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Metaphysik, Seele, Geist und Körper

geobacter
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Metaphysik, Seele, Geist und Körper

18.08.2009 um 13:03
@RaChXa
So jetzt stelle ich einfach mal eine andere Sichtweise in den Raum.
Phänomenales Bewusstsein können wir mit subjektivem Bewusstsein also nicht erklären.


Verstehe diese Aussage nicht.


Ich werde jetzt mal versuchen ein "spekulatives" Abbild unseres Gehirns
zu erstellen.

Gehen wir davon aus, dass unser Körper der Sinnesaparat unseres Gehirnes IST
Und vermeiden wir die "Vorstellung" dass das Gehirn nur ein wichtiger Teil unseres Körpers ist.

Nehmen wir mal an, dass alle Zellen unseres Seins aus nur einer einzigen, respektive zwei
Zellen hervorgegangen sind.

Also musste jede neue Zelle zwei Informationen (reduziert beschrieben) erlernen
1. die Erbinformation (Programmcode) und 2. die Information der Rahmenbedingung, welche als äußere Einflüsse auf die Zelle einwirken und somit auch deren Wachstum und Replikation steuern.

Nur daraus kann ein vollständiger Organismus heranwachsen.

Und wenn man jetzt mal überlegt, so könnte man gut und gerne daraus ableiten
dass es ohne Phänomenalbewusstsein = Reizempfindung, kein höheres Leben überhaupt geben....kann

Unabhängig davon ob wir den statische Projektionen unseres holografischen
Identifikationsbewusstseins oder den dynamischen und sich damit ständig verändernden Außen-bewegungsmuster und Reizen, die wir uns ohnehin nur unscharf bewusst machen können -
eine wichtigere oder unwichtigere Bedeutung beimessen.

Wir sind also gar nicht berechtigt ( Logik-Gesetz) und auch nicht in der Lage Bewusstseinsverknüpfungen welche dynamisch ablaufen, mit statischen Modellen = Identifikationsbewusstsein - zu erfassen und zuzuordnen.

Und deshalb schlage ich mal vor, das wir aus ethischer Sicht, die Qualia Qualia sein lassen und damit davon ausgehen, dass das Phänomenalbewusstsein so etwas wie die
Uressenz des Lebens IST, für deren Verständnis unser Eitelkeitsbewusstsein
schlichtweg zu wenig ausgereift ist. :D


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kore
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Metaphysik, Seele, Geist und Körper

20.08.2009 um 10:18
@coelus
weil ich in der Lage bin, anders über mein Gehirn zu denken, als Du über Deines. :)


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rotzlöffel
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Metaphysik, Seele, Geist und Körper

21.09.2009 um 02:52
Der geist ist willig, das fleisch ist schwach!

was glaubt ihr, ist der geist staerker als der koerper?
oder ist doch der koerper der den Geist kontrolliert?
Grosser koerper, Grosser Willen
oder ist grosser willen=grosser koerper

beispiel
SEX, da ist der Koerper staerker als der Geist
beispiel
Joggen
der geist unterdrueckt den koerper, der innere Schweinehund

also, gibt es denn dann ne seele oder was, ich mein, mein koerper ist gekoppelt an meinen Geist und genauso umgekehrt, versteht mich nicht falsch, die hauptfrage ist nicht ob es eine seele gibt sondern wer staerker ist,

meine eigene Meinung?
Der Koerper kontroliert den Geist, Hunger laesst mich Morden, nur ein beispiel zwischen vielen.


hmmmm


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Metaphysik, Seele, Geist und Körper

21.09.2009 um 02:59
@rotzlöffel

es könnte doch auch sein das dein geist stark ist
und den eigenen tod vor das morden stellt
dazu brauch man aber einen sehr starken geist


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rotzlöffel
ehemaliges Mitglied

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Metaphysik, Seele, Geist und Körper

21.09.2009 um 03:04
@Genosis
hmm, ich war in Situationen die mich haben zweifeln lassen an allem woran Menschen fetshalten,
ich hab gesehen was Menschen tun wenn Regeln aufgehoben sind, hautnah hab ich gesehen wie ein Rudel von Maenner funktioniert wenn es nur noch darum geht sich zu behaupten,
ich wuenschte ich koennte sagen, JA wir lieben unseren naechsten,
aber das beispiel mit dem ertrinkenden man ist wahr,
komm ihm nicht zu nah, er wird dich mitertraenken.

Wir folgen alle unserem Geist, aber unser Koerper kontrolliert unseren Geist und der geist koennte ohne meinen Koerper nicht wissen was er will.
ZB, essen, sex, alles Triebe, wo ist unsere Seele?
wenn ich fieber habe, dann ist mein GEIST doch auch schwach, wieso wenn doch nur mein koerper leidet, genau das mcht mir angst.


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Metaphysik, Seele, Geist und Körper

21.09.2009 um 03:18
@rotzlöffel

seele ist mehr als triebe, gedanken, körper oder geist

ich musste so etwas zwar noch nicht erleben wie du es da beschreibst
aber ich weiß auch das es so schlimm ist ja....
und ich weiß auch das es leider nicht so ist
das wir unseren nächsten lieben-.-

doch bin ich der meinung das solche leute einfach einen schwachen geist haben
es liegt halt auch daran das wir heutzutage alle ein krankes ego besitzen und jeder mit einem schwachen geist lässt sich von diesem falschen ego kontrollieren

ich verstehe jetzt aber nicht was dir da jetzt angst macht?
rotzlöffel schrieb:wenn ich fieber habe, dann ist mein GEIST doch auch schwach, wieso wenn doch nur mein koerper leidet, genau das mcht mir angst.
die krankheit ist zu erst im geist
danach kommen die symptome auch beim körper zum vorschein
dann ist doch klar das der geist dann auch geschwächt ist


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rotzlöffel
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Metaphysik, Seele, Geist und Körper

21.09.2009 um 03:25
Du kennst garantiert dieses gefuehl,
dieses fieber, es laehmt dich,
du kannst nichts machen,
wenn du versuchst zu sprechen kommst du dir so weit weg vor,
dein Geist ist NICHTS in diesem Moment,
er kann dich nicht gesund machen..?



Fuers Protokoll
Ich bin Moslem, ich muesste an eine Seele glauben und an jenseits und so weiter,
aber Erfahrungen sprechen eine andere Sprache,
ich hoffe ich erlebe eines Tages ein Wunder welches mich wieder an Menschen glauben laesst und an den Geist, bis dahin
Koerper und fleisch kontrolliert dein Handeln
Instinkt !...


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Metaphysik, Seele, Geist und Körper

21.09.2009 um 03:37
@rotzlöffel

„Achte auf Deine Gedanken, denn sie werden Deine Worte. Achte auf Deine Worte, denn sie werden Deine Gefühle. Achte auf Deine Gefühle, denn sie werden Dein Verhalten. Achte auf Deine Verhaltensweisen, denn sie werden Deine Gewohnheiten. Achte auf Deine Gewohnheiten, denn sie werden Dein Charakter. Achte auf Deinen Charakter, denn er wird Dein Schicksal. Achte auf Dein Schicksal, indem Du jetzt auf Deine Gedanken achtest.“ Talmud

die gedanken kontrollieren also alles
ok die gedanken sind geprägt vom materielem
also vllt hast du recht damit
das körper und fleisch das handeln kontrollieren

aber ich denke das es der geist ist
und ein schwacher geist lässt es halt zu
das man vom materielem geprägt handelt
damit meine ich das der körper einen schwachen geist kontrollieren kann

naja vllt bin ich auch einfach einem irrglauben aufgelaufen aber zurzeit versuche ich es so zusehen

das was ich da zu sagen versuche hat nix mit christentum judentum oder islam zutun also nicht falsch verstehen^^


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kore
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Metaphysik, Seele, Geist und Körper

21.09.2009 um 10:45
Instinkt kontrolliert das Seelenleben des Tieres, der Geist das des Menschen soweit er Mensch ist.


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coelus
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Metaphysik, Seele, Geist und Körper

21.09.2009 um 12:15
@kore

“weil ich in der Lage bin, anders über mein Gehirn zu denken, als Du über Deines.“

Das soll also nun ein echtes Argument sein, dass die „grosse Evolution“ nicht das menschliche Gehirn hervorgebracht hat und es daher Dein Gehirn ist, und nicht das der gesamten Menschheit…?

Jeder kann doch denken was er will kore, das ist doch nichts neues und wirklich nichts erstaunliches, doch noch lange kein Grund, nur weil Du selbständig Denken kannst. ~^


“Instinkt kontrolliert das Seelenleben des Tieres, der Geist das des Menschen soweit er Mensch ist.“

Auch beim Menschen ist es so –auch wenn Du hier abwertend Menschen als nicht Menschen bezeichnen möchtest (…)-, dass die Evolution zuerst die Emotion (auf Bühne des Körpers) und dann die Gefühle (auf der Bühne des Geistes) hervorgebracht hat.

Emotionen bestehen aus einfachsten Reaktionen, die auf simple Art und Weise für das Überleben eines Organismus sorgen und sich daher in der Evolution leicht durchsetzen konnten.

Alle lebendenOrganismen, von den primitiven Amöben bis zum Menschen, sind von Geburt aus mit Mechanismen ausgestattet, die dazu bestimmt sind, die Grundprobleme des Lebens automatisch, ohne Denkprozesse im eigentlichen Sinne, zu lösen.

Ferner kommt noch hinzu kore, dass der bewusste Bereich im Gegensatz zum immensen unbewussten Bereich, etwa sich so verhält wie eine Schneeflocke (das kleine bewusste „Ich“) die auf dem Mount Everest (der immense unbewusste Bereich „Es“) liegt.

Es stimmt mich höchstens bedenklich kore, warum Du Menschen das Menschsein absprechen willst, bist Du etwa Anhänger oder Vertreter irgend einer Ideologie..?


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kore
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Metaphysik, Seele, Geist und Körper

22.09.2009 um 10:03
das hat aber lange gadauert! Und ist dann noch inhaltlich falsch, da ich nie behauptet habe, das Gehirn sein kein evolutionsbedingtes Produkt.

mich stimmt es bedenklich, coelus, daß Du als Anhänger der ET dem Menschen die Entwicklung absprichst und diese für abgeschlossen hinsichtlich seiner Menschlichkeit erklärst! Ein wahrhaft abstruser Gedanke, der zwischen Skylla und Karyptis festzementiert was er geistig als im Menschen liegendes Versprechen nicht anzuerkennen bereit ist hinsichtlich der ferneren Zukunft.
Dies scheint mir, wenn überhaupt, die gefährlichere Ideologie zu sein,


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coelus
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Metaphysik, Seele, Geist und Körper

23.09.2009 um 08:49
@kore

“das hat aber lange gadauert!“

Och, in Relation zur Ewigkeit, ist das doch ein Klax, werte kore und der Moment, der Augenblick IST das Wesentliche... :)


“Und ist dann noch inhaltlich falsch, da ich nie behauptet habe, das Gehirn sein kein evolutionsbedingtes Produkt.“

Ah, Ja gut, doch wenn also die grosse Evolution das menschliche Gehirn vorgebracht hat, kore, dann ist es das menschliche Gehirn und ist nicht Dein Gehirn, auch wenn Du es nicht der ganzen Menschheit zumuten möchtest.

Anders ausgedrückt oder gefragt: Was hast Du denn persönlich dazu beigetragen, dass das menschliche Gehirn, das menschliche Gehirn geworden ist und nun Dein Gehirn sein solle, respektive was ist ganz konkret Dein Beitrag zur Entstehung des menschlichen Gehirns, dass Du es eben als Dein Gehirn bezeichnen willst…?


“mich stimmt es bedenklich, coelus, daß Du als Anhänger der ET dem Menschen die Entwicklung absprichst und diese für abgeschlossen hinsichtlich seiner Menschlichkeit erklärst!“

Öhm, ich bin kein ET- Anhänger, kore, sondern beschränke mich lediglich auf das was IST und dies funktioniert nur, wenn man gerade an nichts anhängt… :D ;)

Und kannst Du mir mal erklären, was Du überhaupt mir anlasten willst, kore? Was solle ich dem Menschen absprechen, Hm? ~^


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kore
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Metaphysik, Seele, Geist und Körper

23.09.2009 um 08:57
@coelus
Du windest Dich wie ein Aal und weißt doch selbst daß dies Dein auf keinem wirklich wesentlichen Inhalt ruhendes Denken ist.
Dieses bringe ich meinerseits, wie ich bereits sagte selbst hervor und verwechsle es nicht mehr mit meinem Gehirn, in den Momenten möglicher Intuition ist es ganz allein geistiger Prozess und als solcher aus sich selbst hervorgehend allenfalls beobachtbar, Du würdest es vermutlich Tao nennen!


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coelus
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Metaphysik, Seele, Geist und Körper

23.09.2009 um 09:33
@kore

“Du windest Dich wie ein Aal und weißt doch selbst daß dies Dein auf keinem wirklich wesentlichen Inhalt ruhendes Denken ist.“

Na gut, dann winde ich mich eben wie ein Aal, wenn es Dich glücklich macht bei diesem Deinem Gedanken kore, so mag ich Dir das auch von Herzen gönnen. :)


“…in den Momenten möglicher Intuition ist es ganz allein geistiger Prozess…“

Du meinst, wenn der immense Bereich des Unbewussten -11 Mio. Sinneseindrücke/sek ungefilter alles speichert was IST-, mal via Intuition zum kleinen bewussten „Ich“ durchdringt, dann solle dies rein nur ein geistiger Prozess sein…?

Dir widerspricht die gesamte Neurobiologie und die moderne Hirnforschung, werte kore. ;)


“als solcher aus sich selbst hervorgehend allenfalls beobachtbar, Du würdest es vermutlich Tao nennen!“

Interessant, doch da ersehe ich keine reine geistigen Prozesse… :)


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kore
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Metaphysik, Seele, Geist und Körper

23.09.2009 um 15:43
@ coelus

dem widerspricht die Neurobiologie keinesfalls da sie diesen Faktor nicht geklärt weiß!
Aber es würde jetzt denn doch zu weit führen nochmals zu erläutern was ich über mangelhafte Aussagen bzgl. einer EE bereits seitenlang geäußert habe.


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RaChXa
Diskussionsleiter
versteckt

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Metaphysik, Seele, Geist und Körper

09.03.2010 um 00:43
Ich kopiere mal hier hinein was ich in einen andern Thread schrieb, falls gewünscht kann das hier weiterdiskutiert werden.

Wenn man während einer Meditation versucht nicht zu denken, verfällt man sehr schnell in substanzielles und begriffliches ( nicht notweniger Weise sprachliches) Denken ohne es zu merken. Das trifft auch für den Versuch, seine eigenen Gedanken zu Beobachten zu. Man vermag die, sich in Sprache oder Bildern manifestierenden Gedanken Beobachten doch begreift sich die beobachtende Instanz dabei selbst auch begrifflich.

Beispiel: Ich denke darüber nach was ich heute Abend mache. Nun kann ich mich auf eine Metaebene begeben und mir gewahr werden, dass ich grade im Begriff bin darüber nachzudenken, was ich heute Abend mache.
Die beobachtende Metainstanz ist dabei jedoch nicht von prinzipiell anderer Natur. Bestenfalls hat sich der Aufmerksamkeitsstrom stärker auf mein Individualitätsbewusstsein verlagert.

Mit der phänomenalen Empfindung seiner selbst stellt sich (scheinbar) unmittelbar die Instanziierung eines begrifflichen Repräsentanten ein, dieser (nicht notweniger Weise sprachliche) Begriff ist „Ich“.
Darauf stellt sich unwillkürlich das Wissen um die Möglichkeit zur intentionalen Bezugnahme dieses Ich’s ein. Wenn das, sich in dieser Weise erkannte, Subjekt nun aus der scheinbaren Metaebene heraus beginnt den ursprünglichen Denkprozess zu beobachten und zu analysieren, so wurde keine wirkliche Transzendierung der Empfindung erreicht, denn das Subjekt ist immer noch in der begrifflichen Beobachtung und Analyse verhaftet.

Jetzt kann ich mir ebendieses Prozesses wieder gewahr werden und ihn von einer Meta–Metaebene betrachten, so lässt sich die Betrachtungsebene theoretisch beliebig inkrementieren. Dazu weiter unten mehr.

Doch zunächst zu der Frage wie phänomenale Empfindung und Denken in Zusammenhang stehen. Ich denke, bestimmte Gedanken können durchaus mit Empfindungen identifiziert werden; So erhält die Evidenz der Aussage „Ich bin“ ihre Legitimation durch die phänomenale Empfindung des Seins. Wobei genau genommen müsste es allerdings heißen: „Es ist“, den „Ich“ ist eben nur jene begriffliche Manifestation (im Sinn des oben beschriebenen Vorgangs) der Empfindung des Seins. Und hier zeigt sich bereits ein Problem, denn ein Begriff beinhaltet auch semantische Implikationen welche nicht vollständig durch phänomenales Erkennen konstituiert sind. Man muss darauf achten welche phänomenale Empfindung sich überhaupt auf eine Idee des Verstandes abbilden lässt.

Jetzt kann man zunächst mal als Hypothese annehmen, dass fundamentale Begriffe welche für rationalen Erkenntnisgewinn erforderlich sind, ihre Legitimation durch die ummittelbare Erfahrung erhalten; Zum Beispiel die Ideenkonzepte welche da sind: Existenz/Nicht-Existenz, Wahr/Falsch.
Zumindest zeigt auch meine Beobachtung, dass Interdependenzen zwischen rationalen Einsichten und phänomenalen Erkenntnissen bestehen. Die rationale Einsicht induziert scheinbar eine Empfindung welche die begriffliche Aussage phänomenal greifbar und erlebbar macht und ihr somit ihre Evidenz verleit.
Doch ist das wirklich so, oder ist dieser Eindruck auf das Unvermögen zurückzuführen sich unabhängig von seinen Gedanken zu erleben?
Zu denken gibt doch folgender Umstand: Wir erfahren Existenz unmittelbarer, daran besteht kein Zweifel. Die Idee von Nicht- Existenz ist allerdings Ausdruck des dualen Wesens unseres Verstandes. Die Idee / der Begriff von Nicht- Existenz kann mit keiner unmittelbaren Erfahrung identifiziert werden. Wie siehst du das?

Nun noch mal zu den oben angesprochenen transzendieren des bewussten Ich’s.
Ich schrieb bereits, dass sich die Betrachtungsebene theoretisch beliebig inkrementieren ließe. Die Frage ist ob und wie wir hier zu einen stetigen Prozess gelangen, der das Bewusstsein einzig auf das bewusste sein lenkt, ohne die unwillkürlichen Regungen es Denkens.
Genau das ist u.a. Gegenstand verschiedener okkulter und spiritueller Lehren. Bemerkenswert ist, dass sowohl bei Verwendung von tranceinduzierenden Substanzen und sensorischer Deprivation auf der einen Seite als auch bei Sinnesreizüberflutung und sexueller Erregung auf der andern Seite stets des phänomenale bewusst sein im Zentrum steht; Und dass genau diesen Zuständen bestimmte Erkenntnisfunktionen zugeschrieben werden.
Du betonst ja selber die Bedeutung des phänomenal bewussten Erlebten für den Erkenntnisgewinn. Wäre es dann nicht auch denkbar das mystische Erfahrungen Erkenntnisse ergeben, die ebenso wenig vermittelbar wie Qualia sind, jedoch so unmittelbar Einsicht in gewisse Mysterien liefern ;-) dass sie nicht geleugnet werden können?
Klar aus der Sicht eines physikalistisch-mechanistischen Weltbildes sind die Gedanken um Qualia konstruiert. Doch im physikalistischen Erklärungsmodell besteht nun mal eine Erklärungslücke bei der Erfassbarkeit von subjektivem Erlebnisgehalt – Was bleibt ist letztlich also nur nie Möglichkeit gewisse Fragen durch den Selbstversuch und die Selbstbeobachtung zu beantworten.


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Metaphysik, Seele, Geist und Körper

11.03.2010 um 18:24
RaChXa schrieb:Jetzt kann man zunächst mal als Hypothese annehmen, dass fundamentale Begriffe welche für rationalen Erkenntnisgewinn erforderlich sind, ihre Legitimation durch die ummittelbare Erfahrung erhalten; Zum Beispiel die Ideenkonzepte welche da sind: Existenz/Nicht-Existenz, Wahr/Falsch.
Zumindest zeigt auch meine Beobachtung, dass Interdependenzen zwischen rationalen Einsichten und phänomenalen Erkenntnissen bestehen. Die rationale Einsicht induziert scheinbar eine Empfindung welche die begriffliche Aussage phänomenal greifbar und erlebbar macht und ihr somit ihre Evidenz verleit.
Doch ist das wirklich so, oder ist dieser Eindruck auf das Unvermögen zurückzuführen sich unabhängig von seinen Gedanken zu erleben?
Also wenn ich das jetzt richtig verstanden habe, meinst Du die Tatsache, dass der Mensch sich seine Realität selbst erschafft. Mit seinen Gedanken, welche durch das Empfinden verstärkt werden. Was das Bewusstsein des Menschen ausmacht. Und was der Denker denkt, wird vom (inneren) Beweisführer bewiesen. Bzw was man denkt, wird damit erschaffen, und so als Beweis für die Richtigkeit seiner Gedanken erachtet.

Bzw das Auge erschafft, was es sieht.

ich glaube, das ist wirklich so, auf diese Weise wurde die Welt (Matrix) erschaffen.
RaChXa schrieb:Zu denken gibt doch folgender Umstand: Wir erfahren Existenz unmittelbarer, daran besteht kein Zweifel. Die Idee von Nicht- Existenz ist allerdings Ausdruck des dualen Wesens unseres Verstandes. Die Idee / der Begriff von Nicht- Existenz kann mit keiner unmittelbaren Erfahrung identifiziert werden. Wie siehst du das?
Was geschieht, wenn diese dualität des Verstandes aufgehoben wäre, in höherem Bewusstseinzustand. Und die Dualität so auch die Existenz/Nicht-Existenz als das SEIN erkennbar werden, und weiter als Materie/Nicht-Materie, also Körper/Nicht-Körper, was das Sein nicht verändert.
Die Wahrnehmung einer Existenz/Nicht-Existenz ist offensichtlich abhängig , von dem "Besitz" eines Egos oder nicht.


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The.Secret
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Metaphysik, Seele, Geist und Körper

11.03.2010 um 20:05
@RaChXa

Wenn man tatsächlich bestandteile der Welt so sehr wahrnimmt wie seine eigene Qualia, dann lässt sich natürlich über diese Bestandteile eine sichere Aussage fällen, daher meinen viele Buddhisten auch ihre Gewissheit über die Welt beziehen zu können, habe mir gleiches auch schon oftmals gedacht. ABER es kann auch trügerisch sein, nach wissenschaftlichen Erkentnissen entsteht unsere Realität ja im Kopf und die äußeren Sinnesreize sind halt nur Dinge die weiterhin verarbeitet werden. Viele verlieren in einer tiefen Meditation das Gefühl für räumliches Denken und schließen dann daraus, dass sie mit allem verbunden sind. Man müsste andere genauso unmittelbar wahrnehmen wie sich selber, dass man auf eine solche Meditationserfahrung wirklich vertrauen kann.


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kore
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Metaphysik, Seele, Geist und Körper

13.03.2010 um 09:25
Und ich dachte immer :),... in der Meditation entsteht erst der Raum, denn zuvor ist er doch nur gedacht....


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RaChXa
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Metaphysik, Seele, Geist und Körper

17.03.2010 um 20:31
@The.Secret

Um noch mal auf deine Beiträge im andern Thread zurückzukommen:

Wir erleben den Prozess der uns analytisch wahre Sätze als solche erkennen lässt zwar unmittelbar mit , doch bleibt dieser Prozess stets ein Denken und ist damit von anderer Qualität als das unmittelbar bewusste Erleben selbst.

Bei der Aussage über die eigene Existenz ist es das Bewusstsein, das die Erkenntnis verleit. Hier braucht es auch kein „Ich denke also bin ich“, wir wissen unmittelbar dass wir sind.
Hingegen ist es bei logischen Erkenntnissen doch stets die Ratio welche die Erkenntnis verleit, das Bewusstsein erlebt einzig den Denkprozess mit.

Ich vermute bei der Begründung einer irrationalistischen Position denkst du daran, dass mit unsern Denken etwas nicht stimmt, also z.B. dass die Verwendung semantischer Bedeutungsinhalte nicht stringent erfolgt und wir Gedächtnisinhalte durcheinander bringen und so zu Fehlschlüssen gelangen, ohne es zu merken. (Wenn ich dich hier falsch verstanden habe korrigiere mich bitte)
Allerdings denke ich, du konzentrierst dich bei der Betrachtung möglicher Ursachen die zu einen negieren der rationalen Erkenntnisfähigkeit führen können zu sehr auf ebendiese Möglichkeiten.

Also, selbst wenn wir aufgrund des bewussten Miterlebens sicherstellen könnten, dass wir den Gedanken stringent erfassen. Welche Evidenz kommt dann beispielsweise einem konsistenten Logiksystem und einer über diesem System konstruierten Tautologie zu? Wahrheit, wahr, falsch sind doch immer noch rationalistische Ideenkonzepte.


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The.Secret
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Metaphysik, Seele, Geist und Körper

18.03.2010 um 18:07
@RaChXa

Ich bin mir da garnicht so sicher, ich denke unsere Denkprozesse können durchaus etwas sehr unmittelbares sein. Die Sache ist die, dass ich glaube, dass ,man gerne dazu tendiert das Denken und Spüren von dem eigentlichen Bewusstsein abzutrennen. Praktisch Denkprozesse, Wahrnehmung und Gefühl etwas ist, was wie ein Mantel über dem Bewusstsein liegt, mein Ansatz ist eher alles mehr oder weniger zusammenzufügen. Ein anderer Ansatz wäre es, dass Bewusstsein von diesen Prozessen nicht direkt verbunden ist aber ähnlich wie fließendes Wass durch die Rohre unserer Denkprozesse und Gefühle fließt und sie dadurch dann wahrnimmt. Aber das sind jetzt nurmal Ansätze. So oder so, ich finde es sehr Zweifelhaft Bewusstsein/Denken als vollkommen losgelöst zu betrachten.
RaChXa schrieb:Ich vermute bei der Begründung einer irrationalistischen Position denkst du daran, dass mit unsern Denken etwas nicht stimmt, also z.B. dass die Verwendung semantischer Bedeutungsinhalte nicht stringent erfolgt und wir Gedächtnisinhalte durcheinander bringen und so zu Fehlschlüssen gelangen, ohne es zu merken.
Joa so meinte ich das, dies ist die eigentliche Gefahr, die ich zwar für unwahrscheinlich halte, da ich glaube, dass man das Denken unmittelbar erlebt, aber nicht für ausgeschlossen. Die irrationalistische Position selber halte ich nach wie vor für ausgeschlossen, wenn diese beinhaltet, dass selbst bei einem Vertrauen auf innere Denkprozesse keine Evidenz besteht.
Eine Tautologie lässt sich nicht in Zweifel ziehen, wenn man die Probleme mit der Semantik und dem Gedächnis etc. ignoriert und ist durchaus ähnlich gewiss wie das persönliche Erleben. Ideenkonzepte und Konstrukte sind immer eigene Schöpfungen um die Welt in seine Begriffe zu setzen. Wenn ich Bestandteile der Welt benenne und Begriffe dafür parat habe, dann ergibt es keinen Sinn nach einer Evidenz zu suchen. Da sich die Evidenz in meinem Inneren befindet. (Was für einen Sinn ergibt die Frage nach Evidenz, wenn man beispielsweise den Begriff und seine Bedeutung selbst entworfen hat?) Inwiefern mein Denkkonstrukt ausreicht um eine Welt zu beschreiben ist wiederum eine Frage mit der sich im Konstruktivismus und vorallem im Fallibismus beschäftigt wird. Was ich aber weis ist, dass ich bei der Anwendung von Logiken die Dinge über die Welt erfahren kann kann für die sie geeignet ist. Bei mathematischer Logik ist es ein gewisser Zahlenwert und bei der Tautologie geht es eben um die Benennung. Ein Fehler ist demnach nicht möglich. Es scheitert daran, dass es keinen Platz für einen möglichen Fehler gibt. Es ist als würde man mir sagen, ich habe nicht die Regeln des Spiels verstanden welches ich selber entworfen habe.


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