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Globale Risiken durch Russland und China

819 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Russland, China, Ukraine ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Globale Risiken durch Russland und China

11.03.2026 um 16:46
Zitat von PanaetiusPanaetius schrieb:Der Bau von Bahnlinien ist übrigens schon im Gange:
Tavrida-2 will also connect Rostov-on-Don with the cities of Melitopol and Berdiansk. The project — according to the authorities imposed by the invader in the provinces of Donetsk, Zaporizhia and Kherson — is to consolidate the integration of citizens in these Russian-annexed territories. But the design of the line, which has been built in record time, indicates that its primary purpose will be to supply Moscow’s military forces.
Quelle: https://english.elpais.com/international/2024-06-21/russia-finalizes-train-line-to-connect-to-the-occupied-ukrainian-territories-in-the-sea-of-azov-and-crimea.html


Wow, das ist absolutes kriegsgebiet . Die Ukraine guckt natürlich zu wie der " invader " Bahnlinien im rekordtempo baut um seine military forces zu versorgen. Irgendwann würd ich mal stutzig werden bei soviel jubelmeldungen.wie erwähnt, Sanktionen können Russland nix anhaben hehe
Liegt mariupol nicht auch am schwarzen Meer, kann man ja direkt gleich mit verbinden!


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Globale Risiken durch Russland und China

11.03.2026 um 17:26
Auch geil
Throwback 2022
'We didn't start' conflict, we're ending it: Putin
Quelle: https://www.yahoo.com/news/didnt-start-conflict-were-ending-094430202.html?guccounter=1&guce_referrer=aHR0cHM6Ly93d3cuZ29vZ2xlLmNvbS8&guce_referrer_sig=AQAAAHoV9gEZAnAr0mq550E49BWAI6ZRHp4eVSpoYJ9r-pz-CexmyT7I8EULaY06eCokhoxOY3YkhVplVuuxndrpM2226kXf0OjWzLBV5QL_37KE1wzF5RNIyowFHfr_RENJhtRryt1adWBLyMkZOjSn3NlpR2geBJ5ok7nYwGt8DMGE

2026
Hegseth: We didn't start this war, but under Trump we are ending it
Quelle: https://www.yahoo.com/news/videos/hegseth-didnt-start-war-under-134900066.html


Mir ist das tatsächlich zu plump aber es reicht.
Und irgendwie ist es ja auch geil , china sind nicht die einzigen die Russland " am leben halten " .


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Globale Risiken durch Russland und China

11.03.2026 um 17:49
Zitat von PanaetiusPanaetius schrieb:
Zitat von Zz-JonesZz-Jones schrieb:So, China lädt in Noworossijsk ab, wie geht es jetzt weiter.
Schiene, Straße..?​
Erzähl​ mal die Reise nach Deutschland...
Warum muss alles nach Deutschland gehen...?
Weil ich mich nach deinem Szenario gerichtet habe, aber vllt hast du deine eigenen Worte inzwischen ja wieder vergessen:
Zitat von Zz-JonesZz-Jones schrieb:
Zitat von PanaetiusPanaetius schrieb:Nehmen wir mal den Fall, dass Güter über einen russischen Schwarzmeerhafen von China aus über den Landweg nach Deutschland gebracht werden, wie kommt der deutsche Zoll dann an diese Information, also dass der russische Schwarzmeerhafen involviert war?
Tun wir mal so, als ob das eine sinnvolle Frage wäre:
Du warst bei Deutschland, also - wie geht es weiter?
Mehr als Noworossijsk hat Russland nicht und über ungelegte Eier brauchen wir uns nicht zu unterhalten.

Du bist jetzt also als Chinese in Noworossijsk und hast mühselig umgeladen, worauf?
Und mit was fährst du von dort wieder weg? Leer?


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Globale Risiken durch Russland und China

11.03.2026 um 18:10
Zitat von JedimindtricksJedimindtricks schrieb:Wow, das ist absolutes kriegsgebiet . Die Ukraine guckt natürlich zu wie der " invader " Bahnlinien im rekordtempo baut um seine military forces zu versorgen.
Die Südroute Russland, Mariupol hin zur Krim konnte Russland fertigstellen.
Seid dem ist die Kertsch Brücke auch aus dem Fokus geraten, die ist nicht mehr lebenswichtig für die Versorgung der südlichen russischen Truppen.

Die Ukraine schaute da sicherlich nicht nur zu aber das zu verhindern lag außerhalb der Möglichkeiten.


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11.03.2026 um 19:37
Zitat von JedimindtricksJedimindtricks schrieb:Jedenfalls keine 10 jahre , mkay

Den readiness Action Plan gibt es seit 2014

https://www.nato.int/en/what-we-do/deterrence-and-defence/readiness-action-plan


Also der Punkt wo unsere Ordnung angegriffen wurde. Ich geh jetzt einfach mal von aus konnte man nicht wissen wenn der krieg für dich erst 2022 anfing.
Ist ja auch irgendwie kein Krieg weil die Russen wollen nur Frieden
Ich sprach von der Bundeswehr-Brigade in Litauen, die wurde Ende 2023 ins Leben gerufen: https://www.bundeswehr.de/de/auftrag/verteidigung/aufgaben/bundeswehr-litauen-grosse-schritte-deutsche-kampfbrigade. Ich sprach nicht von dem readiness action plan von 2014.

Natürlich wurde die Bedrohung durch Russland bereits 2014 neu bewertet, dennoch kamen die großen Erhöhungen des Verteidigungsetas (die Zeitenwende) erst mit dem Überfall auf die Ukraine von 2022.


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Globale Risiken durch Russland und China

11.03.2026 um 19:47
Zitat von philterphilter schrieb:Bruno Kahl (BND) wollte damit auf die potentielle Möglichkeit hinweisen, dass Russland unter der Vorraussetzung einer anhaltenden Aufrüstung, Modernisierung, Reorganisation seiner Armee theoretisch in der Lage wäre, die Operationsräume der NATO zu beeinflussen. Theoretischer Worst-Case, Skalierungsgedanken. Was er damit nicht ausdrücken wollte, war das Szenario einer voll skalierten Auseinandersetzung zwischen NATO und Russland.
Da gab es ja noch mehr ähnliche Aussagen, Beispiele:

https://www.deutschlandfunk.de/eu-will-bis-2030-massiv-aufruesten-100.html
https://www.tagesspiegel.de/internationales/russland-ruste-fur-2029-oder-2030-auf-selenskyj-warnt-vor-grossem-krieg-in-europa-14829116.html
https://www.br.de/nachrichten/deutschland-welt/russischer-angriff-auf-nato-100-prozent-wahrscheinlichkeit-duestere-prognose-von-gustav-gressel,UuUTj8s
https://www.welt.de/politik/ausland/video68f1fb52ce7f32a4dfb9a4d4/bedrohung-durch-russland-europaeische-geheimdienste-putin-kann-bis-spaetestens-2030-noch-einen-krieg-fuehren.html


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11.03.2026 um 20:10
Zitat von Zz-JonesZz-Jones schrieb:Weil ich mich nach deinem Szenario gerichtet habe, aber vllt hast du deine eigenen Worte inzwischen ja wieder vergessen:
Zitat von Zz-JonesZz-Jones schrieb:
Zitat von PanaetiusPanaetius schrieb:Nehmen wir mal den Fall, dass Güter über einen russischen Schwarzmeerhafen von China aus über den Landweg nach Deutschland gebracht werden, wie kommt der deutsche Zoll dann an diese Information, also dass der russische Schwarzmeerhafen involviert war?
Tun wir mal so, als ob das eine sinnvolle Frage wäre:
Du warst bei Deutschland, also - wie geht es weiter?
Mehr als Noworossijsk hat Russland nicht und über ungelegte Eier brauchen wir uns nicht zu unterhalten.
Ach so ok, das ist doch eigentlich klar. Die Fracht könnte von einem russischen Hafen aus über das Schwarze Meer in einen EU-Hafen gebracht werden, z.B. Bulgarien oder Rumänien. Ich hatte auch dazu mal was verlinkt, dass also Wege durch Südosteuropa genutzt werden, um z.B. Extrazölle zu umgehen.

Das muss nicht notwendigerweise von Noworossijsk sein, es kommen auch von Russland besetzte Häfen wie Mariupol in Frage. Und erklärt, warum weitere Häfen wie Cherson und Odessa immer Kriegsziel waren - auch wenn dies nicht erreicht wurde.
Zitat von Zz-JonesZz-Jones schrieb:Da musstest du ganz schön in den Katakomben für kramen, richtig?
Nein, die Solarzellen waren immer wieder in der Presse - ein Beispiel dafür, wie China die regelbasierte Ordnung aushebelt, indem (als Beispiel) erneuerbare Technologien wettbewerbswidrig subventioniert werden - und die EU kann wenig machen; selbst wenn sie Extrazölle verhängt, werden diese unterlaufen. Die Mineralien für solche Technologien kommen aber aus Zentralasien - und diese Kombination erklärt, warum China in der Schwarzmeerregion politischen Einfluss nehmen will.


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Globale Risiken durch Russland und China

12.03.2026 um 07:30
Zitat von PanaetiusPanaetius schrieb:Ach so ok, das ist doch eigentlich klar. Die Fracht könnte von einem russischen Hafen aus über das Schwarze Meer in einen EU-Hafen gebracht werden, z.B. Bulgarien oder Rumänien.
Aha.
Und wieso fährt das chinesische Schiff dort nicht direkt hin?
Was soll dein Moskau/Schwarzmeer-Hub an dieser Stelle jetzt an Vorteile gebracht haben?
Bislang sehe ich nur einen unnötigen Weg, Zeitverschwendung und extra Kosten.


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Globale Risiken durch Russland und China

12.03.2026 um 07:38
Zitat von PanaetiusPanaetius schrieb:
Zitat von Zz-JonesZz-Jones schrieb:Da musstest du ganz schön in den Katakomben für kramen, richtig?
Nein, die Solarzellen waren immer wieder in der Presse
Und warum tust du dann so, als wolle China Extrazölle umgehen, obwohl solche gar nicht existieren?
Wenn du von "immer wieder in der Presse" sprichst, dann hast du also wider besseren Wissens einen Uralt-Beleg erbracht, um den Eindruck zu erwecken, diese Zölle würden weiter bestehen.


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Globale Risiken durch Russland und China

12.03.2026 um 08:06
Zitat von PanaetiusPanaetius schrieb:Natürlich wurde die Bedrohung durch Russland bereits 2014 neu bewertet,
2014 hatte china bereits ausgeschlafen
Since 2012, China has engaged 16 central and eastern European countries (CEECs), including 11 EU Member States and five Western Balkan countries under the 16+1 cooperation format, which it has portrayed as an innovative approach to regional cooperation. Although framed as multilateralism, in practice this format has remained largely bilateral and highly competitive in nature.
Quelle: https://www.europarl.europa.eu/thinktank/en/document/EPRS_BRI(2018)625173


China hat kein Interesse an Krieg sondern Abkommen nach ihrem Interesse.
Da liegt das eigentliche Spaltungspotential wenn einzelne Staaten bilaterale Abkommen eingehen.
Irgendwann bekommen wir dann " günstig " Solarzellen aufgequatscht weil wif selbst nixmehr gebacken bekommen


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Globale Risiken durch Russland und China

12.03.2026 um 08:26
Zitat von JedimindtricksJedimindtricks schrieb:China hat kein Interesse an Krieg sondern Abkommen nach ihrem Interesse.
Russland würde seine Interessen auch gerne ohne Krieg durchsetzen.
Warum gab es den Maidan noch einmal? Eventuell weil Russland versuchte andere Wege zu gehen, die aber nicht geklappt haben?

Krieg ist immer die letzte Option seine Interessen umzusetzen.


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Globale Risiken durch Russland und China

12.03.2026 um 08:27
@Panaetius

Übrigens, wie passt in deinen Plan eigentlich die Tatsache, dass China nach wie vor der größte Handelspartner der Ukraine ist?
Und das rein anhand der offiziellen Zahlen, also direkter Handel.
Daneben gibt es natürlich aber auch noch den durch China geduldeten Handel über Drittländer.
Weißt du, dass z.B. 97% der ukrainischen Drohnen aus chinesischen Bauteilen bestehen?

Ist es nicht eigentlich eher so, dass China zweigleisig fährt?


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Globale Risiken durch Russland und China

12.03.2026 um 08:48
@Panaetius

Und, müsste bei deinem Szenario China dann nicht in den Erhalt des russischen Schienensystems investerieren, jetzt, wo Russland die Mittel dafür so drastisch kürzen musste?
Warum geschieht dies nicht?
China schaut dem Kannibalismus, um das nötigste am Laufen zu halten, einfach tatenlos zu (oder investiert in andere Projekte), um später was daraus zu machen?
Ebenso könnte es bei deiner These ja nicht in Chinas Interesse sein, dass die Hafenanlagen am Schwarzen Meer so dermaßen beschädigt werden.
Wieviel Milliarden soll China dort dann später denn investieren müssen?
Was ist, wenn die Ukraine da kein Bock drauf hat, und ein paar See-Minen legt?
Oder, machen wir es noch harmloser: Wie entwickeln sich wohl die Versicherungspreise, wenn es Gerüchte über Minen im Schwarzen Meer gibt?

Du müsstest dein Geschichtchen wohl eher als Fantasy-Roman schreiben, am besten noch aus dem Blickwinkel des weltweit einzigen unpragmatischen Chinesen, welcher sich zu seinem Pech in diese Idee verrannt hat.
Xi kannst du dafür nicht nehmen.


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Globale Risiken durch Russland und China

12.03.2026 um 09:02
Zitat von Zz-JonesZz-Jones schrieb:Übrigens, wie passt in deinen Plan eigentlich die Tatsache, dass China nach wie vor der größte Handelspartner der Ukraine ist?
Und das rein anhand der offiziellen Zahlen, also direkter Handel.
Ich würde sagen, dass stützt die These noch, es zeigt das Interesse über diesen Weg Handel zu treiben.


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Globale Risiken durch Russland und China

12.03.2026 um 09:02
Zitat von RöhrichRöhrich schrieb:Warum gab es den Maidan noch einmal? Eventuell weil Russland versuchte andere Wege zu gehen, die aber nicht geklappt haben?
Nee , weil die Ukrainer selbst über ihren weg wählen wollten und nicht den " der nicht geklappt hat ".
Eine Revolution wurde es am Ende weil man auf Studenten eingeprügelt hat als gebe es kein morgen mehr . Das ist Usus in Russland


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Globale Risiken durch Russland und China

12.03.2026 um 09:05
Zitat von JedimindtricksJedimindtricks schrieb:Nee , weil die Ukrainer selbst über ihren weg wählen wollten und nicht den " der nicht geklappt hat ".
Russland hat vor der letzten Option es noch einmal mit Janukowytsch versucht, das hat nicht geklappt, weil die Bevölkerung dagegen aufgestanden ist.
Anschließend sah Moskau wohl keine andere Möglichkeit mehr und entschied sich zum Krieg.

Also können wir wohl festhalten, dass auch Russland wohl seine Interessen erst einmal versuchte ohne Krieg durchzusetzen, die Versuche gingen schief.
Anschließend hat Russland kriegerische Handlungen begonnen, die ja auch lange nicht die erfolgreiche Umsetzung der eigentlichen Interessen versprechen. Jedenfalls ist Russland noch weit davon entfernt.


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12.03.2026 um 09:22
Zitat von JedimindtricksJedimindtricks schrieb:China hat kein Interesse an Krieg sondern Abkommen nach ihrem Interesse.
Da liegt das eigentliche Spaltungspotential wenn einzelne Staaten bilaterale Abkommen eingehen.
Irgendwann bekommen wir dann " günstig " Solarzellen aufgequatscht weil wif selbst nixmehr gebacken bekommen
Das stimmt in vielerlei Hinsicht überhaupt nicht. China hat zwar Handelsveträge mit ASEAN oder eben die strategische Partnerschaft mit Russland. Letzteres ist ein bilaterales Abkommen, aber darüber hinaus gibt es praktisch kaum welche.

China strebt auf keinen Fall ein Abkommen mit Deutschland an. Erstens ist Deutschland in der EU, und die EU schließt die Abkommen. Zweitens habe ich mehrfach erklärt, dass China nicht mal Interesse an Vorverhandlungen über ein Handelsabkommen mit der EU hat. Der Grund dafür ist, dass solche Handelsabkommen - vor allem mit der EU - China dazu zwingen könnten, die regelbaiserte Handelsordnung einzuhalten. Denn Handelsabkommen haben Disput-Resoluitionsmechanismen, die über die WTO hinausgehen. Die EU besteht sogar teils auf irgendeine völkerrechtliche Rolle des EuGH.

Statt dessen handelt China also sowohl mit der EU als auch mit den USA (das sind die beiden wichtigen Handelspartner, um die es primär geht, dies gilt aber auch für einen Großteil des Rests der Welt) nach WTO-MFN. Spezielle Abkommen strebt China dann also noch am ehesten mit BRICS-Ländern oder zentralasiatischen Ländern an - dann aber unter eigenen Bedingungen.

Dass China mit der EU und den USA nach WTO-MFN handelt, ist aber gerade aktuell auch nur ein Teil der Wahrheit. Denn da China die regelbasierte Handelsordnung ständig missachtet, erlässt vor allem zuletzt die USA bekanntlich ständig die Strafzölle gegen China. Trump tut dies - rechtlich umstritten - mit Notverordnungen. Bekanntes Beispiel sind etwa die solar panels, bei denen zahlreiche Länder Anti-Dumping-Zölle verhängen. Das heißt Trump versteht den Handelsstreit mit China quasi als Angriff auf die USA.

Die EU verhängt ebenfalls am laufenden Band Extra- und Strafzölle der verschiedenen Kategorien gegen die chinesischen Wettbewerbsverzerrungen, hält sich aber anderes als Trump grundsätzlich an die regelbasierte Handelsordnung der WTO. Im Gegenzug sucht China Wege, um diese zu umgehen, z.B. durch origin washing und transshipment.

Also kurz gesagt, sucht China auf keinen Fall ein Abkommen mit der EU, sondern seine Dominanz über die WTO kommt China sehr entgegen, um die regelbasierte Ordnung ständig brechen zu können, dadurch günstiger zu produzieren und den globalen Handel zu dominieren. Gleichzeit möchte China aber bestehende Werkzeuge, mit denen insbes. die EU trotzdem zur Einhaltung der regelbasierten Ordnung zwingen möchte, möglichst entschärfen und unerlaufen. Dafür braucht es dann wieder Abkommen mit Drittländern (und insofern den von dir früher angsprochenen Multilaterlaismus mit diesen Staaten) - das sind aktuell vor allem ASEAN und Russland.


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Globale Risiken durch Russland und China

12.03.2026 um 09:29
Eigentlich keine. Warum auch?


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12.03.2026 um 09:59
Zitat von RöhrichRöhrich schrieb:
Zitat von Zz-JonesZz-Jones schrieb:Übrigens, wie passt in deinen Plan eigentlich die Tatsache, dass China nach wie vor der größte Handelspartner der Ukraine ist?
Und das rein anhand der offiziellen Zahlen, also direkter Handel.
Ich würde sagen, dass stützt die These noch, es zeigt das Interesse über diesen Weg Handel zu treiben.
Es stützt die These, dass China das an Handel mitnimmt, was auf dem Tisch liegt.
Es widerspricht aber der These, dass China einseitig Russland unterstützen würde, denn die chinesischen Waren sind für die Ukraine ebenfalls überlebenswichtig.
Bei Russland wirkt es größer, wegen dem Freundschafts-Gefasel, und weil die Öl-Ausbeutung natürlich ins Gewicht schlägt.


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12.03.2026 um 10:04
Zitat von Zz-JonesZz-Jones schrieb:Und warum tust du dann so, als wolle China Extrazölle umgehen, obwohl solche gar nicht existieren?
Wenn du von "immer wieder in der Presse" sprichst, dann hast du also wider besseren Wissens einen Uralt-Beleg erbracht, um den Eindruck zu erwecken, diese Zölle würden weiter bestehen.
Jetzt widerspricht du dir gerade massiv. Denn zuvor hattest du noch behaupten wollen, dass die EU China zur Einhaltung der regelbasierten Ordnung zwingen kann. Jetzt erfahren wir von dir am Bespiel der solar panels, dass dies doch nicht geht. Dann während zahlreiche Länder wegen der anhaltenden Wettbewerbesverzerrungen und Subventionen an den Strafzöllen festhalten, hat die EU den Versuch aufgegeben, in diesem Fall die regelbasierte Ordnung zu verteidigen zu versuchen. Der Grund dafür ist, dass die EU den Ausbau der Erneuerbaren priorisiert. Das ist für China ein mächtiges Werkzeug, um die Ordnung der EU möglichst noch in weiteren Bereichen zu zerlegen. Dafür bracht China aber alle Optionen, und eine besondere Rolle spielen die Schwarzmeerhäfen.
Zitat von Zz-JonesZz-Jones schrieb:Aha.
Und wieso fährt das chinesische Schiff dort nicht direkt hin?
Was soll dein Moskau/Schwarzmeer-Hub an dieser Stelle jetzt an Vorteile gebracht haben?
Bislang sehe ich nur einen unnötigen Weg, Zeitverschwendung und extra Kosten.
Die Frage hat jetzt einen megalangen Bart. Wenn Extrazölle z.B. durch transshipment umgangen werden sollen, dann ist der Zwischenstopp in einem Drittland unvermeidbar - und näher als bis an die Schwarzmeerhäfen wird China derzeit nicht kommen. Wenn die moderat steigenden Zusatzkosten für den Transport die Extrazölle nicht aufwiegen, ist dies profitabel (also wahrscheinlich immer).

Aber du erkennst richtig den Kern, warum (auch @schluesselbund) in einem ungünstigen Szenario die Partnerschaft China / Russland zu einer militärischen Bedrohung des Baltikums bzw. der Ostsee führt. Damit wären China / Russland noch zentraler in Europa positioniert.
Zitat von Zz-JonesZz-Jones schrieb:Übrigens, wie passt in deinen Plan eigentlich die Tatsache, dass China nach wie vor der größte Handelspartner der Ukraine ist?
Und das rein anhand der offiziellen Zahlen, also direkter Handel.
Daneben gibt es natürlich aber auch noch den durch China geduldeten Handel über Drittländer.
Weißt du, dass z.B. 97% der ukrainischen Drohnen aus chinesischen Bauteilen bestehen?

Ist es nicht eigentlich eher so, dass China zweigleisig fährt?
Hatten wir auch schon mehrfach. Völkerrechtlich wird die Ukraine unprovoziert von Russland angegriffen, hat daher ein Recht auf Selbstverteidigung, und Drittstaaten dürfen Waffen liefern, die EU tut dies for free. Anders als bei Russland gibt es null Sanktionen für dual use-Güter.

Für die 97% hätte ich aber trotzdem mal gerne eine Quelle, da es sich um eine genaue Zahl handelt.

Klar, China will möglichst viel verkaufen, tut dies, indem es die regelbasierte Ordnung unterläuft und so die Preise senkt. Daher wird z.B. auch in der Ukraine viel aus China gekauft.
Zitat von Zz-JonesZz-Jones schrieb:Und, müsste bei deinem Szenario China dann nicht in den Erhalt des russischen Schienensystems investerieren, jetzt, wo Russland die Mittel dafür so drastisch kürzen musste?
Warum geschieht dies nicht?
China schaut dem Kannibalismus, um das nötigste am Laufen zu halten, einfach tatenlos zu (oder investiert in andere Projekte), um später was daraus zu machen?
Ebenso könnte es bei deiner These ja nicht in Chinas Interesse sein, dass die Hafenanlagen am Schwarzen Meer so dermaßen beschädigt werden.
Wieviel Milliarden soll China dort dann später denn investieren müssen?
Was ist, wenn die Ukraine da kein Bock drauf hat, und ein paar See-Minen legt?
Oder, machen wir es noch harmloser: Wie entwickeln sich wohl die Versicherungspreise, wenn es Gerüchte über Minen im Schwarzen Meer gibt?

Du müsstest dein Geschichtchen wohl eher als Fantasy-Roman schreiben, am besten noch aus dem Blickwinkel des weltweit einzigen unpragmatischen Chinesen, welcher sich zu seinem Pech in diese Idee verrannt hat.
Xi kannst du dafür nicht nehmen.
Wenn ich mich recht erinnere, war die letzte Vereinbarung der chinesischen Investitionen in die russische Infrakstruktur bei 200 Mrd US-Dollar (wurde erst lange nach Kriegsbeginn verereinbart). Das ist also belastbar, nicht der Unsinn, den dur dir jetzt wieder aus den Fingern saugst.

Was die militärische Verteidung russischer Handelsinteressen im Schwarzen Meer angeht, so erklärt diese doch perfekt den konkreten Ablauf: zuerst Krim-Annexion mit dem Militärhafen Sewastopol -> erst die militärische Präsenz auf dem Schwarzen Meer sichern, dann neue Handelsrouten durch Annexion etablieren.


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