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Deepwater Horizon: Ölpest in USA

2.172 Beiträge, Schlüsselwörter: USA, Natur, Umwelt, Katastrophe, Ölpest, Umweltkatastrophe, Bohrinsel, Deepwater Horizon
Warhead
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Deepwater Horizon: Ölpest in USA

02.05.2010 um 23:44
@bo
Das die Lochstopfung ein bis zwei Monate in Anspruch nehmen wird und die grosse Ölung bevorsteht war mir schon am ersten Tag klar,in welchen Dosierungen die Weichzeichner dem Publikum das kommende klarmachen sah ich nicht


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Deepwater Horizon: Ölpest in USA

03.05.2010 um 07:37
http://www.heute.de/ZDFheute/inhalt/3/0,3672,8068675,00.html

Obama: "BP wird die Rechnung begleichen"
Höhere Sicherheit bei künftigen Bohrungen


US-Präsident Barack Obama macht den Ölkonzern BP für die Ölpest an der US-Küste nicht nur verantwortlich sondern auch haftbar. Im Krisengebiet an der Südostküste sprach der Präsident von einer "massiven und womöglich beispiellosen Umweltkatastrophe"


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Deepwater Horizon: Ölpest in USA

03.05.2010 um 07:38
Nach Erkenntnissen von Forschern verdreifachte sich die Ausdehnung des Ölteppichs binnen weniger Tage. Satellitenbilder zeigten, dass sich die Fläche von rund 3.000 Quadratkilometer auf bis zu 9.800 vergrößert habe, sagte der deutsche Professor für Meeresphysik an der Universität von Miami, Hans Gräber, am Samstag der Deutschen Presse-Agentur. Das entspricht in etwa der halben Fläche Hessens.



Starke Winde und heftiger Seegang hatten am Samstag den Kampf der Einsatzkräfte gegen die Ölpest auf dem Meer behindert. Südliche Winde drückten das Öl zudem weiter in Richtung der US-Golfküste. Dort sind hochempfindliche Ökosysteme bedroht. Auch die wichtige Fischerei-Industrie bangt um ihre Existenz. Umweltschützer befürchten unterdessen ein noch schlimmeres Ausmaß als das der "Exxon-Valdez"-Katastrophe. Die Havarie des Tankers 1989 vor Alaska gilt als bisher größte Umweltkatastrophe in der US-Geschichte.


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Deepwater Horizon: Ölpest in USA

03.05.2010 um 08:46
UffTaTa schrieb: Aber in Allmy war das nie eine Thema und auch jetzt posten nur wenige was dazu und davon kriegt die Hälfte nur das übliche"Dumme Menscheit bringt sich selber um"-Geflenne hin.
Das Geflenne wird sich sicher am Ende bei den Beführwortern und ihren Verantwortlichen einstellen.


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DieSache
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Deepwater Horizon: Ölpest in USA

03.05.2010 um 09:16
Vorrausgesetzt sie bekommen die Lecks dicht, es wird doch wohl irgendeinen Stoff geben der da Öl binden könnte...hirne hier schon ne ganze Weile darüber nach, komm aber auf keinen Nenner, mir fehlt schlicht zuviel Grundlage !

Dass es erhebliche Schäden geben wird an Ökosystem und Fauna wie Flora durch den Ölteppich steht leider fest, man kann nur hoffen es finden sich genügend freiwillige Umwelthelfer !

Hier ist eindeutig die Wissenschaft gefragt, dass man bisher aus den Unglücken der Tanker nichts gelernt hat kann ich mir nicht denken. Die Plattform Firma müsste jedoch auch zur Kasse gebeten werden, wer Anlagen zur Rohstoffgewinnung betreibt, sollte auch die Worst-Case-Szenarien berechnet haben was tun wenn !

Zur Zeit ist derart viel los mit und auf Mama Gaja, da weiß man garnicht mehr welchem Unglück man zuerst Beachtung schenken soll !

Wie gesagt ich hoffe, dass ein paar Eierköppe dann eventuell doch Ansätze für künftige Probleme mit Ölkatastrophen finden und man zumindest in den nächsten Jahren schaut wie in gewissen Situationen zu handeln geboten wäre !

Eine Krise nach der anderen, da wirst ja ganz matschig im Brain !


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Deepwater Horizon: Ölpest in USA

03.05.2010 um 09:37
Unfall auf hoher See: Wie der Ölteppich entsteht

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Quelle: Spiegel Online


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Deepwater Horizon: Ölpest in USA

03.05.2010 um 09:50
Es gab früher schon mal einen ähnlichen Fall

Ixtoc 1
Am 3. Juni 1979 explodiert rund 80 Kilometer vor der Küste der mexikanischen Halbinsel Yucatan die in Brand geratene Bohrplattform "Ixtoc 1". Sie war im Besitz des staatlichen mexikanischen Ölkonzerns Pemex, der zu den zehn größten Ölgesellschaften weltweit gehört. Der Ozean unter der explodierten Bohrinsel war nur etwas mehr als 50 Meter tief, aber der Kampf gegen die Ölpest dauerte trotzdem quälend lange zehn Monate.
Alle Versuche, unter Wasser ein neues Sicherheitsventil anzubringen, schlugen fehl. Über der Wasseroberfläche gelang es den Spezialisten nicht, das unkontrolliert und ständig nachsprudelnde Öl abzuschöpfen. Anfängliche Versuche, den wachsenden Teppich mit Chemikalien zu zersetzen oder durch schwimmende Barrieren aufzuhalten, schlugen fehl.
Die "Ixtoc 1" spuckte jeden Tag bis zu eine halbe Million Liter Rohöl ins Meer. Es entstand ein Teppich von mehreren hundert Kilometern Länge, der nach zwei Monaten auch die texanische Küste erreichte. Erst am 23. März 1980 gelang es den Verantwortlichen, das Leck mit Zement abzudichten. Bis dahin hatten rund 480.000 Tonnen Rohöl den Golf von Mexiko verseucht. Obwohl das staatliche Unternehmen Pemex für die explodierte Bohrinsel verantwortlich war, lehnte die mexikanische Regierung alle Schadensersatzforderungen von amerikanischer Seite ab.

Niemals zuvor konnte so viel Öl ins offene Meer gelangen. Aber im Gegensatz zu schweren Tankerunglücken verseuchte das Öl nicht binnen kürzester Zeit den Golf von Mexiko, sondern über einen langen Zeitraum von rund zehn Monaten hinweg. Der größte Teil blieb draußen auf dem Meer und erreichte die Küsten nicht - das warme Wasser, die Sonneneinstrahlung und Mikroben sorgten 'offshore' für die Zersetzung des Öls.
http://www.dw-world.de/dw/article/0,,5514587,00.html

DIe Öl-Experten haben vor 31 Jahren 10 Monate gebraucht um eine Ölquelle in 50m Tiefe zu schließen. Jetzt wäre es interessant zu wissen, inwieweit sich die entsprechende Technik weiter entwickelt hat.


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Deepwater Horizon: Ölpest in USA

03.05.2010 um 11:21
gurkenhannes hatte es am anfang schon mal angesprochen - im vergleich zu früheren tankerunglücken, kommt mir die menge an austretenden öl diesmal recht gering vor - trotzdem sprechen sie von der größten kathastrophe aller zeiten.

wo ist hier mein denkfehler?


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Deepwater Horizon: Ölpest in USA

03.05.2010 um 11:27
Gurkenhannes schrieb:Verglichen mit anderen Ölkatastrophen ist diese aber "realtiv", ich betone relativ milde.

Laut Wikipedia laufen täglich etwa 800.000 liter Öl aus das entspricht etwa 700 tonnen Öl
täglich. Würde bedeuten dass wir in einem monat etwa 20000 tonnen öl im meer hätten
ich meine er hat recht - es ist zwar schlimm und es sollte am besten überhaupt kein öl ins meer gelangen - doch im vergleich zur exon valdez, ist das nocht nicht so schlimm, wenn sie das loch stopfen können oder es mit der geplanten glocke erstmal abpumpen können.

warum der ganze megahype - gröste kathastropeh usw.???


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Deepwater Horizon: Ölpest in USA

03.05.2010 um 11:27
@tekton
70 Kilometer vor der Küste, in 1520 Meter Tiefe, sprudeln derzeit geschätzt 800 000 Liter Öl pro Tag ins Meer. Doch vielleicht wird alles noch viel schlimmer. US-Innenminister Ken Salazar sprach am Sonntag von bis zu 15,9 Millionen Liter Öl, die täglich auslaufen könnten – soviel wie noch nie. Salazar: „Wir müssen uns auf das Schlimmste vorbereiten.“
http://www.bild.de/BILD/news/2010/05/03/schlimmste-oel-pest-aller-zeiten/schwarze-hoelle-hier-stirbt-das-meer.html


wenn da soviel wirklich austreten sollte, dann ist das bestimmt bald die größte Katastrophe.


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Deepwater Horizon: Ölpest in USA

03.05.2010 um 11:34
@tekton

Exxon Valdez
Mehr als 40.000 Liter Öl traten aus und verseuchten rund 2000 Kilometer Küste des US-Bundesstaates Alaska.
Deepwater Horizon
Seit dem 20. April sprudeln täglich rund 800.000 Liter Rohöl in den Golf von Mexiko.
Bei der Exxon Valdez ist das Öl mehr oder weniger auf einen Schalg ausgetreten, bei der Deepwater Horizon sind es täglich 800.000 Liter! Und es wird noch einige Zeit dauern, die Quelle zu versiegeln. Die Schätzung geht zwischen 4 Wochen und 2-3 Monaten. Bei der Ixtoc 1 hat es 10 Monate gebraucht.

Denkfehler gefunden? ;)


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Deepwater Horizon: Ölpest in USA

03.05.2010 um 11:36
@Powermausi

vielleicht, vielleicht - bisher aber noch nicht, da stimmt die rechnung von gurke schon ziemlich gut. die frage ist wie schnell sie jetzt mit der glocke sind und ob es funktioniert.


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Deepwater Horizon: Ölpest in USA

03.05.2010 um 11:45
@bo

aus wiki zur exxon:
Von den 210.000 Tonnen Fassungsvermögen waren zum Zeitpunkt des Unglücks 163.000 Tonnen mit Rohöl gefüllt, 40.000 Tonnen liefen aus.
40.000 tonnen, nicht liter!

dichte von schweröl:
* RME 180: max. 0,991 kg/L (15 °C) [1]
* RMG 380: max. 0,991 kg/L (15 °C) [1]
* RMK 700: max. 1,010 kg/L (15 °C) [1]
also ca. 1,0 kg/l - was bei einer tonne nach adam riese dann 1000l macht.

-> exxon 40.000t - deep whater 800t pro tag -> in 50 tagen ist die selbe menge wie bei der exxon in das meer gelaufen, wenn die angabe mit den 800.000l stimmen.

ich will das ganze nicht herunter spielen, nur wie gesagt der haype apst mit der geschichte der tankerunglücke nicht zusammen - von größter katastrophe kann noch nicht gesprochen werden.


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Deepwater Horizon: Ölpest in USA

03.05.2010 um 11:47
@bo

bei der exxon waren es 40.000.000l - denkfehler gefunden? ;)


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Deepwater Horizon: Ölpest in USA

03.05.2010 um 12:00
@bo
bo schrieb:Die "Ixtoc 1" spuckte jeden Tag bis zu eine halbe Million Liter Rohöl ins Meer
500.000l -> 500t, weniger als bei deepwater
bo schrieb:480.000 Tonnen Rohöl den Golf von Mexiko verseucht.
in zehn monaten die sie brauchten um das loch zu stopfen ->entspricht 480.000.000l

wie gesagt, ich sehe hier im vergleich nicht, dass man bei deepwater von der größten katastrophe sprechen kann. es ist schlimm keine frage, nur machen die medien mal wieder ne riesen sache daraus um die einschaltquote zu förden - es muss halt immer die MEGASACHE sein, dass stört mich etwas daran.


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Deepwater Horizon: Ölpest in USA

03.05.2010 um 12:02
@tekton

Wikipedia: Liste_von_historischen_Ölkatastrophen

Jahr freigesetzte Menge in Tonnen

1979 Ixtoc I 400.000 bis 1.400.000 Rohöl

1989 Exxon Valdez 37.000 Rohöl

1991 Ölpest am Persischen Golf 1991 800.000 bis 1.700.000 Rohöl


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Deepwater Horizon: Ölpest in USA

03.05.2010 um 12:06
@bo

ich sag ja - wenn sie schnell sind bei deepwater, dann wird es nicht so viel werden - wenn die glocke funktioniert und/oder sie es schaffen das bohrloch zu stopfen.

aber wenn man sich die zahlen von den von dir genannten umfällen ansieht - das ist einfach mega krass, dass kann man sich eigentlich garnicht mehr vorstellen.


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Deepwater Horizon: Ölpest in USA

03.05.2010 um 12:25
@tekton

Ich glaub nicht dass die die Quelle so schnell versiegeln können. Bei der Ixtoc1 war doe Quelle in 50m Tiefe und trotzdem haben die 10 Monate gebraucht um das Teil dicht zu machen. Sicher das ist jetzt 30 Jahre her, allerdings liegt diese Quelle auch in über 1500 m Tiefe, was das Ganze noch wesentlich verkomplizieren dürfte.
Seit der Explosion einer im Auftrag des britischen Ölkonzerns betriebenen Bohrplattform vor knapp zwei Wochen ist der BP-Aktienkurs um rund 12 Prozent eingebrochen. Der Börsenwert des Unternehmens ist damit binnen weniger Tage um rund 15 Milliarden Pfund (rund 17,2 Milliarden Euro) zusammengeschmolzen.
BP beziffert die Kosten zur Bekämpfung der Ölpest bislang auf rund 6 Millionen Dollar (4,5 Millionen Euro) am Tag bei steigender Tendenz. Das ist zwar für den Konzern nicht allzu viel, denn BP hat allein im ersten Quartal seinen Nettogewinn auf 6,1 Milliarden Dollar mehr als verdoppelt. Doch die Folgekosten einschließlich Strafen, Schadenersatzzahlungen, Imageschäden und einer möglichen Einschränkung des Geschäfts durch strengere Sicherheitsauflagen sind schwer abzuschätzen.
http://www.faz.net/s/RubD16E1F55D21144C4AE3F9DDF52B6E1D9/Doc~E517F491BDC7649D5B8393A59BCC6D8E1~ATpl~Ecommon~Scontent.htm...


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Kongo_Otto
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Deepwater Horizon: Ölpest in USA

03.05.2010 um 12:52
Das schöne Öl!
Jetzt steigen die Benzinpreise bestimmt noch mehr... ;)


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dosbox
ehemaliges Mitglied

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Deepwater Horizon: Ölpest in USA

03.05.2010 um 13:02
Traurig, was da-mal wieder-passiert ist.

In die Rubrik Verschwörung würde es aber eigentlich nur passen, wenn man über gezielte Sabotage spekulieren könnte.

Dafür scheint es bisher keine Anhaltspunkte zu geben.

Die einschlägigen Blogger interessiert das Thema ebenfalls überhaupt nicht.


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