Tussinelda
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Quelle: Spiegel OnlineTussinelda schrieb:Cumberland - Im US-Bundesstaat Kentucky hat ein fünfjähriger Junge seine zweijährige Schwester erschossen, während die Mutter mit dem Hausputz beschäftigt war. Das Sheriffsbüro von Cumberland und der Gerichtsmediziner Gary White bestätigten am Mittwoch den Vorfall.
Der Junge spielte am Dienstag im Bezirk Cumberland, einer ländlichen Gegend, mit einer Waffe des Typs Crickett. Laut der Webseite "kentucky.com" hatte er die Waffe der Marke "My First Rifle" ("Mein erstes Gewehr") vor einem Jahr geschenkt bekommen. Die Mutter sagte, sie habe gerade das Haus geputzt. Als der Schuss fiel, sei sie auf der Veranda gewesen. Als sie von dem Mündungsfeuer erschreckt wurde und "zurücklief, fand sie das kleine Mädchen", sagte der Gerichtsmediziner White.
Das Mädchen wurde ins Krankenhaus gebracht, konnte aber nur noch für tot erklärt werden. Die Eltern bewahrten die Waffe des Jungen in einer Ecke des Wohnzimmers auf. Es sei ihnen nicht aufgefallen, dass sich noch eine Kugel darin befand. "Es ist ein kleines Gewehr für Kinder, der kleine Junge war daran gewöhnt, mit dem Gewehr zu schießen", sagte der Gerichtsmediziner. Der Hersteller wirbt für das Gewehr mit einer lustigen Grille mit Flinte und dem Spruch: "Qualitätswaffen für Amerikas Jugend".
cte/AFP/dpa
Warum dürfen in den USA schon Kinder mit anscheinend scharfen Waffen hantieren?@liberta @Tripane it´s your turn :)
Wie seht ihr das? Liege ich in meiner Einstellung so verkehrt?
Müssen amerikanische Eltern also besser aufgeklärt werden, oder wie kann man solche Tragödien verhindern? Warum existiert in dieser Gesellschaft so eine Akzeptanz, den Kindern schon Waffen zuzustecken? Das hat doch nichts mehr mit dem Freiheitsgefühl und der am. Verfassung in dem Sinne mehr zu tun...
Genauso wie du den "Neoliberalismus" der USA ablehnst, lehnen diese mehrheitlich die von dir bevorzugte Gesellschaftsform ab, und sehen auch dies als ein Argument für das Recht auf Waffenbesitz an, was ich durchaus befürworte. Insofern gefallen mir die USA tatsächlich recht gut. Ich würde jedoch versuchen, die Präferenzen so zu setzen, dass zumindest die Kinder dort einen gesetzlichen "Mindestschutz" (auch vor Schußwaffen) genießen. Das sollte ja die Verteidigungsbereitschaft der Gesellschaft vor sozialistischer "Unterwanderung" nicht nennenswert schmälern.kofi schrieb:@liberta @Tripane it´s your turn :)
Fragen, die euch an den Leib geschneidert sind. Ist diese Gesellschaft echt die wünschenswerte Gesellschaft, die eure Vorstellung so widerspiegelt?
Ich glaube verstehen tun tatsächlich nur die Verursacher solcher Gesellschaften, was sie genau bezwecken. Man kann froh sein, dass es gegen (Neo)liberale Ideen, Vorstellungen und Vorkämpfer immernoch Widerstand und hoffentlich immer Widerstand geben wird. In den USA gibt es wohl eine Gegenströmung, aber die ist wohl leider zu schwach, um erfolgreich zu sein. Vielleicht können sich die Amerikaner irgendwann aus dem Würgegriff dieser durchgeknallten neoliberalen Ideologen und vor allem der seelenlosen Kapitalisten erledigen, um ihre Gesellschaft mal wieder gerade zurücken.
Für die USA scheint es aber sehr akzeptabel zu sein, und dass wir an deren Verhältnissen schon recht nahe dran wären, dafür sehe ich kaum Indizien.GlobalEye schrieb:Gerade in den USA sehen wir als bestes Beispiel wie unakzeptabel die ganze Handhabe ist.
Aber da kommen wir auch immer mehr hin, hier in Deutschland läuft ja auch schon das ganze Gesindel mit ner Waffe rum.
Wobei: Nur weil die Mehrheit dies befürwortet heißt es nicht das es gut ist.Tripane schrieb:Genauso wie du den "Neoliberalismus" der USA ablehnst, lehnen diese mehrheitlich die von dir bevorzugte Gesellschaftsform ab
:ask:Tripane schrieb:Das sollte ja die Verteidigungsbereitschaft der Gesellschaft vor sozialistischer "Unterwanderung" nicht nennenswert schmälern.
Doch, ich denke, das heißt es. Zumindest solange, bis man sich auf eine Instanz geeinigt hat,brucelee schrieb:Wobei: Nur weil die Mehrheit dies befürwortet heißt es nicht das es gut ist.
Also "Waffengesetz" impliziert ja einen staatlichen Eingriff bzw. eine Beschneidung von Tätigkeitsoptionen für das einzelne Individuum. "Jeder ist seines eigenes Glückes Schmied" in Kombination mit der amerikanischen Hingabe zu Gott. "Gott bestraft die, die es verdient haben und belohnt die, die hart arbeiten, fleißig und diszipliniert sind usw." Der Staat darf sich möglichst weder in Angelegenheiten des Individuums einmischen noch Gott zuvorkommen wollen.brucelee schrieb:ABER: Unter was darf man ''Neoliberalismus'' im Thread-Kontext verstehen ?
Es ist ein Glücksfall für alle Menschen, denen Freiheit und Selbstverantwortung viel bedeuten. Es ist ein Lebensgefühl das weitaus mehr Menschen anspricht als nur "Kapitalisten" und Unternehmer.kofi schrieb:Und als Kapitalist, als Unternehmer, ist dieses "neoliberale Verständnis" von Gesellschaft oder Gesellschaftsordung ohnehin ein Glücksfall.
Tja, so denke ich halt nicht, erstens: Nur weil mehr Leute eine Dummheit glauben wird sie nicht besser und zweitens:Tripane schrieb:Doch, ich denke, das heißt es.
Der Spaß fing schon in den 80ern an, als man die Meinungen ''Wer unten geblieben ist hat es einfach nicht geschafft'', ''jegliche Staatliche Regulierung ist Sozialismus'', ''Privatisierung bringt in jeder hinsicht der Bevölkerung etwas'', ''langfristig kommt der Reichtum von Oben auch nach Unten'' Salonfähig gemacht hat.Tripane schrieb: die "eines Tages" vorliegen
Ja, das ist ein Teufelskreis. Sämtliche staatliche Hindernisse werden seit dem eingerissen.kofi schrieb:Und als Kapitalist, als Unternehmer, ist dieses "neoliberale Verständnis" von Gesellschaft oder Gesellschaftsordung ohnehin ein Glücksfall.
Das zeigen sicherlich die Umsatzzahlen amerikanischer Unternehmen, die mit Schusswaffen handeln. Unsicherheit, Kriminalität und Angst belebt das Geschäft, also wird kaum ein Unternehmer auf Sozialpolitik scharf sein oder Eingriff in irgendwelche "Bürgerrechte" oder Änderung in Richtung sozialorientierteren Verhältnisse. Da sie ihre Milliarden an amerikanische Parteien spenden...Lobbyismus und seine schlechten Ausprägungen...
Politik ist halt schwieriger als man allgemein glaubt. Und vor allem halt schmutzig. Politik ist nichts anderes eigentlich als ein Betrieb wie in jeder Firma, wo sich eben Menschen treffen.brucelee schrieb:Wer Geld hat, macht Meinung. Wer Geld hat, hat Einfluss. So kannst du ja kaum eine Gegenmeinung bilden, es sei den du hast Geld hinter dir.