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Frage an Gläubige: Warum lässt Gott nichts mehr von sich hören?

1.146 Beiträge, Schlüsselwörter: Gott, Glaube, Bibel, Kraft, Teilbar Unteilbar

Frage an Gläubige: Warum lässt Gott nichts mehr von sich hören?

07.09.2017 um 22:37
Den folgenden Kommentar habe ich in den Thread "Sind gottlose Menschen naiv, schwach, blind, verwirrt und verloren?"
gestellt. Ich meine, dass er auch gut in diesem Thread passt.


Bei dieser Diskussion fällt auf, dass der provokante Thementitel offenbar keine Rolle mehr spielt. Da wird über fast alles diskutiert, aber niemanden scheint es zu kümmern, dass dieser Titel es im Grunde genommen auf eine Diskriminierung von "gottlosen Menschen" anlegt. Ich erkenne sehr wohl, dass dies als Frage formuliert ist, aber der diskriminierende Eindruck wird dadurch nicht vermieden.

Ich drehe die Frage einfach mal um und stelle die Frage "Sind gläubige Menschen naiv, schwach, blind, verwirrt und verloren?" Immerhin glauben viele Menschen doch tatsächlich an die Existenz eines allmächtigen göttlichen Wesens, welches mit gutem Grund doch lediglich als ein Konstrukt menschlicher Fantasie bezeichnet werden kann. 

So weit, so gut, wenn man aber berücksichtigt, dass es wegen dieses zusammen fantasierten Gottes auf unserem Planeten zu einer nicht mehr zu ermittelnden Zahl von Kriegen kam, darf man mit vollem Recht die Frage stellen, ob denn die Menschen, die an die Existenz dieses Gottes glaubten nicht völlig naiv, erbärmlich schwach, auf beiden Augen blind, im Kopf völlig verwirrt und sich in diesem von Kriegen beherrschten Leben nicht völlig verloren fühlen mussten?   

"Das hat Gott nicht gewollt!" wird von Gläubigen häufig als Erklärung vorgebracht. "Nun ja," könnte der Skeptiker einwerfen, "aber wenn er doch allmächtig ist, weshalb hat er's dann nicht verhindert?" 

Die Antwort auf diese Frage ist im Grunde genommen einfach und logisch zugleich. Gott hat alle diese Kriege nicht verhindert, weil es ihn nun mal nicht gibt. Es gibt keine himmlische Macht, die in der Lage ist, Kriege zu verhindern, die über die Fähigkeit verfügt in unser aller Leben einzugreifen, und es zu gestalten. Wir Menschen müssen uns irgendwann vom Gotteswahn verabschieden, um die Dinge klar deutlich und so zu sehen, wie sie nun mal sind. Es liegt einzig und allein an uns Menschen, das Zusammenleben auf unserem Planeten zu gestalten. Sich auf göttliche Macht zu stützen ist nicht nur naiv, sondern in höchstem Maße realitätsfern. Es ist absolut sinnlos, für den Frieden zu beten, denn der Akt des Betens zeugt nur von Hilf- und Ratlosigkeit. Kein Gott hört auf Bitten und Gebete von uns Menschen. Kraft und mentale Stärke muss von den Menschen selbst erarbeitet werden. Leistungssportler wissen es längst, mit welcher Methode man mentale Kraft und Stärke erwerben kann.

Wenn man sich diese Worte vergegenwärtigt unvoreingenommen und mit offenen Sinnen darüber nachdenkt, dürfte sich die Frage, wer letztlich naiv, schwach, blind, verwirrt und verloren ist, von selbst beantworten.


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07.09.2017 um 22:41
@zigushen
Nun Spirituell zu sein hat evolut. Vorteile:
Zusammengehörigkeitsgefühl,
Etc.

Leider fehlt mir da das Gottes-Plug-In.
Aber, glaube (!) mir, ich würde gern glauben.
nur sind die Storys mir nicht Nachvollziehbar.


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07.09.2017 um 22:53
Argus7 schrieb:Ich drehe die Frage einfach mal um und stelle die Frage "Sind gläubige Menschen naiv, schwach, blind, verwirrt und verloren?" Immerhin glauben viele Menschen doch tatsächlich an die Existenz eines allmächtigen göttlichen Wesens, welches mit gutem Grund doch lediglich als ein Konstrukt menschlicher Fantasie bezeichnet werden kann. 
Ich weiß nicht so genau, ob dein ganzer Beitrag hier passt, aber darauf kann ich eingeben. Mein "Problem" ist ja, dass sie all das in der Regel nicht sind, aber in Glaubensfragen die Maßstäbe vernachlässigen die sie sonst anlegen. Diese Diskrepanz versuche ich noch zu ergründen, würde aber verneinen, dass gläubige Menschen grundsätzlich "naiv, schwach, blind, verwirrt und verloren" sind.


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07.09.2017 um 22:58
Hyperborea schrieb:Aber, glaube (!) mir, ich würde gern glauben.
Glaube ich gern, ich beneide Gläubige auch oft! Kürzlich ist mein Vater verstorben und natürlich wäre es schön zu glauben, dass ich ihn wiedersehe. Trotzdem führt da für mich im Moment kein Weg hin. :(


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07.09.2017 um 23:04
@Kc
Vielleicht sollten also Leute, die nach Gott suchen, nicht nur nach ihm rufen und Zeichen fordern, sondern mal ruhig sein, lauschen und schauen, ob sie schon entsprechendes wahrnehmen können.
Und warum so kompliziert? Warum kann er nicht einfach mal laut und deutlich etwas sagen? Oder sich zeigen? Will er denn nicht alle erreichen?
Warum versteckt er sich überhaupt? Hat er Angst? Wovor?
Weil der Mensch gezwungen sein soll, auch ohne Beweise zu glauben.
Und was soll das, bitte, bringen?
Im mildestens Fall ist es eine Stolperfalle, denn wenn es keine Beweis gibt, wie soll ich dann etwas erfahren? Erzählen können Leure ja vieles und tun es auch. Sie erzählen ja auch von mehreren, unterschiedlichen Göttern, Wie soll also jemand wissen, was stimmt, wenn es für nichts davon einen Beweis gibt?


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07.09.2017 um 23:11
zigushen schrieb:Allerdings macht es für mich schon einen Unterschied
Wieso kümmerst Du Dich nicht auch um die Gemeinsamkeiten? Weil du es nicht willst, daß es da Gemeinsames gibt?
zigushen schrieb:Der Wissenschaftler macht diese noch nicht bewiesenen oder zu beweisenden Aussagen transparent.
Du hast es nicht verstanden, was ich gesagt habe. Nicht "noch nicht bewiesen", nicht erst noch "zu beweisen",sondern "generell unbeweisbar". Und die macht der Wissenschaftler offensichtlich nicht transparent genug, sonst wüßtest Du das ja.
zigushen schrieb:Wie viel mehr kann ich meine Irrationalität denn anerkennen, als zu sagen, dass ich Fehler mache und bestimmt auch unbewiesene Aussagen meine aktuelles Weltbild formen? Im Gegensatz zu einem Gläubigen will ich diese aber minimieren.
Das ist ja der Knackpunkt, daß Du diesen Teil Deines Weltbildes nicht minimieren kannst. Du bist so ein richtiger Wissenschaftsgläubiger, der (anders als die Wissenschaften selbst es sehen) glaubt, daß mit Wissenschaft alles beweisbar bzw. widerlegbar ist, und man letztlich ohne Prämissen durchs Leben gehen könne. Es ist noch viel schlimmer um Deinen Glauben bestellt. Du hältst viel zu viel für Tatsachen, wenigstens für künftige Tatsachen. Is nicht. Du hast echt noch viel Arbeit vor Dir. Und hoffentlich noch genügend Jahrzehnte dafür.
zigushen schrieb:Genauso wie mir?
Hast recht, nicht genauso wie Dir. Denn irrsinnigerweise willst Du das Unbelegbare minimieren. Es ist zwar gut, Grenzen immer wieder zu erweitern,nicht alles als gegeben hinzunehmen. Aber auch das wirst Du bei Gottgläubigen finden; insgeheim träumen wohl viele von einem "Gottesbeweis". In einem Kloster in Tibet (glaub ich wars) spielen die Mönche regelmäßig ein Spiel ähnlich den "Türmen von Hanoi", das sich aber nicht lösen läßt. Dennoch versuchen sie es ihr Leben lang. Es ist eine Art der Meditation, gegen die unabänderlichen Grenzen der Realität anzukämpfen, so wie Sisyphos dazu verdammt wurde, einen schweren Stein auf die Spitze eines Berges zurollen, doch der Fluch läßt den Stein kurz vor der Spitze immer wieder hinabrollen. Sisyphos aber ist der wahre Sieger über die Strafe der Götter, denn er gibt nicht auf, er kämpft gegen sein Schicksal an und versucht es stets aufs neue. Nur wer aufgibt, hat verloren.

Insofern ist es gut, die Grenzen erweitern zu wollen, sonst werden sie nie erweitern. Aber daß Du glaubst, das Unbelegbare aus Deiner Weltanschauung herauszubekommen, das ist das Irrsinnige. Das glauben nichtmal jene buddhistischen Mönche.
zigushen schrieb:Warum eliminieren Gläubige dann die als unbewiesen erkannten Elemente nicht aus ihrem Weltbild?
Wozu? Die Lücke müßte aufgefüllt werden, und der Ersatz wäre ja wieder unbelegbar. WIchtiger ist da die Erkenntnis, was am Weltbild empirisch ist und was Glaubensinhalt.
zigushen schrieb:Da ich nicht an einen Gott glaube, äußert sich das in meinem Leben gar nicht. Klingt vielleicht nach billiger Ausflucht, ist aber so.
In dem Falle gehst Du von dessen Nichtexistenz aus. Nicht von einem Offensein.
zigushen schrieb:Wie äußert sich dein - mal unterstellter - Nichtglauben an Zeus oder den Weihnachtsmann im Alltag?
Was den Weihnachtsmann betrifft, so kann ich Dir sagen, daß ich aktiv glaube, daß es den nicht gibt. Deswegen habe ich mehr als anderthalb Jahrzehnte für bedürftige Menschen jeden Heilig Abend den Weihnachtsmann gespielt, angefangen mit ca. 25 Menschen, zuletzt für um die 180. Denn es gibt Menschen, die den Weihnachtsmann brauchen, also muß man ihnen den bringen, weil er ja sonst nicht existiert.

Was Zeus betrifft, so habe ich noch keinen Neo-Hellenopaganen getroffen. Aber durchaus Neopagane der keltisch-germanischen Religiosität. Und da kann ich nicht sagen, daß ich glaube, daß deren Götter nicht existieren. Entsprechend unterstütze ich diese Menschen bei Problemen ihres Glaubens bzw. Glaubenslebens. Einem solchen Neopaganen germanischer Götterwelt hier im Forum habe ich sogar mal meinen Fultrui genannt.

Förderst Du den Glauben anderer? Förderst Du bei ihnen, daßsie ihren Glauben als Glauben anerkennen und bekennen? Suchst Du nach den Gemeinsamkeiten zwischen Dir und den Menschen anderen Glaubens, die es auszubauen und zu schützen gilt, statt die Unterschiede hervorzukehren, verschiedene Glaubenssysteme zu Konkurrenzunternehmen zu machen und alles, was nicht wie ich ist letztlich zu bekämpfen, zu widerlegen, ad absurdum zu führen?

Wo ich geradezu weiß, daß etwas falsch ist, da ist mein Bestreben Aufklärung. Aber selbst dort versuche ich nicht einfach nur, alles bisher Geglaubte zu zerstören, sondern erst mal das Gute darin zu würdigen, zu stärken, das menschliche, Gemeinsame herauszukehren. Deswegen sag ich selbst beim Weihnachtsmann nicht einfach nur "dengips nich".
zigushen schrieb:Es bleibt bei dem Unterschied zwischen:

1.) Ich GLAUBE NICHT, dass es einen Gott gibt.
2.) Ich GLAUBE, dass es keinen Gott gibt.
Und Du stehst noch immer bei 2. Wie gesagt, in dem Falle hättest Du den anfangsgeschilderten Widerspruch, der Dich so verwundert, nicht auf Gottgläubige beschränkt, bzw. wäre Dir ein ganz anderer Widerspruch komisch aufgestoßen. Das zeigt überdeutlich:bis gestern war für Dich ein "Ich gehe von der Nichtexistenz von Göttern aus" noch kein Glaube. Und anhängen tust Du diesem Glauben noch heute.

Und Dein 1. ist genaugenommen noch immer nur eine Spielart von 2. Sowas kann einem, der an die Nichtexistenz von Gott/Göttern glaubt, natürlich nicht so gut auffallen. So lehne ich z.B. die Paläo-SETI-These ab, daß Aliens in der Vergangenheit auf der Erde waren und an unserer Entwicklung (biologisch / kulturell / wissenschaftlich / ...) mitgewirkt haben. Natürlich kann ich es nicht wissen, ob das wirklich nie der Fall gewesen ist. Könnte doch sein, und ich kann das nicht wirklich ausschließen. Dennoch aber bin ich dieser Möglichkeit nicht wirklich offen und unvorbelastet gegenüber, tatsächlich gehe ich davon aus, daß das nie passiert ist. Jemand, der wirklich offen ist für die Möglichkeit, ohne einen einzigen der bis heute vorgebrachten Belegversuche für überzeugend oder auch nur wahrscheinlich zu halten, dieser paläoSETI-offene Mensch ist nochmals ne andere Hausnummer. Auf der anderen Seite abergibt es auch noch solche, die die PaläoSETI dergestalt ablehnen, daß sie sagen, es ist hinreichend erwiesen, daß niemals Aliens in unserer Vergangenheit auf der Erde waren und uns in welcher Weise auch förderten.

Also würde ich als glaubender Ablehner sagen:
1.) Ich GLAUBE NICHT, daß die PaläoSETI-These richtig ist.
Der zu wissen meinende Ablehner sagt:
2.) Ich GLAUBE, daß die PaläoSETI-These falsch ist.
Doch der wirklich offene Mensch, der bis heute nur nichts Überzeugendes kennt, daß diese These belegt oder widerlegt, der sagt:
3.) Ich WEIß NICHT, ob die PaläoSETI-These richtig ist oder falsch. Ich habe nicht genügend Information.

2.) ist der Ablehner, der nicht weiß, daß seine Ablehnung nur auf Glauben fußt.
1.) ist der Ablehner, der sich dessen bewußt ist, daß seine Ablehnung auf Glauben statt auf ausreichendem Wissen beruht.
3.) ist einer, der nicht ablehnt.
zigushen schrieb:Der festgelegte Atheist in deinem Sinne - "ich glaube, dass es keinen Gott gibt" - wäre dann für mich ein Antitheist.
Was leider die meisten zu sein scheinen, was mein Erleben betrifft. Mag aber selektive Wahrnehmung sein.

Aber gut, nennen wir mal 1.) ihres Glaubens bewußte Atheisten = Atheisten, 2) ihres Glaubens nicht bewußte Atheisten = Antitheisten, 3.) Agnostiker. Aber so richtig gefällt mir das Anti nicht, denn auch einer aus Kategorie 1. kann auf Anti getrimmt sein.


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Frage an Gläubige: Warum lässt Gott nichts mehr von sich hören?

07.09.2017 um 23:29
off-peak schrieb:Warum kann er nicht einfach mal laut und deutlich etwas sagen? Oder sich zeigen? Will er denn nicht alle erreichen?
Warum versteckt er sich überhaupt? Hat er Angst? Wovor?
Gute Fragen. Darüber könnteste ja mal ne Weile lang nachdenken, immer wieder mal. Aber im Sinne einer wirklich offenen Frage, nicht im Sinne einerrhetorischen Frage, die den Gottgläubigen "eines besseren belehren" soll. Sondern wirklich als "Frage", als "Bitte um Information". Aber der Clou ist, über diese Fragen mußt Du selber nachdenken, mögliche Antworten abwägen, durchspielen, nach weiteren Möglichen Antworten suchen. Wäre eigentlich schon sowas wie ne Meditationdarüber. Oder ein Brainstorming.
off-peak schrieb:Im mildestens Fall ist es eine Stolperfalle, denn wenn es keine Beweis gibt, wie soll ich dann etwas erfahren?
Das issn bisserl so wie mit Kunst. Der Künstler mag sich was dabei gedacht haben, aber was der Betrachter in dem Bild dann sieht, wie es ihn berührt, das kann doch deutlich anders ausfallen. Auch das ist eher sowas wie ne Meditation. Aber durchaus kann man so zu Erkenntnissen kommen, obwohl man nicht weiß, was der Künstler eigentlich damit aussagen wollte.
off-peak schrieb:Wie soll also jemand wissen, was stimmt, wenn es für nichts davon einen Beweis gibt?
So geht uns das auch in anderen Sachen. Trotzdem entscheiden wir uns irgendwann für ne bestimmte politische Richtung, für irgendeine Weltanschauung etc. Und leben dann unser Leben damit und versuchen, daraus das beste zu machen.

Atheismus kann sich ebenfalls als falsch herausstellen. Gibt da ebenfalls keinen Beweis für. Mit dieser Unsicherheit müssen wir alle leben, egal, wofür wie uns enscheiden.

Wen aber wollen Atheisten verklagen, daß die richtige Weltsicht so ungewiß ist?


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Frage an Gläubige: Warum lässt Gott nichts mehr von sich hören?

08.09.2017 um 06:48
@off-peak

Das ist eigentlich einfach:

jedenfalls der Gott des Christentums ist nicht der Kasper oder Diener der Menschen, der sich genau so verhält, wie ihn der jeweilige Mensch gerne hätte. Den man mal herbeiruft, damit er alles gut macht und der dann wieder in der Ecke verschwindet, damit der Mensch sich stolz selbst auf die Schulter klopfen kann, wie unabhängig erfolgreich er doch sei.

Wenn ich mich hinstelle und fordere, dass Gott gefälligst mal dies und jenes machen oder so und so sein soll, dann erhebe ich mich logischerweise selbst über Gott. Ich mache mich zum Gesetzgeber und Richter gleichermaßen. Erst setze ich die Kriterien:,,Gott soll mir Superkräfte verleihen, ich will fliegen und Blitze schleudern". Dann urteile ich:,,Kann ich fliegen oder Blitze schleudern?"

Und wenn diese Frage mit ,,nein" zu beantworten ist, dann schließen die meisten daraus, dass es entweder keinen Gott gibt oder der zu schwach ist, um mir diese Kräfte zu geben oder er einfach nicht an mir interessiert ist.

Ich kann nicht ein allmächtiges, souveränes Wesen fordern und dann weiterhin fordern, dass es mir zu Willen sei. Das funktioniert logisch nicht. Wenn Gott als souveränes, freies, allmächtiges Wesen gedacht werden muss, dann müssen wir uns auch bewusst machen, dass wir nicht einfach beliebige Forderungen aufstellen können, wie Gott zu sein habe.


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Frage an Gläubige: Warum lässt Gott nichts mehr von sich hören?

08.09.2017 um 09:04
@Argus7
Argus7 schrieb:Den folgenden Kommentar habe ich in den Thread "Sind gottlose Menschen naiv, schwach, blind, verwirrt und verloren?"
gestellt. Ich meine, dass er auch gut in diesem Thread passt.
Ich finde es ist eine bodenlose Frechheit, dass Du Deine Kommentare gleichzeitig
in mehrere Threads hineinkopierst.
Der Wahrheitsgehalt der Kommentare wird dadurch nämlich keinen Deut besser.

Wenn das hier jeder machen würde, könnte man dieses Forum eigentlich gleich
in die Tonne treten.
Nach meiner Meinung bist Du ein Riesentroll der eigentlich nur auf Provokation,
sprich Destruktion hinaus möchte.

Viele Grüsse,
Outis


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08.09.2017 um 09:05
Kc schrieb:Ich kann nicht ein allmächtiges, souveränes Wesen fordern und dann weiterhin fordern, dass es mir zu Willen sei. Das funktioniert logisch nicht. Wenn Gott als souveränes, freies, allmächtiges Wesen gedacht werden muss, dann müssen wir uns auch bewusst machen, dass wir nicht einfach beliebige Forderungen aufstellen können, wie Gott zu sein habe.
Aber bissel komisch ist das schon, dass er einst so Präsent war, und nu nix mehr mit Wunder und Co.


Herr, gib mir ein Zeichen, ein winziges kleines Zeichen, das steht doch in deiner Macht oder? Und ich glaube an dich !


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08.09.2017 um 09:57
Outis schrieb:Ich finde es ist eine bodenlose Frechheit, dass Du Deine Kommentare gleichzeitig in mehrere Threads hineinkopierst.Der Wahrheitsgehalt der Kommentare wird dadurch nämlich keinen Deut besser.Wenn das hier jeder machen würde, könnte man dieses Forum eigentlich gleich in die Tonne treten.Nach meiner Meinung bist Du ein Riesentroll der eigentlich nur auf Provokation,sprich Destruktion hinaus möchte.
Und ich finde es eine bodenlose Frechheit, was die Gottesvertreter hier so alles an offensichtlichen Lügen und Unwahrheiten verbreiten. Eine Provokation ersten Ranges ist es nämlich, dass seit nunmehr fast 2000 Jahren von sog. Christen eine Botschaft verbreitet wird, deren Glaubwürdigkeit gegen Null tendiert. Die Irrtümer, Fälschungen und Widersprüche im Märchenbuch "Bibel" sind doch nicht mehr zu zählen. In meinen diversen Kommentaren in diesem Forum könntest du nämlich nachlesen, dass das Johannes-Evangelium nichts anderes als eine fromme Dichtung (Fälschung wäre das treffendere Wort) ist.
Dies das Ergebnis neutestamentlicher Bibelforschung. An dieser Forschung sind Vertreter beider christlichen Religionen beteiligt, die meine Behauptung nämlich bestätigt haben. Sollte dir diese Tatsache nicht bekannt sein, dann informiere dich doch bei einem Pfaffen. Wenn er ehrlich ist, wird er meine Behauptung nä
Mich von dir als Riesentroll bezeichnen zu lassen, ist eine bodenlose Unverschämtheit. Melden werde ich dafür nicht, denn jedermann soll es lesen können, wie ein Gottgläubiger argumentiert und Andersdenkende beschimpft. Du kannst nämlich deinen Gottglauben überhaupt nicht beweisen. Du und die Religionsvertreter berufen sich letztlich auf nichts anderes als niemals bewiesene Mythen und Legenden.


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08.09.2017 um 10:05
Hyperborea schrieb:Aber bissel komisch ist das schon, dass er einst so Präsent war, und nu nix mehr mit Wunder und Co.
Die Wunder, die du vermisst, würden aufgeklärte Menschen heutzutage bestimmt nicht mehr beeindrucken. Das was in der Bibel so alles über Wunder zu lesen ist, kann heute nahezu jeder halbwegs begabte Unterhaltungszauberer produzieren. So z.B. Wasser in Wein verwandeln. Dieser Trick ist zudem inzwischen längst verbessert worden, denn heutzutage gibt es Zauberer, die nicht nur Wasser in Wein verwandeln, sondern jedes beliebige Getränk auf Wunsch des Publikums liefern.

Präsent war der liebe Gott allerdings nie. Er existierte doch lediglich in der Einbildung allzu gutgläubiger Anhänger. Ja, ja, der Reli-Schwindel ist fürwahr ein großes Phänomen. An diesem Aberglauben hat sich auch in unserem angeblich aufgeklärtem Zeitalter kaum etwas geändert. Die Welt will nun mal betrogen werden, folglich wird sie auch betrogen! Amen!


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08.09.2017 um 10:12
Nachtrag/Berichtigung zu meinem Kommentar an "Outis". Es gab nämlich ein technisches Problem, wobei ein Textteil offensichtlich beim Absendevorgang verloren ging. Der komplette (verschwundene) Sat müsste wie folgt lauten:

Wenn er ehrlich ist, wird er meine Behauptung nämlich bestätigen.

Den Fehler habe ich nicht zu verantworten. Es war, wie gesagt, ein mir unbekanntes technisches Problem. 


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08.09.2017 um 10:19
zigushen schrieb:Diese Diskrepanz versuche ich noch zu ergründen, würde aber verneinen, dass gläubige Menschen grundsätzlich "naiv, schwach, blind, verwirrt und verloren" sind.
Und wie verhält es sich mit der Behauptung, dass gottlose Menschen "naiv, schwach, blind, verwirrt und verloren sind?" Das war nämlich für mich der Grund, diese Frage umzudrehen. Die Originalversion hat nämlich ein Gottesanhänger in die Welt gesetzt. Eine, wie ich meine, diskriminierende Frage, die gegen Nichtgläubige gerichtet war.


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08.09.2017 um 11:21
@perttivalkonen
perttivalkonen schrieb:Warum sollte er sich solcherart bemerkbar machen wollen? Wie AlteTante schrieb, gehts Gott um den Glauben, nicht um bewiesene Tatsachen, und unser freier Wille wäre mit sowas im Ar***, wie Sarv so richtig anmerkte. Unser Leben wäre vorprogrammiert oder einMarionettenspiel, nichts käme aus unserer Entscheidung.
Ich denke Du hast mich falsch verstanden. Ich meinte nicht, dass Gott lenkend eingreift, sondern im Prinzip nichts anderes, als das was off-peak geschrieben hat:
off-peak schrieb:Und warum so kompliziert? Warum kann er nicht einfach mal laut und deutlich etwas sagen? Oder sich zeigen? Will er denn nicht alle erreichen?
Warum versteckt er sich überhaupt? Hat er Angst? Wovor?
perttivalkonen schrieb:Warum sollte er sich solcherart bemerkbar machen wollen?
Vielleicht um ein bisschen mehr Frieden auf die Welt zu bringen? Wäre das nicht ein tolles Motiv? Wenn Gott seine Existenz beweisen würde, wenn er sich zeigen würde, dann wären alle Religionen die dieser Gott nicht repräsentiert überflüssig. Es dürfte dann eigentlich nur noch eine Religion geben, die einzig Wahre, die einzig Richtige. Es gäbe keinen Grund mehr sich wegen Glauben oder Nichtglauben die Köpfe einzuschlagen und Kriege zu führen. Ich bin mir allerdings nicht sicher, ob die Menschen nicht andere Gründe finden würden…
perttivalkonen schrieb:Wie AlteTante schrieb, gehts Gott um den Glauben, nicht um bewiesene Tatsachen, und unser freier Wille wäre mit sowas im Ar***, wie Sarv so richtig anmerkte. Unser Leben wäre vorprogrammiert oder einMarionettenspiel, nichts käme aus unserer Entscheidung.
Wüsste nicht was das mit dem freien Willen zu tun hat. Man würde, könnte sein Leben genauso weiterleben wie bis anhin, einfach mit dem Unterschied die Gewissheit zu haben, dass Gott existiert. Wo siehst Du da ein Problem?

@Kc

Ich vermute mal, dass off-peak das ähnlich sieht wie ich. Nochmals, es geht nicht darum, dass Gott eingreift oder sich zum Diener/Kasper des Menschen macht. Es geht einzig darum Gewissheit zu haben, dass Gott kein Hirngespinst ist. Punkt. Aus. Amen.


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08.09.2017 um 11:47
@Hyperborea
Zusammengehörigkeitsgefühl, Etc.
Etc hat Vorteile, aber das geht auch ohne spirituell zu sein. Es ist genau umgekehrt: nicht die Religionen ermöglichen erst mal ein Zusammensein oder hätten das Zusammengehörigkeitsgefühl geschaffen, sondern der Wunsch nach Befriediung dieses menschlich vorhandenen Zusammengehörigkeitsgefühls lässt eben Gruppierungen und Rituale, und Religon heißt ursprünglich "Ritual", entstehen.
Würden Religionen (und andere Formen menschlicher Kommunikation) dieses Gefühl (und andere) nicht bedienen, hätten sie wohl kaum Chancen.

Aber wir driften wieder mal ab. Die Frage ist ja hier nicht, warum Menschen Religionen haben, sondern, warum sich ein bestimmter Gott nicht mehr blicken lässt (falls er es denn je getan hätte).

Meine Antwort ist einfach: es gibt ihn nicht und es gab ihn nie.


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08.09.2017 um 11:50
@Brunche
Brunche schrieb:Es geht einzig darum Gewissheit zu haben, dass Gott kein Hirngespinst ist. Punkt. Aus. Amen.
Stimmt. Seh ich so. Es geht um diese Gewissheit. Dieses Nichteingreifen bestätigt tagtäglich (nächtens auch), dass ein Gott, so wie ihn Religionen postulieren, tatsächlich nicht existiert. Was


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08.09.2017 um 12:05
perttivalkonen schrieb:Wieso kümmerst Du Dich nicht auch um die Gemeinsamkeiten? Weil du es nicht willst, daß es da Gemeinsames gibt?
Weil ich sie nicht sehe. Wenn du mir da eine Agenda unterstellst, liegst du falsch.
perttivalkonen schrieb:Du hast es nicht verstanden, was ich gesagt habe. Nicht "noch nicht bewiesen", nicht erst noch "zu beweisen",sondern "generell unbeweisbar". Und die macht der Wissenschaftler offensichtlich nicht transparent genug, sonst wüßtest Du das ja.
Wie gesagt ein interessanter Punkt, ich muss mich da wohl noch schlau machen und kann dir noch nicht anders antworten. Ich gehe aber nach wie vor davon aus, dass diese Annahmen in der Wissenschaft klar kommuniziert werden. Hast du konkrete Beispiele?
perttivalkonen schrieb:Das ist ja der Knackpunkt, daß Du diesen Teil Deines Weltbildes nicht minimieren kannst. Du bist so ein richtiger Wissenschaftsgläubiger, der (anders als die Wissenschaften selbst es sehen) glaubt, daß mit Wissenschaft alles beweisbar bzw. widerlegbar ist, und man letztlich ohne Prämissen durchs Leben gehen könne.
Wieso kann ich das nicht minimieren? Wenn ich Unbewiesenes in meinem Weltbild finde, wird es eliminiert. Einfache Sache. Ich denke nicht, dass die Wissenschaft alles be- oder widerlegen kann, ordne aber solche Sachverhalte auch nicht als Wissen ein.
perttivalkonen schrieb:Förderst Du den Glauben anderer? Förderst Du bei ihnen, daßsie ihren Glauben als Glauben anerkennen und bekennen? Suchst Du nach den Gemeinsamkeiten zwischen Dir und den Menschen anderen Glaubens, die es auszubauen und zu schützen gilt, statt die Unterschiede hervorzukehren, verschiedene Glaubenssysteme zu Konkurrenzunternehmen zu machen und alles, was nicht wie ich ist letztlich zu bekämpfen, zu widerlegen, ad absurdum zu führen?
Nein, fördern tue ich den Glauben anderer nicht. Warum sollte ich unbewiesene Gewissheiten anderer auch fördern? Menschlich suche ich natürlich nach Gemeinsamkeiten und spiele gerne ganze Abende lang Schach mit einem tiefgläubigen Christen.
perttivalkonen schrieb:Deswegen sag ich selbst beim Weihnachtsmann nicht einfach nur "dengips nich".
Ich sage auch nicht, dass es ihn nicht gibt. Ich sage aber, dass ich nicht glaube, dass es ihn gibt.
perttivalkonen schrieb:Insofern ist es gut, die Grenzen erweitern zu wollen, sonst werden sie nie erweitern. Aber daß Du glaubst, das Unbelegbare aus Deiner Weltanschauung herauszubekommen, das ist das Irrsinnige. Das glauben nichtmal jene buddhistischen Mönche.
Ich weiß nicht, warum die buddhistischen Mönche das nicht glauben. Ich bemüh mich jedenfalls, Unbewiesenes aus meinem Weltbild zu verbannen, auch wenn es nicht zu 100% möglich ist. Je besser ich das schaffe, desto korrekter mein Weltbild. Dem Irrsinn bin ich noch nicht verfallen, auch wenn du das offenbar anders siehst.
perttivalkonen schrieb:Wozu? Die Lücke müßte aufgefüllt werden, und der Ersatz wäre ja wieder unbelegbar. WIchtiger ist da die Erkenntnis, was am Weltbild empirisch ist und was Glaubensinhalt.
Ja, sich dessen bewusst zu sein ist wichtig. Aber warum braucht es einen Ersatz für Bausteine meines Weltbildes, die ich als unbewiesen entsorgt habe?
perttivalkonen schrieb:In dem Falle gehst Du von dessen Nichtexistenz aus. Nicht von einem Offensein.
Ich hatte prophezeit, dass wir hier aneinander vorbei reden, solange du den Unterschied zwischen "Ich glaube nicht, dass..." und "ich glaube, dass... nicht" nicht verstehst oder anerkennst. Dass du das nicht tust, zeigt auch deine dritte Möglichkeit beim SETI-Beispiel. Die ist nämlich völlig mit der ersten kompatibel. Wenn ich nicht genug Beweise habe, um etwas anzunehmen, nehme ich es nicht an. Kein Glaube benötigt.
perttivalkonen schrieb:Und Du stehst noch immer bei 2. Wie gesagt, in dem Falle hättest Du den anfangsgeschilderten Widerspruch, der Dich so verwundert, nicht auf Gottgläubige beschränkt, bzw. wäre Dir ein ganz anderer Widerspruch komisch aufgestoßen. Das zeigt überdeutlich:bis gestern war für Dich ein "Ich gehe von der Nichtexistenz von Göttern aus" noch kein Glaube. Und anhängen tust Du diesem Glauben noch heute.
Von der Nichtexistenz auszugehen, war auch schon vorgestern ein Glaube für mich. Ich gehe aber nicht von der Nichtexistenz aus, sondern nur nicht von der Existenz.


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08.09.2017 um 12:06
Aber im Grunde ist es doch Egal ob Gott existiert. Wer an ihn glaubt hat Hoffnung.
Ein Krebskranker hat oft auch Unrealistsche Hoffnung. So ist der Mensxh nun mal.
Leider lässt sich aus Glaube prima Kapital schlagen.
Wir denken doch alle nicht Logisch.
Sonst würde es auch keine Lotterien geben.

Wenn es einen gütigen Gott gäbe, müsste er mich auch So lieben.
Denn WAHRE Liebe ist Bedingungslos.


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08.09.2017 um 12:14
Argus7 schrieb:Und wie verhält es sich mit der Behauptung, dass gottlose Menschen "naiv, schwach, blind, verwirrt und verloren sind?" Das war nämlich für mich der Grund, diese Frage umzudrehen. Die Originalversion hat nämlich ein Gottesanhänger in die Welt gesetzt. Eine, wie ich meine, diskriminierende Frage, die gegen Nichtgläubige gerichtet war.
Das ist natürlich genauso Quatsch und wird im entsprechenden Thread ja auch so diskutiert.


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