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Unser Politiksystem muss abgeschafft und ersetzt werden

148 Beiträge, Schlüsselwörter: Politik, Demokratie, Digitalisierung

Unser Politiksystem muss abgeschafft und ersetzt werden

06.06.2019 um 17:09
@Doors

Und wie gut klappt das? Wie viele Leute sind in den demokratischen Ländern aktiv?
In Deutschland haben wir gut 1.2 mio Menschen die in Parteien aktiv sind (und 'aktiv' heißt hier sie sind drin).
Dann habenw ir sicherlich noch einige anderweitig politisch aktive menschen, aber bei den meiswten aktivisten betrifft das ein oder zwei themen, die ihnen wirklich wichtig sind, der rest interessiert sie nicht.

Wenn das so wirklich demokratietragend wäre, dann wäre unsere Demokratie jetzt schon am Ende.

Es ist wohl kaum so, dass mein system weniger dazu einlädt, außerstaatlich z.b. für seine kommune oder sein viertel aktiv zu sein und da etwas zu organisieren. Das würde man dann genauso machen wie heute.

Und wehklagen würden dann auch weniger Leute, weil die nicht wählen müssen, welcher kasper dem anderen jetzt zeigen darf, wo es lang geht, sondern wirklich ganz ernsthaft ihre meinung kundtun können, was sie eigentlich von bestimmten themen halten.

Da würden letztendlich mehr Leute mitmachen als jetzt, weil sie mehr als wahlvieh sind.


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Unser Politiksystem muss abgeschafft und ersetzt werden

06.06.2019 um 21:40
Doors schrieb:Demokratie heisst mitmachen, engagieren, das Maul aufreissen, mitarbeiten, mitgestalten, Protest artikulieren, Widerstand leisten...
Und was hat das im Fall von Artikel 13/17 gebracht? Absolut gar nichts!!!
Die große Unterschriftenaktion hat nichts gebracht und die deutschlandweiten Demonstrationen ebenfalls nicht.
Tolle Demokratie! Der Wahnsinn...

Irgendwie hast du schon eine extrem rosarote Brille auf, was unsere "tolle" Demokratie betrifft.

Wenn ich eine Partei wähle, die dann aber nicht über 50 Prozent kommt, will ich trotzdem nicht, dass die dann mit irgendwelchen Parteien zusammenarbeitet, von denen ich möglicherweise überhaupt nichts halte und trotzdem läuft das sehr oft so und das ist Mist.


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Unser Politiksystem muss abgeschafft und ersetzt werden

06.06.2019 um 22:02
im Thread nebenan haben wir fesgestellt (sozialdemokratie) das Volkes Wille eh nicht tauglich ist als Höchste instanz.

Ja es ist Bedauerlich das man nicht mehr so einfach Geld verdienen kann mit den Werken andere Menschen..


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Unser Politiksystem muss abgeschafft und ersetzt werden

07.06.2019 um 07:26
Shionoro schrieb:Warum ist das da in ordnung, bei Politiks ollen aber liebe rleute regierung, die gar keine ahnung von der materie haben und laien sind, die sich auf plakate machen lassen? das müssten du mir mal erklären.
Experten und Politiker haben verschiedene Funktionen. Nehmen wir ein Beispiel aus der Kommunalpolitik.

Ein Freibad soll gebaut werden, fordern ein Teil der Bürger in Kleckersdorf. So. Es ist nun Aufgabe der gewählten Politiker, zu entscheiden, ob das tatsächlich gebaut werden soll.

Vor der Entscheidung können und sollten sie vielleicht die Meinung einiger Experten einholen: Ein Experte, der sie dabei berät, ob der vorgeschlagene Standort überhaupt sinnvoll ist. Er weiss vielleicht etwas über die seltene Ameisenbiene, die genau dort und nur dort ihren Bau hat, wo die Liegewiese sein soll. Und dass Ameisenbienen schmerzhafte Bisse und Stiche verursachen, was eventuell den Liegewiesen-Erholungswert der Bürger schmälern würde.

Dann ein Experte für Finanzen, der dem Gemeinderat vorrechnet, dass die Kosten für dieses Schwimmbad nur dann im Rahmen bleiben, wenn in jedem Jahr mindestens 1000 Bürger jeweils 15 Euro Eintritt zahlen werden.

Wenn es sein muss, kommt dann noch ein Experte der erklärt, dass dann die Kinder der Grundschule Kleckersdorf schwimmen lernen könnten, was erwiesenermassen gut für die Kinder ist.

So.

Nun aber muss der Gemeinderat immer noch die Entscheidung treffeN: Bau Ja oder Nein?

Nehmen wir mal an, der Gemeinderat sagt Ja.

Dann wird er weitere Experten hinzuziehen: Architekten und Ingenieure, die den eigentlichen Bau planen, überwachen und so weiter.

Das bedeutet also, die Experten beantworten die Fragen nach dem "Wie." Aber die entscheidende Frage nach dem "ob," warum muss die von studierten sogenannten Experten beantwortet werden? Die sollte allein von den gewählten Repräsentanten der Bürger entschieden werden. Die sollen die "Expertenmeinungen" zu den obigen Themen einholen, die Antworten bewerten, und dann entscheiden, ob Kleckersdorf ein Freibad bekommt oder nicht.

Das können die auch entscheiden, ohne studiert zu haben. Das können sie sogar besser entscheiden, als die sogenannten Experten. Denn die Gemeinderäte leben in Kleckersdorf und wissen, oder sollten wissen, was ihre Nachbarn und Mitmenschen von dem Projekt halten. Zum Beispiel, ob 1000 Leute pro Sommer 15 Euro Eintritt zahlen werden.

So wird Politik gemacht. Unser System funktioniert ganz gut ohne dass wir nun obskure "Experten" ohne jegliche demokratische Kontrolle schalten und walten lassen müssen.

Was man in dieser Diskussion vergisst ist, dass ja auch heute schon diese "Experten" wie oben gezeigt durchaus mitmischen. Nur die Entscheidung, die muss ein demokratisch legitimierter Entscheidungsträger fällen. Und ein Doktortitel ist keine solche Legitimation.


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Unser Politiksystem muss abgeschafft und ersetzt werden

07.06.2019 um 07:34
Shionoro schrieb:Und wie gut klappt das? Wie viele Leute sind in den demokratischen Ländern aktiv?
In Deutschland haben wir gut 1.2 mio Menschen die in Parteien aktiv sind (und 'aktiv' heißt hier sie sind drin).
Dann habenw ir sicherlich noch einige anderweitig politisch aktive menschen, aber bei den meiswten aktivisten betrifft das ein oder zwei themen, die ihnen wirklich wichtig sind, der rest interessiert sie nicht.

Wenn das so wirklich demokratietragend wäre, dann wäre unsere Demokratie jetzt schon am Ende.
Es gibt außer Politik noch andere Themen für das Menschen sich interessieren.
Die in diesen aktiv sind. Sei es Sport, Kultur, Handwerk etc.
Schau mal nach wie viele Menschen Ehrenamtlich aktiv sind.
Sollen deine 1,2mio da auch alle aktiv sein?
Nein. Jeder nach seinem Interessengebiet.
Für viele ist es ausreichend sich bei politischen Themen vertreten zu lassen. Sich nur nach dem großen Rahmen zu richten/wählen und die Details den gewählten Vertretern zu überlassen.


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Unser Politiksystem muss abgeschafft und ersetzt werden

07.06.2019 um 08:08
@Cachalot

JEder, der Ehrenamtlich aktiv ist, macht das nach interessengebiet. Heute auch. Keiner macht ein Ehrenamt, wo er gar keinen Bock zu hat.


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07.06.2019 um 08:34
Redan schrieb:Und was hat das im Fall von Artikel 13/17 gebracht? Absolut gar nichts!!!
Die große Unterschriftenaktion hat nichts gebracht und die deutschlandweiten Demonstrationen ebenfalls nicht.
Tolle Demokratie! Der Wahnsinn...
Ich kann gut damit leben, dass der Diskurs um beispielsweise Artikel 13/17 eine mehr als lebenslange Aufgabe ist, die weitergeführt werden muss, wenn wir schon längst tot sind!
Das ist für mich rein logisch!

Auch Diskurse um Menschenrechte und Klimaschutz sind ewige Aufgaben, aber nicht deren Abbau, sondern deren Vervollkommnung darf nie enden! (Dass keine Mißverständnisse entstehen!)


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Unser Politiksystem muss abgeschafft und ersetzt werden

07.06.2019 um 11:57
Shionoro schrieb:Warum siehst du das als zu groß an? Das ist doch heute größer, wo durchaus POlitiker eigentlich schon machtspiele spielen MÜSSEN um irgendwie entscheidungen zu treffen. Da ist dann nicht NUR der innere zwang, sondern auch der äußere. In eine Arbeitsgruppe mit vielen Leuten die wirklich daran interessiert ist, einfach eine gute lösung zu finden, gibt es auch leute, die sich aufspielen wollen: ok. Aber deren raum ist doch wesentlich kleienr, als wenn die auch noch auf großer bühne eine show machen müssen und ihre macht sichern MÜSSEN in der partei und in er gesamtpolitik. Von den Machtkämpfen, die es dann noch geben könnte, bekommt der bürger ja gar nichts mit. Dass Ansichten divergieren, ist ja nicht so schlimm. Das ist doch in der Justiz auch so: Einige Urteile sind für Bürger unverständlich, sie werden im großen und ganzen aber hingenommen.

Wenn ich eine entscheidung hab, wo eine expertengruppen transparent sagt, warum sie das gemacht haben und warum das die beste möglichkeit ist, dann wird das volk das weit eher akzeptieren, als wenn da irgendwer sich hinstellt der parteipolitik machen muss und bestimmten wählergruppen eben hörig sein muss und sich mit der opposition darüber streitet, ob das die beste möglichkeit war. Dem glaub ich das nämlich nicht, und die opposition (ob sie recht hat oder nicht) wird mir dafür die argumente liefern, nur, weil mir die Entscheidung nicht gefällt. Da gibt es keine Justiz, die das reguliert, sollte da wirklich eine schlechte entscheidung getroffen worden sein wider besseren wissens.
Gerichtsurteile werden aber nicht über das Wählervolk bestimmt. Auch da müsste man sich schon über Novellierungen direkt an das Rechtssystem zu schaffen machen wenn darin eine allgemeine Unzufriedenheit vorherrscht. Bei gewählten Politikern erwartet man dagegen schon, daß sie auch Politik für die Grundsätze machen, für deren Umsetzung sie auch gewählt wurden. Die Gründe dafür, warum diese in der Realität aber bei weitem nicht immer oder zumindest nicht wie vorgegeben umgesetzt werden wurden hier ja schon reichlich diskutiert. Ich glaube aber nicht, daß transparente Expertengruppen bei ihren Wählern auf wirklich mehr Verständnis stoßen, wenn sie aus welchen Gründen auch immer ihre Zielvorgaben revidieren müssen. Bei der nächsten Wahl wäre die logische Konsequenz, daß man diese dann einfach abstrafen und stattdessen anderen Experten bzw. Grundsätzen und ihren Versprechungen vertrauen würde.

Und, daß selbst freie Wahlen bis zur Umsetzung politischer Zielvorgaben nunmal keine Wunschkonzerte sind sehe ich sowohl bei unserem derzeitigen Partei- und Regierungssystem gegeben, wie auch in einer Expertokratie, bzw. sehe ich hier noch immer nicht, wo da jetzt bei Letzterem realiter die wirklichen Vorteile liegen sollen.

Und warum ich darin ebenso eine große Gefahr für Machtgeplänkel und eine "Anpassung" bei der Umsetzung der gewählten Grundsätze zum Erhalt persönlicher Machtbefugnisse sehe, hatte ich ja schon erläutert. Wie gesagt, selbst die Bestimmungen richterlicher Entscheidungsgremien, die in letzter Instanz über eine "erfolgreiche Umsetzung" der gewählten Grundsätze "im Sinne der Bürger" durch Experten entscheiden sollen können allgemeine Unzufriedenheit in der Bevölkerung auslösen.

Ja, daß Aufassungen über bestimmte Soll- und Istzustände zwischen Bürger und Staat divergieren können liegt wohl auch irgendwo in der Natur der Sache, aber ich sehe da, wie gesagt noch immer nicht, wo da eine "Herrschaft von Experten" die vorteilhaftere Alternative ist.
Shionoro schrieb:Man kann nicht alle bürger zu politikexperten machen. Wir steuern aber auf zeiten zu , in denen, in unserem system, eigentlich jede rbürger einer sein müsste. In meinem system muss er das nicht.
In unserem system müsste er es sein, wird es aber niemals sein, weswegen unsere pOlitik zwangsläufig lügen muss.
Hier würde sich aber das System selbst Lügen strafen, wenn Experten eingesetzt werden, die die gewählten Grundsätze aber letztlich gar nicht so umsetzen können/ wollen, wie es sich die Grundatzwähler bei ihrer Wahl gewünscht hatten, wo doch eigentlich die neuen strukturellen Gegebenheiten die Bürger zufriedener stellen sollen um sie gleichzeitig im Werdegang zum "Politikexperten" zu entlasten.


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