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Wie kommt ihr mit der Nichtexistenz zurecht?

169 Beiträge, Schlüsselwörter: Gott, Religion, Glaube, Böse, GUT, Atheismus, Vernunft

Wie kommt ihr mit der Nichtexistenz zurecht?

11.03.2016 um 22:11
Servus,
diese Frage richtet sich eher an Atheisten oder an jene die keiner Religion folgen.

Wenn wir sterben, ist es doch vorbei? Oder?
Als Atheist muss man doch annehmen dass, das Hier und Jetzt die einzige Existenz ist. Zumindest wissen wir nur von dieser. Alles andere wäre schon wieder eine Art "Glaube".

Wie kommt ihr also mit der Gewissheit zurecht, das ihr mit dem Tod aufhört zu Existieren?

Ist die Angst vor der eigenen Nichtexistenz gar der Hauptgrund, weshalb sich Religionen überhaupt entwickelt haben?


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alphaC
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Wie kommt ihr mit der Nichtexistenz zurecht?

11.03.2016 um 22:14
Negev schrieb:Wie kommt ihr also mit der Gewissheit zurecht, das ihr mit dem Tod aufhört zu Existieren?
Was soll man nach seinem Ableben denn noch von seiner eigenen Nichtexistent merken?
Negev schrieb:Ist die Angst vor der eigenen Nichtexistenz gar der Hauptgrund, weshalb sich Religionen überhaupt entwickelt haben?
Ich würde sagen, der Hauptgrund liegt eher in der eigentlichen Existenz.


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Wie kommt ihr mit der Nichtexistenz zurecht?

11.03.2016 um 22:17
alphaC schrieb:Was soll man nach seinem Ableben denn noch von seiner eigenen Nichtexistent merken?
Tjo wenns vorbei ist, ist es vorbei :D
Aber man macht sich vielleicht schon zu Lebzeiten darüber Gedanken...


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Wie kommt ihr mit der Nichtexistenz zurecht?

11.03.2016 um 22:26
@Negev
Ja, wie Du schon sagst, wenn es vorbei ist ist es vorbei. Warum sollte man sich darüber Gedanken machen, wenn man an kein `Jenseits`glaubt?
Da ich aber nicht glauben will/kann, dass meine fantastische Seele einfach so verschwindet, werde ich kurz vor meinem Tod einfach noch mal schnell zum Buddhismus rüber schwenken und die Reinkarnation in Anspruch nehmen. :engel: :D


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alphaC
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11.03.2016 um 22:28
Negev schrieb:Aber man macht sich vielleicht schon zu Lebzeiten darüber Gedanken...
Worüber? ;)
Wie man sich fühlt wenn man tot ist?
Negev schrieb:Wie kommt ihr also mit der Gewissheit zurecht, das ihr mit dem Tod aufhört zu Existieren?
Also ich muss sagen, ich komme mit Gewissheit gut klar.
Ich habe Angst vor dem Prozess des Sterbens.
Oder wie es passiert.
Schnell oder zäh.
Wichtig finde ich, dass man solange bei klarem Verstand ist, seine eigene Existenz zu beenden,
wenn es nur noch eine Farce ist.


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11.03.2016 um 22:32
Ich habe noch nie verstanden, weshalb der Gedanke an die Nichtexistenz von manchen Menschen als verstörend empfunden wird oder mit Angst erfüllt. Man bekommt ja nichts davon mit. Man empfindet keine Schmerzen, man leidet nicht, man kann sich ja noch nicht einmal mehr Gedanken darüber machen. Im Grunde ist das genau der gleiche Zustand wie vor der Zeugung. Es war doch auch nicht schlimm davor nie gelebt zu haben. In Kulturen, in denen man an die Wiedergeburt glaubt wird seltsamerweise eher der Kreislauf des Lebens als Leid empfunden und man strebt danach daraus auszubrechen und hinter sich zu lassen. Offenbar geht man dort mit dieser Vorstellung ganz anders um.


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11.03.2016 um 22:35
@DiePandorra
DiePandorra schrieb:Da ich aber nicht glauben will/kann, dass meine fantastische Seele einfach so verschwindet, werde ich kurz vor meinem Tod einfach noch mal schnell zum Buddhismus rüber schwenken und die Reinkarnation in Anspruch nehmen. :engel: :D
Da gibt es nur das kleine Problem, dass der Buddhismus sowas wie die Vorstellung von einer Seele nicht kennt.


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11.03.2016 um 22:36
@Negev
Ich stelle mir das, was nach dem Tod kommt so vor, wie das vor meiner Geburt:
Da war einfach nichts, also auch nichts, was mir Angst macht.

Deswegen habe ich keine Angst vor dem Tod, nur vorm Sterbeprozess (werde ich Schmerzen haben? Geht es schnell?).
Negev schrieb:Ist die Angst vor der eigenen Nichtexistenz gar der Hauptgrund, weshalb sich Religionen überhaupt entwickelt haben?
Das kann dazu beigetragen haben.
Und dass man sich mit einem höheren Wesen die Welt besser erklären konnte.


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11.03.2016 um 22:42
@Labor-Ratte
Da gibt es nur das kleine Problem, dass der Buddhismus keine Vorstellung von einer Seele kennt.
Das schmeißt meine Pläne jetzt natürlich total über den Haufen. :{
Tja, dann ist da eben nur noch nichts und auch nichts, worüber man sich Gedanken machen muss.
Negev schrieb:Ist die Angst vor der eigenen Nichtexistenz gar der Hauptgrund, weshalb sich Religionen überhaupt entwickelt haben?
Das denke ich auch. Außerdem war/ist es einfacher ein Volk zu beherrschen, wenn man einen großen Gönner
im - wo auch immer - hat.


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11.03.2016 um 22:45
Mich hat mal ein Berufsberater gefragt was ich über das Leben nach dem Tod denke.
Ich antwortete: Da ist nichts wie vor meiner Geburt.
Er meinte aber es könne sein, dass vor meiner Geburt auch ein Leben war nur sei mir das hier nicht bewusst.

Ich tendiere aber mehr zum Nichts. Angst habe ich nicht, dass nach dem Tod die Existenz aufhört.


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11.03.2016 um 22:49
@Noldor1
Noldor1 schrieb:Mich hat mal ein Berufsberater gefragt was ich über das Leben nach dem Tod denke.
Ein Berufsberater? Was wolltest Du denn werden? Bestatter oder Pfarrer?
Ist bei einer Berufsberatung schon ne komische Frage. :)


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Wie kommt ihr mit der Nichtexistenz zurecht?

12.03.2016 um 02:32
Ich würde Nichtexistenz allem anderen vorziehen, und ich bin nicht mal Atheist.
Einfach jede Art der Emotion und alle Erinnerungen hinter sich lassen, wie ein ewiger traumloser Schlaf...für mich ist das eine schöne Vorstellung.

Der Gedanke, dass Menschen, die mir wichtig sind, innerhalb von weniger als einer Sekunde plötzlich nicht mehr existieren, ist allerdings schon wieder weniger angenehm. Es würde bedeuten, dass alles, jede Erinnerung und jedes Gefühl dieser Person (vor allem die, die diese für einen selbst hatte) von einer Sekunde auf die andere plötzlich vollkommen unbedeutend, fast schon wertlos ist.


Wenn ich das Thema also aus atheistischer Sicht betrachte, behaupte ich, dass eher die Angst vor der Nichtexistenz geliebter Mitmenschen für die Entstehung von Religionen, die ein Leben nach dem Tod lehren, verantwortlich sind, als die Angst der eigenen Nichtexistenz.
Puh, langer Satz...sorry xD


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12.03.2016 um 08:20
Ja, nach meinem Hirntod hört das was mich ausmacht auf zu existieren. Mein ich ist dann weg.
Damit komme ich als Atheist ganz gut zurecht. Die Endlichkeit meiner Existenz macht die Jahrzehnte die ich lebe auch wertvoll. Denn es ist das einzige Leben das ich habe.

In den Erinnerungen meiner Lieben „lebe“ ich dann weiter und mehr brauche ich auch nicht. Was also zählt ist das was man vor dem Tod erlebt. :)
Negev schrieb:Ist die Angst vor der eigenen Nichtexistenz gar der Hauptgrund, weshalb sich Religionen überhaupt entwickelt haben?
Das ist schon möglich, aber da kommen sicher noch andere Faktoren dazu. Aber das mal jemand am Anfang unseres Daseins als Menschen seinen Schamanen fragte wo denn nun seine Lieben nach ihrem ableben hingegangen sind, mag mit zur Entstehung von Religionen beigetragen haben.

Was mich an Religiösen Jenseitsvorstellungen stört ist das oft die Zeit nach dem Tod viel länger und oft auch viel wichtiger zu sein scheint. Als ob das Leben nur ein Fussabtreter ist, ein paar Jahrzehnte die einem vor der Unendlichkeit nach dem Tod bevorstehen.
Für mich mindert das schon gemessen an der Zeitpanne das Leben. Es macht die eigene Existenz auf der Erde zu weniger wie ich finde.


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12.03.2016 um 08:58

„Es kommt nicht darauf an, dem Leben mehr Jahre zu geben, sondern den Jahren mehr Leben zu geben."



Alexis Carrel



Der Tod ist so natürlich wie die Geburt. Nichts, vor dem man sich fürchten müsste. Ich komme damit bisher ziemlich gut zurecht.

In diesem Sinne,

Auf ein erfülltes Leben!

:merle:


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Micha007
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12.03.2016 um 09:03
@Lilitu
"... Wenn ich das Thema also aus atheistischer Sicht betrachte, ...und ich bin nicht mal Atheist."
Das wäre ja so, als würde ich (als Ungläubige) Dir Deinen Glauben erklären wollen.
Sprich: wenn Deine Weltanschauung nicht atheistisch ist, kannst Du wohl kaum aus deren Sicht, Erklärungen abgeben.
Lilitu schrieb:Ich würde Nichtexistenz allem anderen vorziehen, und ich bin nicht mal Atheist.
Entgegen Deiner Annahme glauben Atheisten aber nicht an eine "Nichtexistenz". Im Gegenteil. Atheisten haben - im Gegensatz zu religiösen Menschen - gar nicht erst irgendein Glauben an Irgendwas. Für Gläubige (wie Dir z.B.) ist es halt unvorstellbar keinen Glauben zu haben.
Lilitu schrieb:Wenn ich das Thema also aus atheistischer Sicht betrachte, behaupte ich, dass eher die Angst vor der Nichtexistenz geliebter Mitmenschen für die Entstehung von Religionen, die ein Leben nach dem Tod lehren, verantwortlich sind, als die Angst der eigenen Nichtexistenz.
Warum sollten Atheisten mehr Angst vor dem Tod haben als Religiöse?
Nur weil Ihnen der Glauben an "Irgendwas" fehlt und sie nicht gewiss sind was Ihnen nach dem Tod erwartet?
Nun, Gläubigen Menschen geht es doch im Grund ebenso. Sie stützen sich lediglich darauf, was ihnen in Schriften gelehrt wird.Ob das was dort steht auch tatsächlich so eintreffen wird, bleibt aber ebenso ungewiss, da ja noch Niemand zurückgekehrt ist, um zu berichten, das das was in den Schriften steht, auch tatsächlich so zutrifft.


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12.03.2016 um 09:17
Snowman_one schrieb:Was mich an Religiösen Jenseitsvorstellungen stört ist das oft die Zeit nach dem Tod viel länger und oft auch viel wichtiger zu sein scheint. Als ob das Leben nur ein Fussabtreter ist, ein paar Jahrzehnte die einem vor der Unendlichkeit nach dem Tod bevorstehen.
Diesen Eindruck habe ich auch. "Arbeite hart im Diesseits, lebe gut im Jenseits" - oder so ähnlich... die Menschen würden ganz schön blöd aus der Wäschen schauen, wenn man beweisen könnte, dass es kein Jenseits gibt. Oder anders: wenn sie ihren Glauben verlieren würden.

Das Leben ist Hart und entbehrungsreich - für einige heute noch. Ist der Glaube an die Weiterexistenz nicht sogar ein Werkzeug, um Menschen gefügiger zu machen? Damit sie immer schön hart Arbeiten?

Wenn ich mir Vorstelle, das den Leuten heute bewusst wird, das sie sich kaputt arbeiten, das sie ihre einzige Existenz also ihr Leben vergolten - ich denke dann bekämen wir es mit einem Aufstand zu tun.


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Wie kommt ihr mit der Nichtexistenz zurecht?

12.03.2016 um 09:49
Meine Antwort:

Besser als mit allen religiösen Alternativen. Die sind für mich alle nämlich überhaupt nicht erstrebenswert.
Nichtexistenz ist doch besser als ewige Schikanen oder Quälerei, nur weil man auf Erden nicht so gedacht hat, wie übermächtige Wesen es sich vorgestellt haben oder weil man nicht den richtigen Glauben hatte. Und auch besser als der Zwang, immer wieder leben zu müssen, nur weil man irgendeine psychische Lernleistung nicht erbringen konnte.

Wobei ich dazu tendiere, dass die Seele nach dem Tod vielleicht doch noch für eine gewisse Zeit weiterexistieren könnte. Im Diesseits. Aber das aus natürlichen Gründen und nicht aufgrund irgendeines Gottes oder moralischen Prinzips.
Das wäre in meinen Augen auch möglich, wenn es weder einen Gott noch irgendwelches Karma gibt.


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Micha007
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12.03.2016 um 09:50
@Negev
Negev schrieb:Wie kommt ihr also mit der Gewissheit zurecht, das ihr mit dem Tod aufhört zu Existieren?
Nun, jeder der schon mal in einer Vollnarkose war, kann sich weder an den Zustand, noch an den Zeitraum der Narkose erinnern. Denn während der Narkose ist das Bewußtsein "ausgeschalten". Es existieren also keine Aufzeichnungen im Gehirn von denen Erinnerungen abgerufen werden können.
Beim Tod tritt - würde ich sagen - der gleiche Zustand ein. Sprich: das Bewußtsein schaltet ab und das war's.


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Wie kommt ihr mit der Nichtexistenz zurecht?

12.03.2016 um 09:56
@Negev
Negev schrieb:die Menschen würden ganz schön blöd aus der Wäschen schauen, wenn man beweisen könnte, dass es kein Jenseits gibt. Oder anders: wenn sie ihren Glauben verlieren würden.
Bis heute weisst ja nichts auf ein Jenseits hin, weshalb es auch unzählige Vorstellungen davon gibt. Es wäre ja Aufgabe der gläubigen gute Argumente oder gar Beweise für die Existenz eines Jenseits zu erbringen.
Aber bereits bei der Definition des Begriffs Seele, scheitert es schon.

Bisher sieht es ebenso aus als ob ein Mensch nach seinem Hirntod nicht mehr existiert.
Bei Menschen die ihren Glauben verlieren, ist es sicher nicht einfach mit der Vorstellung zurechtzukommen, aber ich bin sicher so etwas kommt mitunter häufig vor. Da ich selber aber nie so recht an einen Gott oder an einen Jenseits glaubte, kann ich diese Frage wohl nicht hinlänglich beatworten.
Negev schrieb:Ist der Glaube an die Weiterexistenz nicht sogar ein Werkzeug, um Menschen gefügiger zu machen? Damit sie immer schön hart Arbeiten?
In der Zeit wo Ablassbriefe von der Kirchen verkauft wurden war das sicher der Fall. Die Angst vor der Hölle hat da aber wohl eine grosse Rolle gespielt. Mit Gefügigkeit hat man hier viel Geld verdient.

Es ist aber heute wohl mehr so dass die Leute gerne Antworten auf schwierige Fragen haben wollen. Religionen bieten einfache Antworten auf diese Fragen. Das kann durchaus tröstlich sein.


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tic
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Wie kommt ihr mit der Nichtexistenz zurecht?

12.03.2016 um 11:27
finds schade und es hüllt das Leben in so ne kratzige Hülle der Sinnlosigkeit..

entwickelt haben sich die Klamotten meiner Meinung nach aus Unwissenheit und Aberglaube.


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