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Die FDP - Rösler hat noch mal Glück gehabt. Wie lange noch?

139 Beiträge, Schlüsselwörter: Bundestagswahl, FDP, Rösler, Landtagswahl Nds
25h.nox
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Die FDP - Rösler hat noch mal Glück gehabt. Wie lange noch?

21.01.2013 um 12:28
jetzt wirds absurd... rösler bietet seinen posten an, brüderle will nicht...


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Thor_2012
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Die FDP - Rösler hat noch mal Glück gehabt. Wie lange noch?

21.01.2013 um 12:30
Vielleicht will ja einer von hier? ;)


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Die FDP - Rösler hat noch mal Glück gehabt. Wie lange noch?

21.01.2013 um 12:52
@Kc

hallo Kc :)

erstmal danke für dein ausführlichen kommentar
ich werde heut nachmittag darauf zurück kommen !

auf der arbeit is das zu kompliziert :D


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Die FDP - Rösler hat noch mal Glück gehabt. Wie lange noch?

21.01.2013 um 13:04
Mich nervt diese hämische Kritik an der FDP maßlos. Die meisten Bürger in Deutschland können doch nicht einmal Wahlprogramme lesen, geschweige denn sich mit den Positionen von Parteien auseinandersetzen, um darauf aufbauend fundierte Wahlentscheidungen zu treffen. Deutschland braucht dringend eine funktionierende liberale Partei. Wir sind in Deutschland schon so weit nach Links gedriftet (selbst die CDU), dass bereits vollkommen legitime, liberale Positionen als Populismus, Raubtierkapitalismus, Menschenverachtend und Lobbyismus wahrgenommen werden.

Und was ist mit der Milliardenteuren Sozialindustrie die sich mittlerweile in Deutschland breitgemacht hat? Die lebt davon, dass das Bild der verarmenden Gesellschaft aufrecht erhalten wird. Dort findet ein professionell organisierter Lobbyismus statt. SPD, Linke und Grüne KÖNNEN nur Wahlen gewinnen, wenn sie die Geschichte der Ungleichheit und Armut wie ein Mantra wiederholen und in die Bevölkerung tragen. Fakten zählen in der öffentlichen Debatte gar nicht mehr. Warum gewinnt die Linke nicht? Weil es eben nicht so viele "arme Leute" gibt, wie sie immer wieder suggerieren möchte! Wir könnten Vollbeschäftigung haben und die SPD/LINKE würde trotzdem davon sprechen, wie ungerecht die Welt ist.

Auch das Politikerbashing geht mir gegen den Strich. Die meisten können nicht einmal ausformulieren, was genau sie an der Arbeit der Politiker stört. Denn sie sind medial bereits so manipuliert (halten sich allerdings für besonders schlau! Was für ein Irrlglaube!), dass sie jede Meldung die den Untergang der Gesellschaft propagiert, gierig aufsagen und in ihr eigenes, unvollständiges Weltbild integrieren. Das erlebe ich in Diskussionen immer wieder. Über Fakten wird sich selten ausgetauscht. Stattdessen dominieren Floskeln, Halbwahrheiten und Unwissen die politsichen Diskussionen. Und wenn man auf Fakten hinweist, wird man persönlich angegriffen. Kann man auch hier auf Allmy beobachten.

Ich hoffe der FDP gelingt mit neuer Spitze ein Neuanfang, damit sie ihr liberales Profil wieder schärfen und sich klar von den Positionen der anderen Mainstream Parteien abgrenzen kann. Es ist doch Bezeichnend: Gerade bei den Internet Affinen, jüngeren Leuten, ist Leutheuser-Schnarrenberger (FDP), eine der beliebtesten und glaubwürdigsten Politikerinnen überhaupt, eben weil sie standfest für Grundliberale Positionen einsteht. Würden das in der FDP alle beherzigen, hätte diese Partei nicht mit solchen Problemen zu kämpfen.


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21.01.2013 um 13:05
Eilmeldung: Rösler bleibt doch Chef. Interessant :)


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25h.nox
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21.01.2013 um 13:11
Flodolski schrieb:Warum gewinnt die Linke nicht? Weil es eben nicht so viele "arme Leute" gibt, wie sie immer wieder suggerieren möchte!
arme menschen gehen nicht wählen. die linkspartei ist keine unterschichten partei, auch wenn sie für die politk machen wollen.
Flodolski schrieb: Wir könnten Vollbeschäftigung haben und die SPD/LINKE würde trotzdem davon sprechen, wie ungerecht die Welt ist.
weil ich nen job hab wird dadurch doch die welt nicht gerechter.
entweder kann ich davon nicht leben und muss vom staat zusätzlich stütze bekommen, oder ich muss deutlich mehr steuern zahlen als leute die gleich viel geld verdienen nur halt über zinsen.
Flodolski schrieb:wenn sie die Geschichte der Ungleichheit und Armut wie ein Mantra wiederholen und in die Bevölkerung tragen. Fakten zählen in der öffentlichen Debatte gar nicht mehr.
das heißt die aufgehende schere zwischen arm und reich ist ne erfindung der spd?
Flodolski schrieb: Es ist doch Bezeichnend: Gerade bei den Internet Affinen, jüngeren Leuten, ist Leutheuser-Schnarrenberger (FDP), eine der beliebtesten und glaubwürdigsten Politikerinnen überhaupt, eben weil sie standfest für Grundliberale Positionen einsteht
die fordert halt im gegensatz zum rest nicht ständig steuersenkungen sondern mehr bürgerrechte.


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Die FDP - Rösler hat noch mal Glück gehabt. Wie lange noch?

21.01.2013 um 13:41
Die Verteilung der Einkommen, sagt erstmal aber noch gar nichts über den Wohlstand der Gesellschaft aus! Natürlich wird es zum Problem, wenn mehr Menschen aus der Mittelschicht in untere Einkommensklassen abdriften, als umgekehrt. Und ich sage ja auch nicht, dass ich selber mit allen Positionen der FDP übereinstimme. Ich sage nur, dass wir eine extrem einseitige Berichterstattung und politsiche Diskussion in Deutschland haben, die viele andere Faktoren außen vor lässt.

Die Veränderung der Einkommensverteilung hat nichts mit einem "politischen Willen" zu tun, sondern mit strukturellen Veränderungen des Marktes, auf die Politik gar nicht angemesen reagieren KANN. Daraus folgt die Wahrnehmung, dass die Politik zum Lakaien der Märkte geworden ist. Insbesondere in den letzten 12 Jahren hat der Abstieg aus der Mittelschicht in untere Einkommensklassen zugenommen. Was ist in den letzten Jahren aber auch passiert? Das Internet, mit seiner komplett marktverändernden Wucht. Ich selber arbeite gerade an einer Unternehmensgründung im Bereich der Reisebüro Branche, um für diese neue Vertriebskanäle zu schaffen. Fakt: Noch in den 1990'er Jahren gab es annähernd 20.000 Reisebüros in Deutschland. 2011 waren es noch ca. 10.000!! Da kann man ausrechnen, wie viele Menschen ihren Job verloren haben, bzw. sich umorientieren mussten.

Warum? Das Aufkommen von Online Portalen hat zu einer drastischen Wettbewerbsverschärfung geführt, so dass nur noch die Reisebüros überlebt haben, die über einigermaßen solide Einnahmen verfügen. Wo es vor dem Internetzeitalter noch möglich war, gerade eben so über die Runden zu kommen, ist es heute ein Kampf um Kundschaft und den richtigen Marktpreis. Denn was haben wir in den letzten Jahren auch erlebt? Richtig. Die Preise für sehr viele Konsumgüter und Dienstleistungen (ich rede nicht von Lebensmitteln), sind drastisch nach unten gegangen. Wo ein Fernsehr früher noch gut und gerne 5000 DM gekostet hat, kriegt man heute schon Full HD Geräte für 500 Euro! Und daran hängt nicht nur der Produzent, sondern die gesamte Lieferkette inklusive aller Angestellten, die ein Gehalt erhalten müssen. Der Preisdruck, der letzten Endes vom Endkunden forciert wird, hat eben Auswirkungen auf die Unternehmen. Da kann die Politik auch Kopfstand machen, es ändert nichts.

SPD und Co. leben immer noch im 20. Jahrhundert, wo Wirtschaftsprozesse noch einigermaßen überschaubar und berechenbar waren. Ein Gros der Politiker hat vom Internet und seinen Auswirkungen überhaupt keine Ahnung. Globalisierung hat erst durch das Internet den Turboboost eingelegt! Und der Deutsche an sich, in seiner "Vollkasko- Absicherungsmentalität", kommt da offenbar auch nicht mehr mit.


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21.01.2013 um 13:47
Toller Artikel von A. Lichtschlag auf EF.
Blogger Hennig volltreffert: „Konsolidierung, Stabilisierung, kein Hauch von Systemkrise. Die Zeichen stehen auf Ruhe, Biedermeier, Gemächlichkeit. Politisch, wirtschaftlich, kulturell. 2013 wird ein idyllisches Jahr. Wie 1913.“
http://ef-magazin.de/2013/01/21/3981-politische-wirtschaftliche-und-kulturelle-ruhe-2013-wie-1913


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Fidaii
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21.01.2013 um 13:54
Ein gewisser Teil der Menschen aus Niedersachsen ist mir unsympathischer geworden...
Hoch lebe die "Demokratie"!


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25h.nox
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21.01.2013 um 14:06
Flodolski schrieb:Die Veränderung der Einkommensverteilung hat nichts mit einem "politischen Willen" zu tun,
wie ist es sonst zur abgeltungssteuer gekommen? ist die vom himmel gefallen?


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Die FDP - Rösler hat noch mal Glück gehabt. Wie lange noch?

21.01.2013 um 14:09
@Flodolski
Flodolski schrieb:Deutschland braucht dringend eine funktionierende liberale Partei.
Liberale Alternativen, welche keinen wischiwaschi Liberalismus wie die FDP betreiben, gibt es, z.B die PDV. Aber Deutschland ist wie es aussieht nicht an liberale Politik intressiert. Da kann man nichts machen.
Flodolski schrieb:Die meisten Bürger in Deutschland können doch nicht einmal Wahlprogramme lesen, geschweige denn sich mit den Positionen von Parteien auseinandersetzen, um darauf aufbauend fundierte Wahlentscheidungen zu treffen.
Dieser Punkt trifft den Nagel auf den Kopf. Meiner Meinung nach ist dies auch ein Grund für die inhaltliche Annäherung aller grossen Parteien. Die Parteien müssen gar nicht mehr nach ihren grundsätzlichen Werte- und Politikvorstellungen agieren, denn was zählt sie nur die Wahlversprechungen, welche an aktuellen Geschehnissen geknüpft sind.
Die Menschen sind halt bequem geworden und wollen keine neue Veränderungen oder Risiken eingehen...


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Warhead
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21.01.2013 um 14:18
@liberta
Lichtschlag ist ein durchgeknallter Anarchokapitalist,Anarchokapitalisten haben mit gewöhnlichen Kapitalisten gemein das sie andere für sich arbeiten lassen,keinen Finger rühren und dreist behaupten sie hätten hart für ihren Wohlstand gearbeitet
Flodolski schrieb:Wo ein Fernsehr früher noch gut und gerne 5000 DM gekostet hat, kriegt man heute schon Full HD Geräte für 500 Euro!
Welche sich spätestens nach Ablauf der Garantiezeit hoffnungslos aufrauchen,während die alte Röhrenglotze von Loewe Opta läuft und läuft und läuft.
Also wat nu...Schuhe von Alden aus Pferdeleder für 400€ die bei guter Pflege zwanzig Jahre halten oder Todeslatschen von Deichmann die nach vier Monaten in der Tonne landen...denn ein Schuster mit Anspruch wird sich weigern die Dinger auch nur mit der Zange anzufassen


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21.01.2013 um 14:23
Wenn es keine FDP mehr gibt, was soll mein Zahnarzt dann wählen? Ach ja, Grüne!


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21.01.2013 um 16:30
Wir haben einen homosexuellen Außenminister aus der FDP, der nicht diesleben Rechte besitzt wie andere aus seiner eigenen Partei oder die Bundeskanzlerin oder überhaupt alle anderen, heterosexuellen Minister und Bürger. Was für eine Partei ist das, die mit einer anderen Partei koaliert, die ganz offen verfassungsfeindliche Ideologien pflegt? Keine Sau braucht die FDP, die FDP disqualifiziert sich selbst mit ihrer Klientelpolitik. Es geht nicht um Menschen, es geht um Profite und das ist schon ziemlich abartig.

Darüber hinaus gibt es keine Sozialindustrie. Arbeitsämter sind JobCenter geworden und deren Aufgabe ist es nicht Arbeit zu vermitteln, sondern Jobs. Billigjobs halt, bei denen man nach einem halben Jahr oder Jahr wieder entlassen wird. Die FDP findet diese rechtlose Billiglohnindustrie doch vollkommen dufte, schließlich ist das doch genau ihr ding.

Die Politik ist noch gar nicht links genug, solange wie Bürgern Grundrechte wie das Recht auf körperliche Unversehrtheit, Heirat und anderes verwehrt werden, wie Zensur existiert und keine Regulierungen verhindern, dass Miethaie bis in alle Ewigkeit die Mieten erhöhen dürfen und damit die Urbevölkerung langsam in Slums treiben.


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21.01.2013 um 18:18
Tut mir Leid, aber hier beweist du eine unglaubliche Naivität und Einseitigkeit. Zur Verdeutlichung der Zusammenhänge zwischen wirtschaftlicher, gesellschaftlicher und politischer Situation hier ein prägnantes Beispiel:

Warum ist eine stark vereinfachende Steuerreform nicht durchsetzbar? Weil eine ganze Industrie, nämlich die Steuerberater, Antwälte und Konsorten davon ihr tägliches Brot bestreiten. Ein Großteil der weltweiten Steuerliteratur ist Deutsch! Wenn jetzt jeder Hans und Franz das Steuersystem verstehen würde, weil die Steuererklärung auf den Bierdeckel passt, steht eine ganze Branche vor seeehr großen Problemen. Daher wird dort eine Menge Lobbyarbeit betrieben.

Jetzt zur "Sozialindustrie". Allein die sozialen Hilfsorganisationen, Sozialarbeiter, Mitarbeiter in Jobcentern usw. verschlingen jedes Jahr Milliarden an Steuergeldern in Form von Gehältern, Budgets für immer neue Projekte, Verwaltungsaufwand, Öffentlichkeitsarbeit etc. Da findet teilweise eine enorme Verschwendung von Steuergeldern statt. Hunderttausende von Menschen arbeiten also in einer "Industrie", die im Grunde ihre Daseinsberechtigung nur aus "Armut und misslicher Lage anderer Menschen" zieht. Wäre ich ein Zyniker würde ich sagen: Diese Industrie BRAUCHT Armut, um zu existieren. Denn der Sozialarbeiter wird überflüssig, wenn es keine "armen Nichtsnutze" mehr gibt, die Führung und Betreuung brauchen. Können das Hundertausende Menschen wollen, die ihr Gehalt nur deshalb erhalten, weil es Armut gibt? Ebenso ist klar, dass es Politikern darum geht, ihre Wählerschaft bei Laune zu halten. Und wer sich soziale Gerechtigkeit auf die Fahnen schreibt, der MUSS propagieren, dass dieses Ziel nicht erreicht ist, solange sie nicht an der Macht sind.

Guck dir Bayern an. Tiefkonservatives Bundesland. Eine Erfolgsgeschichte. Guck dir dagegen das Linksdurchsetzte Berlin an. Der Schandfleck der Republik. Arbeitslosigkeit, Hartz4, Armut, Verwahrlosung, Kriminalität usw. Im Grunde projezieren viele Deutsche, Berlins Situation (weil permanent in den Medien) permanent auf ganz Deutschland, erhalten dadurch ein verzerrtes Bild der Realität und kommen zu falschen Schlussfolgerungen. Und das ist Schwachsinn. Denn ganz Deutschland sieht sicherlich nicht so aus wie der Moloch Berlin.

Bayern geht es gut. Baden Württemberg geht es gut (Vorrausgesetzt Grün/Rot zerstört die Errungenschaften der konservativen Erfolgsgeschichte nicht). Bayern und Baden Württemberg sind die EINZIGEN verbliebenen Einzahler in den Länderfinanzausgleich. Ohne diesen wären Staaten wie Berlin bereits versunken in komplettem Chaos. Es will mir also nicht in den Kopf, wie man einen weiteren Linksdrall der Politik überhaupt denken kann.


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21.01.2013 um 18:27
Ich habe Hessen als Geberland im Länderfinanzausgleich unterschlagen :)


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21.01.2013 um 18:44
Man bräuchte keine große Sozialindustrie, würden die JobCenter wieder Arbeitsämter werden und ihre Arbeit machen und anderen Leuten Arbeit verschaffen, statt Minijobs. Völlig richtig, dass die Industrie ihre Grundlage daraus zieht, dass die Leute arm sind und diese armut verdanken sie der Politik und es ist nicht die FDP die was an der Armut also an der Industrie ändern will. Warum auch? Die FDP hat doch nichts gegen Armut, deren Interesse ist es doch, den Reichtum derjenigen zu erhalten und vermehren die oben stehen. Die kämen doch nie und nimmer auf einen Mindestlohn oder darauf Minijobs abzuschaffen oder überhaupt zu regulieren. Diese Industrie ist doch genau der heimliche Traum der FDP, Arbeitgeber verdienen viel Geld, Arbeitnehmer sind leicht zu entlassene Lohnsklaven. Die Arbeitslosenstatistik ist von vorn bis hinten geschönt, in Wirklichkeit beziehen Abermillionen Hartz IV bzw. tun es rhytmisch oder müssen aufstocken. Klar, die Materalien für ihre Geschäfte bezahlen sie, sich etwas zu nehmen obwohl man es sich nicht leisten kann ist halt Diebstahl. Auf der anderen Seite aber Arbeitnehmer zu beschäftigen ohne sie ausreichend bezahlen zu können ist legal. Man braucht nicht zu propagieren, dass das Ziel nicht erreicht ist, weil man sich Meilenweit davon entfernt befindet.

Und ja ich schau nach Bayern und? Wenn ich mir die Sendung Quer anschaue, dann kann ich auch in Bayern immer wieder auftauchende Probleme entdecken. Berlin ist sicherlich nicht der Schandfleck der Republik, in Anbetracht dessen, wie beliebt die Stadt ist. Hat sie Probleme? Natürlich, hätte Bayern wohl auch stärker, wären sie Jahrzehnte von roten Faschisten regiert worden, soviel besser sind schwarze, zensurliebende Homohasser auch nicht wirklich. Ich habe die Gründe für einen weiteren Linksdrall schon genannt, Verfassungsfeindlichkeit ist halt für den Menschen ziemlich ungesund.


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21.01.2013 um 19:14
Ja und da gehen unsere Meinungen aufgrund unterschiedlicher Auffassung schlicht auseinander. Der Ordoliberalismus z.B. hat einen anderen Bezug dazu, wie Wirtschaftspolitik aussehen sollte, um den Wohlstand einer Gesellschaft zu maximieren und Armut zu reduzieren.

Es hört sich immer so leicht an: Die JobCenter/Arbeitsämter sollen Arbeit beschaffen. Ja und wo soll die Arbeit herkommen? Ich habe die Vollkasko, Absicherungsmentalität der Deutschen bereits in irgendeinem Beitrag kritisch erwähnt. Sich Selbstständig machen, Unternehmer werden, hat in Deutschland in vielen Kreisen immer noch etwas anrüchiges. Dabei braucht es zunächst IMMER erst einmal einen (oder mehrere) Menschen, der den unsicheren Weg in die Selbstständigkeit wagt, weil er der Meinung ist, einen Trend erkannt zu haben. Dadurch entstehen erst die so geliebten Arbeitsplätze, von denen alle zehren wollen. Und wer dieses Risiko geht, der will auch in höherem Umfang davon profitieren, als wenn er einfach nur den einfachen Weg des Angestellten geht. Jobs wachsen nicht auf Bäumen.

Zum Thema verzerrte Wahrnehmung. Wie kommst du darauf die Arbeitgeber verdienen viel Geld? Hier wird wieder alles pauschal gleichgemacht. Genau wie Berlin gerne als Projektsfläche für ganz Deutschland genommen wird, wird der Großkonzern gerne als Auswuchs des bösen Arbeitgebers herangezogen. Dabei geht der absolut größte Teil der deutschen Wirtschaft auf Klein- und mittelständische Betriebe zurück. Die oftmals auch noch seit mehreren Generationen familiengeführt sind. Dort herrscht meist eine enge Bande zwischen Belegschaft und Führugnsriege. Kann man natürlich nicht wissen, wenn man derartige Betriebe noch nie von innen gesehen hat und glaubt, die Welt besteht nur aus bösen Ackermännern. Viele Arbeitgeber, dazu gehört auch der Friseursalon um die Ecke, kommen gerade so über die Runden. Mein Vater z.B. hat ein eigenes Restaurant und da lebt man nicht in Saus und Braus. Die Steuerbelastung ist riesig. Die Umsätze der meisten Unternehmen reichen gerade eben aus, um die die Belegschaft zu bezahlen und vielleicht eine kleine Rücklage zu bilden. Viele finanzieren sich um Grunde über Jahre aus Fremdkapital. Da ist z.B. an Mindestlöhne, zusätzlich zur Steuerbelastung, gar nicht zu denken.

Eben aus dem Grund ist linke Politik teilweise ein riesiger Widerspruch in sich. Ich bin im Grunde auch für Mindestlöhne, damit jeder von seiner Arbeit leben kann. Dann darf man aber im gleichen Zug nicht auch noch für Steuererhöhungen eintreten, sondern muss die Belastungen für Unternehmen so reduzieren, dass der Umsatz anstatt in Steuern, in höhere Löhne fließen kann. Das Gros der Unternehmen verfügt schlicht und ergreifend nicht über die Liquidität, um höhere Löhne zu zahlen.


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21.01.2013 um 19:30
Und die Beschäftigungsmentalität der Arbeitgeber spricht genauso Bände, die zwar bereit sind zig tausend Euro an Zeitarbeitsfirmen zu bezahlen, von denen dann aber nur ein Bruchteil bei denen ankommt, die letztendlich die Arbeit machen. Und diejenigen die nicht tausende Zahlen sondern weniger als wovon man leben kann, sorry aber dann sollten sie halt aufgeben. Was soll das für eine Marktwirtschaft sein, wo man sich Leute nimmt, sie aber nicht ausreichend bezahlen kann und dann a) darauf hofft, dass sie halt stillschweigend am Existenzminimum krepeln oder b) sich mehr Geld vom Staat holen? Wenn jemand nicht bezahlen kann, hat er eben pech gehabt, ich kann ja auch nicht eine Firma aufmachen und dann dem Vermieter sagen "Sorry aber das Geschäft läuft SO gut nun auch nicht, geben Sie sich doch mit einem Drittel zu frieden. Im Gegensatz zu einem Arbeitnehmer hat ein Vermieter allerdings eine weit bessere Position, mal ganz davon abgesehen, dass sich Arbeitnehmer in dem Fall strafbar machen würde, bei dem anderen ist es wie schon gesagt eben legal.

Gegen Großkonzerne habe ich überhaupt nichts, im Gegenteil. Solange wie es kein Monopol gibt, sie im Wettbewerb stehen, keine Zensur betreiben (so wie Wal Mart) und meine Rechte als Kunde wahren und nicht gegen das Gesetz verstoßen, kann es von mir aus sogar noch viel mehr geben. Mir waren große Geschäfte sowieso schon immer lieber als kleien Tante Emma Läden in denen die Alte mir die Augen in den Rücken starrt (natürlich war das jetzt gerade stark übertrieben).

Die FDP fänden sicher viele Leute supi, würden sie sich tatsächlich für den Menschen interessieren und das menschliche liberal im Sinne von offen, gegen Zensur, für die Verfassung ect. verstehen, da das Wort liberal aber dort dafür steht, für den Profit mit Leuten zu koalieren, die denken Homosexualität wäre eine Krankheit, Jugendmedienschutz eine tolle Sache, Bevölkerungswachstum funktioniert mit dem richtigen Rezept ewig und die Verfassung eher ein Hindernis, kommen sie in den Abfalleimer der Geschichte.


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21.01.2013 um 19:49
Wirtschaft funktioniert aber nun einmal so SethSteiner! Angebot und Nachfrage. Was war zuerst da? Der Unternehmer, der geringe Löhne zahlt, oder der Konsument, der nicht bereit ist, ein bisschen mehr für sein Produkt / Dienstleistung zu bezahlen, damit der Arbeitgeber faire Löhne zahlen kann?

Ich gehe soweit und sage: Durch unseren immer weiter wachsenden Wohlstandsanspruch, d.h. den Drang immer mehr, in immer kürzerer Zeit, zu konsumieren, entsteht der Bedarf, auf jeden Cent zu achten. Dadurch erzeugt der Konsument Preisdruck auf Anbieter. Der Hartz4 Empfänger von heute kann, so entwürdingend der Zustand an sich ist, gut und gerne einen Full HD im Wohnzimmer stehen haben, dass neueste Smartphone besitzen und sich im Internet beschäftigen. Das ist ein Wohlstand, der noch vor einigen Jahrzehnten nicht so selbstverständlich war. Früher war die Anschaffung eines TV's ein Familiengroßereignis. Heute steht oft in jedem Zimmer ein Fernseher. D.h. Armut wird immer ein relativer Begriff bleiben. Und er sollte nicht überstrapaziert werden, so wie es in der heutigen Zeit geschieht. Armut sehe ich viel weniger in Bezug auf materiellen Wohlstand (mehr Geld ändert nichts), sondern in Bezug auf geistige Armut. Kulturelle Armut. Wertschätzung. Würde. Und daran ändern höhere Hartz4 Sätze nichts. Beteiligung dagegen schon. Und wenn die durch Instrumente wie "Aufstocken" erkauft wird. Warum nicht?

Interessant aber, dass du so positiv von Großkonzernen redest. Sind es doch gerade diese, die vermehrt auf Zeitarbeit setzen. Die sogar, wie du richtig sagst, mehr Geld kostet, als die Person einfach direkt einzustellen. Warum machen Unternehmen so etwas vermeintlich unsinniges? Um Flexibilität zu behalten. Um schnell auf Marktschwankungen reagieren zu können. Das ist Globalisierung. Und die ist nicht aufzuhalten. Was sagt uns das aber auch? Unser Arbeitsrecht orientiert sich immer noch an Vorstellungen aus dem letzten Jahrhundert und sollte vielleicht einmal überdacht werden.


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