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Verharmlosung linker Gewalt stärkt Rechtsextreme

815 Beiträge, Schlüsselwörter: Chemnitz, Rechtsextreme, G20, Demogewalt, Rechts/links
beautiful-jo
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Verharmlosung linker Gewalt stärkt Rechtsextreme

12.09.2018 um 21:56
Venom schrieb:Ich bin auch Christ, trotzdem gibt es Grenzen
Jesus zog keine Grenzen und behandelte alle Menschen gleich, egal ob Jude, Samariter, Zöllner, Römer ...
Wer Grenzen zieht und andere ausschliesst der kann kein echter Christ sein.


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Verharmlosung linker Gewalt stärkt Rechtsextreme

12.09.2018 um 22:00
beautiful-jo schrieb:kein echter Christ sein.
Du hier schreiben auch Nichtchristen, Atheisten. hier schreiben auch Muslime, Juden und fliegende Spaghettimonster-Anbeter. Lass mal das christliche aus der Politik bitte


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Verharmlosung linker Gewalt stärkt Rechtsextreme

12.09.2018 um 22:08

Kommt bitte zurück zum Thema.



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Verharmlosung linker Gewalt stärkt Rechtsextreme

12.09.2018 um 22:52
@beautiful-jo
Ich würde die Kirche heute mal einfach aus dem Dorf lassen.
(siehe Medienberichte)

@shionoro
Also heute - bei der Generaldebatte im Bundestag ging es wohl eher um die Verharmlosung rechter Straftaten sowie rechtem Gedankengut.
(Die AfD hat den Bundestag auch letztendlich geschlossen verlassen.)
Anscheinend gibt es gar keine Mitte...


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Verharmlosung linker Gewalt stärkt Rechtsextreme

12.09.2018 um 23:42
paranomal schrieb:Das Probleme scheint mir hier wieder eine kognitive Verzerrung zu sein. Die Leute glauben man würde sagen "das stimme alles nicht", aber dabei kritisieren doch sogar hochrangige Politiker aus allen Parteien diese Punkte. Wenn die Wahrnehmung der Leute sich jedoch darauf beschränkt, von vorne herein anzunehmen, man würde verarscht werden, dann ist es natürlich auch zu Theorien mit Umvolkungen und ähnlichem nicht mehr weit. Das meinte ich auch mit mangelndem Differenzierungsvermögen. Man sagt den Leute "Trauern ok, aber nicht mit dem Hitlergruß" und in den Kommentarspalten wir daraus dann wieder eine Verschwörung der Lügenpresse, die behaupten würde der bürgerliche Protest sei nachträglich oder mit Leuten vom VVS (oder von linken) als rechter Mob inszeniert worden, aber eigentlich sei ja alles ganz anders gewesen.

Das Problem ist wirklich sehr komplex und garantiert nicht dadurch zu lösen, dass ich mich nun als linker bei jedem dummen Zwischenfall an dem andere sich als links definierende Leute beteiligt waren, hinstelle und "Böse, Böse" sag.
Man sag tihnen aber, dass das nicht stimme. Das ist keine v
paranomal schrieb:Ich habe auch ehrlich gesagt kein Verständnis für Choleriker. Wer denkt ist nicht wütend.
Dafür muss man kein Choelriker sein.
paranomal schrieb:Du reproduzierst diese Vorstellung doch selber mit deinen Thesen.
Ne, ich prangere sie an und benenne sie.


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Verharmlosung linker Gewalt stärkt Rechtsextreme

12.09.2018 um 23:43
vincent schrieb:Findest du. Ich denke, während man auf zwanghafter Fehlersuche sich in Absurditäten verirrt, ändern andere tatsächlich etwas, die Deutungshoheit, den Diskurs der stattfindet.
Insofern ist es wirklich ärgerlich, hier die Mühe zu investieren und sich gegenseitig die Köpfe "einzuschlagen". Das freut die Klientel Rechts Außen nur.
Nein. Freuen tun die sich, wenn sich moderate linke davor scheuen, die eigenen auswüchse zu benennen und sich davon zu distanzieren.
Weil sie wissen, dass sie dann mehr schäfchen bekommen.

Der Dialog innerhalb er Linken über diese Dinge und die Kritik daran macht sie ehrlicher und wählbarer.


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Verharmlosung linker Gewalt stärkt Rechtsextreme

12.09.2018 um 23:47
KongoAli schrieb:Also heute - bei der Generaldebatte im Bundestag ging es wohl eher um die Verharmlosung rechter Straftaten sowie rechtem Gedankengut.
(Die AfD hat den Bundestag auch letztendlich geschlossen verlassen.)
Anscheinend gibt es gar keine Mitte...
Es gibt ne Mitte, und die bewegt sich durchaus auch nach wie vor zwischen SPD und CDU (und mittlerweile den grünen).

Das problem ist, dass sie so leise ist, und sich nicht traut, den rändern wirklich den kampf anzusagen außerhalb der platten phrasen, die man dauernd hört.

Eine Merkel tappt nicht in die Falle der Doppelmoral, die sagt bei G20 ihre paar Sätzchen dass das schlimm ist und bei Chemnitz auch.
Aber sie sagt das so leise und ohne Pathos, dass man sie kaum hören kann.

Außerdem verpasst die mitte es, lösungen anzubieten. Die regt sich etwas auf und dann business as usual.
Das ist ihr Problem.

Würde die mitte aufstehen und sagen 'folgendes machen wir', dann wäre sie erfolgreicher.

So wie es momentan ist, ist die mitt enicht in der lage, sich gegen die ränder zu wehren, und es bleibt bei der spirale der eskalation, die ich in diesem thread anspreche.


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Verharmlosung linker Gewalt stärkt Rechtsextreme

13.09.2018 um 00:02
shionoro schrieb:Nein. Freuen tun die sich, wenn sich moderate linke davor scheuen, die eigenen auswüchse zu benennen und sich davon zu distanzieren.
Weil sie wissen, dass sie dann mehr schäfchen bekommen.

Der Dialog innerhalb er Linken über diese Dinge und die Kritik daran macht sie ehrlicher und wählbarer.
Glaubst du, du wirst eines Tages die Ergebnisse dieser Studie anerkennen?
Fazit: In unserer Analyse ist es maßgeblich der Wunsch nach kultureller Schließung, der die Menschen mit AfD-Neigung von Menschen mit anderen politischen Orientierungen unterscheidet. Allerdings muss man diese Schlussfolgerung sogleich einschränken. Unsere Ergebnisse können nicht eindeutig belegen, ob es sich dabei um Anzeichen für die Existenz einer umfassenden Konfliktlinie zwischen Kosmopoliten und Kommunitaristen handelt, wie die neuere politikwissenschaftliche Forschung postuliert (Inglehart/Norris 2017; Merkel 2017; Teney & Hebling 2014; Zürn & De Wilde 2016). Der Grund ist, dass wir über keine umfassende Messung dieser beiden Weltsichten verfügen, sondern nur eines ihrer Elemente, das Teil des Konflikts ist, empirisch testen konnten.

Dessen ungeachtet lässt sich unseren Befunden eine anwendungsorientierte Schlussfolgerung entnehmen. Wenn es richtig ist, dass sich hinter der Unterstützung der AfD durch die Bürgerinnen und Bürger und den jüngsten AfD-Wahlerfolgen ein kultureller Konflikt über Zuwanderung von Flüchtlingen nach Deutschland verbirgt, dann deutet sich an, dass die AfD möglicherweise gute Chancen hat, sich im deutschen Parteiensystem langfristig zu etablieren. Denn Fragen des Ausmaßes von Zuwanderung, Vorstellungen zu Multikulturalismus oder zur deutschen „Leitkultur“, aber auch die Anerkennung von entstandardisierten Lebensformen und die Reichweite der Geschlechtergleichheit berühren den wertbezogenen Kern einer Vorstellung, wie Menschen zusammenleben wollen. Anders als reine Verteilungskonflikte lassen sich diese kulturellen Konflikte, in denen letztbegründete Überzeugungen aufeinanderprallen, nicht einfach durch politische Kompromisse stillstellen oder sogar lösen. Aber auch aus Sicht der Modernisierungsverliererthese würde Verteilungspolitik nur begrenzt wirksam werden. Denn nach dieser ist es eine essentielle Komponente der Identifikation der Bürger mit der AfD, Konkurrenz um Arbeitsplätze und Sozialleistungen durch Flüchtlinge abzuwehren. Diesen Konflikt kann reine Verteilungspolitik nicht befriedigend lösen.

Weil die Einnahme einer wertbezogenen Position zu diesen Fragen für das Selbstverständnis der politischen Parteien in Deutschland aber wesentlich ist, erscheint es kaum möglich, dass die etablierten Parteien den Anhängern der AfD attraktive politische Angebote machen können. Denn um AfD-Anhänger auf ihre Seite zu ziehen, müssten die etablierten Parteien ihre mehr oder weniger liberalen Positionen in Zuwanderungsfragen zumindest teilweise aufgeben. Dadurch würden sie aber riskieren, einen Teil ihrer eigenen (tendenziell stärker kosmopolitischen) derzeitigen Anhängerschaft zu verlieren.29 In dieser Situation hat die AfD einen strategischen Vorteil: Sie muss lediglich Bürger mit kommunitaristischen Vorstellungen mobilisieren. Es ist zu vermuten, dass sie hierfür auch langfristig ausreichend Unterstützung in Deutschland findet.
https://www.degruyter.com/view/j/zfsoz.2018.47.issue-3/zfsoz-2018-1012/zfsoz-2018-1012.xml?format=INT


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13.09.2018 um 00:03
@Whoracle

Wie kommst du darauf, dass diese studie dem, was ich hier schrieb, widerspricht?


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13.09.2018 um 00:08
@shionoro

Ich habe es zwar gerade schon markiert, aber ich zitiere es dir nochmal einzeln
shionoro schrieb:Der Dialog innerhalb er Linken über diese Dinge und die Kritik daran macht sie ehrlicher und wählbarer.
->
Whoracle schrieb:In unserer Analyse ist es maßgeblich der Wunsch nach kultureller Schließung, der die Menschen mit AfD-Neigung von Menschen mit anderen politischen Orientierungen unterscheidet.
->
Whoracle schrieb: Anders als reine Verteilungskonflikte lassen sich diese kulturellen Konflikte, in denen letztbegründete Überzeugungen aufeinanderprallen, nicht einfach durch politische Kompromisse stillstellen oder sogar lösen.
->
Whoracle schrieb:Weil die Einnahme einer wertbezogenen Position zu diesen Fragen für das Selbstverständnis der politischen Parteien in Deutschland aber wesentlich ist, erscheint es kaum möglich, dass die etablierten Parteien den Anhängern der AfD attraktive politische Angebote machen können. Denn um AfD-Anhänger auf ihre Seite zu ziehen, müssten die etablierten Parteien ihre mehr oder weniger liberalen Positionen in Zuwanderungsfragen zumindest teilweise aufgeben.


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13.09.2018 um 00:09
@Whoracle

Diese zitierten passagen widersprechen einander aber nicht. Oder warum denkst du das?


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13.09.2018 um 00:15
Und die frage ist ganz wichtig, denn das ist der kern unseres disputs miteinander.


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13.09.2018 um 00:17
@shionoro

AfD-Wählern und auch potenziellen AfD-Wählern geht es um Zuwanderung.
Alles andere, was die anführen, interessiert die ebenfalls nur im Zusammenhang mit Zuwanderung.

Ehrliche "Linke" interessieren die nicht...sie interessiert Zuwanderung.

Zuwanderung

Ehrliche "Linke" hin oder her, Diskussion hin oder her, andere Parteien werden nicht wählbarer für sie. Es geht ihnen um Zuwanderung.


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13.09.2018 um 00:30
Whoracle schrieb:Ehrliche "Linke" hin oder her, Diskussion hin oder her, andere Parteien werden nicht wählbarer für sie. Es geht ihnen um Zuwanderung.
Das ist ist so nicht ganz treffend, ein Teil dieser Wähler rekrutiert sich auch aus Menschen, die sich an dem Umgang mit kriminellen nicht Asylberechtigten stören und daran kann man durchaus etwas ändern ohne das GG auszuschalten.

Die wählen dann vllt nicht die Linke, aber eventuell CDU oder ähnlich.


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13.09.2018 um 00:33
Bruderchorge schrieb:Das ist ist so nicht ganz treffend, ein Teil dieser Wähler rekrutiert sich auch aus Menschen, die sich an dem Umgang mit kriminellen nicht Asylberechtigten stören und daran kann man durchaus etwas ändern ohne das GG auszuschalten.
Ja, wie ich sagte: Zuwanderung

Zuuuwaaaandeeeruuuung...Migration..."Ausländer"...


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13.09.2018 um 00:37
@Whoracle

Trotzdem stimmt deine Aussage
Whoracle schrieb:Diskussion hin oder her, andere Parteien werden nicht wählbarer für sie
nicht in der absoluten Form und darum ging es mir. Schon klar dass Asylbewerber mit dem Thema Migration zu tun haben.

Dein Schreibstil wirkt teilweise von oben herab, zumindest ist das mein Eindruck.


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13.09.2018 um 00:39
Bruderchorge schrieb:Trotzdem stimmt deine Aussage

Fierna schrieb:
Diskussion hin oder her, andere Parteien werden nicht wählbarer für sie

nicht in der absoluten Form und darum ging es mir.
Ja, wenn man den Rest des Posts weglässt, willst du mich trollen, oder was?


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13.09.2018 um 00:49
@Whoracle

Ich habe nur dein Fazit in Frage gestellt und ehrlich gesagt habe ich kein weiteres Interesse an deinen selbstgerecht formulierten Antworten, da du ja inhaltlich scheinbar nicht darauf eingehen kannst oder willst.


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13.09.2018 um 00:51
Bruderchorge schrieb:Ich habe nur dein Fazit in Frage gestellt
Das ist nicht mein Fazit.
Bruderchorge schrieb:und ehrlich gesagt habe ich kein weiteres Interesse an deinen selbstgerecht formulierten Antworten
Das ist super, ich habe nämlich ebenfalls kein Interesse mehr, weitere zu schreiben.


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13.09.2018 um 01:55
Whoracle schrieb:AfD-Wählern und auch potenziellen AfD-Wählern geht es um Zuwanderung.
Alles andere, was die anführen, interessiert die ebenfalls nur im Zusammenhang mit Zuwanderung.

Ehrliche "Linke" interessieren die nicht...sie interessiert Zuwanderung.

Zuwanderung

Ehrliche "Linke" hin oder her, Diskussion hin oder her, andere Parteien werden nicht wählbarer für sie. Es geht ihnen um Zuwanderung.
Das steht aber in deiner Studie gar nicht drin.
Da steht nur dass die AfD wähler oft identitär denken.
Das allein ist noch nichtmal etaws schlechtes.
Da steht auch drin, dass die anderen Parteien sie nicht zurückgewinnen, wenn sie ihre haltung zur Zuwanderung nicht überdenken.

Das tun sie ja aber (entgegen dem was die studie sagt), sie geben es problematischerweise nur nicht zu.
Die Regierung macht einige sachen, die die AfD vorher wollte. Sie nennen es anders und machen es leise, aber sie machen es.

Warum machen sie es nicht offen und ehrlich?

In jedem Fall: Weder widerspricht mir diese Studie, noch wäre das so schrecklich fatal für meine Argumentation wenn eine Studie das täte.


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