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Direkte oder repräsentative Demokratie?

Direkte oder repräsentative Demokratie?

31.08.2011 um 20:46
@Muschi
Es würde schon viel bringen wenn ein Politiker nur entsprechend seiner bildungstechnischen Qualifikation/Spezifizierung eingesetzt werden darf. Querdenkertum mag zwar manchmal nett sein, aber z.b. Rechtsanwälte haben meiner Meinung nach in einem total ausbildungsfremden Ministerposten nichts verloren (Es ist sowieso fraglich ob man Minister braucht oder diese besser gleich durch gewählte Expertenräte ersetzt). Soziologische und demographische Fakten werden oft zugunsten von populistischen "Marketingkampagnen" komplett ignoriert. Beim Wahlkampf wird sich mehr an den Strategien der Marktwirtschaft orientiert, als an vernunftbedingten Argumentationen. Politik verkommt somit eindeutig zum scheinbaren Konsumgut. Es werden Bedürfnisse (Ängste) befriedigt und ganz neue Bedürfnisse (Ängste) geschaffen die dann auch gleich wieder mit den passenden Massnahmen bedient werden können. Regierungen scheinen die Bevölkerung mittlerweile für so abgestumpft zu halten, dass sogar keine Rechtfertigung mehr nötig zu sein scheint und Entscheidungen einem als "Alternativlos" verkauft werden.

Es wäre also sinnvoll direkt demokratische Entscheidungen erstmal über den regionalen Weg einzuführen um das nötige Interesse überhaupt erstmal zu wecken. Ansonten könnte das ganze nach hinten los gehen.


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Direkte oder repräsentative Demokratie?

01.09.2011 um 18:54
collectivist schrieb:Würde man die Bürger vorher fragen, ob sie mit staatlichen Bankenrettungspaketen einverstanden sind, dann würde die Antwort lauten; NEIN!
Also würden Konzerne mitsamt ihren Anlegern untergehen. Das wäre dann sogar echter Kapitalismus. Dort haftet nämlich niemand für das Geschäftsversagen eines anderen.
Und was hat das nun mit der generellen Beeinflussbarkeit der Masse zu tun? Schau in die Geschichte: Napoleon und Hitler sind da Paradebeispiele, wie die Massen zu beeinflussen sind. Ich habe garnichts gegen direkte Demokratie einzuwenden, doch muss man sie mit Parlamenten kombinieren. Basisdemokratie funktioniert vielleicht in der Familie, in Fußballvereinen oder Schulklassen einwandfrei, in den riesigen Dimensionen eines Staates sollte sie aber nur als ein Teil der Demokratie fungieren, da sie alleine eben auch anfällig für Manipulationen ist.
Muschi schrieb:Jeder kann ein Programm erarbeiten und zur Wahl stellen.
Wie ich schon andeutete: das würde höchstwahrscheinlich dazu führen, dass sich Personen mit gleichen politischen Ansichten zusammentun - und dann ist der Schritt zur Partei nurnoch ein kleiner. Parteien haben durchaus ein Existenzrecht und ich bin froh, dass es sie gibt, sind sie für die politische Meinungsbildung doch durchaus zu gebrauchen, auch wenn man vorsichtig sein muss.
Ilian schrieb:
Was, wenn spontan vom Programm abgewichen werden muss?


Abstimmung.
Ich bin der Auffassung, dass eine "schnelle Eingreiftruppe" im Sinne einer Regierung durchaus bestehen sollte, um Situationen, die einer schnellen Lösung bedürfen (beispielsweise Libyen), rechtzeitig gerecht zu werden. Abstimmungen brauchen einen immensen Zeitraum, um zustande zu kommen. Zudem kann man vom einfachen Bürger leider nicht eben mal verlangen, sich innerhalb von fünf Minuten ein umfassendes Bild von der Sachlage zu machen. Das Internet bietet zwar neue Möglichkeiten, doch ist bei Plebisziten eine gewisse Vorlaufzeit mit öffentlicher Diskussion meiner Meinung nach unbedingt notwendig.
collectivist schrieb:Und außerdem, welcher intellektuelle Mensch ließt die BILD? Ich sehe hauptsächlich Arbeiter, die die BILD Titten bewundern.
Du schreibst ja selbst von den Arbeitern. Die dürfen ja auch abstimmen. Und ich glaube, sie sind den "Intellektuellen" zahlenmäßig sogar überlegen. ;)


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collectivist
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01.09.2011 um 19:35
@Ilian
Naja, ich denke nicht, dass Medien die Gedanken der Menschen derart manipulieren können. Wenn dem so wäre, dann gäbe es nicht so viele verschiedene Meinungen! Es gibt zu jeder Gesinnung die passende Quelle.
Außerdem achte ich sehr auf die Inhalte der jeweiligen Artikel, seien es die der Zeit, der TAZ.... ich lese die Artikel immer kritisch, aber gut, das muss erst noch gelernt sein


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Airwave
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01.09.2011 um 23:50
weder
Die direkte Demokratie
noch
Die repräsentative Demokratie
oder
Keine Demokratie, sondern Authoritarismus oder Totalitarismus


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occitania
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01.09.2011 um 23:57
Als Übergangslösung funktionierte Demokratie ganz gut. Lasßt uns was besseres draus machen.


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02.09.2011 um 00:03
@occitania
In ner Anarchie könnte man die direkte Demokratie praktizieren. Es gibt (noch) nix besseres als Basisdemokratie, was Regierungsformen angeht. So hat jeder die Möglichkeit, aktiv seine Meinung kundtun zu können und politische Angelegenheiten persönlich abstimmen zu können. Basisdemokratie und Anarchie sind sich näher als du denkst ;)


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Airwave
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02.09.2011 um 01:44
collectivist schrieb:In ner Anarchie könnte man die direkte Demokratie praktizieren.
?woot?

in ner "Herrschaftslosigkeit" könnte man die direkte Demo-"Herschaft" praktizieren?

!wtf!


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collectivist
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02.09.2011 um 01:45
@Airwave
Alles andere wäre sonst Anomie! Irgendwie müssen sich die Massen ja einigen, sonst könnte man gleich ne totalitäre Diktatur errichten


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Airwave
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02.09.2011 um 01:47
@collectivist
wie auch immer das macht deine Falschaussage dennoch nicht richtiger.


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collectivist
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02.09.2011 um 01:49
@Airwave
Du versteht nicht! Ohne Demokratie gäbe es keine Ordnung. In einer direkten Demokratie braucht man auch keine nationalen Regierungen mehr, genau das wollen Anarchisten, keinen Staat. Anarchie wäre sehr föderal, aber theoretisch schließt Anarchie eine direkte Demokratie nicht aus.


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Airwave
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02.09.2011 um 01:54
Nochmal kurz zum Mitschneiden:
Anarchie=Herrschaftslosigkeit
="Keiner herrscht"
Basisdemokratie ungleich Gemeinherrschaft (auch wenn ich jetzt einfach das falsche Synonym so nehme, wie es aller Wahrscheinlichkeit nach gemeint sein soll)
= "Alle herrschen"

Der Kreis ist rund und in der Unnendlickeit werden zwei unendlich verschiedene Sachen sich vereinen?!

Wie auch immer, ich werde dann mal abdampfen und lass zum Schluss da:
Youtube: Sie sollen aber Denken! - Ausschnitt aus dem Film Feuerzangenbowle


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collectivist
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02.09.2011 um 01:58
Airwave schrieb:Anarchie=Herrschaftslosigkeit =keiner herrscht"
So gesehen, hast du natürlich Recht, aber das funktioniert nicht, ohne das Chaos dabei entsteht!
Ich stelle mir die Anarchie gewissermaßen so vor:
Es gibt keinen Staat, aber viele Gruppierungen und Fraktionen. Innerhalb dieser Gruppen kann durchaus direkte Demokratie herrschen. Anarchie impliziert verschiedene Gesinnungen und Lager, die sich unter anderem auch bekämpfen würden. Die Gruppen wären entweder kollektivistisch oder chaotisch, anomistisch und plündernd, sprich Wertelos


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collectivist
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02.09.2011 um 02:07
Aber du weisst ja natürlich alles besser und diffamierst andere mit provokanten Youtube Filmchen. Naja, Arrogant bist du schon irgendwie! Wäre besser, wenn du mal ein Stück weiter denkst, denn diese Art von Herrschaftslosigkeit wäre nix anderes als Mord und Totschlag!
Also, praktisch unmöglich!!


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Joe.Hill
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02.09.2011 um 09:23
@collectivist

Es gibt auch noch den Anarchosyndikalismus (CNT, Spanien) hier in Deutschland von der FAU (Freie Arbeiter Union) vertreten.

Ich bin eher ein Freund der IWW (Industrial Workers of the World ) eine Syndikalistische /Unionistische Gewerkschaft


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collectivist
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02.09.2011 um 09:25
@Joe.Hill
Gut, dass du jetzt da bist! Du bist doch ein Anarchie-Experte, vielleicht kannst du mir genauer sagen, ob Anarchie mit direkter Demokratie kompatibel ist? Ich denke, siehe...
collectivist schrieb:Es gibt keinen Staat, aber viele Gruppierungen und Fraktionen. Innerhalb dieser Gruppen kann durchaus direkte Demokratie herrschen.


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Joe.Hill
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02.09.2011 um 09:43
@collectivist
Naja ein "Experte" bin ich nicht.
collectivist schrieb:Es gibt keinen Staat, aber viele Gruppierungen und Fraktionen. Innerhalb dieser Gruppen kann durchaus direkte Demokratie herrschen.
Könnte man durchaus so sagen.

Es gibts viele bezeichnungen und Begriffe (Rätekommunisten,Syndikalisten, Anarchisten, Anarchosyndikalisten , Kollektivisten usw.)


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Airwave
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02.09.2011 um 10:13
Schon erschreckend die Behauptung immer noch lesen zu müssen, dass in einer Anarchie die komplett Herrschaftslos sein soll, es Demokratien oder andere Formen der Kratur geben soll.

Hier sieht der geneigte Betrachter orwellsche Neusprecher in Reinkultur.


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Joe.Hill
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02.09.2011 um 10:24
Wenn hier viele das Wort Anarchie hören, dann Assoziieren viele das gleich mit Punks, Chaos und Gewalt.

Dabei meint man nur das Es keine Führer und Feste Hierarchien geben soll, aber eben nicht, dass jeder machen kann, was er will.

Da ist der (politische) Anarchismus strikt dagegen.


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Airwave
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02.09.2011 um 10:41
Joe.Hill schrieb:Wenn hier viele das Wort Anarchie hören, dann Assoziieren viele das gleich mit Punks, Chaos und Gewalt.
Dabei meint man nur das Es keine Führer und Feste Hierarchien geben soll, aber eben nicht, dass jeder machen kann, was er will.

Da ist der (politische) Anarchismus strikt dagegen.
Anarchie ist wie jede Herrschaftsform amoralisch. Was die Menschen machen ist abhängig von den Bedürfnissen jedes Einzelnen, dass hat aber rein gar nichts mit euerem orwellschen Neusprech zu tun, was eindeutig eine Hirarchie und damit Herrschaft in der Anarchie unterstellt, die es defakto aber nicht geben kann, weil es sonst eben keine Anarchie mehr wäre.


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Joe.Hill
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02.09.2011 um 10:49
@Airwave
http://www.anarchismus.de/allgemeines/definition.htm


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