf vorbereitet, was wir jetzt haben (sonst hätten angehende lehrer ja schon vor 10 Jahren gelernt, wie man mit heterogenen klassen umgeht).
Man beginnt jetzt zu forschen und allerlei modelle sich zu überlegen, mit dem problem, dass da noch nichts tragfähiges bei rauskam, was so erfolgreich im schulalltag implementiert wird.

Man erkennt immer mehr, dass die normale schule keinen sinn macht. Man will es nur nicht zugeben. Diese ansätze in der studie gehen ja recht nahtlos in mein system oder ein ähnliches system über, in dem sie viel einfacher zu implementieren wären.
Irgendwas ins chlugesetze reinzuschreiben bringt nicht viel. Das ist dann gesetzlich verankerte inklusion, bei der keiner inkludiert wird aber man sich halt darüber freut, dass es formal so ist, ungeachtet der realität.

Ich sag nicht mein system ist der weisheit letzter schluss, ich sag, dass das heutige system schule nicht mehr zu retten ist in der heutigen zeit, man aber traurigerweise immernoch daran festhält.
Das ist als würde man versuchen die dampfmaschine zu retten, nur weil die ersten elektrischen motoren die aufkamen auch nicht der weisheit letzter schluss waren.


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05.11.2019 um 18:02
Hier auch noch ein SChmankerl https://www.hessenschau.de/gesellschaft/hessens-schueler-fordern-abschaffung-der-hausaufgaben,schueler-psychische-proble...
Eine Umfrage unter rund 50.000 hessischen Schülern ergab, dass mehr als jeder Zweite in Mittel- und Oberstufe durch Hausaufgaben gestresst sei. Manche beklagten sogar Schlafstörungen oder Burnout. Nicht einmal die Hälfte erhalte Hilfe. Deshalb sollen laut Landesschülervertretung nun radikale Änderungen her.
Hausaufgaben sollen abgeschafft werden

"Das Schulsystem scheint noch immer nicht im Stande zu sein, Schüler vollumfassend als Menschen zu begreifen", sagte Appuhn. Die Wissensvermittlung stehe über den persönlichen Problemen der Schüler. Um den Leistungsdruck zu senken, forderten die Schülervertreter die Abschaffung von Hausaufgaben. Stattdessen sollte nach dem Unterricht in Gruppen gelernt werden.

Außerdem gehöre psychische Gesundheit auf den Lehrplan, zum Beispiel im Biologieunterricht. Zudem forderte Appuhn Präventionsprogramme, aber auch Fortbildungen und Hilfe für Lehrer.
Auch die Lehrer überlastet

Diese Idee fruchtet auch bei der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW). "Lehrer können psychische Probleme in den Schulen leider gar nicht adäquat erkennen und deshalb auch nicht adäquat reagieren", sagte die hessische GEW-Landesvorsitzende Birgit Koch der Nachrichtenagentur dpa.

Schulungen und Aufklärungsangebote seien daher sinnvoll. Neben den Schülern seien auch die Lehrer überlastet und auf psychologische Hilfe angewiesen, dafür brauche es Personal.
Wir müssen heutzutage schon darüber reden, wie wir verhindern, dass schüler durch hausaufgaben psychische Probleme bekommen. In der Mittel und Oberstufe, nicht bei den kleinen....
Jetzt sollen die Lehrer weiter geschult werden (stichwort @Tussinelda ), wie sie denn auch noch direkt psychische probleme erkennen.

Während sie dann geschult werden, wie sie in ihren heterogenen klassen alle in gruppena ufteilen, für die sie alle unterschiedliche lehrkonzepte durchführen, dabei den special needs kindern helfen und dabei auch ja nicht irgendwie jemandem nicht gerecht werden.
Während sie selbst psychisch am Ende sind.


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06.11.2019 um 07:33
Shionoro schrieb:Außerdem gehöre psychische Gesundheit auf den Lehrplan, zum Beispiel im Biologieunterricht. Zudem forderte Appuhn Präventionsprogramme, aber auch Fortbildungen und Hilfe für Lehrer.
Wäre gut, wenn das endlich integriert wird - allerdings hat man schon vor Jahren nachgewiesen, dass die Konzentrationsspanne und Lernmotivation bei Schülern ziemlich im Eimer ist. Da von Schlafstörungen und Burnouts zu lesen, ist schon krass. Aber anstatt nachzuschauen, was für Faktoren daran beteiligt sind abseits der so anstrengenden Hausaufgaben (digitalisierte Kultur, Reizüberflutung, dröger Lehrcontent, keine Muße, egozentrische Gratifikation statt Solidarisierungserfahrung etc.), kommt nur wieder weitere Therapeutisierung des Individuums. Mal sehen, wie lange dieser Trend der optimierenden Selbstverwaltung noch aufgeht, angesichts schwindelerregender Hospitalisierungszahlen. Lernen in Gruppen hört sich ja erstmal gut an, aber zumindest wir haben uns in der freien Gruppenarbeit nur einen lauen Lenz gemacht.
Shionoro schrieb:Während sie selbst psychisch am Ende sind.
Ist manchmal wirklich so bei Lehrern. Nur woher soll das zusätzliche Personal hergenommen werden? Vielleicht erschließt sich hier ja wieder eine dieser neuen Berufssparten, wenn man schon nicht ausm Gesundheitssystem rekrutieren kann, haha.


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06.11.2019 um 08:27
Hmmm...

...fragt sich dann nur, wie wir es zu einer der fuehrenden Nationen, bzw. in Europa zu einem der fuehrenden Kultur- und Wirtschaftsraeume gebracht haben, mit "Schule" in der Form, wie wir sie haben?

Vermutlich hatten wir nur einige Dekaden, ja ein paar hundert Jahre unverschaemtes Glueck und das ist uns jetzt ausgegangen.

Muessen wir aber auch Zehnjaehrige mit "Linearer Algebra" quaelen, anstatt ihnen ein Tablet mit Youtube-Videos zum gefaelligen Selbststudium in die Hand zu legen...

...Bruchrechnen, Prozentrechnen und den Satz des Pythagors koennen sie dann doch an der Universitaet lernen.

Wenn deine Nachhilfeschueler nicht den Hauch einer Ahnung haben, was das fuer Aufgaben und Probleme sind, die sie da bearbeiten muessen, liegt das auch ein wenig an dir,lieber Threadstarter.


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06.11.2019 um 08:54
Trailblazer schrieb:wir es zu einer der fuehrenden Nationen, bzw. in Europa zu einem der fuehrenden Kultur- und Wirtschaftsraeume gebracht haben
Mag ich ja nicht so ganz glauben (Pisa-Studien). Habe mit Leuten aus Finnland gesprochen: konnten oft recht fließend Englisch, obwohl die gerade mal 19/20 waren.
Trailblazer schrieb:Muessen wir aber auch Zehnjaehrige mit "Linearer Algebra" quaelen, anstatt ihnen ein Tablet mit Youtube-Videos zum gefaelligen Selbststudium in die Hand zu legen...
So auf Selbststudium zu hoffen, obwohl man sich ja lieber im Unterricht berieseln lässt, kann nicht die Lösung sein.


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06.11.2019 um 09:01
postcrysis schrieb:So auf Selbststudium zu hoffen, obwohl man sich ja lieber im Unterricht berieseln lässt, kann nicht die Lösung sein.
Genau, das wird nicht funktionieren!

Anstatt in irgendwelche Phantasien abzudriften, weil wir feststellen, dass der Schulbetrieb an einem gewissen - offenbar zunehmenden - Anteil der Schüler "wirkungslos vorbei läuft", sollten wir die Ursachen dafür suchen...

...weil offenbar das, was früher einmal funktioniert hat, heute nicht mehr greift.

Ich habe selbst eine Zeit lang Nachhilfe in naturwissenschaftlichen Fächern gegeben und habe eine Vorstellung davon, wo es klemmen könnte...

...und das nicht - zumindest nicht an erster Stelle - die Schule.

----

Ist das nicht völlig normal, dass man als Jugendlicher hierzulande halbwegs fließend Englisch spricht? Zumindest auf der Realschule und dem Gymnasium.


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06.11.2019 um 09:06
Trailblazer schrieb:...Bruchrechnen, Prozentrechnen und den Satz des Pythagors koennen sie dann doch an der Universitaet lernen.
In Grundzügen gebe ich dir recht , man muß nicht X und Y Variable beherrschen nach der Schule , sondern "Alltagsmathe"
Viele Jugendliche die ich kenne schaffen es nicht beim Einkaufen grobes Überschlagsrechnen um zu wissen was sie in Etwa im Einkaufswagen haben oder können nicht in etwa ausrechnen wie weit sie mit ihrem Sprit noch kommen.
Auch im Job erlebt das sie in Grundrechenarten mies sind.
Gerade diese Sachen müssen in der Schule m.M.n. besser geübt werden ,
Berufsspezifische Unterrichtsinhalte gehören an die Berufsschule und dafür dort solche Fächer wie Sport und Religion ( in Bayern auch dort auf dem Lehrplan) weg. Ich hatte schon Auszubildende zum Berufskraftfahrer dabei die die Wirkungsgrade ausrechnen konnten , aber das Gewicht von Stückgutladungen nicht addieren konnten .
Die Schule müsste einfach mehr an den sich veränderten Alltag angepasst werden und der Lehrstoff auf Schule , Berufsschule und Uni neu aufgeteilt werden.


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