Dr.Doyle schrieb:Oha! Wir senden also unsere TV oder Rundfunk Signale schon immer auch "gezielt" in den Weltraum?
Seit wann schicken wir das zur Kontaktaufnahme mit Extraterrestriern raus? Und seit wann in solch einer Sendeleistung, daß die ne volle Sendung "Bauer sucht Frau" erhalten?
Vor knapp fünf Jahren hab ich aufgrund einer Diplomarbeit zum Thema und der dortigen Angaben ermittelt, daß Ultrakurzwellen,
mit der irdisch maximalen Sendeleistung ausgestrahlt, nach 11,5 Lichtjahren so ausgedünnt sind, daß sie
mit irdisch maximaler Detektierbarkeit nicht mehr erfaßt werden können. Hinzu kommt, daß schon weit früher Signale sich nur dann vom Hintergrundrauschen abheben lassen, wenn man weiß, daß da gesendet wird, und zwar auf welcher Wellenlänge. Läuft so z.B. beim Voyager-Funk. Einfach hingehört würde man nur das Hintergrundrauschen bemerken. Erst wenn man weiß, aus welcher Richtung und auf welcher Frequenz, kann man was empfangen.
Aufm Jupiter (Dein Szenario zuvor), ja, da kann man noch "Wer wird Millionär" glotzen. Aber bei Zeta reticuli kannste das echt knicken!
Dr.Doyle schrieb:
perttivalkonen schrieb:Aber mal hundert, zweihundert Jahre nach meinem "Ja hallo erstmal" ein "Tachchen zurück, ich bin der Dieter" zu bekommen, das ist für ne Ziv überschaubar genug und könnt dann zum gegenseitigen Info-Austausch zum beiderseitigen Nutzen führen.
Würde Sinn machen, wenn.
Aber wir haben noch keine Signale.
Weia! Vorm Daten-Senden kommt natürlich erst mal das Alien-Detektieren. Daher: SETI. Darum gings.
Dr.Doyle schrieb:Und dann, wenn, würde die Antwort auf: "Ich bin Dieter, wer bist Du?" auch 200 Jahre dauern.
Echt jetzt? Ich sprach von 100 Lichtjahren, und davon, daß einmal hin und einmal zurück 200 Jahre dauern. Das mußt Du nicht nochmal verdoppeln. Besser Lesen, Verstehen, Denken wäre ne Option.
Und das "und wer bist Du" wäre schon wieder "Briefwechsel", und darum kanns nicht gehen (wie oft soll ichs noch sagen). Will heißen, der "Dieter" kann mit seinem Namen sofort die ersten Infos schicken, die er rauszugeben bereit ist, und dann jede Woche das nächste Paket. Weil er nu weiß, daß da wer is und was geschickt bekommen kann. Also ab 200 Jahren nach unserm "Hallöle" ernten wir. Und die ernten ebenfalls ab 200 Jahre nach ihrem "Dieter hier", weil nachdem wir das wissen, wir ebenfalls losschicken, was wir losschicken wollen und können. 200 Jahre warten muß jede Seite (bei 100 ly Distanz), aber dann kann der Input Schlag auf Schlag laufen, kontinuierlich, ohne Wartepausen. Man schickt einfach, und seien es Strickmuster und Kochrezepte.
Dr.Doyle schrieb:Und selbst wenn man so eine Kommunikation führen wollte
Es! Geht! Nicht! Um! Kommunikation!!! Sondern um Kennenlernen, Wissensaustausch, Innovations-Partizipation.
Dr.Doyle schrieb:Ob spätere Generationen darin noch einen Sinn erkennen, dahingestellt und fraglich.
Wenn die wissen, wie die kalte Fusion funzt oder sowas, ggf. noch weit Futuristischeres - na da kannste aber einen drauf lassen, daß man davon hören will. Selbst wenn die uns nur ihre Klassiker digital rübermailen, ihre Version von Paulys Weltgeschichte, und nen Bildband von der Tier- und Pflanzenwelt ihres Planeten, selbst dann wirds hier ne Menge Leute interessieren.