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Lemminge

13 Beiträge, Schlüsselwörter: Selbstmord, Suizid, Lemminge
Seite 1 von 1
doctrinedark
Diskussionsleiter
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Lemminge

12.09.2003 um 15:12
Wer kann mir was über Lemminge sagen?

Warum stürzen sich sich den Hang hinunter und wer hat das alles schon gesehen?

Und warum machen sie das?

Recht Herzlichen Dank!

*~*Die Überschreitungen eines jeden Menschen entsprechen seiner Wesensart.
Dadurch daß man seine Überschreitungen sieht,
kann man einen Menschen erkennen.~*~


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*isis*
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Lemminge

12.09.2003 um 15:20
lemminge vermehren sich stark und wenn eine population zu groß geworden ist macht
sich ein teil davon auf den weg, um neuen lebensraum zu finden.
- andernfalls würden sie sich selber vernichten, indem sie sich die lebensgrundlage
nehmen und es weder lebensraum noch futter für alle gibt.
der weg dorthin war stets der gleiche, seit vielen tausend jahren immer in die gleiche
richtung.
und das schon solange, daß dort, wo einst ihr weg - in form einer landbrücke war,
heute nur noch meer ist.
ihr instinkt sagt ihnen aber, daß dies die richtung ist, als stürzen sie ins meer.
sie denken nicht, sondern folgen dem, was in ihrer erinnerung verankert ist.

Wenn Du das nicht hast,
dieses Stirb und Werde,
bist Du nur ein trüber Gast
auf dieser dunklen Erde.


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doctrinedark
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Lemminge

12.09.2003 um 16:16
THX erstmal, aber warum ist das nur bei Lemmingen?

Ich habe das noch nie bei einer anderen Tierart gesehen.

Wäre doch mal interessant zu erfahren, warum das NUR bei Lemmingen vorkommt.

Und warum nicht bei Menschen?

*~*Die Überschreitungen eines jeden Menschen entsprechen seiner Wesensart.
Dadurch daß man seine Überschreitungen sieht,
kann man einen Menschen erkennen.~*~


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*isis*
ehemaliges Mitglied

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Lemminge

12.09.2003 um 16:19
"und warum nicht bei menschen" - völkerwanderungen.

auc h ratten wandern, wenn die population zu groß wird und es gibt bestimmt noch
mehr tiere, bei denen es ähnlich ist.
ratten scheinen aber intelligenter zu sein, als lemminge - zumindest passiert ihnen kein
derartiges maleur.


Wenn Du das nicht hast,
dieses Stirb und Werde,
bist Du nur ein trüber Gast
auf dieser dunklen Erde.


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forke
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Lemminge

12.09.2003 um 17:06
Lemminge
Oder: Was stimmt an den Gerüchten vom Klippenspringen?

Fragen, die sich selten jemand stellt. Ein blödsinnig - lustiges Gespräch führte mich irgendwie zu Lemmingen und der bildhaften Vorstellung, die wir alle mit diesen Tieren verbinden. Eine Klippe am Ozean und eine große Gruppe Lemminge, die sich freudestrahlend in die Tiefe stürzt. Doch was bewegt diese Tierchen dazu und was sind Lemminge eigentlich genau?

Wenn man sich einen Lemming anschaut drängen sich dem typischen Heimtierhalter erst einmal der Vergleich mit Meerschweinchen auf. Doch mit knapp 15 cm Länge sind sie deutlich kleiner. Die winzigen Ohren verschwinden im Fell, die kurzen Füßchen taugen fast nur zum Laufen. Das Fell ist wunderbar ausgeprägt und je nach Gattung bräunlich-schwarz gescheckt. Das Fell passt sich den Jahreszeiten entsprechend an und wechselt dabei auch die Farbaufteilungen.

Übrigens gibt es verschiedene Arten von Lemmingen (Familie der Wühler). Der Berglemming (lemmus lemmus), den Braunen Lemming (lemmus sibircus), den Waldlemming (myopus schisticolor) und einige weitere Arten, die auch in unterschiedlichen Lebensräumen anzutreffen sind.

Die kleinen Nager leben aber alle in Gebieten mit ziemlich arktischem Klima. Wie Skandinavien, Norwegen, Grönland und Russland. Das heißt, sie müssen ihre Lebensart an ziemlich harte Bedingungen anpassen – im wahrsten Sinne des Wortes. Selbst im Sommer kann es vorkommen, dass der Boden noch angefroren und hart ist. Natürlich keine leichte Aufgabe für Tiere, die sich ihre Wohnungen unterhalb der Erde einrichten.

In der Tundra dieser Länder ernähren sie sich hauptsächlich von Gräsern, Moosen, Beeren, Wurzeln und Blättern – was sich im Sommer dort finden lässt. Da das Nahrungsangebot in diesen Gebieten recht spärlich ist, stehen Lemminge als Kleinsäuger ebenfalls hoch oben auf der Futterliste. Zu ihren natürlichen Feinden gehören die Schneeeule und der Arktische Fuchs, die mit wachsamen Augen durch ihre Gebiete streifen und hungrig nach Lemmingen auf Futtersuche Ausschau halten.

Lemminge sind eigentlich gar keine Gruppentiere, sondern leben in kleineren Familienverbänden zusammen. Die Weibchen haben in etwa 3 Würfe im Jahr und stellen ihre Fortpflanzung während der Wintermonate meistens ein. Hier beweist sich dann auch die Überlebenskunst der kleinen Gesellen. Im Winter bauen sie sich kleine Nester – aufgepolstert mit Blättern und Gräsern – unter dem Boden. Dort wird dann fast ausschließlich unterirdisch bei arktischen Temperaturen von bis zu –25C bis zum nächsten Frühling ausgeharrt, den die gefühlten Temperaturen über der Erde sind noch deutlich unangenehmer. Erst dann kommen sie wieder ans Tageslicht und nehmen ihr normales Leben wieder auf.

Doch was hat es nun mit diesem Gerücht auf sich? Praktisch erwiesen ist die Tatsache, dass die Population der Lemminge alle 4 Jahre explosionsartig nach oben schnellt. Kein Wunder, wenn sich der Kreislauf des Lebens wieder schließt. Im ersten Jahr gibt es wenig Lemminge, die sich natürlich Vermehren. Der Nachwuchs bringt im zweiten Jahr ebenfalls Nachwuchs hervor, und so geht es weiter. Im vierten Jahr ist die Population soweit angestiegen, dass es mit dem Nahrungsangebot knapp wird.

Als „Lösung“ wandern viele Lemminge einfach los, und so kommt es zu der berühmt, berüchtigten Massenwanderung. Dabei marschieren sie aber nicht in Gruppen, sondern vereinzelt. Mit etwa 4 Kilometern pro Stunde legen die kleinen Wanderer ein gutes Stück in der Nacht zurück. Auch Tags wird später immer mehr gelaufen und selten einmal angehalten. Hier wird es dann etwas schwieriger, mehrere identische Meinungen zu finden. Übergreifend lässt sich sagen, dass es in dem Köpfchen der kleinen Wesen offenbar eine Art Zwang zu wandern gibt, bis sie geeignetes Territorium zur Neubesiedlung finden. Immer weiter, und vor allem immer ohne Richtungswechsel. Bis zum weit entfernten Ozean schaffen es die meisten Tierchen gar nicht mehr. Erschöpfung und folgende Unachtsamkeit führen dazu, leicht Beute anderer Tiere zu werden. Einen Territoriumswechsel gibt es aber nicht nur alle vier Jahre, sondern teilweise auch zwischen Sommer- und Winterquartier. Nur nicht in solchen Mengen, dass es wie bei großen Wanderungen auf Grund der periodischen Bevölkerungsexplosion auffällt.

Interessant wird es, wenn Lemminge auf ein Wasserhindernis treffen. Eigentlich sind sie hervorragende Schwimmer und schaffen es ohne Probleme, etwa einen Kilometer zurückzulegen. Aber in Anbetracht ihrer Größe können Wellengang und Strömung schnell tödlich enden. Und je nachdem an welchem See oder Fluss sie gerade gelandet sind kann es auch schon einmal vorkommen, dass sie das andere Ufer vor Erschöpfung einfach nicht mehr erreichen. Selbst in der eigenen Behausung kann Wasser für sie zu einer tödlichen Gefahr werden. Ist im Frühjahr Schneeschmelze, werden die Bauten teilweise überflutet und das Wasser sammelt sich in der großen Höhle, die als Nest diente.

Damit wäre das Bild vom schwimmenden Lemming wieder perfekt. Aber über die Klippe stürzen wird sich dort mit Sicherheit niemals ein Lemming.

Abschließend möchte ich noch zwei interessante Sachen erwähnen, auf die ich gestoßen bin.
In mehreren Berichten lies sich ein Hinweis auf Walt Disney’s Film „Weiße Wildnis“ finden. Dort soll es eine Szene geben, in der zu sehen ist, wie Lemminge sich aus großer Höhe über die Klippen stürzen. Angeblich handelt es sich dabei um Tiere, die das Filmteam Einheimischen für wenig Geld abgekauft hat und diese dann bewusst über die Klippe hinaus in den Tod wirft.

Die zweite Sache ist etwas positives. Zufällig bin ich auf einen sehr guten, großen und in Vergleich mit anderen Berichten auch durchaus kompetent klingenden amerikanischen Artikel gestoßen. Auch er ist im Internet unter www.ucls.uchicago.edu/projects/1996-97/Hillocks96/lemmings. html zu finden.

Wer deutsche Literatur bevorzugt, sollte sich vielleicht einmal das Buch „Der Berglemming“ von Kai Curry-Lindahl ansehen (ISBN 3894328487)

Quelle: http://www.nagetiere-online.de/sugar/sonder/exoten/lemminge .htm


Sei selbst die Veränderung die du in der Welt sehen willst.
- Mahatma Gandhi


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dr.lemming
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Lemminge

12.09.2003 um 18:41
Dachte hier wird über mich gequatscht ;) *g*

Ist dir eine Sache zu kompliziert hast du den wahren Kern noch nicht gefunden.


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Lemminge

12.09.2003 um 18:56
erzähl doch mal:

wie oft biste denn schon von der klippe gestürzt? ;)


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doctrinedark
Diskussionsleiter
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Lemminge

14.09.2003 um 12:30
@forke

THX erstmal für den ausführlichen Bericht, aber woher weißt Du das mit Walt Disney?

Wenn das stimmt, dann finde ich Walt Disney scheisse.

*~*Die Überschreitungen eines jeden Menschen entsprechen seiner Wesensart.
Dadurch daß man seine Überschreitungen sieht,
kann man einen Menschen erkennen.~*~


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bastet
ehemaliges Mitglied

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Lemminge

17.09.2003 um 05:52
Ich Peil hier gar nix!!!!!!!!!!


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abraxas
ehemaliges Mitglied

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Lemminge

17.09.2003 um 06:00
Das sind schon irgendwie komische Tiere. Bei denen scheint der Instinkt ja sehr stark ausgeprägt zu sein.

Do what you want, no matter what they say. You have to go your own way...


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hetwania
ehemaliges Mitglied

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Lemminge

21.09.2003 um 18:21
das einzig gute an diesen beschissenen viechern die auf einen anderen hören ist, das man seine tollen zerstörungswüte an ihnen auslassen kann und nicht den serienkiller von ford knox spielen braucht... *gemein lach*

Was nützen dir Muskeln und Körperliche Stärke, wenn dein Herz und deine Seele schwach sind. Ohne inneres Leuchten bist du schwach... (ich)


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sirwusch
ehemaliges Mitglied

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Lemminge

22.02.2004 um 04:14
Ich kann Forke nur Recht geben, wer mehr zum Massensterben der Lemminge wissen will soll unter dem folgenden Link schauen ;-)

http://www.rp-online.de/public/article/wissenschaft/erde/25 300

Tori always beats Uke !


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Lemminge

07.05.2017 um 06:36
Beitrag von forke, Seite 1

Das mit Walt Disney kann ich nur bestätigen. Die wollten unbedingt einen guten Abschluss für ihre Doku. Und damit es wahrscheinlich dramatischer wird, haben sie sich ein paar unschuldige Lemminge geschnappt und eine Klippe runter gedrängt.
Der Mensch ist grausam, zu sich, zur Umwelt und zu den Tieren.


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