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Ein Meer voll Plastik - Der Riesenmüllstrudel

242 Beiträge, Schlüsselwörter: Umwelt, Müll, Umweltschutz, Müllberg

Ein Meer voll Plastik - Der Riesenmüllstrudel

17.02.2015 um 23:10
Heute war ein größerer Text in der FR zu finden:
Vor allem 20 Länder sind für 80% des Plastikmülls verantwortlich.
Der größte Plastikstrudel befindet sich im Nordpazifik und ist so groß wie Frankreich und Belgien zusammen.
"Die kleinen Partikel gelangen laut Untersuchungen über Plankton, Schalen- und Weichtiere sowie Fische in die Nahrungskette – bis zum Menschen."
Guten Appetit

http://www.fr-online.de/wirtschaft/muell-expedition-ins-muell-meer,1472780,29878832.html


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Ein Meer voll Plastik - Der Riesenmüllstrudel

16.03.2015 um 22:48
https://www.youtube.com/watch?v=6W5wEAbp9o8


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Darkmagican
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Ein Meer voll Plastik - Der Riesenmüllstrudel

06.03.2016 um 13:11
Mal eine Interessante frage: Durch diesen "Müllkontinent" Kann es doch auch sein das neue Lebensformen entstehen, durch dieses Unnatürlich entstandene Terrain. oder liege ich da Falsch?


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Warhead
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Ein Meer voll Plastik - Der Riesenmüllstrudel

06.03.2016 um 16:09
@Darkmagican
Nicht unbedingt neue Lebensformen,aber das Leben neigt dazu jede Nische vollzustopfen die es findet.
Deshalb sind auch die Müllstrudel von Fischen,Krebstierchen,Schnecken,Muscheln und Algen die sich angepasst haben bewohnt


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Darkmagican
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Ein Meer voll Plastik - Der Riesenmüllstrudel

06.03.2016 um 17:07
@Warhead
Ein Paradies für Mutationen würde ich sagen. Da werden ja wohl auch einige Unsachgemäß ins mehr geschmissene Chemikalienpackungen dabei sein. und durch die vielen verschiedenen Stoffe die in dem Ganzen Müll vorhanden sind Werden Wohl dort Ganz neuartige... nennen wir es mal "Biotope" entstehen.


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Darkmagican
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Ein Meer voll Plastik - Der Riesenmüllstrudel

08.03.2016 um 20:42
Zitat Wikipedia:
Darüber hinaus provozieren schwimmende wie auch am Meeresgrund lagernde Plastikteile den Ansatz sessiler Tiere oder derer Larven, zum Beispiel Seepocken,Entenmuscheln, Hydrozoen und Pflanzen wie (Algen oder Tange) (vergleiche Riffball); so können sie Ausgangspunkte von künstlichen Biotopen werden.
Es ist zwar schrecklich das soviel Müll im Meer schwimmt, aber vielleicht Entsteht Daraus ja etwas Neues, Wie Dort steht könnten ja Komplett neue, Künstliche Biotope entstehen. Ein Ausgangspunkt für Neue Tier, Und Pflanzenarten.


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Ein Meer voll Plastik - Der Riesenmüllstrudel

12.04.2016 um 18:44
Das, was man sieht, ist häufig das kleinste Problem. Das, was man nicht sieht, ist das größere aber da muss man nichts machen, da man es nicht sieht.

Und bei dem, was man dann doch noch sieht kann man es einfach ausblenden, um es dann doch nicht mehr zu sehen.


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Warhead
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Ein Meer voll Plastik - Der Riesenmüllstrudel

12.04.2016 um 18:55
@Darkmagican
Toll gedacht...mal sehen zu was du mutierst wenn du jede Menge Nanopartikel aus Plastik aufnimmst die ohne weiteres die Blut-Hirnschranke psssieren.
Vielleicht mutierst du ja zu einem denkenden Wesen,am Ende gar zu einem Superdenker.
Das wärs doch...finde den Fehler


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Darkmagican
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Ein Meer voll Plastik - Der Riesenmüllstrudel

12.04.2016 um 19:04
@Warhead
Naja vielleicht verhärtet es ja auch die Haut, oder sowas. Aber ich werde zu einem intelligenten wesen? Undenkbar :P


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Ein Meer voll Plastik - Der Riesenmüllstrudel

06.10.2016 um 16:37
Also ich habe hier einmal einen riesigen Beitrag zu diesem Thema geschrieben, es gibt aber so viel zu diesem Thema zu schreiben, dass man darüber ganze Vorträge halten könnte!

Hier zeige ich einmal, dass im Meer nicht nur alles Friede, Freude, Eierkuchen ist, es schwimmen auch schon gigantische Inseln von Plastikmüll im Meer herum! Rund 8 Millionen Tonnen Plastik gelangen jedes Jahr ins Meer schätzen Experten, diese Menge würde ausreichen um 34 mal den Stadtteil von New Yorks Manhatten knöcheltief im Müll versinken zu lassen, pro Meter Küstenlinie ist dies pro Jahr eine Menge von 15 Abfall-Säcken. Werden keine Gegenmassnahmen getroffen, könnte sich die Menge bis im Jahre 2025 könnte sich die Menge noch verzehnfachen, warnen Experten vom Magazin Science!

Auf den Weltmeeren haben sich 5 riesige Plastik-Strudel gebildet, der grösste von ihnen schwimmt im Nordpazifik, er hat sogar bereits einen eigenen Namen erhalten haben, the great-pazifik-plastic-garbage-patch


Er soll laut einigen europäischen Experten schon so gross wie Belgien und Frankreich zusammen sein.
Andere Angaben gehen von der doppelten Grösse Texas aus, einige Wissenschaftlerin der Oregon State University kommen zu dem Schluss, dass sich die höchsten bisher veröffentlichten Werte hochgerechnet zu einer geschlossenen Fläche addieren würden, die nur einem Prozent der Größe von Texas entspräche, wobei die Bilder der Nasa ja mit einem anderen Bild für sich sprechen. Und einige europäische Wissenschaftler, vergleichen ihn ungefähr mit der Grösse von Mitteleuropa oder bzw. mit der Fläche Westeuropas.
(Ein Einheimischer von Kalifornien, erzählte meinen Eltern:, so gross wie die gesamte Usa, wobei ich dies für ein Gerücht halte!)

Niemand weiss die genaue Grösse des Strudels, da man von den unterschiedlichsten Grössen-Angaben dafür zu hören bekommt!



Hier einmal die Nasa-Aufnahmen der Abfälle im Meer:
Plastikmuell auf dem Meer


"Laut deutschem Umweltbundesamt befanden sich 2013 100 bis 150 Millionen Tonnen Abfälle in den Meeren, 60 % davon aus Plastik. 70 % des Abfalls sänken auf den Meeresboden, 15 % schwämmen an der Wasseroberfläche und 15 % würden an Strände gespült."

"Eine Studie unter der Leitung des Spanish National Research Council (CSIC) hat, basierend auf einer mehrmonatigen Expedition (2010/2011) und Probenentnahmen an über 300 Orten der Weltmeere berechnet, dass 88 % der weltweiten Meeresoberflächen mit Mikroplastik verschmutzt sind."



Nur 20 Länder sind laut der Studie für rund 83 Prozent des unsachgemäß behandelten Plastikmülls verantwortlich. Am größten ist das Problem demnach in Schwellen- und Entwicklungsländern. China steht an der Spitze, gefolgt von Indonesien, den Philippinen, Vietnam und Sri Lanka. Als einziges Industrieland finden sich die USA unter den „Top 20“, nämlich auf Platz 20. Rechnet man alle Küstenländer der EU zusammen, kämen diese zusammen auf Rang 18.
Der Müll wird von unabgedeckten Mülldeponien ins Meer gewindet oder von Flüssen oder vom Regen ins Meer geschwemmt, einige werfen ihren Müll auch unaufmerksam direkt ins Meer.


Kalifornien und Mauretanien sind schon so weit gegangen, Plastiktüten ganz zu verbieten!
Das Problem ist auch, dass sich Plastikmüll mit der Zeit langsam zersetzt und somit zu Milliarden kleinen Partikeln zerfällt, dem sogenannten Mikro-Plastik, diese Mikro-Plastik-Partikel gelangen sehr schnell in die Nahrungs-Kette und überall hinein, zbsp. werden sie von Krilltieren, anstatt Plankton als Futter aufgenommen, diese wiederum werden in den Krilltieren von Bartenwalen aufgenommen , Meeresschildkröten und Delfine verfangen sich in den herum schwimmenden Plastik-Abfällen oder auch in Geisternetzen und müssen! deshalb qualvoll ersticken! Vögel wie vorallem Albatrosse, Sturmvögel oder Seehunde und Robben, nehmen vorallem kleinere Plastikteile wie vorallem Pettplastik-Deckel anstatt Nahrung zu sich, ihre Mägen werden mit Plastik verstopft und sie können deswegen keine essbare Nahrung zu sich nehmen und verhungern allmählich, ihre jährlichen Populations-Verluste gehen in die Millionen!
Bei Muscheln lösen sie Entzündungen des Muschelfleisches aus, einigen Meerestieren wie etwa See-Asseln machen sie auch gar nichts aus, die Folgen bei Menschen sind noch weitgehend unerforscht! Wir sitzen also auf einem riesigen Bergen von Kunststoffen und haben nicht die leiseste Ahnung, was die Folgen für die Umwelt davon sind?!


Hier die Abfallstrudel in den verschiedenen Ozeanen, darunter auch Schwemmholz, Styropor und andere Kunststoffe die in die Meere gelangt sind:
weltweite Strudel von Plastikmuell



Aber es ist erschreckend, wie schnell dieser Mikro-Plastik überall hingelangt, so wurden Spuren von ihm bereits im Meersalz und in Honig nachgewiesen. So wie auch schon in diversen Süssgewässern, wie etwa dem Gardasee, hier konnten Forscher eine Konzentration von 100 Mikro-Partikel in einem Quadratmeter Wasser entdecken. Wir sitzen also auf einem gigantischen Haufen Plastik und sind doch total ahnungslos von den Folgen die das auf unsere Umwelt hat!


Nebst all dem gibt es aber auch einen jungen niederländischen Studenten: Boyan Slat, der 20 jährige der Umwelt-Architektur studiert hat, hat bereits aus eigener Initiative ein Filter-System entwickelt, das im Stande ist, Plastikmüll aus den Ozeanen zu fischen. Dazu hat er schwimmende Filtersysteme, die man Schiffen anhängen kann und die mithilfe der Meeres-Strömung Plastik einfangen und mit denen man diesen Plastikmüll aus den Ozeanen fischen kann! Mithilfe von schwimmenden Solar-Inseln wird die Energie dafür eingesammelt! Um Unterstützung für diese Idee zu bekommen, hat er diese Idee zuerst an über 100 technische Firmen geschickt, die zuerst alle ablehnten!

Der Wert des herum schwimmenden Plastiks der in den Weltmeeren treibt, wird auf etwa 50 Millairden Dollar geschätzt. Experten meinen, dass gegen die zunehmende Plastikflut, nur eine Reduktion von Produktion an Kunststoff hilft, so wie Recyclings-Anlagen für Kunststoffen in Entwicklungsländer einzuführen. Aller Plastik wieder aus dem Meer zu fischen sei eine Wunsch-Vorstellung und es ist gar nicht möglich: Millionen von kleinen Plastikteilchen aus dem Meer zu fischen, ohne dabei den Ökosystemen zu schaden.


https://reset.org/knowledge/plastic-ocean-plastikinseln-im-meer
Wikipedia: Plastikmüll_in_den_Ozeanen


Diese Fakten schockieren mich in der Tat zutiefst! Und ich dachte...dass ich mich bereits mit vielen schockierenden Tatsachen befasst habe! Ich muss darüber nachdenken, was "für eine wahnsinnige Spezies" Homo Sapiens, Sapiens in Wirklichkeit ist! Und die Weisheit der Cree-Indianer wirklich zutreffend ist?

"Erst wenn der letzte Baum gefällt ist,
der letzte Fluss vergiftet,
der letzte Fisch gefangen,
werdet ihr feststellen, dass man Geld nicht essen kann!"


Und ob wir von diesem Tage nicht mehr all-zuweit entfernt sind?


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Ein Meer voll Plastik - Der Riesenmüllstrudel

06.10.2016 um 16:47
Aber: Würden Tausende Anlagen nach der Vorlage von Boyan Slat gebaut, so könnten innerhalb von 10 Jahren, ein Zehntel des bis jetzt frei gesetzten Abfälle aus den Weltmeeren gefischt werden. Nichtmiteinberechnet, die neu dazugekommenen Abfälle! Davon betroffen sind aber nur auf der Oberfläche treibende Abfälle, nicht aber so der Müll der Bereits auf den Meeres-Boden gesunkenen Abfälle, die müssen in mühsamster Kleinstarbeit von Hand oder Roboter wieder zusammen gesammelt werden!


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Ein Meer voll Plastik - Der Riesenmüllstrudel

06.10.2016 um 18:31
whiteIfrit schrieb:Nebst all dem gibt es aber auch einen jungen niederländischen Studenten: Boyan Slat, der 20 jährige der Umwelt-Architektur studiert hat, hat bereits aus eigener Initiative ein Filter-System entwickelt, das im Stande ist, Plastikmüll aus den Ozeanen zu fischen. Dazu hat er schwimmende Filtersysteme, die man Schiffen anhängen kann und die mithilfe der Meeres-Strömung Plastik einfangen und mit denen man diesen Plastikmüll aus den Ozeanen fischen kann! Mithilfe von schwimmenden Solar-Inseln wird die Energie dafür eingesammelt! Um Unterstützung für diese Idee zu bekommen, hat er diese Idee zuerst an über 100 technische Firmen geschickt, die zuerst alle ablehnten!
Falls du von dem "The Ocean Cleanup" redest:
Man hängt hier keine Filtersysteme an Schiffe an, sondern will 100km passiv schwimmende Barrieren mitten im Meer aufstellen, die dann durch ein Filtersystem Plastikpartikel aus dem Ozean fischen.
Die hinter dieser Idee haben 2014 eine Machbarkeitsstudie durchgeführt und im Sommer ein 100m Segment zu Testzwecken in der Nordsee betrieben.
die Machbarkeitsstudie wurde kritisch unter die Lupe genommen, und viele Vorbehalte wurden schlicht ignoriert.
hier ist die Technische Beurteilung zu der Machbarkeitsstudie: http://www.deepseanews.com/2014/07/the-ocean-cleanup-part-2-technical-review-of-the-feasibility-study/
hier sind die hauptkritikspunkte aus dem Artikel:
Spoiler
- The pilot study of plastic pollution upon which the array design is based was inadequate to obtain a depth profile of ocean plastic.

- The preliminary testing and analysis of a prototype boom is incomplete and does not “validate the capture and concentration potential of a floating barrier with a skirt depth of 3 m” (p. 29).

- The modeling studies severely underestimate potential loads and tensions on the moored array and boom. Therefore, they are insufficient to properly design a mooring concept and estimate potential costs.

- No workable solution for biofouling is suggested.

- Since the authors had access to ORCAFLEX, a professional software package to design offshore marine structures, a full-scale mooring array could have been modeled to estimate loads and tensions on the moored array, but was not.

- Structural deformation of the array and loss of functionality by ocean currents are not addressed.

- The final boom presented in Section 3.6 is significantly different from the designs modeled in Section 3.3, 3.4 and 3.5. Collection efficiency calculations are likely inaccurate in light of the radical redesign.

- It is unlikely that it will take only one ship to assemble and deploy what could potentially be the largest offshore structure ever designed as estimated in the feasibility study.

- There are several very difficult design hurdles for the processing plant that need to be overcome.

- Many of the taxa discussed in Chapter 6 (Environmental Impacts) do not actually inhabit the North Pacific Subtropical Gyre. No serious attempt is made to assess effects on the taxa most likely to be impacted.

- The legal chapter is inadequate, especially when dealing with potential bycatch of highly migratory species, which the chapter itself deems “highly likely.”

- Inconsistent numbers/statements are used between sections.
[/spoiler]
grob übersetzt:
Spoiler
- Die Kunsstiffsverschmutzungs-pilotstudie auf die das Design basiert war für ein Tiefenprofil des Ozeanplastiks unzureichend.

- Die Vorversuche mit dem Prototypen (die 100m Barriere in der Nordsee) sind unvollständig und bestätigen auch nicht das (in der Machbarkeiststudie beschriebene) Erfassungs und Konzentrationsvermögen einer Barriere mit "skirt depth" (vermutlich wirt hier die Tiefe der Filterschürzen oder so ähnlich gemeint) von 3m

- die Modellierungsstudie unterschätzt die tatsächlichen Lasten die auf die Barriere einwirken werden stark und eigen sich daher nicht um ein Verankerungskonzept richtig zu gestalten und die Kosten abzuschätzen.

- keine Lösung für biofouling (biofouling/fouling ist das unerwünschte Ansideln von Organismen an technischen Oberflächen, also z.B. wenn ein Schiffsrumpf von Schneckenhäusern, krebspanzern usw. besetzt wird, was das gewicht und den Wasserwiederstand nicht unerheblich erhöhen kann, und teilweise zu bis zu 30% höheren Treibstoffverbrauch führt, die Oberfläche beschädigen kann, usw. im Falle der Filterbarrieren kann es wohl zu einer blockierung der Filterfläche kommen)

- die Studienautoren hatten zugang zu einem professionellen Softwarepaket, mit dem man das ganze Projekt gut hätte modellieren und damit die zu erwartenden Lasten und Spannungen besser abschätzen zu können. Haben dies aber unterlassen.

- Verformungen und Funktionsverlust durch die Meeresströmungen werden ignoriert

- das End-Designs ist nicht Konsistenz mit den Designs aus vorhergegangenen Abschnitten, was vermutlich zu einer Ungenauichkeit bei der Wirkungsgradberechnung führt

- Es ist sehr unwahrscheinlich, dass man, wie in der Studie beschrieben, nur ein Schiff benötigen wird um die vermutlich größte Offshor-Konstruktion aller zeiten zu installieren

- Mehrere sehr schwirige Hürden im Design sind noch nicht überwunden

- Viele im Kapitel Umweltauswirkungen beschriebenen Tierarten kommen überhaupt nicht im Nordpazifik vor, es wurde kein ernsthafter versuch genommen die Auswirkungen auf die vermutlich am meisten betroffenen Arten zu untersuchen.

- Die Rechtsabsicherung ist unzureichend, vor allem wenn es um Beifang geht

- Inkonsistente Zahlen / Anweisungen zwischen den Kapiteln


hier noch einen theguardian Artikel über das Project: https://www.theguardian.com/environment/2016/mar/26/ocean-cleanup-project-environment-pollution-boyan-slat
Es sieht jedenfalls so aus, als wäre es sehr unwahrscheinlich das dass Ganze so wie beschrieben funktionieren wird,


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Ein Meer voll Plastik - Der Riesenmüllstrudel

06.10.2016 um 20:25
@nahtern

Naja jedenfalls ist es sehr viel besser etwas dagegen versuchen zu unternehmen, als gar nichts dagegen zu tun!
Wäre es denn eine Möglichkeit, dass grosse Fisch-Industrien in Zukunft, anstatt Fische zu fangen, auf Plastikjagd gehen?
Und ihre riesigen Schleppnetze anstatt um Fische zu fangen, um Plastik aus dem Meer zu fischen, benutzen?
Weil: Geht dies im gleichen Ausmasse wie heute bis 2050 weiter, wird befürchtet, dass bis dahin, das Gewicht von Plastik, das Gewicht der lebenden Fischen darin übersteigt! Und wenn die noch weiter fischen wie heute, sorgen sie dafür, dass es letzten Endes, gar keine Fische mehr darin gibt!
Weil: Wenn man Plastik heraus fischen würde, könnte man mit dem, anstatt mit Fischen doch bestimmt auch ein Business eröffnen!
Weil, immerhin soll ja der gesamte Plastik der so in den Weltmeeren herum schwimmt, einen Gesamtwert von 50 Milliarden Dollar haben!
Und: In Zukunft werden Tausende oder sogar Millionen von Kassierer und Chauffeuren und evt. auch Logistiker auf der ganzen Welt ihren Job verlieren, da zunehmends alles automatisiert wird! Also müsste man die zu Plastik-Recyclern umgestalten! Angenommen wenn man in Zukunft überall Plastiksäcke verbieten würde, müssten dafür Ersätze für Einkaufstüten erschaffen werden, wie etwa Mehrfachs-Einkaufs-Säcke die man mehrmals benutzen kann, oder evt. auch Schuhsohlen für Turnschuhe usw.


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Ein Meer voll Plastik - Der Riesenmüllstrudel

17.05.2017 um 07:43
... auch ne interessante Meldung:

https://www.welt.de/vermischtes/article164619315/Auf-einer-abgelegenen-Insel-machten-Forscher-eine-traurige-Entdeckung.h...
Die Henderson-Insel liegt im Pazifik. Sie ist Unesco-Weltnaturerbe. Als Forscher einer Universität das unbewohnte, extrem abgelegene Eiland betraten, trauten sie aber ihren Augen nicht.
So viel Plastik an einem Ort ... diese Fotos? irgendwie stellt man sich eine abgelegene Insel dann doch etwas anders vor? Was machen die Zahnbürsten da? Und das Spielzeug?
Insgesamt zählten, bzw. schätzten die Wissenschaftler laut dem britischen „Guardian“ , auf der Insel 38 Millionen (teils nur noch Sandkorn-große) Müll-Partikel gesichtet zu haben, rund 98 Prozent davon wiederum waren aus Plastik.
Ja, bewohnte Müllstrudel, mancher Müll ist wie gemacht für den Einsiedler-Krebs, aber so prickelnd finde ich das auch nicht ...
.... Ein Tier lebte gar in einem Plastik-Puppenkopf.

„Das Plastik ist alt, brüchig, es hat scharfe Kanten, es ist giftig“, sagte die Meeres-Forscherin Jennifer Lavers von der Universität Tasmanien dem Blatt. „Es ist tragisch zu sehen, dass diese wunderschönen Tiere in unserem Müll leben.“


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Ein Meer voll Plastik - Der Riesenmüllstrudel

17.05.2017 um 11:13
Ein Pfandsystem auf Plastik wurde in der Öffentlichkeit schon ins Gespräch gebracht ...

Vielleicht kann man es ja erreichen, dass man 5-10 Cent (je nach Größe) auf den Kaufpreis eines Plastik-Gegenstandes draufschlägt und man dieses wieder zurückbekommt, wenn man diesen Gegenstand in Plastik-Sammelstellen abgibt. 
Das ist natürlich dann alles komplizierter als bei Flaschen, weil es Plastik-Gegenstände in vielen verschiedenen Formen und Größen gibt.

Außerdem müsste man das im globalen Rahmen machen, sodass es sich z.B. auch für Müllsucher in Afrika lohnen würde; damit würde Einiges von dem Zeug nicht im Meer landen ...

Was man dann mit dem Plastik-Müll macht, ist eine andere Frage ... Ob man daraus wieder erdölähnliche Rohstoffe, Schmierstoffe oder Kleidung aus Kunstfasern herstellt. Es wäre auf jeden Fall eine große Herausforderung, aber auch ein neuer Industriezweig mit guten wirtschaftlichen Aussichten ...


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Ein Meer voll Plastik - Der Riesenmüllstrudel

17.05.2017 um 13:43
Dieses Projekt soll dieses Jahr noch starten.
https://motherboard.vice.com/de/article/upgrade-folge-eins--ocean-clean-up-kid


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Warhead
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Ein Meer voll Plastik - Der Riesenmüllstrudel

17.05.2017 um 22:26
@waterfalletje3
Da haben sie ja was vor sich...
Henderson Island ist Weltkulturerbe
Henderson WAS??
Henderson gehört zur Pitcairngruppe,Südpazifik,da wo die Christians wohnen,die Nachfahren jener legendären Meuterer von der Bounty,nächste Grosstadt ist Mangareva,fünfhundert Kilometer weiter westlich.
Henderson ist unbewohnt,traumhafte Strände mit einer atemberaubenden Tier und Pflanzenwelt,sowie der gigantischsten Menge Plastikmüll die eines Menschen Auge sichtbar wurde,Henderson ist das Auge des Südpazifischen Müllstrudels.

http://m.spiegel.de/wissenschaft/natur/a-1147863.html



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aero
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Ein Meer voll Plastik - Der Riesenmüllstrudel

17.05.2017 um 23:25
So wurden die befürchtungen der 70er jahre, als alle zurecht damals im denken des neu aufkommenden ökologischen zeitgeistes angst vor einer öltankerkatastrophe hatten, indirekt wahr, wenn man bedenkt aus welchem rohstoff plastik gewonnen wird.

Und obwohl ich zu dem niederländischen projekt auch kritische stimmen hörte, die davon sprachen das mikroorganismen die an der wasseroberfläche treiben dadurch gefährdet sein könnten das sie mit dem plastikmüll miteingesammelt werden, habe ich doch die große hoffnung das dies den weltweiten plasitkmüll in den weltmeeren zumindest eindämmen könnte.


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Ein Meer voll Plastik - Der Riesenmüllstrudel

18.05.2017 um 05:02
aero schrieb: ...wenn man bedenkt aus welchem rohstoff plastik gewonnen wird.
Kartoffelstärke?
Erdöl ist nicht unersetzlich ;)
oh, btw ...
nur ~7% des Erdöls wird in Kunststoff umgewandelt
etwa 75 % werden verbrannt

-----

zu Henderson Island hab ich ne ganz blöde Frage:
wie lange hat es gedauert die 38 Millionen Plastikkörnchen zu "sichten"?
Kann ich davon ausgehen das es sich um eine Hochrechnung handelt?
...
bitte sagt nein, ich will die Vorstellung wie tausende Leute mit Lupen den Strand absuchen einfach nicht aufgeben :D
Spoiler


---
Warhead schrieb:...sowie der gigantischsten Menge Plastikmüll die eines Menschen Auge sichtbar wurde...
streng genommen ist nicht die Menge an Müll der Rekord - sondern die Zusammensetzung des Mülls
Gigantische 99,8% des Mülls auf Hendersen besteht aus Plastik
+0,2% Holz (unbelegte Vermutung meinerseits)

allerdings ist das nicht allzu verwunderlich
Metall & Keramik geht einfach zu schnell unter, und wird deshalb kaum angespült ;)

(hier sollte man vielleicht anmerken, das der Artikel auf Welt.de andere Zahlen nennt als der Artikel vom Guardian von dem sie abgeschrieben haben ...)

---
Dogmatix schrieb:So viel Plastik an einem Ort ... diese Fotos? irgendwie stellt man sich eine abgelegene Insel dann doch etwas anders vor? Was machen die Zahnbürsten da? Und das Spielzeug?
Tja, das ist die Ironie an der Sache
auf unbewohnten Inseln gibt es niemanden der den Dreck regelmäßig wegräumt
...
na ja, außer der Flut
...

---
whiteIfrit schrieb am 06.10.2016:...Und ihre riesigen Schleppnetze anstatt um Fische zu fangen, um Plastik aus dem Meer zu fischen, benutzen?
Die Boote vielleicht - nach der Umrüstung
die Netze - auf keinen Fall

der Großteil des Plastikmülls ist sehr klein, und würde durch die Maschen flutschen

tatsächlich kann man mit einem Schiff durch unsere liebe kleine Plastikfarm hindurchfahren - ohne auch nur ein einziges Kunststoffteil zu sehen

...

Anekdote am Rande:
"Im Zuge des weltweiten Anstiegs der Netzfischerei verschmutzen abgerissene Netze mit bis zu 10 % der gesamten Müllmenge die Meere und Ozeane. In Chile werden sie in Folge von Recyclingprojekten zu Kunststoffgranulat und später zu Skateboards und Sonnenbrillen verarbeitet."
Wikipedia: Fischernetz

---
whiteIfrit schrieb am 06.10.2016:Weil, immerhin soll ja der gesamte Plastik der so in den Weltmeeren herum schwimmt, einen Gesamtwert von 50 Milliarden Dollar haben!
15% sind an der Meeresoberfläche
15% werden am Strand angespült
70% liegen auf dem Grund des Meeres

Also 7,5 Milliarden $ liegen am Strand
und 7,5 Milliarden $ bilden unsere lieben Inseln

welche sind einfacher und billiger zu ernten?

und nicht zu vergessen
4,2 Milliarden liegen auf dem Meeresgrund in weniger als 200m Tiefe
und die restlichen 30,8 Milliarden liegen auf dem Grund der Tiefsee  (200m - 11.034m)

Viel Spaß

------
whiteIfrit schrieb am 06.10.2016:Und: In Zukunft werden Tausende oder sogar Millionen von Kassierer und Chauffeuren und evt. auch Logistiker auf der ganzen Welt ihren Job verlieren, da zunehmends alles automatisiert wird! Also müsste man die zu Plastik-Recyclern umgestalten!
Funktioniert genau so lange bis der erste vollautomatische Plastik-Recycler erfunden wird
Dann brauchst du nur ein paar Servicetechniker ...
Ne, für die Beschönigung der Arbeitslosenstatistik ist der Plan leider ungeeignet
whiteIfrit schrieb am 06.10.2016:Angenommen wenn man in Zukunft überall Plastiksäcke verbieten würde, müssten dafür Ersätze für Einkaufstüten erschaffen werden, wie etwa Mehrfachs-Einkaufs-Säcke die man mehrmals benutzen kann, oder evt. auch Schuhsohlen für Turnschuhe usw
Ja
ich weiß nur nicht worauf du mit der Aussage rauswillst
...
außer es gehört noch zu den Arbeitslosen
in dem Fall - Nein


---
whiteIfrit schrieb am 06.10.2016:nicht aber so der Müll der Bereits auf den Meeres-Boden gesunkenen Abfälle, die müssen in mühsamster Kleinstarbeit von Hand oder Roboter wieder zusammen gesammelt werden!
ein Roboter der Plastikteile von der Größe eines Sandkorns händisch einsammelt?

auf dem gesamten Meeresboden ?!?!?!?!?!?!?

wir hatten vorhin 38 Millionen auf ner kleinen Insel im Nirgendwo

nope - da frag ich lieber das FSM ob es nicht vielleicht so nett sein könnte allen Plastikmüll in Fleischbällchen zu verwandeln
da sind die Erfolgsaussichten einfach höher :D

---

.......

ok, ich schreib jetzt schon ewig an dem einen Post
sagt mir einfach morgen ... ähm ... später heute, was ich noch vergessen hab
aber nicht vergessen ;)


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Warhead
ehemaliges Mitglied

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Ein Meer voll Plastik - Der Riesenmüllstrudel

18.05.2017 um 08:16
@xovi
Die haben mehrere Abschnitte genommen,dann haben sie nicht sonderlich tief gebuddelt,alles was in einer Tiefe unter zehn Zentimeter liegt wird natürlich ignoriert,alle Teile die kleiner sind als 3mm werden ebenfalls beinhart ignoriert,dann wird gezählt und  Hochgerechnet,spätestens wenn man mit dem langen Text am Ende angelangt ist,kackt das Smart ab und man kann von vorne anfangen.
Das meiste Plastik aber wird zerschreddert zu Nanoteilchengrösse.
Dann wird es aufgenommen,von Plankton,Algen,Tang,Krebsen,Muscheln,Korallen,Fischen und am Ende Menschen.
Man hat inzwischen dokumentiert das die Nanoplasteteilchen die Blut-Hirnschranke queren,man findet sie aber auch in Blutgefässen,in der Haut und Haaren.
Ozeanographen haben durch den Plastikmüll viel neues über Meeresströmungen herausfinden können...vor Zwanzig Jahren gingen mal von einem Frachter ein paar Container voller gelber Quietscheentchen über Bord...die Entchen haben mittlerweile Kultstatus und sind Legende geworden....

http://www.fluter.de/treibgut-gross-im-kommen

Wikipedia: Friendly_Floatees


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