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Die Bibel und das Christentum. Was ist wichtig in der Bibel?

Die Bibel und das Christentum. Was ist wichtig in der Bibel?

30.04.2018 um 20:05
suscat schrieb:Allerdings glaube ich nicht an alles was in der Bibel steht, insbesondere sehe ich eine Diskrepanz im Gott des AT und des NT.
Hi @suscat !

Ich sehe auch eine Diskrepanz in NT. Etwa zwischen den Evangelien und der Offenbarung des Johannes (der wohl nicht der Evangelist Johannes ist). Das eine (Evangelien) als Frohe Botschaft, dass andere (Offenbarung) eher etwas, was unter den Menschen Angst und Schrecken verbreitet. Da (Evangelien) spricht Jesus "So lasset die Kinder zu mir", dort (Offenbarung) wird "und ihre Kinder will ich zu Tode schlagen." gesagt.

Leider wurde die Offenbarung in den Kanon aufgenommen. Es gab schon damals große Widerstände, aber da haben sich wohl Menschen durchgesetzt, die dachten, mit Angst und Schrecken erweitert es ihre Machtfülle.
suscat schrieb:Im AT wird sehr viel auf den Gott der Israeliten eingegangen - sind wir überhaupt als nicht Israelis seine Kinder?
Auf alle Fälle hat Jesus klipp und klar gesagt: "Das Heil kommt von den Juden!" (Joh.4.22)
Jesus liebt sein Volk, Jesus wurde verurteilt zur Todesstrafe wegen/als "König der Juden", alle Aposteln waren Juden (wo viele von ihnen wieder den Märtyrertod erduldeten) und Paulus, der wohl einen großen Anteil daran hat, dass sich das Christentum so ausgebreitet hat, war genauso Jude. Ohne diese Juden, wüssten wir wohl heute von Jesus fast gar nix, oder? Viele Juden, die ihr Leben gelassen haben, damit wir heute von Jesus überhaupt was wissen, was er etwa sagte und predigte. Schließlich hat er ja fast nur ausschließlich den Juden seine Weisheit persönlich gelehrt und diese darin unterrichtet und nicht die Römer oder Germanen. Also ohne diese, wüsste wir wohl gar nix. Daher stimmt es ja wenn Jesus sagt: "Das Heil kommt von den Juden".

Sicher kann man hoffen (berechtigt), auch ein Gottes Kind zu sein. Aber Gewissheit? No! Gewissheit hat nur Gott darin, der wird seine Kinder ja kennen.
suscat schrieb:Was passiert mit Menschen, die nie was von Gott erfahren haben? Pech gehabt im falschen Jahrhundert, Erdteil geboren?
Nun ja, Jesus sagte doch: "Niemand kommt zum Vater denn durch mich". Die Betonung liegt auf durch! Er ist der DURCHgang (das einzige Tor) zum Vater, warum soll ein Atheist, ein Mohammedaner oder Indianer etc nicht auch da durch gehen können? Und vielleicht so manchen angeblichen "großen" Christen gelingt dies nicht?

Ich schreibe das mal so: Jesus wird den Menschen erscheinen und wer zum Vater/Gott will, der wird durch Jesus hindurch gehen müssen. Diese Türe ist sicher zu 100% offen und nicht verschlossen. Warum soll da etwa eine Inkafrau (Beispiel), die etwa 500 n. Chr. lebte und nie was von einen Moses oder Jesus in ihrem Leben je was hörte, da nicht durchgehen können? Wenn sie es nicht kann, wird es wohl andere Gründe geben, denke ich.

Leider wurde diese Evangelienpassage (Niemand kommt zum Vater denn durch mich) von vielen "Christen" ja dafür gerne hergenommen und missbraucht, als ob da den Nichtgläubigen oder Andersgläubigen nun das Paradies versperrt sei. Menschen, die aber den Zugang zum Paradies anderen versperren wollen, sind für mich Frevler und Lügner gegen Gott und Jesus.

Dabei steht doch: Selig ist, wer an mir keinen Anstoß nimmt. (Mt 11,6.) das dürfte wohl mal genügen, da steht nix, dass dieser Selige Jesus nachfolgte. Sondern er ist es ja auch dann, wenn er keinen Anstoß an Jesus nimmt.
Haha, was für ein Vorteil für die Inkafrau, die 500 n. Chr lebte, gut sie konnte die Worte Jesus nie erfahren - leider - ABER dafür auch keinen Anstoß an seiner Lehre nehmen.
suscat schrieb:Ich bitte um friedvolle Diskussion ohne Diskriminierung irgendeines Glaubens. DANKE.
Oh ja, deine Bitte gefällt mir! Daher auch mein Hinweis, dass dieses "Niemand kommt zum Vater..." keinen anderen Glauben oder NichtGottglauben hier der Weg zum Vater/Gott und seinem Paradies versperrt. Dies wollen nur Menschen tun, die sich hervortun und von Gott/Vater und zu Jesus selbst im Grunde keinerlei Ahnung haben.

Beste Grüße - Doverex


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xristos
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30.04.2018 um 20:21
Doverex schrieb:Sicher kann man hoffen (berechtigt), auch ein Gottes Kind zu sein. Aber Gewissheit? No! Gewissheit hat nur Gott darin, der wird seine Kinder ja kennen.
Denn so viele durch den Geist Gottes geleitet werden, die sind Söhne Gottes. Denn ihr habt nicht einen Geist der Knechtschaft empfangen, wieder zur Furcht, sondern einen Geist der Sohnschaft habt ihr empfangen, in dem wir rufen: Abba, Vater! Der Geist selbst bezeugt <zusammen> mit unserem Geist, daß wir Kinder Gottes sind(Röm 8,14–16).

Ein Kind Gottes hat das Zeugnis in sich, dass es ein Kind Gottes ist. Gewissheit ist also sehr wohl möglich, und auch ungemein wichtig!
Doverex schrieb:Nun ja, Jesus sagte doch: "Niemand kommt zum Vater denn durch mich". Die Betonung liegt auf durch! Er ist der DURCHgang (das einzige Tor) zum Vater, warum soll ein Atheist, ein Mohammedaner oder Indianer etc nicht auch da durch gehen können? Und vielleicht so manchen angeblichen "großen" Christen gelingt dies nicht?
Da hast du Recht, jedem ist die Türe offen :-)


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30.04.2018 um 20:49
Ich hatte ja Zweifel, ob es noch Bedarf für so einen TR gibt. Aber es scheint es gibt doch noch einige Leute die sich dafür interessieren.

Eure Meinungen haben mir bisher sehr geholfen, meine Meinungen einzusortieren und zu überprüfen.

Eine Frage habt ihr Kinder? Und wenn ja wie alt und wie stehen die zum Glauben?
Also meine Tochter ist darauf derzeit nicht anzusprechen. Sie ist 22 Jahre und hat gerade keinen Zugang zu Gott oder Jesus. Das beschäftigt mich natürlich. Aber ich glaube fast je mehr ich in sie dringen würden, destomehr würde sie es ablehnen.

Allerdings bete ich auf alle Fälle Gott möge ihr den Weg zu ihm zeigen.

Wie geht ihr also mit geliebten Menschen um, die euren Glauben nicht teilen.
Weil diese möchte man ja am Ende der Zeit um sich haben.


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Sarv
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30.04.2018 um 20:54
@suscat
suscat schrieb:Also meine Tochter ist darauf derzeit nicht anzusprechen. Sie ist 22 Jahre und hat gerade keinen Zugang zu Gott oder Jesus. Das beschäftigt mich natürlich. Aber ich glaube fast je mehr ich in sie dringen würden, destomehr würde sie es ablehnen.

Allerdings bete ich auf alle Fälle Gott möge ihr den Weg zu ihm zeigen.
Gott erschuf alles und jeden mit einem Freien Willen.
Du darfst dafür beten so oft wie du willst, schlussendlich aber wird dien Tochter immer das tunw as Sie eben will: für richtig hält.

Würde meine Eltern wollen das ich an jesus Glaube würden Sie mich immer mehr davon entfernen, logisch, denn so wie andere über jesu sprechen kann man nciht ernst nehmen, aslo sein lassen, selber sich dafür interessieren...
suscat schrieb:Wie geht ihr also mit geliebten Menschen um, die euren Glauben nicht teilen.
Weil diese möchte man ja am Ende der Zeit um sich haben.
Gegenfrage wäre wieso der Glaube eine Rolle spielt in anwesenheit derer die man liebt.........................................................................................................


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xristos
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30.04.2018 um 21:03
suscat schrieb:Aber ich glaube fast je mehr ich in sie dringen würden, destomehr würde sie es ablehnen.
du kannst einen Menschen nicht zwingen, das hat Jesus auch nicht getan. Wenn die Menschen ihn gebeten haben, aus ihrer Stadt zu gehen, dann hat er dies auch ohne Widerwort getan
suscat schrieb:Wie geht ihr also mit geliebten Menschen um, die euren Glauben nicht teilen.
Da kann man nur beten, dass Gott ihnen die Augen öffnet. Die Bibel ist auch klar in der Sache, sie sagt: Da ist kein Mensch, der Gott sucht. Und da ist auch kein Mensch, der Gutes tut.

Die Initiative muss Gott ergreifen, weil ein Mensch, bedingt durch sein natürliches Wesen (die Bibel nennt es: Fleisch), nicht dazu in der Lage ist. Gott muss den Menschen zuerst persönlich berühren.


Jesus hat mit Religion nichts zu tun, das haben die Menschen daraus gemacht, das haben die Juden schon im AT mit ihrem Gott gemacht. Gott ist lebendig, er lebt, und er möchte eine Beziehung zu dem Menschen haben, eine Beziehung wie mit Adam, wie mit Abraham, wie mit seinen Aposteln, und keine blinde Religion


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30.04.2018 um 21:10
@Sarv
Sarv schrieb:Gegenfrage wäre wieso der Glaube eine Rolle spielt in anwesenheit derer die man liebt.........................................................................................................
Gemeint ist das Leben nach dem Tod.


@xristos

Wie kommst du darauf, dass Jesus nichts mit Religion zu tun hat?
Sogar das bekannteste Gebet im Christentum - Vater unser geht auf ihn zurück?


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30.04.2018 um 21:13
Doverex schrieb:Auf alle Fälle hat Jesus klipp und klar gesagt: "Das Heil kommt von den Juden!" (Joh.4.22)
Jesus liebt sein Volk, Jesus wurde verurteilt zur Todesstrafe wegen/als "König der Juden", alle Aposteln waren Juden (wo viele von ihnen wieder den Märtyrertod erduldeten) und Paulus, der wohl einen großen Anteil daran hat, dass sich das Christentum so ausgebreitet hat, war genauso Jude. Ohne diese Juden, wüssten wir wohl heute von Jesus fast gar nix, oder? Viele Juden, die ihr Leben gelassen haben, damit wir heute von Jesus überhaupt was wissen, was er etwa sagte und predigte. Schließlich hat er ja fast nur ausschließlich den Juden seine Weisheit persönlich gelehrt und diese darin unterrichtet und nicht die Römer oder Germanen. Also ohne diese, wüsste wir wohl gar nix. Daher stimmt es ja wenn Jesus sagt: "Das Heil kommt von den Juden".

Sicher kann man hoffen (berechtigt), auch ein Gottes Kind zu sein. Aber Gewissheit? No! Gewissheit hat nur Gott darin, der wird seine Kinder ja kennen.
@Doverex
Danke dafür - die perfekte Antwort auf Antisemiten. So klar hab ich das noch nicht auf den Punkt bringen können.


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Sarv
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30.04.2018 um 21:14
@suscat
Wieso machst du dir gedanken an das leben nach dem Tod wenn du jetzt mit deinen Liebsten zusammenleben kannst ?....
Bist du nicht zufrieden mit dem jetzigen zustand ?

Ansonsten........
Du lebst hier mit deinen Liebsten und hast dies nicht bewerksteilligt, bist ja nicht Gott selbst.
Also mach dir keine Sorgen, weil nach dem Gesetz der Anziehung, wirst du ja Automatisch wieder diese Um dich haben die du eben liebst.


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30.04.2018 um 21:18
@suscat
Ich liebe die verständlich ausgedrückte Bergpredigt in der Bibel, mit der ich mich identifizieren kann.
Ansonsten sind die oft geflügelten Worten in der Bibel aus vergangenen Zeiten, die unterschiedlich interpretiert werden können, nicht mehr zeitgemäß, um für jedermann verstanden zu werden.


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30.04.2018 um 21:19
@suscat
Hallo Suscat,
ich habe zwar keine Kinder, bin aber beruflich mit Kindern viel in Kontakt und stamme selber aus einer atheistischen Familie und bin der einzige Christ darunter. Deswegen kann ich deine Sorgen nachvollziehen.

Du hast recht, dass die Menschen sich umso weiter entfernen und ich kann xristos nur zustimmen, dass Gott vorher die Person zu sich ziehen muss bzw. für eine fruchtbare Zeit ins Licht stellt in der sich die Person entscheidet. Wenn diese ablehnt kannst du nicht viel tun, man hat aus eigenem Willen sich dafür oder dagegen entschieden und das muss man akzeptieren so schwer es auch fällt.

Du würdest genauso reagieren wenn dir jemand eine Diät andrehen möchte und du es nicht einsiehst, je mehr er auf den Keks geht, umso weniger möchtest du davon wissen.

Beten ist das einzige was du tun kannst... Wer weiß vielleicht trifft sie im Leben noch auf andere Möglichkeiten das Evangelium zu hören und zu verstehen. Gott liebt deine Tochter mehr wie du sie liebst, also mach dir keine Sorgen, dass Gott nicht jegliche Möglichkeiten ausschöpft.


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xristos
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30.04.2018 um 21:28
suscat schrieb:Wie kommst du darauf, dass Jesus nichts mit Religion zu tun hat?
Sogar das bekannteste Gebet im Christentum - Vater unser geht auf ihn zurück?
Alle Religionen sind von Menschen gemacht. Es heißt nicht umsonst, dass Religion Opium fürs Volk ist - ich stimme dem voll und ganz zu.

Die Frage, die du dir persönlich stellen solltest, ist diese: Wer war dieser Jesus von Nazareth? Was tat dieser Mann auf dieser Erde, wieso hat er eine so hohe Stellung in der Geschichte, warum ist denn sogar unsere Zeitrechnung nach ihm benannt?

Seine Mitmenschen und engen Gefährten haben sehr glaubwürdige Dokumente hinterlassen, es ist das bestbezeugteste Werk der Antike, da kommt nicht mal ansatzweise auch nur irgendetwas dieser Art heran - wir nennen es heute: Das Neue Testament. Dort könntest du anfangen zu lesen, vielleicht das Johannesevangelium, oder frag einfach, wenn du Fragen hast!


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30.04.2018 um 21:35
@xristos
Ich lese schon seit einiger Zeit immer wieder die Bibel. Bevorzugt das NT. Oder auch mal die Psalme.
Johannes war glaube ich noch nicht dran - dann nehm ich den als nächstes.


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Die Bibel und das Christentum. Was ist wichtig in der Bibel?

30.04.2018 um 21:45
@AgathaChristo
@Salachrist
@xristos
Ich glaube auch, dass gott uns nie vergisst und uns immer wieder die Hand reicht um uns die Möglichkeit gibt mit ihm zu leben.

Ich hatte eine Zeit in der ich echte Probleme mit meinem Glauben hatte. Dann traf ich eine Freundin aus der Schule wieder - die gläubig lebt und durch sie und Gespräche mit ihr fand auch ich zurück.
Und diese Freundin sagt immer - Gott will nur Freiwillige. Und das ist auch meine Überzeugung. Seit ich wieder mich mehr mit Gott beschäftige spüre ich auch oft seinen Einfluss auf mein Leben - und bin sehr froh darüber.

Als ich erst relativ kurz wieder das Gebet und die Zwiesprache mit Gott und Jesus in mein Leben aufgenommen hatte starb mein Schwiegerpapa.

Er starb zuhause und wir bekamen die Nachricht und fuhren zu meiner Schwiegermama. Und im Auto sagte ich noch - ich kann nicht hoch in sein Zimmer gehen - das packe ich nicht.

Dann waren wir dort und kurz darauf kam mein Schwager und sagte - er gehe jetzt hoch sich verabschieden und plötzlich wusste ich - das ist in Ordnung ich gehe da auch rauf ich kann das. Ich fühlte mich wie behütet und getragen und bin heute noch froh es gemacht zu haben. Dann kam auch noch der Pfarrer des Ortes und hat mit uns am Bett gebetet. Das war wirklich ein besonderer Moment für mich und hat mir unheimlich beim Abschied geholfen.


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Die Bibel und das Christentum. Was ist wichtig in der Bibel?

30.04.2018 um 21:46
Salachrist schrieb: Du weißt doch wer dafür gesorgt hat, dass Jesus gekreuzigt wurde und diese Einstellung hält bis heute an, bisauf einzelne Juden die sich zu Jesus bekehrten.
Pontius Pilatus war Römer.
Energiewesen schrieb:Gott erschuf zuerst seine Engel, danach Jesus, seinen Sohn, und schließlich die Menschheit. Von daher die Aussage Jesu, dass er vor Abraham war.
Wenn man die Dreieinigkeit als Basis nimmt, dann kann das so nicht stimmen.


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xristos
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30.04.2018 um 21:48
suscat schrieb:Ich lese schon seit einiger Zeit immer wieder die Bibel. Bevorzugt das NT. Oder auch mal die Psalme.
Johannes war glaube ich noch nicht dran - dann nehm ich den als nächstes.
Rede ruhig mal zu Gott, bevor zu liest, und bitte ihn, dass er dir beim lesen helfen soll... weil du wirst vieles, ja vielleicht sogar gar nichts verstehen können, ohne seine Hilfe :-)


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Die Bibel und das Christentum. Was ist wichtig in der Bibel?

30.04.2018 um 21:52
@xristos
Ohne seine Hilfe könnte ich garnichts - deshalb ich tue viele Dinge unter Gebet und bitte um seine Leitung. Danke für den Tip - ich bitte zwar immer wieder um Klarheit aber vor dem Lesen der Bibel hab ich das noch nicht speziell getan.


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Die Bibel und das Christentum. Was ist wichtig in der Bibel?

30.04.2018 um 23:05
@suscat
suscat schrieb:Hilfreich wäre sicher manchmal sich zu outen, aus welcher Sicht (z.B. Jude, Moslem, Buddist) man selbst die Sache betrachtet.
Hallo Suscat, ich bin katholischer christ.
suscat schrieb:Kurz eine Erklärung zu mir - ich sehe mich als Christin. Allerdings glaube ich nicht an alles was in der Bibel steht, insbesondere sehe ich eine Diskrepanz im Gott des AT und des NT.
Ich glaube an Jesus. Und daran, dass wir sein Opfer für uns annehmen oder ablehnen können.
Und ich glaube an die Evolution und auch an Wissenschaft.
Du bist mit der ansicht nicht allein, dass es anscheinende diskrepanzen zwischen dem gottesbild im alten und im neuen testament gibt.

Ich denke zum einen ist es wichtig zu sehen, in welchem kontext die entsprechende passage der bibel gelesen wird, zum anderen zu welchem buch innerhalb der bibel sie gehört. In der bibel findet sich so einiges..dinge die historisch 1:1 zu verstehen sind, gleichnisse, zum teil sinnbilder und symbole, gebete und das tatsächliche wirken gottes.

Soweit ich informiert bin, stellt die kirche nicht die mikroevolution in frage, allerdings die makroevolution. Das heisst es wird nicht bezweifelt, dass z.b. ein vogel der sich an einem gewässer aufhält und sich hauptsächlich von muscheln ernährt im laufe einer langen zeit und durch viele generationen hindurch letztendlich einen härteren schnabel bekommt (=mikroevolution).

Bestritten wird, dass z.b. aus einem fisch ein affe wird(=makroevolution).soweit ich weiss ist man sich da selbst unter wissenschaftlern zum teil sehr uneins drüber.

Übrigens war der „begründer“ der urknall-theorie ein katholischer priester. Auch in der wissenschaft gab/gibt es geisliche menschen und die wissenschaft muss nicht zwangsläufig einem glauben an gott entgegenstehen, auch wenn das heute oft so vermittelt wird.
suscat schrieb:Daraus ergeben sich unendlich viele Diskussionspunkte. Hier jetzt ein paar Gedanken dazu.
Die Bibel - Gottes Wort? Was bedeutet das?
Die bibel ist nicht vom himmel gefallen. Sie ist eine sammlung von büchern die menschen geschrieben haben. Menschen haben entschieden welche bücher in die bibel kommen. Allerdings sind nicht wahllos irgendwelche bücher zu einem großen buch zusammengebunden worden. Es geht aber darum, dass die menschen die diese bücher geschrieben haben gott nahe gestanden haben, quasi von seinem heiligen geist erfüllt waren, als sie diese bücher verfasst haben.

Diese bestandteile der bibel können z.b. aussagen von propheten sein, die niedergeschrieben wurden und sich später erfüllt haben oder z.b. bei den evangelien im neuen testament um eine art sammlung von augenzeugenberichten bzgl. jesus und daraus wurde dann ein ganzes evangelium verfasst.

Also ist es z.b. nicht ganz wie bei den 10 geboten, in denenn gott selbst mose aufgetragen hat diese wortwörtlich aufzuschreiben, wohl aber kann man sagen, dass die autoren der bibel von gott inspiriert waren und so in letzter instanz gott durch diese menschen gesprochen hat.

Insofern versteht man die bibel als gottes wort.

Somit ist alles in ihr richtig und auch wichtig. Ein augenzeugenbericht ist genauso wichtig wie ein gebot, wie eine prophezeiung oder ein gebet oder auch ein sinnbild.
suscat schrieb:Hier kommen mir dann schon die ersten Gedanken die dagegen sprechen - z.B. die Entstehung der Welt. Das war für mich garantiert nicht so wie es in der Bibel steht sondern eben Evolution.
Wie ist dann die Schöpfer Rolle Gottes zu sehen?
In genesis gibt es zu der entstehung der welt 2 aufeinanderfolgende entstehungsgeschichten der welt, diese weichen inhaltlich voneinander ab. jetzt mal ne frage…würdest du 1:1 beschreiben wollen, wie die welt entstanden ist, würdest du dann 2 unterschiedliche geschichten hintereinander in deinem buch schreiben?wohl kaum oder?

Es geht also nicht darum das wortwörtlich zu nehmen. Diese geschichten sagen aber beide wichtige kerpunkte zwischen der beziehung von menschen und gott aus. gott hat alles geschaffen, gott liebt die menschen, die menschen haben sich von gott abgewandt und sind arglos den wölfen in schafspelzen hinterhergerannt anstatt auf ihren hirten zu vertrauen und haben sich damit ihr leid selbst geschaffen.

Sieht man gott als den schöpfer, so ist die evolution ein teil des fortwährenden schöpfungsprozesses gottes. ähnlich wie ein funke zum anmachen eines feuers reicht, dieses sich aber von allein zum waldbrand entwickeln kann.gott ist und bleibt der schöpfer, auch wenn wir heute ein paar details mehr verstehen als vor 2000 jahren.
suscat schrieb:Der Gott im AT ist rachsüchtig, er verlangt teilweise zu Testzwecken undenkliche Dinge - z.B. das eigene Kind zu opfern.
Das war eine prüfung des glaubens,gott hat nicht zugelassen, dass isaak geopfert wird.

Mal ein anderer gedanke..meine mutter war eine sehr gläubige frau.sie hat krebs bekommen und ist daran gestorben und das war nicht schön. Dennoch ist sie im glauben und im vertrauen auf gott gestorben.

Maria hat ihren sohn geliebt, auch wenn sie wusste, dass er für die ganze menschheit sterben würde und sie ihn verlieren würde, hat sie sinngemäß gesagt „gott ich bin deine dienerin, mach was du für richtig hälst,ich vertraue dir“.

Jeder mensch erlebt irgendwann dinge auf die man gerne verzichten würde.auch stirbt jeder mensch,was ja in gewisser weise auch eine prüfung des glaubens ist.

Dieses ganze elend geht allerdings ursprünglich vom menschen aus, der sich gegen gott gestellt hat. diese dinge sind die konsequenz daraus und nicht weil gott es so für uns haben will.

Gott lässt eine schlechte sache zu, wenn ein größeres gut daraus entsteht. Z.b. kreuzigung von jesus für die erettung von uns allen, hiob bekommt am ende noch mehr zurück als er verloren hat, abraham wird für seinen glauben belohnt.

Ich denke gott ist nicht rachsüchtig oder zornig. Aber neben liebe gehört auch gerechtigkeit zu seinen eigenschaften.das eine nie ohne das andere.vieles wirkt für uns unverständlich, weil wir nicht das große ganze sehen.
suscat schrieb:Einer der Protagonisten David - verursacht absichtlich den Tot des Ehemanns um seine Frau zu bekommen. Ist das nicht moralisch bedenklich - David wird dann als Stammvater verehrt.
Was glaubst du..wird gottes grenzenlose für jeden menschen (also auch für dich) aufhören, wenn du etwas böses tust,sprich sündigst? Die message durch das ganze christentum ist doch vergebung.

Dieses bild von david lässt sich auch prima auf die katholische kirche übertragen. Gab es machtmissbrauch,verbrechen,etc? ja, absolut richtig. Was hat das mit der heutigen kirche zu tun?oder mit der kirche von christi geburt an bis zum mittelalter? Absolut nichts.

Das wäre so als würde man jeden deutschen der vor und nach dem 2 weltkrieg geboren ist als nazi bezeichnen.

David war ein mensch, ebenso wie die kirche menschen sind. Sie halten beide gottes unfehlbare geschenke in irdenen,fehlbaren händen.

Gott hat david auserwählt und an ihm trotz seiner fehler und missetaten festgehalten,weil er ihn liebt und dieser wiederum trotz seiner sünden an gott festgehalten hat.

Eben so wie gott an jedem von uns festhält, auch wenn wir mist bauen,auch wenn er es nicht gut findet, solange wir zu ihm gehören wollen.
suscat schrieb:Im AT wird sehr viel auf den Gott der Israeliten eingegangen - sind wir überhaupt als nicht Israelis seine Kinder?
Ja natürlich.gottes auserwähltes volk sind die israeliten, also die juden.aber es wird sehr deutlich gesagt, dass auch menschen aus allen völkern der „heiden“ zum glauben kommen und sie ein volk gottes sein werden. Insbesondere in der apostelgeschichte wird dies deutlich,als die apostel auszogen um aller welt das evangelium zu bringen.

Gott hat alle menschen geschaffen, das volk gottes meint hier meiner meinung nach nicht die zugehörigkeit zu einer nation, sondern zu der völkerübergreifenden gemeinschaft,die zu gott gehören will.
suscat schrieb:Wo stehen die Anhänger der Mosaischen und Islamischen Religionen? - Jesus ist für sie nicht Gottes Sohn.
Ich bin kein moslem oder israelit aber ich habe etwas darüber gelesen. Jesus hat in jeder der großen weltreligionen einen guten ruf.

Im koran kommt auch unser jesus vor. Es werden sogar wunder die er getan haben soll erwähnt, die nicht mal in der bibel vorkommen. Sie sehen ihn überwiegend als einen großen propheten, denken aber dass gott darüber erhaben ist einen sohn zu haben.allerdings ist zu vermuten, dass sie das mit dem sohn aus menschlicher sicht betrachten. Jesus ist als gottes sohn ja auch gott selbst,was hier anders gesehen wird.

Die israeliten erkennen jesus nicht als ihren messias an, weil er zwar vieles, aber nicht alles erfüllt hat,was vorausgesagt worden ist, was ihr messias tun wird. Allerdings war jesus ja nicht das letzte mal auf der erde, sondern wir erwarten seine wiederkunft am jüngsten gericht und die dinge, die bis jetzt noch nicht erledigt sind, wird er bei seiner wiederkunft erfüllen.

Ich glaube auch mal gelesen zu haben, dass jesus im buddhismus als eine art großer lehrer gilt und dass die hindus ihn teilweise als eine der vielen avatare ihrer götter ansehen.

Selbst einige atheisten respektieren aus gründen der ethik seine aussagen und taten.
suscat schrieb:Gibt es die verschiedenen Glaubensrichtungen auf Gottes Wunsch - will er uns verschiedene Wege zu ihm eröffnen.
Soweit ich weiss hat jeder glaubensbegründer von sich gesagt, dass er für gott spricht (z.b. mohammed für allah).

Jesus ist hier einzigartig, denn er sagt nicht, dass er für gott spricht, er sagt dass er gott ist. er verwendet den begriff „ich bin“ für sich, denselben begriff, den gott in gestalt des brennenden dornbuschs im alten testament verwendet. Er bezeugt seine glaubwürdigkeit und göttlichkeit durch viele wunder, seine lehre und sein aufopferndes sterben für die gesamt menschheit und das entkräften des todes selbst.

Glaubt man das nicht, fallen mir nur 2 optionen ein.
jesus war ein betrüger..der sich einen großen lohn durch das veräppeln der leute erhofft hat..und dann lange voraussehbar auf die kreuzigung zusteuert.passt nicht.
Jesus war ein wahnsinniger. Für einen wahnsinnigen argumentiert er sehr rationell,mitfühlend und sozial.er macht nicht den eindruck.

Es ist unwahrscheinlich dass gott option 1+2 gottgewollte wunder wirken können.

Bevor jesus auf die welt kam, gab es ja auch eine menge religionen. Neben der erlösung für alle menschen war es ja auch ein ziel von jesus die menschen zu informieren, was gottes wille ist.

So gesehen ist das christentum keine religion unter vielen, sondern gott selbst hat sich über jesus mitgeteilt. Und daraus hat sich eine religion gebildet.

Es gibt meiner meinung nach keinen anderen weg zu gott. soweit ich informiert bin erkennt die kirche aber auch ein wirken gottes (z.b. wunder)in anderen religionen an um die menschen auf den richtigen weg zu führen. Und kein anhänger einer anderen religion ist weniger wert oder sollte irgendwie als mensch 2. Klasse behandelt werden.

Das ist meine persönliche meinung und überzeugung.ich sage das nicht um anhänger anderer glaubensrichtungen anzugreifen oder zu diskriminieren.
suscat schrieb:War Jesus Gottes Sohn - in welchem Sinne?
Jesus ist gottes sohn, in jedem sinne. Die dreifaltigkeit gottes ist ein schwieriges thema. Man kann es so auslegen:gottvater ist, er erschafft im anfang (lange vor unserer welt) ein abbild von sich-jesus. Der einzige unterschied zwischen ihm und dem vater ist, dass der vater ihn hervorgebracht hat und dass jesus in einem menschlichen körper zu uns kommt. Die liebe zwischen den beiden bringt den heiligen geist hervor.

Gottvater, jesus und der heilige geist sind die 3 göttlichen personen. Gott ist aber in der göttlichen natur nur einer. Gottvater ist nicht jesus, jesus ist nicht der heilige geist, der heilige geist ist nicht gottvater und doch ist jeder von ihnen gott.
suscat schrieb:Könnte Jesus als Gottes Sohn auch Vater sein? Eine geschlechtliche Beziehung zu einer Frau haben.? Würde das etwas ändern?
Jesus kann nicht der vater sein und auch nicht umgekehrt. Jesus hatte keine geschlechtliche beziehung zu einer frau. Würde das etwas ändern..ja, dann wäre er nicht gott sondern bestenfalls eine menschliche vorstellung von einem gott.

Gott liebt uns auf eine art wie eine mutter/vater ihr kind liebt, nicht als lustobjekt.

Jesus ist zu den ausgestossenen der gesellschaft und hat ihnen das gefühl gegeben, etwas wert zu sein. dazu gehörten zöllner, verkrüppelte, frauen (generell),dirnen und andere.

Also waren auch viele dieser menschen in seinem gefolge, aber auch „normale“ menschen. jesus war kein mensch. Ein mensch hat schwächen, dem könnte man unterstellen er hat eine schar von frauen in seinem gefolge weil er gerne viele frauen um sich hat…nicht jemand der selbst gott ist und den auftrag hat uns zu retten.
suscat schrieb:Was passiert mit Menschen, die nie was von Gott erfahren haben? Pech gehabt im falschen Jahrhundert, Erdteil geboren?
Ich denke darüber kann nur gott selber urteilen, mir ist keine aussage bekannt die darüber etwas andeutet. Ich denke das sollten wir ihm überlassen und ihm vertrauen und uns um die dinge bemühen, die in unseren händen liegen.


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Die Bibel und das Christentum. Was ist wichtig in der Bibel?

30.04.2018 um 23:55
@Angelus144
Das ist wirklich sehr ausführlich und vielen Dank.

Für mich ganz tiefgehende Gedanken über Gott, Jesus und den Heiligen Geist.
Über das wirken und die person Jesus. Danke - wirklich - dein Text hat mir sehr viel gebracht und viele Dinge für mich in ein anderes Licht gerückt.

Deine Ausführungen sind sehr klar und deutlich. Sie bestätigen in ganz vielen Punkten mein Gottverständnis und ergänzen es sinnvoll.

Wirklich DANKE.



Insbesondere meine Bedenken zu Gott im AT hast du hier zerstreut. Jetzt werden mir Dinge wie David klar und aus dieser Sicht werde ich das jetzt nochmals lesen.


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01.05.2018 um 01:14
@suscat
z.B. die Entstehung der Welt. Das war für mich garantiert nicht so wie es in der Bibel steht sondern eben Evolution.
Die Evolution zeichnet nicht verantwortlich für die Entstehung der Welt, sondern für die Entstehung der Artenvielfalt in derselbigen.


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Die Bibel und das Christentum. Was ist wichtig in der Bibel?

01.05.2018 um 01:50
@off-peak
Ja - das ist aber jetzt Erbsenzählerei oder. Ist mir schon klar - ich meinte mit Entstehung halt die Schöpfungsgeschichte insgesamt. Aber ich werde es mir zu Herzen nehmen und mich nächstes Mal genauer und expliziter ausdrücken.


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