"Angriff auf weltoffene Gesellschaft" - CSD Berlin
gestern um 19:03Ja, es hat bisschen was von Stockholm Syndrom.__gans.ehrlich schrieb:Da fehlen einem echt die Worte.
Und selbst das scheitert schon, wenn rechts zb mit Neoliberalismus assoziiert wird.bgeoweh schrieb:Murks heraus. Das geht ja schon bei Grundkategorien los: "Rechts" wird klassischerweise als nationalistische Einstellung verstanden, "Links" eher als kosmopolitsch-international
Oder links der Nationalismus in der Sowjetunion ins Spiel kommt.
Das ist alles immer alles sehr subjektiv und relativ.
Und wenn da jetzt eine Religion und Spiel kommt, die nicht nur auf ein Leben im Jenseits hinarbeitet, sondern die von einem Gesetzgeber begründet wurde, der alle öffentlichen und privaten Dinge regeln wollte (die frühen Christen hatten zb kein Staatsgebilde), dann greifen links und rechts überhaupt nicht mehr.
Das würde jetzt alles zu weit führen, aber wenn jetzt jemand Religion fanatisch und extrem begreift und das mit Politik mischt, dann geht es demjenigen für gewöhnlich nicht um rechts oder links, sondern um ganz andere Ziele.
Beide Seiten, rechts wie links können das gut und viele auf beiden Seiten fallen immer wieder auf die gleichen Denkfehler rein.bgeoweh schrieb:Das ist ein Kategoriefehler, den die intellektuelle Linke seit den 60ern des 20. Jahrhunderts regelmäßig wiederholt, mit teilweise absurden Auswüchsen.
Auch in Neukölln gibt es harmlose Ecken, aber ich verstehe, was er meint. Teilweise ist es da recht übel. Und zb mit Kippa oder offen homosexuell zeigend, kann da ganz schön gefährlich sein. Auch haben manche vermutlich Stadtteile wie Kreuzberg ganz anders im Kopf, als sie heute sind. Linke, Alternative Szene, viele Clubs etc - kann man vergessen, da ist nur noch ein kleiner Rest davon übrig.blueavian schrieb:Neukölln ist gerade mit der grund warum Leute wie Hape Kerkeling es nicht mehr in Berlin ausgehalten haben.
Woanders aber auch. Und der Attentäter kam nicht aus Neukölln
Das wundert mich auch nicht, wobei Kreuzberg über 150.000 Einwohner hat und es gibt auch da Gegenden, in denen man ruhig leben kann. Im Vergleich zu früher ist Kreuzberg allerdings an vielen Ecken in den letzten 30 Jahren nicht schöner geworden.__gans.ehrlich schrieb:In dem Video (ziemlich runterscrollen) bei 00:58 sagt eine Nachbarin der Mutter des Attentäter s, dass dort in Kreuzberg viele Araber leben, die sich nach aussen angepasst und integriert geben, aber in real radikalisiert sind.
Und das wundert mich kein Stück.
Das seh ich auch so. Der grosse Polit-Philosoph war der sicher nicht. Eher ne verkrachte Existenz, die mal seinen Internet-Helden mal zeigem wollte, dass er ein ganz starker Typ ist. Und doch nur ein Würstchen, das dumm genug war, auf diese Ideologen reinzufallenbgeoweh schrieb:wesentlich einfachere These erklärbar ist dass der Täter halt da in der Nähe gewohnt hat, die Gelegenheit zur Tat hatte und sich auf das nächstbeste, in der Szene/Ideologie allgemein anerkannte Feindbild gestürzt hat, das sich ihm gerade angeboten hat. Ja, die komplexe Hintergrundstory mit mehrstufiger Eskalationslogik und langfristiger Planung kann möglich sein, aber es ist halt deutlich wahrscheinlicher, dass sie es nicht ist.









