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Was bringt euch euer (Un-)Glaube?

1.097 Beiträge, Schlüsselwörter: Gott, Religion, Glaube, Atheismus

Was bringt euch euer (Un-)Glaube?

22.10.2017 um 11:14
silberhauch schrieb:Naja, das sehe ich aber ganz anders und auch fern ab vom Idealismus.
Also, weltbewegende Erkenntnisse habe ich unter dem von dir eingestellten Link nicht gefunden. Du zählst offenbar zu jenen Menschen, die sich die Welt so zurecht legen, wie sie sie gerne hätten. Aber so läuft das nun mal in der Biologie und der Chemie nicht ab. Du kannst doch im Ernst nicht annehmen, dass deine Thesen auch nur annähernd bewiesen werden oder sich gar als glaubwürdig herausstellen könnten. Du bewegst dich da offenbar in esoterisch anmutenden Fantasiewelten und da ist mir meine Zeit zu schade, um mich damit zu befassen.


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22.10.2017 um 14:44
Argus7 schrieb: ...in esoterisch anmutenden Fantasiewelten und da ist mir meine Zeit zu schade, um mich damit zu befassen
Und deswegen schreibst Du Beiträge in der spiritualitäts-Sparte, ne, is klar! 🙄


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22.10.2017 um 15:51
@silberhauch

Stell Dir vor, man kann auch in Spiritualitäts-Spalten versuchen, das Licht der Vernunft unters Volk zu tragen. Nicht jeder ist schon verloren. ;)


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22.10.2017 um 16:15
Argus7 schrieb:Offensichtlich lohnt sich das Geschäft mit der Religion immer noch. Wenn dieses Geschäft nichts einbringen würde, käme es wohl niemandem in den Sinn, diese Geschäftsidee weiter zu verfolgen.
Oh, das bringt viel ein... sehr viel. Wie viel Goldreserven hat der Vatikan doch gleich? Wenn ich den Papst auf seinem Thron sehe könnte ich kotzen

fromjesustothepopeyouredoingitwrong


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22.10.2017 um 16:45
off-peak schrieb:Stell Dir vor, man kann auch in Spiritualitäts-Spalten versuchen, das Licht der Vernunft unters Volk zu tragen. Nicht jeder ist schon verloren. ;)
Spirituelle Entwicklung ist nichts schlechtes, aber das ganze ist verwandt mit der Phantasie, mit Träumen, erforschen des inneren Universums etc. Die Vernunft und Logik sitzt in der anderen Gehirnhälfte ;)

Man kann dort auch Sachen (er)finden die man dann rüber in die Realität holt, so entsteht z.B. nen Haufen Kram in der Kunst. Aber wenn man Erfahrungen aus spirituellen Reisen direkt für bare Münze nimmt ist man verloren. Man kann versuchen Teile davon in seine persönliche Reaität zu integrieren und wenn man das gut macht kann es das eigene Leben verbessern, aber jene die sich komplett darin verlieren enden in ihrer eigenen Geisterwelt.

Was ich auf jeden Fall nicht mag ist missionieren, egal in welche Richtung. Es gab mal einen nach meiner Ansicht recht schlauen und erfahrenen Mann in der Bewusstseinsforschung und der hatte zwei Gebote:

1. „Du sollst das Bewusstsein deines Nächsten nicht verändern.“

2. „Du sollst deinen Nächsten nicht daran hindern, sein oder ihr Bewusstsein zu verändern.“


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22.10.2017 um 17:06
@back_again

Du übersiehst, dass Deine zwei Gebote ihrerseit bereits Missionierung darstellen.

Und eigentlich auch verlangen, dass man Leute, die im Wahn stecken, dort weiterhin stecken lassen sollte. Nicht mein Ding. Helfe jedem gerne raus, der Hilfe braucht und sie annehmen kann und will.
Werde daher nicht aufgeben und weiterhin in Sachen Vernunft missionieren.


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22.10.2017 um 17:23
off-peak schrieb:Du übersiehst, dass Deine zwei Gebote ihrerseit bereits Missionierung darstellen.
Ich denke ich weiß was Du meinst... ich weiß nicht ob das so einfach ist. Ich müsste jetzt erst mal Bergeweise Kram lesen und wahrscheinlich umengen schreiben, aber ich hab dafür gerade keine Zeit. Ist das Gebot des nicht eingreifens Missionierung? Alter, Du stellst Fragen, ich sehe schon wieder Gehirngulasch im anmarsch :D
off-peak schrieb:Nicht mein Ding. Helfe jedem gerne raus, der Hilfe braucht und sie annehmen kann und will.
Das geht am besten wenn man selber schon dort war wo sich diese Personen befinden um ihnen den Weg zurück zu zeigen... warst Du schon dort oder findest Du solche Menschen einfach nur komisch, so quasi als Außenstehender?

Mir fällt außerdem gerade auf das ich mich auch nicht immer an diese zwei Gebote gehalten habe... verdammte Doppelmoral, ich fang schon an wie der Vatikan :D Sind auch nicht meine Erfindung, stammen von einem viel schlaueren Mann, aber ich finde sie gut ;)


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22.10.2017 um 17:33
@back_again
Das geht am besten wenn man selber schon dort war wo sich diese Personen befinden um ihnen den Weg zurück zu zeigen..
Das ist nicht richtig. Demnach könnte ja kein Arzt eine Krankheit heilen, die er nicht selsbt gehabt hätte.
Es ist eher so, wie jemanden den Weg zeigen, der sich nicht auskennt oder verirrt hat. Und um das zu tun, genügt es, wenn ich den Weg kenne. Ich muss mich aber nicht auch erst mal verirrt haben.
Im Gegenteil, es besteht die Gefahr, in der Verirrung zu verharren, den richtigen Weg nicht zu finden und daher niemals jemanden den richtigen Weg zeigen zu können.


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22.10.2017 um 18:07
off-peak schrieb:Das ist nicht richtig. Demnach könnte ja kein Arzt eine Krankheit heilen, die er nicht selsbt gehabt hätte.
Es ist eher so, wie jemanden den Weg zeigen, der sich nicht auskennt oder verirrt hat. Und um das zu tun, genügt es, wenn ich den Weg kenne. Ich muss mich aber nicht auch erst mal verirrt haben.
Im Gegenteil, es besteht die Gefahr, in der Verirrung zu verharren, den richtigen Weg nicht zu finden und daher niemals jemanden den richtigen Weg zeigen zu können.
Ich trenne da zwischen psychischen und physischen Erkrankungen obwohl auch diese zusammen hängen können. Und ich kenne aus eigener Erfahrung Schulpsychologen deren "Fähigkeiten" dermaßen lächerlich sind das nur ein Wort auf diese zutrifft: es sind Blender, nichts weiter. In manchen Bereichen ist eigene Erfahrung unersetzbar. Bücher lesen und reden kann jeder, aber wirklich zu Wissen was hinter diesen Worten steckt um den Unterschied zwischen Theorie und Praxis zu kennen, der nunmal immer existiert, das ist etwas anderes. Deswegen gibt es ja auch Theoretiker und Praktiker, Schwätzer und Macher... Wie wirken denn in der Praxis unerfahrene Menschen auf Dich die Dir etwas über einen Bereich erzählen wollen in dem Du Jahrelange praktische Erfahrung hast und richtig gut bist? Im besten Fall musst Du laut lachen ;)


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23.10.2017 um 10:42
silberhauch schrieb:Und deswegen schreibst Du Beiträge in der spiritualitäts-Sparte, ne, is klar! 🙄
Nun ja, es gibt hier durchaus Kommentare, mit denen man sich befassen sollte. Es kann ja nicht schaden, wenn man einigen Leuten zu verstehen gibt, dass sie auf Irrwegen wandeln. Man doch nicht jeden Kommentar einfach so stehen lassen. Die Gottesanbeter sollen nicht glauben, dass sie ihre biblischen Märchen unkommentiert verbreiten können.


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20.11.2017 um 04:52
Wenn ich darüber nachdenke, was mir mein nicht vorhandener Glaube an Gott bringt, dann ist es einfach der Glaube an mich selbst.
Wofür soll ich mein Leben leben?
Um jemanden anzuhimmeln, der scheinbar alles kann, aber nichts tut?
Der wohl Leiden auf der Welt in Ordnung findet und dafür soll man auch noch dankbar sein?
Ein gerechter Gott - aha.
Ein selbstgerechter, wohl eher.

Ich soll beten und ihn verehren... - schickt aber nicht mal Autogrammkarten...!

Vertrauen soll ich ihm... Für was denn? Kenn ich ihn? 
Gott liebt mich. Ist klar. Deswegen jede Stunde ein Herzchen von ihm auf Whatsapp.
Deswegen haben sich meine Eltern auch vom Acker gemacht, weil der da oben auf mich aufpasst.
Macht er gut. 
Er passt sehr gut auf alle auf.
Die Welt ist ein Hort des Friedens und des Happy Ends.
Alles ist harmonisch.
Ein Garten wie Eden.


Was mir mein Unglaube bringt?
Genauso viel wie der Unglaube an den Weihnachtsmann.
Es bringt mir den Erhalt meiner Zeit und den Fokus auf das Wesentliche zu richten. Und mir persönlich auch ein bisschen Würde.
Ich bin keiner, der irgendwie an Gott glaubt, weil es viele tun und die Bibel für bare Münze hält.


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20.11.2017 um 09:47
@sunshinelight

Der menschliche Geist ist groß genug,
die überzeugendsten religiösen Fantasien zu entwickeln,
aber leider immer noch zu klein,
um die darin enthaltenen Irrtümer zu erkennen.


Copyright by Argus7 - Weiterverbreitung ist ausdrücklich gestattet!

Übrigens: Deine Kommentare gefallen mir!


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20.11.2017 um 10:04
back_again schrieb am 22.10.2017:Was ich auf jeden Fall nicht mag ist missionieren, egal in welche Richtung. Es gab mal einen nach meiner Ansicht recht schlauen und erfahrenen Mann in der Bewusstseinsforschung und der hatte zwei Gebote: 1. „Du sollst das Bewusstsein deines Nächsten nicht verändern.“2. „Du sollst deinen Nächsten nicht daran hindern, sein oder ihr Bewusstsein zu verändern.“
Seit nunmehr über 2.000 Jahren wird die Menschheit von christlichen Missionaren "betreut" und mit Botschaften überflutet deren Wahrheitsgehalt gegen null tendiert. Keineswegs selten, dass das Missionieren unter dem Motto erfolgte: "Und willst du nicht mein Bruder sein, dann schlag' ich dir den Schädel ein!"

Ist es da nicht legitim, wenn man sich gegen diesen religiösen Mumpitz wehrt und mit aufklärenden Argumenten begegnet? Ich meine, dass der "schlaue und erfahrene Mann", den du erwähnst, ein ziemlich ignoranter Dummkopf ist!

Zwischen missionieren und aufklären sollte man schon unterscheiden können. Atheisten verbreiten keine unbewiesenen Mythen, Legenden und biblischen Lügen. Atheisten stellen sich lediglich gegen den durch nichts bewiesenen Glauben an einen nicht existierenden Gott. Damit sind sie Aufklärer und bestimmt keine Missionare.


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20.11.2017 um 15:30
@back_again
Und ich kenne aus eigener Erfahrung Schulpsychologen deren "Fähigkeiten" dermaßen lächerlich sind das nur ein Wort auf diese zutrifft: es sind Blender, nichts weiter.
Kenn ich auch. Aber nicht nur auf dem Gebiet der Psychologie. Diese Typen gibt es überall. Ganz besonders in Eso- und Schwurbelbereichen.
Allerdings sind die mangelnden Fähigkeiten einiger Vertreter bestimmter Berufe kein Kriterium dafür, wie richtig das Wissen in jenen Berufen wäre oder wie gut man sie eigentlich ausführen könnte.
In manchen Bereichen ist eigene Erfahrung unersetzbar.
In jedem ist das Fall. Jeder muss nach seiner Ausbildung weiter lernen, das Wissen bleibt nicht stehen, Fertigkeiten muss man einüben, bis sie sitzen.


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Timless
ehemaliges Mitglied

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24.11.2017 um 03:48
Unglaube heißt das man  frei ist. Unglaube heist man ist frei in seiner Entscheidung und Denkweise ohne sich lenken zu lassen. Freie selbst Entscheidung und selbst Entfaltung.


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Timless
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24.11.2017 um 03:50
Glaube an einen nicht bewiesenen und völig erfundennen Gott ist absolut Zeit Verschwendung und gehört ins Mittelalter wo man noch dumm und unaufgeklärt war.

Warum sollen Menschen damals einen Gott erfinden und heute nicht. Das liegt daran das Menschen früher einfach sehr sehr dumm waren. Nicht lesen und schreiben konnten etc...


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26.11.2017 um 13:25
Argus7 schrieb am 20.11.2017:Ist es da nicht legitim, wenn man sich gegen diesen religiösen Mumpitz wehrt und mit aufklärenden Argumenten begegnet? Ich meine, dass der "schlaue und erfahrene Mann", den du erwähnst, ein ziemlich ignoranter Dummkopf ist!
Die welche religiösen Mumpitz verbreiten und gegen die Du gerne vorgehst verstoßen doch schon gegen den ersten Grundsatz „Du sollst das Bewusstsein deines Nächsten nicht verändern.“
Du hättest Dich mit dem Typen wohl also immerhin besser verstanden als mit dem Papst ;) Aber er war sicherlich in einigen Dingen auch ein ignoranter Dummkopf, sonst wäre er nicht zeitweise Staatsfeind Nr.1 der USA gewesen und in der Zelle neben Charles Manson eingelocht worden, bevor Ihm die Flucht gelang :D Bin jetzt auch nicht mit allem auf selber Linie was er so postuliert hatte, aber ich mochte seine Bücher sehr - er war schon ein sehr spezieller Wissenschaftler ;)
off-peak schrieb am 20.11.2017:Diese Typen gibt es überall. Ganz besonders in Eso- und Schwurbelbereichen.
Da sind die bestimmt am meißten vertreten. Ist immer wieder interressant wie man schnell selbst zu dem wird was man jagt... viele von denen waren ursprünglich auf der Suche nach der Wahrheit bevor sie vom Weg abkamen, Lügen aufsaßen und diese nun verbreiten obwohl sie das Gegenteil tun wollen.
Timless schrieb:Glaube an einen nicht bewiesenen und völig erfundennen Gott ist absolut Zeit Verschwendung und gehört ins Mittelalter wo man noch dumm und unaufgeklärt war.
In schwierigen Zeiten kann Dich ein abstrakter Glaube überleben lassen weil er einen davon abhalten kann aufzugeben. In einer Situation, in der Du wissenschaftlich gesehen so gut wie keine Chance hast, kann es besser sein an Schwachsinn zu glauben als an eine Realität die sagt das Du nun sterben musst. Möglich das Dich ein Glaube dann weiter machen lässt... natürlich ist das nicht immer von Vorteil, wahrscheinlich ist manchmal auch das Gegenteil besser um sich unnötige Schmerzen und Leid zu ersparen. Das Problem ist halt, das man es vorher nie wirklich weiß, deswegen hat auch beides seine Berechtigung

“Im Schützengraben gibt es keine Atheisten” ;)
Timless schrieb:Warum sollen Menschen damals einen Gott erfinden und heute nicht. Das liegt daran das Menschen früher einfach sehr sehr dumm waren. Nicht lesen und schreiben konnten etc...
Dummheit und mangelnde Bildung sind verschiedene Dinge. Gibt genug Menschen die einigermaßen gebildet, aber trotzdem oft Dumm sind, so wie ich ;) Früher konnten sich die Menschen nur schwer vorstellen das der Grund zur Existenz von allem was sie kannten im Ursprung quasi der Zufall sei, daher war es damals auch nicht dumm an einen Schöpfer zu glauben. Nach Darwin wurde das erheblich einfacher und nach Hawking uva. ist es nun problemlos möglich alles auch ohne die Hilfe eines Gottes zu erklären ;)

Ich bin wohl bei den Pantheisten einordenbar denen von Religiösen komischerweise vorgeworfen wird eigentlich Atheisten zu sein... dieser Teil meiner persönlichen Glaubensstruktur macht mein Leben besser weil es meine Psyche positiv beeinflusst und mich viele persönliche Erfahrungen besser integrieren lässt - ist das dumm oder schlau?


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26.11.2017 um 13:53
back_again schrieb:Ich bin wohl bei den Pantheisten einordenbar denen von Religiösen komischerweise vorgeworfen wird eigentlich Atheisten zu sein...
Und von den Atheisten kommt der Vorwurf religiös zu sein.
Genau in dieser Zwickmühle stecke ich auch immer, es ist ein veritabler Zweifrontenkrieg.
Dabei kann ich nicht deutlich genug betonen das Religion und spirituelle Sinnsuche zwei ganz verschiedene Paar Schuhe sind und das Atheismus (also der Glaube dass da überhaupt nichts ist weder Sinn noch Geist) ganz genau genommen auch ein Glaube ist da er nicht bewiesen werden kann.


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26.11.2017 um 16:53
@back_again
Es klingt vielleicht irgendwie komisch, aber dank deiner Bemerkung über den Pantheismus kann ich mich plötzlich viel besser einordnen.

Pantheismus - Gott ist Natur

Pantheismus bezeichnet eine Religionsform, der berühmte Personen wie Albert Einstein angehörten. Sie bezeichnet die Auffassung, dass Gott eines mit dem Kosmos und der Natur ist und somit auch im Inneren der Menschen zu finden ist. Der Begriff Pantheismus leitet sich dabei von den altgriechischen Wörtern „pan-alles“ und „theós –Gott“ ab.

Gottesvorstellung in zwei unterschiedlichen Arten
Universum Bild Pantheismus - Alles ist Gott

Unter der Gottesvorstellung gibt es zwei konkrete Arten, auf der einen Seite wird Gott als wissende Person vorgestellt eine Art Mensch, der allerdings viel mächtiger und weiser ist wie der Rest der Menschheit. Und als Schöpfer unterscheidet sich davon von den Menschen, denn ihre Seelen werden niemals eines werden mit der Seele Gottes. Auch die Personen die später ewige Glückseligkeit oder Ähnliches erlangen können, unterscheiden sich. Auf der anderen Seite steht, was die Gottesvorstellung angeht der Pantheismus. Hier wird Gott als unpersönliche und geistige Kraft bezeichnet, die mit der Welt als Ganzes identisch ist. Dieser geistige Kern des Wissens ist Gott.

Was genau ist Pantheismus?
Als konkreter Glaube kann der Pantheismus nicht bezeichnet werden, denn er hat nicht wie andere Religionsgemeinschaften der Sekten klare Strukturen und Regeln, die für Glaubensvorschrift zuständig sind und diese regeln. Die Gründe sind schnell gefunden, anders wie zum Beispiel bei den Christen oder Juden, die ihre Bibel haben oder der Islam mit seinem Koran, hat der Pantheismus kein allgemein gültiges Glaubensbuch. Bei dieser Glaubensrichtung handelt es sich viel mehr um einen philosophischen Glauben über welchen sich die Menschen ihre Gedanken machen. Meistens gelangen sie durch Reflexionen ihres bisherigen Lebens zum Pantheismus. Dieser abstrakte Glauben fasst nur grob die Glaubensrichtungen zusammen, die sich mit der Gleichsetzung von Gott und Natur befassen. Gott ist alles was Natur ist und lebt in jedem einzelnen Lebewesen und in jeder Pflanze. Der Vergleich des Pantheismus mit dem menschlichen Gehirn ist dabei absolut geeignet. Das gesamte Leben im Universum wird als Gehirnzelle gesehen, welche zwar ein Eigenleben besitzt und der eine sinnvolle Aufgabe zugeteilt ist. Wird sie jedoch aus makroskopischer Sicht betrachtet ist sie nur ein kleines Teil des Ganzen. Das Oberhaupt der Gehirnzellen wird dabei als Gott angesehen, er ist das vollendete Leben, welches Menschen nicht begreifen können. Pantheisten sehen sich immer als eine dieser Zellen an, deren Nervenenden letztendlich zum Gehirn und somit auch zu Gott führen.
Im Gegensatz zu anderen Religionsgemeinschaften gibt es im Pantheismus keine Tätigkeit die als Beten an sich bezeichnet werden kann. Hierbei wird auf meditative Art und Weise versucht auf eine andere Ebene und somit zu Gott zu lenken und ein Teil des Großen und Ganzes zu werden. Wie in anderen Religionen halten die Menschen dabei zwar am Glaube fest, doch manifestiert sich dieser im Sinnbild zu Gott.

Andere Religionen und Pantheismus
Die unterschiedlichsten Religionsgemeinschaften versuchen, ihren Anhängern immer bestimmte Bräuche und Riten aufzuerlegen um sie dadurch an sich und den Glauben zu binden. Sie wollen ihnen dabei auch immer ein Gefühl der Konstanz vermitteln. Die meisten Menschen benötigen Rituale in ihrem Leben, verlieren aber durch diese oft auch die Fähigkeit sich und ihr Leben zu reflektieren. Glaube stammt nicht von einem Buch, sondern kommt aus der Person selbst, aus ihrem Inneren. Religionsgemeinschaften berufen sich auf Schriften oder Personen, die für die Gemeinschaft uneingeschränkt gültig sind und nach deren Weissagungen der Alltag gestaltet wird. Prägnant bezeichnet, bedeutet dies für andere Glaubensgemeinschaften, dass sie den falschen Glauben haben. Christen währen keine Christen und Muslime keine Muslime, wären sie nicht in ihrer Welt aufgewachsen und hätten sie nicht die Wertschätzungen dieser Religionen erfahren. Die Kultur ist hier das entscheidende, als was ein Mensch geboren wird, doch ist er dadurch ein schlechter Mensch, wenn ein Christ bei Islamisten lebt? Niemand beschreibt in seinen Schriften, dass nur ein bestimmter Glaube richtig ist. Die Menschliche Rasse ist nicht intelligent genug, um sich Gott vorzustellen und sich ein genaues Bild von ihm zu machen. Niemals sollte er sich aus Sicht der Religionsgemeinschaft anmaßen und sich ein Bild von Gott als Person zu machen. Aus dieser Sichteise betrachtet ist es dann ebenso falsch, seinen Glauben einzig und alleine aus einem Buch wieder Bibel oder des Korans zu beziehen. Als die beiden größten Philosophen zählen Jesus und Mohammed, doch wie kann der Mensch richtig liegen, wenn er nicht reflektiert? Wie sollen die Worte dieser beiden bedeutenden Männer der Geschichte heilig oder göttlich sein, mit den beiden reden gestaltet sich schwierig, denn es sind hier nur Geschichten überliefert.

Der Pantheismus ist ein pazifistischer und toleranter Glaube, der niemals die Lehren und den Glauben einer anderen Religionsgemeinschaft als falsch betitelt. Auch würde dieser zum Teil sehr abstrakte Glaube nicht über Leichen gehen, nur um seinen Glauben zu vermitteln und an die Menschen weiterzutragen. Betrachtet man sich hier andere große Religionsgemeinschaften, wurde die meiste Geschichte mit dem Blut Unschuldiger geschrieben. Der Pantheismus ist keine Glaubensgemeinschaft und Anhänger sind an nichts gebunden, außer an die Tatsache, dass Gott keine einzelne Person ist, sondern viel mehr als Ganzes gesehen muss. Niemals würde es sich dieser Glaube anmaßen, Gott als Menschen zu sehen und ihn als einen solchen zu betrachten. Dies sind kurz beschrieben, die wichtigsten Grundsätze im Pantheismus.

Pantheismus in der Gegenwart
Bekannte Persönlichkeiten wie Arnold Toynbee oder Frank Lloyd Wright gehören dem Pantheismus an. Auch Albert Einstein war ein bekennender Pantheist. Seine Theorie von „Gott würfelt nicht“ war prägend für die Zeit im 20. Jahrhundert. Auch in Hinblick auf das wachsende Bewusstsein für die Umweltverschmutzung und die stärkere Forderung nach Umweltschutz ist der Pantheismus erstarkt und wurde für viele Menschen zu einer echten Alternative was das Christentum oder der Atheismus angeht. Richard Dawkins beschrieb zu Beginn des 21. Jahrhunderts, den Pantheismus dann als erfrischenden und peppigen Atheismus. Die Mitglieder und die Anhänger werden dabei immer jünger, denn vor allem die jungen Generationen, beginnen sich wieder Gedanken um die Umwelt und um ihre Zukunft zu machen. In der heutigen Zeit stellt sich die Frage stärker denn je, was oder wer ist Gott, warum lässt er solche Taten zu? Doch jede Tat hat ihren Grund, geht es nach der Meinung der Pantheisten und da Gott überall ist und in allem steckt, sind alle bedeutenden Dinge Gottes Werk und Gottes Fügung.


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26.11.2017 um 21:18
benihispeed schrieb:Dabei kann ich nicht deutlich genug betonen das Religion und spirituelle Sinnsuche zwei ganz verschiedene Paar Schuhe sind und das Atheismus (also der Glaube dass da überhaupt nichts ist weder Sinn noch Geist) ganz genau genommen auch ein Glaube ist da er nicht bewiesen werden kann.
Nach dem was ich weiß ist das was ich als echte spirituelle Sinnsuche bezeichne im Christentum und im Koran verboten, auch wenn Anhänger dieser Weltreligionen sich damit des öfteren schmücken. Aber der Spirituelle folgt seinem eigenen Licht und versucht Wahrheiten in sich selbst und in der Außenwelt zu finden - "Götzengläubige" werden sie genennant und wurden früher verbrannt, denn sie folgen nicht dem "einzig wahren Glauben" den die Weltreligionen in Ihrem Besitz wähnen. Man soll gefälligst ihrem Licht folgen und nicht seinem eigenen ;)
benihispeed schrieb:Es klingt vielleicht irgendwie komisch, aber dank deiner Bemerkung über den Pantheismus kann ich mich plötzlich viel besser einordnen.
Dann konnte ich weiter geben, was mir vor langer Zeit in einem Forum wiederfahren ist... nachdem ich über meine Glaubensvorstellungen schrieb von denen ich meinte, das sie ziemlich individuell und abstrakt wären, meinte einer ich wäre Pantheist. Nach dem googeln wußte ich dann was er meinte.
benihispeed schrieb: Die Menschliche Rasse ist nicht intelligent genug, um sich Gott vorzustellen und sich ein genaues Bild von ihm zu machen
Da würde ich das "ihm" weg lassen, denn es personifiziert etwas... ich würde eher schreiben "Die Menschliche Rasse verfügt aufgrund ihrer eingeschränkten Sinne nicht über die Voraussetzungen die Wirklichkeit wahrzunehmen wie sie ist"
benihispeed schrieb:Auch in Hinblick auf das wachsende Bewusstsein für die Umweltverschmutzung und die stärkere Forderung nach Umweltschutz ist der Pantheismus erstarkt und wurde für viele Menschen zu einer echten Alternative was das Christentum oder der Atheismus angeht.
Nicht das ich was gegen Umweltschutz hätte, aber ich fahre z.B. nun wirklich kein politisch korrektes Auto... für den moderen Öko eher Satan auf vier Rädern ;)

Auch glaube ich das dieser Planet, welcher etwa 5 große Artensterben hinter sich hat bei dem bis zu 95% ausstarb was damals lebte, irgendwann als Heimat für das gesamte Leben unbrauchbar sein wird, so oder so. Nicht wir werden die Ursache sein, den Tiere, Pflanzen, Pilze und Bakterien wird es auch noch nach einem Atomkrieg geben, sondern die Sonne, ein Neutronensturm, Meteoriten oder andere kosmische Katastrophen. Deswegen unterstütze ich grundsätzlich die Raumfahrt. Wir Menschen sind im Moment die einzigen die dafür sorgen können in ferner Zukunft das Leben der Erde ins All zu tragen und wo anders an zu siedeln. Wie sonst sollten wir unsere Schulden bei unserem Heimatplaneten, mit allen Vergehen die man uns anlasten kann, begleichen? Wir sind das misratene Kind unter den Kreaturen dieses Planeten, aber wenn es hart auf hart kommt, dann werden wir Menschen beweisen das man auf uns zählen kann, da bin ich sicher. Wir haben unendlich viel Leben zerstört, aber wir könnten auch irgendwann der Grund sein das an einem fernen Ort im Universum wieder Bäume wachsen, wenn die Erde schon lange nicht mehr ist. Wir Menschen, oder die Art die aus dem Homo-Sapiens entstehen wird, sollte irgendwann damit beginnen eine Arche zu bauen...
benihispeed schrieb: In der heutigen Zeit stellt sich die Frage stärker denn je, was oder wer ist Gott, warum lässt er solche Taten zu? Doch jede Tat hat ihren Grund, geht es nach der Meinung der Pantheisten und da Gott überall ist und in allem steckt, sind alle bedeutenden Dinge Gottes Werk und Gottes Fügung.
Im ersten Satz steckt noch das alte Problem derer, die an einen personifizierten lieben Gott glauben. Ich finde es hat etwas kindlich-unbeschwertes, aber muss auch zwangsläufig mit großen Entäuschungen einher gehen. Das Leben der Erde ist von Dualität geprägt und lieb sein ist nur eine Facette von vielen. Ob sie der Evolution von Nutzen ist wird sich erst noch raus stellen müssen.

Ich glaube lebendige Dinge regulieren sich von selbst, werden zu autonomen intelligenten Systemen... mancher möchte es vielleicht Fügung nennen. Ich Glaube das z.B. Worte wie Zufall oder Bestimmung irreführend sind wenn man versucht das große Ganze zu ergründen, weil Worte zu trennen versuchen was schon immer verbunden war... wir brauchen diese Krücke, aber sie ist voller Fehler, wie jede Menschliche Erfindung.

Ich verlasse mich auch als jemand der als Pantheist einordenbar ist nicht auf Fügung, denn sie hat etwas von Unterwerfung. Ich mag es nicht zu glauben, machtlos dem Schicksal ausgeliefert zu sein.


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