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Das Christentum - eine wahre Religion?

143 Beiträge, Schlüsselwörter: Religion, Glaube, Christentum, Kirche, Christ
Fabiano
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Das Christentum - eine wahre Religion?

01.07.2010 um 14:12
Das Christentum – eine wahre Religion?


Da ein ähnlicher Thread inzwischen auf Wunsch des Erstellers geschlossen wurde und bei mir wie auch bei anderen aber durchaus weiteres Interesse besteht, über die christliche Religion weiter diskutieren zu können, habe ich mich nun entschlossen einen eigenen Thread hier zu eröffnen.

Zum einen möchte ich mal über die eigentliche Entstehung des Christentums diskutieren und ob es überhaupt ursprünglich von Jesus so angedacht gewesen ist, eine neue Religion zu begründen – zum anderen möchte ich auf die wesentlichen Punkte des Christentums zu sprechen kommen. Also was das Christentum als solches überhaupt ausmacht und was es von anderen Religionen unterscheidet. Wo liegen die Hauptschwerpunkte des christlichen Glaubens?

Eigentlich kann man hier alles hinein packen, was zum Christentum gehört. Von den ersten Christengemeinden hin bis zur Gründung der Kirche und den anschließenden Spaltungen. Was mich aber persönlich mehr interessiert sind die christlichen Glaubensgrundlagen und in wie weit diese mit der Hl. Schrift, der Bibel übereinstimmen. Was ist biblisch und was ist eigentlich Kirchenlehre dabei? Und woher kommen solche Begriffe wie die eines dreifaltigen Gottes, welcher in dieser Form in der Bibel ja im Grunde überhaupt nicht erwähnt wird?

Im weiteren interessieren mich die Unterschiede innerhalb des Christentums. Seien es die zwischen der katholischen und der orthodoxen Kirche, oder zwischen katholischer und evangelischer Kirche, sowie die Unterschiede zu den sogenannten freien evangelischen Gemeinden, auch Freikirchen genannt.

Dann interessieren mich auch die sakralen Handlungen wie Taufe, Abendmahl, Eheschließung, Salbung usw... und woher sie eigentlich ihren Ursprung haben und ihre heutige Bedeutung. Und selbstverständlich geht es um Jesus, den Christus und seine Lehren, sein Leben, Sterben, seine Auferstehung und Himmelfahrt und seine Bedeutung für den Christen. Was unterscheidet eigentlich einen Christen von einem Nichtchristen? Was ist für den Christen überhaupt wichtig, was nicht? Welche Rolle spielt das Alte Testament im Christentum? Und welche Parallelen finden sich zu anderen Religionen? Wie sieht das Christentum von Morgen aus? Sind in der heutigen Zeit die richtigen Grundsteine für ein Christentum von Morgen schon gelegt? Die Weichen richtig gestellt?

Da es schon einen Thread dazu gegeben hat, der aber inzwischen geschlossen wurde, schlage ich vor, nicht wieder bei Null anzufangen mit der Diskussion, sondern „in medias res“...


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Sidhe
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Das Christentum - eine wahre Religion?

03.07.2010 um 17:38
Die Geschichte der Entwicklung des Christentums ist eine Geschichte, die sich über gut 1000 Jahre erstreckt und mit zunehmender Zeit immer mehr "vermenschelt" wurde.

Dabei wurde die wahre Lehre Jesu kaum jemals gelebt!

Jesus selber hatte nie ein Wort darüber verloren, eine neue Institution gründen zu wollen, noch hatte er jemals vor, einen Instanz zwischen den Menschen und Gott zu stellen.
Selbst der Begriff "Kirche" meint keine Institution, kein Haus aus Holz und Stein, sondern bedeutet aus dem griechischen kommend soviel wie "dem Herrn (zu)gehörig" und meint damit eine innere Geisteshaltung.

Die Institution Kirche wurde erst mehrere Jahrhunderte nach Christi Tod in's Leben gerufen und läßt alleine dadurch bereits einen Bezug zu Jesus' wahren Absichten und Lehren schmerzlich vermissen.

Man muß sich vor Augen halten, daß die Evangelien erst ca. 60 Jahre nach Jesu Tod verfaßt worden sind, und das von Menschen, die Jesus selber nicht kennengelernt hatten. Damit sollen ihre sicher lauteren Absichten nicht in Frage gestellt werden, aber es soll auf die menschliche Natur hingewiesen werden, die immer nur nach eigenem Verständnis ausdrücken und wiedergeben kann, so daß sich sehr schnell interpretatorische Freiräume bis hin zu falschen Wiedergaben einfinden können.
Doch die Evangelien sollen hier nicht kritisiert werden, immerhin sind es die ältesten Schriftstücke die sich mit Jesus befassen.

Einen sehr gewichtigen Grundstein für die heutige Kirchenanschauung legte Paulus mit seinen Niederschriften, welche leider so einiges an groben Fehlern beinhalten, die aber übernommen wurden und somit die Lehre von innen verunreinigten.
Damit soll Paulus keine Unlauterkeit unterstellt werden, schließlich wurde er zu einem Gründervater den ein eifriges Streben leitete, doch er lernte Jesus nie persönlich kennen und leider leider gab er nicht nur Wahres, sondern auch völlig falsche und den Worten Jesu diametral entgegenstehende Aussagen von sich wie etwa jene, daß alleine der Glaube selig mache.
Das ist natürlich grundfalsch und führt den Menschen hinweg von seiner Eigenverantwortung hin zu einer Trägheit. Und dies ist das Gegenteil von Jesus' Lehre, der den Menschen den Weg, den sie selber zu gehen haben, aufzeigen wollte.

Umso fataler wirkten sich seine Annahmen, der Tod Jesu wäre kein primitiver Mord, sondern ein von Gott geplanter und gewollter Opfertod gewesen aus, worin schon damals der Keim antichristlichen Wirkens und Gedankengutes gelegt worden war (wenngleich auch noch ohne böse Absicht), der sich bis in heutige Zeit zu erschreckender Blüte gesteigert hat und seit damals als DIE Grundannahme des Christentumes gilt.
Wenn man also genau hinsieht bemerkt man, daß die Kirche viel mehr auf der paulinischen Lehre gründet, als auf den Worten Jesu selber. Das ist schon erstaunlich.
Und darin liegt bereits eine ganz falsch gelegte Grundsäule des Christentums.

Auch andere zentrale Themen wurden lieber umschifft oder gar als unwahr deklariert, wie z.B. das äußerst wichtige Thema der Wiedergeburt, mit welcher alleine sich aber erst das wahre Ausmaß göttlicher Gerechtigkeit begreifen läßt. Letztlich wurde dieser so bedeutende Gedanke bei einem Konzil ca. 500(!) Jahre nach Jesus als ketzerisch abgetan und verboten.

Durch viele übernommene und selbst verursachte Fehler entfernte sich das Christentum immer weiter von der eigentlichen Lehre Jesu, setzte stattdessen aber äußere Form und Verwaltung ein und wurde dadurch immer oberflächlicher und seelisch erstarrter.
Je mehr die Zeit dann voran ging, umso mehr entstanden nur noch sehr menschlich geprägte und immer weltlichere Ausrichtungen, in denen es auch mehr und mehr um interne Regelungen, Machtansprüche und andere rein weltliche Faktoren ging.
Und natürlich wurde immer wieder irgendein Wort Jesu gefunden, das diesen oder jenen weltlichen Entschluß rechtfertigen konnte, man drehte es sich wie es gerade paßte.


Schon zu Jesu Lebzeiten äußerte er sich betrübt darüber, daß selbst die Jünger ihn oftmals nicht verstehen konnten. Daß sich diese Entwicklung nach seinem Ableben umso intensiver fortsetzte, ist leider eine traurige Tatsache, denn wo die Jünger natürlich noch geistig offen und stets bemüht waren, ging es den Menschen bzw. den Mächtigen zu späteren Zeiten immer weniger um den eigentlichen Inhalt.


Das Christentum hat zudem kurioserweise gar nicht wirklich viel mit dem, was Jesus wirklich lehrte, zu tun. Stattdessen stützt es sich auf die im Laufe der Zeit entwickelten Fehlinterprationen manchen Gleichnisses und auch darin nur auf Nebensächlichkeiten.
Die eigentliche Lehre, jenes Wort, das Jesus zu künden kam damit der Mensch danach lebe, findet nicht die Bedeutung, die ihr zusteht.
Dabei zählte nur dieses und nichts anderes, und man wird keinerlei Hinweise von Jesus darauf finden, welche etwas anderes vermuten ließen.
Er kam um der Botschaft Willen, doch stattdessen entstand mit der Zeit ein absurder Wunderglauben, ein Mythos und eine stark menschelnde Verklärung.

Um den wahren Jesus kennenzulernen muß man erst einmal alles von Verunreinigungen befreien und den wahren Kern heraus arbeiten. Das heißt, sich mit seiner Lehre zu beschäftigen.

Auch das Bild Jesu wurde mehr und mehr mythifiziert, darin verkleinert und einer egoistischen Menschheit angepaßt: anstatt daß man sich mühte, den hohen und erhabenen Gottessohn zu erkennen, wurde ein falsches Bild von einem weichen und stets mildtätigem Jesus vermittelt, der alles willig vergibt. So ein Jesus existierte aber nie und eine solche Charakterisierung ist nur Ausdruck menschlicher Beschränktheit, die selbst die Gottheit zu sich hinabzieht, um sich nicht so sehr hinauf zu wahrem Verständnis arbeiten zu müssen.


Dann wurde es aber mit Einsetzen des Papsttumes noch schlimmer.
Sich selber durch das berühmte Petruswort in ihrer Existenz gerechtfertigt fühlend, wurde der Papst als unfehlbar deklariert und sogar in seiner angeblichen Macht als "Schlüssel zum Himmel" angesehen, das heißt, wenn der Papst sagte, du kommst nicht in den Himmel dann war das so und basta.

Dabei meinte Jesus natürlich, als er zu Petrus sprach, dieser sei der Fels auf welchem er seine Kirche aufbauen wolle, damit die innere Festigkeit des Petrus und nichts anderes!

Etwa um 1000 nach Christus entstand aus dem Papsttum auch der Grundstein des römischen Zentralismus, durch welchen die Kirche nun endgültig zu einem politischen und juristischem System entartete, aus welcher sich eine von der Kirche in Anspruch genommene (geistliche) Weltherrschaft entwickeln sollte.

Daß also das Papsttum eine der größten von den Menschen je begangenen Sünden darstellt steht außer Frage, wie seine weltlichen Handlungen à la Inquisitionen und "heilige" Kriege eindrucksvoll darstellten. Der Papst - ein Mensch als Stellvertreter Gottes auf Erden.
Ein Mensch als Stellvertreter ..... alleine darin erkennt man das ganze luziferische Gedankengut welches in Wahrheit seit jeher hinter dieser Institution stand.

Und so wurde die sog. Kirche die in Wirklichkeit keine solche ist immer mehr zu einer dämonischen aber machtvollen Fratze, die die Welt mit ihrer Dunkelheit überzog.

Es waren letztlich immer nur Einzelne, welche das wahre Christuswort erkannten und danach lebten, und solange die Kirche auch die politische Macht innehatte, währte deren Leben meistens nicht allzu lange ...


Wahres Christentum ist etwas gänzlich anderes als das, was uns die entstandene Institution weismachen will, und wer die Wahrheit herausfinden will kommt nicht umhin, ganz zum Anfang zurück zu gehen und den tatsächlichen Kern freizulegen.


Lieben Gruß @Fabiano!


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teiwaz
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Das Christentum - eine wahre Religion?

03.07.2010 um 18:30
Was bedeutet eine WAHRE RELIGION ... jeder wird sagen das sein Glauben und Religion wahr ist.


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derbote
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Das Christentum - eine wahre Religion?

03.07.2010 um 19:31
Das Christentum ist das Produkt einer 2000 Jahren Verfälschung biblicher Lehren.

Jesus selber, der JHWH des AT,hat schon zu Adams Zeiten seinen Erlösungsplan verkündet.

Als die allgemeine Menschheit das Angebot Jesu zur Erlösung abgelehnt hat, wandte er sich an die Nachkommen Abrahams mit dem er als einzigen einen ewigen Bund geschlossen hatte,für seine Nachkommen in geistiger Weise sorge zu tragen.

Deser Bund gilt auch noch Heute.
Jesus ist ausschliesslich zum Bundesvolk gekommen um deren Errettung zu ermöglichen.
Die Aufgabe seiner Nachfolger, seiner Gemeinde,war es in der ganzen Welt:
1.Die zerstreuten Nachkommen der 12 Stämme Iraels zu sammeln und
2. die übrige Menschheit, soweit sie gewillt war, in die 12 Stämme zu integrieren.
Dies ist gescheitert,dass muss man klar sagen,aber nicht aufgegeben.

Zu einer weltweiten letzten Sammlung wird es am Ende der Zeiten, vor dem Kommen Jesu .

Die heutigen christlich sich nennenden Kirchen haben damit nichts zu tun,da sie die wahre Bedeutung nicht kennen.


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Sidhe
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Das Christentum - eine wahre Religion?

03.07.2010 um 20:03
@derbote
derbote schrieb:Jesus ist ausschliesslich zum Bundesvolk gekommen um deren Errettung zu ermöglichen.
Die Aufgabe seiner Nachfolger, seiner Gemeinde,war es in der ganzen Welt:
1.Die zerstreuten Nachkommen der 12 Stämme Iraels zu sammeln und
2. die übrige Menschheit, soweit sie gewillt war, in die 12 Stämme zu integrieren.
Es ist eine den Gottessohn enorm herabziehende und gar entweihende Theorie, die du hier zum besten gibst, und sie ist mit der Realität unvereinbar.
Man kann nicht ernsthaft annehmen, Jesus wäre nur für ein bestimmtes Volk auf Erden inkarniert. Dies ist eitel und läßt auf eine starke Verengung des menschlichen Begriffshorizontes schließen. Jesus kam für alle Menschen, da die göttliche Liebe und Gerechtigkeit selbstverständlich all-gerecht und all-wirksam ist.

Das Bild welches du hier von Jesus zeichnest ist nichts weiter als das eines Rattenfängers.
Und damit eine Unmöglichkeit.

Jesus inkarnierte um der gesamten Menschheit den Weg zurück zum Licht zu zeigen, weil sie durch ihr eigenes immer mehr nieder gebundenes Wollen jenen Weg abgeschnitten und sich sowie die Welt der Vernichtung durch das Dunkel preisgegeben hatten.
Nur das Licht konnte dem noch entgegentreten.

Der Bund mit Israel war über die Jahrhunderte hinweg locker geworden, weil das Judentum nur noch aus oberflächlichen, inhaltsleeren Dogmen bestand, und mit der Ermordung Jesu' wurde dieser Bund endgültig gebrochen und zunichte gemacht.


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derbote
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Das Christentum - eine wahre Religion?

03.07.2010 um 20:16
@Sidhe

Leider hast du eine verschwommene Ansicht über die Errettung.
Die Errettung ist ein einzelner Akt Gottes jeweils zu einem Menschen.
Beurteilt wird das jeweilige Verhalten des einzelnen Menschen während einer irdischen Laufbahn.
Eine Genaralamnestie ist bei Gott nicht vorgesehen.
Ein fataler Irrtum ist deine angelernte Ansicht über den Ewigen Bund mit Abraham.
Auch nach der Übergabe zur Ermordung jresu durch Teile der Judenschaft (übrigens die Juden sind nur ein Stamm des Volkes israel) besteht nach wie vor die Absicht Gottes die Sammlung Israels zu vollziehen

Mt 19,28 Jesus aber sprach zu ihnen: Wahrlich, ich sage euch: Ihr, die ihr mir nachgefolgt seid, werdet bei der Wiedergeburt, wenn der Menschensohn sitzen wird auf dem Thron seiner Herrlichkeit, auch sitzen auf zwölf Thronen und richten die zwölf Stämme Israels.
Lk 22,30 dass ihr essen und trinken sollt an meinem Tisch in meinem Reich und sitzen auf Thronen und richten die zwölf Stämme Israels.
Apg 26,7 Auf ihre Erfüllung hoffen die zwölf Stämme unsres Volkes, wenn sie Gott bei Tag und Nacht beharrlich dienen. Wegen dieser Hoffnung werde ich, o König, von den Juden beschuldigt.
Jak 1,1 Jakobus, ein Knecht Gottes und des Herrn Jesus Christus, an die zwölf Stämme in der Zerstreuung: Gruß zuvor!
Offb 21,12 sie hatte eine große und hohe Mauer und hatte zwölf Tore und auf den Toren zwölf Engel und Namen darauf geschrieben, nämlich die Namen der zwölf Stämme der Israeliten:


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Proxy
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Das Christentum - eine wahre Religion?

03.07.2010 um 20:27
Hat einer von Euch jemals in Betracht gezogen, dass Jesus ein ganz normaler Mensch gewesen sein könnte, der einfach ne coole Idee und ne Vision von freidlichem Zusammenleben hatte und die, die nach ihm gekommen sind und die Bibel usw. mitgeschrieben haben, das alles einfach nur verkackt haben?
Ich verstehe nicht, warum der Person und dem historischen Menschen Jesus, den es durchaus gegegeb haben könnte, immer Göttlichkeit zugeschrieben wird. Vielleicht hat der das alles garnicht gewollt, was die, die nach ihm kamen, daraus gemacht haben. Hat er ja keinen Einfluss drauf, er war schliesslich auch nur ein Mensch. Und das rückt die ganze Geschichte in ein ganz anderes Licht und Jesusbild.


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derbote
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Das Christentum - eine wahre Religion?

03.07.2010 um 20:36
Proxy schrieb:Und das rückt die ganze Geschichte in ein ganz anderes Licht und Jesusbild.
Ja das wird es , eine völlige Bedeutungslosigkeit würde dadurch entstehen,denn schliesslich ist er ja weltlich gesehen " gescheitert " mit seinem angeblichen Versuch den du ihm unterstellst.
Nein , hier geht es um viel Größeres als ein weiterer Weltverbesserer,es geht um die Errettung des gesamten Systems und zwar auf die Ewigkeit bezogen.
Gott sieht und handelt alles aus der Perspektive der Ewigkeit heraus und nicht aus der Zeitlichkeit des menschlichen Geistes


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Proxy
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Das Christentum - eine wahre Religion?

03.07.2010 um 20:51
@derbote
derbote schrieb:Nein , hier geht es um viel Größeres als ein weiterer Weltverbesserer
Traurig, dass du so denkst. Es sollte viel mehr von diesen sogenannten Weltverbesserern geben. Und ich unterstelle ihm diesen Versuch nicht nur, sondern es ist die Tatsache, egal wie sein Vorgehen mmotiviert war, ob nun vom Zeitgeist heraus oder von der Göttlichkeit whatever..
Dann frag ich mich nur, wenn das alles kein Zeitgeist gewesen sein soll, warum genau zu diesem Zeitpunkt? Es gabschon Tausende Jahre vorher Menschen in alten Kulturen. War Gott etwa langweilig und dachte:" Ach jetzt wär es mal soweit, einen Erlöser zu schicken."? Das ist dich Unfug, mal ganz ehrlich. Ich würde denken, Jesus war ein Weltverbesserer, möglicherweise auch religioös Motiviert, aber das sagt noch lange nichts über seine Göttlichkeit aus. Und ganz offensichtlich ist er ja an der unreifen Gesellschaft gescheitert, die heute kein bisschen reifer ist nach 2000 Jahren.
derbote schrieb:Ja das wird es , eine völlige Bedeutungslosigkeit würde dadurch entstehen,denn schliesslich ist er ja weltlich gesehen " gescheitert "
Der Versuch, etwas verbessern zu wollen, ist nie bedeutungslos, ich hoffe du verstehst das noch. Du tust also lieber nichts und ergibst dich deinem " Schicksal" ?

Liebe Grüße


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derbote
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Das Christentum - eine wahre Religion?

03.07.2010 um 21:06
@Proxy
Menschen können die Welt nicht verbessern,dazu ist die Menschheit nicht fähig.
Das ist wie neuen Wein in alte Schläuche,der atheistische Bolschewismus ist da ja ein Beislpiel wie so was platzt.
da hilft nur eine radikaler Neuanfang mit geeigneten Probanten wie es zur Zeit der Wiederkunft Jesu geschehen wird und eine Säuberung stattfinden wird, jawohl.


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greenkeeper
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03.07.2010 um 21:14
derbote schrieb: denn schliesslich ist er ja weltlich gesehen " gescheitert "
Das is wohl die jüdische Sichtweise der Dinge, sorry, aber anders kann ich das jetzt gedanklich nich nachvollziehen. Rom ist am Ende gescheitert oder wer erinnert sich heute noch an den Kaiser unter dessen Herrschaft Jesu gekreuzigt wurde. Wer kennt heute noch die Namen der jüdischen Priester, die Jesus an Rom ausgeliefert haben. Doch nur die Bibelfesten. Insofern is wohl eher das Volk Israel mit seiner Tora/AT am Ende gescheitert nach dem es ausgerechnet von Rom aus seinem gelobten Land vertrieben und in alle Winde zerstreut wurde.

Gruß greenkeeper


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Proxy
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Das Christentum - eine wahre Religion?

03.07.2010 um 21:27
@derbote
derbote schrieb:Menschen können die Welt nicht verbessern,dazu ist die Menschheit nicht fähig.
Wenn alle so denken wie du wundert mich das auch nicht. Der Mensch hat als einzigste Sepzies auf dem Planeten die Möglichkeit, in größerem Maßstab etwas zu verbessern. Ich finde es sollte sogar das grundsätzliche Ziel des Menschen sein, sich und seine Umwelt zu verbessern.
derbote schrieb:Das ist wie neuen Wein in alte Schläuche
Besser, als auf jemanden zu warten, der Wasser in Wein verwandeln kann.
derbote schrieb:da hilft nur eine radikaler Neuanfang mit geeigneten Probanten wie es zur Zeit der Wiederkunft Jesu geschehen wird und eine Säuberung stattfinden wird, jawohl.
Es gab schon andere Personen, die "radikal" und "Säuberung" in einem Satz benutzt haben. Wo war da deine tolle Widerkunft? Und warum dauert das so lange, wenn gut doch teitlich gesehen in der Ewigkeit denkt? Und sag jetzt nicht 1000 Jahre sind für Gott wie ein Tag oder so nen Schmarrn.


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derbote
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03.07.2010 um 21:32
@greenkeeper
was die wenigsten wissen ist die tatsache, dass schon Jahrhunderte, wenn nicht Jahrtausende, sowohl die Zerstreuung wie auch die Sammlung Israels von Profeten derbibel verkündet wurde.
Die Juden in Israel wissen um diesen Tatbestand genauestens ; die weltliche Sammlung begann unter unseren Augen und die geistige Sammlung folgt.
Was die welt als "gescheitert" sieht folgt einem Plan der von Anfang an festgelegt wurde.
Das zu erkennen benötigt allerdings ein gutes Schriftverständnis.


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derbote
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03.07.2010 um 21:35
@Proxy
Mit weltlich eingestellten Menschen ist es schwer über geistliche Dinge zu reden.
Die Wiederkunft geschied dann wenn die Weld dafür reif geworden ist.


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Proxy
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03.07.2010 um 21:41
@derbote
derbote schrieb:Mit weltlich eingestellten Menschen ist es schwer über geistliche Dinge zu reden.
Die Wiederkunft geschied dann wenn die Weld dafür reif geworden ist.
Da hast du wohl recht, geht mir anderstrum genauso ;)
derbote schrieb:Die Wiederkunft geschied dann wenn die Weld dafür reif geworden ist.
Aber siehst du, genau das meine ich. Wenn die Wiederkunft eintritt und alles plötzlich toll geworden ist, dann würdest du denken, dass dieser ominöse Plan in Erfüllung gegangen ist und die Menschen, die es dann endlich wirklich mal geschafft haben, etwas zu verbessern, du würdest nichtmal daran denken, dass das alles nur deren Verdienst ist, ohne irgendeine göttliche Intervention.

Ich würde gerne mal wissen, wie diese Wiederkunft von statten geht. Was ist da so los? Bitte erklärs mir.


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derbote
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03.07.2010 um 21:44
@Proxy
Lies erst mal die Offenbarung des Johannes,Jesus hat uns nicht im unklaren gelassen was seine Wiederkunft betrifft.


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greenkeeper
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03.07.2010 um 21:51
@derbote
derbote schrieb:Das zu erkennen benötigt allerdings ein gutes Schriftverständnis.
Das is ja gerade das Problem, das Schriftverständnis das allein scheinbar nur Gottes Willen dem Menschen offenbaren kann. Zu damaliger Zeit schon ein Problem, da die Mehrheit der "Gotteskinder" nich lesen konnte und heute wieder ein Problem, da die Mehrheit der "Gotteskinder" nich lesen will. Aus meiner Sicht ein absurder elitärer Zugang zu Gott den ja Jesus mit seiner mündlichen Weitergabe der urchristlichen Lehre in dem Volk verständlichen Gleichnissen bewußt ausgehebelt hat.

Die Juden Israels wussten um den Tatbestand der Zerstreuung vielleicht auch deshalb weil sie eben schon mal von den Babyloniern ein paar Hundert Jahre vor Rom aus Jeruslem vertrieben wurden und dieses Ereignis sich ins kollektive Gedächtnis eingebrannt hatte, so dass es als warnende Prophezeihung in den Schriften niedergeschrieben wurde.

War damals eben nur blöd dass man immer einen brauchte der lesen konnte, um daran erinnert zu werden. ;)

Gruß greenkeeper


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Proxy
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03.07.2010 um 21:54
Ohje, die Offenbarung, die größte Ansammlung an Mist die ich tatsächlich jemals gelesen habe. Es gibt 2 Probleme mit der Offenbarung.
Das erste Problem ist:

Es ist eine sich selbsterfüllende Prohpezeiung. Die Leute fahren so dermaßen auf das Zeug ab, dass sie es (vielleicht auch unterbewusst) wahrwerden lassen. Bei so vielen religiösen Fundamentalosten braucht man sich nicht wundern, wenn einige die Offenbarung als Anleitung und AUfforderung sehen, divere nukleare Sprengköpfe zu zünden oder biologische Waffen freizusetzen.

Das zweite Problem ist die Interpretation:
Die Grundgliderung ist doch, etwas Böses entsteht, reißt die Herrschaft an sich. Danach muss de Welt von allem Bösen befreit werden durch etwas Gutes (dabei kommen natürlich wahnsinnig viele Leute um), und die Wiederkunft des Guten als neuer Herrscher im neuen Reich.
Kann man so nicht jede Krise oder jeden Grundlegenden Machtwechsel beschreiben?


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derbote
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03.07.2010 um 22:00
@greenkeeper

In der Tat , du bist das Problem richtig angegangen, schon Jesus sagte "Ihr(die Juden) habt die Schrift und die ist es ja durch welche das Ewige Leben zu erreichen ist".
Paulus mildert den tatbestand ,in bezug auf die Nichtjuden dahingehend, imdem er die predigt als Zugang zum Ewigen Leben erwähnt.
Die Schrift ist ja sowas wie die erste Predigt oder Verkündigung des willen Gottes.


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derbote
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03.07.2010 um 22:04
@Proxy
Bei der Offenbarung geht es um die Letzte zeit und die letzten "Krisen",iese werden von Menschen zwar veruracht,aber die Antwort kommt von göttlicher Seite durch göttliches Einschreiten , nicht menschlichen Ursprungs, wie heute.
Das ist der Unterschied .
Dies gilt es zu Unterscheiden und zu erkennen.
Dann ist da ganze auch kein "Mist" mehr.


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Sidhe
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03.07.2010 um 22:05
@derbote
derbote schrieb:Leider hast du eine verschwommene Ansicht über die Errettung.
Die Errettung ist ein einzelner Akt Gottes jeweils zu einem Menschen.
Beurteilt wird das jeweilige Verhalten des einzelnen Menschen während einer irdischen Laufbahn.
Eine Genaralamnestie ist bei Gott nicht vorgesehen.
Du hast wohl nicht ganz richtig hingesehen, denn etwas anderes habe ich nie behauptet.
Ich betone aber, daß die Menschen sich durch eigenes Handeln selber retten müssen.
derbote schrieb:Ein fataler Irrtum ist deine angelernte Ansicht über den Ewigen Bund mit Abraham.
Auch nach der Übergabe zur Ermordung jresu durch Teile der Judenschaft (übrigens die Juden sind nur ein Stamm des Volkes israel) besteht nach wie vor die Absicht Gottes die Sammlung Israels zu vollziehen
Angelernt kommt mir eher deine Sichtweise vor, anscheinend nimmst du die Bibel wörtlich und begehst damit den folgenschweren Fehler der dich zu solchen oberflächlichen Betrachtungsweisen führt.
derbote schrieb:denn schliesslich ist er ja weltlich gesehen " gescheitert "
Wäre er das, Herr Bote, gäbe es uns schon lange nicht mehr.
b:
Menschen können die Welt nicht verbessern,dazu ist die Menschheit nicht fähig.
Sie können sie offensichtlich verschlechtern, ergo können sie sie auch verbessern.

Aber ich denke wir geraten hier sehr weit ab vom eigentlichen Thema.





@Proxy
Proxy schrieb:Ich verstehe nicht, warum der Person und dem historischen Menschen Jesus, den es durchaus gegegeb haben könnte, immer Göttlichkeit zugeschrieben wird. Vielleicht hat der das alles garnicht gewollt, was die, die nach ihm kamen, daraus gemacht haben. Hat er ja keinen Einfluss drauf, er war schliesslich auch nur ein Mensch. Und das rückt die ganze Geschichte in ein ganz anderes Licht und Jesusbild.
Das ist ein durchaus berechtigter Einwand!
Und es würde dir sowie sonst niemandem nützen, wenn ich dir nun, mit welcher tiefen Überzeugung auch immer, sagen würde, "ja Jesus ist der Gottessohn".

Aber es gibt keinen Weg von Außen der dir Beweise für oder dagegen liefern könnte.
Jesus sprach mit seiner Botschaft jeden einzelnen Menschen im INNEREN an, und nur dort, wo sich Lebendiges entwickelt und wirkt, kann man auch ein Urteil über deine Frage fällen. Als Mensch für sich alleine.

Es ist sicher erst einmal angebracht, sich ein Bild des historischen Jesus zu machen und dabei alle ihm angedichteten sowie falsch überlieferten Mythen rigoros abzudecken.
Weil man das Fundament suchen muß; und man sollte sich daraufhin nur mit Jesus eigenen Worten beschäftigen d.h., sie verinnerlichen und danach leben.
Denn es ist eine Lehre die gelebt werden muß um sie zu begreifen.

Und man kann sich mühen seine Lehre mit anderen philosophischen, religiösen und weiteren weltanschaulichen Abhandlungen zu vergleichen. Denn eigenes Bemühen ist der unerläßliche Schlüssel.
Wer dazu gewillt ist und nach wahrem christlichen Inhalt zu leben bemüht, DER mag nach einer Zeit seine eigene Beurteilung fällen können. Und nur aus innerer Überzeugung kann zudem wahrer Glaube entstehen.
Proxy schrieb:Es gabschon Tausende Jahre vorher Menschen in alten Kulturen. War Gott etwa langweilig und dachte:" Ach jetzt wär es mal soweit, einen Erlöser zu schicken."?
Die Menschen befanden sich zu diesem Zeitpunkt in einen innerlich so verdunkeltem Zustand, daß sie aus eigener Kraft nicht mehr vermocht hätten, ihren Weg zurück in die geistige Ebene zu finden. Dies ist aber der Sinn des Lebens an sich - die geistige Entwicklung innerhalb vieler Inkarnationen, um einmal als gereifter und tauglicher Menschengeist in das sog. Paradies eingehen zu dürfen.
Doch durch die von den Menschen selber herbeigeführte Dunkelheit ihrer Seele hatten sie sich ihren Weg zur Rettung selber abgeschlossen und wären allesamt hoffnungslos verloren gewesen, die Apokalypse wäre viel zu früh hereingebrochen und das wäre es dann gewesen. Aber es gab zwischen all den schlechten MEnschen auch noch hie und da einzelne Seelen, in denen der innere Funke noch nicht ganz verloschen war und da Gott gerecht ist würde er "unschuldige" niemals einfach fallen lassen. Mal ganz vereinfacht ausgedrückt.
Es ging darum, wieder eine Brücke zum Licht zu schlagen.
Und was machten die Menschen, denen solche unermeßliche Gnade zuteil wurde?
Genau, sie ermordeten ihn und dann sagt die Kirche auch noch, DIES sei gewollt und geplant...


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greenkeeper
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Das Christentum - eine wahre Religion?

03.07.2010 um 22:08
@derbote

Zumindest hat Jesus die Schrift nicht dem eigenen Wort vorgezogen, so sehe ich es jedenfalls. Von daher hat Paulus sicherlich in seinem Sinn gehandelt in dem er die Predigt als Zugang zu Gott ein wenig mehr in den Vordergrund gestellt hat. Was nützt das beste Buch, wenn es einem keiner erklären kann. ;)

Gruß greenkeeper


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