ApexOne schrieb am 07.02.2026:Danke für den Link - mittlerweile halte ich alle Parteien (ausnahmslos) für dämlich...und ja, ich hatte beim Ampeldesaster FDP gewählt.
Es ist an sich unerheblich was eine FDP zu einer AfD oder ihr Programm schreibt (umgelehrt auch), die FDP hat regiert und versagt, die AfD hat nicht regiert..daher ist es höchstens Lektüre zur Belustigung.
Das sehe ich etwas anders.
Ich sehe das eher wie Daniel Sturm, Leiter des Tagesspiegel-Hauptstadbüros, in einem Kommentar von gestern.
Liberale in der Krise: Deutschland braucht die FDP
Die FDP erlebt ein Debakel nach dem anderen, fliegt aus dem Bundestag und aus Landtagen. Das ist bedauerlich, denn es braucht die Liberalen – als Korrektiv und Brückenbauer zwischen den Lagern.
Klar kann man die Fehler der FDP kritisieren, aber man sollte vielleicht auch historisch denken, meint er.
Doch es ist ein Jammer, dass die Liberalen zusehends aus den Parlamenten verschwinden. Deutschland stünde heute ohne die FDP schlechter da. Es war die FDP, die als Koalitionspartner den Etatismus von Union und SPD immer wieder eingehegt hat.
Quelle:
https://www.tagesspiegel.de/politik/liberale-in-der-krise-deutschland-braucht-die-fdp-15392754.htmlEs ist ein Problem, dass viele der jungen Erstwähler, die 2021 mehrheitlich Grün und FDP wählten (22 und 23 Prozent), danach abwanderten, in Richtung Linke und AfD. Wenn es die Grünen braucht, um sie vielleicht noch mal zurückzuholen, dann braucht es auch die FDP. Sie jetzt schon zu verabschieden, wäre - zumindest historisch - dann doch etwas kurzsichtig.
(Ja, ich weiß auch, dass der stärkste Wählerzustrom zur AfD von ehemaligen SPD Wählern kam, auch bei den 2 letzten LTW. In BaWü gewann die AfD sogar ein Direktmandat, wo? Im ehemals tiefroten Mannheim Nord
SpoilerMeinung: "Das Direktmandat der AfD in Mannheim ist kein Denkzettel"
Bernhard Pepperl hat es geschafft: Er hat für die AfD im Mannheimer Norden das Direktmandat geholt. Das einzige in Baden-Württemberg. Mehr als nur Protest, findet SWR Redakteur Patrick Figaj.
Quelle: https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/mannheim/afd-direktmandat-mannheimer-norden-meinung-landtagswahl-2026-100.html
. Aber ich bezog mich da auf die Bundestags-Wahl 21.)
Dazugesagt sei auch noch, und ich sags auch weil der Mist hier immer wieder wiederholt wird, und das wird besonders klar, wenn man sich mal die Schriften ihres sogenannten "Vordenker" anschaut, dass die AfD mit liberal oder Liberalismus nichts, aber auch rein gar nichts zu tun hat.
Siehe dazu auch Mark Leonard, Direktor des ECFR (European Council on Foreign Relations), über die Neue Rechte, ist freilich etwas länger:
https://ecfr.eu/publication/the-new-right-anatomy-of-a-global-political-revolution/Er zitiert da z. B. auch Benedikt Kaiser, einer dieser "Vordenker", der für Robert Teske (AfD im Bundestag) arbeitet, der sich auf den marxistischen Denker Antonio Gramsci bezieht und fleißig Lenin liest, der aber auch Jean Raspail ins Deutsche übersetzt.
Jean Raspail (* 5. Juli 1925 in Chemillé-sur-Dême, Département Indre-et-Loire; † 13. Juni 2020 in Paris) war ein französischer Reisender und ein vom Katholizismus und Royalismus geprägter Schriftsteller. Sein erfolgreichstes Werk, Das Heerlager der Heiligen von 1973, gilt als „Kultbuch der Neuen Rechten“.[1]
Quelle:
Wikipedia: Jean RaspailSummarisch dazu, Mark Leonard:
Nonetheless, as this essay will show, there is significant family resemblance between these different movements. They look to each other for inspiration and they all broadly conform to the four-pillar formula I have described. Most importantly, they share a common enemy: liberalism.
Quelle:
https://ecfr.eu/publication/the-new-right-anatomy-of-a-global-political-revolution/Da zu sagen, die AfD hatte noch nicht die Chance, in der Regierung zu versagen, na ja, ich gehöre nicht zu den Schreiern, weißt du ja, aber das erscheint mir schon auch etwas blauäugig.