Katzen
21.05.2026 um 12:49In unserer Stadt müssen Freigänger kastriert und gechipt sein.
Alles gut, ist ja eine berechtigte Frage! Bei uns hat das ganz praktische Gründe: Wir haben Schafe und der Nachbar direkt nebenan hat Hühner. Durch das Futter zieht das natürlich extrem Ratten und Mäuse an. Die Katzen sind bei uns also echte 'Mitarbeiter', um die Nager unter Kontrolle zu halten. Ist mir auch tausendmal lieber, als mit gefährlichem Gift oder Fallen zu hantieren – gerade wegen der anderen Tiere.liaewen schrieb:Will jetzt nicht die Tierschützerin raushängen lassen, aber habt ihr in Deutschland keine Kastrationspflicht für private Haushalte? Oder hat es einen bestimmten Grund, wieso man seine Katzen werfen lässt?
Sicherlich, es würde zumindest etwas druck aus dem system nehmen und die frühen warmperioden sind auch nicht unbedingt förderlich und sorgen sogar dafür, dass noch mehr würfe im jahr kommen. Irgendwie wird es jedes jahr schlimmer, als das jahr davor. Immer mehr katzen, immer weniger platz, immer weniger spenden. Dabei sitzen tierheime und katzenhäuser weltweit voll mit katzen für alle "usecases" und werden nicht adoptiert. Zum verzweifeln.liaewen schrieb:Die Millionen Streunerkatzen würden sich über diese Pflicht vermutlich freuen. Der Tierschutz kann das alles halt nicht abfangen... -.-
Danke :)BerlinerLuft schrieb:Kastrieren und Chippen
Super :)liaewen schrieb:Bei mir wurden alle mit ca 6 Monaten kastriert.
Viele wissen auch gar nicht, was sie anderen Tierarten damit antun. Eigentlich macht es gar keinen Sinn eine Katze zu halten. Ist sie dauerhaft eingesperrt, ist es mMn Tierquälerei. Ist sie ein Freigänger, Jagd sie alles tot, was sie bekommen kann.Motzfussel schrieb:Vielen Menschen scheint nicht bewusst zu sein ( oder schlicht egal) was sie ihren Tieren antun, wenn sie nicht kastriert sind und rollig werden
kommt ganz drauf an. Mein Kater kennt gar nichts anders, hab ihm aus dem Tierschutz und er wurde drinnen geboren und war knapp 1 Jahr als ich ihn bekam. der kennt draußen gar nichts und auch keine Gefahren und würde unter dem ersten Auto liegen, das vorbeifährt. und solche Katzen gibts im Tierschutz auch reichlich :| eben auch aufgrund der Vermehrer.DerThorag schrieb:Ist sie dauerhaft eingesperrt, ist es mMn Tierquälerei.
Zynisch gesagt, die Tochter vom Fritzl kannte auch nichts Anderes. ;)lapis_lazuli schrieb:kommt ganz drauf an. Mein Kater kennt gar nichts anders, hab ihm aus dem Tierschutz und er wurde drinnen geboren und war knapp 1 Jahr als ich ihn bekam. der kennt draußen gar nichts und auch keine Gefahren und würde unter dem ersten Auto liegen, das vorbeifährt. und solche Katzen gibts im Tierschutz auch reichlich :| eben auch aufgrund der Vermehrer.
Was ja die Krux dahinter ja irgendwie auch bestätigt. Es würde ja auch niemand (zumindest nicht jemand mit Verstand) darauf kommen, einen Hund dauerhaft in der Wohnung zu halten und an ein Klo zu gewöhnen.lapis_lazuli schrieb:und solche Katzen gibts im Tierschutz auch reichlich
Klar gibt es Zweckgemeinschaften, an denen beide profitieren. Aber es ist doch klar, dass es hier jetzt vornehmlich um das Problem der Haltung in Wohnungen geht. Weiter lasse ich mich jetzt auch gar nicht auf den erweiterten Kontext ein. Und habe auch nur gesagt, man sollte sich darüber im Klaren sein. Was man in welcher Situation damit macht, ist eine andere ethische oder praktische Frage. Während wir, wie angedeutet, selbst verkümmern in unseren Betonkisten.Nemesis59 schrieb:Es gehört aber zur langen Menschheitsgeschichte Tiere zu halten. Katzen z. b. um das Getreide vor Mäusen zu sichern.....
Hier in Deutschland? Klingt sehr nach Industrie, wo Hunde für die westliche Welt gezüchtet werden.liaewen schrieb:Da kennst du die ganzen Modehunde nicht. Die auf Welpeneinlagen ihr Geschäft verrichten müssen.
Ich weiß nicht ob das Irrglaube ist. Eine Katze hat schon einen ziemlichen Bewegungsdrang, den man nur schwer in einer Wohnung ausleben kann.liaewen schrieb:Das ist ein Irrglaube.
Ja, das ist eben halt kein gutes Argument wie ich finde. Danach wären ja Massentierhaltungen auch kein Problem, denn die kennen es halt ja nicht anders.liaewen schrieb:Gerade Katzen, die nichts anderes kennen, vermissen es nicht
Das ist definitv ein Punkt. Braucht es Haustiere? Als Nutztier ja, ansonsten eher nicht.liaewen schrieb:Ich verstehe das. Und meine Meinung dazu ist diese. Kein einziges Tier würde mit Menschen artgerecht leben können. Es fängt ja bei den "Nutz"tieren an und hört bei Vögel und Co auf. Welches Tier würde denn genau genommen artgerecht leben können?
Da gebe ich dir vollkommen Recht.liaewen schrieb:Wir sollten eben keine neuen Tiere anschaffen. Oder sie vermehren. Da liegt für mich das größte Problem.
Katzen waren mal nützlich, leider nie für die Tierwelt. Heute aber eher nicht mehr.Nemesis59 schrieb:Es gehört aber zur langen Menschheitsgeschichte Tiere zu halten. Katzen z. b. um das Getreide vor Mäusen zu sichern.....
Ja, wobei wir dann doch die Wahl haben auch mal rauszugehen und Gras unter den Füßen spüren zu können.Nemon schrieb:Während wir, wie angedeutet, selbst verkümmern in unseren Betonkisten.
was wäre die Alternative in dem Fall gewesen? du siehst das zu schwarz und weiß. er war ein Jahr alt, völlig verstört weil er aus einem Haushalt kam, in dem er misshandelt und ansonsten völlig ignoriert wurde. sobald er in die Nähe des Fenster kam, hatte er Angst. auch heute sitzt er zwar am Fenster ab schreckt bei jeder Kleinigkeit, die draußen passiert, zusammen.DerThorag schrieb:Zynisch gesagt, die Tochter vom Fritzl kannte auch nichts Anderes. ;)
No Offense.