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Euer Verhältnis zum Kommunismus

5.071 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Kommunismus, Sozialismus, Gesellschaftsform ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Euer Verhältnis zum Kommunismus

08.04.2021 um 05:10
Zitat von PaxitoPaxito schrieb:Kurz: eine soziale Utopie. Und genau das kann eben der Kommunismus sein
"soziale Utopie" klingt gut - egal wie es dann am Ende genannt wird :)
Zitat von PaxitoPaxito schrieb:Was wäre denn da eure Alternative?
Menschen, welche vom Kapitalismus generell nur Vorteile haben, werden nicht über Alternativen nachdenken wollen oder jegliche vorgebrachten Alternativen ablehnen, weil diese ja ihren Status verändern würden.
Kann ich sogar verstehen, ich mag auch keine Veränderungen wenn mir ein Zustand gefällt.


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Euer Verhältnis zum Kommunismus

08.04.2021 um 05:15
Zitat von OptimistOptimist schrieb:Kann ich sogar verstehen, ich mag auch keine Veränderungen wenn mir ein Zustand gefällt.
Mag sein, ich bin tatsächlich ein Mensch der sich schnell langweilt und es nicht mag wenn egal welcher Zustand zu lange anhält. Ob es daran liegt? Man weiß es nicht.


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Euer Verhältnis zum Kommunismus

08.04.2021 um 07:50
Zitat von PaxitoPaxito schrieb:ich bin tatsächlich ein Mensch der sich schnell langweilt und es nicht mag wenn egal welcher Zustand zu lange anhält
Das kann ich nun wiederum nicht nachvollziehen, weshalb jemand einen schönen Zustand nicht beibehalten mag. Ich meine, wenn alles bleibt wie es ist, kann man sich ja dennoch mit allen möglichen Dingen beschäftigen und unterhalten :) (ich habe z.B. nie Langeweile).
Zitat von PaxitoPaxito schrieb:Ob es daran liegt?
ich denke, auf alle Fälle.
Wäre nun interessant, wieviel Prozent der Menschen sozusagen konservativ eingestellt sind und wieviele das Gegenteil.
Im Grunde müsste man es vielleicht an den Wahlergebnissen ablesen können?

Aber nehmen wir mal an, die Konservativen wären in der Mehrheit, dann bräuchte man sich nicht wundern, wenn die Mehrheit gegen den Kommunismus wäre, obwohl es diesen noch nie wirklich gab :)


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Euer Verhältnis zum Kommunismus

08.04.2021 um 08:36
Zitat von frivolfrivol schrieb:Komischerweise ist der Kommunismus untergegangen und die Welt dreht sich fröhlich weiter
Wie weiter vorn schon dargelegt wurde, hat es noch nie und nirgendwo jemals "Kommunismus" gegeben. Kann also auch nicht "untergegangen" sein.
Du und etliche Andere bist derart vernagelt und in einem Tunnel gefangen, das das wohl nicht mehr durchdringt... Deswegen erübrigt sich auch weitere Diskussion.


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Euer Verhältnis zum Kommunismus

08.04.2021 um 08:40
Zitat von Belzeebub123Belzeebub123 schrieb:Wer heute noch im Westen mit dem Kommunismus liebäugelt, sollte ab nach Nordkorea oder Venezuela.
Auch hier wieder ein bestechendes Beispiel für die jahrzehntelange Gehirnwäsche. Danke!


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Euer Verhältnis zum Kommunismus

08.04.2021 um 08:53
Zitat von PaxitoPaxito schrieb:Nö immer noch nicht. Hier im Thread ist zumindest in den letzten Seiten keiner, der revolutionäre Gedanken hegt und das jetzige System mittels Umsturz in den Kommunismus überführen will.
Darum ging es hierbei noch nicht. Es ging darum, dass Kommunismus ein System wäre wo die Hartlinken die absolute Dominanz auszuüben hätten und die absolute Macht zu haben hätten. Oder glaubst all jene die keinen Kommunismus wollen würden in einem kommunistischem System regieren, womöglich sogar Rechtspopulisten oder Neoliberalen? :D
Zitat von PaxitoPaxito schrieb:Und genau das kann eben der Kommunismus sein.
Das ist ja so realistisch wie eine heidnische Theokratie einführen zu wollen. Und zudem für die allermeisten Bürger sowieso nicht wünschenswert und für die Verfassung offenbar auch nicht. (Ja, rein theoretisch kann man drüber diskutieren ob die Verfassung dementsprechend geändert werden sollte und Recht auf Eigentum und Besitz aus der Verfassung rausgenommen wird/werden sollte)
Und das mit guten Gründen.


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Euer Verhältnis zum Kommunismus

08.04.2021 um 08:58
Zitat von OptimistOptimist schrieb:Wäre nun interessant, wieviel Prozent der Menschen sozusagen konservativ eingestellt sind und wieviele das Gegenteil.
Konservatismus ist eigentlich eine völlig normale und weit verbreitete, angeborene Eigenschaft. Zumindest ab einem gewissen Alter.
Das sieht man doch schon daran, das es erst "krachen" muß, ehe die meisten aufwachen, aber vorher alle glauben, es wird schon nicht so schlimm werden. Seit etlichen Jahren wird vor solchen Pandemien gewarnt, aber darauf sich vorbereitet hat sich niemand. Stattdessen werden die Warner als "Apokalytiker" beschimpft. Hauptsache, es kommt niemand daher und zerstört die schöne Hängematte, in der man sich eingerichtet hat.


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Euer Verhältnis zum Kommunismus

08.04.2021 um 09:31
Zitat von PaxitoPaxito schrieb:Kurz: eine soziale Utopie. Und genau das kann eben der Kommunismus sein. Was wäre denn da eure Alternative?
Und wieder der zirkelschluss.. Was ist der Kommunismus? Das was nach der Marktwirtschaft kommt...aha..


Etwas was nicht existiert und ausformuliert ist kann ja erstmal schwerlich etwas als alternative verkaufen.


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Euer Verhältnis zum Kommunismus

08.04.2021 um 09:36
Zitat von FedaykinFedaykin schrieb:Etwas was nicht existiert und ausformuliert ist kann ja erstmal schwerlich etwas als alternative verkaufen.
Auf zwei Sachen müsstest du dich dann schon mal vorbereiten :D

1. Auf die Enteignung deines Privateigentums und Teilen dessen mit anderen.

2. Auf die Gehaltsgleichschaltung. Der Arzt oder Polizist bspw. würde so viel verdienen wie ein Kloputzer.

Von anderen angeblich guten Folgen des Kommunismus ganz zu schweigen.


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Euer Verhältnis zum Kommunismus

08.04.2021 um 09:42
Zitat von Vomü62Vomü62 schrieb:Seit etlichen Jahren wird vor solchen Pandemien gewarnt, aber darauf sich vorbereitet hat sich niemand. Stattdessen werden die Warner als "Apokalytiker" beschimpft. Hauptsache, es kommt niemand daher und zerstört die schöne Hängematte, in der man sich eingerichtet hat.
Nee, apokalyptiker und Leute mit realistischen Szenarien sind dann doch zweierlei..

Nun ja vorbereiten... Sicher... Man kann Pläne machen...konkreter wird natürlich schwieriger wenn man noch nicht weiß welche Art Erreger umgeht.
Zitat von Anti_VenomAnti_Venom schrieb:1. Auf die Enteignung deines Privateigentums und Teilen dessen mit anderen
Aber andere sagen es wäre ja eh ne uberflusdgesellschaft..
Zitat von Anti_VenomAnti_Venom schrieb:2. Auf die Gehaltsgleichschaltung. Der Arzt oder Polizist bspw. würde so viel verdienen wie ein Kloputzer.
Es soll ja gar kein Geld mehr geben..

Je nach dem wen man hier fragt was kommunisnus sein soll..


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Euer Verhältnis zum Kommunismus

08.04.2021 um 09:45
Zitat von FedaykinFedaykin schrieb:Aber andere sagen es wäre ja eh ne uberflusdgesellschaft..
Was soll denn das sein? ^^
Zitat von FedaykinFedaykin schrieb:Es soll ja gar kein Geld mehr geben..

Je nach dem wen man hier fragt was kommunisnus sein soll..
Also noch eine Stufe realitätsferner :D


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Euer Verhältnis zum Kommunismus

08.04.2021 um 09:48
Zitat von Anti_VenomAnti_Venom schrieb:Was soll denn das sein? ^^
Schlecht getippt 😂 Überflussgesellschaft
Zitat von Anti_VenomAnti_Venom schrieb:Also noch eine Stufe realitätsferner
Also so 50 Jahre mindestens


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Euer Verhältnis zum Kommunismus

08.04.2021 um 12:21
Zitat von frivolfrivol schrieb:Aber was leisteten die Feudalherren damals für die Gesellschaft oder was leisten heute die großen Firmeneigentümer?
Die Aufgabe der Feudalherren war der Schutz ihrer Territorien, das Aufrechterhalten von Recht und Ordnung (oder was man damals darunter verstand) mit interner Rechtsprechung und Gerichtsbarkeit, Schutz vor Raubrittern und Räuberbanden und auch Schutz vor dem gierigen Nachbarn, der das Land gern überfallen und ausbeuten wollte. Zu Feudalzeiten herrschten ständig Territorial- und Nachbarschaftskriege. Das galt damals als selbstverständliches "Recht" des Adels, der sich selber für uperchristlich hielt, aus reiner Gier und Habsucht Kriege zu führen und die eigenen Untertanen dafür auszupressen.
Heute wird in der Wirtschaft immer noch Krieg geführt, aber nicht mehr mit Rittern, Bögen oder Lanzen, sondern mit Zöllen, Dumpinglöhnen (den Gegner in den Produktionskosten unterbieten und so aus dem Markt drängen), Auslagerung in Billiglohnländer oder just-in-time-Lieferungen.
Zitat von OptimistOptimist schrieb:also was Genossenschaften betrifft, da wurden zu DDR-Zeiten welche gegründet -> Wohnungsbaugenossenschaften und die existieren jetzt immer noch und schreiben schwarze Zahlen. Diese sind schon mal nicht unterlegen ;)
Genossenschaften in Wohnungsbauunternehmen oder Banken (die Volks- und Raiffeisenbanken!) gibt es im Kapitalismus genauso, aber auch die werden nicht von unten, von den ganzen Genossen her, gelenkt, sondern haben ein leitendes Management das die Entscheidungen trifft und in den Rechenschaftsberichten ihre Aktivitäten offenlegt, dann können die Genossen sich melden, wenn ihnen was nicht paßt.
Daß im Voraus Umfragen unter den 10.000 oder 50.000 Genossen stattfinden, wie eine Entscheidung ausfallen soll, wäre mir nicht bekannt, das wäre viel zu viel Aufwand und Zeitverlust und ein zu großes Durcheinander, wenn da erst mal jeder seinen Senf dazugeben müßte, bevor eine Entscheidung getroffen werden kann. Das Management trifft die Entscheidungen auf eigene Kappe, nach bestem Wissen und Gewissen und in voller Eigenverantwortung, wie man so schön sagt, und keine Ausflüchte hinterher wenn was schiefgeht. Also eigentlich wie eine normale Privatfirma. Und deutlich effektiver als der Staat, der wirklich erst mal um 1000 Fettnäpfchen herumeiern und tausende von Befindlichkeiten berücksichtigen muß, bevor er eine Entscheidung treffen kann, weil dort die Verantwortung hinterher sehr dünn gesät ist, hinterher wills keiner gewesen sein der dann trotz aller Rücksichtnahme auf tausend betroffene Parteien eine falsche Anordnung traf.


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Euer Verhältnis zum Kommunismus

08.04.2021 um 12:59
Zitat von Anti_VenomAnti_Venom schrieb:Es ging darum, dass Kommunismus ein System wäre wo die Hartlinken die absolute Dominanz auszuüben hätten und die absolute Macht zu haben hätten.
Das wäre Sozialismus, wenn du mich fragst.
Zitat von Anti_VenomAnti_Venom schrieb:Oder glaubst all jene die keinen Kommunismus wollen würden in einem kommunistischem System regieren, womöglich sogar Rechtspopulisten oder Neoliberalen?
Ich glaube die Unterscheidung ergibt dann keinen Sinn mehr.
Zitat von FedaykinFedaykin schrieb:Was ist der Kommunismus? Das was nach der Marktwirtschaft kommt...aha.
Exakt. Geschichte lässt sich verstehen als eine Abfolge von Klassenkämpfen, etwa des Bürgertums gegen den Adel. Man kann das auch als Akte der Emanzipation verstehen, gebunden an technischen Fortschritt der diese ermöglicht. Du musst dieser Sicht auf die Geschichte nicht folgen, aber das ist Kern der kommunistischen Ideologie und eben auch meine Sicht auf die Geschichte. Übrigens danke für das PDF aber gerade für eine Lektüre in Englisch dann doch zu umfangreich - und abgesehen davon kann ich das hier schwerlich mit dir besprechen, sprengt latent den Rahmen des Threads.
Zitat von Anti_VenomAnti_Venom schrieb:Ja, rein theoretisch kann man drüber diskutieren ob die Verfassung dementsprechend geändert werden sollte und Recht auf Eigentum und Besitz aus der Verfassung rausgenommen wird/werden sollte
Ich hab keinerlei Probleme mit dem Recht auf Eigentum. Glaubst du ernsthaft Kommunismus ist erst dann, wenn deine Schlüpfer genossenschaftlich verwaltet werden? Oder dass das auch nur eine Rolle spielt?

Außerdem seit ihr beide meiner Frage ausgewichen. @Anti_Venom & @Fedaykin
Das ist eine Einladung zum munteren Spekulieren, glaubt ihr dass der Kapitalismus ewiglich existieren wird? Wenn nicht, was tippt ihr wie ein Postkapitalistische Welt beschaffen wäre?
Die Frage gilt natürlich auch für alle anderen Thread Teilnehmer.


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Euer Verhältnis zum Kommunismus

08.04.2021 um 13:05
Zitat von PaxitoPaxito schrieb:Exakt. Geschichte lässt sich verstehen als eine Abfolge von Klassenkämpfen, etwa des Bürgertums gegen den Adel
Oder auch nicht... Jeder wie er will
Zitat von PaxitoPaxito schrieb:brigens danke für das PDF aber gerade für eine Lektüre in Englisch dann doch zu umfangreich - und abgesehen davon kann ich das hier schwerlich mit dir besprechen, sprengt latent den Rahmen des Threads.
Nö, so umfangreich ist das eigentlich nicht

Das Problem bleibt aber das der Kommunismus nicht definiert ist als System. Sondern nur eine vaage Vorstellung. Bleibt die Frage warum ausgerechnet nach dem Kapitalismus auf einmal eine klassenlose Gesellschaft existieren sollte, oder sich nur die Klassen ändern.
Zitat von PaxitoPaxito schrieb:Das ist eine Einladung zum munteren Spekulieren, glaubt ihr dass der Kapitalismus ewiglich existieren wird? Wenn nicht, was tippt ihr wie ein
Ewiglich ist so ein toller Zeitrahmen. Marktwirtschaft wird solange existieren solange es knappe Güter gibt. Die gibt sogar sehr begrenzt bei startrek


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Euer Verhältnis zum Kommunismus

08.04.2021 um 13:14
Zitat von PaxitoPaxito schrieb:Wenn nicht, was tippt ihr wie ein Postkapitalistische Welt beschaffen wäre?
Die Frage gilt natürlich auch für alle anderen Thread Teilnehmer.
Hui damit begeben wir uns in das Reich der wilden Zukunft also sehr theoretisch und sehr abhängig vom tech Level

Mal ein Video

Youtube: Economies of the Future
Economies of the Future



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Euer Verhältnis zum Kommunismus

08.04.2021 um 13:14
Zitat von FedaykinFedaykin schrieb:Das Problem bleibt aber das der Kommunismus nicht definiert ist als System. Sondern nur eine vaage Vorstellung. Bleibt die Frage warum ausgerechnet nach dem Kapitalismus auf einmal eine klassenlose Gesellschaft existieren sollte, oder sich nur die Klassen ändern.
So wie sich der Gegensatz zwischen Bürgertum und Adel mit dem Beginn des Kapitalismus erledigte, so wird sich auch der Gegensatz zwischen Bürgertum und Arbeiter erledigen. Grundsätzlich kannst du diese Entwicklung bereits beobachten, ebenso die Emanzipationsbestrebungen in diese Richtung.
Danach werden sich mit Sicherheit neue historische Konfliktlinien entwickeln, ich bezweifle, dass der Kommunismus den Endpunkt in der Entwicklung darstellt (das ist aber meine Privatmeinung). So wie unsere Gesellschaft auf einen Bauern des 15. Jahrhunderts klassenlos wirken muss, wird diese neue Gesellschaft aus unserer Sicht klassenlos sein.
Zitat von FedaykinFedaykin schrieb:Oder auch nicht... Jeder wie er will
Natürlich. Ich kann dir schlecht vorschreiben wie du die Welt interpretieren sollst, sowenig wie du mir da Vorschriften machen könntest.
Zitat von FedaykinFedaykin schrieb:Ewiglich ist so ein toller Zeitrahmen. Marktwirtschaft wird solange existieren solange es knappe Güter gibt.
Die Frage ist doch ob dass das beherrschende Paradigma der Wirtschaft und Gesellschaft ist. Wenn es keinen Mangel mehr gäbe, außer an Fußballsammelkarten und mit denen noch "kapitalistisch" gehandelt wird, dann lebt man doch nicht mehr in einem Kapitalismus. Das ist dann eine Randerscheinung. So wie es heute noch Monarchien gibt oder Jäger & Sammler Gesellschaften, aber wir leben weder im Zeitalter des Absolutismus noch in der Jungsteinzeit nur weil es davon noch Reste gibt.
Oder ist das für dich tatsächlich die Bedingung? Solange noch mit irgendetwas gehandelt wird ists ein kapitalistisches System?


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Euer Verhältnis zum Kommunismus

08.04.2021 um 13:21
Zitat von PaxitoPaxito schrieb:wird sich auch der Gegensatz zwischen Bürgertum und Arbeiter erledigen
Welcher Gegensatz, wie grenzt du denn heute die Arbeiterklasse ab? Gehört der Ing. Zur Arbeiterklasse?
Zitat von PaxitoPaxito schrieb:Die Frage ist doch ob dass das beherrschende Paradigma der Wirtschaft und Gesellschaft ist
Geschichtlich und biologisch betrachtet schon.

Wie ich sagte : wo kommt das Essen her und wie wird es verteilt ist die grundsätzliche Frage.
Zitat von PaxitoPaxito schrieb:kapitalistisch" gehandelt wird, dann lebt man doch nicht mehr in einem Kapitalismus
Kapitalismus ist eh das falsche Wort.. Weswegen ich den Begriff Marktwirtschaft bevorzuge.
Zitat von PaxitoPaxito schrieb:Oder ist das für dich tatsächlich die Bedingung? Solange noch mit irgendetwas gehandelt wird ists ein kapitalistisches System
Im Grunde solange die Ressourcenallokation über Märkte erfolgt. Selbst wenn zb einige Dinge völlig umsonst wären.


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Euer Verhältnis zum Kommunismus

08.04.2021 um 13:23
Ich schätze, sowas wie den Kapitalismus wird es immer geben, einfach weil er an mehrere Prinzipien gebunden ist, das eine ist der Handel, weil es einfach nicht alle lebensnotwendigen Produkte an einem Ort gibt, und das wird immer so sein, Fische gibt es nicht in der wasserlosen Wüste und Äpfel nicht am Nordpol, und zum zweiten an der Vorratshaltung (auch Geldersparnisse sind "Vorrat"), und zwar der privaten, nicht irgendeiner öffentlichen/ staatlichen, auf die in Notfällen nicht unbedingt Verlaß sein muß.
Das dritte Prinzip ist die private, individuelle Leistung, die in diese Vorratshaltung investiert wird, der eine legt sich viele Spargroschen fürs Alter oder Notfälle zurück und ist bereit dafür auch viel zu leisten, der andere verläßt sich darauf, daß der Staat ihn schon irgendwie mal durchfüttern wird, was natürlich scheitern kann, wenn der Staat zu dieser Zeit selber am Stock geht und für leistungslose Schmarotzer nichts mehr übrig hat.
Zitat von PaxitoPaxito schrieb:So wie sich der Gegensatz zwischen Bürgertum und Adel mit dem Beginn des Kapitalismus erledigte, so wird sich auch der Gegensatz zwischen Bürgertum und Arbeiter erledigen.
Äh, wo ist denn heute noch ein Gegensatz zwischen Bürger und Arbeiter? Meines Wissens sind alle Arbeiter, und sogar Hartzer, Bürger dieses Landes. Mit allen Rechten und Pflichten von Bürgern.
Dieser "Gegensatz" ist vermutlich wieder ein längst überholter Begriff aus einer Zeit, als das heutige Deutschland noch in viele kleine Fürstentümer gespalten war und es für den jeweiligen Fürsten bzw. seine Polizeitruppe (manche dieser Kleinstaaten waren echte Polizeistaaten) ein leichtes war, mißliebigen Personen (Freiheitskämpfern, Revoluzzern oder einfach nur Bettler) die Bürgerrechte abzuerkennen - was heute die Staatsangehörigkeit wäre - und sie vor die Tür/Grenze zu setzen, damit der nachbarliche Fürst das unerwünschte Pack am Hals hatte.


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Euer Verhältnis zum Kommunismus

08.04.2021 um 13:36
Man merkt immer wieder, daß man die Grundlagen des Kommunismus nicht aus heutiger Sicht und von den heutigen gesellschaftlichen Verhältnissen her lesen darf, sondern von den Verhältnissen der Zeit, als diese Idee aufkam. Um das zu verdeutlichen, wie anders das damals war, hier einfach mal eine Landkarte von "Deutschland" anno 1850: https://m.bpb.de/izpb/142639/karten
kein einiges Land wie heute, sondern ein Flickenteppich aus größeren und kleineren Ländern, die politisch keineswegs einig waren. Und in denen auch die Lebensverhältnisse der Menschen, der Bauern, Arbeiter, der "oberen Klassen" (Adel und Kirche immer noch mächtig, dazu das neureiche Bürgertum) und so weiter ganz anders aussahen als wir es heute kennen oder uns vorstellen können.


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