Interessant kommentiert von Michael Hanfeld, das Aus für "Polizeiruf 110" im mdr, auch wenn es heißt, für 3 Jahre ausgesetzt.
Dem muss man wohl keine Träne nachweinen; es gibt da eh zu viele mittelmäßige Krimi Serien.
Und, ja, einerseits scheint das System hypertroph. Wirklich.
Die – vorerst – ausgebliebene Erhöhung des Rundfunkbeitrags zwinge einen dazu. „Wenn ich nur den Hauch einer Chance gesehen hätte, das zu vermeiden, hätte ich es getan“, sagt Ludwig der „Mitteldeutschen Zeitung“.
Das allerdings ist nichts als Nonsens. Den kann man schon daran erkennen, dass der MDR erst im Juni mit den Gewerkschaften eine Vereinbarung für die festen freien Mitarbeiter des Senders getroffen hat, die diesen garantiert, dass sie 80 bis 90 Prozent ihres bisherigen Honorareinkommens behalten, auch wenn ihnen die dafür eigentlich entsprechenden Aufträge nicht abverlangt werden. Das bedeutet: Es gibt Geld fürs Nichtstun.
Der MDR hat über seine Verhältnisse gelebt und zeigt Symptome eines Systemkollapses, wie wir ihn an vielen Stellen erleben, sei es bei der EU, bei Bund und Ländern, in Behörden, Institutionen und Unternehmen: Irgendwann ist die Struktur so komplex und hypertroph, dass den Verantwortlichen nichts mehr einfällt, außer nach mehr Geld zu rufen, im Fall des öffentlich-rechtlichen Rundfunks ist es der zwangsweise zu entrichtende Rundfunkbeitrag.
Quelle:
https://www.msn.com/de-de/unterhaltung/allgemein/mdr-intendant-im-gespr%C3%A4ch-der-polizeiruf-110-aus-magdeburg-ist-geschichte/ar-AA2aL1o9Wieso denkt man da nicht an das Zusammenlegen von Rundfunkhäusern? Wäre nicht einfach, aber ein sinnvolles (längerfristiges) Projekt. Und mehr Kooperation im UH-Programm wäre auch möglich. (Das dazu meine Idee, nicht im Kommentar
:) )
Andererseits, scheint der AfD Plan - überhaupt nicht umsetzbar, welche Überraschung :-)
Sie will in Sachsen-Anhalt, so sie dort an die Regierung kommt, als Erstes den MDR-Staatsvertrag kündigen und einen „Grundfunk“ einführen. Dass das so ohne Weiteres nicht geht, sehr viel Geld kosten kann und sich das Versprechen, einen öffentlichen Rundfunk zu etablieren, der 50 bis 80 Prozent weniger kostet, kaum umsetzen lässt, bindet der AfD-Kandidat Ulrich Siegmund den Wählern selbstverständlich nicht auf die Nase.
Quelle: ebd.
Was könnte man im AfD-Grundfunk erwarten? Eine spannende Frage?
Wir würden eher mit Übernahmen aus dem russischen Staatsfernsehen rechnen, im Informations- genauso wie im fiktionalen Programm. Fürs TV-Kabarett dürfte in AfD-Sachsen-Anhalt wahrscheinlich jemand wie Uwe Steimle zuständig sein.
Quelle: ebd.
Na, das würde doch perfekt zu dem Schüleraustausch mit Russland passen
:popcorn:Klüger als auf der angeblich alternativlosen Erhöhung des Rundfunkbeitrags herumzureiten wäre es - es klüger zu machen, meint Hanfeld.
Auf die Idee muss das Rundfunkhaus aber schon selbst kommen
:D