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Ist Antisemitismus wieder "in"?

8.860 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Islam, Judentum, Antisemitismus ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Ist Antisemitismus wieder "in"?

29.04.2026 um 22:09
Zitat von vincentvincent schrieb:Dir ist so einiges unverständlich. Dafür bist du aber an vorderster Front wenn es um Urteile geht.
Personen, die sich auch noch engagieren in der Hilfe, sind also ein berechtigtes Ziel?
Geht es also darum Hilfe zu verhindern und diese Menschen dann auch noch anzugreifen?
Was die Hamas in Gaza gemacht hat, wird hier fortgesetzt.

Mehr Antisemitismus geht kaum noch., so zeigen die Berliner wo sie heute wirklich stehen.


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Ist Antisemitismus wieder "in"?

29.04.2026 um 22:25
Zitat von RöhrichRöhrich schrieb:Personen, die sich auch noch engagieren in der Hilfe, sind also ein berechtigtes Ziel?
Wikipedia: Gaza Humanitarian Foundation
Zitat von vincentvincent schrieb:Nach Auffassung von UN und Hilfsorganisationen mache das GHF-System die Nahrungsmittelversorgung zur Waffe[Anm. 3] für das israelische Militär.[11] In einem UN-Papier hieß es, die Tatsache, dass im Norden Gazas kein einziger Ausgabepunkt vorgesehen ist, im äußersten Süden aber drei, weise darauf hin, dass sich hinter der Initiative „eine mögliche Politik der Zwangsumsiedlung“ verstecke.[26]
Personen, die Nahrung zur Waffe einer Zwangsumsiedlung machen, sollten sich mit ihrer Hilfe vielleicht einfach mal zurückhalten. Du kannst deine Form der "Hilfe" gerne woanders definieren.
Am 28. Mai 2025 demonstrierten Vertreter von Ärzte der Welt, Ärzte ohne Grenzen, Cadus, CARE Deutschland, der Diakonie Katastrophenhilfe, Handicap International, der Johanniter-Auslandshilfe, Plan International Deutschland und Save the Children Deutschland vor dem Auswärtigen Amt in Berlin gegen die Praktiken der Gaza Humanitarian Foundation.[64]
Alles Antisemiten!!
Zitat von vincentvincent schrieb:Am 1. Juli 2025 forderten 169 Hilfsorganisationen, darunter Amnesty International, Ärzte ohne Grenzen, Oxfam, Caritas-Organisationen, Pax Christi und israelische Menschenrechtsorganisationen nach wiederholten Berichten über tödliche Vorfälle an Lebensmittelverteilungszentren im Gazastreifen die Einstellung von Hilfsmaßnahmen durch die GHF.
Alles Antisemiten!!
Der von Israel vorgelegte Plan gefährde Zivilisten und Helfer.[60] Er scheine angelegt als Teil einer militärischen Strategie, in der die Kontrolle lebenserhaltender Güter zum Druckmittel ausgebaut werde.[61][60] Israel vereinnahme humanitäre Hilfe für politische und militärische Zwecke.[18]
Das sind die wahren Helden!!


Wie borniert kann man eigentlich sein? :shot:


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Ist Antisemitismus wieder "in"?

29.04.2026 um 23:19
Zitat von vincentvincent schrieb:Wie borniert kann man eigentlich sein?
Die Hamas schießt auf Palästinenser, die bei der GHF Lebensmittel holen wollen.
Israel ist schuld.

Die GHF hat nichts mit irgendeiner Umsiedlung zu tun, sie ist eben ein Dorn im Auge gewesen derer, die in Gaza die Hilfslieferungen kontrollieren und damit Geld und Macht generieren.
Ja, in Gaza wurden Hilfslieferungen als Waffe eingesetzt, von der Hamas.
Es ist bedauerlich, dass Hilfsorganisationen sich zu pro-Hamas Aktivisten gemausert haben und das Leiden in Gaza so verstärken.
Im Israel Thread wurde das ja diskutiert.

Wikipedia ist zu Gaza auch nur eine Hamas Propagandaschleuder geworden, auch ein alter Hut.

Die selbstlosen Hilfsorganisationen...
Frauen in Gaza haben gegenüber der Nachrichtenagentur Associated Press berichtet, dass einige einheimische Männer, darunter auch Personen, die mit Hilfsorganisationen in Verbindung stehen, die humanitäre Krise ausgenutzt haben, indem sie Nahrungsmittel, Geld oder Arbeitsplätze im Austausch für sexuelle Handlungen anboten.
Quelle: https://www.kurdistan24.net/en/story/866843


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30.04.2026 um 05:18
Zitat von vincentvincent schrieb:Dir ist so einiges unverständlich. Dafür bist du aber an vorderster Front wenn es um Urteile geht.
Cool. Es wird gegen personen gehetzt die dafür sorgen das lebensmittel direkt an die bevölkerung geht und diese nicht mehr gezwungen sind sie von der hamas zu kaufen. Also hamas anhänger welche gegen juden hetzen.


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30.04.2026 um 20:17
Antisemitismus scheint besonders an sogenannten Universitäten so richtig en vogue zu sein:

https://www.juedische-allgemeine.de/juedische-welt/so-weit-ist-es-also-gekommen/

Die Uni hatte sich ja schon antisemitisch aufgestellt, war aber offenbar ein paar Hamas Fanboys und Fangirls nicht extrem genug.

Man hatte sogar Frau Albanese eine Ehrendoktorwürde verliehen, wofür auch immer die war.

Und gegen die Besetzer geht man offenbar nicht vor.

Die Uni Gent sollte von allen EU Fördergeldern ausgeschlossen werden.

Universitäten sind Bildungseinrichtungen und sollten damit das exakte Gegenteil der Hamas sein.


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30.04.2026 um 22:17
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:Die Uni hatte sich ja schon antisemitisch aufgestellt, war aber offenbar ein paar Hamas Fanboys und Fangirls nicht extrem genug.
Zum Beispiel?
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:Universitäten sind Bildungseinrichtungen und sollten damit das exakte Gegenteil der Hamas sein.
Wo siehst du Überschneidungen?


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30.04.2026 um 22:20
https://www.vrt.be/vrtnws/de/2024/05/17/die-universitaet-gent-beendet-die-zusammenarbeit-mit-3-israelisc/
Bei der Prüfung der Themenbereiche wurde deutlich, dass 3 der Einrichtungen an der Produktion von Armeematerial beteiligt sind oder dass sie zu israelischen Behörden gehören.
Quelle: ebenda

Weil man sich nicht an einem genozidialen Krieg als Mittäter zumindest moralisch angreifbar machen möchte ist man nicht gleich Antisemit (Wort des Jahres).

Wenngleich die Besetzung einer Universität und auch gleichzeitig das Dulden der Besetzung natürlich absolut inakzeptabel sind.


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01.05.2026 um 00:00
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:Man hatte sogar Frau Albanese eine Ehrendoktorwürde verliehen, wofür auch immer die war.
Sie lügt halt durchweg und ist eine Gallionsfigur der faschistischen Antisemiten.


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01.05.2026 um 04:55
Zitat von RöhrichRöhrich schrieb:Was die Hamas in Gaza gemacht hat, wird hier fortgesetzt.

Mehr Antisemitismus geht kaum noch
Dazu passt auch, dass der niederländische Geheimdienst ...
Die Organisation verbreitet nach Erkenntnissen des AIVD Propaganda und sammelt Geld für die palästinensische Terrororganisation

28.04.2026 09:37 Uhr

Der niederländische Inlandsgeheimdienst AIVD hat nach eigenen Angaben ein Hamas-nahes Netzwerk in den Niederlanden identifiziert, das an der Organisation israelfeindlicher Demonstrationen beteiligt gewesen sein soll. Zudem gehe es um Propaganda, Lobbyarbeit und das Sammeln von Geld für die palästinensische Terrororganisation. Niederländische Medien berichteten, darunter die jüdische Publikation »Israelnieuws«.
Quelle: https://www.juedische-allgemeine.de/politik/geheimdienst-sieht-hamas-netzwerk-hinter-protesten-und-geldsammlung/

... ein Hamas Netzwerk aufgedeckt hat.

So ein Netzwerk ....
Antiimperialistische Strömungen

Besonders im Zusammenhang mit dem Gaza-Krieg seien verschiedene politische Gruppen zusammengekommen. Der Geheimdienst verweist auf Überschneidungen zwischen sogenannten »pro-palästinensischen« Aktivisten, islamistischen Kreisen, Klimaaktivisten sowie linksradikalen antiimperialistischen Strömungen.

Zusätzliche Brisanz erhält der Bericht durch ein laufendes Strafverfahren. Die niederländische Staatsanwaltschaft fordert demnach drei Jahre Haft sowie ein weiteres Jahr auf Bewährung gegen einen 58-jährigen Mann aus Leidschendam. Er soll zwischen 2010 und 2023 rund acht Millionen Euro an die Hamas überwiesen haben.

Besondere Aufmerksamkeit widmete der AIVD der Gruppe Samidoun Nederland. Der Geheimdienst sieht in der Organisation eine Plattform, über die unterschiedliche extremistische Milieus miteinander vernetzt werden. In Deutschland ist Samidoun bereits verboten.
Quelle: ebenda

... kann schon Einiges vernetzen ...


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06.05.2026 um 03:21
Scheinbar eine neue Normalität :ask:
Seit Hamas-Überfall starker Anstieg antisemitischer Vorfälle

Statistiken weisen seit dem Hamas-Überfall auf Israel auch in Deutschland einen starken Anstieg registrierter antisemitischer Vorfälle aus. Für 2024 erfasste der Bundesverband der Recherche- und Informationsstellen Antisemitismus Rias 8.627 solcher Fälle, 77 Prozent mehr als 2023. Davon wurden 5.857 Fälle als "israelbezogener Antisemitismus" eingestuft.
Quelle: https://www.zdfheute.de/panorama/antisemitismus-juedische-gemeinden-lage-zentralrat-israel-100.html

Drohungen, Hass, Sachbeschädigungen ...
Demnach berichtete bundesweit fast jede zweite jüdische Gemeinde (46 der 102) von antisemitischen Vorfällen in den vorangegangenen zwölf Monaten. Besonders häufig ging es laut Zentralrat um Beleidigungen, Drohanrufe, Hasskommentare, Sachbeschädigung und Schmierereien an Gebäuden.

Das anhaltende Unsicherheitsgefühl zeige sich bei vielen Juden in Deutschland durch den Verzicht auf das Tragen von jüdischen Symbolen wie der Kippa oder Ketten mit Davidstern. Auch verböten einige Eltern ihren Kindern, ihre jüdische Identität preiszugeben.
Quelle: https://www.tagesschau.de/inland/gesellschaft/antisemitismus-gemeinden-lagebild-100.html


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06.05.2026 um 03:39
Marko Martin hatte letztes Jahr manch Wichtiges dazu gesagt ... u. a. über Entlastungs-Projektionen und ..u. a. im Gespräch mit Christoph David Piorkowski ... leider hinter paywall ...

@Röhrich
@interrodings

Hier kurze Zusammenfassung ...
Als die FAS neulich eine Liste der wichtigsten deutschen Intellektuellen herausbrachte (unser Resümee) fehlte Marko Martin, obwohl er der einzige ist, der in jüngster Zeit mal richtig mit einem Repräsentanten aneinanderrasselte (Steinmeier nahm's nicht so sportlich). Seine argumentative Munition bezieht er von Camus, Giordano und immer wieder André Glucksmann, dessen letzte Bücher nicht mal mehr ins Deutsche übersetzt worden waren. An Glucksmann schätzt er gerade das Antisystematische, Konkrete seiner Vernunft, erklärt er in einem schönen und langen Gespräch mit Christoph David Piorkowski ...

Falsche Totalisierung entdeckt Martin in vielen aktuellen Diskursen, besonders aber beim modischen Genozidvorwurf gegenüber Israel. "Gerade in Deutschland geht es dabei häufig um eine entlastende Relativierung des Holocaust, nach dem Motto: Ihr macht inzwischen doch das gleiche, und so weiter. Aber auch in anderen Ländern vollzieht sich eine Auslagerung von Schuld. Frappierend zu beobachten, dass Menschen in Spanien, die sich selbst im intellektuellen studentischen Milieu kaum je mit ihrer eigenen Kolonialgeschichte auseinandergesetzt haben, dass Menschen in Italien, in denen die Kolonialverbrechen etwa des Abessinien-Krieges bis heute kaum thematisiert werden, dass all diese Zeitgenossen plötzlich derart darauf versessen sind, sich in Palästinensertücher zu gewanden und Israel des Völkermords zu bezichtigen. Mit diesen Entlastungsprojektionen schreiben sie ein neues Kapitel in der Geschichte der dämonisierenden Judenfeindschaft."
Quelle: https://www.perlentaucher.de/magazinrundschau/2025-10-07.html?highlight=entlastungsprojektion#a102043


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13.05.2026 um 07:20
Es ist erschreckend.
Zentralratspräsident Josef Schuster sprach von einer "neuen Normalität". Es sei "eine Lage, in der jüdische Gemeinden permanent geschützt werden müssen und der Antisemitismus als Teil des öffentlichen Raums eine Normalisierung erfahren hat", sagte er zu der Umfrage. Selbst wenn in Graffitis in Berlin zu Mord an Juden aufgerufen werde, folge keine Entrüstung. "Diese Zustände sind unhaltbar", sagte Schuster.
Quelle: https://www.tagesschau.de/inland/gesellschaft/antisemitismus-gemeinden-lagebild-100.html

Erschreckend auch, dass sich nur wenige Stimmen - wirklich - erschrecken.

Einer, der es tut, ist Bernd Rheinberg.
Die Progressiven und ihre antijüdische Doppelstrategie

Bernd Rheinberg 11. Mai 2026

Der Antisemitismus nimmt seit Jahren zu. Und er hat noch Verstärkung bekommen: den Antizionismus. Das ist kein Zufall, das ist Teil einer antijüdischen Kampagne. Aber diesmal kommen die Brandstifter von links, und sie gehen bedrohliche Allianzen ein.

Manchmal erzählen Politiker Märchen ...
Quelle: https://www.salonkolumnisten.com/die-progressiven-und-ihre-antijuedische-doppelstrategie/

Gut, was er da über den Antizionismus in der Doppelstrategie sagt.
Den Antizionismus gibt es spätestens seit der Gründung des Staates Israel, aber in jüngster Zeit ist er als die zweite Säule der antijüdischen Doppelstrategie in die Öffentlichkeit mittels akademischer Einlassungen und auf propalästinensischen Demonstrationen kampagnenmäßig ein- und ausgebaut worden. Er dient einerseits dazu, Antisemitismus, also den mehr oder minder offenen Hass auf Juden, zu verschleiern, und andererseits den Staat Israel zu delegitimieren bzw. seine Existenz abzulehnen. Das beginnt damit, dass man bei jeder Gelegenheit Israel bloß als „zionistische Entität“ bezeichnet und nicht als legitimen Staat.

Damit stellt man sich bewusst auf die Seite der islamistischen Hamas und ihrer Proxies (Stellvertreter) sowie des islamistischen Regimes im Iran: Beide lehnen Israel ab und wollen ein Palästina ohne Juden „from the river to the sea“. Große Unterstützung erhalten sie im Westen bei der postkolonialistischen und propalästinensischen Linken. Diese Zusammenarbeit wird immer offener betrieben und gelingt mittels antisemitischer Brückennarrative von Juden als Kolonisatoren, Kinder- und Völkermördern, als besonders gierige Vertreter des Raubtierkapitalismus, wobei alle Juden grundsätzlich für das Handeln der Netanjahu-Regierung in die Verantwortung genommen werden; es sei denn, es sind Juden, die die Völkermord-These an den Palästinensern unterstützen, das sind in den Augen der Antisemiten und Antizionisten – im Moment noch – die guten, weil nützlichen Juden ...

Das gibt dem Antizionismus gerade in letzter Zeit Schlagkraft: Israel wird per se zum Hyperunrechtsstaat erklärt, der nicht sein darf und der dem Weltfrieden und – das ist die nächste Brennstufe des Schwachsinns – sogar der Klimarettung im Wege steht. So ist ein Erlösungsantizionismus entstanden, oder besser gesagt: konstituiert worden, der als Weltanschauung die Köpfe einer ganzen jungen Generation vergiftet.
Quelle: ebenda

Stark und emphatisch dann am Schluss
Keine Menschenfeindlichkeit, kein Menschenhass, keine Passion der Einschüchterung und Ausmerzung ist heute gefährlicher als die der sogenannten „Progressiven“ gegen die Juden. Sie ermutigen damit auch den Judenhass der Neonazis und anderer rechter Antisemiten, die im Moment noch feixend am Spielfeldrand stehen und den linken und islamistischen Juden- und Israelhass wirken lassen ...
Quelle: ebenda

Ich fand das lesenswert, @interrodings , @xsaibotx


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13.05.2026 um 07:52
Es ist wenig überraschend, wenngleich natürlich traurig dass sich der Hass gegen friedlich lebende Juden/Israelis in Deutschland wendet.


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13.05.2026 um 08:11
@Fellatix
Ja, vor allem die völkermordlegende ist ja heutzutage ein fixes narrativ...

Vor allem stechen mir da die antikoloniale linke herrvor...

Als musikalische untermalung zur heutigen zeit:
Youtube: Alles.Scheiße - Solidarität mit Israel (Bierduschen Pop)
Alles.Scheiße - Solidarität mit Israel (Bierduschen Pop)
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Ist Antisemitismus wieder "in"?

13.05.2026 um 11:10
Zitat von FellatixFellatix schrieb:Ich fand das lesenswert
Joa, durchaus empfehlenswert.
Sollte sich jeder mal durchlesen, aber Antisemitismus ist gerade en Vogue in der Shishabar und im antiimp Trommelkreis.


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Ist Antisemitismus wieder "in"?

15.05.2026 um 20:20
Die Zahl antisemitischer Straftaten hat in Deutschland in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen. Markus Lanz hat mit seinen Gästen unter anderem über die Ursachen gesprochen. Ob sich in der deutschen Gesellschaft etwas verändert habe, wollte er von der Shoah-Überlebenden Eva Umlauf wissen. "Natürlich hat sich was verändert", erklärte die 83-Jährige. Antisemitismus habe es zwar schon immer gegeben, doch jetzt sei er "salonfähig" geworden, so Umlauf. "Jetzt darf man das sagen – und zwar laut!"

Gäste
Eva Umlauf, Shoah-Überlebende
Ruth-Anne Damm, Mitgründerin von Zweitzeugen e.V.
Oliver von Wrochem, Historiker

Am Donnerstagabend ging es nicht nur um Politik und Gesellschaft. Lanz nutzte die Gelegenheit auch für eine persönliche Frage an Umlauf. Ob sie jemals darüber nachgedacht habe, sich die Nummer, die ihr im KZ als Kleinkind tätowiert wurde, entfernen zu lassen, wollte er wissen. "Nein", erklärte die Überlebende. Zu der Zeit, als man durch das Tattoo aufgefallen sei, wäre eine nach einer Entfernung eine Narbe geblieben, erklärte die studierte Medizinerin. Eine narbenfreie Entfernung, wie sie heute möglich sei, komme für sie nicht in Frage. "Es ist inzwischen so, dass die Nummer zu mir gehört", erklärte Umlauf.
Ich hätte an Markus Lanz noch etwas zu ergänzen gehabt:

Scham hat inzwischen für immer die Seite gewechselt, auch hier!
Das ist meine Wahrnehmung.

Quelle: https://www.t-online.de/nachrichten/deutschland/gesellschaft/id_101255268/markus-lanz-holocaust-ueberlebende-warnt-im-zdf-vor-antisemitismus.html


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16.05.2026 um 01:10
@eckhart
Von welcher Seite? Von rechten deutschen, palästinänsern oder anderen? Würde mich sehr interessieren.


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16.05.2026 um 02:02
Zitat von interrodingsinterrodings schrieb:Ja, vor allem die völkermordlegende ist ja heutzutage ein fixes narrativ...
Ja ist ziemlich Abstrakt das wenn man 2 Millionen Menschen zusammen bombt das bei vielen Menschen nicht gut ankommt...


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Ist Antisemitismus wieder "in"?

16.05.2026 um 02:36
Zitat von interrodingsinterrodings schrieb:völkermordlegende
Legende? Ziemlich zynisch, wenn man bedenkt das die Un Kommission Israel einen Genozid vorwirft. Seit langem , das traurige, dass viele Israelis hinter dieser Politik stehen und das bei ihrer eigenen Geschichte😔


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Ist Antisemitismus wieder "in"?

16.05.2026 um 03:52
Zitat von rainloverainlove schrieb:Seit langem , das traurige, dass viele Israelis hinter dieser Politik stehen und das bei ihrer eigenen Geschichte😔
Woran denkst du?

Im Übrigen ...
Kommt in Deutschland die Rede auf Israel, fehlt kaum je die Formel „Wir dürfen nicht vergessen“. Das vorgebliche Erinnerungs-Narrativ, von Mal zu Mal routinierter heruntergespult, hat jedoch ein Pendant, das als Worthülse fast noch beliebter ist: „Gerade Israel muss jetzt ...“ In dieser Perspektive ist der einst von Deutschen ins Werk gesetzte Holocaust eine Art Benimm-Dich-Schule gewesen, die überlebende Juden dazu verpflichtet, mit den Palästinensern ... Offiziell wird dieser Satz nur selten zu Ende gesprochen, doch die Insinuation steht im Raum und wird seit Jahrzehnten von hiesigen Rechten und Linken unisono weitergeführt: Israel, so die beliebte These, ist als Besatzungsmacht moralisch auch nicht besser als unsere NS-Vorfahren.
Vor diesem Hintergrund überrascht es ...
... Israel braucht keine Nachhilfe.
Offenherzig geben viele junge Israelis zu Protokoll, wie angeödet sie sind vom korrupten Ministerpräsidenten Netanyahu und wie desaströs die fortgesetzte Besatzung des Westjordanlandes ist. Die freudige deutsche Überraschung, solche Stimmen zu hören, hat freilich etwas Unangemessenes. In der jüdischen Tradition, fortgeführt in der israelischen Gesellschaft, haben Widerspruchsgeist, angstfreie Debattenlust und Herrschaftskritik seit je eine feste Heimstatt.

Genau das macht die deutschen Mahnungen und Warnungen auch derart überflüssig: Das geographisch winzige Israel, bis auf den heutigen Tag existentiell bedroht und gleichzeitig als Besatzungsmacht in einer hoch-ambivalenten Situation, ringt und streitet seit Jahrzehnten mit sich selbst und braucht darin gewiss keine Nachhilfe, schon gar nicht aus Deutschland.

Das gilt auch für jene vermeintlich Ober-Coolen, die Tel Aviv inzwischen als Party-Ziel entdeckt haben. Am Strand, in den Clubs und Bars sieht und vor allem: hört man dann jene Hipster, die, eine Flashe Goldstar-Bier in der Hand, folgende Weisheit zum besten geben: „Okkupation ist grottig, aber Tel Aviv ist fun.“ Dass sie mit dieser Verkürzung gerade eines der langlebigsten Klischees der israelischen Ultrarechten bestätigen, ficht die großsprecherischen Zaungäste dabei nicht an.

Tatsächlich wird in manchen Hügel-Siedlungen im Westjordanland auf ähnlich manichäische Weise Tel Aviv ein Sonderstatus zugeschrieben: Dort lebten angeblich inmitten einer pazifistischen Spaßgesellschaft vor allem gottlos geschichtsvergessene Eskapisten. Dabei sind die offenherzigen Hedonisten von Tel Aviv alles andere als das, sondern ebenso selbstreflektierte wie wehrbereite junge Menschen. Gerade am Beispiel ihrer Existenz aber ließe sich lernen, die komplexe, konfliktuöse Demokratie Israels nicht länger mit den simplen Maßstäben des Kitschs oder des gärenden Ressentiments zu messen.
Quelle: https://www.deutschlandfunkkultur.de/70-jahre-israelkritik-aus-deutschland-israel-braucht-keine-100.html


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