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Verharmlosung linker Gewalt stärkt Rechtsextreme

815 Beiträge, Schlüsselwörter: Chemnitz, Rechtsextreme, G20, Rechts/links, Demogewalt

Verharmlosung linker Gewalt stärkt Rechtsextreme

12.09.2018 um 16:20
Natürlich sind an all' dem die Migranten schuld.
Früher waren es die Juden.
Nee Doors, heute ist es doch die NWO. Obwohl nach Lesart der rechten Faschos ist das ja auch der "böse" Jude" mit dem Oberpösen Soros als Hohepriester ;-)


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Verharmlosung linker Gewalt stärkt Rechtsextreme

12.09.2018 um 16:43
JamieStarr schrieb:Für manche sind ja bereits schärfere Ausweiskontrollen rechtsextrem.
Sehr herzergreifend und auch so glaubwürdig. *schnief* :cry:

Wusstest du auch, das man für manche schon als linksextrem gilt, nur weil man etwas anders machen würde?


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Verharmlosung linker Gewalt stärkt Rechtsextreme

12.09.2018 um 17:09
@interpreter
Es geht nicht darum, die Arschigkeit der Rechten zu relativieren. Wenn jemand auf eine Demo geht und die Hand zum Hitlergruß hebt oder Parteipolitisch das Erschießen von Flüchtlingen an Grenzen fordert disqualifiziert er sich für einen rationalen Austausch. Das ist jetzt so, das sollte auch so bleiben.
Das ist doch überhaupt nicht der Fall. Das ist doch das Kranke daran. Es findet schon ein Austausch mit denjenigen statt, die Flüchtlinge an der Grenze erschießen wollen und trotzdem wird hier diskutiert, man müsse doch offener sein und den Menschen zuhören, ihnen entgegenkommen und dies und jenes.

Selbstverständlich muss man ganz pauschal auf Menschen zugehen und diskutieren. Aber genauso selbstverständlich zieht jeder seine Grenze für Positionen die nicht verhandelbar sind und denen man auch nicht Platz gewähren darf. Wie eben das Erschießen von Frauen und Kindern an der Grenze.
Aber seid ihr wirklich der Überzeugung, dass jemand der denkt, dass Flüchtlinge ein Problem sein könnten, deswegen politisch isoliert werden sollte?
Nein.
Wieso werden denn aber vernünftige Personen bzw. rationale Standpunkte mit denen vermischt, die man wie raitingo schon als rassistisch einstuft oder im Threadkontext als Rechtsextremisten betrachten kann.
Ich selbst betrachte Flüchtlinge als Problem, als ein Riesenproblem sogar. Aber nicht ihre Existenz selbst ist mein Problem, nicht ihre Anwesenheit in Deutschland, nicht ihre Herkunft, Hautfarbe, sondern die massiven Probleme, die sie mitbringen und die es zu lösen gilt. Natürlich fallen darunter gerade auch Integration, Kriminalität und all die Themen, die die AfD gerne ausschlachtet.
Ich hab mal mit einem "Linken" geredet, der den Kommunismus umsetzen wollte. Als ich ihm sagte, dass das im Grunde gegen die eher selbstsüchtige menschliche Natur ist, schlug er eine "brutale Diktatur die die Menschen umerziehen sollte" vor, um das Ganze umzusetzen.

Auf der anderen Seite dann der Rechte/Nazi der sich in seiner Kultur wohlfühlt und diese durch alles Fremde bedroht fühlt. Er wünscht sich vieleicht eine brutale Diktatur in der alle Fremden umgebracht wird.
Eben, die Ränder sind Banane. Wir reden hier doch aber auch von Rändern, von Linksextremisten bzw. linker Gewalt und Rechtsextremismus.
Versuche doch mal den Linken aus deiner Anekdote dahingehend einzuschätzen, wie sehr sich seine Vorstellung bzw. "Fantasie" durch die Verharmlosung rechtsextremer manifestiert hat. Wieso sollte auf der anderen Seite der Nazi sich von Fremden bedroht fühlen, weil linke Gewalt verharmlost werden würde?
Sollte man Einem von Ihnen das Ruder überlassen? Nein natürlich nicht. Aber Beide können wählen und sich daher am politischen Willensbildungprozess beteiligen.
Aber in letzter Zeit kommt es mir eher so vor, als würden zunehmend die äußeren Ränder den Prozess bestimmen.
Mir kommt es eher so vor, als würde ein Rand den Prozess immer mehr mitbestimmen. Der andere Rand dümpelt eher vor sich hin.. Die Stimmen der Linken haben sich nicht groß verändert. Noch sind sie derzeit besonders intensiv wahrzunehmen. Demgegenüber steht die AfD, eine CSU mit Seehofer, dutzende IDAS usw. usf. die allesamt lautstark lamentieren und hetzen.

Wenn also, und das betrachtest du ähnlich wie ich, die extremen Ränder den Prozess bestimmen, kann doch nicht die Lösung sein, dass man
Unsere demokratische Ordnung hat doch das Ziel, einen Konsens irgendwo in der Mitte der Gesellschaft zu finden.
Es gibt keinen Konsens der lauten könnte, ein bisschen Frauen und Kinder erschießen ist in Ordnung.
Es sollte auch keinen Konsens geben, wenn die Verzerrung nach Rechts das Verlassen der Verfassungsmäßigkeit zur Folge hat.
Die am rechten Rand relativieren reflexiv alles Schlechte was andere Rechte tun, maschieren mit Kumpanen die besagten Hitlergruß zeigen und bilden sich wer weiß was darauf ein, dass sie das nicht selber machen. Jeden der ihnen auf irgendeiner Weise widerspricht wird zum Linksgrünversifften Gutmenschen (oder wie immer die das nennen).
Die am linken Rand relativieren reflexiv alles Schlechte was andere Linke oder wahlweise Ausländer tun. Leugnen, dass die Kultur irgendeinen Einfluss auf Irgendwas hätte, und stellen jeden der ihnen widerspricht als Nazi da.

Beide dieser Gruppen, halten jeden, der irgendwas schreibt, was ihnen gefällt sofort für ihren Freund und jeden der was anderes schreibt sofort für ihren Feind.
Eben, gerade die mangelnde Logik bzw. Unfähigkeit zur Selbstreflektion ist dann ein Argument, das der Threadthese widerspricht. Es kann zwar durchaus sein, dass das der Fall ist und eine Verharmlosung zur Stärkung führt. Nur wäre das Gegenteil, oder jede andere Konstellation genauso denkbar.
Klar gibt es Zwischentöne, klar gibt es rationale Menschen die mehr oder weniger ideologisch gefärbt sind aber die Debatten hier und der Dreck in den Kommentarspalten sprechen klare Sprache.
Jup, ich sage eben nur, dass ich den Dreck auch weiterhin Dreck nennen werde. Nirgends spreche ich mit gegen vernünftige Diskussionen, Argumente aus, auch nicht mit mir diametralen Positionen; schon gar nicht mit denen.
@shionoro
und
@raitoningu

Versuchen hier meines Erachtens in der Hauptsache für etwas mehr Zivilität und Sachlichkeit in den Diskussionen zu plädieren.
Findest du. Ich denke, während man auf zwanghafter Fehlersuche sich in Absurditäten verirrt, ändern andere tatsächlich etwas, die Deutungshoheit, den Diskurs der stattfindet.
Insofern ist es wirklich ärgerlich, hier die Mühe zu investieren und sich gegenseitig die Köpfe "einzuschlagen". Das freut die Klientel Rechts Außen nur.
Denn es muss doch wohl klar sein, dass man durch Geschrei niemanden überzeugt. Es ist schwer zu verkaufen, dass der Linke, der auf den G20 Protesten gegen das Finanzkapital deinen Renault Twingo abfackelt im Grunde ein guter Mensch ist.
Ebenso ist es schwer zu verkaufen, dass der brennende Renault Twingo mit dem er seine Brötchen verdient und seine Familie versorgt, für den Betroffenen nicht so schlimm wäre, weil anderswo Rechte Asylantenheime anzünden. Versteht mich nicht falsch, ich will wiederum nicht den brennenden Twingo mit Asylantenheimen gleichsetzen, nur aufzeigen, dass diese rechts-links Debatte für den Betroffenen quasi ein Stoß vor den Kopf ist.
Mir würde vorerst reichen, Eigentum nicht mit Leben gleichzusetzen. Nein, nicht du. Aber fortwährend auch hier im Thread wir Sachbeschädigung in einem Atemzug mit Angriffen auf Meschen selbst genannt.
Kann man so halten, muss man aber nicht.

Das kann man natürlich völlig zulässigerweise umkehren. Dass der unideologisch freiwillige Helfer völlig unempfänglich für die Argumente konservativer Ideologen und besorgter Bürger sein wird, wenn die Familie die er voller Tatenkraft unterstützt hat, vor den Trümmern steht und ihren ganzen Besitz verloren hat, weil das besagte Asylantenheim abgefackelt ist.
Daher wird hier nicht gefordert, umzuschwenken oder nur die Rechten oder nur die Linken verantworlich zu machen es wird dazu aufgefordert alle Verbrechen und Gewalttaten von beiden Seiten gleich zu behandeln.
Was heißt gleich behandeln? Was verstehst du darunter, das Abbrennen eines Asylantenheims gleich dem Abbrennen eines Twingos zu behandeln. Das ist mir nicht klar, da du ja betonst, dass es eigentlich nicht gleichzusetzen ist.
Es wird nicht gefordert, den rechten oder den Linken das Feld zu überlassen sondern von Beiden Seiten zivil miteinander zu diskutieren (wenn die völlig kaputten äußeren Ränder ausgeklammert werden, ist das kein Beinbruch aber die äußeren Ränder sind nicht die Mehrheit).

Niemandem soll das Feld überlassen werden außer vielleicht der Demokratie, die einen gangbaren und möglichst vernünftigen Kompromiss zwischen allen Parteien findet.

Das ist es was zwischen all dem Gestreite und gegenseitigen Vorwürfen die eigentliche Intention ist.

Die finde ich garnicht so schlecht.
Jau, wieso sollte jemand ein Problem damit haben? Ich sehe da zumindest keines..


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Verharmlosung linker Gewalt stärkt Rechtsextreme

12.09.2018 um 19:16
@Whoracle
@vincent
Whoracle schrieb:So wird einem nämlich auch niemand zuhören, denn diese Vorwürfe, die teils als Drohung formuliert werden, muss man sich von rechter Seite seit 3 Jahren anhören....sie sind eig gar nicht so, aber weil alle so böse zu ihnen sind blablabla.

Wenn ich schon lese "Damit stärkt ihr nur die AfD" schalte ich auf Durchzug. Ich habe keine Lust mir diesen Quark zum 70000sten Mal anzuhören.
Ich könnte euch alleim hier im Forum 100e Posts in die Richtung raussuchen und ich wette mind die Hälfte der User, die das geäußert haben, sind mittlerweile hier rausgeflogen....weil sie nicht nur ein bißchem besorgt waren.
vincent schrieb:Findest du. Ich denke, während man auf zwanghafter Fehlersuche sich in Absurditäten verirrt, ändern andere tatsächlich etwas, die Deutungshoheit, den Diskurs der stattfindet.
Insofern ist es wirklich ärgerlich, hier die Mühe zu investieren und sich gegenseitig die Köpfe "einzuschlagen". Das freut die Klientel Rechts Außen nur.
Was ihr hier ansprecht, trifft im Grunde auch meinen zentralen Kritikpunkt an diesem Thread. Nicht die Intention ist für mich das Problem sondern etwas, das ich "Naivität des Rationalisten" nenne.
Der Rationalist denkt sich, dass die Diskussion und das Thema immer für sich stehen sollen. Er würde also in einer klar abgegrenzten Sachdiskussion die Linke kritisieren, ohne das irgendwelche nicht ausgesprochenen Argumente damit einhergehen.
Der Realist weiß, dass es nicht so einfach ist. Er weiß, dass eine umfassende Kritik an der linken Seite quasi auch immer rechte Trittbrettfahrer auf den Plan ruft, und umgekehrt. Dass man solche Themen vielleicht in einer streng wissenschaftlichen Debatte voneinander trennen kann, aber das die öffentlichen Schüsse in Richtung einer Seite, so wenig er damit die andere Seite relativieren oder unterstützen will, immer auch als eine Unterstützung der anderen Seite gewertet werden.

Ich würde mich nicht mit dem universellen Todschlagargument gemein machen, dass jede Kritik gleich ob berechtigt oder nicht und jedes Verhalten, gleich ob angemessen oder nicht, pauschal erstmal der AfD helfen würde.
Das geht nicht aus dem Inhalt und den eigentlichen Äußerungen hervor und ist meines Erachtens auch nicht die Intention von @raitoningu und @shionoro gewesen aber ich kann in gewisser Weise nachvollziehen warum es beim Leser so ankommt.

Andererseits ist es natürlich etwas schwierig und anstrengend, wenn man solche Themen nicht "isolieren und in der Tiefe betrachten" kann ohne sich ständig erklären und alle Nase lang relativieren zu müssen. Vielleicht ist das aber unumgänglich und eine traurige Konsequenz des Umfelds in dem wir diese Diskussion führen.
vincent schrieb:Mir kommt es eher so vor, als würde ein Rand den Prozess immer mehr mitbestimmen. Der andere Rand dümpelt eher vor sich hin.. Die Stimmen der Linken haben sich nicht groß verändert. Noch sind sie derzeit besonders intensiv wahrzunehmen. Demgegenüber steht die AfD, eine CSU mit Seehofer, dutzende IDAS usw. usf. die allesamt lautstark lamentieren und hetzen.
Ja, dass die extreme Rechte stärker wird, dass Gefühl habe ich auch. Das beruht meines Erachtens auf ein paar zentralen Schlüsselementen.
1. Die Wahl von Angela Merkel und das Rücken der CDU in die Mitte, wodurch für ein gewisses Spektrum der Rechten in der CDU kein Platz war.
--> hat die politisch nicht repräsentierten am Rechten Rand über eine gewisse Kritische Masse gesteigert.
2. Die WM 2006 und das "wir sind wieder wer".
3. Sarrazins "das wird man wohl noch sagen dürfen".
--> zusammen mit den darauf folgenden Talkshows haben diese Ereignisse Themen wieder aufgebracht die vorher (durch die Nazi Vergangenheit) politische NoGos waren.
4. Die Gründung der AfD.
--> hat die Rechten konsolidiert und in einer Gruppe zusammengeführt. Was natürlich auch die Teile der Gruppen ideologisch konsolidiert und zueinander führt.

Eine größere Rechte, das Aufkommen der sozialen Medien, dass Schreihälsen beider Seiten, nicht nur ein Forum sondern auch Nachrichtenwert verleiht und die Auflösung alter "Rede und Denkverbote" gemeinsam führen dazu, dass die Rechte im Gegensatz zur linken weit stärker wachsend wirkt.

Außerdem wirkt es als wäre die Mitte auf die Rechten zugewandert.

Allerding habe ich das Gefühl, dass die Gesellschaft als Ganzes sich garnicht so groß bewegt hat und der neuerliche Einschluss eines Teils des rechten Randes eher der Ausdruck eines Umstandes ist, der in der Gesellschaft schon lange vorhanden war. Ein Teil der Gesellschaft der sich an der Debatte beteiligt, der immer da war aber sich vorher nicht an der Debatte beteiligt hat.
vincent schrieb:Es gibt keinen Konsens der lauten könnte, ein bisschen Frauen und Kinder erschießen ist in Ordnung.
Es sollte auch keinen Konsens geben, wenn die Verzerrung nach Rechts das Verlassen der Verfassungsmäßigkeit zur Folge hat.
Stimm ich dir in beiden Punkten zu. Allerdings sollte es natürlich auch im politischen Diskussionsprozess als erstes darum gehen, idiotisches und indisktutables von beiden Seiten auszufiltern um den Kompromiss zwischen realitischen Möglichkeiten zu finden.
vincent schrieb:Was heißt gleich behandeln? Was verstehst du darunter, das Abbrennen eines Asylantenheims gleich dem Abbrennen eines Twingos zu behandeln. Das ist mir nicht klar, da du ja betonst, dass es eigentlich nicht gleichzusetzen ist.
Entsprechend der Schwere, der Konsequenz für die Betroffenen, dem entstandenen Schaden und der Schuldfähigkeit. Natürlich ist das (leere) Asylantenheim nicht mit dem Twingo gleichzusetzen, weil das Gebäude wahrscheinlich weit teurer war. Die fremdenfeindliche Intention erschwert die Schuld und so weiter.

Das macht den Twingo auf der anderen Seite aber nicht zu einer Lapalie, zumal er nicht dem Staat sondern wahrscheinlich einer Privatperson gehört, die durch den Schaden weit schwerer getroffen wird.

Und beide Seiten tuen besser daran, die Verbrechen ihrer Seite nicht auf alberne Weise zu relativieren oder rechtfertigen. Nicht den Opfern und nicht der Öffentlichkeit (die die Opfer enthält) gegenüber.

Und man setzt die beiden Taten nicht gleich, wenn man, aus meiner Sicht berechtigterweise, behauptet, dass beide Taten als Ausdruck des politischen Protestes in jeder Hinsicht illegitim und verachtenswert sind.
Whoracle schrieb:Wenn diese Leute Doppelmoral an den Tag legen.....ja, dann kritisiert sie doch genau dafür und zeigt es auf.
Wenn diese Leute andere Menschen zu Unrecht in die rechte Ecke schieben....ja, dann kritisiert sie doch genau dafür und zeigt es auf.
Wenn diese Leute lügen und Fakten verdrehen....ja, dann kritisiert sie doch genau dafür und zeigt es auf.
Wenn diese Leute nur in hohlen Freund-Feind-Schemata denken können....ja, dann kritisiert sie doch genau dafür und zeigt es auf.
Einerseits stimme ich dir zu, dass dieses Problem am Besten an der Quelle zu lösen ist. Anderseits sollte es doch möglich sein, über das Thema eine beobachtende und einordnende Diskussion zu führen, ohne mit dem Finger beispielsweise auf Forenmitglieder zu zeigen, die man der entsprechenden Fehlverhalten als schuldig erachtet.
Zumal dieses Fingerzeigen ja höchstwahrscheinlich eine ungnädige Reaktion der Verwaltung zu Folge hätte (ja ich weiß :D ).

Also hätte man für eine allgemeine Diskussion darüber nur noch persönliche Anekdoten, geschliffene politische Kommentatoren oder Personen, bei denen man sofort behaupten könnte: Nein, die repräsentieren nicht die Rechte/Linke. Die Allgemeinheit ist ganz anders.

Stellst du in Frage, dass es generell Linke/Rechte gibt, die die vier genannten Sachen tun und damit durchaus einen relevanten Teil der Debatte hier und auch in der Öffentlichkeit bestimmen?


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Verharmlosung linker Gewalt stärkt Rechtsextreme

12.09.2018 um 19:44
Wenn ich ehrlich bin, würde ich die 80'er und insbesondere Anfang und mitte 90'er bishin zu Anfang 2000 in Deutschland erleben dann wäre ich nicht nur ein großer Verharmloser linker Gewalt gewesen sondern wahrscheinlich auch selber ein militanter Linker gewesen, die Militanz würde sich ausschließlich gegen die Neonazis und Rechtsextremisten richten. Warum? Ich glaube so schwer wird es nicht zu erraten sein, alleine schon die Zeiten sprechen für sich und die Tatsache, dass ich ein Ausländer bin.

Ich werde schon dabei sehr zornig wenn ich so sehe was in der Zeit so alles los war in Deutschland und wie die Justiz getickt hat bzw. der Umgang mit...Rechtsextremismus und Neonazismus.

Ich würde gerne ein Feedback von euch dazu hören bzw. lesen auch wenn das Angesprochene zwar zum Thema passt, allerdings nicht zur Zeit.


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Verharmlosung linker Gewalt stärkt Rechtsextreme

12.09.2018 um 19:45
Diese ganze Diskussion hier zeigt das wahre Problem, aber das Sprichwort "Man sieht den Wald vor lauter Bäumen nicht" hat ja zurecht einen gewissen Bekanntheitsgrad. Es wird belehrt, abgekanzelt, man doziert von oben herab, wähnt sich auf der "richtigen Seite", hält Vorträge, erstellt Textwände etc.pp.

Nur eines kann man offenbar nicht. Auf andere zugehen, ihnen zuzuhören und Verständnis für andere Sichtweisen zeigen. Dazu ist die Leiter aus dem Elfenbeinturm dann doch zu kurz. Ein bißchen mehr Toleranz und Empathie wären durchaus am richtigen Platz. Wenn man sich in einem Forum bereits so angeht, wo man sein Gegenüber nicht mal kennt, kann man nicht im Ernst erwarten, es würde unter realen Bedingungen klappen.


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12.09.2018 um 19:49
JamieStarr schrieb:Ein bißchen mehr Toleranz und Empathie wären durchaus am richtigen Platz.
Für wen? ("für das Gegenüber" reicht mir nicht als Antwort, ich will ja wissen für wen genau)
JamieStarr schrieb:Wenn man sich in einem Forum bereits so angeht, wo man sein Gegenüber nicht mal kennt, kann man nicht im Ernst erwarten, es würde unter realen Bedingungen klappen.
Ich lege meine Hand ins Feuer dafür, dass man da draußen in einem Bar oder wo auch immer viel oder zumindest etwas besser mit dem Gegenüber kommunizieren würde als hier im Netz.


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12.09.2018 um 19:52
Ehrlich gesagt, ich hab das vor langer Zeit aufgegeben, mit Rechten oder gar Extremen zu Reden. Es bringt nichts, weder im RL noch im Net.


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12.09.2018 um 19:52
Venom schrieb:Für wen? ("für das Gegenüber" reicht mir nicht als Antwort, ich will ja wissen für wen genau
Für seine Mitmenschen. Und für sich selbst. Einen neutralen Artikel für einen Menschen würde ich nie verwenden, denn ein Mensch ist kein Neutrum.


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12.09.2018 um 19:58
JamieStarr schrieb:Für seine Mitmenschen. Und für sich selbst. Einen neutralen Artikel für einen Menschen würde ich nie verwenden, denn ein Mensch ist kein Neutrum
Ich behaupte, dass ich als Linker ein toleranter und empathischer Mensch bin...Allerdings gibt es eindeutig Grenzen.


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12.09.2018 um 20:39
JamieStarr schrieb: Ein bißchen mehr Toleranz und Empathie wären durchaus am richtigen Platz.
Wer Toleranz für Rassisten und Nazis zeigt, ist wahrscheinlich selber einer.

Keine Toleranz für Rassisten und Nazis.

Warum auch?


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12.09.2018 um 20:53
Was ich so gar nicht nachvollziehen kann, ist dass für straffällig gewordene Migranten härtere Strafen gefordert werden, denn wenn ein Deutscher die gleiche Straftat begeht, bekommt er bei gleichen Voraussetzungen auch die gleiche Strafe.


Das deutsche Strafgesetz ist eben nicht auf harte Strafen ausgelegt, sondern setzt wesentlich mehr auf Resozialisierung.
Grade im Jugendstrafrecht.

Aber die Rufe werden immer lauter, grad bei Migrantengewalt.

Aber keiner dieser Rufer realisiert wirklich, dass auch einem Deutschen bei gleicher Straftat eben auch die gleichen Konsequenzen zu tragen hat, wie einstraffällig gewordener Migrant.

Das deutsche Strafrecht ist einfach nicht auf extrem harte Strafen wie zum Beispiel in der USA ausgelegt. Der Schwerpunkt liegt einfach woanders, völlig unabhängig, ob es ein Deutscher oder ein Migrant war.


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12.09.2018 um 21:24
@troublerin77

Mir Demokratie, GG und Gesetzen haben die es doch nicht so ;-)
Ausser man kann mal grad selbst einen gewissen Eigennutz draus ziehen.


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beautiful-jo
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12.09.2018 um 21:28
Ich bin
Venom schrieb:Ich behaupte, dass ich als Linker ein toleranter und empathischer Mensch bin...Allerdings gibt es eindeutig Grenzen.
Als Christin gebe ich jedem Menschen unendlich viele Chancen. Jesus hat es vorgelebt, am Tag der Kreuzigung hat er einen Kriminellen mit in das Himmelreich genommen weil dieser am letzten Tag seine Taten bereut hat.

Wer bin dass ich über andere Menschen urteile? Gott?


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12.09.2018 um 21:33
beautiful-jo schrieb:Als Christin gebe ich jedem Menschen unendlich viele Chancen. Jesus hat es vorgelebt, am Tag der Kreuzigung hat er einen Kriminellen mit in das Himmelreich genommen weil dieser am letzten Tag seine Taten bereut hat.

Wer bin dass ich über andere Menschen urteile? Gott?
Biblische Augmentation hat hier nichts verloren als Diskussionsbasis. In diesem Forum und gerade im Bereich Politik, schreiben viele Atheisten. Du kannst natürlich aus christlicher Sicht für dich selbst reden, aber erwarte nicht von anderen, dass sie diesem Duktus folgen werden.


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beautiful-jo
ehemaliges Mitglied

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12.09.2018 um 21:39
tudirnix schrieb:Biblische Augmentation hat hier nichts verloren als Diskussionsbasis. In diesem Forum und gerade im Bereich Politik, schreiben viele Atheisten. Du kannst natürlich aus christlicher Sicht für dich selbst reden, aber erwarte nicht von anderen, dass sie diesem Duktus folgen werden.
Ich habe in keinster Weise missioniert und ausserdem reden hier alle Diskutanten nur für sich, oder?


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12.09.2018 um 21:40
@beautiful-jo
Ich bin auch Christ, trotzdem gibt es Grenzen. Ich lasse mir doch nicht alles gefallen oder schaue nur zu bei schlechten Taten und Handlungen.


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12.09.2018 um 21:46
@Venom

Mitte der 80er war ich Juso, ich bin immer irgendwo links der Mitte gewesen und geblieben. Das typische Westi Sozi Gedankengut.

Irgendwann wurde ich neu eingeordnet von Rechten - extremistisch und 1/4 Ausländer, na sowas? Ich wusste nicht das es inzwischen ein Problem darstellt für einige. Weder hat sich was an meiner Einstellung geändert, noch zünde ich irgendwas an und ich prügele auch niemanden. Trotzdem wurde ich wohl wie soviele Mitmenschen genau dort einsortiert. Irgendwo keimt in mir der Verdacht das sich die Rechte ihre linksextreme Antifa zum Großteil selbst erfindet mit solchen Methoden.


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12.09.2018 um 21:47
beautiful-jo schrieb:Ich habe in keinster Weise missioniert
Habe ich auch nicht behauptet.


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12.09.2018 um 21:52
interpreter schrieb:Stellst du in Frage, dass es generell Linke/Rechte gibt, die die vier genannten Sachen tun und damit durchaus einen relevanten Teil der Debatte hier und auch in der Öffentlichkeit bestimmen?
Nö, nicht im Geringsten.

Ich hätte die Kritikpunkte von @raitoningu im einzelnen augenblicklich unterschrieben.

Das ändert aber nichts daran, dass ich mit den Schlüssen, die daraus von einigen hier gezogen werden, mit den Kausalitäten, die postuliert werden, in keiner Form konform gehe.
interpreter schrieb:Anderseits sollte es doch möglich sein, über das Thema eine beobachtende und einordnende Diskussion zu führen, ohne mit dem Finger beispielsweise auf Forenmitglieder zu zeigen, die man der entsprechenden Fehlverhalten als schuldig erachtet.
Zumal dieses Fingerzeigen ja höchstwahrscheinlich eine ungnädige Reaktion der Verwaltung zu Folge hätte (ja ich weiß :D )
Man soll das ja auch nicht aus heiterem Himmel ansprechen, sondern wenn sie es tun. Ich denke, es wird wohl erlaubt sein, solche Methodik in einer Diskussion anzuprangern.


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