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Urzeitliche Einschlüsse im Bernstein

979 Beiträge, Schlüsselwörter: Insekten, Spinnen, Urzeit, Mikroskop, Bernstein, Einschlüsse, Inklusen, Copal, Kopal

Urzeitliche Einschlüsse im Bernstein

09.04.2019 um 22:28
Zwergwespen haben schmale, manchmal gestielte Flügel, die an den Rändern lang und zierlich bewimpert sind. Das Endglied der Fühler ist meistens vergrößert und damit ebenfalls ein Erkennungsmerkmal.

PICT0008-500-Flgel comb

PICT0008 ausschn-650a comb


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Urzeitliche Einschlüsse im Bernstein

09.04.2019 um 22:33
Zwergwespen sind keine guten Flieger. Sie bewegen sich hauptsächlich mit dem Wind fort.
Sie legen ihre Eier in die Eier anderer Insekten, von denen sie sich parasitisch ernähren.
Deswegen werden sie auch Eierschlupfwespen genannt.


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09.04.2019 um 23:11
@NONsmoker

Interessante Bilder :) Wie groß ist dieses Exemplar?


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09.04.2019 um 23:13
Zt1 schrieb:Wie groß ist dieses Exemplar?
Das kann ich wirklich nicht messen.
Auf jeden Fall unter einem Millimeter.


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09.04.2019 um 23:14
NONsmoker schrieb:Auf jeden Fall unter einem Millimeter.
Und dann kann man so gut der Aufbau der Fühler unter dem Mikroskop erkennen ?? Wow !!


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09.04.2019 um 23:22
Zt1 schrieb:Und dann kann man so gut der Aufbau der Fühler unter dem Mikroskop erkennen ?? Wow !!
Ich bin auch immer überrascht, wenn es gelingt.
Das geht durchaus nicht immer.
Vor allem ist es bei diesen winzigen, kaum sichtbaren Lebewesen ein Puzzlespiel.
Ein falscher Atemzug und weg ist das Tier.
Nach fünf Minuten suchen kommt vielleicht ein Bein ins Blickfeld. Rumms ist es wieder weg.
Dazu kommt, daß der Kopal rund ist und mit den Fingern gehalten werden muß.
Mit Knete befestigen, wie ich es bei größeren Exemplaren mache, geht nicht. Das ist zu unbeweglich.

Also freut man sich, wenn einem solch ein Bild gelingt, auf dem man auch noch was erkennen kann :)


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Urzeitliche Einschlüsse im Bernstein

10.04.2019 um 08:56
Eine zweite, noch kleinere Zwergwespe im selben Kopal entdeckt.

20190410-081131-343-500-zweite ZwWespe c


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Urzeitliche Einschlüsse im Bernstein

10.04.2019 um 08:58
Hier nochmal die kleine Ameise mit einem anderen Mikroskop

20190410-082751-421-1000


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Urzeitliche Einschlüsse im Bernstein

12.04.2019 um 18:54
Eine Pilzmücke

CHD00002 PM

Pilzmücken gehören zu den häufigsten fossilen Zweiflüglern in Bernstein.


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Urzeitliche Einschlüsse im Bernstein

12.04.2019 um 18:54
20190412-182919-546 PMK-1000-800 Auge


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21.04.2019 um 23:10
Auf diesem Foto sieht man, daß mehrere Schichten von Harz über das gefangene Insekt geflossen sind.
Die querlaufenden Linien sind Schleifspuren.
 KK 9653-1000-600-500


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Urzeitliche Einschlüsse im Bernstein

21.04.2019 um 23:12
Ein Teil der Facettenaugen ist erhalten.
Das Objekt im Kreis scheint eine kleine Spinne zu sein.

CHD00001-1000-800 comb


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22.04.2019 um 04:49
@NONsmoker

Was ist das für ein Insekt? Sieht etwas wie eine Schabe aus.


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22.04.2019 um 07:41
Zt1 schrieb:Sieht etwas wie eine Schabe aus.
Das denke ich auch.
Die Ordnung der Schaben ist ja sehr vielfältig.
Diese ist ca. 1,5 cm lang, also für eine Inkluse schon sehr groß, aber es bedurfte viel Schleifarbeit um sie aus einem Stück Madagaskarkopal herauszuholen.
Bis sich vielleicht etwas anderes ergibt, führe ich sie in meiner Sammlung als Schabe (Blattodea ).
(In der Wissenschaft besteht aber keine Einigkeit über den Ordnungsnamen)


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22.04.2019 um 11:06
Jetzt sind mir bessere Aufnahmen einer schonmal gezeigten Spinne gelungen

 KK 9663 Radnetzspinne


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22.04.2019 um 11:10
Diese Aufnahme finde ich besonders gelungen

CHD00001-1000 Radnetzspinne

Hier kann man die Größe abschätzen

 KK 9665 Radnetzspinne Grsse


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Urzeitliche Einschlüsse im Bernstein

22.04.2019 um 11:53
Tolle Spinne und tolle Aufnahmen :)


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Urzeitliche Einschlüsse im Bernstein

22.04.2019 um 14:10
Danke.
Da muß ich noch die Mücke nachreichen, die sich im selben Kopal befindet, neben weiteren Inklusen.

CHD00003-800


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Urzeitliche Einschlüsse im Bernstein

22.04.2019 um 15:33
Auf dem Foto von @NONsmoker kann man bei der Zwergwespe sehr gut die Antennen von Insekten erkennen. Bei diesen handelt es sich um Geißelantennen, die immer in drei Teilen aufgebaut sind.


GEISSEL

1 - ist der basale Schaft, der auch Scapus genannt wird. Das ist das erste Glied,welches die Kopfanhänge mit die Antenne verbindet.
2 - ist das zweite Glied, welcher Pedicellus genannt wird. Dieses enthält immer ein Johnstonsches Sinnesorgan. Mit diesem Organ können Insekten verschiedene Wahrnehmungen, Vibrationen und Schwingungen in der Luft und im oder an der Wasserfläche wahrgenommen werden.
3 - Alle Glieder von der Pedicellus folgend, bilden die Geißeln selbst. Die können unterschiedlich aufgebaut sein:
kurz oder lang,gekämmt bzw. blattförmig, einseitig oder doppelseitig etc.... Bei diese Antennen sind sie gekämmt oder blattförmig.

Geißelantennen sind erst während der Insektenevolution enstanden und sind heute bei so gut wie allen Insekten zu finden.
Nur die Doppelschwänze und Springschwänze (Urinsekten) besitzen noch die ältesten oder ursprünglichsten Antennenform, die Gliederantennen.

Vielen Dank für das Bereitstellen dieses schöne Foto für diesen Beitrag :)


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22.04.2019 um 18:41
Das ist eine sehr schöne Erklärung für den Aufbau der Antennen.


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