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Alter für Strafmündigkeit herabsetzen?

262 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Kinder, Jugentliche, Strafunmündigkeit ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Alter für Strafmündigkeit herabsetzen?

10.02.2026 um 16:02
Wenn ich sehe, was an unseren Grundschulen bereits los ist, fällt mir oft nichts mehr ein.
Da wird geprügelt, gegen Lehrer und auch andere Eltern "geschossen" (mit bösen Beleidgungen bis hin zu mutwilliger Zerstörung von fremdem Eigentum), etc. pp.
Da eine Bekannte von mir, die dort Kinder in den Nachmittagsstunden betreut, erzählt sie oft davon. Ich sehe und erlebe es aber auch selber mit wenn ich sie z.B. abhole.
Ok, es gibt auch die "braven", das muss man auch erwähnen. Jene, die noch "guten Tag Frau..." sagen oder fragen, ob sie helfen können, u.s.w.
Gefühlt finde ich aber, dass die gewaltbereitschaft und der Umgangston gegenüber meiner Zeit an der selben Schule als Schüler sehr zugenommen hat.

Gucky.


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Alter für Strafmündigkeit herabsetzen?

10.02.2026 um 16:05
Zitat von Gucky87Gucky87 schrieb:Gefühlt finde ich aber, dass die gewaltbereitschaft und der Umgangston gegenüber meiner Zeit an der selben Schule als Schüler sehr zugenommen hat.
Ehrlich gesagt befürchte ich das auch. Ich kriege es manchmal im ÖPNV mit, dass manchmal Kinder schon im jungen Alter pöbeln und sich aggressiv verhalten. Manchmal frage ich mich, ob die zu meiner Zeit noch relativ strengen Sitten in der Schule nicht auch was Gutes hatten. Zwar hatte es auch zu meiner Zeit Mobbing gegeben, aber im Großen und Ganzen verlief der Unterricht in ruhigen und sachlichen Bahnen.


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Alter für Strafmündigkeit herabsetzen?

10.02.2026 um 16:06
@Gucky87
Zitat von Gucky87Gucky87 schrieb:Wenn ich sehe, was an unseren Grundschulen bereits los ist, fällt mir oft nichts mehr ein.
Da wird geprügelt, gegen Lehrer und auch andere Eltern "geschossen" (mit bösen Beleidgungen bis hin zu mutwilliger Zerstörung von fremdem Eigentum), etc. pp.
Da eine Bekannte von mir, die dort Kinder in den Nachmittagsstunden betreut, erzählt sie oft davon. Ich sehe und erlebe es aber auch selber mit wenn ich sie z.B. abhole.
Ok, es gibt auch die "braven", das muss man auch erwähnen. Jene, die noch "guten Tag Frau..." sagen oder fragen, ob sie helfen können, u.s.w.
Gefühlt finde ich aber, dass die gewaltbereitschaft und der Umgangston gegenüber meiner Zeit an der selben Schule als Schüler sehr zugenommen hat.
Ich will Dir gar nicht widersprechen, sehe aber 2 Tendenzen:

Erstens gibt es sicherlich Gewalt, die es früher so nicht gab, vielleich auch mehr.

Andererseits ist die Wahrnehmungsschwelle heute auch anders. Auch in den 70er Jahren gab es üble Schläger an unseren Schulen, ohne gerichtliches Nachspiel, ohne Pressebericht. Das wurde damals weitgehend hingenommen. Ich weiss wovon ich spreche, aber mehr auf der Seite derjenigen, die es abgekriegt hatten.

Von daher sehe ich auch mehr Gewalt, aber auch mehr Selnsibilität gegeüber dem Thema. Beides zusammen erscheint dann als noch größere Gewaltwahrnehmung.


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Alter für Strafmündigkeit herabsetzen?

10.02.2026 um 16:08
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:Auch in den 70er Jahren gab es üble Schläger an unseren Schulen, ohne gerichtliches Nachspiel, ohne Pressebericht.
Und man darf auch nicht die Kehrseite der Medaille vergessen: damals hat es auch von Seiten der Lehrer bzw. des Betreuungspersonals oft Gewalt und (psychischen) Missbrauch gegeben, insbesondere natürlich in Internaten. Damals haben viele Kinder arg unter den Erziehungsberechtigten gelitten.


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10.02.2026 um 16:52
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:Erstens gibt es sicherlich Gewalt, die es früher so nicht gab, vielleich auch mehr.
Sicher, da stimme ich zu.
Ich war wie gesagt auf exakt der Grindschuld, von der ich oben schrieb, Damals hatte niemand ein Messer dabei, bzw. wenn doch, habe ich niemals Übergriffe damit erlebt. Nicht gegen andere Schüler und nicht gegen Lehrer. Erst , als ich in der 9. Klasse war, gab es in meiner Klasse einen, der auch mal ´ne Lehrerin geo´hrfeigt hat, wobei ich zugeben muss, dass sie zuerst die Hand hob er aber schneller war. Er hatte sie zuvor massiv provoziert.
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:Auch in den 70er Jahren gab es üble Schläger an unseren Schulen, ohne gerichtliches Nachspiel, ohne Pressebericht.
Früher wurde auch nicht alles fotografiert, gefilmt, hochgeladen und geliked.

Gucky.


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Alter für Strafmündigkeit herabsetzen?

10.02.2026 um 18:55
Ich sage es nochmal:
Wenn das Verhalten auf die Erziehung zurückzuführen ist wird in den wenigsten Fällen (oder gar keinen) eine Strafe für die Eltern oder ähnliches irgendetwas ändern. Das Defiziet liegt an mangelden Fähigkeiten und/oder eigenen Problemen, die sich auswirken und Konsequenzen werden - wenn überhaupt - nur dann relevant, wenn sie eintreten, haben aber in der Regel keinen anhaltenden Effekt.
In allen anderen Fällen wäre eine solche Strafe zudem ja auch noch ungerechtfertigt den Elternteilen gegenüber weil es tatsächlich auch Eltern gibt, die sehr engagiert, liebevoll etc sind und dennoch Kinder haben, die "Probleme verursachen".

Ich komme also letztendlich wieder zu dem Punkt, dass Hilfesysteme gestärkt und geschaffen werden müssen und dass mehr auf den Einzelfall eingegangen werden sollte, was finanziell und Personaltechnisch aber häufig schon unmöglich ist.

Es gibt nicht viele Einrichtungen oder Projekte für Extremfälle und die, die es gibt, sind sehr kostenintensiv. Statt "Knast" (wobei ja ebenfalls Kosten anfallen) wären allerdings pädagogisch ausgerichtete Einrichtungen (mit psychologischer Betreuung) mit entsprechenden Regeln etc. allerdings in den meisten Fällen das vielversprechendere Konzept.


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10.02.2026 um 20:26
Zitat von Nyx_AeternaNyx_Aeterna schrieb:In allen anderen Fällen wäre eine solche Strafe zudem ja auch noch ungerechtfertigt den Elternteilen gegenüber weil es tatsächlich auch Eltern gibt, die sehr engagiert, liebevoll etc sind und dennoch Kinder haben, die "Probleme verursachen".
@Nyx_Aeterna

Deshalb hatte ich auch eingeschränkt, dass ich Strafen für die Eltern befürworten würde, die sich zB bei Maßnahmen des JA oder anderer Hilfesysteme der Mitarbeit verweigern.

Es gibt ja leider Eltern, die es toll finden, wenn ihr Sprössling richtig zulangen kann.

Und solche tumben Menschen erreicht man vielleicht nur durch Entzug von Finanzmitteln.

Es gibt ja auch so ein 'ugly inbetween', wo Eltern nicht mitarbeiten, aber eine Herausnahme der Kinder aus der Familie doch noch nicht angebracht wäre.


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Alter für Strafmündigkeit herabsetzen?

10.02.2026 um 20:35
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:Deshalb hatte ich auch eingeschränkt, dass ich Strafen für die Eltern befürworten würde, die sich zB bei Maßnahmen des JA oder anderer Hilfesysteme der Mitarbeit verweigern.
Hilfen zur Erziehung sind grundsätzlich freiwillig.
Über "Zwangsmaßnahmen" kann nur das Gericht entscheiden und da geht es dann letztendlich darum, ob eine Inobhutnahme bzw. gerichtlich angeordnete Unterbringung des Kindes stattfindet, aber nicht darum, dass die Eltern die Hilfe annehmen. Also die "Strafe" wenn man so will, ist, dass das Kind aus dem Elternhaus genommen wird, wenn es gar nicht mehr funktioniert. (Das ist dann ggf. mit Kosten für sie verbunden, gleichzeitig kommen sie aber auch nicht mehr für die Kosten des Kindes im Elternhaus auf)

Also wie würdest du begründen, dass eine Sanktion für die Ablehnug einer Hilfe stattfindet? Also es gibt indem Sinne ja keine Leistung, wie z.B. vom Jobcenter, an die eine Bedingung geknüpft ist.


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10.02.2026 um 20:41
@Nyx_Aeterna

Inhaltlich wäre der Grund, dass das JA über das Kindergeld zum Wohle der Kinder entscheidet.

Eine Inobhutnahme muss ja erst recht gut begründet sein und es müsste sichergestellt sein, dass das Kind danach besser untergebracht ist als vorher. Für so einen Nachwuchs Schläger muss man ja erst mal einen Pflegeplatz finden.

Da ist der passagere Entzug von 254 Euro im Monat schon die weichere Variante.

Im Moment gibt es dafür keine Rechtsgrundlage, aber wir diskutieren ja mögliche Änderungen.


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10.02.2026 um 20:48
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:Inhaltlich wäre der Grund, dass das JA über das Kindergeld zum Wohle der Kinder entscheidet.
Aber inwiefern wär das zum Wohle der Kinder? Also wenn es nicht in eine Maßnahme für selbige investiert werden würde.
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:Eine Inobhutnahme muss ja erst recht gut begründet sein und es müsste sichergestellt sein, dass das Kind danach besser untergebracht ist als vorher.
Ja also im KJND ist der Rahmen nicht gegeben, da wird nur "das nötigste" gemacht und in Bezug auf die Einrichtung kommt es halt auch sehr darauf an, was überhaupt "das Problem" ist, denke ich.
Ziel einer Inobhutmaßnahme ist die Abwendung akuter Kindeswohlgefährdung - das sollte wohl bei fast jeder Einrichtung gegeben sein..aber der Bedarf des Kindes muss bei einer längerfristigen Unterbringung (die dann keine Inobhutnahme mehr ist) eben auch abgedeckt werden können.
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:Im Moment gibt es dafür keine Rechtsgrundlage, aber wir diskutieren ja mögliche Änderungen.
Klar - meine Nachfragen sind auch eher so gemeint, was deine Hintergedanken sind oder welche Änderungen du als notwendig siehst.


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11.02.2026 um 05:28
Zitat von Nyx_AeternaNyx_Aeterna schrieb:Aber inwiefern wär das zum Wohle der Kinder? Also wenn es nicht in eine Maßnahme für selbige investiert werden würde.
@Nyx_Aeterna

Das schrieb ich doch, dass dann das JA das Kindergeld zum Wohl der Kinder in eine Maßnahme investieren soll.
Zitat von Nyx_AeternaNyx_Aeterna schrieb:Klar - meine Nachfragen sind auch eher so gemeint, was deine Hintergedanken sind oder welche Änderungen du als notwendig siehst.
Die Idee eines passageren Kindergeldenzuges soll die Elternklientel mobilisieren helfen, die zwar nicht kooperativ ist, aber auch nicht so vernagelt, unter keinen Umständen an Maßnahmen mitzuwirken.


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11.02.2026 um 07:47
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:Das schrieb ich doch, dass dann das JA das Kindergeld zum Wohl der Kinder in eine Maßnahme investieren soll.
Aber das passiert doch ohnehin schon bei stationärer Betreuung - und wenn ambulante Betreuung stattfindet dann müssen die Eltern ja bis zu einem gewissen Grad mitwirken, da die Maßnahme sonst beendet wird und ggf. in eine (selbst beantragte oder gerichtlich bestimmte) stationäre Maßnahme übergeht.
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:Die Idee eines passageren Kindergeldenzuges soll die Elternklientel mobilisieren helfen, die zwar nicht kooperativ ist, aber auch nicht so vernagelt, unter keinen Umständen an Maßnahmen mitzuwirken.
Ich denke, für solche Eltern ist der drohende Entzug des Kindes dann eher ein Ansporn, so gut mitzuwirken, wie sie eben können.

In diesem Bereich sehe ich die Problematik nicht in "Strafen" sondern eher Lücken im System.


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Alter für Strafmündigkeit herabsetzen?

11.02.2026 um 14:18
Zitat von Nyx_AeternaNyx_Aeterna schrieb:In diesem Bereich sehe ich die Problematik nicht in "Strafen" sondern eher Lücken im System.
@Nyx_Aeterna

Die Androhung der Herausnahme ist natürlich gleich die nukleare Option, die das Kind in manchen Fällen schwer belastet.

Da wäre ein Druckmittel, dass das Kind zunächst weniger tangiert und eher die 'in App Käufe' desinteressierter Elternteile bei online RPGs reduziert, vielleicht ein Mittel, das mehr Flexibilität schafft.

Eine Drohung ist nur dann gut, wenn sie leicht umzusetzen ist. Das ist eine Inobhutnahme.aber zurecht nicht, außer bei Gefahr im Verzug.


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11.02.2026 um 17:28
@saredheart
Wenn ein Elternteil sich zwischen In-App-Käufen und dem eigenen Kind entscheiden muss liegt die Problematik aber an einer anderen Stelle - da wird ein Wegfall des Kindes sich sehr wahrscheinlich eher zum Nachteil des Kindes auswirken und dann weiterführende Konsequenzen haben.


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11.02.2026 um 17:39
@Nyx_Aeterna

Ich verstehe Deine Antwort gerade nicht.


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11.02.2026 um 18:15
@sacredheart

Sorry, ich meinte natürlich ein wegfallen des Kindergeldes.


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12.02.2026 um 08:42
Was soll das bringen? Werden Kinder dann weniger kriminell? Ich bezweifle das.

Man muss wohl berücksichtigen, dass Eltern weniger erziehen und statt ständig Kindergeld zu erhöhen Geld in die Betreuung in Kitas und Schulen stecken.
Die meisten Kinder sind tagsüber in Kitas , Schulen, Horten und da müsste man ansetzen, finde ich.


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