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Warum Selbstbeobachtung nicht möglich ist

453 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Ich, Wahrnehmung, Selbst ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Warum Selbstbeobachtung nicht möglich ist

10.09.2012 um 21:13
@oneisenough
Die geläufige Definition von Aufmerksamkeit ist, dass jemand in erhöhter Wachheit bewusst einen Bewusstseinsinhalt beobachtet. Konzentration ist somit die Intensität und Dauer dieser aufmerksamen Beobachtung. Dementsprechend kann man auch ganz einfach sagen, ob jemand aufmerksam ist oder nicht; ob jemand auf Objekt X fokussiert ist oder nicht - wie sich auch sagen lässt, in welchem Maße er dies ist.

Deswegen kann man auch sagen, jemand sei nicht aufmerksam oder jemand solle doch aufmerksamer sein. Für wie aufmerksam hältst du denn eine Person, die im Wachkoma liegt? Eben. Da ist keine Aufmerksamkeit als solche mehr, aber dennoch kann diese Person etwas bemerken. Aber man sollte nicht den Fehler begehen und Aufmerksamkeit mit, ich sage mal, der Fähigkeit etwas zu bemerken gleichzusetzen. Wenn du davon sprechen würdest, dass jedem Menschen universell die Fähigkeit zu bemerken gegeben ist und sich diese niemals ändert und immer vorhanden ist, unveränderlich, so würde ich dir zustimmen. Das wäre dann auch dies, was ich unter Bewusstheit klammere bzw. bezeichne und viele unter Bewusstsein verstehen.
Aber der Begriff Aufmerksamkeit als solcher, als Ausdruck erhöhter Wachsamkeit, wie er gemeinhin verstanden wird, hat eine ganz andere Bedeutung und drückt, wie ich schon genannt habe, ein mehr oder weniger aktives und vor allem sehr waches Beobachten einer Sache aus. Nicht das Beobachten als solches, sondern, um in deiner Sprache zu bleiben, eine spezielle Qualität und Intensität dieses.

Genau diese Aufmerksamkeit auf irgendein Objekt kann man aber unmöglich immer halten, sondern sie wird irgendwann vom Winde verweht. Womit ein anderer Bewusstseinsinhalt in den Fokus gerät. Die Aufmerksamkeit wird irgendwann gebrochen, die Konzentration, die Fokussierung wird irgendwann gebrochen. Deswegen ist Aufmerksamkeit als solche, wie sie gemeinhin verstanden wird, auch flüchtig und somit erfüllt sie die Kriterien, die ich in meinem vorherigen Post an dich beschrieben habe, was folgert, dass man diese nicht sein könne. Ich bin immer noch da, auch wenn ich nicht aufmerksam bin.

Und ich denke auch, nicht zuletzt deswegen versteht dich hier kaum einer, da du konventionelle Begriffe aus ihrem Zusammenhang reißt und sie mit einer anderen Bedeutung tränkst, sie aber gleichzeitig ganz selbstverständlich benutzt.

Verstehe das als konstruktive Kritik.


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Warum Selbstbeobachtung nicht möglich ist

10.09.2012 um 22:01
@libertarian
Zitat von libertarianlibertarian schrieb:Und ich denke auch, nicht zuletzt deswegen versteht dich hier kaum einer, da du konventionelle Begriffe aus ihrem Zusammenhang reißt und sie mit einer anderen Bedeutung tränkst, sie aber gleichzeitig ganz selbstverständlich benutzt.

Verstehe das als konstruktive Kritik.
@oneisenough
Ich schliess mich dem o. g. freundlichst an! :lv: -->

WTF ist ein nutbag?


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oneisenough Diskussionsleiter
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Warum Selbstbeobachtung nicht möglich ist

10.09.2012 um 23:14
@TheLolosophian
Zitat von TheLolosophianTheLolosophian schrieb:WTF ist ein nutbag?
Das ist tiefster US-Südstaaten-Slang für etwas, das ich hier aus Gründen des Anstands nicht mit Worten beschreiben darf. Aber du kannst gerne mal nach dem Wort googeln, wenn du magst ...


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oneisenough Diskussionsleiter
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Warum Selbstbeobachtung nicht möglich ist

10.09.2012 um 23:15
@libertarian
Zitat von libertarianlibertarian schrieb:Die geläufige Definition von Aufmerksamkeit ist, dass jemand in erhöhter Wachheit bewusst einen Bewusstseinsinhalt beobachtet.
Diese vereinbarte Definition von Aufmerksamkeit ist offensichtlich unvollständig. Denn auch das Bezeugen des Nicht-Vorhandenseins eines Bewusstseinsinhalts bedarf Aufmerksamkeit.

Aufmerksamkeit ist etwas anderes als Beobachten. Sie ist die erschaffende Instanz einer Fähigkeit, die du Beobachten nennst. Denn es gibt kein Beobachten ohne Aufmerksamkeit.
Zitat von libertarianlibertarian schrieb:Deswegen kann man auch sagen, jemand sei nicht aufmerksam oder jemand solle doch aufmerksamer sein.
Hier beschreibst du einen Vorgang, bei dem du bemerkst, dass jemand seine Aufmerksamkeit nicht auf das richtest, worauf du sie richtest und daraus schlußfolgerst, er wäre möglicherweise unaufmerksam. In Wirklichkeit kann er gedanklich ein Gedicht aufsagen, und du bekommst nichts davon mit.

Daher irrst du dich, wenn du sagst, du bist in der Lage, die Aufmerksamkeit von jemand anderem beurteilen zu können.

Dieser Irrtum zeigt sich auch an deinem nächsten Beispiel …
Zitat von libertarianlibertarian schrieb:Für wie aufmerksam hältst du denn eine Person, die im Wachkoma liegt? Eben. Da ist keine Aufmerksamkeit als solche mehr, aber dennoch kann diese Person etwas bemerken.
Dein Nachsatz nach dem Komma, widerspricht allem, was du davor sagst.

Beschäftige dich bitte mal mit den neuesten Erkenntnissen der Koma-Forschung, bevor du sie hier erwähnst. Ärzte sind dabei, allmählich zu erkennen und zu verstehen, dass sie grundsätzlich keinerlei Aussagen über die Aufmerksamkeit eines Koma-Patienten machen können. Worüber sie allerdings sehr wohl eine Aussage machen können ist, dass die Kommunikationsfähigkeit des Patienten in der üblichen Weise, aus bestimmten Gründen, nicht mehr gegeben ist. Diese Fehl-Diagnose kann fatale Folgen haben.

Unzählige Koma-Patienten berichten ihren Ärzten nach dem Aufwachen aus ihrem Koma, dass sie während der Koma-Phase alles mitbekommen haben. Das wäre nicht möglich, wenn sie tatsächlich keine Aufmerksamkeit mehr ausübten.

Ähnliches gilt für die sogenannte Bewusstlosigkeit. Wenn ich umfalle und nicht mehr reagiere, wirst du sagen, dass ich bewusstlos bin und einen Arzt rufen. In Wirklichkeit kann ich bei vollem Bewusstsein sein und alles mitbekommen. Ich bin lediglich, aus bestimmten Gründen, nicht fähig, in der gewohnten Weise zu kommunizieren.

Bewusstlosigkeit gibt es nicht. Warum nicht? Weil sie nicht erfahrbar ist.

Ärzte schlussfolgern eine Bewusstlosigkeit und auch ein Koma aus dem vorübergehenden Verlust des üblichen Kommunikationsvermögens. Neueste Studien von Koma-Patienten machen Hoffnung, dass auch die Apparate-Medizin nach und nach bessere Methoden und Hilfen entwickelt, diesen Menschen tatsächlich zu helfen und sie nicht nur ernährungs-mäßig versorgt.
Zitat von libertarianlibertarian schrieb:Wenn du davon sprechen würdest, dass jedem Menschen universell die Fähigkeit zu bemerken gegeben ist und sich diese niemals ändert und immer vorhanden ist, unveränderlich, so würde ich dir zustimmen.
Diese Fähigkeit ändert sich nie und ist immer vorhanden. Hat sie sich jemals verändert, seit du geboren wurdest? Es ist immer dieselbe Aufmerksamkeit, die du ausübst und mit der du die Welt beobachtest und in ihr agierst, egal, ob du ein Baby bist, ein junger Mensch oder ein Erwachsener. Sie ändert sich nie. Was sich dagegen ständig verändert hat, ist das, was du während dieser Zeit bemerken kannst.

Interessant finde ich, dass du genau das nicht zu bemerken scheinst, obwohl es doch genau vor deiner Nase stattfindet.
Zitat von libertarianlibertarian schrieb:Aber der Begriff Aufmerksamkeit als solcher, als Ausdruck erhöhter Wachsamkeit, wie er gemeinhin verstanden wird, hat eine ganz andere Bedeutung und drückt, wie ich schon genannt habe, ein mehr oder weniger aktives und vor allem sehr waches Beobachten einer Sache aus.
Hier reduzierst du Aufmerksamkeit auf Konzentration. Das ist jedoch unvollständig, denn auch ein Nicht-Konzentrieren bedarf Aufmerksamkeit, wie es beispielsweise beim Tiefschlaf der Fall ist.
Zitat von libertarianlibertarian schrieb:Genau diese Aufmerksamkeit auf irgendein Objekt kann man aber unmöglich immer halten, sondern sie wird irgendwann vom Winde verweht.
Nicht die Aufmerksamkeit wird verweht, sondern offensichtlich das, was eben noch interessant war. Das Abziehen der Aufmerksamkeit von einem Objekt ist keine Reduzierung oder gar ein Nicht-Vorhandensein von Aufmerksamkeit.

Es ist ähnlich wie der Strahl einer Taschenlampe, den du über verschiedene Objekte bewegst. Du kannst immer nur solche beobachten, welche du mit dem Fokus erfasst. Den Fokus wegbewegen bedeutet jedoch weder, dass das Licht ausgeht, noch dass die Lampe nicht mehr funktioniert.

Der Korrektheit wegen sei hier hinzugefügt, dass man im Gegensatz zu einer Lampe das Licht durchaus ausschalten kann, Aufmerksamkeit hingegen kann man nicht ausschalten. Warum nicht? Es bedarf des Bezeugens „keine Aufmerksamkeit mehr vorhanden“ und genau das ist ohne Aufmerksamkeit nicht möglich. Und wie schon erwähnt, man kann immer nur für sich selbst und niemals für jemanden anderen bezeugen, wie dieser Aufmerksamkeit ausübt.


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Warum Selbstbeobachtung nicht möglich ist

10.09.2012 um 23:22
@oneisenough
TheDiskordian schrieb:
WTF ist ein nutbag?
Das ist tiefster US-Südstaaten-Slang für etwas, das ich hier aus Gründen des Anstands nicht mit Worten beschreiben darf. Aber du kannst gerne mal nach dem Wort googeln, wenn du magst ...
Ich bin ein grosses Mädchen und raube niemandem die Zeit mit Fragen, die ich mir selber (auch über Google) beantworten kann.
Leider bekam ich keine Antwort.
Aaaaaaaber jetzt dämmerts mir....habs mir grade mal direkt ins deutsche übersetzt...hahaaa, könnte man vielleicht sagen, du bist der einzige Hengst in deinem Stall? :D
Wenn ja, dann hast Du meine volle Zustimmung! :D
Trotzdem muss ich dir leider immer noch widersprechen: ich halte Selbstbeobachtung immer noch für möglich und schliesse mich LeChiffres Ausführungen darüber an. :)


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oneisenough Diskussionsleiter
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Warum Selbstbeobachtung nicht möglich ist

10.09.2012 um 23:48
@TheLolosophian
Zitat von TheLolosophianTheLolosophian schrieb:Aaaaaaaber jetzt dämmerts mir....habs mir grade mal direkt ins deutsche übersetzt...hahaaa, könnte man vielleicht sagen, du bist der einzige Hengst in deinem Stall?
Es genügt, wenn wir festhalten: Das sind deine Worte, nicht meine.

Du wirst in keinem einzigen meiner gesamten Beiträge solche Worte oder Formulierungen von mir finden. Ich erkläre meine Zustimmung dort, wenn jemand Wahres schreibt, und erlaube mir ebenso auf Irrtümer hinzuweisen, wenn jemand Unfug schreibt. Aber du wirst schon eine Begründung für eine solche Formulierung haben, die dich zufriedenstellt. :)
Zitat von TheLolosophianTheLolosophian schrieb:Trotzdem muss ich dir leider immer noch widersprechen: ich halte Selbstbeobachtung immer noch für möglich und schliesse mich LeChiffres Ausführungen darüber an.
Du kannst mir jederzeit widersprechen. Ich zwänge dir hier weder etwas auf, noch versuche ich dich von einer Unwahrheit zu überzeugen. Denn das wäre ja äußerst dumm von mir. Ich bin aber nicht dumm. Ich bin lediglich aufmerksam.

Es genügt auch hier, wenn du zwei der folgenden Kernaussagen meines Eingangspostings für dich selbst beantwortest. Denn ich brauche ja keine Antwort mehr. Kleiner Tipp: Es gibt auch hierbei nur eine Wahrheit.

Auszug aus dem Eingangsposting:

Selbstbeobachtung ist deswegen nicht möglich …
Weil das Charakteristische von Beobachtung grundsätzlich ein von "mir weg" erfolgender Vorgang ist und niemals ein "zu mir hin" gerichteter Vorgang.

Jede Beobachtung bedarf grundsätzlich etwas, das selbst "keine Beobachtung" ist, etwas, was sich in einer Distanz zur beobachtenden Quelle befindet, damit Beobachtung überhaupt stattfinden kann.



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Warum Selbstbeobachtung nicht möglich ist

11.09.2012 um 00:21
Von wo komme ich, warum bin ich hier, und was kommt danach. Auf diese 3 eigentlich schon automatischen fragen muss man erst die richtigen Antworten finden um, zu erkennen wer man ist. Und das reicht immer noch nicht den jetzt musst du dich fragen: wo du bist, was dich umgibt und aus was besteht sie deine Umgebung wie sind ihre grundlegenden Eigenschaften, was ist deine Umgebung.


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Warum Selbstbeobachtung nicht möglich ist

11.09.2012 um 00:30
@oneisenough wobei du immer noch einem irrtum hinterherläufst , und damit wird dein schlüssiges konstrukt löchrig .

wenn da aufmerksamkeit ( ich nenne es lieber einfach wahrnehmung ) stattfindet , "übt" dies niemand ( als person aus ) , sondern diese"person" entsteht in der wahrnehmung ( als idee eines wahrnehmenden ) .
die wahrnehmung geschieht aus der WAHRNEHMUNG heraus ( GOTT ist Auge ! )

das was ich das EIGENTLICHE nenne , sag meinetwegen Gott dazu , oder reines Gewahrsein , oder ABSOLUTes , oder der Urgrund , oder , oder , oder .... das IST WAHRNEHMUNG !!!

die Tibeter nennen ES deshalb , "der offene , unbegrenzte Raum , der wahrnimmt" .

Aus dieser WAHRNEHMUNG heraus entsteht Wahrnehmung ( als die Vorstellung einer Handlung eines Wahrnehmenden ) , der Nebeneffekt dieser AB-BILDUNG der WAHRNEHMUNG in Wahrnehmung ist das "Ich" .
sobald Sprache aus Gedanken auftaucht > "ich nehme wahr" , ist das "ich" als Vorstellung entstanden .
Doch ist das "Ich" nicht derjenige , der im Sinne des @oneisenough Wahrnehmung ( er sagt Aufmerksamkeit ) "ausübt" .
Das "Ich" ist ein Nebeneffekt der WAHRNEHMUNG durch einen Körper >hindurch !
Nur so kann sich die ( absolute ) WAHRNEHMUNG in ( persönlicher ) Wahrnehmung äußern ( äußern im wahrsten Sinne des Wortes ) ... es bedarf dazu der Institution eines "ich" ( als Autor ) .

Das Ich / der Körper ist nicht Ausgangspunkt einer Wahrnehmung / Beobachtung / ausgeübten Aufmersamkeit .
Es ist lediglich eine Art Transmitterstation .


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Warum Selbstbeobachtung nicht möglich ist

11.09.2012 um 00:35
ergänzend :

selbstbeobachtung ist tatsächlich nicht möglich .

da es ein (begrenztes) selbst nicht gibt , sondern nur ( wenn man ES so benennen wil ) ein absolutes SELBST .
Da dies SELBST aber allumfassend , absolut ist , ist eine Beobachtung , die ja immer Verortung in Raum und Zeit ist , nicht möglich .
Weder ist dsa ein tatsächliches Objekt ( Selbst ) noch ein tatsächlicher Beobachter !

und das "Ich"-Selbst kann deshalb nicht beobachtet werden , weil es nur vergängliche Erscheinung von Augenblick zu Augenblick ist . Und da jede Beobachtung eine Zeitphase umfasst , ist das "Ich" bereits verschwunden , und durch das nächste , meist recht ähnliche ersetzt .
Also , auch da , nix mit Beobachtung . Nur Registrierung von einem Ich-Bild-Fluss mag geschehen .
Das sollte jedoch nicht mit "Selbst"beobachtung verwechselt werden .
Da da lediglich Ähnlichkeiten vom Augenblicks-Ich zum nächsten sind , aber keinerlei echte Identität .

Du bist ( als Ich ) in jedem Augenblick einer NEUER !


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Warum Selbstbeobachtung nicht möglich ist

11.09.2012 um 01:09
Interesantes Thema.... Spontan fällt mir ein das man sich bei obe, selber sehn kann.


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Warum Selbstbeobachtung nicht möglich ist

11.09.2012 um 08:12
@oneisenough
TheDiskordian schrieb:
Aaaaaaaber jetzt dämmerts mir....habs mir grade mal direkt ins deutsche übersetzt...hahaaa, könnte man vielleicht sagen, du bist der einzige Hengst in deinem Stall?
Es genügt, wenn wir festhalten: Das sind deine Worte, nicht meine.Text
Ok ok, wessen Worte sollen es denn sonst sein?
Seit ich aber durch Selbstbeobachtung feststellen konnte, dass ich mich innerhalb eines Jahres komplett skrupellos und a-moralisch aller christlichen puristischen Neigungen erfolgreich entledigt habe, scheue ich mich auch nicht mehr, die Dinge beim Namen zu nennen. Sollte ich mich bei der Übersetzung geirrt haben, werde ich Nutbags weiterhin gerne zum Frühstück essen...
Ich bitte um sofortige Widerlegung!
In eternal discord
you loving plauderbag :)


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Warum Selbstbeobachtung nicht möglich ist

11.09.2012 um 08:20
Hiermit stelle ich aus lauter Frust vor euren ach so stringenten Ausführungen freiwillig jedwede Selbstbeobachtung ein und lasse mich ab sofort fremdbeobachten...

ring, ring...."Hallo..., ist da Big Brother? Ah ja, moin auch. Ich hätte da gern mal ein Problem...."


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Warum Selbstbeobachtung nicht möglich ist

11.09.2012 um 08:28
@poet
Zitat von poetpoet schrieb:Hiermit stelle ich aus lauter Frust vor euren ach so stringenten Ausführungen freiwillig jedwede Selbstbeobachtung ein und lasse mich ab sofort fremdbeobachten...
Selbstbeobachtung vs. Fremdbeobachtung? Dies ist eine unstatthafte Einführung von dualistischem Entweder-Oder-EgoMindVerstand-Habitus. Wenn wir uns aber diesbezüglicher Selbste und deren Beobachtung bzw. Nichtbeobachtung entledigt haben - was bleibt uns da übrig? ------???-------
Richtig! Denn:
Worüber man nicht reden kann, darüber soll man schweigen!
(Diskordia Schwittgenstein):D


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Warum Selbstbeobachtung nicht möglich ist

11.09.2012 um 08:37
chère Diskordian,
Zitat von TheLolosophianTheLolosophian schrieb:Worüber man nicht reden kann, darüber soll man schweigen!
Wenn du für mich festlegen darfst, was unstatthaft ist oder nicht, ist das auch Fremdbestimmung oder eher nur Anmaßung?

Und wer eine gestellte Frage nicht offen lässt, sondern sie gleich selbst mit "richtig" beantwortet, ist der witzig oder nur ...?

mit kollegialem Gruß
poet


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Warum Selbstbeobachtung nicht möglich ist

11.09.2012 um 08:58
Wenn du für mich festlegen darfst, was unstatthaft ist oder nicht, ist das auch Fremdbestimmung oder eher nur Anmaßung?
Und wer eine gestellte Frage nicht offen lässt, sondern sie gleich selbst mit "richtig" beantwortet, ist der jetzt witzig oder nur ...?Text
@poet

Da es "Dich" jenseitig gesehen gar nicht gibt, gibt es auch keine Frage, die offensteht. Big Brother ist in dem selben Sinne eine Ausgeburt unseres eigenen Denkens.
Leider leider aber ist so ein Diskussionsthread eine dualistische Geschichte, eine zwangsneurotische patriarchalische Erfindung, und bewirkt - trotz des allgemeinen hohen Erleuchtungsniveaus (sic!) oder besser gesagt Abstraktionsniveaus? - innerhalb dieses Fadens Trennung und Unterschied. So bleibt es mir und anderen (Jenseitsjargon: Sich) nicht erspart, uns mit persönlichen Namen zu schmücken.
Dich, Poet, habe ich nur angeaddet, weil ich mich auf deine Worte bezog, nicht auf deine Person. Das heisst, ich meinte keineswegs, dass D u nun zu schweigen hättest, sondern ganz allgemein, dass man imGrunde über diese Dinge überhaupt nicht mehr sprechen könnte. Die Grenzen der Sprache sind erreicht. Und wenn wir hier und in anderen spirituellen Threads weiterhin über die Grenzen des Verstandes hinaus schwadronieren, was mit dem Verstand nicht erklärbar ist, dann ist das reine Unterhaltung. Ganz allgemein: Nur wer solches weiterhin ernst nimmt, hat ein Problem...
Ich selbst habe kein Problem mit dem Schwadronieren, sondern finde es witzig und nehme es mit Humor.
Bitte nichts von dem, was ich sage persönlich auffassen, ich spreche immer aus dem Grundmodus von ernsthafter Heiterkeit bzw. heiterem Ernst.
In diesem Sinne ein "sich"seliges :bier: --> :D
PS Bin dabei, eine unpersönliche Sprache zu entwickeln...lach...hahaha - klappt aber bis jetzt nicht durchgehend...:) - ausserdem ist es auch nicht so lustig...


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Warum Selbstbeobachtung nicht möglich ist

11.09.2012 um 09:08
@TheLolosophian

Wenn mich mein jenseitiges Nichtvorhandensein nicht trügt, dann bin ich in der Tat nicht damit einverstanden, hier zu sein...*frech grins*

Sprachgrenzwertig gesprochen zwingt uns das Erkenntnislimit zu dimensionsübergreifenden Metaphern der dritten Art.

Oh, wäre ich kosmische Plaudertasche doch nur schweigsamer, was bliebe mit nicht alles erspart...tz :D


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Warum Selbstbeobachtung nicht möglich ist

11.09.2012 um 09:16
@poet
Zitat von poetpoet schrieb:Sprachgrenzwertig gesprochen zwingt uns das Erkenntnislimit zu dimensionsübergreifenden Metaphern der dritten Art.
Oh, wäre ich kosmische Plaudertasche doch nur schweigsamer, was bliebe mit nicht alles erspart...tz
hahaha - eben! (zu 1) Und derweil wir immer noch wandelnde Kommunikationsformen sind, werden wir uns weiterhin in diesem Thread beim Gastmahl des Platon tummeln und gegenseitig beschwatzen, was das Zeug hält bzw. uns vorgaukeln, wir seien getrennt - ALLES AUS LIEBE! Oder wie @oneisenough es immer sagt: aus dem grundlegenden Kommunikationsverlangen heraus!

Zu 2: Wäre die Kosmische Plaudertasche schweigsamer, fehlte ein Jünger an der Tafel der Freuden...

Nachtrag: Das Gastmahl des Platon ist ebenfalls eine Metapher, Symbol, es findet JETZT UND IMMER statt!


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11.09.2012 um 09:23
Wenn ich nun meine ebenso imaginäre wie ungelenke Aufmerksamkeit so fokusierte, dass sie vorbei an jedem Blendwerk auf den Urkern aller Kerne träfe und diesen als leidenschaftsloses, gleichgültiges, sich selbst vollkommen genügendes Etwas erkennen würde, dessen einzige Prämisse darin bestünde zu sein...was dann?


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Warum Selbstbeobachtung nicht möglich ist

11.09.2012 um 09:27
@poet
Zitat von poetpoet schrieb:Wenn ich nun meine ebenso imaginäre wie ungelenke Aufmerksamkeit so fokusierte, dass sie vorbei an jedem Blendwerk auf den Urkern aller Kerne träfe und diesen als leidenschaftsloses, gleichgültiges, sich selbst vollkommen genügendes Etwas erkennen würde, dessen einzige Prämisse darin bestünde zu sein...was dann?
Keine Ahnung...
nur eine weitere "unstatthafte", weil hypothetische Frage...Aber ich ich sehe schon: du willst in das Zentrum des Zyklons, woll? Das geht nur, wo du nicht mehr bist - und keine solche Fragen stellen kannst...lach :D


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Warum Selbstbeobachtung nicht möglich ist

11.09.2012 um 09:49
@oneisenough
genau dies ist Intuition nicht, weshalb sie ein sehr hohes entwickeltes Ich vorraussetzt, nicht das was wir heute allgemein im Ego darunter verstehen . Es ist aber was Du anführst das, was man heute als Intuition bezeichnet.
Wohl vor allem deshalb, weil man nicht einmal mehr Zugang zu einer Ideenwelt hat und die Intuition liegt ursächlich noch über dieser, so wie auch das was das Ich im Geistigen ist.
Unser Denken ist entweder ein durch gewohnte Gedankenabläufe determiniertes oder ein im Geist befreites, da ursächlich erkannt, aus diesem hervorgehendes.
Allgemein wird aber heute nur in toten Bereichen gedacht und auf rein materielle Zusammenhänge hinorientiert .
Da setzt Intuition aber voraus, sich in zwei verschiedenen unvermischten Bewußtseinsebenen halten zu können.
Dazwischen liegt das was Du als astralischen Raum bezeichnest.
Dieser ist aber im Menschen selbst, denn dies ist ja das was er als Seele hat und entwickelt oder unentwickelt läßt.
Allein aus der Entwicklung der Seele zum bewußten Ich in seiner rein geistigen Dimension entsteht auf Erden die soziale Intuition die erst noch entwickelt werden soll.
Inspiration trifft es eher was Du ausführst, denn es nimmt nicht mehr allein Bilder und Vorstellungen, sondern wirkt künstlerisch kreativ weiterentwickelnd, was in die Intuition einmündet und das menschliche Miteinander als Schlußstein schließlich in einer sozialen Realität wirksam werden läßt, nicht mehr als Gedankenkonstrukt oder Theorie sondern in der Wahrheit.
Dies eben, weil es Praxis sein muß, nicht Theorie, ist starken Kämpfen unterworfen und zwar inneren wie äußeren, da es ja letztendlich um den Menschen selbst geht und das was dessen Ich tatsächlich birgt.


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