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Folgen des Klimawandels für die Natur, Gesellschaft und Politik

4.059 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Politik, Gesellschaft, Natur ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Folgen des Klimawandels für die Natur, Gesellschaft und Politik

06.09.2021 um 19:15
Zitat von alhambraalhambra schrieb:Wir sind nämlich durchaus zu einem größeren Teil schuld am Klimawandel.
Ja, aber ich sehe darin erst mal keine moralische Schuld, sondern einfach die "Schuld" (nach dem reinen Verursacherprinzip), die alle auf sich laden, die etwas tun. Wer dagegen gar nichts macht, macht (scheinbar) auch nichts verkehrt. Diese Sichtweise der Dinge gab es immer und es gibt sie heute. Aber ich halte sie für zu simpel (freundlich formuliert).


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Folgen des Klimawandels für die Natur, Gesellschaft und Politik

06.09.2021 um 19:19
Zitat von RasenmayerRasenmayer schrieb:@Nevrion
Guter Einwand. Ich nehme mal an, das war als Antwort an diejenigen gerichtet, die sagen, es bringt ja doch nichts, wenn Deutschland etwas gegen die Klimakrise unternimmt, weil China, Afrika usw. sind ja viel schlimmere Verschmutzer. Also können wir auch unseren Lebenstil beibehalten, weil wir können ja doch nichts ändern. Ganz ehrlich, wenn alle diese Einstellung haben, ist die Welt wirklich gef..kt.
Um noch mal hervor zu heben, ich bin genauso gegen Kohlkraftwerke wie die meisten hier. Da teile ich Musks Sichtweise, der ja auch schon mal sagte, dass es völlig bekloppt ist Kohle zu verbrennen und in die Atmosphäre zu blasen. Schon im Sinne der Technologisierung fände ich es also durchaus angebracht, etwas für die Umwelt zu tun. Wenn wir ins Weltall wollen, können wir nicht langfristig darauf setzen, Kerosin zu verbrennen und das Antrieb zu nennen. Da kommt man sich ja wie ein Höhlenmensch vor, wenn man sich vorstellt, was man mit solchen veralteten Technologien im Universum alles machen kann.

Von "Nichts tun" war ja auch nicht die Rede, denn tun tut sich schon was, aber eben deutlich langsamer als es optimal oder notwendig wäre. Ging der Atomausstieg seinerzeit eigentlich auch so "schnell"? Egal. Was ich noch mal aufzeigen wollte ist, dass Rezo's Botschaft hier etwas irreführend ist und zum Aktionismus verleitet, obwohl das Endergebnis gar nicht maßgeblich von Deutschland abhängt.
Zitat von alhambraalhambra schrieb:Es wurde in den letzten 200 Jahren schon viel CO2 in die Atmosphäre gepustet. Und da kann man durchaus die Frage danach stellen wer davon wieviel beigetragen hat. Das sind dann die Verantwortlichen für die Klimawandel bis Stand heute. Und da liegt der Westen halt weit vorne.

Die Frage wer pustet heute wieviel CO2 raus ist dann die Frage danach wer der Haupttreiber für die zukünftige Verschlimmerung ist. und da liegt derzeit China weit vorn. Sind einfach unterschiedliche Werte.

Der historische Kontext ist immer mal gut um den Leuten, die nur mit dem Finger auf China zeigen aber selber nix machen wollen, mal den Kopf gerade zu rücken. Wir sind nämlich durchaus zu einem größeren Teil schuld am Klimawandel.
Zitat von SvenLESvenLE schrieb:Er zeigt genau auf, wer die Verantwortung für den aktuellen Zustand hat. Damit müssen wir auch aufzeigen, dass die Zukunft über andere Wege auch zu Wohlstand führt.
Es gibt keine historische Verantwortung, denn sonst müssten wir entweder eine Art Erbschuldprinzip einführen oder unsere Ahnen wieder ausbuddeln. Was zählt ist das hier und jetzt. Natürlich haben die Industrienationen wie Großbritianien und Co. im 19 Jahrhundert angefangen die Umwelt nachhaltig zu schädigen, aber mit Sicherheit nicht mit der Absicht den heutigen Zustand herbei zu führen. Gemachte Fehler lassen sich nicht rückgängig machen, aber man kann andere davor bewahren die selben Fehler zu tun.
Wie sonst stellst du dir vor, wie wir als Nation rückgängig machen sollen, was die Industrien und Autofahrer der letzten 80 Jahre so in die Luft geblasen haben? Rückwirkende Wiedergutmachung kann nicht gelingen, aber man kann im hier und jetzt ansetzen etwas dagegen zu tun.


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Folgen des Klimawandels für die Natur, Gesellschaft und Politik

06.09.2021 um 21:11
Zitat von TripaneTripane schrieb:Ja, aber ich sehe darin erst mal keine moralische Schuld, sondern einfach die "Schuld" (nach dem reinen Verursacherprinzip), die alle auf sich laden, die etwas tun. Wer dagegen gar nichts macht, macht (scheinbar) auch nichts verkehrt. Diese Sichtweise der Dinge gab es immer und es gibt sie heute. Aber ich halte sie für zu simpel (freundlich formuliert).
mit moralischer Schuld wollte ich auch gar nicht anfangen. Es ist erstmal ein Fakt das wir bisher mehr zum Klimawandel beigetragen haben als die Chinesen. Allerdings rutschen die Chinesen als größten CO2 Emittenten auch langsam in dieser Liste nach oben.

Es ist einfach eine weitere Dimension das Thema zu betrachten. Am Ende steht aber stets die gleiche Erkenntnis, die CO2 Emissionen müssen aufhören, und zwar überall und so schnell wir mögich.


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Folgen des Klimawandels für die Natur, Gesellschaft und Politik

06.09.2021 um 21:15
Zitat von NevrionNevrion schrieb:Wie sonst stellst du dir vor, wie wir als Nation rückgängig machen sollen, was die Industrien und Autofahrer der letzten 80 Jahre so in die Luft geblasen haben? Rückwirkende Wiedergutmachung kann nicht gelingen, aber man kann im hier und jetzt ansetzen etwas dagegen zu tun.
Nun, technologisch unmöglich ist das nicht. Wir könnten das CO2 durchaus aus der Atmosphäre rausziehen. Auf Island stehen Demoanlagen dafür. Aber das wird uns natürlich richtig Knete kosten. Und sehr viel Energie benötigen. Besser wäre es da lieber kein CO2 mehre emittieren und die Natur es abbauen lassen.


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06.09.2021 um 21:20
Zitat von alhambraalhambra schrieb:mit moralischer Schuld wollte ich auch gar nicht anfangen. Es ist erstmal ein Fakt das wir bisher mehr zum Klimawandel beigetragen haben als die Chinesen. Allerdings rutschen die Chinesen als größten CO2 Emittenten auch langsam in dieser Liste nach oben.

Es ist einfach eine weitere Dimension das Thema zu betrachten. Am Ende steht aber stets die gleiche Erkenntnis, die CO2 Emissionen müssen aufhören, und zwar überall und so schnell wir mögich.
ok, da gebe ich dir dann durchaus recht. Nur dass ich bei vielen das Gefühl habe, dass es keine "weitere" Dimension sei, sondern die einzige.


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06.09.2021 um 21:36
@Tripane als Ingenieur habe ich eh meinen speziellen Betrachtungswinkel. Für mich ist auch der Klimawandel ein vor allem technologisches Problem, dem wir uns stellen müssen. Und ich glaube auch fest daran, das wir es mit technologischen Mitteln in den Griff bekommen können. Allerdings stelle ich auch fest das wir derzeit noch nicht alle Antworten beisammen haben. Umso wichtiger ist es für mich, dass wir bei den Punkten wo wir die Antwort bereits kennen, so schnell wir möglich CO2 sparen um Zeit zu kaufen die anderen Probleme zu lösen.

Beispiel: Wir wissen ziemlich gut wie wir erneuerbaren Strom erzeugen können. Also sollten wir hier die CO2 Emissionen so schnell es geht reduzieren.

Wir wissen aber nicht, wie wir ein Flugzeug ohne CO2 fliegen lassen können. Wir reden hier von einer Industrie, in der es üblich ist sich selbst das maximale Gewicht des Lacks auf dem Flugzeug vertraglich garantieren zu lassen, weil jedes Kilo zusätzlich von der Nutzlast abgeht. Hier eine Lösung zu finden die das Problem löst, ohne schwerer oder voluminöser zu sein als Kerosin dürfte nicht einfach sein. deswegen müssen wir an anderen stellen sparen um uns hier Zeit zu kaufen


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Folgen des Klimawandels für die Natur, Gesellschaft und Politik

06.09.2021 um 21:51
Zitat von alhambraalhambra schrieb:Wir wissen aber nicht, wie wir ein Flugzeug ohne CO2 fliegen lassen können. Wir reden hier von einer Industrie, in der es üblich ist sich selbst das maximale Gewicht des Lacks auf dem Flugzeug vertraglich garantieren zu lassen, weil jedes Kilo zusätzlich von der Nutzlast abgeht. Hier eine Lösung zu finden die das Problem löst, ohne schwerer oder voluminöser zu sein als Kerosin dürfte nicht einfach sein. deswegen müssen wir an anderen stellen sparen um uns hier Zeit zu kaufen
Möglicherweise bin ich als PErson aber vielleicht nicht bereit, am individuellen Autoverkehr zu sparen, damit andere Menschen mit dem Flugzeug Urlaub oder Dienstreisen machen können.
vielleicht möchte ich auch nach 2030 einen Verbrenner fahren oder eine alte Ölheizung betreiben, lebe aber ansonsten nahezu klimaneutral während andere um die Welt fliegen???


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Folgen des Klimawandels für die Natur, Gesellschaft und Politik

06.09.2021 um 22:52
Hallo @alhambra , hallo @alle !
Zitat von alhambraalhambra schrieb:Beispiel: Wir wissen ziemlich gut wie wir erneuerbaren Strom erzeugen können.
Wenn ich an dieser Stelle einhaken darf :

Im Grunde wissen wir nur, wie man mit Hilfe von Sonne und Wind Strom erzeugen können, aber nicht wie man auf dieser Basis eine Stromversorgung betreiben kann. Leider ist die "Energiewende" fest in den Händen von ÖKO - Populisten, die Parolen und Warnungen vor der Klimakatastrophe haben, aber keine halbwegs schlüssigen Konzepte. Es gibt da eine Reihe von Einzelideen die z.T. konträr laufen, wie die massive Förderung von E - Autos, aber keinen erkennbaren Plan dahinter. Hauptsache man hat den Atomausstieg erreicht.


Gruß, Gildonus


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Folgen des Klimawandels für die Natur, Gesellschaft und Politik

06.09.2021 um 22:56
Zitat von GildonusGildonus schrieb:Es gibt da eine Reihe von Einzelideen die z.T. konträr laufen, wie die massive Förderung von E - Autos, aber keinen erkennbaren Plan dahinter.
Der Plan ist aber doch leicht erkennbar - die Leute sollen auf E-Autos umsteigen, drum bekommen sie eine Förderung, weil die Dinger noch teuer sind. Wenn die Verbrenner ab 2030 dann aber keine Neuzulassung mehr bekommen, regelt das der Markt von alleine, sprich alle Hersteller wechseln auf E-Autos bis 2030


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06.09.2021 um 23:12
hallo @frivol , hallo @alle !
Zitat von frivolfrivol schrieb:Der Plan ist aber doch leicht erkennbar -
Wenn das so einfach wäre.

Ich habe den Eindruck das die Politik E - Autos nach folgender Logik fördert : Wir haben schon vor 50 Jahren behauptet E - Autos seien die Zukunft und weil wir das schon so lange behaupten, muß das auch stimmen.

Ein Ausbau der E - Autos läuft nun mal konträr zu den Erfordernissen einer Stromversorgung und wenn Politiker glauben sie hätten die Gesetze der Marktwirtschaft verstanden oder halten sich sogar dafür, ist sowieso Vorsicht angebracht.


Gruß, Gildonus


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Folgen des Klimawandels für die Natur, Gesellschaft und Politik

06.09.2021 um 23:30
Zitat von GildonusGildonus schrieb:Wir haben schon vor 50 Jahren behauptet E - Autos seien die Zukunft und weil wir das schon so lange behaupten, muß das auch stimmen.
Nicht weil sie das schon lange behaupten, sondern weil diese 50 jahre alte Zukunft jetzt ist. Weil die Technologien für den ganzen Elektrozyklus vorhanden und günstig genug geworden sind, sodass wir jetzt anfangen umzusteigen, um in 10 Jahren da schon breit auf erneuerbaren Strom zu setzen und bis 2050 dann Deutschland CO2-Neutral zu haben.
Zitat von GildonusGildonus schrieb:Ein Ausbau der E - Autos läuft nun mal konträr zu den Erfordernissen einer Stromversorgung
Solange die Stromversorgung noch nicht umgestellt wurde auf erneuerbare Energien, dann macht es natürlich noch keinen Sinn, wenn plötzlich alle Elektroauto fahren. Deshalb ist das ein jahrelanger stetiger Umstieg, wo es immer mehr erneuerbare Energien gibt, bessere Stromtrassen durch Deutschland und mehr Elektroautos. Dazu gehören auch bundesweite Stromspeicher, wo die Energie der Sonne vom Tage gespeichert wird und von windstarken Zeiten, damit dann auch in der Nacht und bei Windstille immer ausreichend Strom vorhanden ist. Ansonsten ist Deutschland auch nicht alleine in Europa und wir können bestimmt auch Atomstrom von anderen Ländern einkaufen, wenn bei uns mal Engpass ist


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07.09.2021 um 08:13
Zitat von SeidenraupeSeidenraupe schrieb:Möglicherweise bin ich als PErson aber vielleicht nicht bereit, am individuellen Autoverkehr zu sparen, damit andere Menschen mit dem Flugzeug Urlaub oder Dienstreisen machen können.
Aus meiner Sicht sollst du nur am CO2 für dein Auto sparen, nicht am Autofahren selber. So militant bin ich nicht...
Zitat von GildonusGildonus schrieb:Im Grunde wissen wir nur, wie man mit Hilfe von Sonne und Wind Strom erzeugen können, aber nicht wie man auf dieser Basis eine Stromversorgung betreiben kann.
Und Wasserkraft und Biogas...

Im Gegensatz zum von mir genannten Flugverkehr, wo wir derzeit echt keine Ahnung haben wie es gehen soll, und daher frühstens in 10 Jahren mit irgendwas rechnen dürfen, und dann noch 30 Jahre brauchen die Flotte durchzutauschen, gibt bei der Energiewende die Technologien bereits.

Wie wir den Strom erzeugen können, wissen wir. Wir werden die Schwankungen der Erzeugung ausgleichen müssen, das bedeutet Netzausbau (auch Grenzüberschreitend) und Speicher. Zum Ausgleichen der Schwankungen können wir auch die Betreiber der Biogasanlagen in die Pflicht nehmen. z.B. könnte man ihnen vorschreiben ihre Generatoren so auszulegen das sie im Normalbetrieb bei 1/3 Leistung arbeiten. Und das sie einen Teil des Gases in Tanks vorhalten müssen, so dass sie bei Bedarf mit ihren Generatoren auf 100% gehen können. Dann könnte der Biogasbereich von 8% wo er derzeit steht in Peaks 24% erreichen. Kann man schon gut Schwankungen damit ausgleichen. Wir werden auch weiterhin konventionelle Gaskraftwerke brauchen und das Gas dafür zunehmend mit Power2Gas selber herstellen.
Ich sehe hier kein Problem was ungelöst wäre, man muss es halt umsetzen.


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07.09.2021 um 12:22
Hallo @frivol , hallo @alhambra , hallo @alle !


Biogas oder Biosprit ist nicht so Bio, wie man es unbedingt glauben möchte. Die Erzeugung der Rohstoffe konkuriert mit der Nahrungsmittelproduktion und gefährdet die letzten Naturreservate. Der Anteil, der mit Abfall oder Überschüssen produziert, wird fällt unter die Kategorie "ferner liefen". Darüber hinaus gehören diese Kraftwerke nicht dem Staat, der dann mit "teuer Verbrauchergeld" diese subventioniert. Wasserkraft ist in Deutschland weitgehend ausgereizt und auch die rechnen sich nur, wenn sie laufen.
Zitat von frivolfrivol schrieb:Solange die Stromversorgung noch nicht umgestellt wurde auf erneuerbare Energien, dann macht es natürlich noch keinen Sinn, wenn plötzlich alle Elektroauto fahren.
Der Umbau des Straßenverkehr auf E - Autos macht aus mehreren Gründen keinen gesteigerten Sinn.

Wenn man bei der Stromversorgung 100 % erneuerbare Energie anstrebt ( meinetwegen auch nur 90% ) , wird man sehr viel Geld für Speicherlösungen ausgeben müssen und dann noch mehr Geld für Kraftwerke, die rechnerich nötig sind um die Speicher voll zu halten und dann gibt es da noch die Reservekraftwerke, damit man , sprichwörtlich gemeint, "die Kraft aus dem Arsch hat".

Der Strombedarf von E - Autos kommt da noch als Herausforderung obendrauf und weil man noch immer keine Ahnung hat, wie man den Umbau der Stromversorgung gestalten will, ist E - Mobilität, von der man auch nur nebulöse Vorstellungen hat, etwas daneben.

Als Speicherlösung, auf die ich mich aber nicht versteifen will, bietet sich Wasserstoff an. Irgendwann wird sich die Kosten/Nutzen Frage stellen, ob es günstiger ist ein neues Zappelstromkraftwerk zu bauen oder einen neuen Speicher und was man mit dem Überschußstrom anfangen kann, denn es ist nicht wirtschaftlich eine Windkraftanlage herunter zu regeln.

Wasserstoff aus Überschußproduktion könnte man als Rohstoff für alles Mögliche verkaufen. Als Kraftstoff könnte es die Probleme lösen helfen, die man gerade mit einer Förderung von E - Autos macht.


Gruß, Gildonus


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Folgen des Klimawandels für die Natur, Gesellschaft und Politik

07.09.2021 um 13:38
Zitat von GildonusGildonus schrieb:Als Speicherlösung, auf die ich mich aber nicht versteifen will, bietet sich Wasserstoff an. Irgendwann wird sich die Kosten/Nutzen Frage stellen, ob es günstiger ist ein neues Zappelstromkraftwerk zu bauen oder einen neuen Speicher und was man mit dem Überschußstrom anfangen kann, denn es ist nicht wirtschaftlich eine Windkraftanlage herunter zu regeln.

Wasserstoff aus Überschußproduktion könnte man als Rohstoff für alles Mögliche verkaufen. Als Kraftstoff könnte es die Probleme lösen helfen, die man gerade mit einer Förderung von E - Autos macht.
Wobei Wasserstoff ein paar kleine Probleme mit sich bringt. Wenn wir aber den Wasserstoff mit CO2 aus der Luft zusammen führen, dann haben wir Methan. Mit diesem Methan kann man das vorhandene Erdgasnetz nutzen (keine neue Infrastruktur nötig) und hat die Möglichkeit das Methan mit bereits existierender Technologie weiter zu verarbeiten - bis hin zum flüssigen Treibstoff für Fahr- und Flugzeuge.

Blöd, dass man die CCS-Technologie in Deutschland primär als Abfallbeseitigung einsetzen wollte und nicht als Rohstoffquelle.


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07.09.2021 um 19:49
Hallo @Fichtenmoped , hallo @alle !


Solange Energieeffizienz und Kosten keine besondere Rolle spielen, könnte man es mit der Umwandlung von CO2 in Methan versuchen.
Ich fürchte aber das der Kostengesichtspunkt immer stärker in den Fokus der Bürger gerät. Bisher wurde vieles aus Steuergeldern oder Verbraucherumlagen wie EEG Förderung gezahlt. Diese Gelder fehlen aber dann bei anderen Zukunftsinvestitionen.


Gruß, Gildonus


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Folgen des Klimawandels für die Natur, Gesellschaft und Politik

08.09.2021 um 02:44
Zitat von GildonusGildonus schrieb:Solange Energieeffizienz und Kosten keine besondere Rolle spielen, könnte man es mit der Umwandlung von CO2 in Methan versuchen.
Die dafür benötigten Temperaturen von ca. 500 Grad, nimmst du CO 2 neutral, woher ?


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Folgen des Klimawandels für die Natur, Gesellschaft und Politik

08.09.2021 um 06:26
@Fichtenmoped @alhambra @Lotte49 @kurzschluss @shionoro @EDGARallanPOE @SvenLE @kuno7

Eine Gruppe von Wissenschaftlern hat den 3. Teil des IPCC-Berichtes, der nicht vor dem nächsten März veröffentlicht werden sollte, nun geleakt. Die Wissenschaftler befürchteten, daß der Bericht von den Regierungen verwässert werden könnte.
Bordera sagte dem Guardian, dass das Leck die Besorgnis einiger der an der Erstellung des Dokuments Beteiligten widerspiegelte, dass ihre Schlussfolgerungen vor der Veröffentlichung im Jahr 2022 verwässert werden könnten. Regierungen haben das Recht, Änderungen an der "Zusammenfassung für politische Entscheidungsträger" vorzunehmen.

Die globalen Treibhausgasemissionen müssen in den nächsten vier Jahren ihren Höhepunkt erreichen, Kohle- und Gaskraftwerke müssen im nächsten Jahrzehnt geschlossen werden und Änderungen des Lebensstils und des Verhaltens werden erforderlich sein, um einen Klimazusammenbruch zu vermeiden, so der durchgesickerte Entwurf eines Berichts der weltweit führenden Behörde für Klimawissenschaft.
[...]

Die Senkung der Emissionen im nächsten Jahrzehnt wird entscheidend für jede Hoffnung sein, die globale Erwärmung innerhalb von 1,5 ° C des vorindustriellen Niveaus zu halten, jenseits dessen die Auswirkungen des Klimawandels weit verbreitete Verwüstungen verursachen werden. "Schwächere kurzfristige Maßnahmen würden die Begrenzung der Erwärmung auf diese Niveaus außer Reichweite bringen, da dies Annahmen über die anschließende beschleunigte Politikentwicklung und Technologieentwicklung und -bereitstellung mit sich bringen würde, die mit den Beweisen und Prognosen in der bewerteten Literatur unvereinbar sind", warnt der Bericht.

Der Bericht bekräftigt die Notwendigkeit, die Emissionen in den nächsten zehn Jahren zu halbieren, um innerhalb von 1,5 ° C zu bleiben und bis 2050 Netto-Null-Emissionen zu erreichen.
Quelle: https://www.theguardian.com/environment/2021/aug/12/greenhouse-gas-emissions-must-peak-within-4-years-says-leaked-un-report

Anmerkung: übersetzt


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08.09.2021 um 06:28
@peekaboo

Ich finde es ohnehin immer ein starkes stück, wenn man dauernd behauptet, Klimaforscher würden das ganze Thema zu alarmistisch angehen. Das gegenteil ist ja der fall.


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Folgen des Klimawandels für die Natur, Gesellschaft und Politik

08.09.2021 um 06:38
Zitat von shionoroshionoro schrieb:Ich finde es ohnehin immer ein starkes stück, wenn man dauernd behauptet, Klimaforscher würden das ganze Thema zu alarmistisch angehen.
In meinen Augen ist das alles eh nur Geschwätz ohne Substanz.
Am besten man ignoriert dieses Geschwätz und konzentriert sich auf die Fakten.
Zitat von shionoroshionoro schrieb:alarmistisch
sind dann wohl auch die Gesundheitsexperten
Mehr als 220 Fachmagazine zu Medizin und Gesundheit fordern die Staats- und Regierungschefs der Welt in einem gemeinsamen Leitartikel auf, den Klimanotstand ernst zu nehmen und entsprechend zu handeln. Sofortmaßnahmen seien nötig, um die Gesellschaft umzugestalten, den Klimawandel einzugrenzen, die Biodiversität wiederherzustellen und die öffentliche Gesundheit zu schützen.

„Wir, die Herausgeber von Gesundheitsjournalen, fordern die Regierungen und andere Verantwortliche zum Handeln auf und dazu, das Jahr 2021 als dasjenige zu markieren, in dem die Welt endlich ihren Kurs ändert“, heißt es in dem Leitartikel.
Quelle: https://www.tagesspiegel.de/wissen/gesundheitsexperten-warnen-vor-klimakrise-risiken-des-klimawandels-koennten-die-einer-jeden-krankheit-in-den-schatten-stellen/27585842.html


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08.09.2021 um 07:14
@peekaboo

Ganz ehrlich, es macht mich traurig, wie weit zu gehen man bereit ist, nur um nichts tun zu müssen und 'recht zu haben'.
Man wird durch den Klimawandel das Leben vieler Menschen beenden und aus den Fugen geraten lassen und tut immer noch so, als sei das alles ganz lustig und halb so wild.


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