Natur
Menschen Wissenschaft Politik Mystery Kriminalfälle Spiritualität Verschwörungen Technologie Ufologie Natur Umfragen Unterhaltung
weitere Rubriken
PhilosophieTräumeOrteEsoterikLiteraturAstronomieHelpdeskGruppenGamingFilmeMusikClashVerbesserungenAllmysteryEnglish
Diskussions-Übersichten
BesuchtTeilgenommenAlleNeueGeschlossenLesenswertSchlüsselwörter
Schiebe oft benutzte Tabs in die Navigationsleiste (zurücksetzen).

Der Reptilien- und Amphibien-Thread

823 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Reptilien, Amphibien, Echsen ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Der Reptilien- und Amphibien-Thread

21.04.2026 um 20:24
Zitat von orletsorlets schrieb am 01.02.2026:Ich hab ein kurzes Video darüber gemacht, mit Fotos und Videoaufnahmen um das Elend,was dort getan wurde nochmal zu verdeutlichen.
All diese Videos gibt's nicht mehr von mir,da ich alle auf YouTube gelöscht habe und dieser Account nicht mehr betreibe. Ich beschäftige mich nicht mehr aktiv mit Eidechsen,Molchen und Salamandern,gehe so auch nicht mehr auf deren Suche.


melden

Der Reptilien- und Amphibien-Thread

24.04.2026 um 15:13
@orlets

Schade, aber du wirst deine Gründe haben und das ist okay.

Ein kleines Update von mir:
Ich halte meine Bartagame ja in einem naturalistisch gestalteten Terrarium (da ich das selbstverständlich finde). Im Prinzip "bioaktiv" (wie das oft bezeichnet wird) ohne die Kleinstlebewesen weil ich diese hier bislang nicht bekommen konnte. Bislang: Echte Pflanzen, Erde, Sand, Steine, Äste (sowie einen großen Kletterbereich aus selbstgemachtem Kunststein, da mir das aus echtem Stein in der Größe viel zu schwer gewesen wäre).
Die entsprechenden empfohlenen Kleinstlebewesen, Isopods (Asseln?) und Springtails (Springschwänze?), konnte ich jetzt bei einem Händler für Futterinsekten vorbestellen der diese neu ins Sortiment aufgenommen hat, und werde diese nach Erhalt nach einiger Zeit dem Terrarium hinzufügen. Einige werde ich zurückbehalten und in einem separaten Behälter züchten; sie sollten sich absehbar auch im Terrarium etablieren, behalte aber dennoch einige zurück.

Da ich hier schrieb dass die Bartagame bislang zweimal (immer) Winterruhe hielt, es nun aber danach aussieht dass sie nicht Winterruhe hält: Die Bartagame ist immer noch normal aktiv und wird sehr wahrscheinlich nicht in Winterruhe gehen. Wir sind schon eineinhalb Monate drüber bzgl. ihrer (bzw. seiner, ist ein Männchen) normalen Winterruhezeit.


1x zitiertmelden

Der Reptilien- und Amphibien-Thread

26.04.2026 um 15:29
IMG 20260426 125128Original anzeigen (8,3 MB)

Nach etwas einem Monat wieder kurz im Garten gewesen. Keine Anzeichen von Zauneidechsen. Alles herrscht ausgestorben oder verlassen. Ich erinnere mich,dass ich letztes Jahr zu dieser Zeit schon einige Eidechsen gesichtet habe. Schöne Männchen in hellgrüner Prachtfärbung.... Und jetzt? Keine einzige.... Ich vermute stark,dass die bearbeitete Grünfläche Schuld dafür ist. Denn auch der wirkt verlassen.

IMG 20260426 131213Original anzeigen (5,7 MB)

Leider konnte ich heute nicht lange bleiben, daher hoffe ich,dass zu einen späteren Zeitpunkt doch noch ein paar Eidechsen sich blicken lassen werden.
Zitat von orletsorlets schrieb am 30.03.2026:Eine kommt zumindest, wie es scheint.
Und sieht jetzt ganz gut aus.


IMG 20260426 124346Original anzeigen (6,5 MB)


1x zitiertmelden

Der Reptilien- und Amphibien-Thread

28.04.2026 um 05:46
Zitat von RaspelbeereRaspelbeere schrieb am 24.04.2026:Schade, aber du wirst deine Gründe haben und das ist okay.
Ja,hab ich leider. Mein Bruder darf aus gesundheitlichen Gründen für mindestens ein Jahr kein Auto mehr fahren und unser Garten liegt 2 oder 3 km von Zuhause entfernt und es gibt in der Nähe auch keine Busverbindung oder sonstiges und wir kommen ohne Auto nur noch jetzt ab und zu und bedingt hinaus. Wir können ohne ihn auch nicht lange im Garten bleiben,da er aus oben genannten Gründen nicht lange alleine Zuhause bleiben darf. Somit kann ich mich nicht mehr aktiv um das Thema kümmern. Nichts mehr im Garten (auch wegen eigener Gesundheit) großartig etwas arbeiten, noch im Wald auf Salamandersuche gehen. Auch da braucht man das Auto. Somit ist das Thema aktiv um Eidechsen und Salamander Beobachtungen definitiv vorbei. Ich kann nicht mehr dran bleiben.


melden

Der Reptilien- und Amphibien-Thread

10.05.2026 um 22:30
Zitat von orletsorlets schrieb am 30.03.2026:Eine kommt zumindest, wie es scheint.
Zitat von orletsorlets schrieb am 26.04.2026:Und sieht jetzt ganz gut aus.
Das ist übrigens ein Frauenmantel. :)


2x zitiertmelden

Der Reptilien- und Amphibien-Thread

10.05.2026 um 22:46
Zitat von soomasooma schrieb:Das ist übrigens ein Frauenmantel. :)
Danke, komische Namen sind das :)
Heute wieder kurz dort gewesen und ist größer geworden.


IMG 20260510 160854Original anzeigen (5,2 MB)

IMG 20260510 160845Original anzeigen (8,8 MB)

Sonst ist alles wie ausgestorben. Ich finde keine Zauneidechsen mehr, keine männlichen Tiere mehr, mit ihre schönen Färbungen jetzt zur Paarungszeit.

Wie vor 2 Jahren

Beitrag von orlets (Seite 21)

Der Wildbereich,der in den Wintermonaten runter gesäbelt wurde (ich habe darüber berichtet), sieht jetzt so aus


IMG 20260510 162042Original anzeigen (9,0 MB)

Eigentlich ganz gut, aber die schweren Maschinen haben den Boden plattgedrückt und bestimmt viele Mauslöcher zugefahren, wo die Eidechsen ihre Winterstarre hatten. Die können jetzt nicht mehr heraus kommen und sterben darin.

Dort wo der Brombeerstrauch war und der zentrale Knotenpunkt sozusagen, also wo immer sehr viele sich aufgehalten haben, sieht jetzt so aus


IMG 20260510 162017Original anzeigen (9,5 MB)

Aber auch dort sind keine einzige zu finden. Nicht Mal eine, alles ausgestorben.


1x zitiertmelden

Der Reptilien- und Amphibien-Thread

10.05.2026 um 22:54
Zitat von soomasooma schrieb:Das ist übrigens ein Frauenmantel. :)
Den hab ich auch im Garten.
Der sieht besonders schön aus am Morgen, wenn der Tau drauf liegt.


1x zitiertmelden

Der Reptilien- und Amphibien-Thread

10.05.2026 um 23:03
Zitat von NONsmokerNONsmoker schrieb:Der sieht besonders schön aus am Morgen, wenn der Tau drauf liegt.
Der soll auch wunderkräftig sein. :)
Zitat von orletsorlets schrieb:Danke, komische Namen sind das
Dieser erinnert an den Mantel der Mutter Gottes und der Tau steht für ihre Tränen. Sie ist aber auch ein traditionelles Frauenheilkraut und hat noch viel mehr lustige Volksnamen. Offiziell heißt sie "kleine Alchemistin" – Alchemilla.


1x zitiertmelden

Der Reptilien- und Amphibien-Thread

11.05.2026 um 03:10
Zitat von soomasooma schrieb:Dieser erinnert an den Mantel der Mutter Gottes und der Tau steht für ihre Tränen. Sie ist aber auch ein traditionelles Frauenheilkraut und hat noch viel mehr lustige Volksnamen. Offiziell heißt sie "kleine Alchemistin" – Alchemilla.
Sehr interessant, vielen Dank:)


melden

Der Reptilien- und Amphibien-Thread

23.05.2026 um 18:20
IMG 20260523 112522Original anzeigen (9,3 MB)

Heute saß ich mehr als 30 Minuten vor der großen Eidechsenburg


IMG 20260523 111749Original anzeigen (6,4 MB)

IMG 20260523 111754Original anzeigen (3,9 MB)

Aber ich habe keine einzige Zauneidechse gesehen. Es scheint wirklich so, als ob die in dieser Region komplett verschwunden sind. Zahlreiche Jungtiere aus dem letzten Jahr sind sind nicht geschlüpft, die Eier liegen jetzt noch im Sand des Sandariunm,da fehlt der Nachwuchs und die adulten Tiere sind auch nicht mehr zu sehen.

Dafür sah ich eine Mauereidechse an unserer Hütte


IMG 20260523 113621Original anzeigen (2,8 MB)


melden

Der Reptilien- und Amphibien-Thread

27.05.2026 um 14:05
Heute im Garten konnte ich tatsächlich noch ein Pärchen Zauneidechsen finden. Ich hab mich schon darüber gefreut, aber der Bestand ist rapiat zu wenig. Lässt jedoch hoffen, dass außer diese beiden noch weitere kommen.
Hier das Männchen, leider ist das Foto unscharf.


IMG 20260527 124253Original anzeigen (2,4 MB)


melden

Der Reptilien- und Amphibien-Thread

10.06.2026 um 17:44
Meine Bartagame hat sich nun doch für die Winterruhe entschieden.
Wer mal gucken mag:

winterruheOriginal anzeigen (4,8 MB)

Hier mal etwas sichtbarer und die Augen minimal geöffnet, gräbt sich aber auch tiefer ein. Typisch für diese Art: keine Kältestarre (so kühl darf es auch nicht werden), stark reduzierte Aktivität, teils tagsüber wach, bewirft sich für die Nacht mit Sand und gräbt tiefer hinunter.

Bartagame (pogona vitticeps), männlich, drei Jahre alt, wildfarben/Standardfärbung.
Es handelt sich um die dritte Winterruhe, durchgeführt in der selben Höhle wie die zweite Winterruhe. Die erste Winterruhe fand in einer Höhle hinter einer Pflanze statt. Die vorherigen beiden Winterruhen begannen jeweils im April, somit ist das Tier knapp eineinhalb Monate später dran.


1x zitiertmelden

Der Reptilien- und Amphibien-Thread

10.06.2026 um 22:40
Zitat von RaspelbeereRaspelbeere schrieb:Meine Bartagame hat sich nun doch für die Winterruhe entschieden.
Wer mal gucken mag:
Schönes Foto :)
Zitat von RaspelbeereRaspelbeere schrieb:wildfarben/Standardfärbung.
So muss das sein, keine hoch gezüchteten Farbmorphen. Heutzutage wollen die meisten nur ausgefallene Färbungen haben, die es in der Natur gar nicht gibt, auch wenn die Preise immer in die Höhe schießen. Ich bin immer schon jemand gewesen, der absolut gegen sowas ist und wenn ich ein Terrarientier haben möchte, möchte ich eines, welches auch natürlich ist.


melden

Der Reptilien- und Amphibien-Thread

10.06.2026 um 22:57
@orlets
Finde ich so auch schöner. Und auch die Farbänderung sieht man bei diesen Tieren viel besser. Viele Morphe sehen in verschiedenen Situationen gleich aus, da bestimmte Farbpigmente fehlen, was auch die Einschätzung des Befindens eines Tieres erschwert. Ich hatte auch mal Beispielfotos gepostet wie dieses Tier aussieht wenn es sich einige Zeit gesonnt hat (unter den Lampen): Dann verschwindet das Muster fast völlig - am Kopf komplett, am Rücken weitestgehend - und die Färbung ist deutlich orange.

Ferner wären die Farbmorphe hier in Chile auch kaum zu bekommen (nur einmal gesehen), wohl auch, da Terraristik hier nicht verbreitet ist (interessanterweise: Aquaristik ist hier sehr verbreitet). Dafür hatte und habe ich aber den Eindruck, ein robustes und gesundes Tier bekommen zu haben.


1x zitiertmelden

Der Reptilien- und Amphibien-Thread

11.06.2026 um 17:59
Zitat von RaspelbeereRaspelbeere schrieb:Terraristik hier nicht verbreitet ist (interessanterweise: Aquaristik ist hier sehr verbreitet)
Das liegt daran,dass der Handel und die Haltung von exotischen Terrarientieren, wie auch Reptilien wie Leopardgeckos, Königspythons und andere, eine strenge Auflagen des Servicio Agrícola y Ganadero (SAG) unterliegen. Jedes Tier muss legal erworben sein, eine dauerhafte Kennzeichnung wie etwa ein Mikrochip, eine Tätowierung, ein Ring oder ähnliches ,sowie die entsprechende Rechnung oder Quittung besitzen .Diese Informationen müssen im Falle einer Kontrolle durch SAG oder andere Institutionen, wie beispielsweise die PDI (Chilenische Kriminalpolizei), vorgelegt werden.Es müssen immer offizielle Herkunftsnachweise für exotische Tiere verfügen.
Der chilenische SAG kontrolliert den Import und die Haltung exotischer Tiere sehr streng. Für Reptilien und Amphibien sind diese Nachweise immer notwendig. Dagegen unterliegen Zierfische diesen strengen individuellen Registrierungsauflagen meist nicht, was dadurch die Aquaristik sehr beliebter macht. Der Markt für Süßwasser-Aquaristik ist in Chile historisch tief verwurzelt. Fische und Zubehör werden in großen Mengen importiert und lokal nachgezogen, was sie zu einer viel günstigeren Haustieroption macht als exotische Reptilien. Langfristig gesehen, ist daher die Aquaristik auch durch technische Produkte günstiger als die Terraristik.


melden

Der Reptilien- und Amphibien-Thread

11.06.2026 um 18:15
@orlets

Das ist mir natürlich bekannt. Gerade als Reptilienhalter; auch ansonsten unterliegt hier viel der SAG (was uns ja auch auffällt, da wir immer wieder aus- und einreisen und ja auch hierhin umgezogen sind, mit Containerverschiffung). Auch PDI: Ist mir hier natürlich ein Begriff.
(Danke trotzdem fürs Hinzufügen, da hier ja auch andere mitlesen die mit Chile nichts zu tun haben.)
Mein Tier stammt aus chilenischer Nachtzucht, selbstverständlich gechippt, mit Papieren.
Dennoch, trotz Verfügbarkeit der Tiere, ist die Haltung nicht verbreitet sondern regelrecht extrem unüblich. Viele Menschen scheinen diese Tiere hier auch für äußerst seltsam zu halten. Zeige ich ein Foto und nenne es als mein Haustier, wurde das schon öfter für einen Scherz gehalten, etwa dass das Foto von einem Zoobesuch oder aus dem Internet stamme oder das Tier aus Plastik sei.
In Kombination mit einer auch anderswo immer wieder zu findenden Scheu vor Reptilien scheint mir das auch damit zusammenzuhängen, dass in Teilen Südamerikas das Essen von grünen Leguanen verbreitet ist (Eigenaussage, u.a. von Kollegen auch aus anderen südamerikanischen Ländern) und somit da eine gewisse Assoziation besteht.

Süßwasser-Aquaristik: Auch Meerwasser-Aquaristik. Ich finde hier in der Stadt mehrere Aquaristikläden die diese anbieten. Inwieweit sich die Kosten da langfristig unterscheiden: Ich bin mir unsicher, habe keine Erfahrung mit dieser; kann aber sagen, dass die Haltungskosten für meine Bartagame im Bereich der anderer Kleintiere oder darunter liegen. Ich habe bei der Bartagame, nach den einmaligen Anschaffungskosten (die auch für ein Meerwasser-Aquarium anfielen, und die Preise für den Besatz scheinen mir nicht so gering) im Monat Haltungskosten von ca. 20 Euro, inklusive Strom. Diese setzen sich zusammen aus: dem Anteil an den Haushaltsstromkosten, auf den Monat umgelegte Kosten für Wärmelampen und UV-Röhren, auf den Monat umgelegte Kosten für Calcium- und Vitaminpulver, auf den Monat umgelegte Kosten für ggf. Insektennachkauf, Gemüse (kleiner Anteil des auch für uns Menschen gekauften Gemüses). Sukkulenten wie callisia repens ziehe ich nach; einmal angeschafft, umgerechnet ca. 2 Euro im Blumentopf.
Teurer anfangs wegen höherem Insektenbedarf und Insektenzucht erstmal zum Laufen zu bekommen. Auch dann aber: Günstiger als die Haltung von z.B. Hund und Katze, welche hier äußerst verbreitet sind, allemal. Fast alle Kollegen haben Hund(e) und/oder Katze(n), vorm Haus (wohnen in einem Hochhaus) stehen andauernd Lieferungen von Hunde- und Katzenzubehör wie Futter, Streu, Boxen.

Nachtrag: Dass ggf. Tierarztkosten anfallen können (sowie ich notfalls in der Lage sein muss, z.B. bei Bruch des Terrariums, Zerstörung der Ausrüstung diese sofort zu ersetzen) ist mir bewusst - nur weil ich diese oben nicht erwähne, plane ich nicht zu knapp. Ich bezog mich hier allein auf die regelmäßigen monatlichen Kosten. Und der Tierarzt fällt auch bei Hund und Katze an, sofern man diese nicht vernachlässigt, und typischerweise mit höheren Kosten selbst beim gesunden Tier.


1x zitiertmelden

Der Reptilien- und Amphibien-Thread

11.06.2026 um 18:30
Nachtrag bzgl. Import von Reptilien:

Wäre das die Herkunft gewesen, hätte ich auf die Haltung einer Bartagame verzichtet, da einen solchen Transport keinem Reptil, und erst recht nicht einer juvenilen Bartagame zumuten möchte. So ein Flug USA -> Chile oder Europa -> Chile..., schon als Mensch nicht prickelnd, dann für ein Reptil...
Mein Motto: "Man muss nicht alles haben"; gilt insbesondere für Tiere.


melden

Der Reptilien- und Amphibien-Thread

12.06.2026 um 14:52
Zitat von RaspelbeereRaspelbeere schrieb:dass in Teilen Südamerikas das Essen von grünen Leguanen verbreitet ist (Eigenaussage, u.a. von Kollegen auch aus anderen südamerikanischen Ländern) und somit da eine gewisse Assoziation besteht.
Davon hab ich auch schon gehört. Für uns Mitteleuropäer kaum vorstellbar. Aber andere Länder,andere Kulturen und Kontinente und deren Lebensweise erfordert auch andere Essgewohnheiten. Diese Menschen müssen schauen, was es bei ihnen reichlich an Nahrung geben kann,was ihnen ein Überleben sichert. Ganz normal eigentlich und auch ganz normal,dass dort Leguane gegessen werden.
Zitat von RaspelbeereRaspelbeere schrieb:Inwieweit sich die Kosten da langfristig unterscheiden: Ich bin mir unsicher
Ich bin davon ausgegangen,dass die Terraristik in Chile viel teurer ist, weil Aquarienprodukte, Zubehör und Tiere in viel größeren Stückzahlen importiert oder lokal produziert werden, was die Preise dadurch billiger macht. Außerdem entfallen für die Haltung von Fischen oft die hohen laufenden Energiekosten für spezielle Heiz- und Beleuchtungssysteme, die man für Terrarien braucht. Außerdem hab ich mir gedacht,dass die Wohnungen in Chile oder in Südamerika im Sommer wärmer sind, als in Europa und nicht alle Häuser gute Klimaanlagen besitzen. Wenn jetzt zum Beispiel jemand in einer kleinen Wohnung in Chile wohnt,wo es im Sommer stickige Wärme gibt, die dort staut und dieser hätte ein Terrarium noch dazu, überträgt sich die Hitze ins Becken und derjenige müsste dazu noch Kühler kaufen oder andere teure Geräte, die die Luft im Terrarium wieder regulieren. In einem Aquarium könnte man dies eventuell mit einem Wasserwechsel machen oder ein Temperaturregler,den man immer im Aquarium lassen kann.
Zitat von RaspelbeereRaspelbeere schrieb:Tierarztkosten anfallen können
Gibt es in deiner näheren Umgebung einen Tierarzt, der für Reptilien spezialisiert ist?


1x zitiertmelden

Der Reptilien- und Amphibien-Thread

12.06.2026 um 15:59
Zitat von orletsorlets schrieb:Davon hab ich auch schon gehört. Für uns Mitteleuropäer kaum vorstellbar. Aber andere Länder,andere Kulturen und Kontinente und deren Lebensweise erfordert auch andere Essgewohnheiten. Diese Menschen müssen schauen, was es bei ihnen reichlich an Nahrung geben kann,was ihnen ein Überleben sichert. Ganz normal eigentlich und auch ganz normal,dass dort Leguane gegessen werden.
So ärmlich ist es da nicht zwingend - bei indigener Bevölkerung ggf. "schauen was das Überleben sichert", aber ansonsten: Es scheint, so auch von Kollegen erfahren, vergleichbar zu in Deutschland Rehwild, Hase zu sein: Leguan als besonderes Essen grillen, zu einem Fest, evl. einmal im Jahr. Daneben steht dann das im Supermarkt gekaufte Bier ;)
Oft wurde ich auch gefragt, ob die Bartagame "gut aggressiv ist". Manchen Kollegen ist das Fangen eines juvenilen grünen Leguans als Mutprobe unter Jugendlichen bekannt.
So scheint es m.E. nicht verwunderlich, dass die Haltung eines solchen Tieres als ziemlich bizarr gilt bis hin zu sogar angenommen wird, das sei ein Scherz meinerseits und es gäbe das Haustier gar nicht.
Zitat von orletsorlets schrieb:Ich bin davon ausgegangen,dass die Terraristik in Chile viel teurer ist, weil Aquarienprodukte, Zubehör und Tiere in viel größeren Stückzahlen importiert oder lokal produziert werden, was die Preise dadurch billiger macht.
Die Produkte sind teuer, teils muss man improvisieren.
Beispiele:
- Terrarium. Bekomme ich hier nicht in der Größe, in Deutschland oder in den USA könnte ich ein derartiges bestellen. Also wurde es eine Sonderanfertigung vom Glaser (eigene Pläne; Glaser hat sowas noch nie gemacht), die mich hier allerdings nur umgerechnet 200 Euro kostete plus ca. 50 Euro für die Anfertigung eines Klappdeckels (selbstgemacht). Terrarienuntertisch: Kriege ich hier auch nicht als solchen; es wurde ein stabiler Couchtisch für ca. 50 Euro.
- Terrariumsubstrat: Ich kann hier Wüstensand nutzen. Zusätzlich kaufte ich "excavator clay" (teurer als in Deutschland, aber ich habe erst ca. die Hälfte der Packung verbraucht). Alternativen wären: Spielplatzsand mit düngerfreier Pflanzerde mischen. Steine aus der Wüste (auch kaufbar im Aquariengeschäft), einen großen Ast habe ich gekauft.
- Lampen. Diese kosten hier leider das Doppelte im Vergleich zu Deutschland (wenn ich in Europa bin, nehme ich mir welche mit).
Elektronik ist hier generell deutlich teurer. Für die Haltungskosten habe ich allerdings veranschlagt, was es mich kosten würde wenn ich die Lampen hier kaufe (was ich anfangs machte). Was heißt "das Doppelte"? Wärmelampe um die 20 statt 10 Euro, UV-Röhre meist 45 Euro statt in Deutschland um die 25 Euro. Was fällt an? UV-Röhre einmal pro Jahr, die Wärmelampen halten 3 - 4 Monate, es sind immer zwei auf einmal im Einsatz. Die Lampenhalterungen waren auch etwas teurer als in Deutschland, dürften meist aber viele Jahre halten.
- Das Tier. Eine Bartagame kostet hier 200 Euro ("Standard", normale Beschuppung, von einem m.E. guten, seriösen Züchter). In Deutschland auch mal für einen 50er zu bekommen, in den USA auch, wenn man sie in einem beliebigen Zoogeschäft kauft. Eine gesunde, gepflegte juvenile Bartagame von einem vernünftigen Züchter kostet in den USA oder in Deutschland aber auch um die 200 Euro.
- Insekten. Der Preis wirkt mir vergleichbar zu dem in Deutschland und die Verfügbarkeit ist erstaunlich gut. Nachzucht zu Hause ist ferner möglich.
Außerdem entfallen für die Haltung von Fischen oft die hohen laufenden Energiekosten für spezielle Heiz- und Beleuchtungssysteme, die man für Terrarien braucht.
Das sind selbstverständlich der Fall. Ich komme auf umgerechnet 10 Euro extra Stromkosten.
Im Vergleich zu den Kosten die für ein üblicheres Haustier wie Hund und Katze monatlich anfallen (allein deren Futter) ist das m.E. wenig.
Es scheint also schon mehr eine Interessesache zu sein, denn dass Terraristik hier zu teuer wäre. Die meisten meiner Kollegen haben einen Hund oder eine Katze, teils mehrere. Ich sehe auch immer viele Leute Hunde ausführen, beim Draußensitzen auf der Terrasse eine Katze neben sich etc., was man sich wohl leisten kann, sowie reichlich Hunde- und Katzenfutter in Supermärkten, in den Einkaufswägen, als Lieferung vorm Haus (nicht als Kritik/Neid, sondern als Feststellung gemeint).
Außerdem hab ich mir gedacht,dass die Wohnungen in Chile oder in Südamerika im Sommer wärmer sind, als in Europa und nicht alle Häuser gute Klimaanlagen besitzen. Wenn jetzt zum Beispiel jemand in einer kleinen Wohnung in Chile wohnt,wo es im Sommer stickige Wärme gibt, die dort staut und dieser hätte ein Terrarium noch dazu,
Da liegst du ganz richtig: Klimaanlagen sind hier nicht üblich. Weder mein Arbeitsplatz noch unsere Wohnung hat eine Klimaanlage, obwohl es sich bei der Wohnung um Neubau in gehobener Lage handelt. (Wir haben übrigens auch keine Heizung.)
Ich sehe das aber eher als Vorteil:
- Ich muss das Terrarium weniger beheizen. Schätzungsweise spare ich eine 100-W-Lampe ein.
- Stromausfall ist unproblematisch, zumindest muss ich nicht Vorkehrungen treffen dass das Tier nicht erfriert. Von Reptilienhaltern in den USA und Deutschland kenne ich das als große, berechtigte Sorge.
Stickig ist es übrigens nicht: Leute lüften hier viel. Das gute Wetter gibt das auch her.

Zudem: Wir sind hier zwar in einer heißen Gegend, Chile erstreckt sich aber über viele Breitengrade, da finden sich auch Klimazonen vergleichbar zu Deutschland mit mäßig warmen bis gelegentlich wärmeren Sommern, sowie einem Winter, der Heizen nötig macht.
überträgt sich die Hitze ins Becken und derjenige müsste dazu noch Kühler kaufen oder andere teure Geräte, die die Luft im Terrarium wieder regulieren. In einem Aquarium könnte man dies eventuell mit einem Wasserwechsel machen oder ein Temperaturregler,den man immer im Aquarium lassen kann.
Wir haben ein kleines Aquarium, das ca. 2 Meter entfernt steht. Darin befinden sich Platys und Schnecken. (Es muss somit geringfügig geheizt werden.)
Beide Setups laufen so seit drei Jahren.
Was mir aber auch klar ist: In einer sehr kleinen Wohnung hätte man kein so großes Terrarium und könnte daher keine Bartagame halten (manche tun's sicherlich trotzdem). Das Problem ergäbe sich aber in Deutschland auch - ein Grund warum ich lange Zeit auf Terraristik verzichtete. Wohnungen sind in Chile nicht im Schnitt kleiner als in Deutschland.
Zitat von orletsorlets schrieb:Gibt es in deiner näheren Umgebung einen Tierarzt, der für Reptilien spezialisiert ist?
Ja. Darauf habe ich auch geachtet. (Der Tierarzt ist mehrmals pro Woche hier in der Stadt verfügbar.) Ebenso informierte ich mich, und informiere ich mich weiterhin, was typische Krankheitsanzeichen sind, Erste-Hilfe-Maßnahmen, welche Tests und Behandlungen bei Tierärzten als sinnvoll gelten und welche zu vermeiden sind. Auch das ist für mich selbstverständlich.
(Andere Tierärzte sind in Santiago de Chile verfügbar, was jedoch komplizierter wäre: Das Tier darf nicht ins Flugzeug, sodass nur der Fernbus, Tier mit Handwärmern verpackt, bliebe.)


1x zitiertmelden

Der Reptilien- und Amphibien-Thread

13.06.2026 um 09:12
Zitat von RaspelbeereRaspelbeere schrieb:Leguan als besonderes Essen grillen, zu einem Fest, evl. einmal im Jahr.
Würdest du das auch Mal probieren wollen? Ich möchte hier keine gegrillten Leguan Fotos posten, wer danach googeln möchte,kann zum Beispiel "Gallina de Palo" eingeben. Übersetzt heißt das in etwa „Baumhuhn“ und ist ein umgangssprachlicher Begriff, besonders in der Karibik für den Grünen Leguan, weil die Fleischtextur und der Geschmack nach Hähnchen erinnern soll.
Zitat von RaspelbeereRaspelbeere schrieb:Stromausfall ist unproblematisch, zumindest muss ich nicht Vorkehrungen treffen dass das Tier nicht erfriert. Von Reptilienhaltern in den USA und Deutschland kenne ich das als große, berechtigte Sorge.
Das ist natürlich super.
Zitat von RaspelbeereRaspelbeere schrieb:. Darauf habe ich auch geachtet.
Echt super von dir. Ich würde mir keine Reptilien anschaffen. Wir haben hier in unserer Stadt keinen Tierarzt,der sich für Reptilien spezialisiert hat. Hab extra damals nachgefragt, als ich mit meiner ehemaligen Katze da war. Es gibt zwar ca. 40 km eine Tierklinik, aber ich hätte schon gerne einen Tierarzt in meiner Nähe für solche Notfälle.


1x zitiertmelden