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Unser Politiksystem muss abgeschafft und ersetzt werden

338 Beiträge, Schlüsselwörter: Politik, Demokratie, Digitalisierung

Unser Politiksystem muss abgeschafft und ersetzt werden

06.06.2019 um 17:09
@Doors

Und wie gut klappt das? Wie viele Leute sind in den demokratischen Ländern aktiv?
In Deutschland haben wir gut 1.2 mio Menschen die in Parteien aktiv sind (und 'aktiv' heißt hier sie sind drin).
Dann habenw ir sicherlich noch einige anderweitig politisch aktive menschen, aber bei den meiswten aktivisten betrifft das ein oder zwei themen, die ihnen wirklich wichtig sind, der rest interessiert sie nicht.

Wenn das so wirklich demokratietragend wäre, dann wäre unsere Demokratie jetzt schon am Ende.

Es ist wohl kaum so, dass mein system weniger dazu einlädt, außerstaatlich z.b. für seine kommune oder sein viertel aktiv zu sein und da etwas zu organisieren. Das würde man dann genauso machen wie heute.

Und wehklagen würden dann auch weniger Leute, weil die nicht wählen müssen, welcher kasper dem anderen jetzt zeigen darf, wo es lang geht, sondern wirklich ganz ernsthaft ihre meinung kundtun können, was sie eigentlich von bestimmten themen halten.

Da würden letztendlich mehr Leute mitmachen als jetzt, weil sie mehr als wahlvieh sind.


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06.06.2019 um 21:40
Doors schrieb:Demokratie heisst mitmachen, engagieren, das Maul aufreissen, mitarbeiten, mitgestalten, Protest artikulieren, Widerstand leisten...
Und was hat das im Fall von Artikel 13/17 gebracht? Absolut gar nichts!!!
Die große Unterschriftenaktion hat nichts gebracht und die deutschlandweiten Demonstrationen ebenfalls nicht.
Tolle Demokratie! Der Wahnsinn...

Irgendwie hast du schon eine extrem rosarote Brille auf, was unsere "tolle" Demokratie betrifft.

Wenn ich eine Partei wähle, die dann aber nicht über 50 Prozent kommt, will ich trotzdem nicht, dass die dann mit irgendwelchen Parteien zusammenarbeitet, von denen ich möglicherweise überhaupt nichts halte und trotzdem läuft das sehr oft so und das ist Mist.


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06.06.2019 um 22:02
im Thread nebenan haben wir fesgestellt (sozialdemokratie) das Volkes Wille eh nicht tauglich ist als Höchste instanz.

Ja es ist Bedauerlich das man nicht mehr so einfach Geld verdienen kann mit den Werken andere Menschen..


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07.06.2019 um 07:26
shionoro schrieb:Warum ist das da in ordnung, bei Politiks ollen aber liebe rleute regierung, die gar keine ahnung von der materie haben und laien sind, die sich auf plakate machen lassen? das müssten du mir mal erklären.
Experten und Politiker haben verschiedene Funktionen. Nehmen wir ein Beispiel aus der Kommunalpolitik.

Ein Freibad soll gebaut werden, fordern ein Teil der Bürger in Kleckersdorf. So. Es ist nun Aufgabe der gewählten Politiker, zu entscheiden, ob das tatsächlich gebaut werden soll.

Vor der Entscheidung können und sollten sie vielleicht die Meinung einiger Experten einholen: Ein Experte, der sie dabei berät, ob der vorgeschlagene Standort überhaupt sinnvoll ist. Er weiss vielleicht etwas über die seltene Ameisenbiene, die genau dort und nur dort ihren Bau hat, wo die Liegewiese sein soll. Und dass Ameisenbienen schmerzhafte Bisse und Stiche verursachen, was eventuell den Liegewiesen-Erholungswert der Bürger schmälern würde.

Dann ein Experte für Finanzen, der dem Gemeinderat vorrechnet, dass die Kosten für dieses Schwimmbad nur dann im Rahmen bleiben, wenn in jedem Jahr mindestens 1000 Bürger jeweils 15 Euro Eintritt zahlen werden.

Wenn es sein muss, kommt dann noch ein Experte der erklärt, dass dann die Kinder der Grundschule Kleckersdorf schwimmen lernen könnten, was erwiesenermassen gut für die Kinder ist.

So.

Nun aber muss der Gemeinderat immer noch die Entscheidung treffeN: Bau Ja oder Nein?

Nehmen wir mal an, der Gemeinderat sagt Ja.

Dann wird er weitere Experten hinzuziehen: Architekten und Ingenieure, die den eigentlichen Bau planen, überwachen und so weiter.

Das bedeutet also, die Experten beantworten die Fragen nach dem "Wie." Aber die entscheidende Frage nach dem "ob," warum muss die von studierten sogenannten Experten beantwortet werden? Die sollte allein von den gewählten Repräsentanten der Bürger entschieden werden. Die sollen die "Expertenmeinungen" zu den obigen Themen einholen, die Antworten bewerten, und dann entscheiden, ob Kleckersdorf ein Freibad bekommt oder nicht.

Das können die auch entscheiden, ohne studiert zu haben. Das können sie sogar besser entscheiden, als die sogenannten Experten. Denn die Gemeinderäte leben in Kleckersdorf und wissen, oder sollten wissen, was ihre Nachbarn und Mitmenschen von dem Projekt halten. Zum Beispiel, ob 1000 Leute pro Sommer 15 Euro Eintritt zahlen werden.

So wird Politik gemacht. Unser System funktioniert ganz gut ohne dass wir nun obskure "Experten" ohne jegliche demokratische Kontrolle schalten und walten lassen müssen.

Was man in dieser Diskussion vergisst ist, dass ja auch heute schon diese "Experten" wie oben gezeigt durchaus mitmischen. Nur die Entscheidung, die muss ein demokratisch legitimierter Entscheidungsträger fällen. Und ein Doktortitel ist keine solche Legitimation.


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07.06.2019 um 07:34
shionoro schrieb:Und wie gut klappt das? Wie viele Leute sind in den demokratischen Ländern aktiv?
In Deutschland haben wir gut 1.2 mio Menschen die in Parteien aktiv sind (und 'aktiv' heißt hier sie sind drin).
Dann habenw ir sicherlich noch einige anderweitig politisch aktive menschen, aber bei den meiswten aktivisten betrifft das ein oder zwei themen, die ihnen wirklich wichtig sind, der rest interessiert sie nicht.

Wenn das so wirklich demokratietragend wäre, dann wäre unsere Demokratie jetzt schon am Ende.
Es gibt außer Politik noch andere Themen für das Menschen sich interessieren.
Die in diesen aktiv sind. Sei es Sport, Kultur, Handwerk etc.
Schau mal nach wie viele Menschen Ehrenamtlich aktiv sind.
Sollen deine 1,2mio da auch alle aktiv sein?
Nein. Jeder nach seinem Interessengebiet.
Für viele ist es ausreichend sich bei politischen Themen vertreten zu lassen. Sich nur nach dem großen Rahmen zu richten/wählen und die Details den gewählten Vertretern zu überlassen.


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07.06.2019 um 08:08
@Cachalot

JEder, der Ehrenamtlich aktiv ist, macht das nach interessengebiet. Heute auch. Keiner macht ein Ehrenamt, wo er gar keinen Bock zu hat.


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07.06.2019 um 08:34
Redan schrieb:Und was hat das im Fall von Artikel 13/17 gebracht? Absolut gar nichts!!!
Die große Unterschriftenaktion hat nichts gebracht und die deutschlandweiten Demonstrationen ebenfalls nicht.
Tolle Demokratie! Der Wahnsinn...
Ich kann gut damit leben, dass der Diskurs um beispielsweise Artikel 13/17 eine mehr als lebenslange Aufgabe ist, die weitergeführt werden muss, wenn wir schon längst tot sind!
Das ist für mich rein logisch!

Auch Diskurse um Menschenrechte und Klimaschutz sind ewige Aufgaben, aber nicht deren Abbau, sondern deren Vervollkommnung darf nie enden! (Dass keine Mißverständnisse entstehen!)


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07.06.2019 um 11:57
shionoro schrieb:Warum siehst du das als zu groß an? Das ist doch heute größer, wo durchaus POlitiker eigentlich schon machtspiele spielen MÜSSEN um irgendwie entscheidungen zu treffen. Da ist dann nicht NUR der innere zwang, sondern auch der äußere. In eine Arbeitsgruppe mit vielen Leuten die wirklich daran interessiert ist, einfach eine gute lösung zu finden, gibt es auch leute, die sich aufspielen wollen: ok. Aber deren raum ist doch wesentlich kleienr, als wenn die auch noch auf großer bühne eine show machen müssen und ihre macht sichern MÜSSEN in der partei und in er gesamtpolitik. Von den Machtkämpfen, die es dann noch geben könnte, bekommt der bürger ja gar nichts mit. Dass Ansichten divergieren, ist ja nicht so schlimm. Das ist doch in der Justiz auch so: Einige Urteile sind für Bürger unverständlich, sie werden im großen und ganzen aber hingenommen.

Wenn ich eine entscheidung hab, wo eine expertengruppen transparent sagt, warum sie das gemacht haben und warum das die beste möglichkeit ist, dann wird das volk das weit eher akzeptieren, als wenn da irgendwer sich hinstellt der parteipolitik machen muss und bestimmten wählergruppen eben hörig sein muss und sich mit der opposition darüber streitet, ob das die beste möglichkeit war. Dem glaub ich das nämlich nicht, und die opposition (ob sie recht hat oder nicht) wird mir dafür die argumente liefern, nur, weil mir die Entscheidung nicht gefällt. Da gibt es keine Justiz, die das reguliert, sollte da wirklich eine schlechte entscheidung getroffen worden sein wider besseren wissens.
Gerichtsurteile werden aber nicht über das Wählervolk bestimmt. Auch da müsste man sich schon über Novellierungen direkt an das Rechtssystem zu schaffen machen wenn darin eine allgemeine Unzufriedenheit vorherrscht. Bei gewählten Politikern erwartet man dagegen schon, daß sie auch Politik für die Grundsätze machen, für deren Umsetzung sie auch gewählt wurden. Die Gründe dafür, warum diese in der Realität aber bei weitem nicht immer oder zumindest nicht wie vorgegeben umgesetzt werden wurden hier ja schon reichlich diskutiert. Ich glaube aber nicht, daß transparente Expertengruppen bei ihren Wählern auf wirklich mehr Verständnis stoßen, wenn sie aus welchen Gründen auch immer ihre Zielvorgaben revidieren müssen. Bei der nächsten Wahl wäre die logische Konsequenz, daß man diese dann einfach abstrafen und stattdessen anderen Experten bzw. Grundsätzen und ihren Versprechungen vertrauen würde.

Und, daß selbst freie Wahlen bis zur Umsetzung politischer Zielvorgaben nunmal keine Wunschkonzerte sind sehe ich sowohl bei unserem derzeitigen Partei- und Regierungssystem gegeben, wie auch in einer Expertokratie, bzw. sehe ich hier noch immer nicht, wo da jetzt bei Letzterem realiter die wirklichen Vorteile liegen sollen.

Und warum ich darin ebenso eine große Gefahr für Machtgeplänkel und eine "Anpassung" bei der Umsetzung der gewählten Grundsätze zum Erhalt persönlicher Machtbefugnisse sehe, hatte ich ja schon erläutert. Wie gesagt, selbst die Bestimmungen richterlicher Entscheidungsgremien, die in letzter Instanz über eine "erfolgreiche Umsetzung" der gewählten Grundsätze "im Sinne der Bürger" durch Experten entscheiden sollen können allgemeine Unzufriedenheit in der Bevölkerung auslösen.

Ja, daß Aufassungen über bestimmte Soll- und Istzustände zwischen Bürger und Staat divergieren können liegt wohl auch irgendwo in der Natur der Sache, aber ich sehe da, wie gesagt noch immer nicht, wo da eine "Herrschaft von Experten" die vorteilhaftere Alternative ist.
shionoro schrieb:Man kann nicht alle bürger zu politikexperten machen. Wir steuern aber auf zeiten zu , in denen, in unserem system, eigentlich jede rbürger einer sein müsste. In meinem system muss er das nicht.
In unserem system müsste er es sein, wird es aber niemals sein, weswegen unsere pOlitik zwangsläufig lügen muss.
Hier würde sich aber das System selbst Lügen strafen, wenn Experten eingesetzt werden, die die gewählten Grundsätze aber letztlich gar nicht so umsetzen können/ wollen, wie es sich die Grundatzwähler bei ihrer Wahl gewünscht hatten, wo doch eigentlich die neuen strukturellen Gegebenheiten die Bürger zufriedener stellen sollen um sie gleichzeitig im Werdegang zum "Politikexperten" zu entlasten.


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29.08.2019 um 12:35
Am Besten wäre wir losen - klingt komisch auf den ersten Gedanken. (Und kam mir auch komisch vor, als ich zum ersten Mal davon hörte.) Aber so abwegig ist der Gedanke nicht. Wiki hat ne kurze Zusammenfassung dazu - und auch die Kontra-Punkte. Aber es gibt eben auch positve Aspekte.

Man könnte Abgeordnete ja auch als Stichprobe sehen. Und bei Umfragen die mit teils 1000 Befragten schon rech gute Ergebnisse erzielen ... könnten doch auch so 700 ausgeloste Abgeordnete vielleicht schon recht gut abbilden.

Wikipedia: Demarchie

Und auch wenn ein Los/Zufallsentscheid oft recht ungerecht klingt (z. B. wenn im Lotto ein Reicher statt Armer gewinnt und man es ungerecht empfindet subjektiv) so ist objektiv gesehen Losentscheid doch mit die gerechteste Sache, die es gibt. (Sofern korrekt durchgeführt natürlich - das ist wichtig!)


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30.08.2019 um 15:36
Libertin schrieb am 07.06.2019:Gerichtsurteile werden aber nicht über das Wählervolk bestimmt. Auch da müsste man sich schon über Novellierungen direkt an das Rechtssystem zu schaffen machen wenn darin eine allgemeine Unzufriedenheit vorherrscht. Bei gewählten Politikern erwartet man dagegen schon, daß sie auch Politik für die Grundsätze machen, für deren Umsetzung sie auch gewählt wurden. Die Gründe dafür, warum diese in der Realität aber bei weitem nicht immer oder zumindest nicht wie vorgegeben umgesetzt werden wurden hier ja schon reichlich diskutiert. Ich glaube aber nicht, daß transparente Expertengruppen bei ihren Wählern auf wirklich mehr Verständnis stoßen, wenn sie aus welchen Gründen auch immer ihre Zielvorgaben revidieren müssen. Bei der nächsten Wahl wäre die logische Konsequenz, daß man diese dann einfach abstrafen und stattdessen anderen Experten bzw. Grundsätzen und ihren Versprechungen vertrauen würde.
Naja, eigentlich erwartet man das nicht. Es ist ja nicht so, als hätte eine Regierung irgendwelche klaren Aufträge von den Wählern bekommen oder irgendwelche Grundsätze. So interpretiert eine Regierung das gern, wenn es ihr gerade in den Kram passt, aber wirklich indizieren, was sie wollen, das können die wähler nicht. Höchstens indirekt darüber, wen sie wählen, das ist aber oft gar nicht so schrecklich viel wert.

Wenn du SPD wählst kannst du die Agenda bekommen, wenn du die CDU wählst kannst du eine millionen Flüchtlinge bekommen.
Wenn due die Grünen wählst kannst du dir das 'nie wieder krieg' in die haare schmieren. Wenn du in Griechenland Syriza wählst bekommst du noch lange nicht linke Politik.
WArum? Weil heute Zwänge wesentlich bestimmender sind in der POlitik als die Grundsätze und Ausrichtung der Partei, die wir wählen.

Ein expertenteam muss deutlich seltener seine Meinung revidieren. Wenn ich als Politiker antrete und sage 'ich will ein großes reformpaket schnüren' hab ich viele, sehr viele unsicherheiten. Machen da die anderen PArteien mit? Macht da meine eigene Partei mit? Ist meine Forderung vllt ein bisschen zu populistisch, weil ich gewählt werden will, und darum gar nicht machbar?
Solche Probleme hätte ein expertengremium nicht. Die können dann einen PLan schnüren der nicht nur in die nächste legislaturperiode reingeht sondern der dann (sollte es keine konterindikatoren geben,d ie man aber durchaus auch schon vorher mit überlegen kann) eventuell auch mal 20 Jahre lang bis auf anpassungen weitestgehend ungestört verfolgt wird und nicht von der nächsten regierung so einfach wieder (aus rein ideologischen gründen) einkassiert werden kann.
Libertin schrieb am 07.06.2019:Und, daß selbst freie Wahlen bis zur Umsetzung politischer Zielvorgaben nunmal keine Wunschkonzerte sind sehe ich sowohl bei unserem derzeitigen Partei- und Regierungssystem gegeben, wie auch in einer Expertokratie, bzw. sehe ich hier noch immer nicht, wo da jetzt bei Letzterem realiter die wirklichen Vorteile liegen sollen.

Und warum ich darin ebenso eine große Gefahr für Machtgeplänkel und eine "Anpassung" bei der Umsetzung der gewählten Grundsätze zum Erhalt persönlicher Machtbefugnisse sehe, hatte ich ja schon erläutert. Wie gesagt, selbst die Bestimmungen richterlicher Entscheidungsgremien, die in letzter Instanz über eine "erfolgreiche Umsetzung" der gewählten Grundsätze "im Sinne der Bürger" durch Experten entscheiden sollen können allgemeine Unzufriedenheit in der Bevölkerung auslösen.

Ja, daß Aufassungen über bestimmte Soll- und Istzustände zwischen Bürger und Staat divergieren können liegt wohl auch irgendwo in der Natur der Sache, aber ich sehe da, wie gesagt noch immer nicht, wo da eine "Herrschaft von Experten" die vorteilhaftere Alternative is
Es geht nicht um 'Wunschkonzert'. Es geht darum, dass man realistischer wählt. Wenn ich z.b. wählen lasse, was die größten Probleme der wähler sind, dann kommen sagen wir mal 10 Prioritäten auf den Plan.
Da steht dann z.b. bei den top 3 Kriminalität, Gesundheitswesen und Bildungspolitik.

Das wären dann themen, zu denen sich der Staat äußern muss, wie da genau die lage ist und wie er gedenkt, dort verbesserungen zu erreichen udn was das kostet (also eventuell auch anderweitig kosten würde an staatlichen investitionen).
Er stellt dann zu jedem dieser Themen Pakete vor, wie man si angehen könnte, die so auch wirklich durchgerechnet und in ihrer (wenigstens erwarteten) effektivität von einem Expertengremium überprüft worden sind.

Die wähler können sich dann über eine Wahlphase hinweg für die einzelnen Pakete entscheiden. Der Klare Vorteil hier ist, dass jedes dieser Pakete dann Hand und Fuß hätte und kein blinder Aktionismus und keine blinde scheinlösung ist. Die haben unterschiedliche Ausprägungen (z.b. mag eines teuer aber sehr effektiv sein, ein anderes nur moderat effektiv aber billig genug, um bei einem anderen Thema mehr auszugeben). Es wird dann auch nur über ernsthafte reformvorschläge die so von leuten, die ahnung von dem thema haben, abgesegnet worden sind, diskutiert und nicht über irgendwelche pseudolösungen wie 'wir bauen eine mauer' oder sonstigen populismus.

NAtürlich sollte es den klageweg geben dürfen: Wenn jemand denkt, da wurde eine mögliche Lösunge gar nicht beachtet und zur wahl gestellt, darf er klagen und ein unabhängiges Gutachtergremium überprüft, ob das nicht auch ein weg wäre, der zur wahl gestellt werden muss.
Libertin schrieb am 07.06.2019:Hier würde sich aber das System selbst Lügen strafen, wenn Experten eingesetzt werden, die die gewählten Grundsätze aber letztlich gar nicht so umsetzen können/ wollen, wie es sich die Grundatzwähler bei ihrer Wahl gewünscht hatten, wo doch eigentlich die neuen strukturellen Gegebenheiten die Bürger zufriedener stellen sollen um sie gleichzeitig im Werdegang zum "Politikexperten" zu entlasten.
Wie gesagt könnte das aber ja einklagbar sein. Wenn in einem transparenten gerichtsprozess über jeden zweifel erhaben von unabhängigen gutachtern festgestellt wird, dass die Handlungen der Experten absolut im Rahmen ihres Handwerks liegen und da keine schnitzer passiert sind, dann gibt es kaum noch raum, dagegen irgendwie aufbegehren zu wollen.
Vorallem, wenn man so, wie ich es oben erläutert habe, die einzelnen pakete zur wahl stellt, die leute also nur über rationale lösungen diskutieren und streiten und nur eine kleine minderheit über populismus.


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30.08.2019 um 17:56
Ein Problem ist auch die Balance zwischen Langfristigen Zielen da ja Politiker ja auch Pläne und Gesetze ausarbeiten müssen und andererseits den Volkswirte berücksichtigen sollten. Denn der ist sehr starken Stimmungsschwankungen unterlegen ich denke da an AKW und Klimaschutz. Politiker sollten auch nicht unbedingt jeder Gefühlsregung nachgeben. Ich finde Parteien sind überholt und gehören abgeschafft. Manchmal gibt es gute Politiker die ich aber nicht wählen kann in Anbetracht der Linie ihrer Partei. Das mit der Zufallszahl finde ich schon nicht verkehrt ähnlich wie bei Geschworenen. Dazu noch ein Teil Experten die aber gewisse Qualifikation haben müssen und die Quasi vom Volk eingestellt und entlassen werden. Z.b. Vert.minister muss Soldat sein, Wirtschaftsminister sollte sodass zumindest mal gelernt haben und als Arbeitsminister zumindest einer der schonmal ein paar Jahre gearbeitet hat. Diese werden dann gemeinsam mit den zufällig gewählten Vorschläge ausarbeiten. Das würde auch das gezielte beeinflussen durch Lobbyverbände erschweren.


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30.08.2019 um 18:20
@Miles1701
@lkdwpi
@Miles1701

Ich sehe da nicht die vorteile bei der Zufallsaufwahl. Okay, kostet weniger und thereotisch muss jeder bürger bereit sein, diese verantwortung zu übernehmen.
Aber letztendlich wirst du da eine noch wesentlich größere beeinflussung haben. Denn die einfachen brüger wissen dann beim aller besten willen nicht, welchem berater sie nun vertrauen können/sollten und sind damit eigentlich noch leichter durch lobbyisten beeinflussbar als heutige politiker, die wenigstens irgendwie noch eine parteilinie haben,d er sie nicht so einfach offen widersprechen können.


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30.08.2019 um 18:28
@shionoro
Deswegen ja mit Gegengewicht durch die unabhängigen Experten. Ausserdem ist ja das Problem was ein Vorredner schon angeführt hat daß Leute die genügend Mittel haben um eine politokerkarriere zu verfolgen eben meistens NICHT ein einfacher Arbeiter mit Schichtarbeit und Familie ist weil der gar keine Zeit hat um sich die Parteienleiter und Listen hochzuarbeiten. Eben aber diese Leute sollten auch gehört werden. Wenn ein zufälliger querschnitt aus der Bevölkerung genommen wird, dann können auch solche Leute Politik betreiben.


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30.08.2019 um 18:33
@Miles1701

Die sind aber ja gar keing egengewicht, wenn die gewählt werden sollen und abgesetzt werden können.
Wenn ein zufälliger Querschnitt aus der Bevölkerung genommen wird, dann hast du da auch alle möglichen politischen ausrichtungen. Wie sollen die sich einig werden, wenn es nicht nach sachverstand geht sondern da jeder sein eigenes Süppchen kocht?


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30.08.2019 um 18:33
Es fördert nicht unbedingt das Vertrauen in die Politik wenn da hauptsächlich Leute sitzen die mit ihrer Lebenswirklichkeit nichts zu tun haben weil alle Studierte oder Anwälte oder überwiegend besserverdiener sind. Wenn da Strom 100 Euro mehr kostet dann jucken das manche nicht mal während es für die "kleinen Leute" ne Katastrophe ist. Ausserdem werden die Politiker auch vorsichtiger wenn sie hinterher als "normale Leute" wieder in den Alltag zurück müssen ihre Entscheidung auch voll mitbekommen.


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30.08.2019 um 18:35
@Miles1701

Aber es fördert auch nicht gerade das vertrauen in die politik, wenn einfach irgendwer da entscheidet, der sich nichtmal zwangsläufig in die materie eingearbeitet hat. Es erscheint irgendwie paradox, dass du forderst, dass der verteidigungsminister soldat gewesen sein muss (wozu es nicht wirklich eineng rund gibt), aber dann die eigentlichen entscheidungsträger einfach irgendwelche leute sein sollen, die mitunter zwar vllt die ein oder andere erfahrung haben, aber eigentlich keine ahnung von detailfragen und abläufen.

Wenn die dann einfach sagen 'hey strom muss billiger sein, das wäre voll gut für mich' ist ja auch keinem geholfen.


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30.08.2019 um 18:47
@shionoro
Vlt sollte ich das näher erläutern. Es Schwebt mir vor 2 Kammern. Herz und Hirn wenn man so will. Die Zufälligen haben Problemstellungen mit denen sie sich an die Experten wenden. In deinem Beispiel z.b. Strom. Die Experten werden möglichst transparent Lösungen ausarbeiten. Diese werden dann den Zufälligen präsentiert. Diese können dann im Parlamentarischen Prozess beraten und Entscheidungen treffen oder im Zusammenspiel mit den Experten auch weitere Lösungen finden. Wenn die Mehrheit trotz des Wissens um die Gefahr dann den billigsten und dreckigen Strom will dann ist das so. Ausserdem sind die Zufälligen nicht an Fraktionszwang gebunden. Will ein Konservativer trotzdem sauberen Strom dann kann er so entscheiden und muss nicht nach seinen Parteichef erneuerbare als Teufelszeug ablehnen.

Übrigens guter Gedankenaustausch, Werter Shionoro


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30.08.2019 um 18:56
@Miles1701

Das ist dann doch aber ähnlich wie das system, was ich mir vorstelle. NUr sehe ich nicht, warum das mit zufälligen laufen soll und nicht einfach alle bürger dazu befragt werden, oder wenigstens die, die es etwas angeht.

WEnn das nämlich nur zufällige sind, wirst du automatisch diese Leute mit Fragen konfrontieren, zu denen sie gar keinen bezug haben und eigentlich auch gar nicht so recht darüber nachdenken wollen. Ich finde das deswegen auch nicht legitimierter als die heutige form von demokratie.

Die grundsätzliche idee, dass experten lösungen ausarbeiten und die dann zur wahl stellen allerdings vertrete ich so auch. DA können die extremen populismen ja sofort gar nicht zur wahl gestellt werden (sofern sie eben nur scheinlösungen sind).


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30.08.2019 um 19:22
@shionoro
Alle Bürger zu befragen wird eine Frage von Aufwand und nutzen sein. Ich bin aber der Überzeugung, das wenn die Zufälligen in etwa einen repräsentativen Schnitt durch die Gesellschaft bilden, sich das Ergebnis nicht großartig ändern wird.

Die Frage welche Dinge Leute betreffen oder sie angehen ist schwierig. Man sieht ja auch heute schon daß manche Dinge ums betreffen ohne daß wir uns mit Ihnen beschäftigen wollen oder andersherum.

Wenn wir wiederum ALLE befragen so wäre es eine Frage des Rahmens. Wann wo und wie würdest du das tun. Ich denke nur an die Berühmten Befragungen diverser Sender zu Irgendwelchen Themen wo mich persönlich das kalte Grauen packt.


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30.08.2019 um 19:39
@Miles1701

Das Ergebnis vielleicht nicht, aber die Legitimation des Ergebnisses schon UND, was du immer mitbedenken musst, dass diese 100 sehr leicht beeinflusst werden können. Selbst wenn da unabhänggig experten befragt werden kann man bei 100 normalen leuten sehr einfach lobbyarbeit betreiben. Das kann man nicht, wenn man große Wahlen macht.

Der Aufwand davon dürfte eigentlich auch nicht so groß sein, wenn man es digital macht. Das ist eher eine frage der datensicherheit, aber das kann man regeln.
Beispielsweise mache ich einmal alle 5 Jahre große wahlen, wo bestimmte grundsätze festgelegt werden. Also Leute können z.b. da zu fragen bezug nehmen, wie 'Die bekämpfung des Klimawandels sollte ein prioritäres Staatsziel sein'.
Da kann also festgelegt werden, wo wirklich die Bevölkerung findet, dass der Staat da handeln sollte.

Ist das einmal festgelegt muss der Staat zu diesen Fragen stellung beziehen und pläne ausarbeiten (natürlich auch im kleineren rahmen kommunal oder im Landeskreis). Sind die Pläne ausgearbeitet, stellt er sie da, wo es verschiedene gangbare wege gibt, zur Wahl.

Sind das fragen mit großen trade offs, fragt er alle. Z.b. ob man lieber weiterhin sehr großzügige arbeitnehmerbedingungen hätte oder lieber eine Arbeitgeberfreundlichere Politik um jobs zu schaffen. DAs tut er Digital mit entsprechenden Begründung (bzw. vor und nachteilen) von jeder zur Wahl stehenden lösung (undzwar einmal ausführlich und einmal in bullet points, damit auch die lesefaulen sie sich durchlesen).

Bei kleineren detailfragen, wo grundsätzlich alle lösungen finanzierbar wären und es auf eine frage der präferenz ankommt fragt er die leute (ebenfalls digital) die das etwas angeht. Wenn z.B. das Bildungsministerium etwas bei den Arbeitszeiten von lehrern verändern will, fragt es nur die Lehrer, (eben die, die daovn betroffen sind).
Dabei kann es nicht passieren, dass die lehrer einfach sagen 'jo wir wollen gar nicht mehr arbeiten aber ganz viel geld', weil sie ja nur einigermaßen finanzierbare lösungen angeboten bekommen, von denen nur die Frage ist, wie es für sie am liebsten und sinnvollsten erscheint.


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