Ataraxie89 schrieb:Und ich habe entgegnet dass die Linke sich auch in der Vergangenheit immer wieder solidarisch mit Unterdrückten gezeigt hat. Dass
Aber meist nur, wenn es sich um irreguläre Truppen handelt. PLO, PKK, Hamas und Co. Oder wenn es gegen die USA oder Israel geht. Manchmal auch gegen Deutschland. Irgendwer sagte mal, dass dann auch der (extreme) Linke und Pazifist mal das Stahlgewitter cool finden darf.
Das Israel Ding ist logisch, weil der Zionismus eine nationales Sache ist und somit dem "internationalen Gedanken" von zb Marx entgegensteht. Deshalb hatte letzterer schon Probleme mit dem Zionismus. Das passt nicht richtig zusammen.
Das Problem mit Deutschland liegt eher daran, dass man Nationalstaaten sowieso eher kritisch gegenübersteht. Halt internationale Solidarität.
Aber: das sind nur Teile der Linken - deshalb läufts da komplizierter als bei anderen. Die sind sich fast nur einig. Da gibt's vernünftige Ansichten und völligen Schwachsinn. Sinnvolles und gefährliches.
Aktuell bewegt sich zb die Partei in Berlib, in eine gefährliche Richtung, die vielen Berlinern in Sachen öffentliche Sicherheit zurecht Angst machen kann. Wenn die Nord-Neuköllner mit den Zuständen und dem Klima dort zufrieden sind - bitteschön. Nur müssen auch andere Menschen mal dorthin, mit der U8 am Abend fahren - und es gibt außer Nord Neukölln, Märkischem Viertel etc ja noch andere Stadtteile, in denen die Menschen sich alles ein wenig anders wünschen, als die arrogante und laute Blase der Linken Neukölln.
Slime besangen einst die "linken Spießer" - aus dem sicheren Heim den Revoluzzer spielen, aber kneifen, wenn es ernst wäre.