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Entwickelt sich Deutschland negativ als Wirtschaftsstandort?

5.004 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Politik, Wirtschaft, Stadtentwicklung ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Entwickelt sich Deutschland negativ als Wirtschaftsstandort?

08.07.2026 um 22:35
Zitat von Sherlock_HSherlock_H schrieb:Zeiss stellt aber nach wie vor hochwertige Objektive her.
Also spielt es keine Rolle wer welche Kameras baut? Es könnten immer noch Zeiss Linsen drin stecken.
Und auch Kamerahersteller wie Canon haben sicherlich Marktanteile an die Smartphoneindustrie verloren, wer kauft sich heute für privat noch eine extra Kamera, um Familienfotos zu machen?


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Entwickelt sich Deutschland negativ als Wirtschaftsstandort?

08.07.2026 um 22:41
Großauftrag für TKMS Kanada bestellt bis zu zwölf U-Boote in Deutschland

Zum Auftragsvolumen machten weder Kanada noch TKMS Angaben. Dies dürfte sich nach Informationen der Nachrichtenagentur dpa aber allein für die U-Boote inklusive Service auf rund 20 Milliarden Euro belaufen. Wartung und Betrieb eingerechnet, gehe es für die nächsten Jahrzehnte um ein Finanzvolumen von 100 Milliarden kanadischen Dollar (rund 62 Milliarden Euro), berichteten kanadische Medien.
Quelle: https://www.tagesschau.de/wirtschaft/unternehmen/tkms-u-boote-kanada-100.html

Aber Deutschland schafft sich ja ab und verliert in allen Bereichen...


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Entwickelt sich Deutschland negativ als Wirtschaftsstandort?

08.07.2026 um 22:45
Zitat von RöhrichRöhrich schrieb:Also spielt es keine Rolle wer welche Kameras baut? Es könnten immer noch Zeiss Linsen drin stecken.
@Röhrich:
Ich bin kein Experte, ich kenne nur die hochwertigen kompletten Zeiss Wechselobjektive für Spiegelreflexkameras bzw. die spiegellosen Systemkameras. Ob in Kameras anderer Hersteller fest verbaute Zeiss-Linsen stecken, weiss ich leider nicht.


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Entwickelt sich Deutschland negativ als Wirtschaftsstandort?

08.07.2026 um 22:50
Zitat von Bone02943Bone02943 schrieb:Aber Deutschland schafft sich ja ab und verliert in allen Bereichen...
Jetzt ist Deutschland gerettet, weil ein paar U-Boote in den nächsten ~20 Jahren gebaut werden?
Die Frage wird eher sein woher der Stahl in einigen Jahren kommt, aus Deutschland oder anderen europäischen Staaten.


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Entwickelt sich Deutschland negativ als Wirtschaftsstandort?

08.07.2026 um 23:08
Zitat von RöhrichRöhrich schrieb:kommt, aus Deutschland oder anderen europäischen Staaten.
Aus Deutschland. Amagnetischer Stahl für die Uboot Produktion gibt es nicht an jeder Ecke.


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Entwickelt sich Deutschland negativ als Wirtschaftsstandort?

08.07.2026 um 23:19
Bei den U-Booten hat Deutschland wohl einen technologischen Vorsprung, darüber hinaus aber haben wir hier und bei einigen anderen Rüstungsbereichen zum Glück keine Konkurrenz aus China zu fürchten, da Kanada ja wohl kaum U-Boote bei einem möglichen Kriegsgegner bestellen wird.

@Röhrich:
Ich sehe es auch so, mit ca. 3 Milliarden Euro Umsatz pro Jahr aus dem U-Boot-Geschäft mit Kanada wird die deutsche Industrie nicht zu retten sein.


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Entwickelt sich Deutschland negativ als Wirtschaftsstandort?

08.07.2026 um 23:23
Zitat von Sherlock_HSherlock_H schrieb:Ich sehe es auch so, mit ca. 3 Milliarden Euro Umsatz pro Jahr aus dem U-Boot-Geschäft mit Kanada wird die deutsche Industrie nicht zu retten sein.
Wenn der Werft die Kosten für Stahl und Energie über den Kopf wachsen, dann nützen auch die besten Verkäufe nichts, wenn man daran pleite geht.
Möglicher Umsatz ist Umsatz aber noch lange kein Garant für einen wirtschaftlichen Gewinn.


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Entwickelt sich Deutschland negativ als Wirtschaftsstandort?

09.07.2026 um 05:50
Zitat von RöhrichRöhrich schrieb:Wenn der Werft die Kosten für Stahl und Energie über den Kopf wachsen, dann nützen auch die besten Verkäufe nichts, wenn man daran pleite geht.
Möglicher Umsatz ist Umsatz aber noch lange kein Garant für einen wirtschaftlichen Gewinn.
@Röhrich:
Ich stimme zu, denke allerdings, dass dadurch, dass China und andere "nicht-westliche Länder" als Konkurrenten für die deutsche TKMS ausgefallen sind (aus verschiedenen Gründen), konnten auch auskömmliche Preise verlangt werden. Dem Vernehmen nach hat sich das deutsch-norwegische Konsortium gegen ein südkoreanisches Angebot durchgesetzt.

2 Punkte allerdings dazu:

1. Wir wissen nicht, wie weit die deutsche Politik bei der Finanzierung hilft, z.B. über Zusagen von langfristigen Krediten über die KfW, und wieviel das den deutschen Staat kosten wird.

2. Die ca. 60 Milliarden Euro in 20 Jahren müssen ja auch noch mit Norwegen geteilt werden. Norwegen ist bei diesem Projekt ein wichtiger Zulieferer und übernimmt wohl auch bei der Wartung der U-Boote eine wichtige Rolle:
Norwegische Unternehmen sind mit Zulieferungen beteiligt. Im norwegischen Bergen entsteht zudem ein deutsch-norwegisches Instandsetzungszentrum.
Quelle: https://www.zeit.de/news/2026-07/07/merz-neue-aera-der-kooperation-mit-kanada-und-norwegen

@Bone02943:
Aber natürlich ist es richtig, dass Deutschland hier konkurrenzfähig ist.


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Entwickelt sich Deutschland negativ als Wirtschaftsstandort?

10.07.2026 um 09:36
Zitat von Bone02943Bone02943 schrieb:Aber Deutschland schafft sich ja ab und verliert in allen Bereichen...
In Bereichen wo sich die Politik einmischt, ist das der Fall. Wir haben eben nur Koniferen statt Koryphäen in der Legislative sitzen.

Die Politik ist hierzulande ca. 40 Jahren hinter den Entwicklungen her und einfach stehen geblieben. In den Kernbereichen wie Digitalisierung, Energie, Fahrzeugtechnik sind wir weit abgeschlagen, weil wir "technologieoffen" sind und Fachexpertise nicht herangezogen wird.
Zitat von RöhrichRöhrich schrieb:Die Frage wird eher sein woher der Stahl in einigen Jahren kommt, aus Deutschland oder anderen europäischen Staaten.
Salzgitter baut aktiv um und Edelstahl wird auch in Zukunft hier noch produziert werden. ST37 kann Indien einfach kostengünstiger und effizienter.


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Entwickelt sich Deutschland negativ als Wirtschaftsstandort?

22.07.2026 um 07:42
Habt ihr alle brav Euere GKV Beiträge bezahlt? Die gestiegenen Beiträge sind notwendig damit dieses hochqualitative System mindestens gleich bleibt oder sogar besser wird.
Die Kassenärztliche Vereinigung Baden-Württemberg verteilt das Geld der gesetzlich Krankenversicherten an die Ärztinnen und Ärzte im Südwesten der Republik. Rund fünf Milliarden Euro erhält sie dafür von den Krankenkassen pro Jahr.Doch weil nicht immer alles Geld sofort ausgegeben werden muss, darf die Kassenärztliche Vereinigung (KV) die Betriebsmittel, Rücklagen und das Verwaltungsvermögen am Finanzmarkt anlegen. Allerdings möglichst konservativ und risikoarm - so, "dass ein Verlust ausgeschlossen erscheint". So steht es im Sozialgesetzbuch IV, an das sich die KVen und Krankenkassen halten müssen.
usmaß größer als bisher bekanntDie Fehlinvestments in die Verius-Fonds sorgen seit Wochen für Aufregung in den Vorstandsetagen von Krankenkassen und KVen. Das "Handelsblatt" berichtete erst vor wenigen Tagen von insgesamt sechs Krankenkassen und KVen, die Geld mit den Verius-Fonds verloren hatten.Doch das Ausmaß ist nach Recherchen von NDR, WDR und Süddeutscher Zeitung deutlich größer als bisher bekannt. So haben nicht nur, wie bisher bekannt, die Kaufmännische Krankenkasse KKH (47,4 Millionen), Pronova BKK (10 Millionen) und BKK Gildemeister Seidensticker (7,9 Millionen) investiert, wie aus den Klagen hervorgeht, sondern auch die Novitas BKK, die MKK Meine Krankenkasse (jeweils 5 Millionen) und die IKK Südwest 2 Millionen Euro, wie sie gegenüber NDR, WDR und Süddeutscher Zeitung einräumen.Investiert haben zudem auch die AOK Bremen, die Bahn BKK, die BKK Pfalz, die Siemens BKK und die Viactiv Krankenkassen. Um wie viel Geld es dabei geht, will allerdings keine dieser Krankenkassen sagen.
Aus Kreisen der Finanzfirmen ist zu hören, dass insgesamt 28 Krankenkassen und KVen Geld über Umwege in die Verius-Fonds investiert haben sollen, und sich die Fehlinvestitionen auf mehr als 500 Millionen Euro summieren würden.
Quelle: https://www.tagesschau.de/investigativ/ndr-wdr/krankenkassen-immobilienfonds-100.html

Die Art von Investments ist eigentlich gesetzlich verboten:
1) Die Mittel der Versicherungsträger umfassen die Betriebsmittel, die Rücklage und das Verwaltungsvermögen. Sie sind so anzulegen und zu verwalten, dass ein Verlust ausgeschlossen erscheint, ein angemessener Ertrag erzielt wird und eine ausreichende Liquidität gewährleistet ist.
Quelle:
https://www.gesetze-im-internet.de/sgb_4/__80.html

Wie geht es weiter, was passiert?
Nichts - somit erfüllt Deutschland ein weiteres Kriterium auf dem Weg zur Gurkenrepublik.


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