ApexOne schrieb:Du, wenn alles so gar nicht passieren kann, warum hat man es geübt?
Ich weiß ja nicht genau wie sie es geübt haben. Aber sicherlich nicht, dass alle im Zug erstmal auf eine externe Rettung warten, während sich ein Feuer immer weiter ausbreitet.
Wie geschrieben gibt es an sich schon Sicherheitssysteme, damit ein Zug eben nicht im Tunnel zum stehen kommen.
Da wurde dann wohl das worst-case szenario geprobt. Aber auch da sollte die schnelle Evakuierung doch an erster Stelle stehen, wenn der Triebfahrzeugführer einen Nothalteauftrag gegeben hat und die Leitstelle meldet, dass kein Gegenzug durch den Tunnel kommt. Ab da sollten doch alle Türen aufgehen, damit sich die Menschen in Sicherheit bringen können.
Sherlock_H schrieb:Ein Beispiel aus den letzten Tagen, allerdings aus Kanada: Bei einem Flug von Victoria nach Toronto wollte sich ein Kind aus Angst nicht anschnallen. Folge: Das Flugzeug hob nicht ab, es musste wieder zurück zum Abfertigunggebäude, das Ganze dauerte so lange, dass wegen des Nachtflugverbotes der Flug nicht anschließend durchgeführt werden konnte, deshalb mussten die Passagiere die Nacht im Flughafen oder in Hotels verbringen und konnten erst am nächsten Nachmittag fliegen.
Was ist mit Improvisieren, dem Übernehmen von Verantwortung und dem Treffen einer Entscheidung in einer Situation? Ich kann die Angst des Kindes gut verstehen, aber man muss doch dann eine andere Lösung finden als die, dass das Flugzeug erst am nächsten Nachmittag fliegen kann.
Man hätte das Kind dann wohl gegen seinen Willen festschnallen müssen, was ab einem bestimmten Alter aber nicht mehr funktioniert, da das Kind den Gurt selbst wieder öffnen kann.
Alternativ, "damals" hätte es eine gescheite Schelle gegeben und das Kind hätte geheult, wäre dann vielleicht aber doch angeschnallt mitgeflogen. Ob das nun so besser gewesen wäre, nun ja.
Für die anderen Mitreisenden vielleicht.
Alternativ müssten sich alle anschnallen, bevor die Fluggastbrücke vom Flugzeug getrennt wird. Damit hätte man Mutter mit Kind damit noch rechtzeitig vom Flug ausschließen und aus dem Flugzeug bringen können, damit der Start vor dem Nachtflugverbot stattfinden kann.
Das Flugzeug konnte dann ja nur nicht mehr starten, weil es ein Nachtflugverbot am Flughafen gibt. Sowas hat selbst der FC Bayern in Berlin schon erlebt, als man zu spät zur Startbahn rollte.