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Räumung des Hambacher Forstes

1.356 Beiträge, Schlüsselwörter: RWE, Braunkohle, Tagebau, Hambi, Hambacher Forst

Räumung des Hambacher Forstes

26.09.2018 um 11:17
Auch was die Räumung von Ortschaften betrifft. Die Häuser in denen ich aufgewachsen bin, die gibt es auch nicht mehr. Wurden alle abgerissen, Stadtumbau-Ost sei dank. Kräht doch überregional auch keiner danach.
plemplem schrieb:Dir vielleicht nicht, anderen aber vielleicht schon.
Nur mit schöner Optik können wir allein aber nicht leben. Selbst für Wasserkraftwerke und Stauseen müssen oft Landstriche "verwüstet" werden, Dörfer umgesiedelt und eine Windkraftanlage will ja auch niemand vor seinem Fenster stehen haben.

Wenn es allein an der Optik liegt, dann kann man ja in den Wald ziehen, nicht in den Hambacher der ist ja bald weg, nein aber Deutschland hat noch genug große Waldflächen. Da kann man ja dann leben so ganz schön mit toller Optik, leider ohne Strom und Wasser aber hey, es sieht doch so viel schöner aus.


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Räumung des Hambacher Forstes

26.09.2018 um 11:21
plemplem schrieb:Dir vielleicht nicht, anderen aber vielleicht schon.
Ich merke schon du bist so richtig im Globalen Masstab am denken, bzgl Klimawandel. Energiebedarf, Europäische Stromversorung etc.


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Räumung des Hambacher Forstes

26.09.2018 um 11:23
Bone02943 schrieb:enn es allein an der Optik liegt, dann kann man ja in den Wald ziehen, nicht in den Hambacher der ist ja bald weg, nein aber Deutschland hat noch genug große Waldflächen
Waldbestand stehen wir sogar noch recht gut vermutlich weil wir keine Martime Vergangenheit hatten.

Was Waldverlust und Bestand angeht, so wäre eine EU Maßnahme mal angebracht.


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Räumung des Hambacher Forstes

26.09.2018 um 11:44
Bone02943 schrieb:Der Tagebau ist da schon recht nah also bringt auch ein Aufschub nichts, wenn jetzt über einen Braunkohleausstieg diskutiert wird, der dann mal 2030-2040 erfolgt.
Bis 2030 sollen die Treibhausgase um mehr die Halte reduziert werden. Ich frage mich gerade wo das Deiner Ansicht nach geschehen soll? Im Strassenverkehr mit Elektromobilität? Die Reduktion hängt davon ab, wie der Strom erzeugt wird. Mit der CO2-Emission aus Braunkohle ist das nicht machbar. Im Flugverkehr? In absehbarer Zeit wird es keine Alternative zum Kerosin geben. In der Heizungstechnik? Wäre einiges möglich dauert aber seine Zeit.
Deutschland wird eigenes Ziel verfehlen

Deutschland wird sein eigenes Klimaziel verfehlen, bereits 2020 mindestens 40 Prozent weniger Treibhausgase auszustoßen als 1990. Für 2030 hat die Bundesregierung die Latte aber noch höher gelegt als die EU: Dann soll Deutschland ein Minus von mindestens 55 Prozent erreichen.
http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/eu-will-bis-2030-noch-mehr-co2-emissionen-einsparen-15748443.html


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Räumung des Hambacher Forstes

26.09.2018 um 11:57
cathari schrieb:Bis 2030 sollen die Treibhausgase um mehr die Halte reduziert werden. Ich frage mich gerade wo das Deiner Ansicht nach geschehen soll? Im Strassenverkehr mit Elektromobilität?
zu Fuß gehen? Stromrationierung. Ich bin sicher viele werden sich mit Freunden einschränken.
cathari schrieb:Mit der CO2-Emission aus Braunkohle ist das nicht machbar. Im Flugverkehr? In absehbarer Zeit wird es keine Alternative zum Kerosin geben. In der Heizungstechnik? Wäre einiges möglich dauert aber seine Zeit.
ACh kommt Urlaubsflüge kann man locker streichen, Kreuzfahrten sowieso.




co2emissionen


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Räumung des Hambacher Forstes

26.09.2018 um 13:02
Fedaykin schrieb:Und huhu, jetzt haben wir noch eine Verschwörung mit der Judikative.
Ich hätte jetzt ein äußerst schickes Videointerview mit Dr. Johann Schwenn anzubieten, dem Verteidiger von Kachelmann im gleichnamigen Prozess. 5 Minuten lang nimmt er lustvoll vor versammelter Presse Staatsanwaltschaft und Gericht auseinander, daß es kracht. Und unterstellt ihnen genau das: Eine Verschörung (er sagt verschworen) gegen seinen Mandanten von seiten der Justiz. Da die noch jungen Staatsanwäte die Buxe voll hatten und auch die Richter nicht gegen Schwenns Argumentation ankamen und sie auch nicht entkräften konnten, kam Kachelmann frei. Liegt alles nur an der Qualität des Verteidigers. Und auch Rolf Bossi hat mehrfach die Justiz direkt der Verschwörung bezichtigt. Das waren aber Zeiten, als es noch Anwälte mit einem gewissen Standing gab. Ist jetzt aber zu sehr off topic.


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Räumung des Hambacher Forstes

26.09.2018 um 13:07
Was hat der Kachelmannprozess jetzt mit deinen Vorwüfen gegen die Judikative zu tun?

Nicht ganz so viel.

Hast recht ist OT, gehört belegt, und wo warum klagen denn die Helden nicht anstatt mit Scheiße zu werfen.

Ich hatte noch ein paar Fragen bzgl deiner Solaranlage, Auto, stromverbrauch etc?


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Räumung des Hambacher Forstes

26.09.2018 um 13:37
Es gibt regelmäßig ungeschnittene Live-Bilder von der Räumung .
Es ist der "Live-Stream" von der Journalistin Anett Selle, die im Auftrag der taz täglich stundenlang durch den Wald rennt und dabei ihre Kamera laufen lässt.

Leider sieht man die jeweils ganz aktuellen Live-Bilder nur über ihren Twitter-Account, dessen Verlinkung hier unerwünscht ist (sich bei Interesse aber leicht finden lässt).
Über Periscope lassen sich ihre Streams sehen, sobald sie beendet wurden. Dieser ist beispielsweise noch keine Stunde alt: https://www.pscp.tv/anettselle/1YqGogyZjybGv


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Räumung des Hambacher Forstes

26.09.2018 um 13:38
Fedaykin schrieb:Ich hatte noch ein paar Fragen bzgl deiner Solaranlage, Auto, stromverbrauch etc?
Ich lebe mit 4 Frauen im Südpazifik und bin Häuptling einer Insel. Mein Nachbar heißt Johnny Depp.


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Räumung des Hambacher Forstes

26.09.2018 um 13:40
Der Prozess von Kachelmann hatte wenig mit Verschwörung zu tun, als viel eher mit himmelschreiender Inkompetenz der Richter- u. Staatsanwaltschaft.


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26.09.2018 um 13:44
Bone02943 schrieb:Auch was die Räumung von Ortschaften betrifft. Die Häuser in denen ich aufgewachsen bin, die gibt es auch nicht mehr. Wurden alle abgerissen, Stadtumbau-Ost sei dank.
Auch bei abgerissenen Dörfern tut es mir in der Seele weh und auch da wäre ich dafür, das alles stehen bleibt, sofern keine wirkliche Notwendigkeit für einen Abriss besteht. Davon ab, lassen sich Häuser eher als ein Wald in kürzester Zeit wieder errichten. Aber das nur am Rande.
Bone02943 schrieb:Kräht doch überregional auch keiner danach.
Und wenn, würde dies irgendeinen aus deiner Region interessieren?
Bone02943 schrieb:Nur mit schöner Optik können wir allein aber nicht leben.
Behauptet doch aber niemand.
Bone02943 schrieb:Selbst für Wasserkraftwerke und Stauseen müssen oft Landstriche "verwüstet" werden, Dörfer umgesiedelt und eine Windkraftanlage will ja auch niemand vor seinem Fenster stehen haben.
Vollkommen richtig. Solange es aber auch anders geht, wird man wohl im Normalfall nicht für eine Verunstaltung oder Verwüstung seiner eigenen Landschaft sein oder?
Im Falle des Hambacher Forst kamen mMn bisher noch nicht so richtig überzeugende Argumente, die für eine unbedingt notwendige Abholzung sprechen würden. Aber vielleicht kommen die ja noch, wer weiß.
Bone02943 schrieb:Wenn es allein an der Optik liegt
Es geht hier nicht NUR um Optik, das sollte eigentlich auch dir klar sein. Es geht vor allem darum Bäume bzw große Wälder so lange wie nur möglich vor einer vielleicht unnötigen Abholzung zu bewahren, selbst wenn sich am Ende herausstellen sollte, das es gar nicht anders machbar ist, als auch noch dieses kleine Stück Wald für immer zu verlieren; wohlgemerkt für ein kleines bisschen Energie, die zudem sehr schnell wieder verbraucht sein dürfte und die man zur Not auch noch von woanders her bekommen könnte, wenn man denn will.

Das der Forst aber anscheinend nicht um eine Rodung herum kommen wird, sehe ich bisweilen noch nicht so. Jedenfalls hat mich noch kein Argument so richtig überzeugen können, welches für eine unbedingt notwendige Rodung eines uralten Waldes sprechen würde.
Bone02943 schrieb:nicht in den Hambacher der ist ja bald weg
Ja, bedauerlicherweise. Aber wächst ja alles wieder nach. Dauert halt nur ein paar hundert Jährchen. So viel Geduld sollte man schon aufbringen.
Bone02943 schrieb:Deutschland hat noch genug große Waldflächen.
Nur für wie lange noch? Wenn es so weiter geht, wie beim Hambacher Forst und dazu noch ein paar trockene und heiße Sommer wie in diesem Jahr, könnte die Zukunft für unsere Wälder vermutlich nicht mehr ganz so rosig aussehen.
Bone02943 schrieb:Da kann man ja dann leben so ganz schön mit toller Optik, leider ohne Strom und Wasser aber hey, es sieht doch so viel schöner aus.
Übertreibung kann ich. :D

Man kann aber auch gut ohne Bäume leben, ohne frische Luft und ohne einen Wald der die Luft von selbst reinigt. Aber hey, wenn man genug Energie hat, könnte man ja damit, überall wo kein Wald mehr steht und vor den Häusern der Abholzungbefürwortern
monströse Anlagen errichten und diese mit Energie versorgen, um dann riesige Mengen an Sauerstoff zu produzieren.

Und falls man mal einen Wald braucht, malt man sich einfach einen mit einem Holzstift auf ein Stück Papier. ;)

@Fedaykin

Tut mir leid, aber du wirst sicher sehr gut nachvollziehen können, das man auf ad hominems von intelligenten Leuten nicht immer eingehen sollte.


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Räumung des Hambacher Forstes

26.09.2018 um 14:15
plemplem schrieb:Im Falle des Hambacher Forst kamen mMn bisher noch nicht so richtig überzeugende Argumente, die für eine unbedingt notwendige Abholzung sprechen würden. Aber vielleicht kommen die ja noch, wer weiß.
plemplem schrieb:Das der Forst aber anscheinend nicht um eine Rodung herum kommen wird, sehe ich bisweilen noch nicht so. Jedenfalls hat mich noch kein Argument so richtig überzeugen können, welches für eine unbedingt notwendige Rodung eines uralten Waldes sprechen würde.
Da ein Baunkohletagebau nun mal nur über Tage arbeiten kann, geht es ohne Abholzung beanspruchter Flächen nicht. Und ein Abbau unter Tage würde sich dafür nicht rechnen.
Ist dir das überzeugend genug?
plemplem schrieb:Solange es aber auch anders geht, wird man wohl im Normalfall nicht für eine Verunstaltung oder Verwüstung seiner eigenen Landschaft sein oder?
Viele vergessen das auch Arbeitsplätze, vor allem die der Menschen vor Ort, damit zusammen hängen. Es sind ja nicht nur die Arbeiter in den Kohlegruben sondern auch all jene in den Kraftwerken und den Firmen die sich auf die Kraftwerke spezialisiert und sich in unmittelbarer Nähe angesiedelt haben. Auch was viele Nebenprodukte von Braunkohlekraftwerke Tagebau betrifft.
plemplem schrieb:wohlgemerkt für ein kleines bisschen Energie, die zudem sehr schnell wieder verbraucht sein dürfte und die man zur Not auch noch von woanders her bekommen könnte, wenn man denn will.
Ja woher denn? Will man neue Stromtrassen bauen dann regen sich die Bürger in der Nähe auf und verlangen unterirdische Kabel.
Will man nun unterirdische Kabel verlegen, regen sich die Landwirte auf und bangen um ihren Ertrag.
Will man gar keine Kohle mehr, dann hat man noch immer große Mengen an Emmisionen von Gaskraftwerken, will man auch die nicht, tja dann kaufen wir den Strom eben fast nur noch ein, gewonnen in den Braunkohlekraftwerken in Tschechien und Polen, oder in alten Atommeilern an Deutschlands Grenzen. Welch ein Fortschritt.
plemplem schrieb:Ja, bedauerlicherweise. Aber wächst ja alles wieder nach. Dauert halt nur ein paar hundert Jährchen. So viel Geduld sollte man schon aufbringen.
Ja und, wo ist das Problem? Wald entsteht, Wald geht weg. Was meinst was Braunkohle mal gewesen ist? Das war auch Wald, Wald der nun wieder ausgebaggert wird. Ist doch toll das die Natur uns einen solchen Energieträger überlassen hat. Ohne Kohle hätten die Menschen warscheinlich schon ganz Deutschland abgeholzt.
plemplem schrieb:Nur für wie lange noch? Wenn es so weiter geht, wie beim Hambacher Forst
Was soll denn da so weiter gehen? Das wir aus der Braunkohle aussteigen werden das steht fest. Es wird keine neuen großen Tagebaue mehr geben. Die jetzigen Felder werden noch abgebaut, also kommt nicht mehr viel Wald weg. Und das was noch weg kommt, ist auf die ganze Fläche bezogen verschmerzbar. Also brauchst du nicht damit ankommen der gesmmte Wald würde wegen den wenigen Tagebauen gefahr laufen vernichtet zu werden.
Zumal auch zu Teilen wieder aufgeforstet wird.
plemplem schrieb:dazu noch ein paar trockene und heiße Sommer wie in diesem Jahr, könnte die Zukunft für unsere Wälder vermutlich nicht mehr ganz so rosig aussehen.
Das Wetter hat aber nichts mit dem Thema Tagebau zu tun. Außer man betrachtet es lokal, denn dann kann über Sandstürme und andere lokale Wetterphänomene sprechen.

Was am Ende eines Tagebau bleibt, dass sind naturnahe Flächen, ein meist schöner See und eine wieder angesiedelte Natur. Vieles was man auch touristisch vermarkten kann. Viele Badeeseen sind ehemalige Tagebaufelder, heute im Sommer rege genutzt. Für Camping, Segeln, Bootfahren, Wakeboarding oder auch für Feste.
In der Lausitz hat der Strukturwandel schon längst begonnen, die restlichen Tagebaue und Kraftwerke brauchen wir, bis man auch in Deutschland flächendekend ohne fossile Brennstoffe ausreichend Energie produzieren kann. Und da sollte man sich auch gleich was für die Gaskraftwerke überlegen.


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Räumung des Hambacher Forstes

26.09.2018 um 14:59
Bone02943 schrieb:Und da sollte man sich auch gleich was für die Gaskraftwerke überlegen.
Darauf habe bereits darauf hingewiesen, Braunkohle emittiert drei mal mehr CO2 als Erdgas, es sind 1148 g CO2 pro Kilowattstunde, während Erdgas 382 g CO2 pro Kilowattstunde emittiert. Gaskraftwerke könnten als Übergangslösung länger am Netz bleiben auch weil sie besser regulierbar sind. Laut Berechnungen von DIW und Fraunhofer-Institut müssten die die ältesten Braunkohlekraftwerke sofort abgeschaltet und die übrigen um die Hälfte gedrosselt werden, um die Klimaziele zu erreichen. Der Hambacher Wald muss selbst nach diesen Berechnungen nicht gerodet werden.
Verdächtige Eile im Hambacher Forst

Um die deutschen Klimaziele zu erreichen, müssen die ältesten Braunkohlekraftwerke sofort abgeschaltet werden; die übrigen müssen ihre Stromproduktion sofort um die Hälfte drosseln und bis 2030 ganz einstellen. Dadurch, so zeigen Berechnungen von DIW und Fraunhofer-Institut, würde die noch benötigte Braunkohlemenge so schrumpfen, dass der Hambacher Wald erhalten werden könnte.
http://www.taz.de/Kommentar-Rodung-fuer-RWE/!5534812/


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26.09.2018 um 15:06
JamieStarr schrieb:Ich lebe mit 4 Frauen im Südpazifik und bin Häuptling einer Insel. Mein Nachbar heißt Johnny Depp.
Gut das sagt alles aus was ich wissen wollte. Viel Spass beim Verschwörungen basteln
plemplem schrieb:Auch bei abgerissenen Dörfern tut es mir in der Seele weh und auch da wäre ich dafür, das alles stehen bleibt, sofern keine wirkliche Notwendigkeit für einen Abriss besteht. Davon ab, lassen sich Häuser eher als ein Wald in kürzester Zeit wieder errichten. Aber das nur am Rande.
Warum kaufst du eigentlich keinen Wald? Ja, diese 400 Hektar sind entscheident für die Zukunft.
plemplem schrieb:Vollkommen richtig. Solange es aber auch anders geht, wird man wohl im Normalfall nicht für eine Verunstaltung oder Verwüstung seiner eigenen Landschaft sein oder?
Im Falle des Hambacher Forst kamen mMn bisher noch nicht so richtig überzeugende Argumente, die für eine unbedingt notwendige Abholzung sprechen würden. Aber vielleicht kommen die ja noch, wer weiß.
Na dann sag wie es innerhalb von 72 Wochen anders geht.

Oder bist du auch nur einer den es betrifft wenn es halt mal sehen kann. Du machst nicht den Eindruck ein Anwohner zu sein.
plemplem schrieb:Tut mir leid, aber du wirst sicher sehr gut nachvollziehen können, das man auf ad hominems von intelligenten Leuten nicht immer eingehen sollte.
Wie erwähnt ich hinterfrage nur deine Einstellung zum Thema, Umwelt, Strom, und das ablehnen von Eigenverantwortung.
Bone02943 schrieb:wohlgemerkt für ein kleines bisschen Energie, die zudem sehr schnell wieder verbraucht sein dürfte und die man zur Not auch noch von woanders her bekommen könnte, wenn man denn will.
Was hast du für Vorstellung von Energie. Und wieviel Energie ist ein klein Bischen? Wie erwähnt bist du ein paar Dekaden zu spät dran.

Und dann wieder das schöne "Woanders" Ja, 400 Hektar hier sind wichtig, ein paar Tausend Hektar woanders sind wieder ne ganz andere Geschichte.
cathari schrieb:Laut Berechnungen von DIW und Fraunhofer-Institut müssten die die ältesten Braunkohlekraftwerke sofort abgeschaltet und die übrigen um die Hälfte gedrosselt werden, um die Klimaziele zu erreichen. Der Hambacher Wald muss selbst nach diesen Berechnungen nicht gerodet werden.
Woher kommt der Strom? Eben ohne mal schnell den Artikel zu lesen? ATomstrom oder Kohle aus dem Ausland?


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Räumung des Hambacher Forstes

26.09.2018 um 15:31
cathari schrieb:um die Klimaziele zu erreichen
Ich halte nichts davon selbstgesteckte Zielen auf biegen und brechen zu erreichen. Ohne eine vernüftige Planung, auch betrachtet auf die weitreichenden Folgen, samt Arbeitslosigkeit, darf man nicht in Aktionismus verfallen, nur weil man sich Ziele gegeben hat, die vernünftig nicht zu realisieren sind.
Von daher ist es auch egal ob die Ziele nicht sofort erreicht werden. Was spricht denn dagegen die Klimaziele 10 oder 20 Jahre später zu erreichen? Bis dahin sollte man den kompletten Kohleausstieg weit vernünftiger geplant haben. Ansonsten kann man ja gern die deutschen Atommeiler wieder hoch fahren. Denn die hatte man bei der "Berechnung" der Ziele wohl noch mit dabei.


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Räumung des Hambacher Forstes

26.09.2018 um 15:40
@Bone02943

Da hast du jetzt aber wirklich gute Argumente gebracht, die, bis auf ein paar wenige, sehr überzeugend waren. Aber du wirst hoffentlich auch verstehen, das es schon irgendwie schade ist, das so ein schöner Wald, der zudem auch noch uralt ist, für immer verloren sein wird. Wenn es sich irgendwie vermeiden ließe, wäre ich immer gegen die Rodung eines Waldes. Und damit stehe ich nicht alleine da. Laut Deutschlandfunk wächst die Unterstützung für den Erhalt des Waldes enorm. Nämlich 750.000 Menschen sollen bislang für die Erhaltung des Forstes unterschrieben haben. Das sind in meinen Augen nicht gerade wenig. Könnten jetzt noch alle ca. 250.000 Bäume und Tiere des Hambacher Forsts unterschreiben wäre die Zahl um ein Vielfaches größer. ;)
Viele vergessen das auch Arbeitsplätze, vor allem die der Menschen vor Ort, damit zusammen hängen. Es sind ja nicht nur die Arbeiter in den Kohlegruben sondern auch all jene in den Kraftwerken und den Firmen die sich auf die Kraftwerke spezialisiert und sich in unmittelbarer Nähe angesiedelt haben. Auch was viele Nebenprodukte von Braunkohlekraftwerke Tagebau betrifft.
Das ist richtig, nur wenn der KOhleausstieg schon beschlossene Sache wäre, was ja in Bälde wohl so aussieht, hätten diese Leute aber auch keine Arbeit mehr.

Ich möchte dich aber trotz deiner guten Argumente dennoch darum bitten auch einmal über andere Meinungen und Studien nachzudenken.

Hier ein paar gute Argumente die gegen eine Rodung sprechen:
In der jüngsten Auseinandersetzung um die Rodung des letzten Rests des Hambacher Forsts fallen rasch jede Menge Widersprüche auf – zum Beispiel die Behauptung, dass die Kohle unter dem Forst einen beträchtlichen Teil der nordrhein-westfälischen Energieversorgung abdecken würde

[...]

Demnach ist die Versorgungssicherheit im deutschen und europäischen Stromsystem auch bei einem beschleunigten Kohleausstieg weiterhin gewährleistet. Deshalb sei die Nutzung des Hambacher Forsts energiewirtschaftlich nicht für die Versorgungssicherheit notwendig. Auch müssten für den Tagebau Garzweiler II fünf Dörfer nicht mehr dem Tagebau weichen.

[...]

Durch die Verringerung der benötigten Kohlemenge könnte auch auf die Rodung des wegen Naturschutzes schützenswerten Hambacher Waldes verzichtet werden.

[...]

Die DIW-Studie führt an, dass der Hambacher Wald alle Kriterien erfülle, um nach der EU-Richtlinie Flora-Fauna-Habitat ins ökologische Netz »Natura 2000« aufgenommen zu werden. Er besteht nämlich teilweise aus dem naturschutzrechtlich besonders wertvollen Maiglöckchen-Stieleichen-Hainbuchenwald, in dem mehr als 100 Vogelarten, 10 Fledermausarten, Amphibien und Haselmäuse vorkommen. Diese Vielfalt gebe es nur noch in wenigen der ältesten Wälder in Mitteleuropa.

[...]

Die bereits erwähnte DIW-Studie kommt zu dem Schluss, dass Nordrhein-Westfalen mit zirka 140 Millionen Tonnen Kohlendioxid »der mit Abstand größte CO2-Emittent« unter den Bundesländern ist.

[...]

Die Regierung des Landes Nordrhein-Westfalen stellt sich hinter die Geschäftsinteressen von RWE, anstatt Gemeinwohlinteressen zu vertreten. Es ist zwar legal, sich um einen großen Konzern zu kümmern, der bereits über alle erforderlichen Genehmigungen verfügt. Aber mit Blick auf die künftigen Generationen ist das nicht mehr legitim.
https://www.spektrum.de/kolumne/legal-aber-nicht-legitim/1593496


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26.09.2018 um 15:56
Bone02943 schrieb:Was spricht denn dagegen die Klimaziele 10 oder 20 Jahre später zu erreichen? Bis dahin sollte man den kompletten Kohleausstieg weit vernünftiger geplant haben.
Habe ich das richtig verstanden? Die CO2-Reduktion kann warten und der Klimawandel kann auch 10 bis 20 Jahre warten, weil auf Teufel komm raus noch einige hundert Millionen Tonnen Braunkohle verfeuert werden müssen. Deutschland fördert übrigens weltweit an meisten Braunkohle 185,4 Mio t, China 145 Mio t, die nachfolgenden Staaten Russland, Türkei, USA fördern weniger als die Hälfte (Stand 2012).

Braunkohle
Wikipedia: Braunkohle


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Räumung des Hambacher Forstes

26.09.2018 um 16:02
plemplem schrieb:. Und damit stehe ich nicht alleine da. Laut Deutschlandfunk wächst die Unterstützung für den Erhalt des Waldes enorm. Nämlich 750.000 Menschen sollen bislang für die Erhaltung des Forstes unterschrieben haben. Das sind in meinen Augen nicht gerade wenig. Könnten jetzt noch alle ca. 250.000 Bäume und Tiere des Hambacher Forsts unterschreiben wäre die Zahl um ein Vielfaches größer. ;)
Genau, blos da wo die Leute Wohnen, um den Wald haben sie nicht geweint. Und genau da ist das Problem. Eine Pseudodebatte wo man ein relativ kleines Unbeutendes Ziel dermaßen Hochstilisiert um das eigene Gewissen zu matsubieren.
plemplem schrieb:Das ist richtig, nur wenn der KOhleausstieg schon beschlossene Sache wäre, was ja in Bälde wohl so aussieht, hätten diese Leute aber auch keine Arbeit mehr.
Ist ja auch so das es in 10 oder 20 Jahren so ist. Aber dann ist die Sozialauswahl etwas leichter zu gestalten.
plemplem schrieb:emnach ist die Versorgungssicherheit im deutschen und europäischen Stromsystem auch bei einem beschleunigten Kohleausstieg weiterhin gewährleistet. Deshalb sei die Nutzung des Hambacher Forsts energiewirtschaftlich nicht für die Versorgungssicherheit notwendig. Auch müssten für den Tagebau Garzweiler II fünf Dörfer nicht mehr dem Tagebau weichen.
KLar Atomstrom aus Frankreich geht immer.
plemplem schrieb:Die DIW-Studie führt an, dass der Hambacher Wald alle Kriterien erfülle, um nach der EU-Richtlinie Flora-Fauna-Habitat ins ökologische Netz »Natura 2000« aufgenommen zu werden. Er besteht nämlich teilweise aus dem naturschutzrechtlich besonders wertvollen Maiglöckchen-Stieleichen-Hainbuchenwald, in dem mehr als 100 Vogelarten, 10 Fledermausarten, Amphibien und Haselmäuse vorkommen. Diese Vielfalt gebe es nur noch in wenigen der ältesten Wälder in Mitteleuropa.
Wo war man damit eigentlich mal vor 10 Jahren. Ist es da noch keinem Aufgefallen? Wäre doch ein Leichtes gewesen.
plemplem schrieb:Die bereits erwähnte DIW-Studie kommt zu dem Schluss, dass Nordrhein-Westfalen mit zirka 140 Millionen Tonnen Kohlendioxid »der mit Abstand größte CO2-Emittent« unter den Bundesländern ist.
Wow mega Erkenntnis, ein Bundesland mit den meisten Einwohnern der größten Urbanisierung und Industriellen Entwicklung erzeugt mehr CO 2 als ein zb Brandenburg.
plemplem schrieb:st zwar legal, sich um einen großen Konzern zu kümmern, der bereits über alle erforderlichen Genehmigungen verfügt. Aber mit Blick auf die künftigen Generationen ist das nicht mehr legitim.
Oh das ist ne Philosophische Frage. Denn real betrachtet wer nicht existiert hat erstmal keine einforderbare Rechte.

Und daraus kann es auch nicht um fragen der Legitimität gehen.


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26.09.2018 um 16:03
plemplem schrieb:Aber du wirst hoffentlich auch verstehen, das es schon irgendwie schade ist, das so ein schöner Wald, der zudem auch noch uralt ist, für immer verloren sein wird. Wenn es sich irgendwie vermeiden ließe, wäre ich immer gegen die Rodung eines Waldes.
Natürlich verstehe ich das. Ich bin ja auch selbst davon betroffen.
Wo ich, als ich noch klein war, mit dem Fahrad durch einen schönen Urwald, mit seinen teils über 400 Jahre alten Bäumen gefahren bin:

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So fahre ich heute nur noch wenige 100 Meter und stehe vor dem Loch:

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Die Frage ist dann eben, wie kann man es vermeiden, einen solchen Wald abzubaggern, wenn er nunmal leider im Wege steht.
Es geht eigentlich nicht.
Die einzige Möglichkeit wäre den Tagebau sofort zu schließen. Das würde bedeuten wir machen einen Kohleausstieg sofort hier und jetzt.
Das aber ist aus vielerlei Grunden nicht vernünftig.
Weder für die dort arbeitende Bevölkerung, noch für die Menschen die schon fest geplant haben, dass sie bald ihr Haus verlassen müssen und ein neues Grundstück samt Haus bekommen.
Andererseits könnte man um bestimmte Stellen herum baggern, aber das würde den Aufwand nicht lohnen. Außerdem würde dieser Wald dann völlig abgeschlossen in Mitten eines Tagebaus stehen, ohne Grundwasser.
plemplem schrieb:Laut Deutschlandfunk wächst die Unterstützung für den Erhalt des Waldes enorm. Nämlich 750.000 Menschen sollen bislang für die Erhaltung des Forstes unterschrieben haben.
Haben die sich auch alle überlegt welche Folgen das ganze mitsich ziehen würde? Ein zu schneller Kohleausstieg beschafft uns enorme Probleme. Gerade auch in Regionen in der die Arbeitslosigkeit eh schon recht hoch ist.
plemplem schrieb:Das ist richtig, nur wenn der KOhleausstieg schon beschlossene Sache wäre, was ja in Bälde wohl so aussieht, hätten diese Leute aber auch keine Arbeit mehr.
Der Kohleausstieg ist beschlossene Sache. Denn iwann sind auch mal die letzten aktiven Tagebaufelder nicht mehr wirtschaftlich, was die Förderung von Braunkohle betrifft.
Ich denke wir sind uns alle einig das diese Art von Stromerzeugung, zumindest in Deutschland, sein Ablaufdatum hat. Nur wann das passiert steht noch nicht fest.
Und deswegen ist es wichtig auch die Folgeprobleme mit einzubeziehen, denn gib den tausenden Menschen doch mal eben so ne neue Arbeit, auch in einer Region wie der Lausitz. Sollen auch die letzten Menschen hier wegziehen?
Es geht darum Schritt für Schritt den Ausstieg zu ermöglichen und nicht hastig sagen "SOFORT".
plemplem schrieb:Demnach ist die Versorgungssicherheit im deutschen und europäischen Stromsystem auch bei einem beschleunigten Kohleausstieg weiterhin gewährleistet.
Und womit? Mit Kohle und Atom. Natürlich auch mit Strom aus den Windwaprks, aber die Stromleitungen will ja wieder keiner bei sich stehen haben.


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26.09.2018 um 16:04
cathari schrieb:Deutschland fördert übrigens weltweit an meisten Braunkohle 185,4 Mio t, China 145 Mio t, die nachfolgenden Staaten Russland, Türkei, USA fördern weniger als die Hälfte (Stand 2012).
Und wie sieht das heute aus?


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