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Linke Doppelmoral stärkt rechte Kräfte

901 Beiträge, Schlüsselwörter: Chemnitz, Rechtsextreme, G20, Rechts/links, Demogewalt

Linke Doppelmoral stärkt rechte Kräfte

10.09.2018 um 13:46
Shionoro schrieb:Weil der Rest seit Jahrzehnten nichts anderes tut, als verständnis gegenüber anderen gewalttaten aufzubringen und sich dann zu wundern, wenn rechte das gleiche tun.
Also alle Nichtrechten bringen Verständnis auf für nichtrechte Gewalt.
Ich finde das ist eine Ungeheuerlichkeit.
Shionoro schrieb:Korrelationen
Die Synapsen in deinem Gehirn? Vielen Dank, darauf lege icbh keinen gesteigerten Wert. Korrelationen ist was anderes, besonders in den Wirtschafts- und Sozialwissenschaften.
Shionoro schrieb: Lichtenhagen war 92 kurz nach dem Mauerfall.
Rassistische Gewalt in Deutschland ist durchgehend. Rassismus sowieso. Schändungen von Judenfriedhöfen und Synagogen gibts ohne Unterbrechung seit 1871, als noch niemand von einer deutschen Republik träumte. "Jagdszenen aus Niederbayern" gabs auch schon vor über einem halbe Jahrhundert. Das rechtsterroristische Oktoberfestattentat jährt sich in der nächsten Woche zum 38. Mal, 10 Jahre vor der Wiedervereinigung. Hoyerswerda, Rostock, Mölln und Solingen waren nur "Zwischenhighlights" in einer ungebrochenen Traditionslinie rechter und rassistischer Gewalt. Zu republikanischen deutschlandszeiten war es eigentlich nur in der Weimarer Republik noch schlimmer. Ich denke eher, die deutsche Gesellschaft hat einen dringenden Nachdenkungs- und Diskussionsstau über die Frage, wie sie mit Nichtbiodeutschen zivilisierter umgehen kann. Diese Frage wurde seit 147 Jahren (Reichsgründung) bis heute auf die lange Bank geschoben; das unterscheidet die Deutschen von allen Nationen in der Welt und war maßgeblich für 2 Weltkriege und die Genozide an den Hereros und Juden und für 180 Morde seit der Wiedervereinigung. Wer da noch von einem "normalen" Volk sprechen kann, hat die Glocken noch nicht läuten gehört oder den Schuss.
Shionoro schrieb:Nur warum waren in der Periode nach Lichtenhagen rechte Parteien schwach
Es geht nicht darum, welche Partei ein rassist wählt, sondern wie er von seinem Rassismus wegkommt. Der Aufstieg der AfD ist nicht identisch mit dem Anstieg von Rassismus, sondern die Möglichkeit besserer Organisation der Braunen dank Internet und sozialer Netzwerke. Die AfD war halt die erste Partei, die das zutreffend erkannt und knallhart die Konsequenzen darauf getroffen und angewandt hat. Da es in deinem Thread aber nicht um die AfD speziell, sondern um linke Gewalt und Rechtsextremismus geht, müssen die Gründe für rassistische Gewalt, also rechte Gewalt, ausgeleuchtet werden. Daher ist dein Thread schon vom Konzept her falsch: "rechte Gewalt als Spitze des Eisbergs des Rechtsextremismus" hätte besser gepasst, aber damit hättest du dir die Möglichkeit genommen, dich über die Linken zu echauffieren; das wäre nicht dein Thema gewesen. Es gibt keine Korrelation und schon gar keine Kausalität zwischen linker Gewalt und Rechtsextremismus. Die einzige Zeit, in der linke Gewalt virulent war, nämlich in den 1970er Jahren, gab es keine rechtsextreme Partei im Parlament, auch nicht in der Opposition. Ansonsten manifest sich linke Gewalt praktisch ausschließlich auf Großdemos auf G7-, G8- und G-20 Gipfeln. In der Vorwendezeit waren die linken Großdemos noch fast ausschließlich von passiver Gewalt (z.B. Anbinden an Bahngleise, damit die Castor-Behälter nicht weiterfahren können) gekennzeichnet.
Shionoro schrieb:Und das viele dieser Asylbewerber schlecht itnegriert werden und man kein tragfähiges konzept hat. Das viele Kommunen damit überlastet sind. Das bei den Asylbewerbern, die kriminell auffällig sind oft weder angemessen bestraft wird, noch abgeschoben, weil gerichte überlastet sind.
Das sind legitime Gründe um wütend zu sein.
Und was hat das jetzt bitte mit linker Gewalt zu tun? Man kann von den Asylbewerbern ja vieles sagen, aber nicht, dass sie in der einen oder anderen Weise "politisch" wären, weder links noch rechts.


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10.09.2018 um 13:52
tudirnix schrieb:Niemand sagt es war NUR ein Herzinfarkt. Das unterstellst du jetzt den Leuten. Das die Todesursache aber ein Herzinfarkt ist, ist nun mal Tatsache. Stelle dir doch bite einmal vor, du gerätst n heftigen Streit mit jemandem, es kommt sogar bis zu einer Prügelei und plötzlich erleidet in dieser dein Kontrahent eine Herzinfarkt und stirbt. Währe es dir Recht, wenn man dich des Mordes bezichtigen würde? @Shionoro
Das unterstell ich nicht, das kann ich lesen. Würde man es nicht schrecklich wichtig finden, würde man es nicht immer wieder erwähnen.
Wenn ich jemanden der mich vorher nicht angreift niederschlage (und verletzungen hatte das opfer ja wohl schon, sonst könnte man ja nicht von verletzungen reden, die nicht die todesursache waren) und der draufgeht dann ist das nicht mein kontrahent, dann ist das ein herzkranker den ich umgebracht habe.
tudirnix schrieb:Das ist eine Behauptung die du belegen solltest.
Hab ich schon, z.B. eben im Eingangspost mit dem Kommentar zu den G20 Protesten.
tudirnix schrieb:Aha, deine Schlüsse ziehst du aus der Wahrnehmung einer potentiellen Teilnehmerzahl in einem Forum und überträgst das auf den Rest der Gesellschaft?
Ich gebe ein Beispiel dazu an.
tudirnix schrieb:Wer ist Wir? Und außerdem ist das schon wieder eine Behauptung, die du belegen solltest. Ansonsten ist es reine Spekulation, auf derer Grundlage man gar nicht diskutieren kann. Also belege.
Na wie gesagt, hier im Forum z.B. tut man sich ja auch sehr schwer damit, wenn einer behauptet, dass es in Deutschland Probleme mit Kriminellen Ausländern gibt. Obwohl das weder irgendeine aussage über alle ausländer macht, noch irgendwie direkt in einen rechten reflex mündet.
Ich erinnere mich da gerne an diskussionen über ehrenmorde, wo mir gesagt wurde, ethnisch Deutsche würden das ja auch machen. Stimmt nur nicht, kein einziger Fall ist da bekommt. Man hat es trotzdem behauptet.
Das ist die unehrlichkeit von der ich rede. Ehrenmorde sind zum Glück in D nur ein vergleichsweise kleines Problem, aber ich nutze dieses Beispiel, um dir das Prinzip zu erklären.

Wenn du bei einem ganz offensichtlich zu einem signifikanten Teil von Migranten ausgehenden Problem steif und fest diesen Sachverhalt wegdiskutieren willst, weil nicht sein kann, was nicht sein darf, dann machst du dich unglaubwürdig. Man sieht, das sdu die scheuklappen aufhast und kein legitimer diskussionspartner bist.

Dann wird das spielchen gespielt mit quellen einfordern für sachen, wo man genau weiß, das die quellenlage nicht gut ist. Wenn die quellen kommen werden sie, egal wie gut sie sind, angezweifelt und zur aller größten not kommt whataboutism oder man schweigt das thema tot. So läuft das dann.

Und genau wie hier öfter mal gesagt wird, dass man mit rechten gar nicht mehr reden kann, haben dann die rechten (oder auch gerne mal die nichtlinken) keinen bock mehr mit einem linken zu reden. Weil es zu nichts zu führen scheint, weil die diskussion unehrlich ist.


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10.09.2018 um 13:58
Shionoro schrieb:Wenn du bei einem ganz offensichtlich zu einem signifikanten Teil von Migranten ausgehenden Problem steif und fest diesen Sachverhalt wegdiskutieren willst, weil nicht sein kann, was nicht sein darf
Wo tue ich das @Shionoro Bitte mit Zitat.
Shionoro schrieb:Man sieht, das sdu die scheuklappen aufhast und kein legitimer diskussionspartner bist.
Und Schwupp ein ad hominem.


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10.09.2018 um 13:58
Shionoro schrieb:Man könnte das Thema in der Tat weiter fassen, und auchdie Verharmlosung von gewalt von Seiten von Menschen mit Migrationshintergrund mit in den threadtitel packen. Ich fand es so aber kürzer und bündiger.
Das würde es wohl eher treffen, ja. Nun haben wir also nicht rechtsextreme Gewalt, die man verharmlosen würde, also ein Sammelsurium an völlig unterschiedlich motivierten Gewalttaten, deren vermeintliche Verharmlosung Rechtsextremismus stärken soll.
Kann man so sehen. Ich finde man kann aber auch zwischen politisch motivierter Gewalt und Schlägereien unter Jugendlichen/Erwachsenen unterscheiden. Ich meine mich außerdem zu erinnern, eine solche Differenzierung würde auch deiner Meinung nach die Problemlösung erleichtern.
Shionoro schrieb:Es geht ja im allgemeinen aber darum, dass linke gewalttaten, die nicht so richtig in ihr konzept passen, gern verharmlosen und anderweitig herunterspielen.
Schlimmstenfalls kommt dann 'ist eben ein einzelfall, passiert, machen Deutsche bzw. rechte auch'.

Und das ist schlecht, denn es erlaubt den rechten dasselbe zu machen ohne dabei irgendwie moralisch schlechter dazustehen als die linken.
Ich kann halt nicht sagen 'In Chemnitz hat es Hetzjagden gegeben und Migranten fühlen sich hier nicht mehr sicher' wenn ich zugleich Menschen auslache, die Angst vor der Gewalt von links nach G20 oder Angst vor de gewalt von Asylsuchenden nach einer Welle von solchen Taten haben, und schon gar nicht wenn ich totschlag herunterspiele weil das opfer zufällig auch anderweitig körperlich schwach war.
Ja, es gibt Linke, die sind völlig heuchlerisch. Aber was bringt uns diese Erkenntnis in der Diskussion?
Ach so.. stimmt. Dass das ein gängiges Konzept sein sollte, weil man damit wie die AfD Wähler gewinnt, indem man lügt, täuscht und manipuliert.

Dennoch verstehe ich es nicht ganz. Welche Angst braucht denn der Durchschnittsbürger vor den G20-Krawallmachern haben? Ist der normale Bürger als Hüter des Staatsmonopols unterwegs? Wird er durch die abgesperrte Stadt kutschiert? Inwiefern wird er Ziel für potentielle Gewalttaten?

Es bleibt einem leider auch nicht viel übrig, zu relativieren, wenn Stunden nach einer ungeklärten Tat die Bedrohung eines Nazi-Mobs real erscheint und selbst vom Verfassungsschutz relativierende bis falsche Informationen in Umlauf gebracht werden, gedeckt oder zumindest begleitet von einem Innenminister, der das Problem schon viel genauer und treffender analysiert hat als du: Migration ist die Mutter aller Probleme. Nicht die Verharmlosung Linker Gewalt, nicht Rechtsextreme Gewalt, nicht gewaltbereite oder -affine Flüchtlinge. Nein, Migration.
Man muss halt relativieren und richtigstellen, wenn ein besonnener User schon von Totschlag spricht während die Analyse noch läuft und es Stand jetzt "nur" durch einen nicht in kausalem Zusammenhang stehenden Herzleiden zu einem Toten kam.
Shionoro schrieb:Was ich machen kann, ist grundsätzlich bei jeder solcher ausschreitungen und eskalationen zu moniseren und jedem der das verharmlost eine Absage zu erteilen. Das kann man (und meiner meinung nach sollte man das auch) machen.
Mach das. Ich würde sogar eine gleiche Priorisierung nicht verurteilen.

Du bleibst aber trotzdem schuldig, zu zeigen, wo linke Gewalt verharmlost wird und wieso diese Verharmlosung Rechtsextreme stärken würde.


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10.09.2018 um 14:00
tudirnix schrieb:Wo tue ich das @Shionoro Bitte mit Zitat.
Du weißt, dass man in der Deutschen Sprach e'du' und 'man' für eine allgemeine person äquivalent verwenden kann?


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10.09.2018 um 14:02
@Shionoro
Im Rest deines Beitrags spricht du dann aber plötzlich von "man". Seltsam.


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10.09.2018 um 14:11
Shionoro schrieb:Na wie gesagt, hier im Forum z.B. tut man sich ja auch sehr schwer damit, wenn einer behauptet, dass es in Deutschland Probleme mit Kriminellen Ausländern gibt. Obwohl das weder irgendeine aussage über alle ausländer macht, noch irgendwie direkt in einen rechten reflex mündet.
Ich erinnere mich da gerne an diskussionen über ehrenmorde, wo mir gesagt wurde, ethnisch Deutsche würden das ja auch machen. Stimmt nur nicht, kein einziger Fall ist da bekommt. Man hat es trotzdem behauptet.
Das ist die unehrlichkeit von der ich rede. Ehrenmorde sind zum Glück in D nur ein vergleichsweise kleines Problem, aber ich nutze dieses Beispiel, um dir das Prinzip zu erklären.
Das ist doch ein gutes Beispiel. Stimme ich sogar soweit mit überein, dass man die Problematik der Ehrenmorde zwar nicht an sich verharmlost, doch aber den Kreis der Täter durch die Durchmischung mit anderen Gruppen.
Wäre doch also die passende Gelegenheit aufzuzeigen, wie das Verwischen der Tätergruppe Einfluss auf Rechtsextreme haben sollte und inwiefern es diese dann noch stärkt.

Wie läuft sowas ab? Sitzen potenzielle Rechte oder eigentlich wahrhaftige "Mittewähler" vor dem heimischen Rechner, lesen ein paar Foristen, wie sie fälschlich Ehrenmorde auch auf eher anders motivierte Gewalttaten übertragen und sind dann dadurch plötzlich stark oder werden erst zu Rechtsextremisten? Was ändert die Verharmlosung von Ehrenmorden?


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10.09.2018 um 14:11
Vincent schrieb:Das würde es wohl eher treffen, ja. Nun haben wir also nicht rechtsextreme Gewalt, die man verharmlosen würde, also ein Sammelsurium an völlig unterschiedlich motivierten Gewalttaten, deren vermeintliche Verharmlosung Rechtsextremismus stärken soll.
Kann man so sehen. Ich finde man kann aber auch zwischen politisch motivierter Gewalt und Schlägereien unter Jugendlichen/Erwachsenen unterscheiden. Ich meine mich außerdem zu erinnern, eine solche Differenzierung würde auch deiner Meinung nach die Problemlösung erleichtern.
Es geht weniger darum, von wem die gewalt kommt, als warum sie und von wem sie verharmlost wird.
Darum: Klar, ne schlägerei unter jugendlichen ist erstmal das. Aber es ist nicht NUR das im späteren Prozess.

Wenn sich jugendliche Flüchtlinge und jugendliche Deutsche prügeln, ist das immer ne story, entweder über rechte die ausländer platt machen wollen oder über flüchtlinge die deutsche kinder angreifen.

Und du erinnerst dich richtig: Ich BIN der Meinung, dass man dinge nicht hochstilisieren sollte, wenn es dazu keinen Anlass gibt.

Insbesondere wird es aber noch schwieriger, wenn man eine sorte von taten runterspielt und die anderen hochstilisiert.
Vincent schrieb:Ja, es gibt Linke, die sind völlig heuchlerisch. Aber was bringt uns diese Erkenntnis in der Diskussion?
Ach so.. stimmt. Dass das ein gängiges Konzept sein sollte, weil man damit wie die AfD Wähler gewinnt, indem man lügt, täuscht und manipuliert.

Dennoch verstehe ich es nicht ganz. Welche Angst braucht denn der Durchschnittsbürger vor den G20-Krawallmachern haben? Ist der normale Bürger als Hüter des Staatsmonopols unterwegs? Wird er durch die abgesperrte Stadt kutschiert? Inwiefern wird er Ziel für potentielle Gewalttaten?

Es bleibt einem leider auch nicht viel übrig, zu relativieren, wenn Stunden nach einer ungeklärten Tat die Bedrohung eines Nazi-Mobs real erscheint und selbst vom Verfassungsschutz relativierende bis falsche Informationen in Umlauf gebracht werden, gedeckt oder zumindest begleitet von einem Innenminister, der das Problem schon viel genauer und treffender analysiert hat als du: Migration ist die Mutter aller Probleme. Nicht die Verharmlosung Linker Gewalt, nicht Rechtsextreme Gewalt, nicht gewaltbereite oder -affine Flüchtlinge. Nein, Migration.
Man muss halt relativieren und richtigstellen, wenn ein besonnener User schon von Totschlag spricht während die Analyse noch läuft und es Stand jetzt "nur" durch einen nicht in kausalem Zusammenhang stehenden Herzleiden zu einem Toten kam.
Das bringt uns, dass wir erkennen, dass wir uns von ihnen und ihren meinungen distanzieren sollten bzw. mit ihnen diskutieren sollten, und ihnen nicht einfach Narrenfreiheit geben sollten. Denn das schwächt uns.

Ich kann dazu ne Anekdote geben: Ich bin ein ziemlich feministisch denkender Mensch und ich kenne eine Feministin im realen leben, die recht radikal ist und einen typen, der richtig konservativ ist und von all dem nichts hält.
Ich bin mit meiner politischen meinung definitiv viel näher an ihr dran als an ihm, aber ich verstehe vollkommen, waru er sie für inkonsequent und unehrlich hält. Denn wenn über sowas redet, diskutiert sie nicht. Sie will Leute darin unterrichten, warum sie als weißer mann ihr maul zu halten haben, so als wäre sie sowas wie ne lehrerin. Die fraktion, die dauernd irgendwelche sexistischen aussagen über männer raushaut aber vollkommen ausrastet wenn irgendwer sich einem Klischee über Homosexuelle bedient, mag es noch so harmlos gewesen sein.
Er hört ihr nicht zu, selbst wenn sie mit etwas recht hat. Mir hört er schon zu, auch wenn ich radikalere Sachen zum Teil sage als sie, weil ich so einen scheiß nicht mache und ehrlich mit ihm rede ohne irgendwelche verurteilungen und moralische entrüstung und ohne die vorher angesprochene Inkonsequenz.

Und diesen Effekt sehe ich eben auch in der politischen Debatte im Großen. Du hörst niemanden zu der sich benimmt wie die Axt im Walde aber dann jedes Wort auf die Goldwaage legt. Das ist rein menschlich, das würdest du nicht machen und ich auch nicht.

Dass der Seehofer KOmmentar eine Schande ist, da sind wir uns denke ich einig. Aber der Mob hätte sich so oder so gebildet. nur legitimieren wir den mob noch weiter (der ja mit dem gedanken 'wir deutschen werden umgebracht und keinen interessiert es' da hingeht), indem wir genau dieses Bild bestärken, weil wir herunterspielen.
Vincent schrieb:Mach das. Ich würde sogar eine gleiche Priorisierung nicht verurteilen.

Du bleibst aber trotzdem schuldig, zu zeigen, wo linke Gewalt verharmlost wird und wieso diese Verharmlosung Rechtsextreme stärken würde.
Ich hab in meinem Erstpost den G20 link gebracht, und ich habe hier das tagesaktuelle beispiel des Herzinfarktes gebracht.
Natürlich sagt man das nicht so offen.

Aber warum weist man immer wieder darauf hin, dass das ein Herzinfarkt war und der Bruder wohl ein Rechtsextremer?
Das macht man um runterspielen. Man weiß genau, wo man damit hin will.

@tudirnix

Weil ich die Begriffe äquivalent verwende, ja. Genauso wie ich die Begriffe 'aber' und 'dennoch' äquivalent verwende, mal den einen, mal den anderen.


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10.09.2018 um 14:13
Tjööö, Mannheimer, Epochtimes, Compact und RT fallen nun mal aus als Beleg.

Vor allem der da mit seinen 20 bis 50 Multipersönlichkeiten beim ghostwriten, http://prntscr.com/ksontq

Nun ja noch nicht mal Springer hat seine rechte Klientel in den 80ern bis 2000er probiert mit Waffen aus zu statten. Für @shinoro, das war mal mit seiner BLÖD der rechte völkische Vortänzer.


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10.09.2018 um 14:16
@Vincent
Ich weiß nicht wie oft man erklären muss, dass es gewisse Gründe gibr warum Linksextremismus anders wahrgenommen wird als Rechtsextremismus und wieso Linksradikale und Linksextreme eindeutig besser in der Gesellschaft ankommen als die Braunen und die ganze Truppe da. Dass diese dank dem Rechtsruck und vor allem Rechtsradikalismus und Rechtsextremismus noch stärker werden und profitieren, das habe ich auch schon mehrmals gesagt.

(nein, will dir nix unterstellen. Stimme dir ja bei dem was du sagst zu)


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10.09.2018 um 14:33
Shionoro schrieb:Es geht weniger darum, von wem die gewalt kommt, als warum sie und von wem sie verharmlost wird.
Darum: Klar, ne schlägerei unter jugendlichen ist erstmal das. Aber es ist nicht NUR das im späteren Prozess.

Wenn sich jugendliche Flüchtlinge und jugendliche Deutsche prügeln, ist das immer ne story, entweder über rechte die ausländer platt machen wollen oder über flüchtlinge die deutsche kinder angreifen.

Und du erinnerst dich richtig: Ich BIN der Meinung, dass man dinge nicht hochstilisieren sollte, wenn es dazu keinen Anlass gibt.

Insbesondere wird es aber noch schwieriger, wenn man eine sorte von taten runterspielt und die anderen hochstilisiert.
Du meinst also in letzter Zeit wurden die Taten von Flüchtlingen runtergespielt? Verpasst man die Information in den Nachrichten, Foren wenn ein Flüchtling irgendwo irgendeine Frau belästigt oder gar schlimmeres?

Wir erfahren jetzt sogar, dass sich ein oder zwei Flüchtlinge mit einem - glaube ich Deutschen - wegen einer Frau gestritten und wohl auch geprügelt haben. Nicht nebenbei, sondern als tagesaktuelles politisches Thema Nummer 2-3.
Hochstilisiert zu Mord wurde übrigens nicht von einem Foristen, sondern vom Chef des Verfassungsschutzes. Da könne man drüber nachdenken oder auch nicht..
Shionoro schrieb:Dass der Seehofer KOmmentar eine Schande ist, da sind wir uns denke ich einig. Aber der Mob hätte sich so oder so gebildet. nur legitimieren wir den mob noch weiter (der ja mit dem gedanken 'wir deutschen werden umgebracht und keinen interessiert es' da hingeht), indem wir genau dieses Bild bestärken, weil wir herunterspielen.
Wer legitimiert es? Einige wenige Foristen auf der einen Seite, ein Innenminister auf der anderen?
Wo siehst du ein Missverhältnis bezüglich der Behauptung?

Wenn die Fraktion "wir Deutschen sterben (wir brauchen mehr Lebensraum)" nebenbei nicht durch Nazi-Parolen und Grüße auf sich aufmerksam machen würde, gerne. Wer sich Höcke anschließt und rumpöbelt disqualifizert sich ohne Zutun von irgendwelchen Verharmlosern ganz von selbst.
Shionoro schrieb:Aber warum weist man immer wieder darauf hin, dass das ein Herzinfarkt war und der Bruder wohl ein Rechtsextremer?
Das macht man um runterspielen. Man weiß genau, wo man damit hin will.
Ich habe nirgends etwas von dem Bruder erzählt. Wieso ich dir das mit dem Herzinfarkt sage, habe ich dir schon erklärt. Weil du von Totschlag redest. Genau das ist ein bewusstes Mittel von Rechten, verzerren, übertreiben und einfach Mist erzählen. Im gleichen Atemzug dann aber auch die Richtigstellung als Zensur, Relativierung Verharmlosung unter einem angeblichen Deckmantel des Diktats der manipulierenden System-Medien oder sonstwas anzukreiden und empört aufzuschreien.

Wieso man von dem Rechtsextremen Bruder erzählt? Wenn man von dem Migrationshintergrund erzählt und einem nachfolgenden Aufmarsch von Rechten ist die Information angesichts der aktuellen Lage verständlich. Meiner Meinung nach, kann und sollte darauf verzichtet werden. Aber auf der einen Seite über Täter "aufklären" erfordert dann leider auch halbgare "Aufklärung" der anderen Seite.


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10.09.2018 um 14:37
Venom schrieb:(nein, will dir nix unterstellen. Stimme dir ja bei dem was du sagst zu)
Du brauchst mir nichts zu unterstellen. Ich selbst betrachte Linke Gewalt auch qualitativ anders als Rechte Gewalt. Eine Erklärung ist aber leider sinnlos, da es gelöscht werden würde..


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10.09.2018 um 14:45
Vincent schrieb:Das ist doch ein gutes Beispiel. Stimme ich sogar soweit mit überein, dass man die Problematik der Ehrenmorde zwar nicht an sich verharmlost, doch aber den Kreis der Täter durch die Durchmischung mit anderen Gruppen.
Wäre doch also die passende Gelegenheit aufzuzeigen, wie das Verwischen der Tätergruppe Einfluss auf Rechtsextreme haben sollte und inwiefern es diese dann noch stärkt.

Wie läuft sowas ab? Sitzen potenzielle Rechte oder eigentlich wahrhaftige "Mittewähler" vor dem heimischen Rechner, lesen ein paar Foristen, wie sie fälschlich Ehrenmorde auch auf eher anders motivierte Gewalttaten übertragen und sind dann dadurch plötzlich stark oder werden erst zu Rechtsextremisten? Was ändert die Verharmlosung von Ehrenmorden?
Das ist ein langwieriger prozess, der komplexer ist als nur eine news mitteilung.
Das müsste ich dir schon tausend liefern, aber ich werde mein bestes tun, um zu erklären wie ich mir das vorstelle.

Gewalt ist ein Thema, das Menschen umtreibt. News zu Gewalttaten haben oft viele Klilcks. Das kann man als Problem betrachten, aber es ist nunmal eine Tatsache.

Nehmen wir mal einen, der sich nunmal auch über sowas informiert und sich da durchklickt (dazu muss man nicht rechts sein, dazu reicht es schon lokalzeitung und spiegel zu lesen, spiegel für die krassen sachen, lokalzeitung für den alltag).

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/g20-in-hamburg-gewalt-und-die-rolle-linker-aktivisten-a-1156754.html

Der liest, dass da leute von der roten Flora sowas sagen wie:
Doch was ist mit der Gewalt, die sich gar nicht gegen Polizisten richtet - sondern gegen Läden, Wohnstraßen, Privatautos? Da will sich Beuth offenbar nicht so klar distanzieren, im Gegenteil. "Wir als Autonome und ich als Sprecher der Autonomen haben gewisse Sympathien für solche Aktionen", sagte er dem NDR, "aber doch bitte nicht im eigenen Viertel, wo wir wohnen."

Legitim, so Beuth, sei solche Gewalt hingegen in nobleren Vierteln, er nennt Blankenese und Pöseldorf als Beispiele: "Also da gibt's auch bei uns großes Unverständnis, dass man im Schanzenviertel die eigenen Geschäfte zerlegt: die Geschäfte, wo wir selbst, weil wir da wohnen, auch einkaufen."
Sowas würde ein rechter ca auch sagen. Manche gewalt ist legitim und man hat gewisse sympathien, blablabla.

Darüber regt sich der imaginäre leser in meinem Beispiel jetzt auch. Denkt sich: Mensch da sind Leute die machen da in Hambrug richtig viel kaputt und greifen polizisten an, die mus sman doch dingfest machen.
Pustekuchen. So läuft das nicht, denn das sind ja Linke. Da hält man auch von Links die Hand drüber.
. Schon in den Tagen zuvor war Innensenator Andy Grote (SPD) vorgeworfen worden, er würde stattdessen das Gespräch mit der Szene suchen – spätestens nachdem er im „taz-Salon“ erklärt hatte: Als Großstadt-Gesellschaft müsse man liberale linke Zentren erdulden können, man brauche sie sogar. Seine Aussage verstanden einige als Existenzbestätigung für die Flora.
https://www.welt.de/regionales/hamburg/article171330426/Zukunft-der-Roten-Flora-haengt-an-zwei-Fragen.html

Aha. Man sagt also, man muss mit diesen Leuten reden. Sie seien sogar ganz wichtig, obwohl sie sagen, dass gewalt in nobelvierteln legitim ist und sie sympathien mit den leuten haben, die da alles kleingehauen haben und gewalttätig waren.


Nehmen wir jetzt mal nen ganz alten fall: Kurz gesagt, zwei Migranten greifen einen Deutschen (der sich später als kasache entpuppt) an, der wehrt sich in notwehr mit nem messe rund sticht einen ab. Polizeibericht war schnell klar: War wirklich notwehr.

Danach haben sich trotzdem Proteste gebildet. Spiegel hat so berichtet:

http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-55593280.html
Und deshalb zogen an jedem Abend der vergangenen Woche bis zu 300 Demonstranten an den Tatort, forderten "Gerechtigkeit", weil einer der ihren starb und der Täter schon wieder auf freiem Fuß ist. Sie protestierten gegen "Rassismus in Deutschland" - und eben weil die Notwehr-Version so klar scheint, zeigen die Proteste, dass es um mehr geht als den 17-jährigen Salih. Es geht darum, wie sich Migranten in Deutschland derzeit behandelt fühlen.
Denn der Stich des Deutschen traf auch das Selbstbewusstsein all jener Zugewanderten, die sich abgekoppelt fühlen - ohne ordentlichen Schulabschluss, ohne Berufsausbildung, ohne Perspektive. Der Frust ist groß. "Wir sitzen auf einem Pulverfass. Uns drohen Zustände wie in den Vorstädten von Paris", warnt der ehemalige Polizeipräsident und CDU-Fraktionschef im Kölner Stadtrat, Winrich Granitzka.
Da hat man verständnis für solche Proteste, obwohl da auch (und das ist jetzt ne wohl nicht mehr beweisbare aussage von seiten von ganz linksaußen, von der antifa) ein gewisses Gewaltpotential gegeben.
Ich war in der letzten Woche auf der Kalker Mahnwache für den ermordeten Salih und wurde dort trotz deutlich als antifaschistisch erkennbarem Plakat (TEXT: "Gegen jeden Rassismus! - Nazis entschlossen entgegentreten!" - BILD: Faust zerschlägt Hakenkreuz) von anderen Teilnehmern angegriffen. Einige Jugendliche beschimpften mich ohne erkennbaren Grund als "Scheiss Deutscher", "Schweinefresser" und "Nazischwein" und schlugen mir ins Gesicht. Wären nicht einige ältere migrantische Männer mäßigend eingeschritten, wäre es vermutlich zu noch massiveren Gewalttätigkeiten gekommen. Auch andere TeilnehmerInnen mit scheinbar "deutschem" Hintergrund wurden angepöbelt
(ist von indymedia, das verlinke ich hier nicht, gern aber auf Anfrage per PM).

Ob es wahr ist oder nicht: So reagiert man von links. Selbst wenn man verdroschen wird muss man weiter solidarisch sein und verständnis dafür haben, dass Leute aggressiv werden, wenn sich jemand in notwehr wehrt nachdem er angegriffen worden ist, nur weil der täter ein Deutscher war.
Auch der Spiegel, wenn eben auch kritischer, sieht schon durchaus, dass man das sehen muss. Dass Leute frustriert sind und so und dann nicht unbedingt rational agieren.

Finde tunser imaginärer leser auch irgendwie bedenklich. Darf er sich jetzt nichtmal mehr wehren, ohne davon auszugehen, dass Leute rassismus vermuten?

Jetzt nehmen wir nochmal all die meldungen, die ich am anfang erwähnt habe über gewalttaten.

Wir nehmen all die Messerstechereien, all die Vergewaltigungen und Belästigungen und sonstigen gewalttaten, über die man so liest (und die been oft täter mit Migrationshintergrund haben).
Da kommen oft Bewährungsstrafen bei raus, oder da steht was vonwegen 'hätte abgeschoben werden müssen', oder 'hat über sein alter gelogen und hatte eigentlich gar keinen asylanspruch' oder eben 'war die 10te tat aber er hatte gute entwicklungsaussichten'.
Sowas eben. Regt sich der Leser auf, das man offenbar gar nichts dagegen tut. Täter kommen oft wieder schnell frei oder gar nicht in's gefängnis oder werden gar nicht erst verurteilt, wenn die tätergruppe groß geung war und man es keinem individuell anlasten kann (so wie hier: https://www.express.de/bonn/bonn-archiv/urteil--freispruch-fuer-hauptangeklagten-walid-s---21--im-fall-niklas---17--2683...).
Wird er sauer, fragt sich, wie kann sowas denn sein. Er will höhere Strafen und dass man durchgreift.

Was wird ihm dann von links gesagt (und das such ich dir jetzt nicht mehr alles raus, das weiß jeder, der allmy liest und viel über sowas diskutiert, dass sowas gern vorgebracht wird)
, dass er doch bitte den Rechtsstaat akzeptieren soll. Ob er denn das Grundgesetz nicht kenne, und doch in Dubio pro Reo gilt und jeder rechtsmittel einlegen kann, dass der richter es besser weiß und bewährungsstrafen nunmal total nutzbringend sein. Blablabla.
Ist ja auch nicht falsch. Geht aber am Problem vorbei, denn was man ihm eigentlich sagt ist 'da kann der Staat gar nix dran machen'.
Bestenfalls kommt noch ne kapitalismus kritik hinterher, das sman mehr jugendzentren braucht und besser integrieren soll und das war's. Thema gegessen.
Wenn der Leser noch weiter redet, dann wirft man ihm vor, alarmist zu sein und was gegen Rechtsstaatlichkeit zu haben. Case closed.

Das signal, wie gesagt, was ich him dann gebe, ist: Wir werden daran nichts machen, das Problem was du damit hast ist irrational, sei still.

UNd das funktioniert auf dauer eben nicht. Denn es gibt Probleme mit intensivtätern, es gibt Probleme mit Gewalt von seiten von Flüchtlingen und es gibt auch probleme bei Polizei und Justiz dabei, diese Probleme anzugehen.
Um das zu sagen muss man nicht rechts sein. Aber von Links trauen sich die meisten nicht, das offen zuzugeben.

Aber jetzt kommt chemnitz.
Da lassen wir nicht gelten, dass die leute frustriert sind. Da sagen wir auch nicht, dass man mit ihnen reden muss anstatt sich klar gegen sie zu stellen.
Da kommen wir auch nicht mit irgendwelchen statistik kriegen an um irgendwie zu argumentieren, dass das nur ein einzelfall ist oder sowas.

Da muss man draufhauen, denen mus sman zeigen #wirsindmehr, da muss doch die polizei hart durchgreifen und die leute aus der demo rausziehen.

Und ich würde den sogar zumindest teilweise zustimmen (dem hart durchgreifen wenigstens), aber das ist nicht so einfach, wenn man vorher jahrzhente lang immer wieder bei vergleichbaren ksiten abgewiegelt hat und gewalt schöngeredet hat.

Das kauft einem kein Mensch ab, der sich vorher andauernd anhören musste, dass er rechts oder populist ist, weil er die anderweitige Gewalt bedrohlich fand.


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10.09.2018 um 14:55
Vincent schrieb:Ich selbst betrachte Linke Gewalt auch qualitativ anders als Rechte Gewalt. Eine Erklärung ist aber leider sinnlos, da es gelöscht werden würde..
Wie kommst du darauf?


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Linke Doppelmoral stärkt rechte Kräfte

10.09.2018 um 14:55
Vincent schrieb:Du meinst also in letzter Zeit wurden die Taten von Flüchtlingen runtergespielt? Verpasst man die Information in den Nachrichten, Foren wenn ein Flüchtling irgendwo irgendeine Frau belästigt oder gar schlimmeres?

Wir erfahren jetzt sogar, dass sich ein oder zwei Flüchtlinge mit einem - glaube ich Deutschen - wegen einer Frau gestritten und wohl auch geprügelt haben. Nicht nebenbei, sondern als tagesaktuelles politisches Thema Nummer 2-3.
Hochstilisiert zu Mord wurde übrigens nicht von einem Foristen, sondern vom Chef des Verfassungsschutzes. Da könne man drüber nachdenken oder auch nicht..
Nicht so simpel. Es gibt ja zwei Deutschlands.
Es gibt das eine, das wenn ein flüchtling irgendwen verprügelt sofort MERKEL MUSS WEG UND IN DEN KNAST! schreit, und es gibt das andere, das bis zum letzten abwiegelt egal wie schlimm die tat ist.

Das Thema ist groß, weil sich da zwei blocks streiten.

Und ich, als linker Mensch, ich würde mir wünschen, dass die anderen eher links (oder mittig) gerichteten Menschen sich nicht auf das Niveau des rechten Rands begeben.
Und ich traue uns das auch zu, diese Disziplin aufzubringen. Das traue ich den Rechtsextremen nicht zu, denn das nützt ihnen auch nichts. Die wollen die polarisierung steigern, ich will das gegenteil.

Das gegenteil schaffen wir aber nicht, wenn wir uns, genau wie die rechten, als in einem Kampf begreifen.
Vincent schrieb:Wer legitimiert es? Einige wenige Foristen auf der einen Seite, ein Innenminister auf der anderen?
Wo siehst du ein Missverhältnis bezüglich der Behauptung?

Wenn die Fraktion "wir Deutschen sterben (wir brauchen mehr Lebensraum)" nebenbei nicht durch Nazi-Parolen und Grüße auf sich aufmerksam machen würde, gerne. Wer sich Höcke anschließt und rumpöbelt disqualifizert sich ohne Zutun von irgendwelchen Verharmlosern ganz von selbst.
Natürlich nicht nur das Forum. Aber ich glaub wir sind uns doch einig darüber, dass es im Fall von opfern von rechtsextremen nicht so häufig vorkommt, dass wir einfach sagen 'war halt ein einzelfall und gut is, man kann sich nicht über jeden toten aufregen'.
Das würden wir da nicht machen, in Chemnitz haben wir das gemacht.
Und dann sind wir hingegangen und sagten #wirsindmehr, sogar von der politik legitimiert, um rein mit macht zu argumentieren.
Vincent schrieb:Ich habe nirgends etwas von dem Bruder erzählt. Wieso ich dir das mit dem Herzinfarkt sage, habe ich dir schon erklärt. Weil du von Totschlag redest. Genau das ist ein bewusstes Mittel von Rechten, verzerren, übertreiben und einfach Mist erzählen. Im gleichen Atemzug dann aber auch die Richtigstellung als Zensur, Relativierung Verharmlosung unter einem angeblichen Deckmantel des Diktats der manipulierenden System-Medien oder sonstwas anzukreiden und empört aufzuschreien.

Wieso man von dem Rechtsextremen Bruder erzählt? Wenn man von dem Migrationshintergrund erzählt und einem nachfolgenden Aufmarsch von Rechten ist die Information angesichts der aktuellen Lage verständlich. Meiner Meinung nach, kann und sollte darauf verzichtet werden. Aber auf der einen Seite über Täter "aufklären" erfordert dann leider auch halbgare "Aufklärung" der anderen Seite.
Du nich, im anderen thread hab ich es gelesen.

Aber findest du nicht, dass die zwanghafte differenzierung um möglichst weit unten in der 'Schlimmheit' zu gehen eher kindisch istß
Juristisch ist das relevant. Da unterscheidet man natürlich, und das soll man auch.

Aber wenn ich über die straße gehe und mich irgendwer angreift und niederprügelt, dann ist das nicht so wichtig für mich, woran ich dann letztendlich genau sterbe. Und das geht den meisten leuten auch so.

Mit der differenzierung schädigst du die rechten nicht, du gibst ihnen munition, weil sie das spielchen besser spielen als du.

Du machst dann den Faktencheck, wo irgendwo steht, dass es ein herzinfarkt war während die rechten vom mord sprechen.
Dabei übersiehst du, dass das im Volksmund und in der Meinung einfacher Bürger einem Mord gleichkommt, wenn du jemanden der dich vorher nicht angegriffen hat angreifst und er dann stirbt. Ist juristisch falsch, aber für das sicherheitsgefühl bleibt es sich gleich.

Besser wäre es, den Leuten die jetzt wütend zu zu erklären, warum sie nicht ausländer dafür verantwortlich machen sollten UND was man gegen Taten wie diese zu tun gedenkt. Das letztere ist da besonders wichtig.


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Linke Doppelmoral stärkt rechte Kräfte

10.09.2018 um 15:00
Shionoro schrieb:Weil der Rest seit Jahrzehnten nichts anderes tut, als verständnis gegenüber anderen gewalttaten aufzubringen und sich dann zu wundern, wenn rechte das gleiche tun.
Ich weiß nicht, wer sich darüber wundert.
Rechte Menschen haben auch vorher rechte Gewalt relativiert oder verharmlost und werden das auch weiterhin tun. Es besteht da einfach kein Zusammenhang zu linker Gewalt.
Shionoro schrieb:In die Schuhe schieben tue ich übrigens niemanden was. Ich erkläre dir Korrelationen, nicht mehr, nicht weniger.
Ach, Gottchen...dann nenn es eben "ursächlich", wenn du meinst, Wortklauberei und solche rhetorischen Spitzfindigkeiten würden irgendwas an diesem Postulat ändern.
Tun sie nicht.
Shionoro schrieb:In beiden Richtungen ist das ein sinnvolller Punkt.
Natürlich gibt der Auftrieb rechter kräfte in Deutschland auch Linksautonomen zulauf und radikalisiert Menschen. Das sehe ich ja hier.
Früher war die Fraktion die mit 'mit den rechten kann man nicht reden' auffiel kleiner.
Wofür sie dann aber wieder selbst verantwortlich sind, denn ihr Verhalten war ja ursächlich für den Zulauf zu den Rechten :D.
Was für ein Unfug.

Fakt ist, deine Kritik geht da nur in eine Richtung und du wirst mir vermutlich auch keinen Post zeigen können, wo irgendwer mal für das Verharmlosen von linker Gewalt gemacht wird außer der Verharmliser selbst.
Shionoro schrieb:Und wie groß war die? Lichtenhagen war 92 kurz nach dem Mauerfall. Anderes politisches Pflaster. Ganz offensichtlich ist der von mir angesprochene Effekt dafür nicht mitverantwortlich.
Nur warum waren in der Periode nach Lichtenhagen rechte Parteien schwach oder sind schnell wieder versunken anch einem Strohfeuer? Das musst du dich halt fragen.
Wie groß war was?
Und ich brauche mich das nicht zu fragen. Man hat die Asylbewerber weggeschafft umd anschließend das Grundesetz geändert.
Die totale Kapitulation vor diesem Mob.

Die NPD und die DVU feierten dennoch ein paar Jahre später ihre größten Erfolge und jetzt hat man wieder eine "Asyldebatte", die den ganzn politischen Diskurs bestimmt....wieder brennende Asylbewerberheime, rechte Ausschreitungen.

Das ist eig schon Beleg genug, dass deine Appeasement-Lösung nichts bringt...höchstens temporär.
Deshalb sieh das auch als Antwort auf deinen letzten Absatz.
Shionoro schrieb:So kann man es sich natürlich dann sehr einfach machen . Wird dir nur nix bringen.
So einfach ist es aber und ich bin nicht bereit die Realität zu verdrehen.
Shionoro schrieb:Und das viele dieser Asylbewerber schlecht itnegriert werden und man kein tragfähiges konzept hat. Das viele Kommunen damit überlastet sind. Das bei den Asylbewerbern, die kriminell auffällig sind oft weder angemessen bestraft wird, noch abgeschoben, weil gerichte überlastet sind.
Das sind legitime Gründe um wütend zu sein.
Der Punkt ist, dass das alles noch gar nicht absehbar war, als die meisten Bürger schon wütend waren und die AfD zweistellige Umfragewerte hatte.
Die "Ausländer" sind das Problem, nicht die Umstände.

Alles andere war nachträgliche Legitimation.

Die meisten Leute, die lediglich die Umstände kritisiert haben, mussten sich auch solche Vorwürfe nicht gefallen lassen.
Shionoro schrieb:Du verneinst also, dass es sowas wie shitstorms wegen falscher wortwahl, die noch vor zehn jahren absolut unbeanstandbar gewesen wäre, gibt?
Nö, ich verneine, dass die Entwicklung dahingehend gesamtesellschaftlich fortschreitet. Die hat sich länst ins Gegenteil verkehrt.


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Linke Doppelmoral stärkt rechte Kräfte

10.09.2018 um 15:05
Kölner Stadtrat, Winrich Granitzka.
Da hat man verständnis für solche Proteste, obwohl da auch (und das ist jetzt ne wohl nicht mehr beweisbare aussage von seiten von ganz linksaußen, von der antifa) ein gewisses Gewaltpotential gegeben.
Ich war in der letzten Woche auf der Kalker Mahnwache für den ermordeten Salih und wurde dort trotz deutlich als antifaschistisch erkennbarem Plakat (TEXT: "Gegen jeden Rassismus! - Nazis entschlossen entgegentreten!" - BILD: Faust zerschlägt Hakenkreuz) von anderen Teilnehmern angegriffen. Einige Jugendliche beschimpften mich ohne erkennbaren Grund als "Scheiss Deutscher", "Schweinefresser" und "Nazischwein" und schlugen mir ins Gesicht. Wären nicht einige ältere migrantische Männer mäßigend eingeschritten, wäre es vermutlich zu noch massiveren Gewalttätigkeiten gekommen. Auch andere TeilnehmerInnen mit scheinbar "deutschem" Hintergrund wurden angepöbelt
(ist von indymedia, das verlinke ich hier nicht, gern aber auf Anfrage per PM).
Das ist längst weg bei Indy. Der Grund keinerlei belegbaren aussagen und wohl eher ein kleines nächtliches Trollfeuer von einem besorgten Bürger sondern von den Trollwiesen bestimmter einschlägiger Foren.


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Linke Doppelmoral stärkt rechte Kräfte

10.09.2018 um 15:07
Whoracle schrieb:Ich weiß nicht, wer sich darüber wundert.
Rechte Menschen haben auch vorher rechte Gewalt relativiert oder verharmlost und werden das auch weiterhin tun. Es besteht da einfach kein Zusammenhang zu linker Gewalt.
Doch natürlich besteht da ein zusammen. Keine politische bewegung existiert im luftleeren raum.
Whoracle schrieb:Ach, Gottchen...dann nenn es eben "ursächlich", wenn du meinst, Wortklauberei und solche rhetorischen Spitzfindigkeiten würden irgendwas an diesem Postulat ändern.
Tun sie nicht.
Aber auch das habe ich nie gesagt, dass das ursächlich dafür wäre. Ich sagte, es verstärkt den effekt. Nicht mehr, nicht weniger.
Whoracle schrieb:Wofür sie dann aber wieder selbst verantwortlich sind, denn ihr Verhalten war ja ursächlich für den Zulauf zu den Rechten :D.
Was für ein Unfug.

Fakt ist, deine Kritik geht da nur in eine Richtung und du wirst mir vermutlich auch keinen Post zeigen können, wo irgendwer mal für das Verharmlosen von linker Gewalt gemacht wird außer der Verharmliser selbst.
Sich gegenseitig bestärkende Prozesse sind Unfug?
Sowas gibt es gar nicht?
Whoracle schrieb:Wofür sie dann aber wieder selbst verantwortlich sind, denn ihr Verhalten war ja ursächlich für den Zulauf zu den Rechten :D.
Was für ein Unfug.

Fakt ist, deine Kritik geht da nur in eine Richtung und du wirst mir vermutlich auch keinen Post zeigen können, wo irgendwer mal für das Verharmlosen von linker Gewalt gemacht wird außer der Verharmliser selbst.
Aber auch das habe ich nie gesagt, dass das ursächlich dafür wäre. Ich sagte, es verstärkt den effekt. Nicht mehr, nicht weniger.
Whoracle schrieb:So einfach ist es aber und ich bin nicht bereit die Realität zu verdrehen.
nein so einfach ist es nicht. Die Realität verdreh ja nicht ich mir, sondern du willst sie auf einfache häppchen runterbrechen. Das klappt eben leider nicht, das siehst du an den sonntagsfragen.
Whoracle schrieb:Der Punkt ist, dass das alles noch gar nicht absehbar war, als die meisten Bürger schon wütend waren und die AfD zweistellige Umfragewerte hatte.
Die "Ausländer" sind das Problem, nicht die Umstände.

Alles andere war nachträgliche Legitimation.

Die meisten Leute, die lediglich die Umstände kritisiert haben, mussten sich auch solche Vorwürfe nicht gefallen lassen.
Doch. Vor Sylvester 2015/2016 war die AfD noch bei 8%, und auch davor gab es durchaus shcon meldungen darüber, dass das imit den Flüchtlingen noch nicht so toll klappt. Da hat man am anfang noch was von Fachkräften und professoren erzählt, daran erinnere ich mich noch, bis man das fallen lassen musste. Da gab es auch die argumentationslinie 'die sind traumatisiert, als würden da leute gewalttätig werden, die sind doch froh sicher zu sein'.
War halt so nich wahr, hat sich dann auch für die rechten gelohnt am ende, dass man da so unehrlich war.
Whoracle schrieb:Nö, ich verneine, dass die Entwicklung dahingehend gesamtesellschaftlich fortschreitet. Die hat sich länst ins Gegenteil verkehrt.
Das stimmt so wie gesagt nicht. Es gibt zwei Deutschlands, die beide weiter asueinanderdriften, nach links und nach rechts. Und das will immer noch kaum einer wahr haben, dass das beidseitig gilt und man eigentlich eine mitte braucht.


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Linke Doppelmoral stärkt rechte Kräfte

10.09.2018 um 15:08
Waldkirch schrieb:Das ist längst weg bei Indy. Der Grund keinerlei belegbaren aussagen und wohl eher ein kleines nächtliches Trollfeuer von einem besorgten Bürger sondern von den Trollwiesen bestimmter einschlägiger Foren.
Das stht noch bei indymedia auf der seite.


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10.09.2018 um 15:14
@Waldkirch

Aber darum geht es auch nicht. Ich geb gerne zu, dass indymedia ne scheiß quelle ist, hab ich ja auch dabei geschrieben. Der Punkt ist, dass man bei dieser Gruppe leute unbedingt verständnis haben wollte. Die waren nicht auffällig gewalttätig, das geb ich ihnen, würde ich auch nie behaupten.

Aber da haben wir einen fall, wo eine wütende menge die version der POlizei nicht anerkennen will obwohl es offenbar eine notwehr war und fordert, dass der täter in#s gefängnis muss.
Und da haben wir verständnis, da führen wir rassismuserfahrungen als katalysator an usw.

Aber das machen wir nicht, wenn sich rechte darüber afuregen, dass irgendjemand von flüchtlingen erstochen worden ist, selbst wenn das keine notwehr war und der täter eigentlich schon das land hätte verlassen haben müssen und sogar vorstrafen hat

Und wie gesagt: das klappt nich. Man kann nicht das eine verständnisvoll als legitime, eben emotionale trauer bezeichnen, und bei dem anderen schon bevor die demo überhaupt stattfindet sagen, dass das nicht legitim ist.

Die Demo in Chemnitz, im gegensatz zu der von mir zitierten, hatte rechte parolen, aufwiegelung zur gewalt usw., und das nicht nur im kleinen stil. das ist ein unterschied. Aber das unterliegende Probleme, dass man die eine trauer legitimiert und das andere als rechte stimmungsmache sieht, egal von wem es kommt, das benennt man nicht.

Und das macht es den rechten einfach, mit aktionen wie dieser blödsinnigen schweigeminute im bundestag sympathien zu holen.


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