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Wie kommt ihr mit der Nichtexistenz zurecht?

169 Beiträge, Schlüsselwörter: Gott, Religion, Glaube, Böse, GUT, Atheismus, Vernunft
Negev
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Wie kommt ihr mit der Nichtexistenz zurecht?

14.03.2016 um 01:28
@Micha007
Okay, stimmt fail von mir.

Und deswegen werden auch andere sachen nicht ausgeschlossen. Ein Atheist kann also an Hexerei und Voodoo glauben, auch wenns total bescheuert ist.

Irgendwie will ich mit denen nicht in einen Topf geworfen werden!
Iksman schrieb:Was ist wenn ich Atheist bin und an Karma glaube, aber Karma gleichzeitig als Gott sehe? Bin ich dann jetzt Gläubig oder ein Atheist?
Ich denke der Unterschied liegt in der Vergötterung begründetet. Wenn du sagst das, das Karma ein (neutrale) Kraft ist, die andere als Gott betrachten, kannst du dich noch als Atheisten betrachten.


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Wie kommt ihr mit der Nichtexistenz zurecht?

14.03.2016 um 01:28
@Micha007
Theismus bezieht sich doch auf Götterglaube und nicht ausschließlich auf den christlichen!
Das ist richtig. Es gibt aber auch Religionen bzw. Glaubensrichtungen ohne Götter.


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Negev
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14.03.2016 um 01:32
@Labor-Ratte
Labor-Ratte schrieb:Das ist richtig. Es gibt aber auch Religionen bzw. Glaubensrichtungen ohne Götter.
Und es schießt nicht andere Hirngespinste aus


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Micha007
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Wie kommt ihr mit der Nichtexistenz zurecht?

14.03.2016 um 01:37
@Labor-Ratte
Korrekt. diese sind - wie Du sagst - ohne Glaubens- und Götterrichtung und dem kann ich mich (als Atheistin) ohne umschweife anschließen und bin weiterhin atheistisch augerichtet.


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Micha007
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Wie kommt ihr mit der Nichtexistenz zurecht?

14.03.2016 um 01:41
@Negev
Diskussionsleiter

@Labor-Ratte
@Balthasar70
@Iksman
@Nerok
@aimi87
So Leute, ich mach' mich dann mal bettfertig.


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Wie kommt ihr mit der Nichtexistenz zurecht?

14.03.2016 um 01:49
@Negev

Bezeichne dich doch einfach als "nicht religös." Diese Begrifflichkeit ist einfach, wertneutral und bestreitet wirklich jede Religion, die es gibt. Manche Dinge sind so einfach, dass man nicht direkt darauf kommt. ;) :D

Gegen Dinge wie Chemtrails, UFOs oder Telekinese bringt aber leider auch diese Bezeichnung nichts. :(

@Micha007
Gute Nacht. Ich gehe jetzt auch schlafen.


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Balthasar70
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Wie kommt ihr mit der Nichtexistenz zurecht?

14.03.2016 um 01:55
.... Und wie wäre es mit Realist?


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14.03.2016 um 06:10
Ich bin gläubig aber mit der Nichtexistenz hätte ich auch keine probleme weil mir das keine Angst macht - wenn ich weiterlebe oder fuer immer verschwinde :-)


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Wie kommt ihr mit der Nichtexistenz zurecht?

14.03.2016 um 07:42
ohh, sorry, zu spät gemerkt

ihr wollt gar nicht logisch diskutieren
ihr wollt nur son bisschen rumblubbern

da will ich euch nich weiter bei stören
tschö


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Wie kommt ihr mit der Nichtexistenz zurecht?

14.03.2016 um 12:05
geht es jetzt hier um den gedanken der nichtexistenz oder darüber,
wie man solche menschen nennt?^^


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Wie kommt ihr mit der Nichtexistenz zurecht?

14.03.2016 um 12:10
@Iksman

Dein Karma setzt voraus, dass es irgendwo, jenseits des menschlichen Bereichs, eine Einteilung in Gut und Böse gibt. Sich eine solche Bewertung ohne Bewerter vorzustellen, ist irgendwie schwierig. Ich kann nicht glauben, dass es eine solche Bewertung von Anfang an gegeben hat, denn dann hätte sich kein Prinzip des Fressen-und-Gefressen-Werdens entwickeln können.

Nach welchen Kriterien geschieht denn diese Bewertung? Manche Handlungen werden in der einen Kultur als positiv, in einer anderen als negativ und in der dritten als belanglos angesehen. Entscheidet dann jeweils die eigene Kultur?

Was ist, wenn jemand andere Menschen schikaniert, quält oder gar tötet, dies aber nicht als böse ansieht, weil das in seinem Umfeld so üblich ist (beispielsweise im Bürgerkrieg) oder von Regierung oder Religionsführern abgesegnet bzw. gar gefordert wird? Oder weil er nicht in der Lage ist, etwas so Einfaches wie die Menschenrechte zu begreifen? Oder einfach, weil es ihm Spaß macht und ihn niemand daran hindern kann? Das hat es alles schon gegeben.
Wie wirkt sich so etwas auf das Karma aus?

Außerdem wirst du sofort nass, wenn du in einen See springst. Die logische Konsequenz geschieht also sofort. Während das Karma, also die Konsequenz für ein moralisches Verhalten, lange auf sich warten lässt oder sogar erst in einem anderen Leben stattfindet (meiner persönlichen Meinung nach eine alte Erklärung dafür, warum auch kleine Kinder Krankheiten oder Unglück haben, obwohl sie noch gar keine Gelegenheit hatten, Böses zu tun).

Wenn eine böse (oder vielleicht auch mal eine gute) Tat erst Jahre, Jahrzehnte oder ein Leben später vergolten wird, dann muss es ja irgendeine Stelle dafür geben, die diese und jede andere Tat nicht nur moralisch bewertet, sondern auch das Ergebnis speichert, um später darauf zurückgreifen zu können.


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Brandubh
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Wie kommt ihr mit der Nichtexistenz zurecht?

20.03.2016 um 08:33
Sehr, sehr gut! Ich halte mich nicht für so erhaltenswert, dass das was mich ausmacht in aller Ewigkeit existieren sollte.
Erfahrungen sind an meinem konkreten Körper gebunden.
Enden meine Körperfunktionen, enden meine Erfahrungen, und das ist auch gut so!


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kutulus
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Wie kommt ihr mit der Nichtexistenz zurecht?

28.03.2016 um 19:48
Hallo, ich bin neu und habe mir die Diskussion mal durchgelesen. Ich finde sie sehr spannend.
Wie kommt ihr also mit der Gewissheit zurecht, das ihr mit dem Tod aufhört zu Existieren?
Ich komme damit sehr gut klar, denn "Ich" hat sowieso nie existiert. Die Vorstellung eines Ichs, welches sich aus sich selbst heraus als existent empfindet, hat ihre Ursache in der gewohnten dualen Wahrnehmung, welche Anhaftung und Ablehnung erzeugt. Jene Ursachen, die auf einer höheren Ebene für ein "Ich-Bewusstsein" verantwortlich sind. Doch ist "Ich" nicht mehr als die Summe dieser spezifischen Anhaftungen (Begierden) oder Ablehnungen. Es ist schlicht einfach nichts da, was zu existieren aufhören könnte, denn es hat niemals existiert.


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vvvEXODUSvvv
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Wie kommt ihr mit der Nichtexistenz zurecht?

28.03.2016 um 20:30
@kutulus
und wie konntest du jetzt das schreiben ohne existiert zu haben?


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Wie kommt ihr mit der Nichtexistenz zurecht?

28.03.2016 um 21:01
Abgesehen von meiner heutigen Einstellung, hatte ich auch eine Zeit in der ich sehr atheistisch gedacht habe, die Gedanken von damals werde ich mal beitragen.
Für mich war es vorallem immer eine Frage, warum die Menschen überhaupt (lange) leben wollten, wenn man nach seinem Tod eh weg ist. Also für mich hat es nie einen Sinn gemacht, dass man ein Leben führen wollte, wenn davon nichts erhalten bleibt. Nach dem eigenem Tod käme nur noch unendliche, ewige Leere und das Erlebte hätte Null Aussagekraft und bedeute nichts. Daher verstand ich zu der Zeit nie, warum man das Leben nicht kurzerhand enden ließ.
Sich eine schöne Zeit auf Erden zu machen, ergab für mich irgendwie keinen Sinn, weil ich immer die seinslose Ewigkeit am Ende vor Augen hatte.


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kutulus
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28.03.2016 um 21:04
@vvvEXODUSvvv
Das ist eine durchaus spannende Frage.


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Wie kommt ihr mit der Nichtexistenz zurecht?

28.03.2016 um 22:06
Bin zufällig auf dieses Thema gestoßen. Eigentlich habe ich was zum Thema "Ostern" und Jesus etc. gesucht, aber scheint ja heutzutage ein alter Hut zu sein.
Ich bin w, katholisch, 33 Jahre. Und habe panische Angst vor dem Tod. Jede Nacht wenn ich im Bett liege, bekomme ich Panikattacken. Also ich komme mit dem Thema Nichtexistenz oder Tod und nie wieder da sein, überhaupt nicht zurecht.

Natürlich weiß ich, dass wenn ich sterbe ich entweder nichts mehr mitbekommen werde (wer ich war etc.) oder es ist da was und ich kann mich freuen, weil es nicht zu Ende ist. 50/50

Ich glaube an Gott. Für mich ist er so eine Art Energie...und vllt. hat er entschieden, dass dannach für uns nichts mehr kommt.

Immer mehr habe ich die schlimme Vermutung das da nichts mehr ist. Denn in vielen Milliarden Jahren wird auch unsere Sonne nicht mehr existieren und die Milchstraße wird von einem schwarzem Loch eingesaugt.

Ich hätte gerne nach dem Tod gewusst wie es mit der Menschheit weitergeht, welche Techniken etc man noch entdecken wird, das ich weiß, dass ich gelebt habe, dass ich so ein Leben hatte.

Natürlich fragt ihr euch, wozu das wissen wollen. Andre sind froh wenn sie wegen langer Krankheit sterben und die Schmerzen los sind.

Ich weiß nicht- ich will einfach nicht- ich liebe so meinen Mann, wir stehen kurz vor der Hochzeit und ich will ihn nie verlieren, auch nicht nach dem Tod.
Mein Leben war kein Ponyhof und ich hab auch Phasen gehabt, wo ich todkrank war und nicht mehr konnte. Aber man kann es sich nicht aussuchen- ich will alles wissen danach.

Wäre das nicht geil, wenn man nach dem Tod von seiner Existenz weiß? Auch wenn man Schmerzen und Krank war, aber die Tatsache, dass man etwas war...- ich weiß nicht wie ich es beschreiben soll-

jedenfalls ist mir persönlich nur noch schlecht wenn ich an den Tod denke.
Ich glaub ich bin die einzige die langsam und qualvoll sterben will. Weil ich dann weiß, dass es zu Ende ist.
Aber man kann es sich ja eh nicht aussuchen.

Man soll das Leben hier genießen...aber was ist mit den Menschen im Mittelalter, oder die im Krieg waren/sind. Früher wurden die Menschen höchstens 30-40 Jahre alt. Konnten die das Leben genießen?

Ich habe noch viele verschiedene Gedanken, aber momenttan kann ich hier nicht alles geordnet niederschreiben.


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29.03.2016 um 00:17
@SoYupi
Um dir hoffentlich ein wenig Angst vor dem Nichtsein zu nehmen: nun, wusstest du, dass du vor deiner Geburt schon einmal tot gewesen warst? Und dass du dann im Mutterleib heranwächst und später geboren wirst, ist schon wundersam, dass da etwas entsteht so augenscheinlich aus dem Nichts.

Eine andere Vorstellung bzgl des Nichtexistierens wäre, wenn wir jedesmal traumlos die Nacht durchschlafen, man bekommt das nicht mit. Es gibt Koma-Patienten, die verschlafen ihr ganzes Leben und bekommen da nichts mit.

Eine weitere Vorstellung wäre, dass das Universum vor der Entstehung der Erde angeblich ganz ohne Leben war. Und trotzdem kam Leben hervor - so aus dem vormals "Nichts". Manche gehen sogar davon aus, dass das Universum nach der Erde gänzlich ohne Leben wäre, ist aber Wurscht, weil ein vermeintlich totes Universum durchaus in der Lage zu sein scheint Leben aus sich selbst heraus hervorzubringen.
Dass du hier sterben solltest, heißt nicht, dass irgendwann nach dem Zerfall deines Körpers an einem Punkt in der Zeit, irgendwo an einem Punkt im Universum ein Lebewesen herkommt, welches aus mehr oder weniger zufällig gegebenen Anlass deinen oder ähnlich klingenden Namen trägt, genauso oder so ähnlich aussieht wie du jetzt und sich die gleichen oder ähnlichen Fragen stellt wie du. Vielleicht sogar mit einer leisen Ahnung darüber, dass du das schonmal getan haben könntest, in einem anderen Leben...

Noch eine Vorstellung könnte sein (und die ist die meiner Meinung nach aller realistischste Abbildung von allen) was auch immer nach dem Tod kommen sollte, es kommt entweder nur das Leben in einer wie auch immer gearteten Form in Frage oder es bleibt ganz einfach... irrelevant.


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Wie kommt ihr mit der Nichtexistenz zurecht?

29.03.2016 um 00:40
Ich denke ein Atheist kommt mit dieser Nichtexistenz gut klar, ihm ist bewusst das nach dem Tod ende ist Dennoc geht er seinen weg, bestreitet ihn, macht seien täglich arbeit und sorgt sich um seine Familie.

Ich sehe es so, dass Religion NUR erfunden wurden, um die willensschwachen dazu zu bringen, weiter zu Leben udn ihren Tagesrythmus durchzuführen.

Ich meine trotz der Tatsache das wir heutzutage so viele unterschiedliche Religionen haben ist der Glaube an Götter und ein leben danach noch Älter. Ich denke es wurde erfunden in einer Zeit wo der Mensch in seienr Evolutionären Zeit anfing sich fragen über alles zu stellen udn voralle mauch was mit ihm, seinen freund, seiner Frau etc. passiert, wenn sie durch eienr der tragischen ereignise damals starben.

Ohne die Erfindung eienr Religion und dem Versprechen das man am ende des Lebens weiterlebt, wären viele Menschen damals sicherlich aus angst, panik undlethargie gar nicht mehr im stande gewesen irgendwas zu tuen, aufgrund hintergedanken wie :

"Wieso sollte ich jagen gehen wenn meine existenz sowieso irgendwie endet."

oder

"Warum soll ich das herstellen wenn ich es sowieso nach meinen tod verlieren"

Deshalb wurden wohl diese Religionen, dieser Götter glaube erfunden um fragen, die man damals nicht beantworten konnte mit simplen ausreden zu erklären und den Menschen etwas Hoffnung zu geben. Selbst heute noch wird dies denke ich verwendet, um den Menschen den "antrieb" zu geben weiter zu machen, mit diversen versprechen. Viele können das einma lselbbst ausprobieren udn einmal es testen, sich den selben gedanken gang mal durch gehen lassen, das es nach dem Tod nichts gibt und man einfach weg ist, ich denke viele würden ein ungutes gefühl oder sogar panik bei diesem Gedanken bekommen.

D.h. sehe ich Religionen als,sagen wir, Instrument für die willensschwachen die mit einer realität nicht auskommen könnten. Ein Scheinbild, damit es etwas gibt was sie weiter Leben lässt.

Im gegenzug gibt es den Atheismus, also etwas für jene die die realität akzepitert haben und dennoch weiterleben aufgrund des wissens, das es am ende nichts gibt.


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kutulus
ehemaliges Mitglied

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Wie kommt ihr mit der Nichtexistenz zurecht?

29.03.2016 um 14:48
Ob nach dem Tod nichts mehr kommt, ist erst mal nur ene Vermutung. Absolute Gewissheit kann man sowieso nicht haben. Es kommt immer drauf an, welches Glaubenskonstrukt man für sich als (mögliche) Wahrheit akzeptiert. So glaube ich zwar an Reinkarnation, aber nicht daran, das irgendein "Ich" wiedergeboren wird oder das irgendein "Ich" schon mal gelebt hat. Diese Vorstellung ist ja in der Esoterik sehr verbreitet, wo eine Art Seelentourismus propagiert wird. Ich bin zwar noch nicht sehr weit in der buddhistischen Praxis vorangeschritten, da ich mich damit noch nicht lange befasse, aber ich habe bereits kapiert, dass das "Ich" lediglich aus zusammengesetzten Gruppen besteht und somit keine Eigennatur besitzt. Wenn man die Ich-Illusion durchschaut, findet man lediglich einen Bewusstseinsstrom, den wohl die Meisten für ihr Ich oder ihre Seele halten. Woraus sich aber dieser Bewusstseinstrom zusammensetzt, habe ich noch nicht erkannt.

Dennoch halte ich Nichtexistenz für unwahrscheinlich, da bei diesem Glaubenskonstrukt das Prinzip von Ursache und Wirkung (Karma) nicht berücksichtigt wird. Das Konzept des Karma besagt, dass alles - ob physisch oder psychisch - eine Konsequenz hat. Nach buddhistischer Auffassung würde demnach der bloße Wunsch nach Existenz ausreichen, um eine Reinkarnation auszulösen. Ich finde, das Prinzip von Ursache und Wirkung kann man ruhig als gegeben ansehen, denn es lässt sich ja überprüfen. Einige meinen zwar, dass dies lediglich auf physische Dinge zutreffe, aber das stimmt nicht so ganz. Selbst die Vorgänge im Geist sind bedingt. Eine Emotion entsteht z. B. nicht einfach so, weil das Gerhirn gerade seine Launen hat, vielmehr hat diese Emotion eine Ursache in unseren Gedanken. Das Gehirn ist lediglich ein Teil der Hardware, welche uns das Empfinden erst ermöglicht.

So verlockend eine Nichtexistenz auch sein mag, immerhin würde Nichtexistenz auch jegliches Leid ausschließen, aber ich kann daran nicht so recht glauben. Es kommt wohl darauf an, ob man die Meinung vertritt, dass der Körper Bewusstsein erst verursacht oder ein Körper nur das Gefäß eines wie auch immer beschaffenen Bewusstseins ist. Mir hat das mal einer so erklärt, dass wenn man eine Tasse voll Tee auf den Boden schmeißt, dann ist zwar die Tasse kaputt, aber der Tee, der in den Teppich gesickert ist, ist immer noch Tee.

Wobei man sich allerdings ziemlich sicher sein kann, dass irgendeine Absolute Warheit existiert, obgleich man daran glauben will oder nicht. Ich habe den Buddhismus für mich auch deswegen akzeptiert, weil er Meditationen anbietet, die einen auf das Sterben und vorallem den Prozess vorbereiten. Ich hatte mit Anfang 20 eine leichte Herzattacke und ich kann daher aus Erfahrung sagen, dass Sterben sich nicht gerade toll anfühlt. Wenn das Herz aussetzt und man keine Luft mehr bekommt, dehnt sich jede Sekunde zu einer Ewigkeit aus. Die Panik und die Angst kommen dazu und natürlich der körperliche Schmerz, der jeden klaren Gedanken unmöglich macht. Alles bei vollem Bewusstsein. Diese Erfahrung wünsche ich niemandem.

Natürlich bin ich trotzdem für andere Meinungen offen, denn ich möchte mich nicht von irgendeiner Ideologie oder Glauben ganz vereinnahmen lassen.


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