alhambra schrieb:Das in einem Teil das Landes Wind weht und in einem anderen nicht, ist unmöglich?
Scheinbar. Es scheint auch entweder in ganz Deutschland die Sonne oder eben nicht.
Gildonus schrieb:Hunde muß man nicht zur Jagt tragen und Kapitalisten nicht zum Geldverdienen.
Mit dem Geldverdienen ist es aber bei den erneuerbaren Energien so eine Sache.
Wenn man eine "Hellbrise" hat, erzeugen die Erneuerbaren so viel Strom, das der Preis an der Strombörse gegen Null sinkt. Nach den "kapitalistischen" Regeln der Marktwirtschaft würde dies auf Dauer zum Abschalten der unwirtschaftlichsten Kraftwerke führen. Geld verdienen geht da nur über die garantierte Einspeisevergütung. Bei einer Dunkelflaute sieht die Sache aber anders aus. Da könnten die Betreiber von Sonnen- und Windkraftanlagen Mondpreise verlangen. Das Dumme ist aber das die Anlagen alle keinen Strom produzieren oder nur sehr wenig. Um so höher der Anteil von Erneuerbaren an der Stromversorgung, um so krasser wird die Sache.
Du beschreibst eher ein Marktproblem als ein Problem der Erneuerbaren selbst. Wenn viel Wind und Sonne da sind, sinken die Preise – logisch, weil viel günstiger Strom im Markt ist. Für Verbraucher ist das erstmal positiv.
Dass sich das für Betreiber anders rechnet als bei klassischen Kraftwerken, heißt nicht, dass es nicht funktioniert. Es heißt nur, dass sich das Geschäftsmodell verändert.
Bei Dunkelflauten braucht man natürlich Ergänzungen wie Speicher, flexible Kraftwerke, Lastmanagement und europäischen Stromhandel. Das war aber schon immer so: Kein Stromsystem funktioniert nur mit einer einzigen Technologie.
Unterm Strich zeigen niedrige Preise bei viel EE eher, dass sie liefern – nicht dass sie ungeeignet sind.