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Verharmlosung linker Gewalt stärkt Rechtsextreme

815 Beiträge, Schlüsselwörter: Chemnitz, G20, Rechtsextreme, Rechts/links, Demogewalt

Verharmlosung linker Gewalt stärkt Rechtsextreme

13.09.2018 um 21:38
Optimist schrieb:Hab ich dich richtig verstanden, du meinst (in Umkehrung des Threadthemas) die Verharmlosung des Rechtsextremismus (durch Rechtsextreme) stärkt Linksextreme...
... indem jemand dann erst recht sich zu Linksextremen hingezogen fühlt... um besser gegen Rechte kämpfen zu können?
Nicht nur die Linkextremen. Auch der Islamismus und Islamisten werden damit gestärkt. Wenn man bedenkt, dass Islamisten unter anderem ähnliche Propaganda machen wie die Rechtsextremisten und diese unter anderem prophezeien, dass die Muslime vom Westen und westlichen Völkern unterdrückt, bombardiert, terrorisiert, schikaniert werden, usw. und eine Hetze gegen Muslime und Flüchtlinge diese Prophezeiung augenscheinlich wahr macht und damit sich einige Muslime betroffen fühlen oder/und in Gefahr sehen und sich "gezwungen" sehen in den Dschihad zu ziehen oder auch einfach freiwillig dann Lust auf Islamismus bekommen und sich hingezogen fühlen.

Rechtsextremismus stärkt beide gegnerischen "Konkurrenten". Linksextremismus kann unter gewissen Umständen den Rechtsextremismus stärken, aus meiner Sicht tut er dies aber nicht allgemein.


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Verharmlosung linker Gewalt stärkt Rechtsextreme

13.09.2018 um 21:47
@Venom
sehe ich alles genauso.
Alle Extremen haben gegenseitig aufeinander Einfluss, nach dem Prinzip Aktion-> Reaktion und so ähnlich vielleicht wie die "kommunizierenden Röhren".

Dieses Prinzip ist nicht allein dafür verantwortlich, dass die einen oder anderen stärker werden, aber eben mit eine Komponente.
Alles meine Meinung, aber davon bin ich überzeugt.

Und ich denke auch, wenn sich 2 streiten, gibts immer einen lachenden Dritten.

Damit sage ich aber keinesfalls, man sollte gegen eine Gruppe welche sich gegen die Demokratie stellt, nichts unternehmen.
(Das war jetzt alles nur meine persönliche Feststellung/Meinung, ohne Wertung.


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Verharmlosung linker Gewalt stärkt Rechtsextreme

13.09.2018 um 22:08
@shionoro

Für mich sieht es so aus, als ob du mit deinen Gedankengängen anfangs durchaus auf dem richtigen Weg warst, aber dann irgendwo falsch abgebogen bist.

Ich empfehle dir deswegen die Lektüre von Julia Ebners Buch "Wut: Was Islamisten und Rechtsextreme mit uns machen"...


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Aus: Julia Ebner – "Wut. Was Islamisten und Rechtsextreme mit uns machen"
"Die perfekte Komplementarität der rechtsextremen Auffassung, dass 'der Islam sich im Krieg mit dem Westen befindet', und des Narrativs islamistischer Extremisten, dass 'der Westen sich im Krieg mit dem Islam befindet', spiegelt die Einheit der Gegensätze wider. Der eine ermöglicht dem anderen zu gedeihen. Da sie dieselben Geschichten erzählen, verstärken und steigern sie sich gegenseitig."
https://www.mdr.de/kultur/empfehlungen/julia-ebner-wut-sachbuch-100.html

Nicht Rechtsextreme und Linksextreme stellen nämlich die beiden Seiten der selben Medaille dar, sondern Rechtsextreme und Islamisten!

Hier noch ein ausführliches Interview mit Julia Ebner über ihr Buch...

Youtube: Wut - Wie Islamisten und Rechtsextreme die Mitte erobern (Julia Ebner, London)

Ab ca. 1:00 geht Ebner auch auf die Frage ein, warum sie nicht Rechts- und Linksextremismus einander gegenübergestellt hat, sondern Rechtsextremismus und Islamismus.


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Verharmlosung linker Gewalt stärkt Rechtsextreme

13.09.2018 um 22:17
shionoro schrieb:Jetzt erklärt mir mal, inwiefern die studie widerlegen soll, dass das verhalten von linken bzw. etablierten rechtsextremismus und rechtspopulismus stärken kann?
Die Studie habe ich nur angeführt, wenn du von AfD-Wählern oder Wahlen gesprochen hast, also probier diesen Verdreh-Blödsinn erst gar nicht.
Man muss deine These übrigens nicht widerlegen sondern du müsstest die mal belegen außerhalb von deiner Fantasie.

Die Studie sagt aus, dass es AfD-Wählern nicht um das Verharmlosen linker Gewalt geht.
shionoro schrieb:Die Studie sagt aus (ob das so richtig ist sei dahingestellt, es ist ja nunmal erstmal eine studie)
Genau...

Leg doch mal deine Daten vor.
Witzig, nicht?
shionoro schrieb:dass sich der durchschnittliche (merke, nicht alle) AfD wähler insofern from durchschnittlichen nicht AfD wähler darin unterscheidet, dass es ihm nicht nur um interessenausgleich geht sondern auch um identität.
Dem geht es nur um "Interessenausgleich" wenn es um Flüchtlinge geht, genau das steht da...und aus einer "kulturellen Schließung" machen wir einfach nur "Identität"...klingt doch schön neutral. Und der Rest wird weggelassen.

Wie kommst du überhaupt dazu, irgendwem Unehrlichkeit vorzuwerfen?
shionoro schrieb:Er wäre z.B. nicht damit zufrieden, wenn deutsch nicht merh amts und landessprache wäre, selbst wenn er alles relevante übersetzt bekommt, weil er nunmal seine Identität als Deutscher wichtig findet.
"Kulturelle Schließung" bedeutet nicht, dass der nur nicht will, dass Swahili Amtssprache wird sondern, dass die "unter sich" bleiben wollen.
Die wollen keine Zuwanderung.
Es ist unglaublich, mit welchen Absurditäten du das hier runterzuspielen versuchst.
shionoro schrieb:So wie die Studie schreibt (die im übrigen sich nicht so wie ihr herausnimmt, von ihrer eigenen richtigkeit auszugehen sondern vorsichtiger formuliert)
Die schränken ihre Aussagekraft aufgrund dessen hier ein und auch nur im Bezug darauf:
Unsere Ergebnisse können nicht eindeutig belegen, ob es sich dabei um Anzeichen für die Existenz einer umfassenden Konfliktlinie zwischen Kosmopoliten und Kommunitaristen handelt, wie die neuere politikwissenschaftliche Forschung postuliert (Inglehart/Norris 2017; Merkel 2017; Teney & Hebling 2014; Zürn & De Wilde 2016). Der Grund ist, dass wir über keine umfassende Messung dieser beiden Weltsichten verfügen, sondern nur eines ihrer Elemente, das Teil des Konflikts ist, empirisch testen konnten.
Erfolgreich nicht mitzitiert, was?

Dazu gibt es aber Arbeiten, wie du da nachlesen kannst, auf die sie sich beziehen.

https://papers.ssrn.com/sol3/papers.cfm?abstract_id=2818659

https://www.researchgate.net/publication/264970672/download

Die Ehrlichkeit überwältigt mich erneut.
shionoro schrieb:Es gibt Dinge, mit denen ein AfD wähler aus Prinzip nicht einverstanden ist. Mehr steht da so erstmal nicht.
Ja, das wird benannt, du zitierst es sogar: Migration.
Aber du sagst es nicht.
shionoro schrieb:Hier steht, dass die AfD deswegen wohl erfolgreich und im Bundestag bleibt, weil sich andere Parteien ebenfalls ganz aus prinzip auf die andere Seite der Medallie stellen und wohl nicht, wenigstens nicht offen, in dieser Hinscith auf AfD wähler zugehen werden.
Stimmt ja auch.
Du möchtest das jetzt so auslegen, als seien alle anderen Parteien nur irgendwelche Dickköpfe, die auf ihrem Standpunkt beharren und nicht auf die Leute zugehen? Das ist unfassbar...
Aber die Offenbarung kommt ja erst hier:
shionoro schrieb:Weder steht da nämlich, dass alle AfD wähler so sind, noch ist es, langfristig, für die anderen Parteien unmöglich, sehr wohl ihr selbstverständnis zu ändern
Auch wenn ich es hier bereist angesprochen habe:
Whoracle schrieb am 10.09.2018:Du tust seit Monaten hier überhaupt nichts anderes, als Verständnis für die Ansichten und Wahlentscheidungen von irgendwelchen "Besorgten" einzufordern und die Verantwortung dafür irgendwelchen "Linken" in die Schuhe zu schieben, weil die nicht bereit sind, die Wahnwelt dieser Leute zur Realität zu erklären und die Politik an diesen Menschen auszurichten.
Deine "Lösung" ist schlicht und ergreifend "Wir machen einfach AfD-Politik, um AfD-Wähler zurückzugewinnen". Das und nichts anderes.
Und da die einfach nichts definiert außer ihr Rassismus und ihr völkischer Müll, kann man sich ja ausrechnen, worauf das hinausläuft.

D.h. du redest einfach nur rechts-populistischen Quark.

Um mal wieder zum Threadthema zu kommen: Genau darauf beruht auch deine ganze These hier.
Du plapperst einfach nur die Rechtfertigung nach, die diese Leute schon seit Anbeginn vor sich her tragen. "Alle sind so böse zu uns, deshalb wählen wir AfD", "Alle sind so böse zu uns, deshalb erstarkt der Rechtsextremismus" blablabla.

Dass die Parteien, wie bereits die Studie erwähnt, damit ihre ganzen anderen Wähler verprellen, das interessiert dich schlicht und ergreifend nicht, nur die AfD-Wähler und sonstigen rechten Kasper...für die und auschließlich für die muss man Politik machen...denn die hat man ja verprellt.
Die anderen sind einfach alle wahlweise unehrlich, unvernünftig, stur, nicht kompromissbereit, verschweigen Probleme usw usw oder gleich alles auf einmal, Hauptsache, mit Vorwürfen um sich geworfen.

Sagt jemand dasselbe über AfD-Wähler, ja, dann ist er halt Teil des Problems.

Die Einseitigkeit ist derart bahnbrechend, dass es einem die Schuhe auszieht.

Und so willst du irgendwen von einem Dialog überzeugen?


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BenZiehn
ehemaliges Mitglied

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Verharmlosung linker Gewalt stärkt Rechtsextreme

13.09.2018 um 22:50
shionoro schrieb:Ansonsten wirst du bei kleineren statistiken (z.B. nur über be
Also als Beleg für deine Aussagen eine Statistik, laut der die Fallzahlen zurückgegangen sind und eine von 2006/07, die ja nun gar nichts mehr aussagt. Willst du mich vergackeiern?


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Verharmlosung linker Gewalt stärkt Rechtsextreme

13.09.2018 um 22:51
@JohnDifool
Ja, das sollte das nächste Buch sein was ich mir bestelle, ich habe lediglich die englische Version und das als E-Book am Laptop.


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Verharmlosung linker Gewalt stärkt Rechtsextreme

13.09.2018 um 23:11
Whoracle schrieb:Die Studie habe ich nur angeführt, wenn du von AfD-Wählern oder Wahlen gesprochen hast, also probier diesen Verdreh-Blödsinn erst gar nicht.
Man muss deine These übrigens nicht widerlegen sondern du müsstest die mal [be]legen außerhalb von deiner Fantasie.

Die Studie sagt aus, dass es AfD-Wählern nicht um das Verharmlosen linker Gewalt geht.
Ich hab da gar nix verdreht. Die Studie widerspricht mir mit keinem einzigen wort. Das wirst du wohl oder übel zugeben müssen, denn das, was du da schreibst, sagt die studie nicht.
Die Studie, wie man das im wissenschaftlichen Rahmen tut, drückt sich vorsichtig aus. Sie sagt, dass die AfD wohl etabliert bleibt weil es vielen AfD wählern um ein identitäres slebstverständnis geht und das andere parteien so nicht bieten.

Das widerspricht mir nicht. Ich habe niemals behauptet, dass der Erfolg der AfD allein auf linker Doppelmoral fußt: Sie macht es lediglich einfacher. Dem widerspricht die studie nicht.
Whoracle schrieb:Genau...

Leg doch mal deine Daten vor.
Witzig, nicht?
Damit zu etwas Daten erhoben werden, muss es ja erstmal zum Thema werden, nicht wahr?
Whoracle schrieb:Dem geht es nur um "Interessenausgleich" wenn es um Flüchtlinge geht, genau das steht da...und aus einer "kulturellen Schließung" machen wir einfach nur "Identität"...klingt doch schön neutral. Und der Rest wird weggelassen.

Wie kommst du überhaupt dazu, irgendwem Unehrlichkeit vorzuwerfen?
Whoracle schrieb:"Kulturelle Schließung" bedeutet nicht, dass der nur nicht will, dass Swahili Amtssprache wird sondern, dass die "unter sich" bleiben wollen.
Die wollen keine Zuwanderung.
Es ist unglaublich, mit welchen Absurditäten du das hier runterzuspielen versuchst.
Da steht nicht, was mit dieser kulturellen schließung genau gemeint ist, nein.
Ode rwoher hast du deine BEschreibung davon? Wie hat die Studie das gemessen? Oder hast du dir das ausgedacht?
Whoracle schrieb:Ja, das wird benannt, du zitierst es sogar: Migration.
Aber du sagst es nicht.
Auch das steht da nicht, dass AfD wähler ganz grundsätzlich gegen migration sind.
Da steht:
Dessen ungeachtet lässt sich unseren Befunden eine anwendungsorientierte Schlussfolgerung entnehmen. Wenn es richtig ist, dass sich hinter der Unterstützung der AfD durch die Bürgerinnen und Bürger und den jüngsten AfD-Wahlerfolgen ein kultureller Konflikt über Zuwanderung von Flüchtlingen nach Deutschland verbirgt, dann deutet sich an, dass die AfD möglicherweise gute Chancen hat, sich im deutschen Parteiensystem langfristig zu etablieren. Denn Fragen des Ausmaßes von Zuwanderung, Vorstellungen zu Multikulturalismus oder zur deutschen „Leitkultur“, aber auch die Anerkennung von entstandardisierten Lebensformen und die Reichweite der Geschlechtergleichheit berühren den wertbezogenen Kern einer Vorstellung, wie Menschen zusammenleben wollen.
Du musst schon bei den aussagen deiner eigenen Studie bleiben. Momentan tätigst du aussagen, die die studie nicht tätigst und meinst, du habest sie damit belegt.


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Verharmlosung linker Gewalt stärkt Rechtsextreme

13.09.2018 um 23:17
BenZiehn schrieb:Also als Beleg für deine Aussagen eine Statistik, laut der die Fallzahlen zurückgegangen sind und eine von 2006/07, die ja nun gar nichts mehr aussagt. Willst du mich vergackeiern?
Warum vergackeiern?
Das ist die einzige studie die zu dem Thema existiert, und 2007 ist nicht so schrecklich lange her, als dass man davon ausgehen müsste, dass sich ganz plötzlich das alles geändert habe.

Im kleineren rahmen bei neueren Daten haben wir ähnliche Zahlen.

Da wo es besonders schlimm ist hat man dann irgendwann schlichtweg gesagt, man erhebt diese unterscheidung nicht mehr, und gut ist. So kann man sich auch alles zurechttricksen.

https://www.tagesspiegel.de/berlin/polizei-justiz/taeterstatistiken-die-frage-nach-der-herkunft/1409812.html
Politische Querelen hatte es in den vergangenen Jahren bei der Bewertung der Intensivtäterstatistik gegeben. Der frühere Leiter der Intensivtäterabteilung, Oberstaatsanwalt Roman Reusch, hatte 2007 ermittelt, dass von den damals knapp 500 Intensivtätern nur noch 18 Prozent ethnische Deutsche seien. Kurze Zeit später war Reusch von Justizsenatorin Gisela von der Aue (SPD) abgelöst worden. Reuschs Nachfolger hatte es zuletzt abgelehnt, genaue Prozentzahlen zu nennen, da eine genaue Definition von "Migrationshintergrund" fehle.
Wenn ich absichtlich diese Daten nicht mehr erhebe, dann kann ich mich natürlich auf den standpuntk stellen, dass das bestimmt alles gar nicht wahr ist. Ehrlich wird es dadurch nicht.
Gibt auch noch andere statistische tricks dazu. Aber du kannst mir nicht vorwerfen, dass die datenlage schlecht ist.

Im übrigen: Sinkende Jugendgewalt in der statistik heißt nicht , dass man weniger probleme mit jugendgewalt hat. Beispiel:
Die gute Nachricht: Die Zahl jugendlicher Serienstraftäter geht leicht zurück. Die schlechte: Sie begehen mehr Gewalt- und andere Straftaten. Das ist das alarmierende Ergebnis der Polizei-Statistik über Jugendkriminalität, die der Neuköllner SPD-Abgeordnete Joschka Langenbrinck (32) jetzt für die vergangenen zwei Jahre abfragte.
https://www.bz-berlin.de/berlin/jugendliche-intensivtaeter-immer-brutaler

Außerdem gibt es natürlich gerade da, wo es besonders schlimm ist, ein großes dunkelfeld, weil die anzeigebereitschaft langfristi sinkt.


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Verharmlosung linker Gewalt stärkt Rechtsextreme

13.09.2018 um 23:18
Whoracle schrieb:Deine "Lösung" ist schlicht und ergreifend "Wir machen einfach AfD-Politik, um AfD-Wähler zurückzugewinnen". Das und nichts anderes.
Und da die einfach nichts definiert außer ihr Rassismus und ihr völkischer Müll, kann man sich ja ausrechnen, worauf das hinausläuft.

D.h. du redest einfach nur rechts-populistischen Quark.
exakt, das sehe ich ganz genau so. habe ich ja auch schon gepostet.
Hier wird Rechtsextremismus verharmlost, sind ja die Linken schuld, ohne die gäbe es den Rechtsextremismus in dem Ausmaße ja gar nicht.....Rechtsextremismus und Linksextremismus sind weder vergleichbar, noch fördert die angebliche Verharmlosung linker Gewalt eine rechte Ideologie. Es ist aber typisch, die Schuld haben ja im Rechtsextremismus immer andere, für alles, also hat die angebliche Verharmlosung linker Gewalt selbstverständlich Schuld daran, dass der Rechtsextremismus wächst, klar.
Man kann besorgt sein, Angst haben OHNE deshalb rechts oder gar rechtsextrem sein zu müssen. Wer Angst hat und besorgt und sich deshalb den Rechten anschliesst tut dies trotzdem bewusst. Es ist ja nicht so, dass man nicht weiß, wem oder was man sich da anschliesst, wenn man zum Beispiel an "Trauermärschen" teilnimmt, zu denen Neo-Nazi-Gruppen aufrufen, wo Arme gereckt und Parolen gebrüllt werden. Wer es dann nicht schafft, sich zu distanzieren und zwar nicht nur verbal, sondern auch physisch, tja, der will wohl keine Distanz. Und das ganz ohne das Zutun von irgendwem.
shionoro schrieb:weil die anzeigebereitschaft langfristi sinkt.
die Anzeigebereitschaft was "ausländische" Täter betrifft auch?


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Verharmlosung linker Gewalt stärkt Rechtsextreme

13.09.2018 um 23:19
JohnDifool schrieb:Nicht Rechtsextreme und Linksextreme stellen nämlich die beiden Seiten der selben Medaille dar, sondern Rechtsextreme und Islamisten!
Auch, aber nicht nur.
Alle ränder bestärken sich gegenseitig und schwächen die mitte, wenn die mitte ihnen nicht einhalte gebietet.

Bei Islamisten ist es genau dasselbe spiel. Lässt man ihnen zu viel durchgehen, stärkt man die rechten. Lässt man rassismus in seiner gesellschaft gewähren, stärkt man wieder islamisten und andere extremistische, ausländisch angehauchte kräfte.


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Verharmlosung linker Gewalt stärkt Rechtsextreme

13.09.2018 um 23:19
Tussinelda schrieb:die Anzeigebereitschaft was "ausländische" Täter betrifft auch?
Auch die. Grundsätzlich wird logischerweise weniger angezeigt, umso weniger vertrauen in die polizei da ist.


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Verharmlosung linker Gewalt stärkt Rechtsextreme

13.09.2018 um 23:28
Venom schrieb:@elfenpfad
Ich frage mich aber weiterhin, wenn Linksextreme mehr Gewalt ausgeübt haben...wieso haben die Rechtsextremisten um die 300 Körperverletzungen mehr auf dem Gewissen? Wenn von den 1.900 Gewaltdelikten 600 mit Körperverletzungen sind, was sind dann die anderen 1.300? (Linksextremisten)

Aber trotzdem haben die Rechtsextremisten doppelt so viele kriminelle Handlungen ausgeübt und stehen somit zurecht wesentlich mehr auf dem Pranger und im Fokus.
@Venom

Die anderen Straftaten sind dann Gewaltdelikte OHNE Körperverletzung.

Beispiel: Steine werfen ( gewalttätige Straftat) ohne zu treffen, also ohne Körperverletzung



Was Deinen letzten Satz betrifft:

Ich würde es lieber so sagen: Es gehören ALLE kriminellen Handlungen aufgeklärt und bestraft.
Und ganz wichtig: Gewaltprävention ist bei allen angesagt.


Und ich finde den Einwurf von @Optimist einen sehr wichtigen, der eigentlich immer in diesen Diskussionen zu kurz kommt:
Optimist schrieb:Und ich denke auch, wenn sich 2 streiten, gibts immer einen lachenden Dritten.


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Verharmlosung linker Gewalt stärkt Rechtsextreme

13.09.2018 um 23:28
Also irgendwie wird die Eingangsthese auch nach diversen Seiten nicht plausibler.


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Verharmlosung linker Gewalt stärkt Rechtsextreme

13.09.2018 um 23:34
@paranomal
gehst du mit, dass das Verharmlosen rechtsextremer Gewalt Linksextreme stärken bzw. aktivieren kann?

Falls ja, weshalb sollte das umgedreht nicht ähnlich funktionieren?

Natürlich werden beide "Parteien" nicht NUR durch sich selbst bestärkt, es gibt auch zusätzlich andere Faktoren.


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Verharmlosung linker Gewalt stärkt Rechtsextreme

13.09.2018 um 23:39
shionoro schrieb: ohnDifool schrieb:
Nicht Rechtsextreme und Linksextreme stellen nämlich die beiden Seiten der selben Medaille dar, sondern Rechtsextreme und Islamisten!

Auch, aber nicht nur.
Alle ränder bestärken sich gegenseitig und schwächen die mitte, wenn die mitte ihnen nicht einhalte gebietet.

Bei Islamisten ist es genau dasselbe spiel. Lässt man ihnen zu viel durchgehen, stärkt man die rechten. Lässt man rassismus in seiner gesellschaft gewähren, stärkt man wieder islamisten und andere extremistische, ausländisch angehauchte kräfte.
Dieser Aussage kann ich mich auch anschliessen. Die Gefahr besteht eindeutig, dass es sich so verhält


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Verharmlosung linker Gewalt stärkt Rechtsextreme

13.09.2018 um 23:47
Optimist schrieb:es gibt auch zusätzlich andere Faktoren.
Eben und ein ganz besonderer ist: Verharmlosung des Rechtsextremismus bestärkt diesen. Der Ausdruck "Auf dem rechten Auge blind" kursiert nicht umsonst seit Gründung des Verfassungsschutzes
https://www.sueddeutsche.de/politik/ns-vergangenheit-und-verfassungsschutz-ueber-die-seilschaften-der-altnazis-1.1150775
http://www.ruhr-uni-bochum.de/geschichte-bfv/pdf/20131003_dw.pdf

Und wir nehmen auch dieser Tage verstärkt wahr, am beispiel Chemnitz, wie Rechtsextremismus klein geredet wird, wie der Fokus verschoben wird: mimimi Ja aber ein Konzert gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Hass ist ja richtig schlimm. Tagelanges Diskutieren über das Wort "Hetzjagd" was eh kein juristischer Begriff ist, ja aber das Tötungsdelikt etc pp. Und ein Verfassungsschutzpräsident, der mit seinen Äußerungen dem Mob in die Hände spielt.

Siehe NSU, wie bei den Ermittlungen damit umgegangen wurde, siehe die Liste von Opfern rechtsextremer Gewalt, die nicht als solche anerkannt wurden. Siehe das Wegschauen der Gesellschaft.

Das alles ist meiner Meinung nach der wichtigste Faktor, der dem Rechtsextremismus Boden bereitet.


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Verharmlosung linker Gewalt stärkt Rechtsextreme

13.09.2018 um 23:47
Optimist schrieb:gehst du mit, dass das Verharmlosen rechtsextremer Gewalt Linksextreme stärken bzw. aktivieren kann?
Wieso LinksEXTREME?

Ich bin nicht linksextrem, aber ich wurde mit 16 Jahren ein Linker, als ich merkte, wie in den Medien und der Umwelt und auch im eigenen Elternhaus der NS relativiert und verharmlost wurde, und dass rechte Ausschreitungen wenn überhaupt grundsätzlich milder bestraft wurden als linke, dass die staatlichen Behörden und insbesondere die Polizei also eher rechtstolerant als linkstolerant war. Und das ist schon knapp ein halbes Jahrhundert her. Der rote politische Faden, der sich durch die Geschichte der Bundesrepublik zieht, ist grundsätzlich auf der rechten Seite der Mitte, völlig unabhängig von der jeweiligen Regierung; das war in der eher linken Brandt/Schmidt-Ära nicht anders als in der eher rechten Kohl-Ära.

Es werden also nicht unbedingt die Extreme gestärkt, sondern die Gegengewichte.


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Verharmlosung linker Gewalt stärkt Rechtsextreme

13.09.2018 um 23:49
@shionoro
also ist Deine Aussage, alles, was verharmlost wird, stärkt die andere "Seite"? Wobei Du das ja, was Linksextremismus betrifft schon wieder etwas relativiert hast. Das ist aber trotzdem falsch. Wenn man etwas verharmlost, dann stärkt das höchstens das, was verharmlost wird. Und im Moment ist das eher nicht der Linksextremismus. Also bitte, liefere doch mal eine fundierte Begründung für Deine in meinen Augen krude These. ich finde keine.


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13.09.2018 um 23:54
shionoro schrieb:Das widerspricht mir nicht. Ich habe niemals behauptet, dass der Erfolg der AfD allein auf linker Doppelmoral fußt: Sie macht es lediglich einfacher. Dem widerspricht die studie nicht.
Pass auf, der Gedankengang ist ganz einfach:

Die Studie benennt die Ursachen der Parteiidentifikation. Wenn da deine ganzen Postulate nicht auftauchen, dann sind die wohl keine Ursache der Parteiidentifkation.

Du kannst doch hier nicht ernsthaft davon ausgehen, dass die Studie dir nicht widerspricht, weil da nicht drin steht, was keine Ursachen der Parteiidentifikation sind...
shionoro schrieb:Da steht nicht, was mit dieser kulturellen schließung genau gemeint ist, nein.
Ode rwoher hast du deine BEschreibung davon? Wie hat die Studie das gemessen? Oder hast du dir das ausgedacht?
shionoro schrieb:Du musst schon bei den aussagen deiner eigenen Studie bleiben. Momentan tätigst du aussagen, die die studie nicht tätigst und meinst, du habest sie damit belegt.
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Hauptsächlich treibe die AfD-Wähler der Wunsch nach "kultureller Schließung" und die Kritik an der Flüchtlingszuwanderung an, so der Professor. "Diese Menschen wollen, dass die Gesellschaft homogen ist mit einer hohen Einheitlichkeit in der Sprache und in der Lebensführung." Dazu komme eine generelle Unzufriedenheit mit der Demokratie
https://www.n-tv.de/politik/Forscher-AfD-etabliert-sich-langfristig-article20582073.html
Kritik an der Flüchtlingszuwanderung und eine generelle Unzufriedenheit mit der Demokratie in Deutschland sind die wichtigsten Gründe für Menschen, die Partei Alternative für Deutschland (AfD) zu wählen. Das haben Prof. Dr. Holger Lengfeld und seine Mitarbeiterin Clara Dilger vom Institut für Soziologie der Universität Leipzig durch die Auswertung von Daten aus einer der größten Bevölkerungsumfragen in Deutschland herausgefunden.
https://www.uni-leipzig.de/service/kommunikation/medienredaktion/nachrichten.html?ifab_modus=detail&ifab_id=7873
Hauptsächlich treibe die AfD-Wähler der Wunsch nach «kultureller Schließung» und die Kritik an der Flüchtlingszuwanderung an, sagte der Professor. «Diese Menschen wollen, dass die Gesellschaft homogen ist mit einer hohen Einheitlichkeit in der Sprache und in der Lebensführung.» Dazu komme eine generelle Unzufriedenheit mit der Demokratie. Ökonomische Gründe - dass Flüchtlinge als Konkurrenz für Jobs und Sozialleistungen gesehen werden - spielten ebenfalls eine Rolle, wenn auch eine kleinere.
https://www.freiepresse.de/nachrichten/sachsen/studie-afd-wird-sich-in-parteienlandschaft-etablieren-artikel10290313
„Diese Wähler wählen die AfD nicht zwingend wegen konkreter politischer Entscheidungen, sondern eher aus einem Gefühl der kulturellen Bedrohung heraus“, sagt Lengfeld mit Blick auf den aktuellen Vorstoß innerhalb der SPD.

Daraus folgern Lengfeld und seine Kollegin Clara Dilger, dass es quasi unmöglich für Parteien sei, ihre an die AfD verlorenen Wähler zurückzugewinnen.
https://www.focus.de/politik/deutschland/studie-der-universitaet-leipzig-analyse-zeigt-afd-waehler-zurueckholen-ist-schw...

Ich kann dir dazu noch mehr Artikel verlinken, es gibt eig niemanden, der das anders interpretiert....der Autor sagt es auch so.

Wir können jetzt noch darüber diskutieren, was "homogen" und "Gesellschaft" bedeutet...

Hier ist übrigens noch eine Studie.
AfD-Unterstützer sind nicht abgehängt sondern ausländerfeindlich
(Achtung, direkter download)

https://www.diw.de/documents/publikationen/73/diw_01.c.595120.de/diw_sp0975.pdf


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Verharmlosung linker Gewalt stärkt Rechtsextreme

13.09.2018 um 23:58
@Realo
Antwort dazu: Beitrag von Realo, Seite 19
In Anlehnung der Threadüberschrift kam ich (nach Umkehrung dieser) auf LinksEXTREME

wie ich zu meiner Annahme kam, geht hier hervor (und die nachfolgenden Posts):
Beitrag von Venom, Seite 18.
Shionoro:
alle ränder bestärken sich gegenseitig und schwächen die mitte, wenn die mitte ihnen nicht einhalt gebietet
das denke ich auch.
Wie gesagt, kommen aber auch noch andere Faktoren hinzu.
Die Mitte tut mMn teilweise zu wenig gegen Extremisten, egal welcher Ausrichtung.


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