Politik
Menschen Wissenschaft Politik Mystery Kriminalfälle Spiritualität Verschwörungen Technologie Ufologie Natur Umfragen Unterhaltung
weitere Rubriken
PhilosophieTräumeOrteEsoterikLiteraturAstronomieHelpdeskGruppenGamingFilmeMusikClashVerbesserungenAllmysteryEnglish
Diskussions-Übersichten
BesuchtTeilgenommenAlleNeueGeschlossenLesenswertSchlüsselwörter
Schiebe oft benutzte Tabs in die Navigationsleiste (zurücksetzen).

Alter für Strafmündigkeit herabsetzen?

208 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Kinder, Jugentliche, Strafunmündigkeit ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Alter für Strafmündigkeit herabsetzen?

12.02.2026 um 09:09
Zitat von Nyx_AeternaNyx_Aeterna schrieb:Es gibt nicht viele Einrichtungen oder Projekte für Extremfälle und die, die es gibt, sind sehr kostenintensiv. Statt "Knast" (wobei ja ebenfalls Kosten anfallen) wären allerdings pädagogisch ausgerichtete Einrichtungen (mit psychologischer Betreuung) mit entsprechenden Regeln etc. allerdings in den meisten Fällen das vielversprechendere Konzept.
Wichtig fänd ich zuvorderst, dass alle betroffenen Institutionen (auch Schule, Hort etc. und idealerweise die Eltern/Familie mit eingebunden) viel enger an einem Strang ziehen, also ein gemeinsames Konzept haben und direkt vernetzt sind. Herr Reul spricht schon mal in die richtige Richtung – aber geredet wird ja leider immer viel und "Häuser des Jugendrechts" gibt es ja schon etliche – ist nicht Reuls Idee (dachte ich zuerst, hab zu oberflächlich gelesen und dachte, er meint ein Unterbringungskonzept):
Zitat von soomasooma schrieb am 09.02.2026:
Kriminell auffällige Kinder sollen aber laut Minister nicht ins Gefängnis, sondern durch sogenannte Häuser des Jugendrechts betreut werden. Dort versuche man, Jugendhilfe, Polizei und Gericht zusammen zu bringen.
Quelle: wie oben

Das ist ja ein aktuelles Problem, das die Institutionen nicht konstruktiv eng vernetzt arbeiten.
Die Jugendgerichtshilfe greift auch jetzt schon für psychologische Unterstützung, Lebenshilfe, Wohnungsthematik, Ausbildungssuche usw.), aber das muss alles engmaschig sein und darf nicht nur ein Angebot sein. Und auch kein "ewiges" Und wenn da nichts zeitnah wirkt, dann doch "echte" Strafmaßnahmen. Denn, auch Reul
"Wenn immer mehr junge Menschen straffällig werden, müssen wir unser Sanktionssystem anpassen", hatte Reul Anfang Januar gesagt. Auch Jugendliche müssten für ihr Verhalten geradestehen. "Wenn wir ehrlich sind, sind Zwölfjährige heute nicht mehr so, wie sie vor 20 Jahren waren."
Quelle: wie oben, https://www1.wdr.de/nachrichten/strafmuendigkeit-toetung-dormagen-kinder-100.html
Zitat von Nyx_07Nyx_07 schrieb:Man muss wohl berücksichtigen, dass Eltern weniger erziehen und statt ständig Kindergeld zu erhöhen Geld in die Betreuung in Kitas und Schulen stecken.
Die meisten Kinder sind tagsüber in Kitas , Schulen, Horten und da müsste man ansetzen, finde ich.
Das ist ja meine Rede, für die ich hier abgewatscht wurde :D Für mich ist der Erziehungsauftrag der Schulen kein leeres Wort und genau deshalb wichtig, was Du schreibst.


1x zitiertmelden

Alter für Strafmündigkeit herabsetzen?

12.02.2026 um 09:10
Zitat von Nyx_07Nyx_07 schrieb:Was soll das bringen? Werden Kinder dann weniger kriminell? Ich bezweifle das.
Man kann sie wegsperren, und so die Bevölkerung schützen. Gibt doch auch die Stories, dass Kinderbanden im Ruhrgebiet ganze Stadtviertel terrorisieren. Derzeit hat man überhaupt keine Handhabe.


melden

Alter für Strafmündigkeit herabsetzen?

12.02.2026 um 10:08
@sooma

In der Praxis ist das aber nicht so wie die Theorie es gerne darstellen möchte.
Zitat von soomasooma schrieb:Die Jugendgerichtshilfe greift auch jetzt schon für psychologische Unterstützung, Lebenshilfe, Wohnungsthematik, Ausbildungssuche usw.), aber das muss alles engmaschig sein und darf nicht nur ein Angebot sein. Und auch kein "ewiges" Und wenn da nichts zeitnah wirkt, dann doch "echte" Strafmaßnahmen.
Ich kann da natürlich nicht für alle Bundesländer sprechen - die Jugendgerichtshilfe z.B. erfüllt aber nicht die Funktionen einer "engmaschigen Betreuung":
Die JGH wird meiner (beruflichen) Erfahrung nach aktiv, wenn ein Prozess ansteht. Sie ist also zuständig für Jugendliche, die bereits strafmündig sind. Dann gibt es einen Termin bei dem eine Einschätzung getroffen wird (in anderen Fällen vielleicht mehrere), bei dem aber (zu Recht) darauf hingewiesen wird, dass die Jugendgerichtshilfe eben keine Schweigepflicht gegenüber dem Gericht und der Staatsanwaltschaft hat. Der Jugendliche wird zudem auch über seine Rechte und Pflichten sowie den ABlauf eines Strafverfahrens aufgeklärt. Eine tatsächliche Aufarbeitung etc findet hier also nicht statt und es herrscht in den meisten Fällen auch kein wirkiches "Vertrauen". Zudem gibt es ja, besonders wenn es eine Verteidigung in Form eines Anwalts gibt, vermutlich auch eine Strategie, die nicht durch Aussagen gegenüber der JGH gefährdet werden sollte. Die meisten jungen Menschen werden sich also der Jugendgerihtshilfe gegenüber eher zu ihrer privaten Situation (für die Einschätzung), nicht aber zur Sache äußern. Es geht eher um eine "Begleitung" beim Gerichtsprozess und im Anschluss darum, dass Strafen angetreten werden usw. Zusätzlich kann die Jugendgerichtshilfe noch über andere Hilfesysteme informieren und ggf. an diese anbinden - es findet hier aber keine intensive Betreuung statt sondern wenn überhaupt eine Anbindung an diese. Die Mitarbeiter sind in der Regel Sozialpädagogen - keine Psychologen. Die von dir genannten Unterstützungsfaktoren werden also in der Regel von externen Hilfesystemen übernommen und sind - klar - in der Regel freiwillig.

Bzgl. der "Häuser des Jugendrechts" verstehe ich es so, dass hier die beteiligten Institutionen eng zusammenarbeiten, es aber nicht um eine Untebringung bzw. entsprechende sozialpädagogische Betreuung geht. Ich denke aber, dass besonders eine Begleitung und Aufarbeitung wichtig ist und hier gibt es meiner Meinung nach Lücken im System. Und ja, damit meine ich auch Träger, die überhaupt keine Überblick darüber haben, welche Arbeit ihre Angestellten tatsächlich leisten bzw. wie ernst sie ihren Auftrag nehmen.
Ein weiteres Problem ist der Fachkräftemangel. Zum einen gibt es nicht genug Personal, zum anderen haben Berufsanfänger häufig noch nicht die nowendige praktische Erfahrung, die einige "Fälle" erfordern. Ich würde diese Faktoren nicht unterschätzen.

Natürlich haben auch Schulen, Kitas etc. einen Auftrag aber die Gruppen sind in der Regel so groß, dass du kaum individuell arbeiten kannst. Zudem - und das ist nicht abfällig gemeint - haben Erzieher auch eine Ausbildung, die andere Schwerpunkte umfasst, als z.B. ein Studium und somit einen anderen Blick. Aufälligkeiten können in den besten Fällen erkannt und gemeldet - aber kaum "bearbeitet" werden, weil es den Rahmen dafür gar nicht gibt. Ein Erzieher, der für eine ganze Gruppe zuständig ist, kann keine ständige Einzelfallarbeit betreiben, selbst wenn er die Qualifikationen dafür hat. Da müssen andere Systeme greifen, die auch den Sozialraum, Kultur, Familie etc. mehr einbeziehen. Das ist eine längerfristige Angelegenheit, denn ohne Vertrauen funktioniert da nicht viel. Natürlich kommt es hier auch die Schwere der Taten an usw. - da muss man an ganz anderen Punkten ansetzen.


melden

Ähnliche Diskussionen
Themen
Beiträge
Letzte Antwort
Politik: Israel - wohin führt der Weg?
Politik, 55.292 Beiträge, um 00:35 von bredulino
vampirox am 03.08.2006, Seite: 1 2 3 4 ... 2788 2789 2790 2791
55.292
um 00:35 »
Politik: Schuluniformen, dagegen oder dafür?
Politik, 976 Beiträge, am 29.09.2016 von Bauli
canpornpoppy am 20.03.2008, Seite: 1 2 3 4 ... 45 46 47 48
976
am 29.09.2016 »
von Bauli
Politik: Weg mit der Schulpflicht...
Politik, 41 Beiträge, am 12.02.2015 von enfant4ever
Ruessel am 04.04.2004, Seite: 1 2
41
am 12.02.2015 »
Politik: Höhere Steuern für Kinderlose?
Politik, 349 Beiträge, am 24.06.2015 von Etta
IronMike am 14.02.2012, Seite: 1 2 3 4 ... 15 16 17 18
349
am 24.06.2015 »
von Etta
Politik: Jugend-TV oder: In den Fängen einer Sekte?
Politik, 12 Beiträge, am 30.09.2014 von emz
aseria23 am 30.09.2014
12
am 30.09.2014 »
von emz