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Rechtsextremismus - Ernst der Lage so hoch wie nie

44.843 Beiträge, Schlüsselwörter: Nazis, Rechtsextremismus, Reichsbürger

Rechtsextremismus - Ernst der Lage so hoch wie nie

28.05.2020 um 17:21
@MokaEfti
Geh mal davon aus, dass der überwältigende Teil aus normal denkenden Menschen besteht. Bei uns wären Extremisten schnell aussortiert gewesen. Das Klischee vom Dumpframbo ist definitiv falsch, die Bundeswehruniversitäten zb haben einen sehr guten Ruf.
Ich weiss nicht, wie es heute läuft, zu meiner Zeit musste man schon was auf dem Kasten haben, um zu einem Auslandseinsatz zu kommen, da gab es Sprachtests etc vorher, je nachdem, welche Aufgabe man hatte.


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Rechtsextremismus - Ernst der Lage so hoch wie nie

28.05.2020 um 19:04
Ich hatte beruflich (durch die Vormerkstelle des Bundes landen auch genug ex-Soldaten im öffentlichen Dienst) mit einer Hand voll ehemaliger Soldaten unterschiedlichster Teilstreitkräfte und Laufbahnen, vom Mannschafter bis Feldwebel, zutun.

Alles integere Leute. Die billigen pauschal-Klischees bzw billig geäußerten Klischees (der Ton macht die Musik) kann man also stecken lassen. Gerade wenn sie von Leuten kommen die keine eigenen Berührungspunkte (und unterschiedliche) mit Soldaten haben.

Natürlich gibt es Ausnahmen aber pauschalisiert kann man sich nie so akkurat äußern weil es nicht zutrifft. Oder, nein, man kann aber es bleibt realitatsfremd.

Ich werde perspektivisch mit hoher Wahrscheinlichkeit mittelfristig als Reservist hingehen und nein, ich darf wohl Dank realer Selbsteinschätzung und dem Feedback anderer behaupten auch nicht dem Klischee zu entsprechen und 'vernünftig' zu sein.

Rechtsextremisnus in den Streitkräften ist derzeit ein nicht gerade kleines Problem. Aber billige Pauschalisierung hilft uns auch nicht weiter und erweitert höchstens die Gräben.


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Rechtsextremismus - Ernst der Lage so hoch wie nie

28.05.2020 um 20:40
Warden schrieb:Rechtsextremisnus in den Streitkräften ist derzeit ein nicht gerade kleines Problem
Aber war das denn je anders? Du wirst ja immer eine Schwankungsbreite haben.

Linksextrem, LInks, Normal, Rechts, Rechtsextrem. Bei der Armee sind nun mal eher Rechte und dann eben auch ein paar Recht Extreme dabei.

Umgekehrt hast du etwa bei Sozialarbeitern eher Linke und auch immer paar Linksextreme in ihren Reihen.

Die Politische Gesinnung ist ja per se auch kein Problem. Man muss ja immer abwägen, ob eine Person dann auch wirklich gesetzbrecherisch tätig wird. Nur weil er eine extreme Meinung hat, kann man ihr kein Strick draus drehen.


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28.05.2020 um 20:43
@leopart225


Das stimmt so nur halb - als Arbeitgeber kann ich durchaus durchgreifen, wenn jmd mit Meinungen an die Öffentlichkeit geht, die meinem Unternehmen schaden.


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Rechtsextremismus - Ernst der Lage so hoch wie nie

28.05.2020 um 20:46
leopart225 schrieb:Aber war das denn je anders? Du wirst ja immer eine Schwankungsbreite haben.
Nein, aber der Ursprungskommentar der nun teils editiert oder gelöscht scheint war da schon ein starkes Stück im Sinne mancher Formulierungen. Ich echauffierte mich in meinem Post wie andere und habe das aber was du zitierst hast eingeschoben um natürlich nicht zu verkennen, dass es derzeit nochmal / wieder ein besonderes Thema ist, den Ereignissen der letzten Monate geschuldet.

Ansonsten: Klar, Meinungspluralismus sollte man irgendwo schon im Spektrum der fdGo aushalten / erlauben können oder sollen. Aber es kommt auf mehrere Faktoren an. In manchen Berufen / Stellungen ist eher eine Form der politischen Neutralität geboten.


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29.05.2020 um 09:35
leopart225 schrieb:Die Politische Gesinnung ist ja per se auch kein Problem. Man muss ja immer abwägen, ob eine Person dann auch wirklich gesetzbrecherisch tätig wird. Nur weil er eine extreme Meinung hat, kann man ihr kein Strick draus drehen.
Gerade in der Exekutive, wie bei Polizei und Bundeswehr, hat ein extremistischer Hintergrund immer wieder tödliche Konsequenzen, wie man an George Floyd und vielen anderen Beispielen sehen konnte. Deswegen ist der persönliche Hintergrund hier auch in meinen Augen wichtiger zu prüfen, was leider offensichtlich nicht gelingt. Wenn ich mir anhöre was z.B. Maaßen nach seiner Amtszeit so von sich gab, wundert mich auch mehr...

Der linke Sozialarbeiter mag indoktrinieren, jedoch ist das kein Vergleich.
Warden schrieb:Alles integere Leute.
Warden schrieb:Rechtsextremisnus in den Streitkräften ist derzeit ein nicht gerade kleines Problem.
Wo treiben sie sich also rum, du schreibst ja selbst, dass man nicht mehr von Einzelfällen sprechen kann?


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29.05.2020 um 09:38
Warden schrieb:Nein, aber der Ursprungskommentar der nun teils editiert oder gelöscht scheint war da schon ein starkes Stück im Sinne mancher Formulierungen. Ich echauffierte mich in meinem Post wie andere und habe das aber was du zitierst hast eingeschoben um natürlich nicht zu verkennen, dass es derzeit nochmal / wieder ein besonderes Thema ist, den Ereignissen der letzten Monate geschuldet.

Ansonsten: Klar, Meinungspluralismus sollte man irgendwo schon im Spektrum der fdGo aushalten / erlauben können oder sollen. Aber es kommt auf mehrere Faktoren an. In manchen Berufen / Stellungen ist eher eine Form der politischen Neutralität geboten.
Ich interpretiere das folgendermaßen:
Aus
Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) stellt den Jahresbericht 2019 zur politisch motivierten Kriminalität vor. Straftaten von links stiegen um fast 24 Prozent – von rechts wurden mehr als doppelt so viele begangen
wird nur der erste Teil des Satzes im Gedächtnis bleiben: Straftaten von links stiegen um fast 24 Prozent

Der "Rest" wird so schnell wie möglich vergessen werden!
https://www.welt.de/print/die_welt/politik/article208495673/Die-groesste-Gefahr-kommt-von-rechts.html


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30.05.2020 um 09:59
MokaEfti schrieb:Wo treiben sie sich also rum, du schreibst ja selbst, dass man nicht mehr von Einzelfällen sprechen kann?
Hier und da, überall und nirgends. Es wird sie in bundesweiter Verteilung sicherlich hier und da geben. Dass es keine gäbe, wäre natürlich Quatsch. Allein der Themenkomplex "KSK" zeigt es - ohne dass ich jetzt jedem dort etwas unterstelle. Manche Bereiche, Liegenschaften oder Einheiten könnten auch "Schwerpunkte" haben. Der Ort wo Kalbitz mal war, als Beispiel. Ich finde vermutlich Rechtsextremisten eher bei gewissen kämpfenden oder elitären Einheiten, als bei der Militärmusik oder vielleicht, keine Ahnung, im NATO-Liaison-Bereich - um mal ein plakatives Beispiel aus dem Stehgreif zu nennen.

Ich will aber halt mit meiner Aussage: "Alles integere Leute" (bezogen auf die, die ich kennenlernen durfte) sagen, dass man ein Negativklischee, das alle in einen Topf wirft, gar nicht anwenden kann. Das wäre ja die gleiche brüchige Logik wie "Jeder Ausländer klaut / raubt / mordet". Genauso stumpf.

Kurzum haben wir ein krasses Problem, wenn sogar Teile des KSK augenscheinlich in Umsturzpläne involviert waren die nur auf den richtigen Auslöser warten. Zugleich kann ich aber der BW bzw. jedem Soldaten oder auch "Ossi" einem Pauschalvorwurf aussetzen. Ich verstehe, dass man ohne eigene Berührungspunkte und je nach ideologischer oder politischer Weltsicht dazu neigen kann.

Aber daher möchte ich eben hier anmerken (für die, die es betreffen mag): Nein, es ist nicht so. Da ist nicht jeder dumm, böse oder Extremist.

----------------------------------------

Mal auf diese neuerlichen Tag-X Geschichten bezogen: An sich ist das schon krass. Wenn ein Notstand o.Ä wirklich eintreten würde, hätten die Leute relative Narrenfreiheit. Ich gehe davon aus, man kennt die Informationslage, gerade die TAZ war ja beim Uniter-Komplex "federführend". Der Witz ist: Aller Wahrscheinlichkeit nach wäre es wirklich für solche Leute, gerade wenn man im KSK ist, einfach, sich im Notstand relativ frei zu bewegen. Wenn du den richtigen Ausweis bzw. die Zugehörigkeit hast und logisch argumentieren kannst, wer will dich aufhalten oder hinterfragen? Je nach Ausweis kommt vielleicht eine Nachfrage der zuständigen Stelle. Im Zweifel. Ok, dann wird die Identität im Zweifel auch bestätigt. Ob Notstand oder nicht, meint jemand, z.B. ein Provinzpolizist würde jetzt anfangen z.B. einen Militärtransport oder Schützenpanzer zu durchsuchen, bzw. überhaupt einen Anfangsverdacht zu entwickeln?

Das war ja mitunter die Planung: Politische Gegner einsacken und sicher selbst durch Kontrollpunkte bringen. Je nach Lage und Person könnte das sogar ohne großen Aufwand oder Widerstand geschehen - nicht alle Politiker im Zielspektrum haben Personenschutz und selbst wenn der vorhanden ist, so wäre er für wohl für KSK-Mitglieder/fähige Soldaten im worst-case überwindbar. Dann noch die Person/en irgendwo hinzuschmuggeln sobald man sie hat dürfte wohl "leicht" sein, je nach Lage, Chaos, ob man entdeckt wurde usw.

Man muss sich das vor Augen halten. Was? Den krassen Umstand, dass die "Pläne" quasi in der Schublade lagen, Equipment irgendwo dienstlich wie privat vorhanden war und es mehr als nur Einzeltäter im Sinne dieser Planung gab. Eigentlich hat nur noch der ominöse "Tag X", wie auch immer sie ihn definiert hätten, gefehlt. Die Ermittlungen verpassen dem einen Dämpfer oder schieben dem einen Riegel vor, ja.

Aber mal ganz im Ernst?

Wenn eine so krasse gesellschaftliche Notlage eintreten würde, der diesen "Tag X" für diese Personen praktikabel machen würde, dann würden es noch ganz andere Akteure unter dem Deckmantel des Chaos oder fehlender effektiver 'Gegenwehr' versuchen. Linksextremisten, religiöse Extremisten, Rechtsextremisten.
Hoffen wir also, dass diese Lage nicht eintritt, denn man kann nicht jeden auf dem Schirm haben oder präventiv aus dem Verkehr ziehen wenn keine gewisse Schwelle überschritten wird. Gleichwohl werden jene vermutlich tätig, wenn aus ihrer Sicht eine gewisse Schwelle überschritten wurde.


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06.06.2020 um 17:11
https://www.focus.de/politik/ausland/toeten-lernen-im-camp-partizan-putins-schuetzenhilfe-fuer-deutsche-neonazis_id_1206...
Töten lernen im Camp „Partizan“
Putins Schützenhilfe:
Russische Extremisten trainieren deutsche Neonazis in Geheimcamp
Da der Artikel in Gänze betrachtet werden sollte (wenige Minuten Lesezeit mutmaße ich, kriegt man hin) zitiere ich bis auf die Überschrift nichts und beschreibe nur zusammenfassend, dass gewaltbereite und scheinbar "nicht ausgelastete" Rechtsextremisten noch einen draufsetzen und unter harten Bedingungen zum Kämpfen und Töten ausgebildet werden.

Noch bedenklicher, als wenn hier Extremisten "nur" in die Streitkräfte kommen. Denn es liest sich so, als würde man da auch "Kommandokriegsführung" oder Ähnliches lehren. Im worst case schaut dann der "0815-Streifenpolizist" der kein vergleichbares Training hat in die Röhre, wenn es zu einer Konfrontation kommen sollte. Geschweige denn die Ziele jener.

Brandgefährlich. Ganz neu ist das natürlich nicht. Auf der anderen Seite waren auch Rechtsextreme bekannt die sich der Azow-Brigade angeschlossen haben um gegen ostukrainische Separaisten für die Ukraine zu kämpfen. Das hier scheint quasi das russische Gegenstück zu sein und ein Teil scheint dann in der Ostukraine gegen ukrainische Milizen und Truppen zu kämpfen. Aus "unserer Sicht" kritisch aber nett wenn sie sich gegenseitig verheizen.

Umso kritischer, wenn sie aber zurückkommen und hier "lauern". Es scheint eine sehr intensive Ausbildung zu sein die ehemalige russ. Spezialkräfte miteinbezieht. Da kann sich jetzt jeder seinen Teil bei denken, wenn dann noch täglich harter Drill auf dem Programm steht. Und so was ist dann bereit, irgendwann loszuschlagen.


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Rechtsextremismus - Ernst der Lage so hoch wie nie

12.06.2020 um 21:52
Wer die Skandale in den letzten Jahren mitverfolgt hat den wundert das hier gar nicht mehr:

https://www.t-online.de/nachrichten/deutschland/militaer-verteidigung/id_88046116/rechtsextremismus-beim-ksk-elitesoldat...


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12.06.2020 um 21:54
@eckhart @Cejar @peekaboo @ickebindavid @MokaEfti @peekaboo


man muss den ganzen Artikel hier lesen, ein paar Zitate hieraus reichen nicht aus, um das was man bereits geahnt hat wiederzugeben.

Auszüge
Rechtsextremismus bei der Bundeswehr

KSK-Hauptmann schickt Hilferuf an Kramp-Karrenbauer

Ein Brandbrief eines KSK-Elitesoldaten ist im Wehrressort wie eine Bombe eingeschlagen. Darin prangert der Whistleblower nach SPIEGEL-Informationen an, dass rechtsextreme Umtriebe in der Einheit "ignoriert oder gar toleriert" würden
.
...
In dem zwölfseitigen Brief schildert der Soldat, dass innerhalb des KSK rechtsextreme Tendenzen geduldet, teilweise wissentlich vertuscht würden und den Mitgliedern eingebläut werde, keine Vorkommnisse zu melden.

Der Brief des Hauptmanns schlug im Ministerium ein wie eine Bombe. So schreibt der Soldat gleich auf der ersten Seite, Hinweise auf rechtsextreme Kameraden innerhalb des rund 1000 Mann starken KSK würden "intern zwar wahrgenommen, aber aus unterschiedlicher Motivlage kollektiv ignoriert oder gar toleriert". Durch die straffe Führung angehender KSK-Kämpfer in der Ausbildung werde ihnen rigoroser Gehorsam antrainiert, der "von Kommandosoldaten in Ausbildung bereits mit dem der Waffen-SS verglichen wurde".
...
Funkkennung mit Anspielung auf Hitlergruß
Der Soldat bittet die Ministerin in seinem Schreiben nun, umgehend zu handeln und das Thema an sich zu ziehen. Den Missständen sei nur "durch eine vollständige externe Untersuchung und anschließende Reformierung Herr zu werden", deswegen ersuche er Kramp-Karrenbauer "auf diesem Weg um Ihr Einschreiten". Es habe sich ein nicht auszutrocknender Sumpf innerhalb des KSK entwickelt, dieser sei "tief greifender und struktureller als derzeit im Ministerium bekannt sein dürfte". Die Führung des KSK sei jedenfalls mit einer straffen Aufklärung "offenbar überfordert".

Detailliert schildert der Soldat, der seit 2018 im KSK dient, mehrere Beispiele für die Kultur des Wegschauens in der Eliteeinheit, wenn es um rechtsextreme Tendenzen geht. So habe einer seiner Ausbilder aus seiner "aggressiv nationalkonservativen Gesinnung" keinerlei Hehl gemacht. Als "call sign", über den sich die Soldaten im Funkverkehr identifizieren, habe seine Kommandozentrale zudem stets den Code "Y-88" benutzt. Die Rekruten hätten die eindeutige Anspielung auf den Hitlergruß zwar wahrgenommen, aus Angst vor Repressalien aber habe niemand etwas gesagt.
...
Die präzisen Beschreibungen machen den Brief so brisant. Anschaulich wird geschildert, wie die Ausbilder ihre Rekruten mundtot machen. Es werde eine Hörigkeit anerzogen, "die mit den Grenzen von Befehl und Gehorsam nach Maßstäben der Bundeswehr als unvereinbar zu bewerten" seien. Strafen würden genutzt, "um Soldaten und vor allem kritische Offiziere gefügig zu machen". Die Folgen seien "eine Art Kadavergehorsam", eine "Kultur des Hinnehmens rechtswidrigen Verhaltens" und eine "toxische Verbandskultur".
https://www.spiegel.de/politik/deutschland/bundeswehr-kommando-spezialkraefte-hauptmann-schickt-hilferuf-an-kramp-karren...

Giebt es da nicht was, was sich MAD nennt? Was macht der eigentlich? Nasebohren?


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12.06.2020 um 22:12
tudirnix schrieb:Giebt es da nicht was, was sich MAD nennt? Was macht der eigentlich? Nasebohren?
Ich hatte erst sehr kürzlich einen Post, wo MAD drin vorkommt:
abberline schrieb:Sei mir nicht bös, aber ich versteh überhaupt nicht, was Du meinst. Wir brauchen die Polizei, VSchutz und MAD (?), weil irgendwer im Internet was chattet? Und ein Rassenkrieg (???) ist ja wohl auch nirgendwo in Sicht..
Diskussion: Rassismus (Beitrag von abberline)
Das war wahrscheinlich ein Beschwichtigungsschreiben, nehme ich an!
tudirnix schrieb:So schreibt der Soldat gleich auf der ersten Seite, Hinweise auf rechtsextreme Kameraden innerhalb des rund 1000 Mann starken KSK würden "intern zwar wahrgenommen, aber aus unterschiedlicher Motivlage kollektiv ignoriert oder gar toleriert".
Ich denke, das passt!


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12.06.2020 um 23:01
tudirnix schrieb:Giebt es da nicht was, was sich MAD nennt? Was macht der eigentlich? Nasebohren?
Der beschäftigt sich nicht mit internen Angelegenheiten, dafür wäre der Verfassungsschutz zuständig. Ja, der der jahrelang von einem Typen geleitet wurde, der sich danach als AfD-Fan geoutet hat.
Der die Gefahr stets bei Linksextremen sah.

Übrigens sah mein Vater schon die rechtsextremen Umtriebe in der Bundeswehr sehr kritisch. Er war seit '62 dabei, hatte noch Ex-SS-Offiziere als Vorgesetzte und glaubte trotzdem an den "Bürger in Uniform".
Aber er sah auch, wie eine militärische Organisation Waffennarren und Rechtsextremisten anzieht, und war auch darum gegen die Abschaffung der Wehrpflicht.
Und jetzt hat man den Salat...


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12.06.2020 um 23:09
FF schrieb:Und jetzt hat man den Salat..
Das klingt aber sehr wohlwollend ausgedrückt.
Ich würde es diesbezüglich präziser ausdrücken mit "die Kacke am dampfen"
siehe auch:
Rechtsextreme wollen sich als Bundeswehrreservisten auf "Rassenkrieg" vorbereiten
Mitglieder gehören zum rechtsextremen Spektrum
Mitglieder der Gruppe aus Sachsen und Sachsen-Anhalt seien dem rechtsextremen Spektrum zuzuordnen. Wie die Zeitung weiter berichtet, gibt es auch Bezüge zur AfD-Fraktion im Landtag von Sachsen-Anhalt, zu einer Burschenschaft in Leipzig sowie zum Reservistenverband Sachsen. Mitglieder der Gruppe hätten regelmäßig bei Pegida in Dresden und dem Leipziger Ableger Legida demonstriert.

"Das sind alles Männer, die aus anderen Kontexten bereits bekannt sind", erzählt Christina Schmidt vom "taz"-Rechercheteam. "Die Männer dieser Gruppe kennen sich alle aus einer Burschenschaft, das ist die Germania Leipzig." Das sei eine Burschenschaft, die bereits durch ihre guten Verbindungen in die rechtsextreme Szene aufgefallen sei.

AfD-Fraktionsmitarbeiter ebenfalls Mitglied
Aus den Chat-Unterhaltungen geht hervor, dass die Männer ihren Reservistenstatus gezielt für ihre private Kampfvorsorge nutzen wollten, so die "taz". In einer Nachricht soll der spätere AfD-Fraktionsmitarbeiter und Reserveoffizier Michael S. einen Freund aus der Gruppe motiviert haben, sich ebenso als Reservist zu melden.

Michael S. sei seit mindestens 2012 Funktionär des Reservistenverbandes Sachsen, des ehrenamtlichen Teils der Reservistenorganisation. "Gottlob hat Mitteldeutschland bei so manchem Kanaken keinen so tollen Ruf und zudem nicht die gewachsene Kanakeninfrastruktur wie im Westen … Volk will eben am liebsten zu Volk …", schrieb er laut "taz" in einem der Chats.

Verteidungsministerium arbeitet mit Hochdruck an Aufklärung
Das Verteidigungsministerium erklärte, man arbeite mit Nachdruck an der Aufklärung. "Uns ist die Berichterstattung bekannt, und wir haben umgehend mit Überprüfungen der Angaben begonnen", sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums der Deutschen Presse-Agentur. "Derzeit liegen noch keine Ergebnisse vor. Wir nehmen den Vorgang sehr ernst und arbeiten mit Nachdruck an der vollständigen Aufklärung des Sachverhaltes.
https://www.mdr.de/sachsen/reservisten-bundeswehr-rassenkrieg-100.html
eckhart schrieb:Ich denke, das passt!
Ja passt


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13.06.2020 um 00:28
@tudirnix

Ich erinnere an den Gründer des ksk General güntzel der in einem offiziellen Brief dem damaligen CDU und heutigen AfD Abgeordneten hohmann zu einer antisemitischen Rede gratulierte wo hohmann die Begriffe Juden und tätervolk in eine Beziehung setzte


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13.06.2020 um 10:48
@tudirnix
Stimmt, das trifft es besser.

Das einzig erstaunliche ist, dass die BW immer noch so tut, als sei das alles ganz neu. Wie bei jedem Ausbilder, der Rekruten über die Maßen schliff, Kasernen in denen gemobbt und erniedrigt wurde, abhanden gekommenen Waffen und Munition.
Das regte schon meinen Vater auf, dass es keine funktionierende Kontrolle gibt.


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14.06.2020 um 19:54
Deshalb bin ich für die Rückkehr zur Wehrpflicht. Zu meiner Zeit war die Bundeswehr Spiegel der Gesellschaft, durch die Freiwilligenarmee zieht man leider auch scheinbar verstärkt dubiose Gestalten an. Die überwältigende Mehrheit der Kameraden macht einen tadellosen Job, dennoch seh ich bei einer reinen Freiwilligenarmee, dass sich dort prozentual mehr schwarze Schafe runtreiben als früher.


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15.06.2020 um 09:54
FF schrieb:, abhanden gekommenen Waffen und Munition.
Das regte schon meinen Vater auf, dass es keine funktionierende Kontrolle gibt.
So viel kommt da nicht weg. Ich hab das hier schonmal vorgerechnet, dass es im Verhältnis auf die in der Truppe befindlichen Waffen ein verschwindend geringer Teil ist.
abberline schrieb:Deshalb bin ich für die Rückkehr zur Wehrpflicht. Zu meiner Zeit war die Bundeswehr Spiegel der Gesellschaft, durch die Freiwilligenarmee zieht man leider auch scheinbar verstärkt dubiose Gestalten an. Die überwältigende Mehrheit der Kameraden macht einen tadellosen Job, dennoch seh ich bei einer reinen Freiwilligenarmee, dass sich dort prozentual mehr schwarze Schafe runtreiben als früher.
Das ist nicht mehr umsetzbar. Die Bundeswehr hat die dafür notwendige Struktur abgebaut.

Dass der Laden einen Schwenk nach rechts macht, ist mir auch aufgefallen und noch schlimmer ist, dass diese Leute Recht schlau sind und wissen was sie sagen dürfen und was nicht.
Wir haben einen StUffz, der seit fast einem Jahr Gespräche mit dem MAD führt, nur nachweisen kann man ihm da wohl nichts, auch wenn seine Gesinnung offensichtlich ist.

Das Problem ist hakt leider der Nachwuchs. Da kommen Leute rein, bei denen ich mich frage, wie sie ohne Betreuer überhaupt eine Lehre geschafft haben...


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15.06.2020 um 10:16
@StUffz
Ja, die meisten Standorte sind geschlossen, das wäre schwer realisierbar. Praktisch bräuchte man auch gar nicht so viele Leute, gesellschaftlich würden Wehrdienst- und Zivildienstler aber gut tun.
Was die verschwundenen Waffen und Munition angeht, kann ich bestätigen, dass der Anteil verschwindend gering ist. Vermutlich wird heute zwar nicht mehr so ein Theater um eine einzelne Patrone gemacht wie früher, aber um Waffen oder Munition rauszuschmuggeln braucht es schon einiges. Mir persönlich war kein Fall bei uns bekannt.
Was politische Grenzgänger angeht, ist mir auch nur ein Vorfall bei uns bekannt. Dieser wurde auch sanktioniert. Und war ohne politischen Unterbau. Eher zwei Kameraden, die dachten, sie seien extra witzig... extra dämlich hat besser gepasst.
Was den Nachwuchs angeht, hört man leider immer wieder von Kameraden, die bei der BW ausbilden, dass die Quote der fähigen Leute leider abgenommen hat. Obwohl man gerade hier gute Leute benötigt.
Wenn der MAD seit einem halben Jahr an dem Kameraden dran ist, wird der die Füße still halten, klar. Trotzdem tun solche Leute der Truppe nicht gut. Bei uns wurde da schon ganz penibel drauf geguckt.
Ich denke, das ist heute auch noch so, aber die Quote der dubiosen Leute ist beim Nachwuchs wohl höher


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15.06.2020 um 10:43
Das hört sich bei dir immer etwas so an, als wäre die Welt bei der Bundeswehr früher noch einigermaßen in Ordnung gewesen.
abberline schrieb:Zu meiner Zeit war die Bundeswehr Spiegel der Gesellschaft, durch die Freiwilligenarmee zieht man leider auch scheinbar verstärkt dubiose Gestalten an.
Nur mal eine kleine Auswahl, bei weitem nicht alle Vorfälle:


Vorfälle in der BW


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