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Aktuelles aus (Zentral-und Süd-) Afrika

Aktuelles aus (Zentral-und Süd-) Afrika

17.09.2015 um 12:50
@wrentzsch
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Aktuelles aus (Zentral-und Süd-) Afrika

18.09.2015 um 08:25
Laut Unicef befinden sich 2,1 Millionen Menschen, davon 1,4 Millionen Kinder, auf der Flucht vor Boko Haram.
Unicef-Bericht: 1,4 Millionen Kinder auf der Flucht vor Boko Haram

Das Kinderhilfswerk Unicef schlägt Alarm: Die Terrorgruppe Boko Haram hat in Westafrika fast 1,4 Millionen Kinder vertrieben. Sie fliehen vor Entführungen und Zwangsrekrutierungen.
Flüchtlingskinder im Niger: "Mehr als die Hälfte von ihnen ist unter fünf Jahre alt" Zur Großansicht
AFP

Flüchtlingskinder im Niger: "Mehr als die Hälfte von ihnen ist unter fünf Jahre alt"

Die Islamistische Terrorgruppe Boko Haram raubt Hunderttausenden Jungen und Mädchen die Kindheit. Insgesamt sind knapp 1,4 Millionen Kinder vor den Dschihadisten geflohen, 500.000 von ihn allein in den vergangenen fünf Monaten. Diese Zahlen nennt das Uno-Kinderhilfswerk Unicef in einem neuen Bericht.

Insgesamt sind seit Beginn der Terrorkampagne durch Boko Haram vor sechs Jahren rund 2,1 Millionen Menschen gezwungen worden, ihre Häuser zu verlassen. Gut zwei Drittel von ihnen sind Kinder.

"Allein in Nordnigeria wurden fast 1,2 Millionen Kinder in die Flucht getrieben, mehr als die Hälfte von ihnen ist unter fünf Jahre alt", teilte Unicef mit. "Weitere 265.000 Kinder wurden in Kamerun, Tschad und Niger vertrieben."

Boko Haram hatte Anfang des Jahres große Gebiete im Nordosten Nigerias unter Kontrolle gebracht. Die nigerianische Armee konnte die militanten Islamisten mit Unterstützung von Truppen anderer afrikanischer Staaten zurückdrängen. Trotzdem überfallen die Dschihadisten regelmäßig Dörfer oder schicken Selbstmordattentäter auf belebte Märkte. Oft setzen die Terroristen dafür Kinder und Jugendliche ein, die sie zuvor entführt oder zwangsrekrutiert hatten.

Obwohl die Armee Boko Haram zurückgedrängt hat, weigern sich viele Flüchtlinge in ihrer Heimatorte zurückzukehren, aus Angst, die Milizionäre könnten eine neue Angriffswelle starten.

syd/Reuters
( http://www.spiegel.de/politik/ausland/boko-haram-1-4-millionen-kinder-auf-der-flucht-in-afrika-a-1053534.html )


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Aktuelles aus (Zentral-und Süd-) Afrika

18.09.2015 um 08:31
In Burkina Faso indes ist es nun bestätigt, dass das Militär geputscht hat (vergl. Beitrag von Taln.Reich, Seite 46 ). Dies trifft auf einige Kritik.
Umsturz in Westafrika: Militär meldet Putsch in Burkina Faso
Proteste in Ouagadougou: Brigadegeneral Diendéré zum Präsidenten ernannt Zur Großansicht
REUTERS

Proteste in Ouagadougou: Brigadegeneral Diendéré zum Präsidenten ernannt

Ein General der alten Garde hat laut Angaben des Militärs in Burkina Faso die Macht übernommen. Zuvor hatten Soldaten den Präsidenten und das Kabinett festgesetzt. Frankreichs Präsident Hollande fordert deren sofortige Freilassung.

Fast ein Jahr war die Interimsregierung in Burkina Faso im Amt - nun hat das Militär offenbar einen Staatsstreich durchgeführt. Kurz vor den Neuwahlen haben Putschisten in dem westafrikanischen Land nach eigenen Angaben einen General zu ihrem Anführer ernannt. Brigadegeneral Gilbert Diendéré sei nun der Präsident des Nationalen Rats für Demokratie, sagte ein Mann in der Uniform der Präsidentengarde im staatlichen Fernsehen.

Der 54-Jährige war früher Sicherheitschef unter dem vergangenes Jahr gestürzten Langzeitpräsidenten Blaise Compaoré. Nach Angaben des Militärs seien die Landesgrenzen geschlossen. Zudem verhängten sie eine nächtliche Ausgangssperre, um Protesten vorzubeugen.

Am Mittwoch hatte die Präsidentengarde die Regierung in Geiselhaft genommen. Der Präsident des Übergangsparlaments hatte mitgeteilt, die Militärs hätten eine Kabinettssitzung im Präsidentschaftspalast gestürmt und die gesamte Übergangsregierung von Präsident Michel Kafando festgesetzt.

Frankreichs Staatschef François Hollande hat den "Staatsstreich" scharf verurteilt. Er forderte die "sofortige Freilassung aller Festgenommenen" und die Wiedereinsetzung der Übergangsführung. Das teilte die französische Präsidentschaft mit. Auch müsse der Wahlprozess wieder aufgenommen werden.

In dem westafrikanischen Land sollten am 11. Oktober Neuwahlen stattfinden. Im vergangenen Jahr war Präsident Blaise Compaoré nach 27 Jahren an der Macht gestürzt worden. Unter dem Druck von Massenprotesten gegen eine Verfassungsänderung, mit der sich Compaoré eine weitere Amtszeit sichern wollte, musste er schließlich zurücktreten.

vek/dpa/AFP/AP
( http://www.spiegel.de/politik/ausland/burkina-faso-militaer-meldet-putsch-a-1053422.html )
Burkina Faso Armee putscht gegen Übergangsregierung

Kurz vor der geplanten Präsidentenwahl hat die Präsidentengarde die Regierung aus dem Amt geputscht. Damit könnte sie ihrer drohenden Auflösung zuvorkommen wollen. Doch auch Einfluss aus dem Ausland ist möglich.
17.09.2015, von Thomas Scheen, Johannesburg
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© AFP
Die Putschisten kontrollieren die Straßen in Burkina Fasos Hauptstadt Ouagadougou.

Einen Monat vor der geplanten Präsidentenwahl in Burkina Faso hat dort abermals ein Teil der Armee geputscht. Am Mittwochabend stürmten Mitglieder der Präsidentengarde RSP (Régiment de sécurité présidentielle) das Parlament und nahmen den Übergangspräsidenten Michel Kafando, seinen Premierminister Isaac Zida sowie nahezu das gesamte Kabinett fest. Kurz darauf verkündete ein Sprecher der Putschisten im staatlichen Fernsehen die Auflösung sämtlicher Institutionen der Übergangsregierung. Er rief die Schaffung eines „Demokratischen Rates“ als neue Regierung aus. Am Donnerstag wurden sämtliche Grenzen des Landes geschlossen, der Luftverkehr eingestellt und eine Ausgangsperre verhängt. In der Hauptstadt Ouagadougou fuhren Mannschaftswagen mit Soldaten durch die Straßen, die in die Luft feuerten, um die Menschen zurück in ihre Häuser zu treiben. Am späten Abend hatten Hunderte Menschen vor dem Palast gegen die Machtergreifung durch die Präsidentengarde demonstriert.

Thomas Scheen Autor: Thomas Scheen, Politischer Korrespondent für Afrika mit Sitz in Johannesburg. Folgen:

International stieß der neue Putsch in Burkina Faso auf einhellige Verurteilung. Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen verlangte ebenso wie die Afrikanische Union (AU), die Europäische Union und die Wirtschaftsgemeinschaft in Westafrika (Cedeao) die sofortige Freilassung der festgenommenen Regierungsmitglieder. Der französische Präsident François Hollande sagte, es gebe „keine Legalität mit Putschisten“. Einen Einsatz der in Burkina Faso stationierten französischen Soldaten schloss er aber aus. In Burkina Faso sind insgesamt 220 Soldaten verschiedener Sondereinsatzkommandos der französischen Armee für den Kampf gegen islamistische Terroristen in der Sahara stationiert.

Burkina Faso lebt seit zehn Monaten mit einer Übergangsregierung, nachdem der langjährige Machthaber Blaise Compaoré im Oktober 2014 nach einem Volksaufstand außer Landes fliehen musste und die Armee vorübergehend die Macht übernahm. Der gegenwärtige Ministerpräsident Isaac Zida hatte diesen Putsch angeführt, die Macht aber umgehend an Zivilisten zurückgegeben. Zida war zuvor stellvertretender Kommandeur der Präsidialgarde gewesen. Die Wahl im Oktober sollte die endgültige Rückkehr Burkina Fasos zu einer zivilen Regierung garantieren.

- © AFP
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Der ehemalige Präsident Blaise Compaoré lebt zur Zeit im Exil.

An der Spitze der Putschisten steht General Gilbert Diendéré, der ehemalige Generalstabschef Compaorés. In einer ersten Stellungnahme erklärte Diendéré den Putsch mit „schwerwiegenden Sicherheitsdefiziten“ und dem neuen Wahlgesetz, das ehemaligen Würdenträgern des Compaoré-Regimes eine Teilnahme untersagt. Mutmaßlich aber war ein anderer Grund ausschlaggebend für den Putsch: Als die Soldaten das Parlament stürmten, wurde dort gerade über die Zukunft der 1300 Mann starken Präsidentengarde beraten. Das Parlament war geneigt, dem Vorschlag der burkinischen Wahrheits- und Versöhnungskommission, die sich mit den Menschenrechtsverletzungen unter Compaoré beschäftigt hatte, zu folgen und die Einheit aufzulösen.

Gleichwohl mehrten sich Stimmen in Ouagadougou, die die Hand von Compaoré hinter dem Putsch sehen. Auslöser war eine Bemerkung des Vorsitzenden der Compaoré-Partei „Congress pour la démocratie et le progrès“ (CND), der das neue Wahlgesetz als „antidemokratisch“ bezeichnete. „Wer sich so verhält wie diese Übergangsregierung, braucht sich über die Folgen nicht zu wundern“, sagte Rock Marc Kaboré.
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© AP, reuters
Militärputsch in Burkina Faso


Compaoré, der sich 1987 an die Macht geputscht hatte und Burkina Faso 27 Jahre lang regierte, lebt gegenwärtig in der benachbarten Elfenbeinküste im Exil. Der ivorische Präsident Alassane Ouattara ist ein enger Vertrauter von Compaoré. Es wäre allerdings verwunderlich, wenn Ouattara es Compaoré gestatten würde, von ivorischem Boden aus einen Putsch in Burkina Faso zu organisieren. Ouattara muss sich im Oktober einer Wahl stellen, und seine Gegner werfen ihm seit langer Zeit vor, kein Ivorer, sondern ein Burkiner zu sein. Der Bürgerkrieg in Côte d’Ivoire von 2002 bis 2007 war maßgeblich von Burkina Faso heraus geplant worden.
( http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/afrika/armee-putscht-vor-praesidentenwahl-in-burkina-faso-13808860.html )


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Aktuelles aus (Zentral-und Süd-) Afrika

20.09.2015 um 10:05
In Somalia haben Al-Schabab-Kämpfer vorübergehend eine Militärbasis eingenommen, bevor sie von somalischen Streitkräften wieder vertrieben werden konnten. Laut Al-Schabab sollen dabei 13, laut Augenzeugen 9 Soldaten gefallen sein. Desweiteren hat Al-Schabab in den vergangenen Tagen auch einige Dörfer wiedereingenommen, aber die Somalische Regierung betont, dass diese Dörfer nicht strategisch wichtig seien.
Al-Shabab Overruns Somali Military Base

Al-Shabab militants briefly captured an army base in southern Somalia Friday — the latest of several high-profile attacks the group has carried out this month.

Ali Nur, deputy governor of the Lower Shabelle region, told VOA's Somali Service that militants attacked and took control of the Yaqbariweyne army base, about 120 kilometers southwest of Mogadishu.

He said Somali soldiers managed to retake the base after fierce fighting with the militants.

Al-Shabab says it killed 13 soldiers in the battle, while witnesses put the number of soldiers killed at nine.

On Thursday, Al-Shabab seized the military base of Jannale, just 65 kilometers south of Mogadishu, after African Union soldiers unexpectedly vacated the base. Militants killed at least 19 Ugandan soldiers in a raid on a base earlier this month.

Also Thursday, at least three Somali soldiers were killed in the southern port city of Kismayo when a bomb planted by al-Shabab exploded in a military camp.

Speaking to Reuters news agency, Somali President Hassan Sheikh Mohamud acknowledged that al-Shabab has retaken some villages but said they are not "strategic places and important."

Al-Shabab controlled most of southern Somalia as recently as 2010, but was pushed into the countryside by African Union and Somali government forces.

The group seeks to impose a strict form of Islamic law on the country and has frequently beheaded, stoned to death or amputated the limbs of people accused of various crimes.

On Monday, the bodies of three men beheaded by al-Shabab were found in the central Hiran region. Locals said the militants had accused two of the men, who were brothers, of spying for the Somali government. The third man was unidentified.
( http://www.voanews.com/content/al-shabab-overruns-somali-military-base/2969067.html )


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21.09.2015 um 21:44
Nach dem Putsch in Burkina Faso gegen Übergangspräsident Michel Kafando greift nun offenbar das Militär ein.

Dutzende Panzer sollen laut Medien auf dem Weg zur Hauptstadt Ouagadougou sein, um die Putschisten festzusetzen. Der Armeechef habe die Anführer des Staatsstreichs aufgefordert, ihre Waffen niederzulegen, berichtete der örtliche Radiosender Omega.
http://www.srf.ch/news/ticker


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21.09.2015 um 22:34
Update:
Die Armeepanzer rollten bereits auf die Hauptstadt Burkina Fasos zu. In letzter Minute aber gaben die Putschisten auf. Ein Blutvergiessen scheint abgewendet. Die Rückkehr zur Demokratie ist aber nicht gesichert.
http://www.srf.ch/news/international/putschisten-in-burkina-faso-geben-in-letzter-minute-auf


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Aktuelles aus (Zentral-und Süd-) Afrika

22.09.2015 um 08:32
Mehr zum Ende des Putsches in Burkina-Faso: offenbar läuft die Einigung zwischen der von der Präsidialgarde gestürzten Übergangsregierung und den Putschisten darauf hinaus, dass die Mitglieder der Übergangsregierung wieder freigelassen werden und ins Amt zurückkehren, und dafür die Putschisten Straffreiheit bekommen. Desweiteren werden die Parlaments- und Präsidentschaftswahlen von Oktober auf den 22. November verschoben. Und schließlich dürfen nach dieser Einigung nun auch Anhänger des, im letzten Jahr nach Bürgerprotesten gestürzten langjährigen Präsidenten, Compaoré Kandidieren.
Gestürzte Regierung und Militär einigen sich

Die Putschisten in Burkina Faso wollen sich wieder aus der Regierung zurückziehen und den abgesetzten Präsidenten, Michel Kafando, zurückkehren lassen. Im Gegenzug sollen die aufständischen Militärs Straffreiheit zugesichert bekommen.
21.09.2015
A man buys a newspaper in Ouagadougou
© Reuters
Ein Zeitungsverkäufer überbringt in Ouagadougou die Nachricht, dass sich die Präsidentengarde nach dem Putsch zurückziehen will.

In Burkina Faso zeichnet sich eine Lösung der politischen Krise ab. Nach dem Putsch in der vergangenen Woche einigten sich die gestürzte Regierung und das Militär am Wochenende auf ein Abkommen. Demzufolge sollen sich die Militärs aus der Regierung zurückziehen, der abgesetzte Präsident Michel Kafando zurückkehren und den Putschisten mit einem Gesetz Straffreiheit zugesichert werden. Außerdem sollen spätestens am 22. November Präsidenten- und Parlamentswahlen stattfinden. Ursprünglich waren diese bereits für Oktober geplant.

Soldaten der Präsidentengarde hatten am Mittwoch bei einem Militärputsch mehrere Mitglieder der Regierung in der Hauptstadt Ouagadougou festgenommen und am Donnerstag General Gilbert Diendéré zum neuen Präsidenten erklärt. Kurz darauf ließ die Brigade den abgesetzten Präsidenten Michel Kafando wieder frei.


Bei der Abstimmung werden auch Anhänger des früheren Präsidenten Blaise Compaoré kandidieren dürfen. Der langjährige Präsident Compaoré war im Oktober 2014 von massiven Bürgerprotesten gestürzt worden. Anschließend kam die Übergangsregierung unter Präsident Kafando an die Macht, die bis zur Amtsübergabe nach den Wahlen hätte regieren sollen. Die Putschisten um General Diendéré gelten als Vertraute von Compaoré und wollten mit dem Putsch die Machtverhältnisse von vor den Bürgerprotesten wiederherstellen.

Die Bewegung „Le Balai Citoyen“ (Der Besen der Bürger), die vor einem Jahr zum Sturz von Präsident Compaoré beigetragen hat, lehnt das Abkommen ab. Man werde sich bis zum Äußersten gegen die Vereinbarungen wehren, erklärte die Bewegung auf Facebook. In der Hauptstadt Ouagadougou trafen am Wochenende Anhänger und Gegner der Putschisten bei Kundgebungen aufeinander. Mindestens zehn Menschen wurden seit Mittwoch bei Zusammenstößen mit den Sicherheitskräften getötet, Hunderte wurden verletzt.

Am Dienstag soll bei einem Sondergipfel der Afrikanischen Union über den Plan zur Krisenlösung beraten werden, so der Vorsitzenden der Westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft (Ecowas), Senegals Staatschef Macky Sall. Sall rief in Burkina Fasos Hauptstadt Ouagadougou zur Ruhe auf, nachdem bei gewaltsamen Auseinandersetzungen infolge des Putschs in den vergangenen Tagen mindestens zehn Menschen getötet worden waren. Mehrere hunderte Menschen sind verletzt worden.
Video abspielen
© AP, reuters


Quelle: EPD/AFP
( http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/afrika/militaerputsch-krisenloesung-in-burkina-faso-in-sicht-13815290.html )


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22.09.2015 um 08:39
Bei drei Bombenanschlägen im Nordosten Nigerias kamen 54 Menschenums Leben. Es hat sich keine Gruppe dazu bekannt, aber die Boko Haram steht stark unter Verdacht.
Nigeria: Mindestens 54 Menschen sterben bei Bombenanschlägen

Drei Bomben explodieren im Nordosten Nigerias - mindestens 54 Menschen kommen ums Leben, Dutzende weitere werden verletzt. Die Anschläge tragen die Handschrift der islamistischen Terrormiliz Boko Haram.

Im Nordosten Nigerias sind bei Bombenanschlägen mindestens 54 Menschen getötet worden. Etwa 90 weitere Menschen seien verletzt worden, teilte die Polizei am Montag mit.

Die erste Explosion ereignete sich laut Augenzeugenberichten am Sonntagabend in einer Moschee im Ajilari-Viertel der Stadt Maiduguri. Zwei weitere Detonationen hätten wenige Minuten später in einem Ballungszentrum im Bintu-Sugar-Bezirk stattgefunden.

"Die Menschen waren gerade dabei, ihre Abendgebete zu beenden. Viele sind schwer verstümmelt worden", sagte ein Augenzeuge. Bisher bekannte sich keine Gruppe zu den Anschlägen im Bundesstaat Borno. Die Explosionen tragen aber die Handschrift der islamistischen Terrormiliz Boko Haram. In Maiduguri hatten die Extremisten bereits mehrfach Anschläge verübt.

Die sunnitischen Fundamentalisten wollen in der Region einen sogenannten Gottesstaat mit strengster Auslegung des islamischen Rechts errichten. Seit 2009 sind bei Angriffen und Anschlägen der Terroristen Schätzungen zufolge 17.000 Menschen ums Leben gekommen.

heb/dpa/AFP
( http://www.spiegel.de/politik/ausland/nigeria-mindestens-54-tote-bei-bombenanschlaegen-a-1054047.html )


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23.09.2015 um 08:56
In Burkina Faso haben die Putschisten und die Armee nun ein Friedensabkommen unterzeichnet, der die Punkte der Einigung (vergl. Beitrag von Taln.Reich, Seite 47 ) festhält.
Machtkampf in Burkina Faso: Putschisten und Armee unterzeichnen Friedensabkommen
Verhandlungen in Burkina Faso: Einigung mit Vermittlung des Königs der Mossi Zur Großansicht
AFP

Verhandlungen in Burkina Faso: Einigung mit Vermittlung des Königs der Mossi

Die Präsidialgarde in Burkina Faso beendet ihren Umsturzversuch. Die Putschisten einigten sich mit der Armee auf einen Fünf-Punkte-Plan. Interimspräsident Michel Kafando soll in sein Amt zurückkehren.

Der Putsch der Präsidialgarde RSP in Burkina Faso ist gescheitert. Nach dem Einmarsch der regulären Armee in die Hauptstadt Ouagadougou haben die Aufständischen eine Vereinbarung mit den Streitkräften getroffen.

Der Fünf-Punkte-Plan sieht unter anderem einen Rückzug der RSP in ihren Stützpunkt Naaba Koom II vor. Ihren Posten in der Hauptstadt sollen sie aufgeben. Im Gegenzug soll die reguläre Armee 50 Kilometer aus Ouagadougou zurückweichen. Sie gab überdies Sicherheitsgarantien für die Putschisten und ihre Angehörigen ab.

Beide Seiten präsentierten ihre Einigung beim König der Mossi, Mogho Naaba. Der Anführer der Mehrheitsethnie in Burkina Faso genießt großes Ansehen in dem westafrikanischen Land.

Der gestürzte Interimspräsident Michel Kafando soll auf seinen Posten zurückkehren. Eine Delegation von vier Staatschefs der westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft (Ecowas) komme am Mittwoch nach Ouagadougou und werde Kafando "wieder in den Sattel setzen", sagte Putschistenführer Gilbert Diendéré.

Ecowas hatte im nigerianischen Abuja einen Krisengipfel zur Situation in Burkina Faso abgehalten. Dort hatten die Staatschef die Präsidentengarde aufgefordert, die Waffen niederzulegen.

Diendérés rund 1200 Mann starke Elitetruppe hatte am vergangenen Mittwoch Präsident Kafando und mehrere Regierungsmitglieder festgesetzt. Kafando und zwei Minister waren bereits am Freitag auf internationalen Druck freigelassen worden.

Der Fünf-Punkte-Plan sieht eine Verschiebung der für den 11. Oktober geplanten Präsidentenwahl auf den 22. November vor. Die Wahl gilt als wichtiger Schritt beim Übergang zur Demokratie nach dem Sturz des Langzeitpräsidenten Blaise Compaoré im vergangenen Oktober.

Compaoré musste nach 27 Jahren an der Macht nach Massenprotesten ins Ausland fliehen. Putschistenführer Diendéré ist ein enger Vertrauter des gestürzten Machthabers. Er hat nun erreicht, dass Campaorés Anhänger bei der Wahl im November kandidieren dürfen.

syd/Reuters/AFP
( http://www.spiegel.de/politik/ausland/burkina-faso-putschisten-und-armee-unterzeichnen-abkommen-a-1054282.html )


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24.09.2015 um 08:49
Bei einer Razzia der Nigerianischen Armee gegen Boko Haram wurde ein Anführer der Boko Haram gefangen genommen und mehrere hundert Geiseln befreit.
Terrormiliz in Nigeria: Armee nimmt offenbar Anführer von Boko Haram fest

Der nigerianischen Armee ist nach eigenen Angaben ein Schlag gegen Boko Haram gelungen: Während einer Razzia konnte sie einen Anführer der Terrormiliz festnehmen und Hunderte Geiseln befreien.

Nigerias Armee hat offenbar einen hochrangigen Anführer der Terrormiliz Boko Haram festgenommen und mehr als 240 Frauen und Kinder aus der Gewalt der Extremisten befreit. Rund 40 weitere Mitglieder der Gruppe seien festgesetzt worden, teilte ein Sprecher des Militärs laut Nachrichtenagentur dpa mit.

Bulama Modu, der für viele taktische Entscheidungen der Fundamentalisten verantwortlich sein soll, wurde während einer Razzia in insgesamt zwei Boko-Haram-Lagern in der Stadt Banki im nordöstlichen Bundesstaat Borno gefasst, wie Armeesprecher Sani Usman sagte. Zahlreiche Waffen seien dabei sichergestellt worden.

Boko-Haram-Kämpfer hatten Banki für Angriffe genutzt, bei denen sie über die nahe gelegene Grenze nach Kamerun vordringen konnten. Erst am Dienstag hatte es mehrere versuchte Selbstmordattentate in der Stadt Amchide in Kamerun gegeben.

Es sei noch nicht klar, ob alle geretteten Frauen und Mädchen von den Islamisten entführt worden seien, sagte Usman der Nachrichtenagentur AFP. Derzeit werde noch der "exakte Status" der Befreiten geklärt. "Einige wurden gefangen gehalten, einige gehörten zu den Familien (der Kämpfer)", sagte er.

Laut der Menschenrechtsorganisation Amnesty International hatten die Islamisten seit Januar 2014 mehr als 2000 Mädchen und Frauen in ihre Gewalt gebracht. Die sunnitischen Terroristen wollen im Norden Nigerias einen sogenannten Gottesstaat mit strengster Auslegung des islamischen Rechts errichten. Seit 2009 sind bei Angriffen und Anschlägen der Gruppe Schätzungen zufolge 17.000 Menschen getötet worden.

kry/dpa/AFP
( http://www.spiegel.de/politik/ausland/boko-haram-nigerias-armee-nimmt-offenbar-terrormiliz-anfuehrer-fest-a-1054458.html )


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24.09.2015 um 11:07
Es erscheint wirklich so als würde das afrikanische engagement gegen boko haram in letzter zeit wirkung zeigen.
Es ist ihnen wirklich zu wünschen.

Dass da in der tat mehrere staaten jetzt gemeinsam in einer linie zusammen arbeiten ist sehr erfreulich.


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24.09.2015 um 11:10
Shionoro schrieb:Es erscheint wirklich so als würde das afrikanische engagement gegen boko haram in letzter zeit wirkung zeigen.
hoffe ich zumindest. Ich habe zugegebenermaßen keine ausreichende Datenlage, um sagen zu können wie der Krieg läuft.


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30.09.2015 um 08:03
In Addis Abeba, der Hauptstadt Äthiopiens,hat die erste vollelektrische Stadtbahn südlich der Sahara ihren Betrieb aufgenommen. Ermöglicht wurde dies im wesentlichen durch chinesische Investitionen.
Äthiopien nimmt Stadtbahn in Betrieb: "Jeder testet die neue Tram"

Die erste Tram Afrikas südlich der Sahara ist losgerollt. Die Einwohner von Äthiopiens Hauptstadt Addis Abeba sind begeistert. Den Bau haben chinesische Investitionen ermöglicht - auch die Fahrer sind Chinesen.
Addis Ababa Light Rail: "Meilenstein in der Entwicklung des Landes" Zur Großansicht
DPA

Addis Ababa Light Rail: "Meilenstein in der Entwicklung des Landes"

Zahlreiche Menschen stehen in Addis Abeba geduldig vor einem Ticketschalter, um erstmals mit Äthiopiens brandneuer Stadtbahn zu fahren. "Ich habe mir gerade erst ein Auto gekauft, aber ich wollte unbedingt mit der neuen Bahn fahren", sagt Taye Worku. Am Bahnsteig herrscht freudige Aufregung. "Jeder testet jetzt die neue Tram", sagt der 37-Jährige.

Die von Chinesen gebaute und finanzierte Stadtbahnlinie - eine Mischung aus U-Bahn und moderner Straßenbahn - verbindet den Süden und Norden der rund vier Millionen Einwohner zählenden Hauptstadt. Es ist die erste vollelektrische Stadtbahn ihrer Art in den knapp 50 Staaten Afrikas südlich der Sahara.

Insgesamt legt die Bahn 17 Kilometer zurück und hält an 22 Stationen. In den Waggons herrscht dichtes Gedränge. Es sei ein "Meilenstein" in der Entwicklung des Landes, sagt Worku.

Für die Einwohner von Addis Abeba ist es eine günstige Alternative zu den weit verbreiteten Minibus-Taxis. Mit umgerechnet 0,25 Euro kostet eine Tramfahrt knapp ein Drittel des Buspreises. Der 21 Jahre alte Daniel Worku ist begeistert. "Wir hätten ein Minibus-Taxi nehmen können, aber wir wollten unbedingt die Bahn ausprobieren", sagt er. "Wenn das schneller ist, werde ich von jetzt an Tram fahren."

Nach fünf Jahren Übergabe an Äthiopier

Lange galt Äthiopien als Armutsland. Hunderttausende Menschen starben in den Achtzigerjahren bei schweren Hungersnöten. Jetzt will sich der ostafrikanische Staat ein Image als Wirtschaftsstandort zulegen. In nur drei Jahren stampften nun überwiegend chinesische Unternehmen die 475 Millionen Dollar teure Stadtbahn aus dem Boden.

Tram in Addis Abeba: Finanziert, gebaut und gefahren durch Chinesen Zur Großansicht
DPA

Tram in Addis Abeba: Finanziert, gebaut und gefahren durch Chinesen
Rund 85 Prozent der Gelder kamen von Chinas Import-Export-Bank. Und es ist nur eines von vielen Projekten, das von der Volksrepublik finanziert und gebaut wird. Selbst die Schaffner der neuen Bahn kommen aus China. Sie soll den Äthiopiern erst nach fünf Jahren Betrieb vollständig übergeben werden.

Aus Sicht der äthiopischen Regierung ist China ein logischer Partner, sagt Afrika-Analystin Emma Gordon von der Beratung Verisk Maplecroft. "China stellt Äthiopiens staatlich dominiertes Wirtschaft nicht infrage und hat den Ruf, Projekte schnell fertigzustellen."

Ein Risiko dabei ist aber sowohl die steigende Staatsverschuldung als auch die Gefahr, dass dringende Wirtschaftsreformen angesichts von prestigereichen Großprojekten vergessen werden, wie Gordon erklärt. "Die chinesische Vorliebe, eigene Materialien und Arbeiter mitzubringen, führt dazu, dass ihre Investitionen weder den Arbeitsmarkt unterstützen noch die örtliche Industrie stärken."

Die neue Bahn, zeigen sich die Behörden zuversichtlich, werde die Lebensqualität der Äthiopier verbessern und das Verkehrschaos in der Hauptstadt mildern. Zudem plant die Regierung eine weitere Linie, die schon bald den Osten und den Westen der Stadt verbinden soll.

Symbol des Fortschritts

Doch dafür fehlt Äthiopien derzeit der Strom. "Die Stromversorgung war eine große Herausforderung, die den Start um mehrere Monate verzögert hat", sagt der Leiter des Stadtbahnprojekts, Behailu Sintayehua. Dieses Problem will Äthiopien mit dem Bau von Staudämmen lösen. Am Blauen Nil an der Grenze zum Sudan entsteht derzeit der größte Damm Afrikas.

Doch noch kämpfen die Äthiopier mit den häufigen und unangekündigten Stromausfällen in ihrem Land. Der neuen Tram dagegen soll der Saft nie ausgehen. Sie werde weiterfahren, selbst wenn der Rest der Stadt in Dunkelheit versinke, versprechen die Behörden. Die Linie sei direkt mit dem staatlichen Netz verbunden und habe eine funktionierende Notversorgung.

Gleisübergang: Stromausfälle sind in Äthiopien ein Problem - aber nicht für die Bahn Zur Großansicht
DPA

Gleisübergang: Stromausfälle sind in Äthiopien ein Problem - aber nicht für die Bahn
Seit 1991 hält sich Äthiopiens Regierungspartei an der Macht, die zuvor den Diktator Mengistu Haile Mariam verdrängt hatte. Eine Opposition gibt es faktisch nicht. Dissidenten würden verfolgt, die freie Meinungsäußerung sei nicht möglich, kritisieren Menschenrechtsaktivisten. Doch zumindest wächst die staatlich gelenkte Wirtschaft - in diesen Jahr erwartet der Internationale Währungsfonds (IWF) ein Wachstum von etwa acht Prozent.

Mit chinesischer Hilfe soll Äthiopiens Infrastruktur weiter ausgebaut werden. Autobahnen und Bahnstrecken sind geplant. Doch trotz aller schillernden Projekte herrschen vor allem in den ländlichen Regionen weiterhin Armut und Hunger. Allein in diesem Jahr brauchten rund 4,5 Millionen Äthiopier Nahrungsmittelhilfe, warnen die Vereinten Nationen. Auf dem Uno-Index für menschliche Entwicklung ist das Land mit Platz 173 von 187 unter den Schlusslichtern.

Doch die Äthiopier freuen sich über die neue Bahn als Symbol des Fortschritts. Worku ist schon nach der ersten Fahrt überzeugt, er will sein Auto künftig stehen lassen. "Vor wenigen Jahren hätte niemand so ein Projekt in Äthiopien für möglich gehalten", sagt er.

Marthe van der Wolf und Jürgen Bätz/dpa/abl
( http://www.spiegel.de/reise/fernweh/aethiopien-nimmt-stadtbahn-in-addis-abeba-in-betrieb-a-1055181.html )


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11.10.2015 um 09:16
Bei einer Schießerei zwischen Wilderern und Wildhütern im Garamba-Nationalpark in der Demokratischen Republik Kongo starben 3 Parkwächter und ein Soldat.
Nationalpark im Kongo: Elefantenjäger töten Elefantenschützer

Bei einem Feuergefecht mit Wilderern sind im Garamba-Nationalpark drei Ranger und ein Soldat ums Leben gekommen. In dem Schutzgebiet kommt es immer wieder zu Schießereien mit illegalen Elefantenjägern.
Ranger vor getötetem Elefanten (Archivfoto aus Kenia): Lukratives Geschäft mit Elfenbein Zur Großansicht
AP

Ranger vor getötetem Elefanten (Archivfoto aus Kenia): Lukratives Geschäft mit Elfenbein

Der zehn Mann starke Trupp der Parkwächter verfolgte eine Wildererbande bis zu ihrem Lager im westlichen Azande-Jagdgebiet. Dort kam es anschließend zum Schusswechsel, bei dem sich die Parkwächter deutlich in der Unterzahl befanden.

Ihnen blieb nur der Rückzug und die Flucht in Richtung Hauptquartier in Nagero. Ein Helikopter der Wildhüter habe bei der Evakuierung von sechs Männern geholfen, berichtet die Webseite des Garamba National Park. Er sei durch Beschuss jedoch beschädigt worden und habe nicht mehr zu den vier zurückgelassenen Rangern zurückfliegen können. Sie wurden am Donnerstag von einem inzwischen verstärkten Einsatztrupp tot aufgefunden.

Die vier getöteten Männer hinterlassen ihre Ehefrauen und insgesamt 14 Kinder. Im Garamba National Park in der Demokratischen Republik Kongo sind damit in diesem Jahr bereits acht Menschen im Kampf gegen Wilderer gestorben.

Trotz der Patrouillen der Parkwächter und militärischer Unterstützung schrecken Wilderer nicht davor zurück, die im Park lebenden Elefanten zu jagen. Zu wertvoll ist das Elfenbein, das durch illegale Zwischenhändler auf die Schwarzmärkte in Asien gelangt und dort Höchstpreise erzielt. Das Umweltprogramm der Vereinten Nationen (Unep) bezifferte den jährlichen Gesamtwert des blutigen Handels im Jahr 2014 auf über 200 Milliarden Dollar.


Jährlich werden in Afrika Zehntausende Elefanten getötet. Die dortige Population wird auf etwa 500.000 Tiere geschätzt. Auf dem Höhepunkt im Jahr 2011 dezimierten Wilderer den Bestand um etwa acht Prozent, was rund 40.000 Tieren entspricht. Die illegale Jagd ist auch auf die grassierende Armut in vielen afrikanischen Ländern und Korruption der Behörden zurückzuführen.

Der Handel mit Elfenbein wird von international agierenden Banden betrieben. Tonnenweise verschiffen sie das Material von Afrika nach Übersee - hauptsächlich nach Asien, über die Route landet es aber auch in westlichen Staaten. Die meisten Tiere sterben in zwei großen Gebieten Afrikas, wie Forscher jüngst mit DNA-Analysen beschlagnahmten Elfenbeins herausgefunden haben:

Über 85 Prozent des Elfenbeins von Waldelefanten stammte demnach aus dem sogenannten Tridom, einem geschützten, 140.000 Quadratkilometer großen Gebiet im Westen Afrikas. Es liegt an der Grenze von Gabun, der Republik Kongo, Kamerun und der Zentralafrikanischen Republik.
Das Elfenbein der Savannen-Elefanten kam dagegen zu mehr als 85 Prozent aus Ostafrika, einem Gebiet, das sich vom Selous Game Reserve im Südosten von Tansania zum Niassa Reserve im Norden von Mosambik erstreckt.

Die Wissenschaftler hoffen, dass präzise Informationen über die Herkunft des Elfenbeins helfen, gezielt den Druck auf die Behörden der jeweiligen Regionen zu erhöhen, um illegale Tötungen zu unterbinden. Doch die Forscher wissen auch, dass Wilderer weiterziehen, sobald Wildhüter konsequent durchgreifen oder es nicht mehr genug Elefanten gibt.

hda/jme/nww
( http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/nationalpark-in-kongo-wilderer-toeten-vier-ranger-a-1057167.html )


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Aktuelles aus (Zentral-und Süd-) Afrika

11.10.2015 um 09:18
Im Tschad kamen durch drei Bombenanschlägen, hinter denen vermutlich die Boko Haram steckt, mindestens 33 Menschen ums Leben.
Tschad: Dutzende Tote bei drei Bombenanschlägen

Drei Explosionen, mindestens 33 Tote: Das ist die traurige Bilanz von drei Terroranschlägen im Tschad. Die Sicherheitsbehörden machen die islamistische Miliz Boko Haram verantwortlich.

Bei drei Anschlägen im Tschad sind mindestens 33 Menschen getötet worden. Nach Angaben von Sicherheitsvertretern wurden zudem mehr als 50 Menschen verletzt. Die Explosionen ereigneten sich in der am Tschadsee gelegenen Stadt Baga Sola. Der See grenzt an Nigeria, die Sicherheitskräfte machten die dortige Islamistenmiliz Boko Haram für die Anschläge verantwortlich. Die Nachrichtenagentur AFP berichtet gar von mindestens 37 Todesopfern.

Der erste Anschlag wurde den Sicherheitskräften zufolge am Nachmittag auf dem belebten Fischmarkt von Baga Sola verübt. Kurz darauf wurden zwei weitere Explosionen in dem Stadtrandviertel Kousseri gemeldet, in dem Tausende Nigerianer leben, die vor Boko Haram in die bislang friedliche Stadt geflüchtet waren.

Neben Nigeria und dem Tschad grenzen auch Kamerun und Niger an den Tschadsee. Boko Haram verübt seit vergangenem Jahr vermehrt auch Anschläge in den Nachbarländern, deren Armeen inzwischen gemeinsam mit den nigerianischen Truppen gegen die Extremisten kämpfen.

Die Terrororganisation kämpft seit sechs Jahren für die Errichtung eines islamischen Gottestaats im mehrheitlich muslimischen Norden Nigerias. Schätzungsweise 17.000 Menschen wurden bisher getötet. Laut Kinderhilfswerk Unicef sind 1,4 Millionen Kinder auf der Flucht vor der Terrorgruppe.

Nach den jüngsten Anschlägen im Tschad berichteten Einwohner von Panik. Den Menschen biete sich ein grauenhaftes Bild, überall lägen Leichen und Leichenteile. Viele versuchten auf eigene Faust, abgetrennte Gliedmaßen den Opfern zuzuordnen. Berichte, wonach die Anschläge von einem jugendlichen Selbstmordattentäter und zwei verschleierten Frauen verübt wurden, bestätigten die Behörden zunächst nicht.

apr/AFP/Reuters
( http://www.spiegel.de/politik/ausland/boko-haram-dutzende-tote-im-tschad-bei-bombenanschlaegen-a-1057199.html )


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Aktuelles aus (Zentral-und Süd-) Afrika

12.10.2015 um 07:30
Nach dem Streit um die Auslieferung des Sudanesischen Präsidenten will die Südafrikanische Regierungspartei ANC nichtlänger mit dem Internationalen Strafgerichtshof zusammenarbeiten.
Südafrika: ANC will nicht mehr mit Weltstrafgericht zusammenarbeiten

Im Streit um die Auslieferung des sudanesischen Präsidenten geht die südafrikanische Regierung auf Konfrontationskurs: Sie plant sogar, die Zusammenarbeit mit dem Internationalen Strafgerichtshof zu beenden.


Sudanesischer Präsident Umar Hassan al-Baschir: Auslieferung misslungen

Im Juni besuchte der sudanesische Präsident Umar Hassan al-Baschir Südafrika. Eigentlich hätte er das Land nicht verlassen dürfen, weil ihm Kriegsverbrechen vorgeworfen werden. Eigentlich hätte Südafrika ihn an den Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag ausliefern müssen. Einem entsprechenden Abkommen ist Südafrika verpflichtet. Es ist wie 122 andere Länder dem internationalen Pakt zur länderübergreifenden Strafverfolgung beigetreten. Doch Baschir reiste problemlos wieder aus Südafrika ab.

Die Nachfrage aus Den Haag, warum Baschir, gegen den ein internationaler Haftbefehl vorliegt, nicht an das Tribunal überführt wurde, ließen die Südafrikaner unbeantwortet und baten vergangene Woche um mehr Zeit.

Am Wochenende nun sagte Obed Bapela, ein ranghoher Minister der Regierungspartei ANC, Südafrika wolle die Zusammenarbeit mit dem Internationalen Strafgerichtshof beenden. Er habe "seine Ausrichtung" verloren und sei von "mächtigen Ländern" gesteuert, die ihre "selbstsüchtigen Motive" verfolgten.

Im Parlament soll nun darüber diskutiert werden, ob Südafrika weiter mit dem Weltstrafgericht zusammenarbeitet.

bor/Reuters/dpa
( http://www.spiegel.de/politik/ausland/suedafrika-will-pakt-mit-strafgerichtshof-aufkuendigen-a-1057248.html )


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Aktuelles aus (Zentral-und Süd-) Afrika

15.10.2015 um 07:48
Die USA schicken 300 Soldaten, die im Kampf gegen die Boko Haram helfen sollen.
Nigeria: Obama schickt Soldaten in den Kampf gegen Boko Haram
Boko-Haram-Kämpfer (Archiv): Tausende Menschen wurden Opfer der Terrorgruppe Zur Großansicht
AFP/ Boko Haram

Boko-Haram-Kämpfer (Archiv): Tausende Menschen wurden Opfer der Terrorgruppe

Die USA wollen den Kampf gegen die Terrorgruppe Boko Haram mit Soldaten unterstützen. Präsident Obama schickt 300 Mann - ein Teil der Truppe ist schon gen Afrika unterwegs.

US-Präsident Barack Obama hat die Verlegung von 300 Soldaten nach Kamerun angekündigt. In einem am Mittwoch vom Weißen Haus veröffentlichten Brief informierte Obama den Senat und das Repräsentantenhaus über die US-Militärmission. Sie soll der Sammlung von Geheimdiensterkenntnissen und der Aufklärung in dem westafrikanischen Land dienen.

Kamerun gerät zunehmend ins Visier der Islamistengruppe Boko Haram, die ihre Hochburg im Norden des Nachbarlandes Nigeria hat. Laut US-Regierung sind rund 90 US-Soldaten bereits auf dem Weg ins Einsatzgebiet. Die Einheiten seien für die Selbstverteidigung bewaffnet und würden so lange in Kamerun bleiben, "bis ihre Unterstützung nicht mehr gebraucht wird".

Boko Haram kämpft seit 2009 für einen islamischen Staat im Norden Nigerias. Sie verübt auch Anschläge in den Nachbarländern. Die sunnitischen Fundamentalisten wollen einen sogenannten Gottesstaat mit strengster Auslegung des islamischen Rechts errichten. Die Gruppe hat allein in Nigeria mindestens 14.000 Menschen getötet und Hunderte verschleppt.

Zuletzt verursachte die Gruppe offenbar zwei Explosionen im Nordosten Nigerias. Dabei kamen am Dienstagabend mindestens sieben Menschen ums Leben, elf weitere wurden verletzt. Zwei Selbstmordattentäter hätten an ihrem Körper befestigte Sprengstoffgürtel in der Stadt Maiduguri (Bundesstaat Borno) gezündet, sagte ein Militärsprecher am Mittwoch. Die Opfer seien nach Abendgebeten auf dem Heimweg gewesen.

ler/Reuters/AFP
( http://www.spiegel.de/politik/ausland/nigeria-obama-schickt-soldaten-gegen-boko-haram-a-1057850.html )


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Aktuelles aus (Zentral-und Süd-) Afrika

23.10.2015 um 07:44
Im Südsudan, dass sich gegenwärtig trotz des unterinternationalen Druck ausgehandelten Waffenstillstandes im Bürgerkrieg befindet, sind mehr als 30.000 Menschen vom Hungertod bedroht.
Uno: Mehr als 30.000 Menschen im Südsudan vom Hungertod bedroht

Die Vereinten Nationen sind angesichts der Lage im Südsudan alarmiert. In dem von schweren Kämpfen gebeutelten Land drohen Zehntausende vor Hunger zu sterben.

Die Uno warnt davor, dass im Krisenstaat Südsudan Zehntausende Menschen verhungern könnten. "Mindestens 30.000 Menschen leben unter extremen Bedingungen und sind vom Hungertod bedroht", heißt es in einer in Nairobi veröffentlichten gemeinsamen Erklärung der Welternährungsorganisation FAO, des Welternährungsprogramms WFP sowie des Kinderhilfswerks Unicef.

Der erst 2011 gegründete Staat Südsudan wird von schweren Kämpfen zwischen Anhängern der Regierung und Rebellen erschüttert. In dem nordostafrikanischen Land war im Dezember 2013 ein Machtkampf zwischen Präsident Salva Kiir und seinem einstigen Stellvertreter, Rebellenführer Riek Machar, eskaliert.

Seitdem wurden bei Kämpfen und ethnisch motivierten Massakern Zehntausende Menschen getötet, mehr als zwei Millionen Menschen befinden sich auf der Flucht. Ein unter internationalem Druck im August zustande gekommener Waffenstillstand wurde danach erneut gebrochen.

kev/AFP/Reuters
( http://www.spiegel.de/politik/ausland/uno-ueber-suedsudan-30-000-menschen-vom-hungertod-bedroht-a-1059091.html )


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jeremybrood
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Aktuelles aus (Zentral-und Süd-) Afrika

23.10.2015 um 09:39
Taln.Reich schrieb:Die USA schicken 300 Soldaten, die im Kampf gegen die Boko Haram helfen sollen.
Die Boko Haram geht sehr ähnlich wie dei ISIS vor.
Nicht nur hat sie sich an Landesgrenzen in Konfliktgebieten eingenistet, wo die Staatsmacht nur schwer an sie herankommt, eine der Hauptfinanzierungsquellen von Boko Haram ist wie bei ISIS der illegale Ölhandel

http://sweetcrudereports.com/2015/08/07/us-fears-boko-haram-funded-with-stolen-crude-money/


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23.10.2015 um 09:45
@jeremybrood
Boko Haram ist ein Teil von Daesh.


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