@interrodings Darf ich irgendwas dazu sagen?
Jeder einigermaßen intelligente Mensch müsste eigentlich sofort verstehen das eine verallgemeinernde Meinung über Juden, Christen, Moslems usw, rein religiös oder auch auf ein Land bezogen, nicht richtig sein kann.
Das große Gift sind die sogenannten 'sozialen' Medien.
In diesen wird das kurze Denken kultiviert, weil es Reflexe und schnelle befriedigende Gefühle hervorruft.
Ein Bild wird kurz und psychologisch ansprechend vermarktet. Es erscheint simple aber es steckt weit mehr psychologische Manipulation dahinter als wir es in Albträumen erdenken könnten.
Letztens sagte mir jemand - ich hab's irgendwo glaube schonmal erwähnt-: du weißt ja was Hitler über die Juden sagte.
Nun, wie reagiert man darauf?
Was steckt denn dahinter? Oder von einer anderen Seite, was steckt denn nicht dahinter?
*Dahinter steckt keine Unterscheidung zwischen den verschiedenen jüdischen Glaubensrichtung, wobei Richtung vielleicht das falsche Wort ist.
Es ist ja die selbe Richtung, nur mit unterschiedlicher Strenge was die Gebote und Verbote angeht, sehr einfach - und vielleicht nicht ganz richtig ausgesrückt.
Aber da kenne ich mich nicht so gut aus.
Also das* allein unterschied der Gesprächspartner, mit dem ich oft gezwungen bin Zeit am selben Ort zu verbringen, schonmal nicht.
Wenn er das nicht tut, wird er wohl auch kaum darüber nachdenken, dass es wohl in jeder ~Richtung -(ultra)orthodox bis liberal-, individuelle Meinungen gibt und da nicht alle gleich denken.
Das wichtigste, er erkennt offenbar nicht an, dass es an erster Stelle Menschen sind sondern seine Wertung der jüdischen Abstimmung oder Religion steht vor dem Bild des Menschen. Das ist aber nur mein Eindruck; genau erörtern konnte ich es nicht.
Ich kam nicht dazu ihn mal zu fragen, ob er eigentlich mal eine längere Unterhaltung mit einem Juden führte, gläubig oder nicht. Das hätte mich mal interessiert. Ich habe nichts gegen den Typ, außer eben das ich seine Meinung nicht teile. An sich ist er gesellig und ich habe deshalb keine absolut feste Meinung über ihn. Ich kenne ihn zuwenig und möchte garkein absolutes Urteil über irgendwen haben. Aber der Satz war schon eine Nummer.
Ich würde wenn ich einigermaßen auf der Höhe meiner Konzentration bin, nie sagen, dass es überhaupt dumme Menschen gibt.
Dafür kann man Intelligenz viel zu viel zerkleinern und einteilen.
Und wer weis schon vollends war Intelligenz ist, oder gar Bewusstsein?
Da hat jeder was wo er stärker ist und etwas wo ihm die Kraft fehlt.
Dumm ist also bei der Beurteilung eines Menschen immer falsch, eben weil es diese eine Intelligenz nicht gibt, das vermute ich zumindest.
Trotzdem möchte ich den Begriff kurz benutzen um auf das Dilemma hinzuweisen, welches uns Menschen immer und immer wieder zu gesellschaftlichen Problemen führt und dem Wunsch an alten Werten festzuhalten.
'Es ist einfacher dumm zu sein als schlau'
Es ist einfacher zu glauben man hätte recht, anstatt es durch, psychologische, wissenschaftliche oder durch andere seriöse Studien mit sehr viel nie endender Arbeit als Wissen auf ein Fundament zu bauen.
Die Herabsetzung anderer Menschen kommt auch oft durch eine gewisse Unsicherheit von einem selbst. Undifferenziertes Verteidigungsverhalten, rein aus Selbsterhaltung, ganz ohne Absicht des Erkenntnisgewinnes.
Die Wirtschaft macht sich das zu nutze um Kaufkraft zu generieren durch hervorgerufene Leere und Ängste.
Der Druck durch Werbung, Nachrichten und genannten Medien ist so immens, das es einem großen Teil der Gesellschaftsmitglieder garnicht möglich ist da herauszufinden.
Der Gruppenzwang und der Wille 'dazugehören' sollte hier nicht als Manipulationsmittel unterschätzt werden.
Findige Unternehmer machen sich das zu Nutze um ihre Waren zu präsentieren oder Videoersteller im Internet um Klicks und somit Geld zu generieren.
Was ich damit sagen wollte ist, dass leider der Mensch die Schwäche hat sich mit anderen gemein machen zu wollen, und sich zuoft für diesen Zweck einer eher sehr einfachen Meinung anschließt.
Leider ist darin wieder was blödes zu erkennen.
Je einfacher eine Meinung ist, umso schneller werden das viele annehmen können.
Was heißt das?
Man könnte vielleicht sagen dürfen, dass der Mensch von Natur aus einfach zur größten Gruppe gehören möchte, nur um nicht zu den Schwächen zu gehören.
Und in Verbindung damit, dass allgemeine oberflächliche, verallgemeinernde Sichtweisen sehr einfach zu übernehmen sind, kann man vermuten, dass der Mensch von Natur aus wenn es geht und Vorteile bringt, nichts dagegen hat dumm zu sein; vorallem wenn er sich in der Position bei der größten Gruppe einer Gesellschaft wiederfindet die sich intern gegenseitig darin stärkt nicht dumm sondern im Recht zu sein, was dann, wenn man schon mal die stärkste Gruppe ist, auch zu Gewalt und Kriegen führen kann.
Bildung und dauerhafter Frieden, gepaart mit einem Mindestmaß an weltweitem Wohlstand und persönlicher Freiheit, könnte dem ganzen in Zukunft wohl positiv gegenüberstehen.