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Landtagswahl Sachsen-Anhalt 2026

2.006 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Sachsen-anhalt, Koalitionen, Landestagswahl ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Landtagswahl Sachsen-Anhalt 2026

09.09.2026 um 15:36
Zitat von TrailblazerTrailblazer schrieb:Diese Zeiten sind vorbei...
Genau das müssen die Menschen verstehen. Es gibt immer mal wieder Zeiten eines "Wirtschaftswunders". In der Regel ist das ein Wunder auf Pump - aber sei es drum. Nur ist ein Wunder das Gegenteil der Normalität. In der Normalität müssen Menschen Kompromisse eingehen und liebgewonnene Gewohnheiten sind unter Umständen nicht mehr bezahlbar. Das zu verstehen ist eigentlich keine enorme Gedankenleistung. Und zu verstehen, dass es nie eine perfekte Politik geben wird und man immer leicht mit dem Finger auf Fehler zeigen kann, auch nicht. Die AfD ist eine reine "Fehlerzeigepartei" ohne irgend eine gangbare Lösung zu bieten. Das ist verlockend. Aber ein Souverän sollte es drauf haben, solche Verlockungen zu hinterfragen. Wer das nicht macht, ist ein sehr schlechter Souverän.
Zitat von RöhrichRöhrich schrieb:Man wundert sich wirklich was einige Politiker aus dem vermeintlich Linkem Spektrum so absondern dürfen.
Nicht aus dem "linken Spektrum" - aus einem "extremen Spektrum". Die BSW bemüht eine ähnliche Herangehensweise wie die AfD, nur mit weniger Erfolg. Im Geiste sind das alles die selben Brüder.


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09.09.2026 um 15:36
Zitat von martenotmartenot schrieb:Besonders entscheidend ist hier das Wörtchen "vermeintlich", denn als links habe ich das BSW nie empfunden.
Die Linke hinkt doch darin kein bisschen hinterher.
Und BSW ist links einzuordnen mit nationalen Einschüben.
Zitat von martenotmartenot schrieb:und außerdem stört mich das dauernde Liebäugeln mit der AfD.
Wagenknecht träumt wohl seit Ewigkeiten von einer Regierungsverantwortung, sie war schon immer rücksichtslos, das muss man als Kommunistin wohl so in sich tragen.
Das Linke gerne mit radikalen Kräften kooperieren, um an die Macht zu kommen ist ja auch nichts neues oder überraschendes, der Iran und die Welt leidet bis heute unter dem Linken Wahn von Machtergreifung mit Extremisten.


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09.09.2026 um 15:39
Zitat von RöhrichRöhrich schrieb:Linken Wahn
Ganz ähnlich wie bei den Folgen eines rechten Wahns, der unter anderem Deutschland ins Verderben gestürzt hat. Sollte man ebenfalls nicht vergessen, insbesondere heutzutage nicht.,


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09.09.2026 um 15:39
Zitat von azazeelazazeel schrieb:Nicht aus dem "linken Spektrum" - aus einem "extremen Spektrum".
Da hast Du natürlich Recht, links und rechts sind keine Extremisten sondern legitime politische Ausrichtungen in einer Demokratie.
Solche anti-jüdischen Entgleisungen sind extremistisch, somit linksextrem.


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09.09.2026 um 15:48
Zitat von RöhrichRöhrich schrieb:Solche anti-jüdischen Entgleisungen sind extremistisch, somit linksextrem.
Antisemitismus ist nun nicht gerade die typisch linksextremistische Domäne - sondern "nur" eine extremistische. Z.B. unter Stalin haben die Juden schwere Repressionen erlitten - aber nicht, weil der Stalinismus "linke Werte" verkörpert - sondern weil es eine Diktatur war, die stets Sündenböcke braucht. So sind es mal die Juden, die Ausländer oder andere "geeignete" Gruppen, auf die sich leicht der Hass lenken lässt.
Das macht die AfD aber nicht wählbarer, wenn andere Extremisten ähnlich menschenverachtendes Zeug absondern. Extremisten und Menschenfeinde sollten in einer Demokratie schlicht nicht gewählt werden. Vielleicht abseits einer kleinen, misanthropischen Gruppe, die Ihren Wert aus der Ausgrenzung anderer beziehen. Die hat man immer, aber es sollten nicht zweistellige Prozentanteile einer einigermaßen aufgeklärten Bevölkerung sein.

Es ist schlicht die Aufgabe des Wählers, solche Exzesse zu bestrafen und nicht sich einwickeln zu lassen, weil es so angenehm klingt. Und zwar völlig egal, aus welchem Spektrum solche Ideen kommen. Aktuell hat die AfD viel Zulauf und das BSW wenig. Das macht aktuell die Problematik der AfD rein mathematisch viel größer und sollte entsprechend mehr thematisiert werden.


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09.09.2026 um 16:04
Zitat von FellatixFellatix schrieb:germanischer Götterglaube
Ich möchte mich deutlich gegen die Vereinnahmung meines Glaubens durch Rechtsextreme aussprechen.
Zitat von azazeelazazeel schrieb:Die hat man immer, aber es sollten nicht zweistellige Prozentanteile einer einigermaßen aufgeklärten Bevölkerung sein
Siehe Sachsenanhalt Monitor 25 und autoritäre / totalitäre Tendenzen in der Bevölkerung dort. Im Grunde findest du dort die Grundlage, warum die AfD so erfolgreich ist in dem Bundesland.


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09.09.2026 um 16:16
Zitat von azazeelazazeel schrieb:Es zeigt nur, dass Populisten gegenüber realer Politik immer einen Vorteil bei Leuten haben, die beim Wählen nicht nachdenken. Die mit dem Bauch entscheiden.
...diese Leute haben vor 10J die Loser von heute gewählt...wie lautet der Vorwurf an den Wählern konkret?
Zitat von azazeelazazeel schrieb:Die unzufrieden sind und gar nicht prüfen, ob die Alternative sie rational betrachtet zufriedener machen würde.
Joah, AfW - Alternative für Weiterso.
Zitat von TrailblazerTrailblazer schrieb:Es bedeutet mitnichten, dass die Politik der bestehenden Parteien falsch gewesen sein muss.
Nein, die ist super, wer wagt es denn was anderes zu sagen?


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09.09.2026 um 16:24
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Weiterso
Das Gegenteil von "Weiterso" ist übrigens nicht zwangsläufig ein "Es wird besser". Ich finde, dass man da schon etwas genauer hinschauen sollte. Andererseits bedeutet "Weiterso" manchmal auch Beständigkeit und Erhaltung von Dingen und Sachen, die eigentlich gut (oder gar nicht so schlecht) sind.

"Hauptsache, es ändert sich was" ist für mich halt andererseits keine Garantie, dass es auch besser wird oder zu einer zufriedeneren Gesellschaft führt. Zumal die Frage, welche Änderungen eigentlich gewünscht sind, vermutlich recht unterschiedlich ausfallen dürften.


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09.09.2026 um 16:43
Zitat von martenotmartenot schrieb:Das Gegenteil von "Weiterso" ist übrigens nicht zwangsläufig ein "Es wird besser".
Kommt auf das Jetzistso - jetzt schläft man offenen Auges während der Staat/Kommunen ein Gesetz nach dem anderen mißachten -> also, noch einmal meine Forderung: lasst uns zuerst die Gesetze einhalten und dann schauen wir was geändert werden muss, aber dann rasch.
Zitat von martenotmartenot schrieb:"Hauptsache, es ändert sich was" ist für mich halt andererseits keine Garantie
Als Ergänzung zu oben: alles ist besser als Untätigkeit.


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09.09.2026 um 16:44
Zitat von StiffmasterStiffmaster schrieb:Das wäre doch ein wunderbarer Testlauf um zu sehen wie sich eine Afd mit Regierungsauftrag schlägt. Gerade auch für eine zukünftige Bundestagswahl. Schafft sie es hier etwas auf die Beine zu stellen, wunderbar. War alles nur heiße Luft wird sich das Thema wohl eh erledigt haben. Also so what..
Sehe ich absolut genauso. Die Angst, dass andere es besser machen könnten, scheint hier mMn eine große Rolle zu spielen.

Zudem wird es spannend, sollte US Ministerpräsident werden, hat er auch Einsicht in die Arbeit des Verfassungsschutzes. Das ist für die AFD sicherlich von Interesse.


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09.09.2026 um 16:45
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Als Ergänzung zu oben: alles ist besser als Untätigkeit.
Nicht immer und unbedingt. Zumal es ja in der Regel keine vollständige reale Untätigkeit gibt, sondern eher eine gefühlte. Und Aktionismus zur Behebung von vermeintlicher Untätigkeit kann auch Schaden anrichten, wenn es nicht konstruktiv und zielgerichtet stattfindet.

Da fehlt mir halt oft auch einfach eine Benennung von Zielen. Einfach nur "wir müssen unbedingt was machen, um nicht länger untätig zu sein" ist mir zu schwammig, da mir nicht klar ist, was man eigentlich konkret erreichen will. Außerdem wollen verschiedene Leute oft verschiedene Ziele erreichen. Auch deswegen hilft es meines Erachtens nicht, einfach nur "Untätigkeit" beenden zu wollen.


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09.09.2026 um 16:53
Zitat von SocialmeSocialme schrieb:Zudem wird es spannend, sollte US Ministerpräsident werden, hat er auch Einsicht in die Arbeit des Verfassungsschutzes. Das ist für die AFD sicherlich von Interesse.
Und für Russland erst. Putin weiß demnächst noch vor der Bildzeitung Bescheid.
Wenn das kein Grund zur Freude ist.


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09.09.2026 um 16:57
Zitat von azazeelazazeel schrieb:Genau das müssen die Menschen verstehen. Es gibt immer mal wieder Zeiten eines "Wirtschaftswunders". In der Regel ist das ein Wunder auf Pump - aber sei es drum. Nur ist ein Wunder das Gegenteil der Normalität. In der Normalität müssen Menschen Kompromisse eingehen und liebgewonnene Gewohnheiten sind unter Umständen nicht mehr bezahlbar. Das zu verstehen ist eigentlich keine enorme Gedankenleistung. Und zu verstehen, dass es nie eine perfekte Politik geben wird und man immer leicht mit dem Finger auf Fehler zeigen kann, auch nicht. Die AfD ist eine reine "Fehlerzeigepartei" ohne irgend eine gangbare Lösung zu bieten. Das ist verlockend. Aber ein Souverän sollte es drauf haben, solche Verlockungen zu hinterfragen. Wer das nicht macht, ist ein sehr schlechter Souverän.
Wenn immer mehr Menschen das Gefühl haben, dass die etablierte Politik an ihrer Lebensrealität vorbeigeht und existenzielle Zukunftsängste ignoriert werden, ist das kein bloßes „Reinfallen auf Verlockungen“. Es ist oft schlicht das letzte Signal, das frustrierte Menschen noch senden können. Wenn man hier die Wähler nur belehren möchte ignoriert man die Ursachen.


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09.09.2026 um 16:58
Zitat von SocialmeSocialme schrieb:Die Angst, dass andere es besser machen könnten, scheint hier mMn eine große Rolle zu spielen.
Eher die Angst das sie auch das tun, was sie sagen. Und sie sagen ja andauernd, dass sie tun werden, was sie sagen.
Das daran nix gutes und dadurch auch nix besser ist, ist ne persönliche Einschätzung. Aber das dürfte viele AfD Kritiker teilen. AfD Fans hingegen finden ja gerade "das" gut.


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09.09.2026 um 17:01
Zitat von SocialmeSocialme schrieb:Die Angst, dass andere es besser machen könnten, scheint hier mMn eine große Rolle zu spielen.
Also, was mich betrifft kann ich sagen, dass dies keine Angst von mir ist, nicht mal insgeheim.

Denn, wenn die AfD es wirklich besser machen wird (und zwar so, dass ich es auch als "besser" empfinde), dann wird wahrscheinlich diese Partei einige ihrer Prinzipien über Bord werfen und ihre (Hardcore-)Wähler enttäuschen müssen.

Wenn die AfD aber so regieren wird, wie sie es angekündigt hat, dann werde ich ganz sicher nicht zu der Ansicht gelangen, dass sie es "besser machen".

Somit gibt es einen Widerspruch zwischen "sie machen es besser" und dem Parteiprogramm und dem, was in ihren Verlautbarungen und Parteiprogramm zu vernehmen ist.

Würde sich herausstellen, dass es die AfD besser macht: warum sollte ich Angst davor haben? Dann wäre es ja besser. Vielmehr habe ich Angst davor, welchen Schaden die AfD anrichten wird. Was aber nicht in die Kategorie "besser machen" fallen würde.


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09.09.2026 um 17:19
Zitat von RöhrichRöhrich schrieb:Hier hätte Siegmund wirklich reagieren und antworten müssen, ansonsten muss man befürchten, dass es ihm mindestens egal ist.
Nun, kein Wessi, kein Zionist, das bedeutet da auch - oder auch im Subtext: Gegen Freiheit und gegen Westbindung.
Und leider auch: gegen Juden.

Das ist ja bei Wagenknecht nicht wirklich neu. (Letzt war in der taz auch ne Rez. des neu erschienenen Buches Fluchtpunkt Entebbe, nur Anmerkung dazu, hier gehts ja um die Wahl in Sachsen-Anhalt. Im deutschlandfunk auch.) Und sie hat da ja auch Schnittmengen mit AfD Tillschneider, der in Kaliningrad russische Fahnen schwenkt.

Zustimmung insofern, insofern könnte man einem vom BSW gekrönten Siegmund noch was abgewinnen. Denn die Töne von der Wagenknecht Truppe werden da ja nicht verstummen, manche sagen sogar, letztlich geht es ihr um nichts Anderes. Und ja, natürlich müsste sich Siegmund da dann auch mal zu verhalten oder äußern. Und das könnte für die Partei noch zu einem Riesenproblem werden (wenn auch wohl mehr im Westen).

Russische Medien berichteten jüngst darüber, wie sie ukrainische Bücher und Textbücher vernichten. United 24 berichtete. Man kann da auch das ganze Geschwätz und Gewäsch von AfD, BSW und Linke vergessen (NATO Bedrohung usw. usf.), das Traurige ist, dass sie bei der Sonntagsfrage BTW in Ostdeutschland zusammen bei 65 Prozent stehen. Russland geht es um die Liquidierung der Ukraine: physisch, sprachlich, historisch, kulturell.
Wenn es dich interessiert, hier noch von letztem Monat:
Fast zehn Millionen Bücher verbrannt: Russlands Angriffe treffen die ukrainische Kulturindustrie ins Herz

Russland zerstört offenbar systematisch die ukrainische Buchbranche.
Quelle: https://www.nzz.ch/feuilleton/fast-zehn-millionen-buecher-verbrannt-russlands-angriffe-treffen-die-ukrainische-kulturindustrie-ins-herz-ld.10018101

Zur Diskussion. Warum die Bürger AfD wählen?

Gibt da ne neue Studie von der Uni Saarland, von diesem Monat.
Vor allem die Einstellung zur Einwanderung erklärt die Unterstützung für die AfD. Geringeres Einkommen, geringere Bildung und – subjektiv empfundene – Benachteiligung hingegen spielten eine viel kleinere Rolle als bisher angenommen dafür, ob jemand die AfD unterstützt oder nicht. Ein Team um Martin Schröder, Professor für Soziologie an der Universität des Saarlandes, konnte das anhand von Daten von fast 32.000 Personen zeigen. Die Studie ist jüngst im Fachjournal PLOS One erschienen.
die zumindest nahelegen zu scheint: es ist nicht das Soziale, nicht primär.
Die Ergebnisse dürften die Debatte über die Ursachen des AfD-Erfolgs neu beleben. „Viele politische Akteure argumentieren, eine Verbesserung sozialer und wirtschaftlicher Bedingungen könne rechtspopulistischen Parteien den Nährboden entziehen. Unsere Analysen legen nahe, dass kulturelle und migrationsbezogene Einstellungen erheblich wichtiger sind“, so das Fazit des Teams für die politische Praxis. Für die Forschung bedeutet das Ergebnis der Untersuchung, dass Erklärungsansätze, die vor allem auf soziale Benachteiligung setzen, zu kurz greifen, denn nach Ansicht der Autoren erklärt die Sorge um Einwanderung die Unterstützung der AfD bereits so umfassend, dass zusätzliche Erklärungen nur begrenzten Erkenntnisgewinn liefern.
Quelle: https://www.uni-saarland.de/aktuell/sorge-um-zuwanderung-viel-wichtiger-fuer-afd-erfolg-als-wirtschaftliche-benachteiligung-49934.html

Inwieweit die Studie freilich auch auf die Wahl in Sachsen Anhalt Erhellendes beiträgt, ich weiß es nicht.

Wurde ja ganz gut beschrieben, der Würstchen und Selfie - Wahlkampf von Siegmund. Klar bedeutet das auch, dass die Parteien der Mitte da vor Ort besser sein müssen. M.a.W.: es geht immer auch um Volksfeste.

Wenn man darüber hinaus den Parteien der Mitte etwas vorwerfen will oder kann, dann dies, dass sie besser darin sein können und sollten, nach vorne gerichtete Antworten (oder Visionen) von deutscher Sicherheit und deutscher Prosperität zu etablieren - und zu verkaufen.

Wenn das nicht da ist, in einer Zeit von Umbrüchen (es war glaub Constanze Stelzenmüller, die sagte, D hatte ausgelagert: die Sicherheit nach USA, die Energie nach Russland und das Wachstum nach China - Weidels Verhältnis zu China ist übrigens auch so ein Thema, über das noch Mehr gesprochen werden könnte - und Merz ist da auch das Gesicht der Zumutung, dass das weggebrochen ist, also das Auslagern), dann stoßen Reformen auf Widerstand, weil die Menschen den Sinn nicht verstehen.

Merz versucht es mitunter, jedenfalls mehr als die drei Jahre Kommunikationsverweigerung von OS, aber mitunter auch ein bischen ungeschickt, und klar ist auch, er könnte besser sein :-) Rhetorisch hat er seine Stärken, wenn es um Schärfen in der Debatte geht, die Leut in Berlin freuten sich ja, als er den Oppositionsführer machte, endlich wieder was los im Parlament, aber die Menschen mitzunehmen ist halt auch nicht so seine stärkste Seite :-) Nun gut, D hatte wohl auch nur einen Kanzler mit Charisma, das war Brandt, und der Brandt-Mythos tut der SPD mittlerweile auch nicht mehr so wirklich gut :-)

Was den Verfassungsschutz anbelangt, da gibt es m.W. schon Pläne, wie man sich da bei einer Siegmund Regierung in Sachsen Anhalt wappnen könne. Und diesen Vorteil zumindest hat das voraussichtlich noch lange Gewürge (wenn auch mein Tipp bleibt: er macht es nicht), bis dahin ist noch genug Zeit zur Vorbereitung :-)


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09.09.2026 um 17:31
Zitat von azazeelazazeel schrieb:Antisemitismus ist nun nicht gerade die typisch linksextremistische Domäne - sondern "nur" eine extremistische.
Doch ist es, jedenfalls seit Kriegsende:

https://www.spiegel.de/politik/deutschland/der-vergessene-antisemitismus-terror-gegen-juden-bei-raf-vorlaeufern-a-884099.html


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Landtagswahl Sachsen-Anhalt 2026

09.09.2026 um 17:39
Zitat von hanifhanif schrieb:Doch ist es, jedenfalls seit Kriegsende:
Es gibt natürlich auch antisemitische Straftaten aus dem linken Spektrum.
Aktuell führend ist allerdings wohl klar das rechte.

https://www.bka.de/DE/UnsereAufgaben/Deliktsbereiche/PMK/PMKZahlen/PMKZahlen_node.html#doc272486bodyText5


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09.09.2026 um 17:45
Zitat von FellatixFellatix schrieb:Und leider auch: gegen Juden.
Warum gibt es wohl Zionisten und Antisemiten? Wenn ich den Palästinensern ein Recht auf Leben in ihrem Land gönne, bin ich noch lange kein Antisemit, denn dann wäre so mancher Jude Antisemit.


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09.09.2026 um 17:58
Zitat von emanonemanon schrieb:Aktuell führend ist allerdings wohl klar das rechte.
Das ist kein Fußballspiel wo es nur um Zahlen geht, meine bisherigen Beiträge dazu wurden leider gelöscht, aber links und rechts außen sind sich sehr nahe, ganz rechts kommst du links wieder raus und umgekehrt genauso.


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