Fedaykin schrieb:Was ich sage sind zumindest Fakten.
Nichts davon ist belegt, es ist eigentlich nur eine Verzerrung dessen, was ich sage bzw. auch nicht sage. Fakten sind für mich das, was man durch glaubwürdige Quellen belegen kann. Darüber hinaus muss man diese analysieren, und das geht gewiss nicht mit KI.
One Belt One Road bedeutet eine durchgängige Verbindung, um im Ergebnis über eine - zumindest territorial - sehr große Handelszone zu verfügen. Ein Gürtel besteht eben nicht aus drei unverbundenen mehr oder weniger parallelen Linien.
Es geht mir dabei nicht darum, dass die Nordpolarroute bereits heute zur Verschleierung dieser oder jener WTO-Regeln für dieses oder jenes Produkt genutzt wird. Nur dass sie bereits heute grundsätzlich dafür genutzt wird, ist Fakt. Was die südliche Seeroute angeht, so führt diese überwiegend an Länder vorbei, die wie z.B. Indien ein Abkommen mit der EU haben oder auf Seiten der USA stehen. Da ist für China wenig zu holen (es versucht natürlich auch dort, seine Interessen durchzusetzen, aber die Möglichkeiten sind begrenzt, da v.a. die USA dem entgegenstehen).
Du versuchst mein Argument darauf einzuengen, dass China lediglich eine Route zum Transport von Endprodukten in die EU benötigt. Das ist aber so ziemlich das Gegenteil von dem, was ich sage. Hast du dir meine Posts durchgelesen? Ist es nicht klar, dass China nach allen Mitteln sucht, um möglichst wenig der Regeln nach WTO-MFN anzusetzen, wenn nicht nur Ursprungsregeln gefälscht werden, sondern ganze CE-Siegel? Und die Trump-Zölle kommen jetzt noch hinzu.
Sobald China über ein von ihm kontrolliertes Handelsnetzwerk verfügt, kann es alle Versuche der EU und der USA, China zu einem level playing field zu zwingen, wirksam umgehen. Essentiell dafür ist aber, dass die beiden Alternativverbindungen zur südlichen Seeroute - die Landroute und die Polarroute, dann auch Anschluss zu den Haupthandelswegen (also ab dem Schwarzen Meer) haben. Und zwar ohne dass die Häfen und die weiteren Transportwege der regelbasierten Ordnung, sprich: dem Gemeinsamen Markt der EU - und sei es auch nur durch Assoziierungsabkommen - unterliegen.
Ich habe von dir noch kein Argument gehört, dass du gegen diese These angeführt hast.